Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von signalhill:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Narbenmädchen von Lilly Bogenberger

Negative Gefühle

"Narbenmädchen" von Lilly Bogenberger ist ganz klar ein Jugendbuch, nicht aber unbedingt sofort als solches zu erkennen. Vielmehr erinnert mich das Cover eher an einen Thriller. Das Thema macht es aber bald sehr deutlich, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, ebenso die Sprache aus der Sicht der Protagonistin Lara.

Diese ist ein fiktionaler Charakter, ich hatte beim Lesen aber stets das Gefühl, die Autorin hat dies vielleicht selbst so oder ähnlich erlebt und Lara ist oder ähnelt Lilly.

Der Roman lässt sich gut lesen, doch die Themen sind hart: Lara praktiziert selbstverletzendes Verhalten und kann auch nicht einfach damit aufhören, wie man das scheinbar glaubt. Hilfe bekommt sie in der zwangsverordeneten Kur nicht, ihre Mutter denkt auch lieber zuerst an sich selbst, hätte sie nicht Freundschaft mit ein paar Jungs aus der Klinik geschlossen...Alle haben unterschiedliche Probleme, und so werden die Lesenden mit sehr vielen Problemen konfrontiert.

Obwohl die Probleme der Jugendlichen gut nachvollziehbar sind, fand ich niemanden wirklich sympathisch, auch nicht die Protagonistin Lara. Sie rennt ständig zum Rauchen (und auch mal zum Trinken), was ja auch kein Wunder ist, da sie auch zuhause sogar in ihrem Zimmer rauchen durfte - und das mit 15! Auch sonst war sie für mich keine Sympathieträgerin. Auch die sehr saloppe Sprache hat mir nicht gefallen, es gibt nicht einen korrekten Kausalsatz, auch die Wortwahl fand ich nicht immer schön, obwohl sie für Lara sicher angemessen war.

So wurde mir während des Lesens klar, dass "Narbenmädchen" sicher einer jüngeren Zielgruppe besser gefallen würde, obwohl ich sonst auch gern Jugendromane lese. Doch würde ich den Roman Jugendlichen gern empfehlen? Ich würde dies nicht tun, weil er mir einfach zu negativ scheint, realistisch zwar möglicherweise schon, aber ich möchte ihn niemandem empfehlen, weil ich beim Lesen stets ein sehr bedrückendes Gefühl hatte. Vor allem für selbst Betroffene würde ich "Narbenmädchen" nicht empfehlen. Es gibt dann sicher noch andere gute Literatur. Die Warnung der Autorin am Anfang des Buches finde ich aber gut und wichtig.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill
Narbenmädchen

Rezensionen von signalhill:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Marie und die Woche ohne Donnerstag von Elke Michel

Lebendige Erzählung

"Marie und die Woche ohne Donnerstag" von Elke Michel und Jutta Wetzel ist ein lebendiges Kinderbuch mit lustigen Illustrationen. Die Handlung dreht sich Marie und ihre Familie und eine Woche voller schöner Aktivitäten und anderer Dinge, die Marie lieber vermeiden möchte, allen voran der gefürchtete Zahnarztbesuch am Donnerstag.

Mit den magischen T-Shirts, die Maries Vater ihr auf dem Jahrmarkt gekauft hat, kann Marie sich in jeden Tag der Woche versetzen; sobald sie das verstanden hat, lässt sie natürlich immer wieder den Donnerstag aus. Das ist lustig und kurzweilig, doch nach ca. 2/3 des Buches verliert die Geschichte ihre Magie, denn Marie erlebt die gleichen Tage immer wieder, sodass es nicht mehr recht vorwärts geht. Damit ist irgendwann die Luft raus, das Buch ist zwar immer noch nett, aber nicht mehr spannend.

