Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sternzauber:
Frühstücksliebe von Sofia Kostner; Birgit Mair am Tinkhof
Einfach Hmmmmmmm und wunderschön!
Ich finde das Cover von „Frühstücksliebe“ von Birgit Mair am Tinkhof und Sofia Kostner wunderschön! Durch die natürlichen Farben und den strukturierten Einband wirkt es sehr wertig und die Gestaltung mit der sehr liebevoll hergerichteten Bowl macht sofort Lust auf ein leckeres Frühstück! Auch die Gestaltung mit Titel und Autorinnennamen ist für mich hervorragend gelungen.
Im Inneren gelingt die Gestaltung genau so unaufgeregt, aber ausgesprochen liebevoll, wie auf dem Cover. Die Farben in der Gestaltung bewegen sich zu einem großen Teil im erdig-warmen Bereich zwischen abgetöntem Weiß und Braun, was ich unglaublich edel und wunderschön finde. Dazu kommen dann die anregenden Farben der Speisen und es ergibt sich ein wirklich schönes und anregendes, appetitliches und augenschmeichelndes Gesamtkonzept. Besonders erwähnen möchte ich außerdem kleine runde Button, die zusätzliche Infos zu Inhaltsstoffen, Lagerung oder ähnlichem geben und die der Gestaltung noch einen weiteren Pfiff verleihen. Und auch die Fotos der Speisen sind wirklich wunderschön und machen Lust auf die Gerichte. Mir gefällt dieses Buch rein optisch wirklich unglaublich gut!
Aber ich bin auch vom Inhalt schwer begeistert! In 70 Rezepten präsentieren uns die Autorinnen sehr verlockende Frühstücksideen und zwar so, dass ich von einigem wirklich überrascht war und es mein Repertoire der Morgenmahlzeit stark erweitert hat. Das Spektrum reicht von süß bis herzhaft, von fest bis flüssig und von alltagstauglich bis besonders. In 9 Kapiteln stellen sie uns Rezepte für Granola, Porridge, Müslis & Overnights, Pancakes, Waffeln, Muffins & Co, Frühstücksriegel & Co, Brot, Eiergerichte, Aufstriche & Basics und Drinks vor. Innerhalb dieser Kategorien gibt es viel Auswahl, so dass sicherlich für jede Leserin und jeden Leser etwas dabei ist und an Hand des übersichtlichen Inhaltsverzeichnisses lässt sich auch alles schnell finden. Ich habe bisher Nuss-Granola, Walnuss-Birnen-Porridge, Frühstücksriegel, Zucchini-Rührei und herzhafte Knusperstangen getestet und es hat nicht nur alles super in der Herstellung geklappt, sondern es hat uns auch richtig gut geschmeckt! Ich werde auf jeden Fall noch viele weitere Rezepte ausprobieren und freue mich sehr darauf!
Auf jeden Fall erwähnen möchte ich noch, dass ich mich schon durch das herzliche Vorwort bzw. die Begrüßung der Autorinnen im Buch sehr wohl gefühlt habe und auch das erste Kapitel mit der Überschrift „Unsere Frühstücksphilosophie“ sehr lesenswert fand. So verzichten Birgit Mair am Tinkhof und Sofia Kostner in ihren Rezepten aus Überzeugung auf raffinierten Zucker und auf glutenhaltiges Getreide und geben wertvolle Tipps zum Beispiel zu Vorbereitungen, Frühstücksplanung und Nachhaltigkeit.
Für mich ist „Frühstücksliebe“ ein sehr gelungenes Kochbuch, das viele Anregungen, tolle neue Rezepte und Tipps mit einer wunderschönen Gestaltung verbindet und daher einfach Freude macht. Ich möchte es aus vollem Herzen empfehlen und wünsche allen LeserInnen viel Spaß und guten Appetit!
