Kunden em pfehlungen
Rezensionen von SalMar:
Südkorea von Christin Bohnke
Wunderschön gestaltetes Länderporträt
Auf 81 Seiten hat das Autorin-Illustratorin-Duo Josephine Pauluth und Christin Bohnke ein ausführliches Länderporträt über Südkorea für Kinder ab 10 Jahren (und natürlich auch alle älteren Korea-Interessierten) geschaffen.
Von K-Pop und K-Drama über typisches koreanisches Essen bis hin zu den Regionen, Gebräuchen und der Geschichte des Landes – auf jeder Doppelseite gibt es neue interessante Informationen zu vielen verschiedenen Themen zu entdecken.
Dabei bekommt man einerseits einen guten Überblick über die Besonderheiten des Landes, in kleinen Infoboxen gibt es andererseits aber auch zusätzliche spannende und manchmal kuriose Details.
Die grafische Ausgestaltung ist unglaublich abwechslungsreich und eigentlich auf jeder Doppelseite ein kleines Kunstwerk. Da wir uns auch für die Sprache interessieren, fanden wir es besonders toll, dass diese nicht nur eine Doppelseite bekommen hat, sondern zu allen Themen auch immer wieder Begriffe auf Koreanisch angegeben sind.
Alles in allem hat das Buch auf jeden Fall unsere Erwartungen erfüllt und optisch auch übertroffen. Sowohl von mir als auch von meiner 10-jährigen Tochter gibt es daher eine klare Kauf- bzw. Leseempfehlung.
Rezensionen von SalMar:
Little Hollywood von Inga Hanka
Ein langer Sommer und die Frage, was jetzt
Es sind die späten 90er und Leo hat gerade die Abiprüfungen hinter sich und einen langen Sommer vor sich. Neben dem schwierigen Alltag mit der Familie und dem ersten Verliebtsein drehen sich ihre Gedanken dabei hauptsächlich um die Frage: Und was kommt jetzt?
Als Kind der 80er gehöre ich wohl definitiv zur unmittelbaren Zielgruppe dieses Coming-of-Age-Romans, denn die vielen Erinnerungsdetails (von bestimmter Musik im Hintergrund bis hin zur Telefonzelle) sind bestimmt mit Bedacht platziert und haben so manches Mal ein „Ach Gott, stimmt, das gab’s damals!“ ausgelöst.
Große Spannung wird man hier vergebens suchen, aber die Autorin schafft es sehr gekonnt, dass man als Leser mit in diese heißen Sommertage und – dank Leos vielen Schwimmausflügen – in das kühle Wasser des Sees eintaucht. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin diese wackelige Zeit zwischen dem Wunsch, sich zuhause wohlzufühlen und dazuzugehören, und dem dringenden Bedürfnis, auszubrechen und sich endlich abzunabeln.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht, ein wenig Zeit an Leos Seite zu verbringen und ihre Entwicklung im Laufe des Sommers mitzuerleben. Ein richtig schönes Debüt, das ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von SalMar:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Ganz anders, aber unbedingt lesenswert
Pinas Leben gleicht einem Hamsterrad. Doch als die alleinerziehende Mutter eines Tages zusammenbricht und vollständig ausfällt, muss trotzdem alles irgendwie weitergehen. Bekommt ihr Umfeld es hin, sich um ihren erwachsenen Sohn zu kümmern, der eben nicht selbständig leben kann?
Der Erstling der Autorin, „Ava liebt noch“, hatte mich völlig überraschend umgehauen.
Entsprechen hoch waren natürlich die Erwartungen bei diesem zweiten Buch von ihr. Und ich muss gestehen, beim ersten Reinlesen konnten mich Thematik und Geschichte nicht gleich packen – es war doch recht düster und trostlos, das hatte mich etwas abgeschreckt. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt, denn in Summe konnte mich auch diese Geschichte von Vera Zischke richtig begeistern.
Was dabei auf jeden Fall eine große Rolle gespielt hat, ist der wunderbare Schreibstil der Autorin: Schnörkellos, direkt und mit einem ganz besonderen Humor. So fiel der Einstieg nach ein paar weiteren Seiten doch noch leicht.
Begeistern konnte das Buch aber insbesondere auch mit seinen ganz besonderen Charakteren, die für sich schon eigen sind, aber im Zusammenspiel zu wirklich herrlichen (lustigen wie berührenden) Situation führen.
Besonders mochte ich außerdem, dass die Geschichte Zeit hatte, sich zu entwickeln – genau wie die Beziehungen der Personen untereinander. Hier wird nichts mal eben schnell abgehandelt und es gibt auch keine magische Komplettlösung, die einfach alle Probleme beseitigt. Wobei das Ende einen als Leser dennoch zufrieden zurücklässt!
Alles in allem ein wunderschönes zweites Buch der Autorin, das zwar ganz anders als ihr erstes, aber trotzdem unbedingt lesenswert ist.