"Marie und die Woche ohne Donnerstag" würde ich für Erstlesende oder als Vorlesebuch empfehlen. Auf einen zweiten Teil hätte ich momentan keine Lust, bin aber dennoch gespannt, um was es gehen wird. Die T-Shirts haben mit dem ersten Band sicher ihren Dienst getan.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill
Marie und die Woche ohne Donnerstag

Rezensionen von Eternal-Hope:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Geld als Waffe von Ulrike Herrmann

Die wirtschaftlichen Hintergründe der Konflikte mit Russland und China

Mit dem Hörbuch "Geld als Waffe", ursprünglich verfasst von Ulrike Herrmann und gesprochen von Sandra Voss, habe ich etwa acht sehr unterhaltsame Stunden verbracht und gleichzeitig sehr viel gelernt und insbesondere mein Hintergrundwissen über Russland und China massiv erweitert, sodass ich nun ein viel besseres Verständnis für die aktuellen Konflikte und deren mögliche Weiterentwicklungen habe.

Um die ökonomischen Dimensionen anderer Regionen als der beiden erwähnten geht es nur am Rande und dann eher um Prinzipien, die auch in diesen Regionen gelten, zu illustrieren.

Der Titel zeigt schon an, dass der Schwerpunkt dieses Hörbuches auf der Verflechtung von Ökonomie und Politik liegt. Beispielsweise geht es darum, warum für Russland eine momentane Beendigung des Krieges wenig aussichtsreich bis politisch für Putin unmöglich erscheinen könnte, da die Wirtschaft so massiv auf Kriegswirtschaft umgestellt wurde und eine Umstellung auf eine Friedenswirtschaft lange dauern und viele Arbeitslose, eine Rezession und damit enorme Unzufriedenheit unter der Bevölkerung auf sich ziehen könnte. Oder was aus Sicht Chinas dafür- oder dagegensprechen könnte, Taiwan anzugreifen, vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in den letzten Jahren.

Der Schwerpunkt des Buches liegt klar auf den beiden Regionen Russland und China. Detailliert wird deren historische, wirtschaftliche und politische Entwicklung bis in die heutige Zeit dargestellt. Besonders interessant habe ich dabei auch die ausführliche Erzählung von Putins Leben und Aufstieg gefunden, aus der klar wurde, dass dieser Mann zwar von außen lange unterschätzt wurde, sich aber innerlich schon sein ganzes Leben auf diese Position vorbereitet hat.

Weitere interessante Themen sind die Effektivität und Kosten moderner Waffen und Verteidigungssysteme. Dabei werden etwa die Kampfkraft der NATO und die von Russland gegenüber gestellt und auch mögliche Probleme beider Seiten aufgezeigt. Zur Unterstützung der Ukraine im Krieg und insbesondere zur finanziellen Unterstützung der Ukraine durch die EU-Staaten beim Wiederaufbau danach hat die Autorin eine klare Haltung: beides sei alternativlos. Dafür zeigt sie auch klare Gründe auf, die nicht jeder teilen muss, die aber nachvollziehbar sind.

Insgesamt handelt es sich um ein sehr unterhaltsam erzähltes und gleichzeitig enorm informatives Hörbuch, durch das man das eigene Wissen insbesondere in Bezug auf die Hintergründe der aktuellen Konflikte mit Involvierung Russlands und Chinas enorm erweitern kann und das ich allen an Geschichte und Politik interessierten Menschen sehr empfehlen kann. Besonders habe ich auch geschätzt, dass sich die Sprecherin des Hörbuches mit der korrekten Aussprache diverser fremdsprachiger Bezeichnungen beschäftigt hat und diese sehr authentisch ausgesprochen werden, was die Qualität des Hörbuchs noch einmal aufzeigt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope
Geld als Waffe

Rezensionen von signalhill:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Heaven's Gate von Daniel Faßbender

Dreihundert Seiten sinnlose und maßlose Gewalt

Der Diogenes-Verlag steht für mich für qualitativ hochwertige Literatur mit Anspruch; leider hat er sich mit Daniel Faßbenders "Heaven's Gate" hier selbst untertroffen oder mittlerweile einfach eine andere Linie eingeschlagen. Das Buch ist kurzweilig, keine Frage; ich habe es in kürzester Zeit gelesen.

Auch das Format des Bandes liegt sehr gut in der Hand und gefällt mir ebenso wie das ansprechende Cover. Der Roman selbst hat mich aber immer wieder innerlich den Kopf schütteln lassen, zum Ende hin mehr als am Anfang.

