Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von verhei:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Four Heads Missing von Thorsten Schleif

mehr True Crime: noch ein Serienkiller in Whitechapel?

London im Jahr Oktober 1888: Auf der Baustelle des neuen Scottland Yard Hauptgebäudes wird im Keller ein verschnürtes Paket gefunden. Es enthält den Torso einer Frau. Im Juni 1889 ziehen drei Jungen ein verschnürtes Paket aus der Themse. Auch hier ein Körper ohne Kopf. Ist dies das Werk von Jack the Ripper oder ist ein neuer Mörder unterwegs.

In diesem Buch begegnen dem Leser echte historischer True-Crime-Fälle aus der Zeit um die legendären Jack the Ripper-Morde. Alle dies wird kunstvoll ergänzt mit einer fiktiven Rahmenhandlung rund um die „Hobby“-Ermittler, die der legendäre Inspector Edmund Reid (den es wirklich gab) zu Rate zieht. Die Ermittler: Irene Adams, Begleitdame, und William Berger den derzeitigen Leibwächter von Sir Patrick, ehemals preußischer Soldat und Landgendarm. Ein sympathisches, wenn auch etwas unkonventionelles Ermittlergespann, das auch privat spannend ist. Über weite Strecken ist hier allerdings Will Berger der treibende Ermittler. Erstaunlich ist allerdings, wie weit die wirkliche Polizei hier in den Hintergrund gerät.

Gut gelungen und doch sehr praktisch sind die Hilfen, die dem Leser vom Autor mitgegeben wurden: eine Karte im Bucheinband und ein Personenverzeichnis. Angenehm ist auch die Kapitelgestaltung – Tag, Ort und Uhrzeit sind klar ersichtlich, die Orientierung ist damit vereinfacht.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und fängt gut die Atmosphäre der damaligen Zeit ein. Die Kapitel sind relativ kurz und es gibt auch Perspektivenwechsel zur Tätersicht. All diese Dinge erhöhen den Lesefluss und die Spannung. Generell fokussiert sich die Erzählung auf klassische polizeiliche Ermittlungen – Befragungen und Spuren zu verfolgen. Psychologische Profile waren in der damaligen Zeit schlichtweg noch nicht so modern.

Aus meiner Sicht lässt sich der Roman auch gut ohne Vorkenntnisse aus Band 1 lesen, jedoch versteht man damit vielleicht die Ermittler besser. Und wer möchte den nicht auch etwas über den legendären Red Jack erfahren?

Alles in allem für mich eine gelungene Aufarbeitung von Kriminalfällen, die sich in der Zeit von Jack-the-Ripper ereignet haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von verhei
Four Heads Missing

Rezensionen von Tara:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Aprikosenkind von Judith Merchant

Spannend, aber auch ein wenig verworren

„Aprikosenkind“ ist ein wendungsreicher Psychothriller der Autorin und Literaturwissenschaftlerin Judith Merchant.

Von außen betrachtet hat Nathalie ihren Lebenstraum verwirklicht und hat alles, was sie sich immer gewünscht hat. Sie lebt mit ihrem Mann Gabriel und ihrer sechsjährigen Tochter Ruby zurückgezogen in einem Haus auf dem Land.

Allerdings gibt es bei Ruby Verhaltensauffälligkeiten und gleichzeitig geschehen merkwürdige Dinge im Haus, was bei Nathalie zu großer Verunsicherung - und dazu, dass sie sich selbst nicht mehr traut - führt.

Der Schreibstil von Judith Merchant liest sich angenehm und sie versteht es, durch wechselnde Perspektiven und Zeitsprünge Spannung aufzubauen. Allerdings war es mir zu Beginn fast ein wenig zu viel und ich hatte Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten.
Nachdem man zu Beginn die Familie kennenlernt, nimmt die Handlung im weiteren Verlauf immer mehr an Fahrt auf. Die Atmosphäre ist unheimlich und es folgen zahlreiche Wendungen, die zum Teil durch eine kleine Andeutung eingeleitet werden, neugierig machen und atemlos weiterlesen lassen.