Rezensionen von Brigittte:
Little Miss Frankenstein - Alpaka oder Lama, Hauptsache Drama! von Astrid Göpfrich
Nellys wilde Welt - herrlich schräg
Was für eine herrlich schräge Geschichte. Nelly hat es wirklich nicht leicht. Mit ihrer geheimnisvollen Familiengeschichte und dem Spukschloss als Zuhause bleibt Besuch eher aus – da wird es schon mal einsam. Umso schöner, dass sie mit ihrer entschlossenen und forschen Art doch noch große Experimente vollbringt, die dann ausnahmsweise auch gelingen.
Besonders das Alpaka Montserrat hat es uns angetan – ein wirklich eigenwilliger, aber unglaublich lustiger Charakter! Zusammen mit Lou und Jamal geht es dann von einem Abenteuer ins nächste – oder besser gesagt: von einer herrlich chaotischen Katastrophe zur nächsten.Meine Enkel und ich haben besonders über Nellys Experimente gelacht. Zwischen den Kapiteln gibt es immer wieder kleine Einblicke, die wunderbar illustriert und voller Humor sind. Auch wenn ihre Erfindungen meist komplett schiefgehen, sind sie doch unglaublich kreativ und machen großen Spaß beim Lesen.Die Geschichte ist wunderbar schräg, witzig und gleichzeitig warmherzig erzählt. Und das Ende? Macht sofort Lust auf mehr!
Rezensionen von Brigittte:
Conni-Bilderbücher: Conni und das Abenteuer mit Kranich Klaus von Liane Schneider
Naturabenteuer mit ganz viel Herz
Ich finde es wunderbar, dass es für jedes Alter passende Conni-Geschichten gibt. So begleitet uns Conni hoffentlich noch eine ganze Weile – und dieses Abenteuer gehört bisher definitiv zu unseren Favoriten. Diesmal darf Conni mit ihren Freunden Anna und Simon ein Wochenende mit Opa verbringen. Allein das sorgt schon für Vorfreude! Doch dann begegnen sie dem verletzten Kranich Klaus, der dringend Hilfe braucht – und schon steckt man mitten in einem spannenden Natur-Abenteuer.
Meine Enkel und ich haben die Geschichte mit großer Begeisterung verfolgt. Ganz nebenbei lernen die Kinder viel über Tiere und Natur, dabei werden die Informationen sehr interessant und kindgerecht erklärt. Gleichzeitig kommen wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Verantwortung nicht zu kurz. Und trotz der Spannung gibt es auch immer wieder lustige Momente, die uns zum Lachen gebracht haben. Die Figuren sind wie immer sehr sympathisch, und selbst Herr Oswald wächst einem am Ende noch ein Stück ans Herz. Nach dem Lesen wollten wir am liebsten direkt raus in die Natur und Vögel beobachten – auch wenn wir keinen Kranich entdecken werden. Besonders schön sind die detailreichen Illustrationen, in denen es für kleine Entdecker ganz viel zu sehen gibt. Der Text ist gut verständlich, aber schon etwas länger – deshalb würde ich das Buch eher für Kinder ab etwa 4 oder 5 Jahren empfehlen.
Für uns ein rundum gelungenes Vorlesebuch mit Spannung, Herz und vielen schönen Botschaften!
Rezensionen von DerLeser:
Das Pripjat-Syndrom von Ljubow Sirota
Muss man gelesen haben!!
„Das Pripjat-Syndrom“ hat mich wirklich positiv überrascht. Schon nach den ersten Seiten war ich in der Geschichte drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Buch schafft es, eine dichte und eindringliche Atmosphäre aufzubauen, die sich durch die gesamte Handlung zieht.
Besonders gut gefallen hat mir, wie das Thema umgesetzt wurde.
Die Idee wirkt frisch und hebt sich angenehm von vielen anderen Büchern des Genres ab. Auch die Figuren fand ich gelungen – sie wirken lebendig und tragen die Geschichte auf eine überzeugende Weise.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und sorgt dafür, dass man schnell durch die Seiten kommt, ohne dass die Wirkung verloren geht. Es ist kein leichtes Buch – an vielen Stellen ist es traurig, aber genau das macht es so bewegend und auch lehrreich.
Gerade jetzt, zum 40. Jahrestag von Tschernobyl, ist dieses Buch besonders relevant. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, wie wichtig es ist, sich mit solchen Ereignissen auseinanderzusetzen.
Für mich ein sehr eindrucksvolles Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte.
Rezensionen von Claudia H.:
Die Todgesalbte von Loise Lanes
Schön dunkel und schaurig.
Worum es geht:
Nachdem Hiras große Liebe Savis bei Kampf ums Leben gekommen ist, geht Hirah einen Handel mit der Herrin des Todes ein. Savis darf weiter leben, dafür ist Hirah fortan eine unsterbliche Assistentin der roten Göttin und muss dieser uneingeschränkt dienen. Als Todgesalbte vollstreckt Hirah für ihre Herrin deren göttliche Urteile und holt jene Menschen in das Reich des Todes, die den Pakt mit der Göttin gebrochen haben.
