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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ryria:

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Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Ein Manager-Märchen

Marlene und Alex sind beide erfolgreich, allerdings auf ihre ganz eigene Art: Marlene ist eine Top-Managerin, Alex ein medial bekannter Coach.
Das Problem nur ist, dass Marlene wenig vom Umgang mit anderen Menschen versteht, Alex hingegen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpft.
Während die Geschichte zunächst noch recht realistisch und leicht satirisch beginnt, entwickelt sie sich immer mehr zu einer Art Märchen, wie es auch im Laufe der Handlung von einem Kind erfunden wird.

Man sollte dementsprechend nicht mit der Erwartung ins Buch gehen, dass alles super realistisch verläuft, manche Entwicklungen gehen dafür zu schnell, manche Zufälle sind zu passend.
Falls man sich davon nicht stören lässt, erwartet einen eine kleine, aber feine Geschichte über das, was im Leben wirklich zählt.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen, mit wechselnden Perspektiven zwischen Alex und Marlene.
Marlenes Kapitel haben mir hierbei besser gefallen, ich mochte ihren doch recht speziellen Charakter und ihre ganze Art wirklich sehr.
Besonders schön war es aber auch, ihre Entwicklung zu verfolgen, hier konnte ich öfters gut mitfühlen. Auch ihre Interaktionen mit den anderen Charakteren waren abwechselnd herrlich komisch und überraschend emotional berührend.
Diese Mischung aus Witz und Tiefe empfand ich als besonders und als ein tolles Leseerlebnis.
Auch gut: Man konnte ebenfalls ein wenig für sich selbst aus dem Buch mitnehmen und von Marlene inspiriert darüber nachdenken, was einem eigentlich wichtig ist und wie man auch Kleinigkeiten wieder zu schätzen lernt.

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Einatmen. Ausatmen.

Rezensionen von kabo16:

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Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller

Dunkle Geheimnisse im Genfer See

Das letzt Buch von Marceau Miller ist genauso geheimnisvoll und spannend wie der Autor selbst. Denn M. Miller ist möglicherweise Schriftsteller. Wer ist er wirklich und ist dies dann sein erstes und letztes Buch? Da weiß auch Google keine passende Antwort.
Ist der Verfasser zu vergleichen mit Bansky?

Rollin Uldry, Karen und Alexis Thorsens, Marceau und Sarah Miller sind eine eingeschworene Clique, sie kennen sich schon sehr viele Jahre.

Sarah und Karen haben eine gemeinsame Firma, einen Bootsverleih.
Als der berühmte Schriftsteller M. Miller bei einem Bergabsturz ums Leben kommt, glaubt nur Sarah daran, dass dies keine Unfall war. Sie fängt an, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.
Dabei kommen Wahrheiten ans Licht, die über einen sehr langen Zeitraum im Verborgenem geschlummert haben. Und wenn es nach Marceau gegangen wäre, auch weiterhin dort liegen würden.
Aber sein früher Tod ändert nicht nur das Leben seiner Familie, sondern auch das seiner Freunde mit einem heftigen Schlag.
Jeder der Betreffenden erzählt das Erlebte in der Ich-Form. Spannend und immer wieder kommen dadurch neue Wendungen ins Spiel.
Einmal angefangen - mag man nicht wieder aufhören zu lesen.

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Das letzte Buch von Marceau Miller

Rezensionen von Ele:

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Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita von Jasmin Schaudinn

Die Großen in der Kita

Die Vorschulprofis, Kinderbuch ab 5 Jahre, von Jasmin Schaudinn und Sandy Thißen, 144 Seiten, Baumhaus-Verlag
Vorlesegeschichten mit Spielideen und Tipps für Kita-Abschied und Schulstart.
Dieses Buch ist rundherum gelungen, schon die Umschlaginnenseiten machen Lust dieses Buch anzusehen und sich vorlesen zu lassen.