Rezensionen von Eternal-Hope:
Leben, Körper, Tod von Bettina Schöne-Seifert
Differenziert, fundiert und unterhaltsam
"Leben, Körper, Tod", ein Sachbuch der Medizinerin, Philosophin und Medizinethikerin Bettina Schöne-Seifert wurde für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert: eine Auszeichnung, die schon darauf hindeutet, dass es sich um ein äußerst interessantes und gut geschriebenes Werk handelt.
Gut verständlich und unterhaltsam, dabei gleichzeitig fachlich fundiert führt die Autorin in das Feld der Medizinethik ein und stellt zwölf aktuelle Kontroversen vor.
Dabei geht es um Themen wie Patientenverfügungen und die Frage, ob das frühere Ich in jedem Fall über das zukünftige Ich bestimmen dürfen soll, das Recht auf Abtreibung oder auf die Inanspruchnahme einer Leihmutter, um sich den eigenen sonst unerfüllbaren Kinderwunsch zu erfüllen, um Organspende und darum, wie wir definieren, ob jemand tot ist, und um viele weitere interessante Themen.
Jedes Kapitel wird mit einem fiktiven Fall eingeleitet, der danach nach verschiedenen ethischen Prinzipien diskutiert wird. Dabei stellt die Autorin die unterschiedlichen ethischen Positionen sowie, wenn thematisch passend, den Stand der medizinischen Wissenschaft zu dem Thema dar, und bezieht mutig auch selbst Stellung.
Ich habe das Buch als sehr anregend gefunden, über Medizinethik nachzudenken. Die differenzierte Darstellung der Fälle macht deutlich, wie es hier tatsächlich oft um Grenzfragen der Ethik geht und verschiedene Seiten der Argumentation jeweils etwas für sich haben. Damit kann das Buch auch dazu beitragen, Menschen besser zu verstehen, die zu den jeweiligen Themen eine andere Haltung einnehmen.
Es ist ein sehr interessantes Sachbuch, das ich allen Menschen, die sich für Medizin, Ethik oder eine Verbindung von beidem interessieren, oder auch einfach nur gesellschaftspolitisch interessiert sind, sehr empfehlen kann.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Besser als nie von Stephan Thome
Multiperspektivisch
Im Jahr 2009 hat der Autor Stephan Thome sein Romandebüt "Grenzgang" veröffentlicht, in dem er anhand des Anlasses des Grenzgang-Festes in einer hessischen Kleinstadt aktuelle gesellschaftliche Themen und Konfliktfelder aufgezeigt hat.
Nun folgt 17 Jahre später eine Art Fortsetzung: auch in "Besser als nie" geht es wiederum um eine Grenzgang-Fest in einer hessischen Kleinstadt und die gesellschaftlichen Herausforderungen, die der Umgang damit aufzeigt.
Da geht es zum Beispiel um die Frage, inwieweit es legitim ist, alte Traditionen zu bewahren, wenn diese bedeuten, dass Frauen keine Reiterinnen sein dürfen. Und so etwas im Jahr 2026! Obwohl sich kaum genug Männer für die Tradition finden!
Aus den Perspektiven verschiedener Figuren entwickelt sich das Geschehen.
Besonders gut hat mir gefallen, dass der Audioverlag bei der Erstellung des Hörbuches keine Kosten und Mühen gescheut hat, und nicht etwa, wie bei vielen anderen Hörbüchern, alles von einer Person mit teilweise verstellter Stimme eingelesen wird, sondern tatsächlich verschiedene Sprecher die verschiedenen Perspektiven lesen. Dadurch gewinnt das Hörbuch sehr an Authentizität und wird zu einem umso größeren Hörvergnügen.
Inhaltlich ist es eine interessante Geschichte, die auch gut verstanden werden kann, ohne das Vorgängerwerk zu kennen.
Rezensionen von brauneye29:
Das Klimpern der Schlüssel von Anne Goscinny
Berührt
Die kleine Anne Goscinny ist erst neun Jahre, als ihr Vater plötzlich stirbt und kann das zunächst auch nicht wirklich fassen und fragt die Mutter bis wann den Papa tot sei. In diesem Buch schreibt die Tochter an ihren verstorbenen Vater einen fiktiven Brief, der eine Auseinandersetzung mit dem Verlust und den Gefühlen dazu ist, aber auch wie sie an der ein oder anderen Stelle damit umgegangen ist.
