Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Grimm und Möhrchen machen das Seepferdchen von Stephanie Schneider
Schwimmen gehen am See
Das kleine Zesel spring beherzt ins Wasser und Grimm sehen wir oben auf dem Cover mit gelben Schwimmflügeln.
Zu Beginn des Buches gibt es eine Vorstellung der Personen, die wir nicht benötigen, weil wir schon alle Zeselbücher gelesen haben. In vier Kapitel mit vielen schönen bunten Bildern wird diese Sommergeschichte erzählt und Erstleser werden ihre Freude daran haben.
Denn das Seepferdchen ist für sie meist auch ein wichtiges Thema.
Die Sonne brennt heiß und das Planschbecken hat ein Loch, so machen sich Grimm und Möhrchen mit dem Rad auf zum See. Natürlich ist es dem Zesel auf der Decke zu langweilig, er will sich alles anschauen und ein Eis essen. So treffen sie auf Liem und Theresa, die regelmäßig im Buchladen vorbeischauen. Sie wollen bei Bademeister Paule heute ihr Seepferdchen machen. Möhrchen staunt darüber und möchte auch ein „See-Zeselchen“ machen. (Allerdings sind die Kinder weder Pferde noch machen sie ein See-Menschchen.)
Aber der Zesel findet gleich lustige Regeln für die Prüfung.
Eine schöne Geschichte wird uns da erzählt und es ist wieder herzerfrischend, wenn ich lese wie neugierig das Zesel die Welt entdeckt. Eine hervorragende Erstleser-Lektüre oder auch ein erstklassiges Vorlesebuch.
Rezensionen von PMelittaM:
Fables, Band 3 - Märchenhafte Liebschaften Fables von Bill Willingham
Band 3 bringt neben der Hauptstory weitere Geschichten mit
Der dritte Band der Fables-Reihe enthält mehrere Geschichten. Zunächst ist man mit Jack, dem mit der Bohnenstange, im amerikanischen Bürgerkrieg unterwegs, danach geht die Hauptstory weiter, dort müssen die Fables zuerst ihr Geheimnis bewahren und eine Intrige meistern, die Snow White und Bigby Wolf sehr gefährlich wird.
In einer Abschlussgeschichte erfahren wir, wie es mit einem Teil der kleinen Menschen aus Liliput, dem Land, das Gulliver bereiste, weiterging, nachdem die Märchenwelt von ihrem Feind bedroht wurde.
Mir hat vor allem die Haupthandlung, die an den Geschehnissen auf der Farm anschließt, gut gefallen, da sie die Geschichte spannend und nicht ohne Humor voran treibt. Die zusätzlichen Geschichten bieten neue Informationen und haben ihren eigenen Charme.
Der dritte Band der Reihe führt zum einen die Hauptgeschichte spannend fort, bringt aber auch zusätzliche Geschichten mit.
Rezensionen von brauneye29:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Tolles Buch
Zum Inhalt:
Britta, Pia und Martin erleben gemeinsam eine traumhafte Jugend, doch in einem verhängnisvollen Sommer zerbricht die enge Freundschaft der drei. Zwei Jahrzehnte später müssen die drei entscheiden, ob ihre ehemalige Freundschaft noch stark genug ist, die Schatten der Vergangenheit zu überwinden, denn ein gut gehütetes Geheimnis droht alles endgültig zu beenden.
Meine Meinung:
Boah, was für ein Buch! Speziell kurz vor dem Epilog hatte ich einen absoluten Gänsehautmoment, der im Grunde auch das ganze Buch so passend zusammengefasst hat. Mir hat die Geschichte um die drei extrem gut gefallen und ich bin durchs Buch geflogen. Den Schreibstil fand ich sehr gut und sehr gut lesbar. Sehr gut haben mir auch die Sprüche zum Beginn jedes Kapitel gefallen. Für mich ein Buch, dass ich nicht so schnell vergessen werde und sicherlich auch den ein oder anderen Denkanstoß zu Freundschaften gibt.
Fazit:
Tolles Buch
Rezensionen von Daggy:
Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita von Jasmin Schaudinn
Fröhlicher Abschied von der Kita
Auf dem Cover sehen wir die fünf Kinder, Pippa, Aziz, Emil, Kisi und Alma, die in diesem Jahr die Vorschulkinder der Kita „Kichererbse“ sind. Sie treffen sich als „Vorschulprofis“ jeden Montag. Meist kümmert sich der Erzieher Joschie um die Gruppe und er hat spannende Einfälle, was die fünf zusammen machen können.