Caruso, ein Surfer und unbedeutender Privatdetektiv auf der wohl fiktiven philippinischen Insel Surogao, bekommt einen heiklen Fall in die Hände, als er den verschwundenen Sohn einer reichen Spanierin finden soll. Die Insel ist ein Drogenhotspot mit bestechlichen Polizeibeamten, mit vielen (Surf-)Touristen und mit einer eher armen Bevölkerung. Wer ehrlich Geld verdient, kommt meist nicht weit.

Caruso selbst ist der typische Antiheld und ein Unsympath genau wie alle anderen Charaktere im Roman. Er konsumiert Unmengen an Alkohol und ein paar Frauen, ist meist betrunken und verletzt und steht meist etwas neben sich. Er leert gern ganze Flaschen Rum (kann dann aber immer noch laufen und etwas denken), hat meist kein Geld und mag auch schnelle Abenteuer mit den Frauen, die gerade zur Verfügung stehen.

Frauen sind im Roman lediglich Objekte, eine Haltung, die längst überholt sein sollte. Faßbender bedient hier alle Klischees, die auch nur möglich sind. Die Sprache wechselt von guten Seiten zu Seiten mit zerrissenem Satzbau und Fäkalsprache. Wer wissen möchte, ob die Sprache ihm/ihr passt, kann ja mal auf Seite 287/288 anfangen.

Was mich aber am meisten gestört hat, ist, dass der Roman kaum Handlung hat, die nicht mit maßloser Gewalt zu tun hat. Ich könnte kurz nach dem Beenden des Romans nicht mehr sagen, wie viele Menschen hier den Tod finden mussten oder brutal verletzt wurden. Die einzige Lösung für jedes Problem scheint hier Gewalt zu sein. Daher ist hier inhaltlich kein durchdachter, cleverer Roman entstanden, sondern ein brutaler Actionkrimi ohne Anspruch. Auch dieser wird sicher seine Zielgruppe finden, aber ich würde Caruso nicht weiter durch sein sinnfreies Leben begleiten wollen.

Trotz aller Kritik lässt sich der Roman flüssig lesen. Ich habe weitergelesen in der Erwartung von überraschenden Wendungen oder einem unerwarteten Ende. Meine Erwartungen wurden aber eher enttäuscht. Dennoch würde ich hier noch 3,5 Sterne geben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill
Heaven's Gate

Rezensionen von signalhill:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Firewatch von Colin Hadler

Spannend, teils zu explizit

Ich bin sicher nicht die Zielgruppe dieses New-Adult-Romans, aber mir gefiel das Szenario der beiden Charaktere in Colin Hadlers "Firewatch", die den Sommer auf zwei Feuerwachtürmen im erfundenen Goldenfalls-Nationalpark in Kalifornien verbringen müssen. Sie sind dort abgeschieden und frei von jeder Handy- und Internetverbindung, doch sie können über Funk Kontakt miteinander aufnehmen, sind also ganz für sich und bieten damit eine gute Konstellation für einen Thriller.

Auch das Cover des Romans ist dazu stimmig und auch etwas zweideutig, also sehr passend.

Bis ca. Seite 100 war "Firewatch" für mich ein absoluter Pageturner mit sehr gelungenen Twists und Cliffhangern. Der Autor hat es geschafft, dass ich den Roman in kürzester Zeit gelesen habe. Dann aber werden zwei nicht notwendige erotische Szenen eingefügt, die ich unpassend und gar nicht zielführend fand. Dabei fand ich es sehr auffällig, dass die sonst gute Sprache auf das Niveau eines Groschenromans fällt. Jugendlichen würde ich aufgrund dieser beiden Szenen den Roman nicht empfehlen, ich selbst habe den Mehrwert hier nicht entdecken können.

Das erste Ende des Buches fand ich sehr unglaubwürdig, sehr unwahrscheinlich, daher habe ich mich gefreut, dass eine zweite, unerwartete Aufklärung folgt. Leider fand ich auch diese sehr weit hergeholt, sehr fragwürdig, nicht so passend. Auch der Showdown am Ende ist für den Verlauf so nicht notwendig, für eine Verfilmung aber vielleicht gewinnbringend.

