Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anndlich:
Im Morgengrauen von Marc Raabe
Die Wahrheit
Eine junge Frau geht viral. Ihre Videos enthalten skandalöse Details über eine Affäre mit dem Bundeskanzler. Ist das ein Fake oder die pure Wahrheit? Kurz darauf verschwindet der Kanzler Henrik Westphal.
Art und Nele werden in einen U-Bahntunnel gerufen, dort befindet sich die kopflose Leiche einer Frau.
Handelt es sich um die Frau aus dem Video?
Ein Netz Lügen breitet sich aus und bringt nicht nur Art in Gefahr, wem kann er noch Vertrauen?
Im Morgengrauen von Marc Raabe ist der vierte Band der Thriller-Reihe um das Ermittlerteam Artur ‚Art‘ Mayer und Nele Tschaikowski, die auf jeden Fall von Beginn an gelesen werden sollte. Wir erleben die Geschichte wie gewohnt aus mehreren Perspektiven, wobei Art Mayer im Fokus steht. Die Darstellung der zeitlichen Ebene hat mir ausgesprochen gut gefallen, in dem das Davor auf den Tag Null zulief und das Danach sich von Tag Null entfernte. Dadurch ließ sich die Geschichte zeitlich nicht nur gut einordnen, sondern erhöhte die Spannung, um den Tag Null.
Die Entwicklung der einzelnen Charaktere wirkt super authentisch, das hat auch gute Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen den Figuren, sodass auch das (komplette) Ermittlerteam immer mehr Tiefe gewinnt. Der Fall selbst hat mir sehr gut gefallen, auch weil es viele Fragen geklärt hat. An einigen Stellen war mir der Zufall etwas zu häufig am Werk, vor allem im Bezug auf die Jagdhütte und die Lösung fand ich auch recht offensichtlich, dennoch hat mir das Werk spannende Lesestunden bereitet und vor allem die Vorgängerbände sehr gut abgerundet.
Eine klare Empfehlung für Im Morgengrauen, aber wer die Vorgängerbände bereits kennt, der wird sowieso weiterlesen wollen und wer noch kein Buch der Reihe gelesen hat, dem ist Der Morgen sehr ans Herz, um eine tolle Reihe zu beginnen!
Rezensionen von Lilli33:
Hope Joanna von Horst Evers
Herrlich schräger Berlin-Krimi
Herrlich schräger Berlin-Krimi
Achtung: Dieses (Hör-) Buch birgt eine Ohrwurm-Gefahr. Nachdem ich gehört hatte, dass Hope Joanna nach dem Song von Eddy Grant benannt wurde, der bei ihrer Geburt im Krankenhaus lief, bekam ich dessen Melodie nicht mehr aus dem Kopf. Aber es gibt Schlimmeres. ;-)
Zusammen mit ihren Kollegen muss Hope Joanna einen Mordfall aufklären.
Die Spuren führen sie zum Fußball und ins Rechtsradikalenmilieu.
„Hope Joanna“ ist mein erstes Buch von Horst Evers aka Gerd Winter, und es war eine weise Entscheidung, zum Hörbuch zu greifen, das der Autor selbst eingelesen hat. So kommt die Berliner Schnauze noch viel besser zur Geltung, als wenn ich das Buch selbst gelesen hätte. Evers macht das einfach total genial und verleiht jeder Figur eine ganz eigene Stimme. Mit seinem Vortrag verdient er sich bei mir einen Extrastern. Das Hörbuch erschien im Argon Verlag und ist ungekürzt. Es hat eine Laufzeit von 9 h 14 min. Jede Minute davon hat mich köstlich unterhalten.
Der Stil ist etwas schnodderig, die Sätze nicht wirklich ausgefeilt. Umso lebensechter wirkt es, gerade so, wie man auch im Alltag sprechen würde. Das Buch lebt von seinen schlagfertigen Dialogen, der Situationskomik und den absolut schrägen Figuren, die Evers sich liebevoll ausgedacht hat. Der Kriminalfall tritt dabei etwas in den Hintergrund, ist aber doch immer präsent und auch einigermaßen spannend.
Rezensionen von LeserinLu :
Espresso unter Sternen von Stefan Maiwald
Typisch Maiwald
„Espresso unter Sternen“ ist wieder genau die Art von Buch, die man am liebsten mit einem Kaffee in der Sonne lesen möchte. Maiwalds Texte haben einfach etwas Wohlfühliges und sind voller kleiner Beobachtungen, die den Alltag plötzlich leichter wirken lassen. Schon das wunderschöne Cover macht Lust darauf, nach Italien aufzubrechen.