Wenn wir das Buch aufschlagen, sehen wir eine bunte Seite, auf der wir ankreuzen können, was wir gerne machen oder essen. Wir können den Schulranzen ausmalen oder das Lieblingstier malen. Die elf Kapitel bestehen zunächst aus einer Geschichte, die mal in der Kita, mal auch bei den Kindern zu Hause spielt. Danach werden die Beschriebenen Aktionen genauer erklärt. Da gibt es eine Materialliste, eine Beschreibung der Spiele und pädagogische Erklärungen, was gefördert wird.
In der ersten Erzählung erleben wir zusammen mit den Kindern die erste Stunde als Vorschulprofis, Joschie macht mit ihnen eine Papierparty. Dazu werden Papierkugeln mit einem Strohhalm oder einem Stift bewegt oder an eine mit Klebstreifen präparierte Wand geworfen. Damit wurde die Fein- und Mundmotorik, die Handkraft und die Kreativität der Kinder gefördert.
Emil ist schwerhörig und trägt ein CI, weshalb er bei wilden Spielen ausfällt. Alma trägt eine Brille und muss ab und an ein Auge zukleben. Zu Beginn traut sie sich nicht das Vorschullied, das wir mittel QR-Code anhören können, mitzusingen, weil sie noch alle Milchzähne hat. Deshalb überlegen die Kinder, was sie besonders gut können, was mir sehr gut gefällt.
Wir begleiten die fünf Kinder durch das Jahr, bis zu ihrem letzten Tag, der ein Abend ist, in der Kita.
Ein wundervolles Buch, mit viel Sachverstand geschrieben und fröhlich und bunt bebildert. Ich glaube meine Enkelin wird viel Spaß beim Vorlesen haben und sie wird sicher alle Bastelangebote begeistert machen.
Rezensionen von div:
Fermentieren - Twist your Taste! von Nadine Schünemann
Welt der Fermentation
Welt der Fermentation
Das Buch „Fermentieren – Twist your Taste!“ von Nadine Schünemann bietet einen zugänglichen Einstieg in die Welt der Fermentation. Besonders gelungen ist die Mischung aus fundiertem Hintergrundwissen und praktischen Anleitungen, die sowohl Anfänger:innen abholt als auch Fortgeschrittene anspricht.
Natürlich ist der Theorieteil erst einmal etwas schwerere Kost, wenn man blutiger Anfänger ist - hier muss man sich aber durcharbeiten, und wird danach belohnt.
Das Buch enthält viele Rezepte wie beispielsweise Kimchi, Sauerkraut, Kombucha. Ergänzend gibt es kreative und ungewöhnliche Ideen für Getränke, Bowls und Desserts.
Die Gestaltung des Buches ist ansprechend, das beginnt bereits bei dem Cover, aber auch im inneren werden die Erklärungen immer durch tolle Bilder ergänzt.
Ich bin Einsteigerin in diesem Thema und habe mich sehr gut abgehoben gefühlt - ich kann es empfehlen. Wer die Prozesse hinter dem Fermentieren verstehen will, macht mit diesem Buch nichts falsch.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Vom Kirchturm ins Parterre
Hier geschieht etwas Seltenes: Einleitend wird von hoher Warte aus erzählt, im Überblick über die 100 Häuser einer Siedlung und einige ihrer Bewohner und Bewohnerinnen. Aus dieser („auktorialen“) Perspektive zoomt sich das Erzählen an die einzelnen Figuren der Handlungsebene heran, um ihr Erleben der Vorgänge und Ereignisse in der Siedlung in anderer („personaler“) Perspektive zu schildern.
Die zunächst unzusammenhängenden Textabschnitte über einzelne und vereinzelt lebende Personen werden durch die umfassende Eingangsperspektive zusammengehalten; so ergeben sich langsam auch auf der personalen Ebene Kontakte und gemeinsame Handlungsmöglichkeiten, die zu Freund- (und in einem Fall auch Feind-) schaftsbeziehungen führen. Die Handlung vollzieht also quasi den Wechsel der Erzählperspektive vom Kirchturm ins Parterre nach.
Katalysator für diese Entwicklung ist eine Krise, die die Existenz der ganzen Siedlung in Frage stellt: Ein Baggerfahrer hat einen 500kg-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, und der muss entschärft oder kontrolliert gesprengt werden. LeserInnen der jüngeren Generationen mögen das und die damit verbundene Evakuierung der Siedlung für eine unwahrscheinliche schriftstellerische Konstruktion halten, aber ich habe als Kleinkind um 1960 das Wort „Blindgänger“ anhand eines ähnlichen Fundes in Hannover gelernt.