Was ich von Anfang fraglich fand, ist die Tatsache, dass sich hier ein österreichischer Schriftsteller eine Location in einem wohl eher wenig besuchten Nationalpark in den USA ausgesucht hat. Dabei sind die beiden Firetowers 30 Meilen, also ca. 50km voneinander entfernt, das sicher nicht durch gute Wege oder Straßen. Dass dies keine österrreichischen Wanderwege sind, ist wohl klar. aber Aaron läuft dies in 10 Stunden und dann auch wieder zurück. Wenn man ihn hier verfolgen möchte, dann kann man sich auch kaum durch das Dickicht schlagen, man würde nicht unentdeckt bleiben. Es gibt weitere Unstimmigkeiten, die aber zu vernachlässigen sind.

Alles in allem hatte ich große Lesefreude; der Roman ist eigentlich ein gelungener Psychothriller. Immer wieder ändert man seine Meinung über die Schuld und Unschuld der Protagonisten. Der Roman hat mich nicht losgelassen, war lange Zeit für mich ein 5-Sterne-Buch. Am Ende war ich aber nicht mehr so überzeugt von "Firewatch" und hätte vor allem die zwei unnötigen Szenen gern nicht gelesen. Die Betitelung von "Suspense-Romance" weist darauf auf nicht hin. Insgesamt finde ich die genreübergreifende Mischung zwar gut, aber manchmal ist weniger einfach mehr.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill
Firewatch

Rezensionen von signalhill:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen von Christien Brinkgreve

Zu persönlich

"Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" von Christien Brinkgreve ist kein Roman, sondern ein analysierender Rückblick einer Professorin und Ehefrau auf das Leben mit ihrem (nun schon verstorbenen) Mann, hier nur A genannt. Dieser stand selbst in der Öffentlichkeit und dürfte vielleicht vielen Niederländern bekannt sein, auch, wenn hier sein Name nicht genannt ist.

Der Orginaltitel "Beladen huis" scheint mir doch passender, denn das immer voller werdende, zugestellte, vernachlässigte Haus ist eine Metapher für die Ehe und Beziehung der Brinkgreves. Das schöne Cover mit dem Blumenstrauß stellt für mich keine Verbindung zum Thema das Buches dar.

Das Buch, eine Reminiszenz der Autorin an die vielen gemeinsamen Ehejahre mit ihrem Mann, startet interessant und liest sich wirklich gut. Nach ca. zwei Dritteln dreht sich alles allerdings nur noch im Kreis, wird redundant, die Autorin wird mir auch zunehmend unsympathischer. Der Versuch, ihre Liebe zu ordnen, scheint mir immer mehr wie eine Abrechnung mit A, der schwermütig war und immer mehr zu einem "Stinkstiefel" mutierte. Doch zu einer komplizierten Ehe gehören immer zwei, und so hätte auch Frau Brinkgreve entweder die Reißleine ziehen können oder etwas ändern können. Stattdessen hat sie sich ihrem Mann und damit auch ihren Kindern immer mehr entzogen, sei es durch die Flucht ins Ferienhaus oder in ihr Schreibzimmer. Kurioserweise hat sie mit ihrem Ehemann im eigenen Haus dann Emails geschrieben, doch die Leidtragenden waren am Ende wohl am meisten die Kinder.

Das Buch wurde, so scheint es mir, immer mehr zu einer Abrechnung mit ihrem Mann und zugleich zu einer Entschuldigung für ihre Kinder. Hätte A gewollt, dass dieses Buch geschrieben wird? Sicher nicht. Sollen seine Freunde und Bekannten und alle Lesenden, die ihn außerdem kannten, dies wirklich über ihn erfahren, noch dazu nach seinem Tod, wo er sich weder rechtfertigen noch dieses Buch verhindern kann? Es scheint mir nicht fair von Brinkgreve, dieses Buch, das sehr privat ist, zu veröffentlichen. Es hätte in der Familie bleiben sollen.