Die Charaktere sind interessant. Während ich Nathalies Sorge um Ruby sehr gut nachvollziehen konnte, waren ihre Handlungen für mich nicht immer schlüssig. Auch die von Gabriel haben mich mehrfach verwundert. Ruby konnte ich bis zum Schluss nicht einschätzen.

Das führte dazu, dass ich durch das Buch gesprintet bin und mich das plötzliche Ende ein wenig überrascht hat. Dennoch habe ich es als plausibel und stimmig empfunden, sodass für mich hier alles gepasst hat.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara
Aprikosenkind

Rezensionen von Tara:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Das große Buch der deutschen Sprache von Andrea Weller-Essers

Fakten über die deutsche Sprache unterhaltsam präsentiert

„Das große Buch der deutschen Sprache“ ist in Zusammenarbeit der Autorin Andrea Weller-Essers und Marmota Maps entstanden. Hinter Marmota Maps stecken Lana Bragin und Stefan Spiegel, die für die optischen Elemente, die Zeichnungen und Grafiken in dem Buch verantwortlich sind.

Ich interessiere mich für Sprachen und insbesondere unsere deutsche Sprache beinhaltet viele Besonderheiten über die man sich immer wieder wundern kann, wenn man einmal näher hinschaut.

Von daher ist dieses Buch genau das Richtige für mich.

Schon der Blick in das Inhaltsverzeichnis, in dem zehn Themengebiete angesprochen werden, war äußerst vielversprechend. Es geht darum, was typisch deutsch ist, wie sich die Sprache gewandelt hat, welche Fremdwörter Einzug erhalten haben und welche ausgewandert sind, wie die Sprache unsere Gesellschaft beeinflusst hat und vieles mehr.

Die Informationen und Fakten werden dabei in kurzen Texten, unterstützt durch passende grafische Darstellungen, vermittelt.
Jede einzelne Seite ist dabei durch bunte Illustrationen in kräftigen Farben eindrucksvoll gestaltet. Abwechslungsreicher geht es gar nicht.

Wer sich für Sprache interessiert und Spaß an deren Besonderheiten hat, findet hier informative, amüsante und aufschlussreiche Fakten. Das Buch zeigt, wie lebendig und vielseitig Sprache ist.

Ich werde das Buch sicherlich noch des Öfteren zur Hand nehmen, um mir möglichst viel einzuprägen. Es macht einfach großen Spaß, bringt einen zum Staunen und lädt immer wieder zum Blättern ein.
Es ist eine perfekte Mischung aus fundierten Informationen und großartigem Design.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tara
Das große Buch der deutschen Sprache

Rezensionen von Ele:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Wolkenberührpunkt von Christoph Kramer

Was zwischen den Zeilen steht


Wolkenberührpunkt, Roman von Christoph Kramer, 288 Seiten, Kiepenheuer & Witsch
Die bewegende Geschichte zweier unterschiedlicher Leben und der Suche nach dem Glück.
Christoph Kramer ist am Ende seiner Fußballkarriere angekommen. An diesem Punkt schreibt er sein Buch: „Das Leben fing im Sommer an“ Am Erscheinungstag begibt er sich in die Buchhandlung um zu beobachten, wer sein Buch kauft.