Vorne kann das Buch personalisiert werden, Namen und Lieblingsdinge können hier eingetragen werden, damit wird ganz klar, welchem Vorschulprofi das Buch gehört. Auf den hinteren Umschlagseiten sind die Protagonisten des Buches vorgestellt.
11 Kapitel mit diversen Themen weisen auf den Inhalt des Kapitels hin, am Kapitelende findet sich eine Seite, die wie eine Pinnwand gestaltet ist. Hier finden sich Hinweise und Tipps für Eltern und Erzieher. Was mit dem Thema im Kapitel geübt und trainiert wird, welche Fähigkeiten außerdem gefördert werden. Die einzelnen Spiele werden nochmals erklärt auch welches Material dazu gebraucht wird.
Dazwischen befinden sich QR Codes, damit kann man kleine Videos ansehen, wie z.B. das Vorschullied. Ich persönlich finde, dass in diesem Buch sehr oft Handy/Smartphone zum Einsatz kommt, als Stoppuhr, für Videos etc. das finde ich ein wenig schade, das schon im Vorschulalter auf solche Geräte wie selbstverständlich zurückgegriffen wird. Vielleicht bin ich hier auch ein wenig überempfindlich.
Besonders gut fand ich, z.B. die Episode mit Emils Cochlea-Implantat, oder mit Almas Augenproblemen, ganz natürlich werden körperliche Einschränkungen da zur Sprache gebracht. Verschiedene Ethnien, körperliche Einschränkungen, queere Elternschaft, all das ist so selbstverständlich behandelt wie es auch im echten Leben vorkommt. Vielfältig und alltagsnah.
Und so werden aus den Großen in der Kita, die Vorschulprofis und dann ist er auch schon da, der letzte Tag in der Kita. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge und viel Vorfreude auf den Schulstart, wird das Thema sehr liebevoll und einfühlsam behandelt. Die verschiedenen Profis sind so unterschiedlich wie Kinder halt sind, sie sind gut charakterisiert und authentisch, eben richtig echt. Überzeugt hat mich auch die liebevolle Illustration von S. Thißen, und die lebensfrohen Texte von J. Schaudinn.
Ich habe dieses Exemplar auch an mein Nachbar-Vorschulkind weitergegeben, die Eltern sind ebenfalls begeistert und der Vorschulprofi hat schon viele Spiele und Basteleien ausprobiert, am besten kam natürlich der Vulkan an, der war echt der Renner auf seiner Geburtstagsparty.
Ich finde jedes Vorschulkind sollte dieses Buch besitzen, es bereitet die Kinder spielerisch und liebevoll auf die Einschulung vor. Die beschriebenen Spiele sind wirklich toll, da bekommt man Lust sie auch auszuprobieren. Ich bin überzeugt vom Buch und werde es sicher auch bei passenden Gelegenheiten verschenken. Eine Empfehlung und 5 Sterne von mir.

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Die Vorschulprofis: Wir sind die Großen in der Kita

Rezensionen von kuhasi:

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Picking Daisies on Sundays von Liana Cincotti

Nicht nur vom Design ein Highlight, auch vom Inhalt.

Ein Liebesroman und was für einer.
Daniella studiert Modedesign und macht demnächst ihren Abschluss. In ihrem Stammlokal trifft sie eines Tages unverhofft auf ihre große Jugendliebe Levis. Alte Wunden reißen auf, vor allem, als er sie ohne zu fragen als seine Freundin vorstellt, als seine Ex auch plötzlich im selben Lokal auftaucht.

Völlig überrumpelt spielt Dani mit, bis sie mit ihm alleine ist und ihn zur Rede stellen kann. Es stellt sich heraus, dass seine Schwester heiratet und er noch eine Begleitung für die Hochzeit braucht, damit er nicht neben seiner Exfreundin am Tisch sitzen muss.
Bis zur Hochzeit sind es nur noch einige Tage und so beschließt Daisy, wie Levis sie früher genannt hat mitzuspielen.
Es folgen einige Familienessen bei Levi zuhause und für Daniella wird es schwierig sich und ihre Seele abzuschotten, war sie doch vor vier Jahren stark verliebt in Levis, er ihr aber (vermeintlich) das Herz gebrochen hat.
Doch seine Familie und Danis Mutter und Tante, mit denen sie in einem Haus wie in einer 3er WG zusammen wohnt sind begeistert über die Entwicklung der Beziehung. Haben sie sich doch immer gewünscht, dass die Beiden zusammen kommen. Bei Daisy kehren die ganzen Gefühle zurück und sie weiß nicht, wie sie sich verhalten soll, wenn die Hochzeit vorbei ist, geschweige denn, ob sie überhaupt so lange durch hält.
Irgendwann schafft sie es nicht mehr anders und möchte alles noch vor der Hochzeit beenden, sie schreibt Levis daraufhin einen Brief, wie wird er reagieren?