Mir hat das gut gefallen. Ich bewundere auch, dass man die Gefühlswelt so mir der Welt teilen kann, aber vielleicht trägt das ja auch zur Heilung bei.
Rezensionen von brauneye29:
Zorn der Verlierer von Petros Markaris
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Die Geisteswissenschaften an der Universität in Athen stehen immer mehr unter Druck während die Technik- und Wirtschaftsfächer gefördert werden. Die Studierenden sind damit nicht einverstanden und protestieren dagegen. Als ein Mathematik-Professor tot aufgefunden wird, stehen gleich mehrere Studenten unter Verdacht, schließlich war der Professor nicht gerade der Beliebteste.
Bei den Ermittlungen kommen immer mehr Mankos im Bildungssystem zum Vorschein.
Meine Meinung:
Ich glaube, das war tatsächlich der erste Roman, den ich von diesem Autoren gelesen habe, aber sicherlich nicht der letzte, den mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es ging irgendwie nicht nur um den Fall, sondern man bekam förmlich ein Bild der griechischen Gesellschaft ohne das die Spannung an der Story verloren ging. Ein bisschen habe ich mich gefragt, warum man immer so genau die Straßennamen erwähnen musste, schließlich hat man schon genug mit den vielen Protagonisten zu tun um sich diese zu merken und die griechischen Namen sind ja wahrlich nicht immer so leicht zu merken. Insgesamt fand ich das Buch wirklich gut.
Fazit:
Hat mir gefallen.
Rezensionen von Kwinsu:
Gemüsevögel von Sarah Heuzeroth
Die fabelhafte Welt der Gemüsevögel
Als ich gesehen habe, dass es die Gemüsevögel nun auch als Buch gibt, war ich äußerst erfreut! Ich bin bereits im Besitz mehrerer dieser Fabeltiere auf Postkarten, folge der Autorin auf Instagram und konnte es kaum erwarten, das Buch in Händen zu halten. Und auch nach intensivem Schmökern bin ich mehr als begeistert! Was für eine Kreativität, was für ein zeichnerisches Talent hier in den wunderschönen Tierwesen steckt!
Aber was sind die Gemüsevögel eigentlich? Die Kreaturen sind Mischwesen aus genau dem, was sie versprechen: Vögel und Gemüse.
In unglaublich schönen Illustrationen lernen wir sie kennen: die Taubergine, die Knobrauchschwalbe, den Kolkrabi oder die Möhrwe - um nur einige zu nennen. Die Zeichnungen erinnern an realitätsnahe Tierillustrationen des 18. und 19. Jahrhunderts, in wunderschönen Farben mit sehr viel Herzblut illustriert. Im Buch sind zu jedem "Tier" kleine Texte, welche die Charaktere der einzelnen Wesen beschreiben - diese sind nicht nur lustig, sondern auch irrsinnig intelligent, vereinen sie auch im Text die Eigenschaften der Vögel sowie des dazugehörigen Gemüses - wie und wo wachsen sie, wie pflanzen sie sich fort, was sind ihre Besonderheiten.
Besonders schön und spannend fand ich am Ende des Buches die Information, wie die Sarah Heuzeroth zu der Idee dieser gesunden Vögel kam, genauso wie den anschaulichen Prozess, wie eine neue "Art" zeichnerisch entworfen wird.
Das Buch ist nicht nur geeignet, es für sich selbst immer wieder herauszuholen, um zu staunen und die eigene Laune zu verbessern, sondern eignet sich auch hervorragend als Geschenk für alle, die etwas ganz Besonders & ästhetisch Ansprechendes verschenken wollen. Ich hoffe sehr, dass die Kreativität der Autorin / Illustratorin lange anhält und dass sie uns mit noch viel mehr wunderbaren Gemüsevögel beglückt!