Dieses Mal geht es nach Triest, wo sich der Autor eine „Anderszeit“ genommen hat.
Während Stefan Maiwald von Grado nach Triest zieht, entstehen wie gewohnt bei Maiwald viele charmante Begegnungen und kleine Alltagsgeschichten, die plaudernd erzählt werden. Dabei liest sich alles angenehm leicht, ohne belanglos zu sein. Zwischendurch gibt es immer wieder bunt gemischte Fakten zur Geschichte der Stadt. Gerade die historischen Hintergründe fand ich sehr spannend. Dass Triest so eng mit Literatur verbunden ist und viele Schriftsteller dort gelebt haben, war mir zwar grundsätzlich bekannt, aber die Art, wie das hier erzählt und zusammengeführt wird, hat mir richtig gut gefallen. Besonders die Passagen über Bücher, Cafés und kleine Glücksmomente haben bei mir sofort Fernweh ausgelöst.
Für mich war „Espresso unter Sternen“ ein entschleunigendes Wohlfühlbuch voller Italiensehnsucht, Lebensfreude und kleiner Glücksmomente. Es ist perfekt für alle, die Reiseberichte mit persönlicher Note und viel Atmosphäre mögen und natürlich für alle Maiwald-Fans.
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Wiedersehen im Café am Rande der Welt von John Strelecky
Zehn Jahre später
Der Autor John Strelecky hat mit dem Lebensratgeber "Wiedersehen im Cafe am Rande der Welt" die Fortsetzung seines Weltbestsellers "Das Cafe am Rande der Welt" vorgelegt.
Dieses Buch ist umfangreicher als der Vorgänger.
Dadurch werden auch mehr Lebensweisheiten vermittelt, die dem Leser ein positives Gefühl bescheren und gute Laune bereiten.
Der Hauptprotagonist John begegnet auf Hawaii, im genannten Cafe, Jessica, die im gleichem Hamsterrad steckt, wie er früher, und ihren Sinn des eigenen Lebens sucht. John zeigt ihr dabei Möglichkeiten auf, ihre verloren gegangenen Wünsche für ein glückliches und erfülltes Leben neu zu definieren und zu finden. Dabei gelangt sie zu der Erkenntnis, was wirklich zählt, und wie sie aus ihrem stressigen Job herausfinden kann.
Nachdenklich machend und unaufgeregt authentisch, zeigt der Autor AHA-Effekte auf, die auch mir, als interessiertem Leser neue Erkenntnisse vermittelt, und mich meine bisherige Erwartung ans Leben überdenken lässt.
Angenehm lesbar, habe ich mich erneut gut unterhalten gefühlt, und kann gern eine Leseempfehlung für diese interessante Lektüre abgeben!
Rezensionen von Daggy:
Bella Karamella - Achtung, zauberhafte Freundin! von Gundi Herget
Zauberhafter Bonbonspaß
Da hat sich Gundi Herget eine ganz neue magische Figur ausgedacht, die Naschhexe mit den vielen Vornamen, die aber gerne als Karamella angesprochen werden möchte. Mit ihrem pinken Kleid und der bunten Zuckerwattefrisur sehen wir sie zusammen mit Elfie, ihrer Zauberzuckerstange im Laden „Leckerei“.
Zunächst ist Elfie wütend und traurig, weil ihre Süßigkeiten weg sind. Dazu müssen wir wissen, dass Elfie mit ihrer Mutter zusammen in einer winzigen Wohnung wohnt, weil das Geld nicht reicht. Elfies Mama sucht eine neue Stelle und ihr alter Computer liegt in den letzten Zügen. Da Elfie hervorragend rechnen kann, kalkuliert sie ihren Verbrauch an Süßigkeiten sehr genau. Deshalb kann sie es nicht fassen, dass diese kleine Hexe mit der Erklärung, „eine Naschhexe muss Naschen“, einfach ihre Vorräte aufgegessen hat. In der Schule hat Elfie ebenfalls Sorgen, denn sowohl zwei Jungs als auch Bianca und ihr Hofstatt quälen sie immer wieder.