Der Roman ist sehr nett und nicht nur für junge Menschen. Zuerst dachte ich zum Schluss des Buches befindet sich ein Fehler, weil Kapitel 23 ganz am Ende noch einmal vorkam. Dabei ist dieses besondere Kapitel dann aus seiner Sicht geschrieben, im Gegensatz zum Rest des Buches, der aus Daniellas Perspektive dargestellt ist.

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Picking Daisies on Sundays

Rezensionen von Bücherfreundin:

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Nach Santiago wollte ich nie von Cornelia Koch

Beeindruckendes und mitreißendes Buch über eine Pilgerreise nach Santiago de Compostela

In ihrem Buch "Nach Santiago wollte ich nie" beschreibt die Journalistin und Kommunikationstrainerin Cornelia Koch ihre abenteuerliche Wanderung nach Santiago de Compostela, die sie während eines Zeitraums von etwas über 5 Monaten durch Deutschland, Frankreich und Spanien führte.

Die in Potsdam lebende Cornelia beschließt nach einer durch den Tod zweier ihr nahestehender Personen ausgelösten Sinn- und Lebenskrise, den Jakobsweg zu gehen.

Ihr Arbeitgeber bewilligt ihr ein sechsmonatiges Sabbatical, ihre Freundin Kerstin unterstützt sie tatkräftig bei der Auswahl ihrer Outdoor-Ausrüstung und wird sie die ersten 14 Tage begleiten. Der Plan ist, Cousinen und Freunde zu besuchen und ab Osnabrück auf dem Jakobsweg zu bleiben. Den ersten Pilgerstempel hat sie sich bereits am Vortag in der nahe gelegenen Kirche geholt, und am 29. April 2023 geht es mit einem 9 kg schweren Rucksack los. Gleich der erste Tag ist eine Herausforderung für Cornelia: ihre Knie schmerzen, in der Nacht kommt sie in ihrem Zelt kaum zur Ruhe, weil sie friert. Doch sie beißt die Zähne zusammen, denkt nicht ans Aufgeben. Ihr Körper gewöhnt sich langsam an die Strapazen. In Hameln trennen sich die Wege der beiden Frauen, Cornelia geht nun allein weiter. Nach 7 Wochen und Besuchen bei Verwandten und Freunden lässt sie Deutschland hinter sich. Nun ist sie keine Wanderin mehr, nun ist sie Pilgerin. In Frankreich wird sie 1600 km auf dem Jakobsweg unterwegs sein, ehe sie am 6. September spanischen Boden betritt.

Das Buch ist in schöner Sprache mit viel Wärme und feinem Humor geschrieben, es hat mich begeistert, gefesselt und fasziniert. Die Autorin beschreibt ihre herausfordernde und nicht immer ungefährliche Pilgerreise so spannend und lebhaft, dass ich oft das Gefühl hatte, dabei zu sein. Sie legt in gut 5 Monaten insgesamt 3348 Kilometer zurück, bei teils extremen Temperaturen, bei Regen und Wind. Manchmal hat sie nicht genügend Wasser, oft ist sie hungrig oder sucht verzweifelt einen Platz zum Schlafen. Immer wieder stößt sie an ihre physischen und psychischen Grenzen. Gespräche mit anderen Pilgern sowie das Treffen mit ihrem Sohn Frederic in Frankreich geben ihr Kraft.