So hat sie tagein, tagaus ein mechanisches Leben, ohne groß etwas zu fühlen. Doch dann sieht sie Savis wieder und sieht, was der Packt mit ihrem Leben gemacht hat. Zweifel kommen auf. Hat sie mit dem Deal wirklich das Richtige getan? Hirah ist hin- und hergerissen zwischen dem absoluten Gehorsam ihrer Göttin gegenüber und der Liebe, die sie immer noch für Savis empfindet.
Mein Fazit:
Ich muss zugeben, dass ich gar nicht so ein Fan von Fantasyromanen bin, deshalb habe ich auch nicht so viel Ahnung davon. Loise Lanes hat hier mit diesem Roman eine wirklich tolle Welt erschaffen. Sie ist düster und die Herrin des Todes ist richtig schön schaurig und böse. Ich bin echt beeindruckt. Es gibt in der Story so einige Götter, zwischen deren Fronten Hirah gerät. Gut gefallen hat mir, dass es hinten im Buch eine Auflistung mit Erklärung zu den Göttern gibt, ich wäre sonst manchmal durcheinander gekommen. Die Welt, die hier erschaffen wurde, fand ich außergewöhnlich. Man ist wirklich in einer ganz anderen Welt. Eine Story und Fantasywelt, in die man sich reinfallen lassen kann und die einen nicht so schnell loslässt.
Für alle Fans schauriger Fantasystorys eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
Häftling von Freida McFadden
überraschend
Als Brooke Sullivan ihre Stelle als Pflegerin in der Justizvollzugsanstalt von Rakers annimmt, verschweigt sie den Vorgesetzten, dass sie einen der Häftlinge sehr gut kennt. Sie hofft, ihm nicht zu schnell zu begegnen, doch wie es das Schicksal will, dauert es nicht lange und Shane steht vor ihr. Was sich daraus entwickelt, hätte sich Brooke nicht auszumalen gewagt.
Schuldig oder unschuldig? Das fragte ich mich beim Lesen des Öfteren. Denn McFadden legt einen Krimi vor, der es in sich hat. Was geschah wirklich vor 10 Jahren und sitzt Shane zu Unrecht im Gefängnis?
McFaddens Schreibstil ist wie immer mitreißend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Viele kurze Kapitel sorgen dafür, dass ich immer „nur noch schnell eins“ lesen wollte und schon war der Alltag vergessen und das Buch durchgesuchtet.
Die Charaktere fand ich durchwegs gut gelungen und sympathisch gezeichnet. Ich konnte mich gut in Brooke hineinversetzen und die perfide Masche des Täters fand ich sehr gut ausgedacht.
Fazit: Spannende Lesestunde voller Twists und den Plot hätte ich so nicht erahnt.
Ich habe das E-Book bewertet, nicht das Hörbuch
Rezensionen von Shilo:
Zwischen Abschied und Neubeginn von Regine Kölpin
Wenn das Leben keinen festen Plan hat
In der Wesermarsch Anfang der 1980er Jahre arbeitet eine kleine Hebammenpraxis, in der Esther und Luise viele ganz unterschiedliche Frauen begleiten. Da ist eine junge Frau, die als Friedensaktivistin lebt und sich gleichzeitig mit ihrer Rolle als Mutter schwer tut. Eine andere Frau bangt nach der Geburt um ihr Neugeborenes.
Und dann gibt es noch einen Mann, der um sein uneheliches Kind kämpft.
In der Praxis treffen all diese Lebensgeschichten aufeinander. Esther und Luise sind dabei oft die ersten Ansprechpartnerinnen, wenn Angst, Unsicherheit oder auch Hoffnung im Raum stehen. Es geht um Geburten, aber genauso um das, was die Menschen davor und danach bewegt.
Im Verlauf der Geschichte wird auch deutlich, dass die Arbeit der beiden nicht einfach bleibt. Die Praxis gerät unter Druck und Esther steht plötzlich selbst vor Entscheidungen, die sie stark belasten. Nicht alles lässt sich leicht lösen und manches zieht größere Folgen nach sich, als zunächst gedacht.
Die Erzählung bleibt ruhig und ohne große Dramatik. Gerade dadurch wirken die einzelnen Schicksale sehr nah. Vieles passiert im Kleinen, in Gesprächen oder stillen Momenten, und genau das macht die Geschichte glaubwürdig.
Am Ende bleibt eine bewegende Geschichte über Menschen, die in einer unsicheren Zeit versuchen, ihren Weg zu finden, und trotzdem nicht aufgeben.
Es ist eine ruhige und sehr menschliche Geschichte. Im Mittelpunkt steht der Alltag in einer Hebammenpraxis, in der nicht nur Geburten begleitet werden, sondern auch viele persönliche Sorgen Raum bekommen.
Die verschiedenen Schicksale sind einfach erzählt, wirken aber gerade dadurch sehr echt. Auch die Entwicklung rund um die Praxis bringt eine Spannung in die Handlung, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die gefühlvolle Geschichten mögen, die nah am Leben bleiben und starke Frauenfiguren in den Mittelpunkt stellen.
Rezensionen von Ryria:
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Ein Manager-Märchen
Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.
Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.
Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.