Der erste ist Roman und er bezahlt das Buch mit abgezählten Münzen. Kramer spricht ihn an und einen ganzen Tag lang erzählt Roman seine Lebensgeschichte. Dieses Schicksal lässt Kramer nicht mehr los.
Dieser Roman, der über das Zusammentreffen unterschiedlicher Lebenswege und Schicksale erzählt, greift atmosphärische Elemente des Erwachsenwerdens und der Lebenssuche auf. Es ist eine bewegende Geschichte zweier unterschiedlicher Leben, die die Suche nach Glück in den Mittelpunkt stellt. Das Buch besteht aus 8 Kapiteln, mit zweigeteilten Erzählperspektiven, die Hauptgeschichte aus der Sicht von Roman und am Ende jedes Kapitels in anderer Schrift, Reflexionen, die Kramer mit seinem Leben zieht. Eintragungen aus „Niemands“ Tagebuch erscheinen in Schreibschrift, so werden die einzelnen Ansichten deutlich in Szene gesetzt. Der Schreibstil ist sehr sensibel und unaufgeregt. Die Geschichte verzichtet auf allzu lautes Drama und transportiert Gefühle eher zwischen den Zeilen. Der Text vermittelt eine nachdenkliche Grundstimmung.
Die Charaktere handeln authentisch und nachvollziehbar, Roman ein schwermütiger junger Mann, der keine leichte Kindheit hatte. Er ist zerrissen, hinterfragt die Welt und seine Familie. Mira die Schlüsselfigur aus Romans Leben, nach der er stets eine leise Sehnsucht verspürt, als an seinem 18. Geburtstag der nächste ungeahnte Wendepunkt eintritt, war ich komplett überrascht, ich dachte immer da hätte es Möglichkeiten gegeben, auf die ich hier wegen Spoilergefahr nicht eingehen möchte, um die Sache zu klären. Es ist eine schöne aber auch sehr traurige Geschichte finde ich. Vorliegendes Buch kann man mit Kramers Debütroman nicht vergleichen. Wolkenberührpunkt ist auf eine andere Art schön und zeigt die schriftstellerischen Fähigkeiten des Ex-Fußballprofis.
Es handelt sich hier um ein sensibles Porträt zweier völlig ungleicher Figuren, zum einen der gefeierte Fußballstar der in einer intakten Familie und geliebt aufwuchs. Zum anderen der Junge der sich immer fehl am Platz und fremd in seiner Familie vorkam.
Kramer hat es wieder geschafft mich gut zu unterhalten und zu fesseln. Ich hoffe, dass er weiterschreibt. Eine Lese- und Kaufempfehlung an alle, die nachdenkliche Geschichten mögen. Von mir 5 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ele
Wolkenberührpunkt

Rezensionen von lorireads:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück

Mysteriös und spannend geschrieben

'Songs of the void' war das erste Buch, das ich von Anne Lück gelesen habe. Angesprochen hatte mich vor allem das tolle Cover, der melodiöse Titel und die Beschreibung im Klappentext, die mal nach etwas ganz anderem klang, wo sich im Romance- und Romantasy-Genre doch vieles immer wieder wiederholt.

In dieser Hinsicht wurde ich auf jeden Fall nicht enttäuscht, denn das Buch hebt sich meiner Meinung nach sehr von anderen aktuellen Büchern ab, was mir extrem gut gefallen hat.

Im Zentrum steht Alize, die sich als Musikagentin ihren Platz in einem großen kanadischen Label zu erkämpfen versucht und dabei von ihrem Mitarbeiter Malo unterstützt wird. Ihr großes Ziel ist es, die geheimnisvolle Band Silentbound unter Vertrag zu nehmen, die jedoch nur geheime und spontane Konzerte gibt, für die man sein Ticket in einer Lotterie gewinnen muss. Als Alize endlich ein Ticket ergattert, geht ihr Plan, die Band beim Konzert anzusprechen, allerdings etwas schief. Danach ist nichts mehr wie zuvor und sie steht einer düsteren Bedrohung gegenüber, gegen die die Band schon lange anzukämpfen versucht.

Besonders gut gefallen hat mir Alize' selbstbewusste und zielstrebige Art, aber auch ihren Freund Malo fand ich unheimlich sympathisch.
Was mir außerdem sehr gut gefallen hat war, dass der Fokus des Buches klar auf den Silencern und dieser düsteren Bedrohung lag, die von ihnen ausging. Der Romance-Teil war nur ein kleinerer Nebenaspekt und besonders gut gefallen hat mir eine Stelle zwischen Alize und ihrem Kollegen Léo, bei der die beiden sich näher gekommen sind und Alize das ganze dann aber unterbrochen hat, weil ihr ein wichtiger Gedanke zu den Silencern kam, dem sie sofort nachgehen wollte. Ich persönlich fand das sehr realistisch angesichts dieser Bedrohung und wesentlich authentischer als die Romantik-Entwicklung in vielen anderen Romantasy-Büchern.
Dass sich die Romantik in Songs of the Void insgesamt sehr langsam entwickelt und ich mich oft gefragt habe, ob wirklich Léo der Love Interest in dieser Geschichte ist, fand ich auch total erfrischend und schön.
Die Handlung rund um die Silencer fand ich ebenfalls spannend und die Idee dahinter super interessant. Bis zuletzt habe ich gerätselt, wer hinter den Bandmitgliedern von Silentbound steckt und besonders natürlich hinter deren Leadsänger Echo, da aus meiner Sicht verschiedene Charaktere in Frage kamen. Wer sich hinter den anderen Mitgliedern verbirgt ist weiterhin unklar und macht mich sehr neugierig auf Band 2.