Auf ihrer Wanderung reflektiert Cornelia ihr Leben und lässt uns dabei tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt blicken. Offen schildert sie die Strapazen der Reise und berichtet von ihren Besichtigungen historischer Stätten und zahlreichen inspirierenden Begegnungen. Sie findet Unterkünfte in Pilgerherbergen, privaten Haushalten, Klöstern und kleinen Pensionen. Während ihrer Pilgerreise hat sie viel Zeit zum Nachdenken. Sie hat den Tod ihrer Schwester und den ihrer besten Freundin noch nicht verarbeitet, eine gescheiterte Liebesbeziehung belastet und beschäftigt sie immer noch. Außerdem will sie sich über ihre berufliche Zukunft klar werden. Sie hat viele Fragen, und im Laufe ihrer Reise findet sie Antworten.

Ich habe Cornelias Mut und Ausdauer bewundert, mit denen sie die einzelnen Etappen und auftretende Probleme bewältigt hat. Als sie am 5. Oktober ihr Ziel erreicht und an der Kathedrale von Santiago de Compostela ankommt, habe ich mich mit ihr gefreut.

In der Mitte der sehr schön und hochwertig gestalteten Paperbackausgabe finden wir auf 8 Seiten zahlreiche Farbfotos, die einige Stationen von Cornelias Pilgerreise dokumentieren. Die eingezeichneten Karten fand ich sehr hilfreich, sie ermöglichten es mir, die Route genau zu verfolgen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Autorin im Altenberger Dom war und anschließend die Kirche meines Wohnviertels besichtigt hat, die nach einem Entwurf des bekannten Architekten Gottfried Böhm errichtet wurde.

Es hat mir sehr viel Freude bereitet, Cornelia auf ihrer spannenden Wanderung zu begleiten, und ich kann mir vorstellen, dass ihr unterhaltsamer und interessanter Bericht viele Menschen dazu motivieren wird, den Jakobsweg zu gehen.

Absolute Leseempfehlung für dieses großartige Buch einer starken Frau, die über Grenzen geht!

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Nach Santiago wollte ich nie

Rezensionen von Pearl:

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Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann

Finale der Familiensaga

Der Duft des Strandhafers ist der letzte Teil einer Familien-Saga die auf verschiedene Nordseeinseln spielt. Endlich werden die Geheimnisse um die Frauen aus verschiedenen Zeitzonen geklärt. Familienbande werden nach vielen Jahren wieder hergestellt und Martje findet ihre Schwester Fenja und ihren Frieden wieder.

In der Gegenwart ist Anna mit der Recherche über eine Nordsee-Saga beauftragt und trägt viel dazu bei, das die Geschwister oder eher Halbgeschwister sich wieder finden.
Fazit:
Leider muss man bei einer Trilogie oft auf die Nachfolgerbände warten und sich erst informieren was schon geschrieben wurde. Hier im letzten Teil geht die Autorin gut auf die Geschehnisse der Vorgängerbände ein und Natur der Nordseeinseln Amrum, Föhr und Sylt werden hier sehr bildlich beschrieben. Man spürt dabei sofort den rauhen Wind in den Haaren.

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Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers

Rezensionen von Francesca :

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Beth is dead von Katie Bernet

Zwischen Geheimnissen und Wahrheit - 4,5 Sterne

Beth Is Dead hat mich wirklich positiv überrascht. Der Einstieg gelingt direkt und ohne große Umschweife: Schon zu Beginn wird Beth tot aufgefunden, wodurch die Handlung sofort Fahrt aufnimmt. Es gibt keine lange Einführung, man ist direkt mitten im Geschehen, was ich sehr gelungen fand. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: in der Gegenwart nach Beths Tod sowie in Rückblenden, die uns das Leben und die Dynamik der Schwestern näherbringen.

Dieses Wechselspiel sorgt dafür, dass man sich Stück für Stück ein Gesamtbild zusammensetzt.

Figuren & Perspektiven

Im Mittelpunkt stehen die vier Schwestern Beth, Amy, Jo und Meg. Nach Beths Tod begleiten wir vor allem die drei verbleibenden Schwestern, während Beth selbst nur in der Vergangenheit präsent ist. Besonders spannend fand ich die unterschiedlichen Perspektiven: Jede Schwester bringt ihre eigene Sichtweise und ihre eigenen Erfahrungen mit ein. Das hat die Geschichte unglaublich vielschichtig gemacht. Auch die Nebenfiguren wie Freunde, Partner und die Mutter, tragen dazu bei, dass sich die Welt sehr lebendig und authentisch anfühlt.

