Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN-Leserunde Astrid Pranzl:
Er ist wieder da von Vermes Timur
Hat mir gut gefallen!
?Er ist wieder da? hat mir gut gefallen, obwohl dieser Roman ein sehr belastetes Thema behandelt ? das dritte Reich. Die Erzählung im gewollt erkennbaren Stil beginnt amüsant und wird (entgegen meinen Erwartungen) absolut konsequent weitergeführt. Man glaubt nicht, dass sich diese Geschichte so entwickeln kann, der Autor belehrt uns skurril und bösartig eines Besseren (oder Schlechteren): genauso funktionieren unsere modernen Medien, so geschieht Meinungsbildung und der neuerliche Aufstieg eines Adolf Hitler erscheint denkbar.
Ein bedrohlicher Roman, der in sich stimmig ist.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Barbara Maria Angerer:
Polarrot von Patrick Tschan
Patrick Tschan versteht es meisterlich, die Geschichte ? mit dem Hintergrund des großen Leides im Zweiten Weltkrieg ? durchwegs hell und freundlich zu gestalten
In Patrick Tschans Roman Polarrot treffen in klarer Sprache und hohem Erzähltempo durchwegs sympathische Protagonisten aufeinander und ziehen die Leserin in eine Geschichte, die viel Verständnis erzeugt für den Helden Jack Breiter. Aus der hintersten, ärmlichsten Talschaft der Schweiz kommend, findet dieser immer wieder Mittel und Wege, dem Schicksal des Elends zu entrinnen, Retter zu finden, selbst zum Retter zu werden, immer wieder auf seine inneren Wunden zurückgeworfen zu werden, immer wieder neu anzufangen und letztendlich mit Schlauheit Oberwasser zu behalten.
Zu Beginn der Geschichte, in der Zwischenkriegszeit angesiedelt, baut sich die Handlung in schneller Abfolge auf und schleudert die Betrachterin der Geschichte mit hohem Tempo in den Ablauf. Kurze Sequenzen werden mit sehr eindringlichen Bildern beschrieben, erklären die Geschichte geschickt und lassen die Leserin etwas atemlos in der nächsten neuen Realität der Handlung landen. Unbändiges Streben nach der Welt des Reichtums, der Macht und dem Glück wurde verwoben mit Armut, Krieg, Elend und Schmerz.
Patrick Tschan versteht es meisterlich, die Geschichte durchwegs hell und freundlich zu gestalten, sozusagen aus der positiven Ecke heraus betrachtend, um zeitgleich die Schwere und das Leid des Krieges im Hintergrund, mit einer Nebensächlichkeit einfließen zu lassen, die Verstehen fördert und wenig Zeit lässt, um ganz in die Schwere eintauchen zu können.
Die in der Geschichte beschriebene Partnerschaft zwischen Gott und dem Teufel, die erlesene Partnerschaft der hellen, leichten Erzählkunst mit dem Hintergrund des großen Leides im Zweiten Weltkrieg macht die Sympathie dieses Buches aus.
Rezensionen von Rikki Reiner:
Polarrot von Patrick Tschan
Ich komme nicht in die Geschichte hinein
Ich komme nicht in die Geschichte hinein. Es interessiert mich weder die Buddelei um die Knochen eines ohne Sakramente Verstorbenen, noch die Pseudomedizinerin (recht farblos )und auch der Krebsverstorbene Opa wirkt sehr unecht. Dazu diese gekünstelten Erzählsprünge- die nur ermüden und nicht erwecken.
Ich möchte meine Zeit nicht mit einer ?bekrönten grinsenden Aschenbecher Schildkröte? verbringen, auch nicht mit den ?schief gegeneinander-stehenden Schneidezähne? eines Fra Antun. ?geklebte Spinnen am Spalier? und ?Die Frau am Touristenstand,? sind 2 verschiedene literarische Welten. alles wirkt zusammengestoppelt. Einzelne gute Sätze-aber keine literarische Einheit, schon gar kein Roman, Patchworkliteratur. Und trotzdem bleibt eine gewisse Ambivalenz in der Beurteilung. Das mit dem Mann der nicht sterben konnte, wäre schon Stoff für ein Buch. Die Tigerfrau wäre ein weiteres. Beide zusammen sind zu viel Absurdität für 400 Seiten.: Zu themenüberfrachtet!
Rezensionen von Rikki Reiner:
In Zeiten des abnehmenden Lichts von Eugen Ruge
Das reicht ... für mich nicht für eine Empfehlung!
Also Familienromane scheinen in letzter Zeit ja sehr dem Markt zu entsprechen.
Mehr oder weniger seiten-und generationsschinkig, am besten noch aus dem Osten, vorzugsweise aus Deutschland und die Kritiker jubeln.
Aber das hatte ich schon, kürzlich mit Uwe Tellkamp und seinem Turm, und da viel, viel besser.
Meine Neugier hielt sich in Grenzen.
Und das mit Recht, wie ich nach Abschluss dieses Romanes feststellen musste. Die Sprache und die literarische Qualität reichen nicht an Uwe Tellkamp heran, wirken zwanghaft alltäglich trotz aller Ortswechsel und Zeitverschiebungen. Hier wird erzählt was ich in anderen Büchern schon gelesen habe.
Das reicht also für mich nicht für eine Empfehlung.