Im mittleren Teil des Buches hat sich die Geschichte nach meinem Empfinden etwas gezogen und ich hätte mir gewünscht, einige der offenen Fragen, die erst ganz zum Schluss beantwortet wurden, schon etwas früher aufgeklärt worden wären. Dadurch kommt das Buch für mich nicht ganz an die fünf Sterne heran, hat aber sehr eng daran gekratzt. Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt auf Teil zwei und kann es nach dem Cliffhanger am Ende kaum erwarten, wieder in diese spannende Welt hineingesogen zu werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von lorireads
Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille

Rezensionen von Annabell95:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Was sie nicht weiß von Shari Lapena

Solider Thriller

Bryden und Sam führen scheinbar ein perfektes Leben. Sie sind glücklich verheiratet, beruflich erfolgreich und genießen ihr Familienleben mit ihrer kleinen Tochter Clara. Doch das scheinbar perfekte Leben wird erschüttert, als Bryden eines Tages spurlos verschwindet. Sam erhält einen Anruf aus der Kita, dass Clara noch nicht abgeholt worden ist.

Er holt sie ab und zu Hause findet er Brydens Auto sowie ihre persönlichen Gegenstände vor. Keine Hinweise für einen Aufbruch. Alles wirkt normal, aber Bryden ist wie vom Erdboden verschluckt. Für Sam beginnt eine beunruhigende Suche nach der Wahrheit hinter ihrem plötzlichen Verschwinden.

Erzählt wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven, was grundsätzlich für etwas Dynamik sorgt und Einblicke in die Gedanken mehrerer Figuren ermöglicht. Jedoch entwickelt sich in der Handlung kaum Tempo, sodass es mehr oder weniger vor sich hinplätschert. Hinzu kommt, dass sich einige Szenen bzw. Gedanken mal wiederholen, wodurch Längen entstehen. Man hatte das Gefühl es bleibt auf der Stelle, aber kommt nicht wirklich voran. Der Schreibstil war recht angenehm zu lesen, aber trug auch nicht so wirklich zur Spannung bei.

Es tauchen eine Vielzahl an Charakteren in dieser Story auf, die alle ihre eigenen Geheimnisse mit sich herumtragen. So gut wie jeder scheint etwas zu verbergen, wodurch man im Grunde jeden verdächtigt. Trotz dieser vielen Verdächtigen und den miteinander verwobenen Geheimnisse kam jedoch kaum Miträtseln auf. Dieses typische Hin und Her bei den Verdächtigungen bei einem typischen Thriller blieb irgendwie aus.

Obwohl viele der Figuren ihre eigenen Geheimnisse haben, blieben sie dennoch relativ blass. Sie wirkten eher Mittel zum Zweck, um falsche Fährten zu lesen und weitere Verdächtigungen in den Raum zu werfen. Aber sie bekamen nicht wirklich die nötige Tiefe, sodass man eine Verbindung zu ihnen hätte aufbauen können um mitzufühlen.

Ein bisschen unbefriedigend war, dass ein Handlungsstrang nicht wirklich zu Ende erzählt worden ist. Es wirkte eher konstruiert, um zusätzliche Verdächtigungen zu erzeugen, aber ohne einen wirklichen Abschluss zu erhalten.