Ein kleiner Kritikpunkt: Gerade am Anfang fiel es mir teilweise schwer, die Schwestern klar auseinanderzuhalten. Auch ihre Altersunterschiede waren nicht immer ganz eindeutig, was die Orientierung etwas erschwert hat. Mit der Zeit hat sich das aber gelegt.

Spannung & Handlung

Die Autorin arbeitet mit vielen kleinen Hinweisen und falschen Fährten. Während die Schwestern versuchen herauszufinden, was mit Beth passiert ist, werden nach und nach Geheimnisse aufgedeckt. Ich hatte ständig neue Vermutungen, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Gegen Ende hatte ich zwar eine recht klare Ahnung, was passiert sein könnte, diese hat sich auch bestätigt, aber die konkrete Auflösung konnte mich dennoch überraschen.

Der Mittelteil hatte für mich ein paar kleinere Längen, und manche Entwicklungen hätten etwas früher einsetzen oder straffer erzählt werden können. Auch einige Aspekte rund um die Ermittlungen wirkten für mich nicht ganz schlüssig. Auch wenn die zwei Zeitebenen insgesamt gut funktioniert haben, gab es für mich zwischendurch kleine Brüche im Erzählfluss. Gerade als ich gedanklich schon bei einem sehr entscheidenden Moment angekommen war, wurde ich plötzlich wieder einige Tage zurückgeworfen. Das hat sich für mich nicht ganz rund angefühlt und hat mich kurz aus der Geschichte herausgerissen.

Emotionale Wirkung

Zum Ende hin hat mich das Buch emotional richtig gepackt. Ich habe mit den Figuren mitgefühlt: Wut, Trauer und Verständnis lagen oft nah beieinander. Gerade die Dynamik zwischen den Schwestern wurde sehr intensiv dargestellt. Das Finale war zwar etwas abrupt, aber dennoch stimmig und wirkungsvoll. Ich habe sogar einzelne Stellen nochmal gehört, weil sie mich so mitgenommen haben.

Fazit

Beth Is Dead ist für mich ein überraschend intensiver und fesselnder Roman, der vor allem durch seine vielschichtigen Figuren und die emotionale Tiefe überzeugt. Trotz kleiner Schwächen im Mittelteil und bei der Struktur einzelner Zeitsprünge hat mich die Geschichte durchgehend gepackt und hervorragend unterhalten.

Für mich sind es starke 4,5 Sterne und definitiv eine Empfehlung.

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Beth is dead

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Der Baum der Symptome von Emil Sabanovic

Sehr empfehlenswert

Dr. Emil Sabanovic arbeitet als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit Schwerpunkt psychosomatische und psychosoziale Medizin in der Schweiz. Mit diesem fachlichen Hintergrund hat er mit dem "Baum der Symptome" ein lehrreiches, unterhaltsam zu lesendes und sehr gut verständliches, ganzheitliches Werk verfasst, in dem er die Komplexität der Hintergründe psychiatrischer und psychosomatischer Symptome mit der Metapher des Baumes anschaulich erklärt.

Das Buch richtet sich an einschlägig vorgebildete Personen aus dem medizinischen, pflegerischen und psychotherapeutischen Bereich. Für diese ist es sprachlich sehr gut anschlussfähig und verständlich.

Ich selbst bin als Klinische Psychologin in Österreich beratend, therapeutisch und in der Lehre tätig und habe das Buch vor diesem Hintergrund gelesen. Besonders gut gefallen hat mir die ganzheitliche Perspektive, die biologische, psychologische und soziale Faktoren mit einbezieht und auch eine Offenheit gegenüber verschiedenen Therapieschulen und -ansätzen zeigt. Zuerst geht es um biologische Grundlagen und die Auswirkungen eines daueraktivierten Nervensystems, das nicht mehr gelernt hat, zur Ruhe zu kommen, und welche Auswirkungen das auf Psyche und Körper der Betroffenen haben kann. Darauf aufbauend stellt der Autor verschiedene interessante körperbezogene Ansätze zur Diagnostik (etwa zur objektiven Messung einer stärkeren Sensibilisierung im Bereich der Schmerzwahrnehmung) und Therapie in diesem Bereich dar. In weiteren Kapiteln geht es um die Kombination von Verhaltenstherapie mit Medikation, Schematherapie, die Stuhltechnik und vieles mehr. Sehr interessant sind auch die vielen Fallbeispiele, die das Gelesene anschaulich, interessant und praktisch anwendbar machen. Am Ende jedes Kapitels finden sich außerdem Anregungen, das Gelernte in Bezug auf die eigene Praxis zu reflektieren.