Das Buch zeigt sehr realistisch, dass es für Kinder, wie Elfie, die sehr früh erfahren müssen, wie schwer das Leben ohne genügenden finanziellen Rückhalt ist. Umso schöner ist es zusehen, wie liebevoll das Mutter-Tochter-Verhältnis ist und wie selbstlos Christel und Hans Elfie und ihrer kleinen Naschhexe helfen. Elfie erfährt wahre Freundschaft und erkennt, dass sie mit Freundlichkeit viel bewirken kann. Eine sehr gefühlvolle und zauberhafte Geschichte, die mit vielen farbigen und schönen Illustrationen ergänzt wird. Ein rundum gelungenes Herzensbuch.
Rezensionen von Daggy:
Mister Marple und du von Sven Gerhardt
Klassische Ermittlungen mit Hamsterunterstützung
Bei Mister Marple handelt es sich um einen Hamster, der die meiste Zeit in Theos Tasche, die er in seiner Warnweste hat, verbringt. Neben dem ängstlichen Theo und der abenteurermutigen Elsa gehört Mister Marple zur Schnüffler-Band.
Diesmal ist das Klassentier aus Theos Klasse, ein Gecko aus dem Terrarium verschwunden.
Natürlich ist klar, dass sich die drei auf die Suche machen, Elsa sucht mit Hilfe ihrer Lupe nach Spuren und finde sie auf der Außenseite des Terrariums. In den nächsten Schulstunden machte Mister Marple sich auf die Suche nach dem verschwundenen Tier.
Der Text des Buches ist in großen Buchstaben mit viel Abstand gedruckt. Die Illustrationen sind bunt und großformatige. Zu jedem Kapital wird am Ende eine Frage gestellt und das Mitraten macht viel Spaß.
Was mi besonders gut gefällt ist, dass Mister Marple nicht mit den Kindern spricht, sondern sich über Bilder mit den Kindern austauscht. Am Ende des Buches gibt es noch viele Informationen über Panter-Geckos. Ein echter Krimispaß für Leseanfänger.
Rezensionen von rikes_little_library:
Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit
Liebevolle Affirmationen
Wann habt ihr euren Kindern zuletzt gesagt, dass sie einzigartig, wertvoll und gut so, wie sie sind sind?
Falls euch das im Alltag schwer fällt und ihr gerne mehr gemeinsame Momente schaffen möchtet in denen ihr euren Kindern stärkende Worte mitgebt ist „Wie gut, dass ich ich bin“ das perfekte Buch für euch.
Im Buch werden jeweils auf einer Doppelseite 10 Alltagsszenen gezeigt, die jeweils von einem gereimten beschreibenden Text, einer liebevollenAffirmation und einer Frage begleitet werden, die optional mitgelesen werden kann, um beim Vorlesen mit dem Kind ins Gespräch zu kommen.
Durch die Reimform und die einfachen Sätze eignet sich das Buch schon zum gemeinsamen Lesen ab 2.
Ganz besonders gelungen sind die Illustrationen, bei denen darauf geachtet wurde möglichst klischeearme und diverse Darstellungen zu schaffen.
Hier wird gezeigt, dass man Stolz auf sich sein kann, auch wenn das eigene Bastelprojekt vielleicht schief und krumm ist. Oder, dass es mutig ist auf sich selbst zu vertrauen und etwas Schwieriges zu machen, dass es aber gleichzeitig auch von Mut zeugt sich einzugestehen, dass man das lieber sein lässt. Jede Seite bietet eine derartige Botschaft und stärkt damit das Selbstvertrauen der Leser*innen.
Ein niedliches Extra ist die kleine Maus, die sich auf jeder Doppelseite versteckt und zum gemeinsamen Suchen anregt.
„Wie gut, dass ich ich bin“ ist ein ganz wunderbares Kinderbuch, das mit sehr viel Liebe geschrieben wurde und hoffentlich einen Platz in den Regalen vieler Kinder findet.
Rezensionen von Tara:
She's a Star! von Meredith Hambrock
Eine Satire über einen angehenden Theaterstar
„She’s a Star!“ ist ein düsteres und zugleich humorvolles Werk der in Vancouver lebenden Autorin Meredith Hambrock.
Der größte Traum von Jessamyn St. Germain ist es, ein Star zu werden und sie ist überzeugt davon, dass sie bereits einer ist, nur hat es noch keiner erkannt. Bisher arbeitet sie als Platzanweiserin im Theater, aber sie ist sich sicher, dass die Hauptrolle in dem weltberühmten Musical „The Sound of Music“ ihr gehören muss.