Rezensionen von Zwerg:
MARVEL: Who’s Who von Sarah Heuzeroth
Feines Nachschlagewerk für junge Marvel Fans
Marvel Who‘s Who - Das große Lexikon von Kosmos ist perfekt als Nachschlagewerk und zum Durchstöbern für kleine Marvel- Fans.
Schon das Cover find ich sehr ansprechend. Die vielen kleinen Bilder auf schwarzem Hintergrund gefallen mir vom Design sehr und die Kinder entdecken darauf schon die ersten Helden.
Es werden insgesamt 40 Marvel Charaktere vorgestellt.
Die unterteilt sind in
- Spiderman und seine Freunde
- Guardians of the Galaxy
- Die Avengers
Auf der linken Seite gibt es immer einen Steckbrief mit Bild und Eckdaten und dann kommt eine kurze Geschichte zur Figur. So kann man auch schon mal ein paar Seiten nacheinander vorlesen.
Mit gefällt, dass nicht nur die Helden beschrieben werden, sondern auch die Schurken. Weil sich auch für die natürlich Kinder interessieren.
Ich finde das Lexikon sehr gelungen für Kinder, weil es nicht zu umfangreich ist, aber dennoch viel drin ist und schön detailliert beschrieben.
Rezensionen von ravenmoon:
Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten von Rebekka Eder
Gut geschrieben, aber der Funke wollte nicht überspringen
*Der geheime Apfelgarten: Getrennte Welten* ist ohne Frage ein sorgfältig recherchierter historischer Roman. Man merkt auf jeder Seite, wie viel Arbeit und Herzblut Rebekka Eder in die Geschichte rund um Finkenwerder, den Apfelanbau und die Zeit der Cholera gesteckt hat. Auch sprachlich gibt es nichts auszusetzen: Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und lässt die norddeutsche Kulisse lebendig werden.
Trotzdem hat mich das Buch leider nicht wirklich erreicht. Immer wieder habe ich es nach einigen Seiten aus der Hand gelegt, weil mich die Handlung einfach nicht fesseln konnte. Dabei lag es für mich weniger an der Qualität des Schreibens als an der Geschichte selbst.
Die Liebesgeschichte zwischen Kea und Kristen sowie die geplante Verlobung mit dem Sohn der verfeindeten Nachbarsfamilie fühlte sich für mich zu vertraut an. Dieses Grundgerüst wurde in ähnlicher Form schon oft erzählt. Vielleicht lese ich inzwischen einfach zu viele Romane dieses Genres, sodass mich bekannte Handlungsmuster nicht mehr so leicht begeistern können. Deshalb hatte ich leider häufig das Gefühl, nichts wirklich Neues zu entdecken.
Auch zu den Figuren fand ich keinen richtigen Zugang. Mir fehlte die emotionale Verbindung, die mich mit ihnen hätte mitfiebern lassen.
Sehr gelungen ist dagegen die Gestaltung des Buches. Das wunderschöne Cover weckt sofort Fernweh und lädt dazu ein, gedanklich durch den Apfelgarten zu spazieren und einen der leuchtend roten Äpfel zu pflücken. Es passt hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte.
Mein persönlicher Funke ist zwar nicht übergesprungen, dennoch kann ich das Buch Leserinnen und Lesern empfehlen, die historische Familienromane mit einer klassischen Liebesgeschichte mögen. Wer sich von dieser Konstellation noch überraschen und mitreißen lassen kann, wird hier wahrscheinlich deutlich mehr Freude haben als ich.
Rezensionen von LEXI:
Schlosshotel Fuschl von Caren Benedikt
Zwei Hotels und eine Familie – gemeinsam stark!
Zwei Hotels und eine Familie – gemeinsam stark!
Ein herzerwärmender Roman über den Zusammenhalt in schweren Zeiten und über eine starke Frau, die für ihre Familie und ihr Lebenswerk kämpft.