Mein Fazit:
Viele Verdächtige, viele Geheimnisse und eigentlich scheint jeder etwas zu verbergen. Trotzdem wollte bei mir kaum echte Spannung aufkommen. Die Handlung zieht sich stellenweise, einige Figuren bleiben blass und ein Handlungsstrang wirkt am Ende nicht ganz zu Ende gedacht. Gut lesbar, aber insgesamt fehlte mir das gewisse Etwas.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Annabell95
Was sie nicht weiß

Rezensionen von Marie aus E.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Gib mir alles von Alexandra-Maria Pipos

Ich fühlte es

Ioana ist Consultant und eine echte Powerfrau im Job. Kein Auftrag ihres Chefs ist ihr zu schwer, zu zeitaufwändig, sie rockt alles und wenn sie dafür die x-Te Nachtschicht schieben muss, kein Problem.
Ihr Sportprogramm zieht sie mit der gleichen Disziplin durch und dass sie ihre Umzugskisten immer noch nicht auspacken konnte und weder Zeit für Freunde noch für ihre Familie hat -geschenkt.

Bis der Tod ihres Großvaters sie in ihr Herkunftsland Rumänien reisen lässt. Auch hier ständig getrieben von den Jobanforderungen, gleichzeitig aber auch von den Erwartungen der Familie.

Mich hat das Buch total angesprochen. Ich konnte mich so hineinversetzen in Ioana, ihrem Fokus auf den Job, der Bereitschaft, diesem alles unterzuordnen.
Dazu ein extrem toxisches Arbeitsumfeld mit männlichen Machtstrukturen, die leider auch gar nicht fiktional wirken.
Weil es noch nicht genug ist, dann pure Familie mit einer Wucht, die man schon in gefestigtem Zustand nur schwer aushalten kann.
Auch hier große Bewunderung für den Schreibstil der Autorin, sie hat das sich Bewegen in den unterschiedlichen Lebensrealitäten ganz meisterhaft beschrieben.

Irritiert hat mich nur der Wortanteil von vielen Heiligen, die im Buch mitmischen. Ein interessantes Stilmittel, ja, mir hat das aber nicht zugesagt.

Dafür feiere ich aber auch das Ende, das sich nicht dem Kitsch hingibt, sondern dem Stil des Buchs treu bleibt.

Der erste Roman der Autorin hat mich völlig überzeugt, ich hoffe, sie wird noch viele weitere schreiben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Marie aus E.
Gib mir alles

Rezensionen von Stern567:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Ein Tag in unserem Gehirn von Eveline Crone

Interessant und unterhaltsam!

Unser Kopf steckt voller Überraschungen! Eveline Crone zeigt auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise, was in unserem Kopf passiert – ganz nah an Situationen, die wir alle aus dem Alltag kennen. Man entdeckt dabei viele spannende Dinge über sich selbst und versteht so manches Verhalten plötzlich ein bisschen besser.

Auch optisch macht das Buch richtig Freude. Das Cover ist ansprechend gestaltet und macht direkt Lust, hineinzuschauen. Die Seiten sind schön und abwechslungsreich gestaltet, sodass das Lesen nie langweilig wird. Besonders positiv überrascht hat mich die hochwertige Verarbeitung: Obwohl es ein Softcover ist, fühlt es sich erstaunlich stabil und robust an.

Ein interessantes, unterhaltsames und gleichzeitig schön gestaltetes Buch für alle, die neugierig darauf sind, was in unserem Kopf eigentlich so vor sich geht.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Stern567
Ein Tag in unserem Gehirn

Rezensionen von dorli:

Stern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Gnadenopfer von Viveca Sten

Barmherzig morden

Viveca Sten widmet sich in „Gnadenopfer“ einem aktuellen und sehr aufwühlenden Thema: es geht um die Einsamkeit und Hilflosigkeit alter Menschen. Und es geht um die Überlastung von ambulanten Pflegediensten sowie deren Schwierigkeiten bei der Versorgung hilfsbedürftiger Menschen besonders in ländlichen Gegenden.

Es gefällt mir sehr gut, dass die Autorin diesen wichtigen Bereich des alltäglichen Lebens näher beleuchtet, weil sie so auf die wachsende Krise im Pflegesystem und damit auf Probleme aufmerksam macht, die uns alle angehen.