Insgesamt ist es ein außergewöhnlich zugänglich und gut geschriebenes, sehr interessantes Buch, das auch für in diesem Bereich tätige Menschen noch einige neue Impulse beinhaltet und das ich nicht nur Ärztinnen und Ärzten, sondern auch Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegepersonal und anderen im Gesundheits- und Sozialbereich tätigen Menschen, die sich für ganzheitliche Behandlungsmethoden im psychiatrischen und psychosomatischen Bereich interessieren, sehr empfehlen kann.

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Der Baum der Symptome

Rezensionen von M:

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Pause von Lena Kupke

Pause und Neubeginn

Lena Kupke erzählt in ihrem Debüt Roman Pause über die 36 jährige Hanna. Nach einem plötzlichen Zusammenbruch und einem Krankenhausaufenthalt muss Hanna wieder bei ihren Eltern einziehen. Dort fühlt sie sich wieder als Kind und fällt in alte Strukturen zurück findet aber auch gleichzeitig Halt in ihrer Familie und beginnt langsam sich mit ihrem Zusammenbruch und den Gründen auseinanderzusetzen und sich neu wieder aufzubauen.

Lange erfährt man nicht , welche Schicksalsschläge, die immer nur angedeutet werden, zu Hannahs Überforderung geführt haben. Das Buch liegt mit Einband und Lesebändchen gut in der Hand, das Cover ist passend. Der Schreibstil der Autorin sehr gut zu lesen, die Personen der Geschichte, besonders Hanna habe ich mir sehr gut vorstellen können und direkt ins Herz geschlossen. Ein Buch, das nicht nur sehr gut unterhält, sondern auch Stoff zum nachdenken bietet und nachwirkt.

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Pause

Rezensionen von Harakiri:

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Teuflische Provence von Pierre Lagrange

humorvoller Krimi

Grausame Morde unter Mönchen. Und Albin Leclerc wieder mittendrin. Es geht halt nicht ohne den Polizisten im Ruhestand. Zwar geht er seinen ehemaligen Kollegen sehr auf den Keks, hat aber sagenhafte Ermittlungserfolge. Und das muss schließlich auch der Staatsanwalt anerkennen.
In gewohnt humoriger Art entführt uns Pierre Lagrange in die Provence.

Zwischen blühende Lavendelfelder, die man fast zu riechen glaubt. Ein wenig gestört haben mich die langen Erklärungen zu gewissen Vorgängen, das lenkt einfach vom Lesefluss ab.
Lagrange fängt das Flair der Provence mit ihren Düften, Farben und kulturellen Eigenheiten wieder sehr lebendig ein. Die sommerliche Hitze, die Lavendelfelder und die alten Klostermauern bilden einen starken Kontrast zur düsteren Handlung. Diese Mischung aus Urlaubsgefühl und Spannung ist eines der Markenzeichen der Reihe.
Am besten gefallen mir immer die Zwiesprachen zwischen Mops und Herrchen – herrlich. Gegen Ende überschlagen sich die Ereignisse, was für ein packendes Finale sorgt, aber gelegentlich etwas überhastet wirkt.
Der Band ist wieder in sich abgeschlossen und so können auch Neueinsteiger viel Spaß an der Handlung finden.
Der letzte Teil um Albin? Aber Lagrange verspricht uns eine neue Reihe – mit Madame Mort. Und so gehen uns Albin und Tyson sicher nicht ganz verloren. Denn irgendwer muss ja die Schokocroissants liefern.
Fazit: teilweise etwas langatmig, aber durchaus lesenswert und wieder voller Humor, der neue Albin Leclerc.

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Teuflische Provence