Auf der Handlungsebene des Romans steht und fällt alles mit den energisch zupackenden, alleinerziehenden und über einen gesunden Mutterwitz verfügenden Frauen. Ihr Humor und ihre Kreativität in der (Dauer-)Krise schaffen neue Verbindungen zu anderen Menschen und verhindern zugleich, dass die Schilderung dieser Zuwendung in den Kitsch abgleitet. Und so kommt das Erzählen auch sprachlich nüchtern daher, fast wie ein Verlaufsprotokoll: Die meist kurzen Sätze beschränken sich auf das Wesentliche und sind fast durchgehend im Präsenz gehalten – eine Einfachheit, die sachlich wirkt.
Von der letzten Seite rückblickend auf die Lektüre des ganzen Romans: ein Wohlfühlbuch, das seine Wirkung aber nicht durch Gefälligkeit und Platituden, sondern durch erzählerisches Können und überzeugende Empathie erzielt.
Rezensionen von Lydia_Te:
Heimkehr nach Morioka von Yuki Ibuki
Selbstfindung
"Heimkehr nach Morioka" dreht sich um die siebzehnjährige Mio, die in der Schule gehänselt wird und es dermaßen ausartet, dass sie sich bald nicht mehr in die Schule traut. Zu sehr lastet die Angst auf ihr. Als die Situation überhand nimmt, flüchtet sie zu ihren Großvater nach Morioka der eine Wollmanufaktur führt.
Ihre Eltern sind davon nicht begeistert, denn Mio soll die Oberschule beenden doch es wäre möglich, dass sie das Jahr wiederholen muss aufgrund der vielen Fehltage. Mio macht sich darüber natürlich auch viele Gedanken, doch viel zu oft kommen zwischen ihr und ihren Eltern Missverständnisse auf weil Mio schweigt. Sie schweigt deswegen, weil sie nachdenken muss und sich nicht sofort gut artikulieren kann. Ihr Großvater hingegen versteht sie und kann sich besser in sie hineinfühlen (trotz der vielen Jahre ohne Kontakt).
Der Roman beschreibt also Mios Leben und wie sie langsam ihren Weg findet. Sie findet zu Selbstbewusstsein und schafft es letztendlich auch eigene wichtige Entscheidungen zu treffen.
Teilweise konnte ich mich in Mio gut hineinversetzen, da die Möglichkeiten heutzutage einen fast erdrücken können. Und wie soll sie bereits mit 17 Jahren wissen, was sie mit ihrem Leben anstellen soll. Nicht jeder hat das Glück, bereits im Kindergarten davon zu träumen, Tierärztin o.ä. zu werden.
Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn sie im zweiten Viertel etwas langatmig war.
Ich konnte mich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und die Situationen sind schön beschrieben.
Zudem war ich positiv überrascht, wie emotional und offen die Protagonisten waren. Das habe ich in anderen japanischen Romanen etwas vermisst. Das Schweigen ist in diesem Fall immer leiser geworden.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Hat mich nicht so richtig erreicht
Dieses Buch klang von der Beschreibung her so spannend: eine Parabel auf das "Unsichtbar-Werden" von Frauen irgendwann in den Wechseljahren, von dem mir schon so oft berichtet worden ist. Wie unangenehm es sei, auf einmal speziell von Männern, aber auch sonst in der Welt, kaum mehr wahrgenommen zu werden, weniger berufliche Chancen zu haben, übergangen zu werden.
Jane Tara treibt diesen Gedanken auf die Spitze: ihre Romanheldin Tilda, Anfang 50, Mutter zweier erwachsen werdender Mädchen, wird tatsächlich unsichtbar: beginnend mit einem Ohr oder einem Finger sind immer mehr Körperteile nicht mehr optisch wahrnehmbar, auch wenn sie sie immer noch spüren und verwenden kann. Sie sucht Rat bei ihrer Gynäkologin, mit der sie gleichzeitig auch eine freundschaftliche Verbindung hat und diese berichtet, dass es tatsächlich schon einige Betroffene gäbe, aber zu dem Thema, wie bei vielen speziell Frauen betreffenden Gesundheitsthemen, wenig geforscht werde, weil wenig Mittel dafür zur Verfügung ständen.
Diese Kurzbeschreibung der ersten Kapitel zeigt schon: hier geht es in vielerlei Hinsicht um starke Gesellschaftskritik und was das angeht, hat mir das Buch auch sehr gut gefallen und vermittelt es wichtig Botschaften und macht diese sichtbar.
Geschrieben ist es auf eine leicht-locker-humorvolle Art, die sich angenehm liest. Dennoch bin ich emotional mit Tilda und auch den anderen Figuren im Roman nicht so richtig warm geworden, sie hatten für mich nicht die charakterliche Tiefe, die ich an Romanfiguren sehr schätze. Auch hat das Buch bei mir keinen Lesesog ausgelöst, sodass ich immer gespannt gewesen wäre, weiterzulesen.