Das vornehme Hotel Goldener Hirsch in der berühmten Salzburger Getreidegasse und das luxuriöse Schlosshotel Fuschl bilden die Kulissen in der vorliegenden Neuerscheinung von Caren Benedikt.
Als Hotelbesitzerin mit Leib und Seele ist die Protagonistin Theresa von Reuschenberg ein absoluter Profi. Sie führt ihre Häuser mit grenzenlosem Einsatz und purer Leidenschaft, neigt dabei aber dazu, sich für ihr Lebenswerk völlig zu verausgaben. An ihrer Seite steht Paul, ein ehemaliger Sportstar im Tennis und Skilauf, der heute die Hotelgäste unterrichtet. Als charmanter Freigeist ist Theresas Ehemann unendlich stolz auf seine Familie. Die wundervolle, auf Liebe und Vertrauen basierende Ehe von Theresa und Paul und die Liebe zu ihren Töchtern bilden das emotionale Fundament der Geschichte. Doch dieses Fundament gerät ins Wanken, als Theresas totgeglaubter Bruder unerwartet aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt und die Existenz der Familie zu zerstören droht. Gleichzeitig brechen zwischen den beiden erwachsenen Töchtern lange unterdrückte Konflikte auf. Während die besonnene und hochbegabte Marie am Mozarteum Musik studiert und davon träumt, eigene Schlager zu komponieren arbeitet ihre ältere Schwester Sophia als Angestellte im Goldenen Hirschen. Als Marie ihrer Schwester zum ersten Mal im Leben die Stirn bietet und Sophia Grenzen aufzeigt, eskaliert die Situation. Sowohl Sophia als auch Marie suchen fortan ihren eigenen Weg, der sie in gänzlich verschiedene Richtungen führt.
Der Roman „Schlosshotel Fuschl“ zeigt auf berührende Weise, dass man gemeinsam als Familie alles schaffen kann. Vor der traumhaften Kulisse Salzburgs entfaltet sich eine komplexe Geschichte mit Herz und Gefühl, aber auch mit Krisen und Hürden. Es ist ein Buch, das einen von der ersten Seite an packt und nicht mehr loslässt.
Mit großem Geschick zeichnet Caren Benedikt vielschichtige Charaktere und beschränkt sich hierbei keineswegs nur auf die Familie von Reuschenberg. Die Protagonistin Theresa und ihr liebenswerter Ehemann Paul sind mir auf Anhieb ebenso ans Herz gewachsen wie ihre Töchter. Die beiden jungen Frauen sind völlig konträr und es kommt zu einer spannenden Dynamik, als Marie ihrer älteren Schwester zum ersten Mal im Leben klare Grenzen aufzeigt. Sophias egoistisches und manipulatives Verhalten bringt das Fass zum Überlaufen und lässt lang verborgene Spannungen eskalieren. Mitten im familiären Gefühlschaos stellt die Beziehung der einen Schwester die Familie auf eine harte Probe, während die zarte, wunderschöne Liebesgeschichte der anderen Schwester für Gänsehautmomente sorgt. Der Kriegsheimkehrer Benedikt, von jeher kein einfacher Charakter, macht es Theresa nicht leicht, ihm Schritt für Schritt wieder zurück ins Leben zu helfen. Der Autorin gelingt es überzeugend, den moralischen und charakterlichen Absturz des ehemals gebildeten und weltgewandten Mannes darzustellen. Angesichts des Grauens im russischen Gulag, den Benedikt wie durch ein Wunder überlebt hat, begegnet man diesem Antagonisten trotz alledem nicht nur mit negativen Gefühlen. Ich schwankte zwischen Abscheu, tiefem Mitleid und Erschütterung – ein reines Schwarz-Weiß-Denken war hier einfach nicht angebracht, da ich hinter seinem Handeln auch das menschliche Trauma sah. Als interessante Nebenfigur fungiert Pauls verwitwete Schwester Apollonia, die ihre eigenen Pläne verfolgt und sich nicht so recht in die Karten schauen lässt. Der amerikanische Besatzungssoldat James Miller war einer meiner Lieblingscharaktere. Ich mochte die freundliche, geradlinige Art und die Lebenseinstellung dieser Figur. Eine christliche Erziehung und die streng gläubige Mutter haben sein Leben stark geprägt, er erweist sich als gewissenhafter, fleißiger und hilfsbereiter Mensch mit klaren Lebenszielen. Der gewiefte Geschäftsmann Ernst Reichhardt und sein Sohn Kurt, der so ganz anders ist als sein Vater, werden darüber hinaus zu wichtigen Schlüsselfiguren. Mit seiner aufgeblasenen und doch liebenswerten Art bringt schließlich der distinguierte ehemalige Oberkellner Gustav Hallemann als Theresas treue Stütze frischen Schwung in die Szenen.