Dabei scheint es gang und gäbe in der Familie, Bücher über ebendiese zu schreiben, denn Brinkgreve hat sowohl ein Buch über ihren Vater, als auch über ihre Mutter verfasst. A wiederum hat über seine früh verstorbene Schwester Dokie geschrieben. Beide schreiben/schrieben auch wissenschaftliche Texte, sodass auch dieses Buch den Anschein einer wissenschaftlichen Arbeit hat, denn es werden immer wieder Sekundärtexte zitiert, was hier überhaupt nicht passt und den Lesefluss stört.

Die Autorin selbst ist eine ambivalente Person. Einerseits rühmt sie sich damit, eine der ersten Professorinnen zu sein, sie hat sich u.a. dem Feminismus verschrieben, doch im eigenen Heim hat sie sich völlig untergeordnet und lebt nicht das, was sie in der Öffentlichkeit oder an der Universität progagiert. Es stört mich auch, dass der Verstorbene, der nicht mehr besonders liebenswert war, nach seinem Ableben Raum in Brinkgreves Leben findet, zuvor aber kaum noch. So ordnet sie Dinge, die ihm wichtig waren, stellt Möbel um, hängt sein Bild auf. Vorher ist sie aber nur noch vor ihm geflohen.

Ich hatte während des Lesens eigentlich darauf gewartet, dass die Autorin auch in die Zukunft schaut, diese Reminiszenzen hinter sich lässt, einen echten Neuanfang wagt, aus dem Erlebten einen Schluss oder gar einen Schlussstrich zieht, doch nichts von alledem passiert. Ist dieses Buch also eher eine Entschuldigung an ihre Kinder, die vielleicht nach einer Trennung besser hätten leben können? Ein Ratgeber für Frauen, denen es ähnlich geht, ist "Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen" jedenfalls nicht.

Obwohl meine Rezension hier doch sehr kritisch ausfällt, ließ sich das Buch größtenteils gut lesen. Ob man es veröffentlichen hätte sollen, möchte ich dennoch sehr in Frage stellen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill
Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen

Rezensionen von Claudia H.:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Lucky List von Rachael Lippincott

Auf der Suche nach Glück

Worum es geht:
Eigentlich hatte Emilys Mom immer ganz viel Glück, bis zu ihrer Krebsdiagnose. Schon nach wenigen Monaten ist sie daran gestorben. Seit dem ist Emilys Welt völlig auf den Kopf gestellt und sie ist nicht mehr sie selbst. Mit ihrem Freund Matt ist es aus und die meisten ihrer Freunde wollen nichts mehr mit ihr zu tun haben.

Nun müssen Emily und ihr Vater auch noch umziehen. Nachdem Emily die Sachen ihrer Mom aussortiert, findet sie eine Liste ihrer Mom. Eine Liste von Dingen, die ihre Mom in ihrem letzten Schuljahr unbedingt erleben wollte. Nachdem auch Emilys letztes Schuljahr angebrochen ist, will auch sie die Liste abarbeiten, in der Hoffnung, mit ihrem Freund wird dann alles wieder in Ordnung kommen. Hilfe bekommt sie dabei von Blake, die Tochter des besten Freundes ihres Vaters. Je mehr Zeit sie mit Blake verbringt, desto mehr Gefühle entwickelt sie für Blake. Doch kann sie ihren Gefühlen trauen, ihnen nachgeben, wäre ihre Mom damit einverstanden gewesen? Die wollte doch immer, dass sie mit Matt zusammen kommt.

Mein Fazit:
Ich mag den ruhigen und so anschaulichen Schreibstil von Rachael Lippincott sehr gerne. Ich finde ihn total entschleunigend. Emily und Blake sind mir gleich ans Herz gewachsen. Emily hätte ich so gerne mal in den Arm genommen und getröstet. In dem Roman wird sehr gefühlvoll das Thema Trauerbewältigung behandelt. Für mich war es sehr emotional und es hat mich zu Tränen gerührt. Dabei war es auch sehr schön mitzuverfolgen, wie Emily sich bei der Abarbeitung der Liste selber immer besser kennenlernt und wie sie immer mutiger wird.