Rezensionen von Rikki Reiner:
Adams Erbe. von Rosenfeld Astrid
...Empfehlung dieses Buch unbedingt zu lesen .....
Nach dem zweiten Teil des Buches, in dem Frau Rosenfeld uns einführt in die Epoche der
moralischen Verwilderung, in das von Deutschen besetzte Polen, in dem es nur noch Jäger und Gejagte gab -
und natürlich den Massenmord - seit ich diesen zweiten Teil gelesen habe, kann ich dieses Buch und diesen Stil nicht mehr loben oder kritisieren.
Angesichts dieses Themas ist jede persönliche Meinung, außer der Empfehlung dieses Buch unbedingt zu lesen, Blasphemie!
Rezensionen von Rikki Reiner:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Roman . 29.08.2011. Hardback. von Jonasson Jonas
Bravo!
Ein Sommerbuch wie es besser nicht sein kann, amüsant, locker, unverbindlich, ohne Neben ? und Nachwirkungen, zu lesen en passant- ohne große Konzentration, ohne viel geistigen Einsatz, da trinkt sich daneben ein Longdrink, mit und ohne Schirmchen, auf einer Sonnenliege, auf Bali oder am Wörthersee,
Ach, könnten Dinge und Bücher nur öfters so einfach sein.
Und so wenig anstrengend.
Und überhaupt ist es ein Genuss sich auf 400 Seiten
von einem schwedischen Neobaron Münchhausen namens Allan Karlsson
so beschwindeln zu lassen, ohne das man gelangweilt wird, oder sich unterfordert fühlt.
Ein Hoch der Lüge zum Quadrat. Haben wir doch alle verlernt, so sympathisch zu lügen.
Bravo!
Rezensionen von Rikki Reiner:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
so schreibt keiner der denken kann
Eine einzige literarische Peinlichkeit dieses Buch, das im Boulevardstil Sex and Crime an den Markt bringt. So schreibt keiner der denken kann!
Hier wird nur Kleinkram und Nebensächlichkeiten ausgebreitet, etwa in den Beschreibungen bestimmter Modemarken, diesen Stil erwarte ich in Modejournalen, aber nicht in gebundener Form.
Und immer wird der falsche Ton erwischt, Vergleiche die unpassend sind und fast immer Klatschniveau haben. Aufdringlich werden so des Autors unliterarischen Waffen
vorgezeigt.
Diese postmodernen Erzähltheorien sind so transparent
und durchschaubar einfach, das es nur so langweilt!
Darmagi!
Rezensionen von Valentin Heintel:
Massimo Marini von Rolf Dobelli
.. ein feines Buch
Du lieber Massimo Marini! Dieser bekommt hier wirklich gekonnt eine Breitseite nach der anderen verpasst. Spannend beschreibt Dobelli die Einwanderung italienischer Emigranten in die Schweiz; ein "Bildbogen" von der Nachkriegszeit bis heute, den man nicht so schnell vergisst.
Einiges an Verständnis verlangt es dem Leser ab, was hier so quer "herumgetunnelt" wird.
Erinnert irgendwie an eine italienische Oper, oder eher noch an eine archaische Sage des Altertums. Wer hier mit wem was treibt und das nicht gerade zugunsten des Hauptprotagonisten; armer Massimo!"
Es entsteht ein leichter Widerspruch zwischen der so gekonnt beschriebenen und seriös geschriebenen italienisch-schweizer Einwanderungsgeschichte und der dann doch nicht so glaubhaften Beziehungsdramaturgie. Oder um es noch genauer auszudrücken, der "sexuell-ödipalen" Umtriebe einiger Protagonisten. Vielleicht gehöre ich schon zu einem älteren Semester und verstehe nicht, wenn "der Freund mit der Ehefrau" und der "Sohn mit der Schwiegermutter"
und dann zu allem Überfluss daraus auch noch Kinder entstehen, wovon eines schon bald wieder das Diesseits verlassen muss, ermordet vom eigenen
Blut, ah nein, es war ja dann doch nicht sein leiblicher Vater.
Über allem jedoch - ein feines Buch!
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Adams Erbe. von Rosenfeld Astrid
Vielen Dank für das Buch, das ich lieb gewonnen habe...
Vielen Dank für das Buch, das ich lieb gewonnen habe, das heißt, ich bin von der in meinen Augen noch jugendlichen Autorin fasziniert.
Einen familiären Bezug der Autorin zu diesem Thema muß es sicherlich geben, Ähnlichkeiten der zwei männlichen jugendlichen Protagonisten mit dem Grass´schen Oskarchen sind sicher kein Zufall.
Ein spannendes, lesenswertes Buch, über eine Epoche, in der sich das "Deutsche Herrenvolk" nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat und allen jenen die nichts wissen oder wissen wollten, ins Stammbuch geschrieben gehört
Rezensionen von Ingrid Seeber:
Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand Roman . 29.08.2011. Hardback. von Jonasson Jonas
Dieser Roman ist wirklich eine herzerfrischende Erzählkunst
Dieser Roman ist wirklich eine herzerfrischende Erzählkunst, mit den vielen Wendungen, die sich dem eigenen Mitdenken ständig entziehen.
Die Idee mit dem einfachen Denken des 100-jährigen Schlitzohrs große Häupter der Weltpolitik lächerlich zu machen und auf einfaches Denken zu reduzieren, sollte Anstoß geben Politkunst zu überdenken.







