Persönliche Lese- tipps
Robert empfiehlt:
Rückwärtsbuch 06.02.2018. Hardback. von Beier Agnes
Rückwärtsbuch
Entschleunigung. Das Wort der nahen Zukunft. Viele predigen es, eine schreibt es: Agnes Beier! Das Sich finden, das Einander finden, das die richtigen Worte finden, darum kreist die Geschichte rund um Lina und Romed. Der sehr eigene Ton der Erzählerin mischt den Stil mystischer Sagen und persönlich-literarische Traumsequenzen.
eine ganz direkte Ansprache an den Leser macht dieses Buch aus und das berührt. Zumindest mich! Eine Wortmalerin von archaischer Wucht, die aber auch wortzart zu erzählen weiß!
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten von Jonas Jonasson
Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten
Ein charmanter Ritt durch die aktuelle Weltgeschichte! Diesmal bekommen es Putin, Merkel, Kim Jong Un und - nicht zuletzt - Präsident Trump mit Alan Karlson, dem 100-Jährigen zu tun.
"Was zum Teufel ... sagte Trump zu seinem Sicherheitsberater A.R. McMaster, der gerade seinen Sicherheitsberater Michael T.
Flynn ersetzt hatte, der sich als Sicherheitsrisiko entpuppt hatte."
Wenn man zum 100-Jährigen greift, ist das höchstens ein Sicherheitsrisiko für die Bauchmuskulatur.
Hörbuch eingelesen von Didi Hallervorden! Empfehlung!
Die Hungrigen und die Satten von Vermes Timur
Die Hungrigen und die Satten
Was nützt alle Politik, ob sie Mauern baut oder "Wir schaffen das" ruft, wenn 150.000 Flüchtlinge sich zu Fuß aufmachen? Eine Idee des jungen Lionel, der schon viel zu lange im größten Lager jenseits der Sahara festsitzt. Als Starmoderatorin Nadeche Hackenbusch das Lager besucht, erkennt er die einmalige Gelegenheit, nutzt die Aufmerksamkeit und macht sich mit 150.
000 Flüchtlingen auf den Weg, begleitet von Kameras. Die Schöne und die Flüchtlinge werden zum Quotenhit. Vermes fängt dort an, wo der Spaß aufhört.
Nachtleuchten von María C. Barbetta
Nachtleuchten
María C. Barbetta hat sich in die deutsche Sprache verliebt und das kann man lesen. Das alleine spricht schon für den neuen Roman. In ihren Geschichten entführt sie uns dennoch in ihre Heimat Argentinien. Genauer nach Buenos Aires, in das Einwanderungsviertel Ballester. Wie sich die Rückkehr von Peron darauf auswirkt, wie sein überraschender Tod und wie politische Spannungen das Land schier zerreißen, davon erzählt sie mit feinem Gespür für die Poesie des Alltags.
Eine Hommage an Argentinien als Einwanderungsland!
Neujahr von Juli Zeh
Neujahr
Henning, ein Mann, nicht wie ein Baum, sondern wie er noch nie in der deutschen Literatur festgemacht wurde. Ein 50%-Mann in Haushalt und mit den Kindern, ganz normal überfordert. Und geschlagen mit ES, das sind Panikattacken, die ihn heimsuchen. Der Neujahrsurlaub auf Lanzarote reißt unerwartet eigene Kindheitswunden auf und erzählt von zwei kleinen Kindern, die mitten im Ferienparadies in die Hölle geraten.
Juli Zeh setzt der Figur des überforderten Vaters ein literarisches Denkmal.