Leider ist sie die Einzige, die davon überzeugt ist, die Rolle der Maria bekommt Samantha. Jessamyn wird für die Betreuung der Kinderdarsteller eingesetzt. Ganz klar muss das ein Zeichen sein, damit sie direkt vor Ort ist, wenn Samantha ausfällt.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Jessamyn erzählt. Sie ist wirklich eine ganz unglaubliche Protagonistin, die in einer Welt jenseits der Realität lebt. Sie würde alles tun, um ein Star zu werden und ihr verzerrtes Weltbild in Bezug auf sich selbst hat mich im Wechsel erschreckt und amüsiert.
Selbstreflexion ist ihr unmöglich.
Tragische und komische Momente wechseln sich ab. Mal war ich entsetzt über die Protagonistin und dann hatte ich wieder ein unglaubliches Mitleid mit ihr. Jessamyn ist einfach total durchgeknallt, anders kann ich es nicht sagen. Auf ihrem Weg zum Ruhm ist sie total verblendet, regelrecht besessen von ihrem Traum.
Der Roman gibt einen tiefen Einblick in die Untiefen der menschlichen Psyche. Wer schwarzen Humor und Satire mag und in eine Welt, die alles andere als heil ist, abtauchen möchte, den könnte dieses Buch gut unterhalten.
Rezensionen von Daggy:
Mäc Mief und die rätselhafte Schafentführung von Carola Becker
Rasante Suche mit viel Witz
Schon auf dem Cover sehen wir Mäc Mief und seinen Freund, den Hund Bonnie, auf einem Kohlenwagen in einem Zug mitfahren. Das wirkt schon sehr abenteuerlich und gefährlich.
Nachdem es in Schottland schon seit Tagen regnet, hat Mäc Mies Lieblingsmensch Finn das Schaf mit in sein Zimmer und sogar in sein Bett genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt.
So schmeißt sie Mäc Mief kurzerhand raus. Bei seiner Suche nach Bonnie gerät Mäc Mief auf den Nachbarhof zu den Eddingbörgs. Doch hier trifft er nicht auf den fiesen Schafe, sondern auf eine Schafmädchen, in das er sich sofort verliebt. Doch bei seinem nächsten Besuch ist Malvina mit der roten Schleife nicht zu finden. So beginnt die abenteuerliche Suche nach dem Schaf.
Es ist schon etwas sehr verrückt, wie es Mäc Mief und Bonnie bei dieser Suche ergeht. Warum da plötzlich eine Dampflok am Bahnhof steht und wie die beiden es schaffen Malvina aus dem Anhänger zu befreien, das ist schon echt stark, aber auch witzig.
Die Großbuchstaben und die vielen tollen bunten Bilder machen das Buch leicht lesbar und Mäc Mief als verliebtes Schaf, das hat seinen ganz besonderen Charme.
Rezensionen von Lilli33:
Der unaufhaltsame Aufstieg des Ministers Karsten Richter von Wolfgang Schorlau
Sehr realitätsnahe Satire
Karsten Richter, jahrelang für die Gas-Lobby tätig, soll zum Minister ernannt werden. Seine Gas-Freunde sind begeistert, hoffen sie doch, dass er die Klimaneutralität Deutschlands abwenden wird und sie weiterhin ihre Gewinne einstreichen können. Nur Richters Mutter schießt quer.
Sie kündigt eine Pressekonferenz an und betitelt ihren Sohn (wahrheitsgemäß) als Öko-Sau. Kann Richter sie nicht zur Vernunft bringen, ist seine Ernennung gefährdet. Doch da wird - Glück im Unglück - seine Mutter entführt. Die Pressekonferenz ist damit abgewendet. Und Karsten Richter suhlt sich in Macht. Wobei das auch nicht so einfach ist wie erwartet.
Wolfgang Schorlau lässt uns hier schön hinter die Kulissen der Politik blicken. Erschreckend, dass man sich gut vorstellen kann, dass es genau so abläuft. Was als Satire betitelt ist, wirkt verdammt realitätsnah und hat einen aktuellen Bezug. Heizungsgesetz, Wärmepumpen, erneuerbare Energien - all diese Schlagwörter werden aufgenommen und noch vieles mehr. Am Ende wird es wie so oft sein: Wer bezüglich der Energiewende noch einen Anstoß bräuchte, wird dieses Buch leider nicht lesen.
Das Büchlein ist witzig geschrieben und unterhaltsam, aber leider etwas dünn. Die beteiligten Personen sind trotz größter Ähnlichkeit mit lebenden Politikern natürlich frei erfunden. ;-)