Von der Krimihandlung dagegen bin ich enttäuscht. Viveca Sten hat mich mit ihren spannenden Geschichten bisher immer überzeugt, diesmal konnte sie mich jedoch nicht fesseln. Nach einem dramatischen Prolog, in dem die Autorin sehr mitreißend den Überlebenskampf der hilflosen Ing-Marie schildert und damit ihr eigentlich gutes Händchen für einen raschen Spannungsaufbau zeigt, bricht die gerade erst erzeugte Sogwirkung sofort wieder weg.

Das liegt vor allen Dingen daran, dass der Zwist zwischen Hanna und Daniel viel zu viel Raum bekommt. Die erste Hälfte des Buches dreht sich nur um die persönlichen Befindlichkeiten der Kommissare. Was anfangs noch für eine unterschwellige Spannung sorgt, driftet schnell ins Kindische ab und lässt die Handlung rund um die Mordserie fast untergehen.

Nachdem der Konflikt beigelegt ist und die Aufgaben für die Spurensuche verteilt wurden, beginnen endlich die Ermittlungen. Hier fühle ich mich dann jedoch nicht mitgenommen, weil alles so oberflächlich und wenig professionell abläuft. Die Dialoge sind hölzern. Alles plätschert vor sich hin, von Spannung keine Spur. Stattdessen wird die Handlung mit Belanglosigkeiten sowie vielen kleinen inhaltlichen Wiederholungen aufgefüllt und damit künstlich in die Länge gezogen.

Auch die Darstellung der Figuren hat mir nicht gefallen. Besonders die übertrieben negative Stimmung fast aller Akteure hat mich gestört. So gut wie jeder scheint mürrisch, gereizt, schlecht gelaunt oder gestresst zu sein. Neben dem bereits erwähnten kindischen Verhalten von Hanna und Daniel habe ich vor allem die Figur der Karro als schlecht umgesetzt empfunden. Sie wirkt nicht wie eine überlastete Pflegedienstleiterin, sondern unbeholfen, eingeschüchtert und mit ihrer Aufgabe überfordert. Erfrischender Lichtblick: Clara mit ihrer positiven Ausstrahlung. Als alleinerziehende Mutter zweier Teenager hat die Bibliothekarin es sicherlich auch nicht leicht, doch sie wirkt immer fröhlich. Sie hat jemand besseren verdient, als den brummeligen Daniel.

Gut 100 Seiten vor Schluss wird es dann endlich spannend. Mehrere Verdächtige rücken gleichzeitig in den Fokus und ich kann zu guter Letzt doch noch ein wenig miträtseln.

„Gnadenopfer“ ist bei Weitem nicht die vielschichtige, ausgefeilte Geschichte, die ich erwartet hatte. Es fehlt vor allen Dingen an Spannung; ich bleibe ziemlich enttäuscht zurück.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von dorli
Gnadenopfer

Rezensionen von Sheilo:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten? von Michael Engler

Wissenschaft kindgerecht erklärt

Nase und Weis leben am Nordpol und könnten nicht unterschiedlicher sein, doch die kleine Maus und der große Eisbär werden Freunde und entdecken zusammen die spannenden Seiten der Wissenschaft.

Da ich selbst in einem Forschungszentrum arbeite, finde ich dieses Kinderbuch besonders wertvoll. Wissenschaft ist manchmal nicht sehr greifbar, aber die Beispiele im Buch zeigen den Kindern auf einfache Art und Weise, wie ein Wissenschaftler arbeitet.

Dabei gibt es neben ein paar historischen Fakten rund um den berühmten Forscher Newton auch eine kleine Einführung in die Physik, vor allem zu verschiedenen Kräften. Was ist die Erdanziehungskraft und wie wirkt sie nicht nur auf uns, sondern zum Beispiel auch auf den Mond und welche Kräfte wirken sonst noch in unserem Alltag?
Meine Kinder haben den Aufführungen sehr aufmerksam gelauscht und auch die entstehende Freundschaft von Nase und Weis ist im Buch wirklich schön umgesetzt. Die Illustrationen sind kindgerecht und sehr liebevoll gestaltet, sodass sie die Erklärungen gut untersetzen.

Ich persönlich kann dieses Kinderbuch sehr empfehlen, da ich selbst begeistert davon bin.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo
Nase & Weis - Wieso falle ich eigentlich immer nach unten?