Insgesamt vergebe ich also mittelmäßige drei Sterne für ein Buch mit einer tollen Idee und einer Umsetzung mit Stärken und Schwächen.
Rezensionen von cosmea:
The Artist von Lucy Steeds
Folge dem Licht
In Lucy Steeds Debütroman “The Artist“ bittet der junge Journalist Joseph Adelaide im Jahr 1920 den seit vielen Jahren zurückgezogen in einem alten Haus in der Nähe von Saint-Auguste in der Provence lebenden berühmten Maler Edouard Tartuffe um ein Interview und erhält die Erlaubnis zu einem Besuch.
Vor Ort erlebt er einige Überraschungen. Der Maler, der sich Tata nennen lässt, duldet ihn nur im Haus, wenn er ihm Modell sitzt, beantwortet jedoch keine Fragen. Die zweite Überraschung ist Sylvette genannt Ettie, die junge Nichte des Malers, die alle Pflichten einer Haushälterin erfüllt. Edouard hatte seine von einem verheirateten Mann schwangere Schwester bei sich aufgenommen und die Nichte allein aufgezogen, nachdem seine Schwester ihn wegen eines neuen Partners verlassen hatte. Tatsächlich verhält sich der Onkel jedoch nicht wie ein Ersatzvater, sondern erlaubt Sylvette kein selbstbestimmtes Leben, schon gar nicht, dass sie auch malt und eine künstlerische Karriere anstrebt. Er verhält sich wie ein Tyrann und zerstört gern mal, was Ettie liebt. Im Lauf seines mehr als dreimonatigen Aufenthalts bekommt Joseph Einblick in Edouards künstlerisches Schaffen und schreibt Artikel für seine Zeitung “The Inkling“ auch ohne ein einziges Interview. Außerdem erfährt er Etties Lebensgeschichte und ihr streng vor Tata gehütetes Geheimnis, und die beiden jungen Leute kommen sich näher.
Der Roman führt den Leser sprachgewaltig an die Welt der Malerei heran, lässt die entstehenden Gemälde mit den Mitteln der Sprache lebendig werden. Sehr eindrucksvoll beschreibt er den für Frauen damals generell schwierigen Weg zu einem selbstbestimmten Leben und zur Verwirklichung der eigenen Ambitionen. Ich habe den Roman sehr gern gelesen. Er ist allerdings ziemlich handlungsarm, weil die stimmungsvollen Ausführungen über die Entstehung von Kunstwerken doch einen sehr breiten Raum einnehmen. Ein Spannungsaufbau wird auch dadurch weitgehend verhindert, dass der im Jahr 1957 angesiedelte Prolog das zentrale Geheimnis um Ettie enthüllt. Dennoch ist dieses Buch schon wegen seiner poetischen Sprache und dem Einblick in künstlerisches Schaffen sehr empfehlenswert.
Rezensionen von Ulgu1978:
Meeresdunkel von Till Raether
Blutige Ferien
Zwei Familien treffen wegen einer Doppelbuchung in einem Ferienhaus auf Mallorca aufeinander und beschließen, gemeinsam eine Woche Urlaub dort zu verbringen. Anfangs scheint sich alles zu fügen, obwohl sich das Ferienhaus in einem desolaten Zustand befindet. Aber mit der Zeit wird klar, dass die Partnerschaften langsam bröckeln.
Die Zwillinge Esmé und Finn freunden sich mit Juri und Mathilde an und verbringen die Zeit miteinander.
Teil eins des Buches beschreibt die ersten gemeinsamen Ferientage, in denen schon leichte Spannungen aufkommen, die von Henrikes Bruder Freddy gekonnt überspielt werden. Als ein Mord passiert, kommen Dinge aus der Vergangenheit zutage, die einige von ihnen gerne in der Versenkung gelassen hätten.
Auch wenn das Buch erst spät zu einem Thriller wird, fand ich es spannend zu lesen, wie die beiden Familien versuchen, aus dieser ungewöhnlichen Situation das Beste zu machen. Interessant ist auch die Erzählung aus verschiedenen Sichtweisen.
Besonders sympathisch finde ich Freddy, der sich immer zum richtigen Zeitpunkt um das leibliche Wohl kümmert und damit aufkommende Spannungen entschärft. Und auf jeden Fall ist noch Juris Mathilde mit ihren Bemerkungen erwähnenswert, die erstaunlicherweise von Esmé und Finn "akzeptiert" wird.
Obwohl ich die Ereignisse aus der Vergangenheit etwas konstruiert fand, hat mich der Roman gut unterhalten.