Was ich an Caren Benedikt besonders schätze sind ihr einnehmender Schreibstil und die stets facettenreiche Charakterzeichnung der handelnden Figuren. Sie schafft es zudem, das historische Flair des Jahres 1955 lebendig werden zu lassen, während die High Society in Salzburg ein- und ausgeht und ein exklusiver Filmdreh mit Romy Schneider als Kaiserin Sissy im Hotel der Familie von Reuschenberg stattfindet.
Einen perfekten Abschluss bildet das ausführliche Nachwort. Die Autorin beleuchtet historische Hintergründe sowie real existierende Persönlichkeiten. Allen voran das Leben von Gräfin Harriet Daisy Walderdorff, deren Biografie das Fundament dieser packenden Erzählung bildet.
Besonders hervorzuheben ist die gelungene Aufmachung: der Titel in der oberen Hälfte hebt sich haptisch ab, während die mit liebevollen Details versehene malerische Abbildung des vornehmen Hotels unweigerlich den Blick auf sich lenkt. Eine Landkarte der Umgebung des Fuschlsees und des Schlosshotel Fuschl ziert die vordere Klappbroschur, während hinten ein Plan der Salzburger Altstadt zu finden ist. Diese liebevollen Details machen das Lesen und Eintauchen in die Geschichte noch lebendiger.
FAZIT: Mit „Schlosshotel Fuschl“ hat Caren Benedikt ein meisterhaft erzähltes Familiendrama geschaffen, das den Leser von der ersten Seite an packt und nicht mehr loslässt. Der Roman überzeugt durch vielschichtige Charaktere, tiefgehende Emotionen und einen wunderbar eingeflochtenen historischen Hintergrund. Trotz dramatischer Wendungen sprüht die Geschichte voller Hoffnung und bietet durchgehend ausgezeichnete Unterhaltung. Caren Benedikt versteht es perfekt, historische Atmosphäre mit einer packenden Familiengeschichte zu verweben. Ich vergebe für dieses gelungene Leseerlebnis die volle Punktzahl!
Rezensionen von div:
FamilienFIRE und andere Triggertage – Wie du weich landest, wenn du in alte Beziehungsmuster zurückfällst. von Elisabeth Mestekämper
Veränderung
Veränderung
Kaum betritt man an Weihnachten oder zum Geburtstag das Elternhaus, verhält man sich plötzlich wieder wie der Teenager von früher. Genau an diesem Punkt setzt die Psychologin Elisabeth Mestekämper mit ihrem Buch „FamilienFIRE und andere Triggertage“ an. Der geniale Titel, der mit den Begriffen „Familienfeier“ und dem emotionalen Feuer spielt, beschreibt perfekt den Kern des Ratgebers.
Das Buch ist logisch und durchdacht in vier große Abschnitte unterteilt. Mestekämper nutzt fundierte tiefenpsychologische Ansätze, die dem Leser in gut verständlicher Sprache näher gebracht werden.
Neben den theoretischen Grundlagen liefert die Autorin handfeste, wirksame Strategien zur Emotionsregulation und Konfrontation.
Eine absolute Buchempfehlung für alle, die das eigene Familiensystem besser durchschauen und ungesunde Beziehungsmuster endlich aufbrechen wollen.