Für diese wunderschöne und sehr emotionale Coming of Age Lovestory gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia H.
Lucky List

Rezensionen von PeWie:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Tante Polly von Paul Maar

Ehrlich oder geflunkert

Tante Polly kann wunderbare Geschichten erzählen, sie hat eine überbordende Phantasie. Whärend Mirko ihre Geschichten liebt und ab und zu mit einer Frage die Wahrheit auf dem Grund geht, sind seine Eltern skeptisch ob die Tante ein guter Umgang für ihn ist. Trotzdem darf er einen Teil seiner Ferien bei ihr verbringen.

Mirko kann selber tolle Geschichten erfinden und findet in Monika eine Freundin die auch gute Geschichten mag.
Der Autor macht in diesem Buch deutlich, eine gute Geschichte muss nciht unbednigt der Wahrheit entsprechen, sie muss nur als solche klar erkennbar sein. Außerdem ist auch die Wahrheit manchmal ziemlich unglaubwürdig. Alles Themen die junge Leser lernen sollten. Das Buch ist lustig erzählt, wie vom Autor bekannt und auch immer ein Fingerzeig wie man mit den Themen umgehen sollte.
Mirko ist ein schlauer Junge und die Tante erkennt das an. Viele Kinderr werden sich und ihre Familie darin wieder erkennen. Ich glaube es gibt in jeder Familie eine Tante oder Onkel bei denen die Eltern die Augen verdrehen un die von den Kindern heiß geliebt werden. Die Geschenke mitbringen, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben aber wie hier im Buch für die Beschenkten sinnvoll sind.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von PeWie
Tante Polly

Rezensionen von froschman:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Giftiger Grund von Thomas Knüwer

Nächte auf der Tankstelle

Charu ist bankrott, sie ist bei ihrer Schwester untergekommen. Als Podcasterin ist sie noch zu wenig bekannt, um von ihren Lost-Places-Aufnahmen leben zu können. Jetzt ist sie unterwegs zu einer verlassenen Tankstelle, an der vor Jahren ein Überfall stattfand, um ihre Kamera zu verstecken. Joran, einer der damaligen drei Täter, wird von seinem Vater erpresst.

Er hat seine siebenjährige Haftstrafe vor kurzem abgesessen und ist ebenfalls mittellos, aber er hatte die Beute von 700 Dollar in einem Kanalschacht bei der Tankstelle versteckt. Doch anstelle des Geldes findet er im Schacht die Leiche von Aras, seinem Mittäter. Bleibt nur mehr einer des Trios übrig. Ist Marvin der Mörder? Entsetzt merkt Joran, dass er nicht der einzige ist auf dem verlassenen Gelände. Charu hat ihre Kamera in der Waschstraße, ein kleines Mädchen im Schlafanzug und Gummistiefeln kommt jede Nacht hier her. Niemand weiß, warum. Doch auch sie hat Geheimnisse. Außerdem wird Joran von Marvin unter Druck gesetzt.
Thomas Knüwer hat einen Krimi geschrieben ohne Ermittler, nur drei Personen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen! Er lässt seine Hauptcharaktere die kurzen Kapitel selbst erzählen. War richtig spannend zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman
Giftiger Grund

Rezensionen von froschman:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Giftiger Grund von Thomas Knüwer

Nächte auf der Tankstelle

Charu ist bankrott, sie ist bei ihrer Schwester untergekommen. Als Podcasterin ist sie noch zu wenig bekannt, um von ihren Lost-Places-Aufnahmen leben zu können. Jetzt ist sie unterwegs zu einer verlassenen Tankstelle, an der vor Jahren ein Überfall stattfand, um ihre Kamera zu verstecken. Joran, einer der damaligen drei Täter, wird von seinem Vater erpresst.

Er hat seine siebenjährige Haftstrafe vor kurzem abgesessen und ist ebenfalls mittellos, aber er hatte die Beute von 700 Dollar in einem Kanalschacht bei der Tankstelle versteckt. Doch anstelle des Geldes findet er im Schacht die Leiche von Aras, seinem Mittäter. Bleibt nur mehr einer des Trios übrig. Ist Marvin der Mörder? Entsetzt merkt Joran, dass er nicht der einzige ist auf dem verlassenen Gelände. Charu hat ihre Kamera in der Waschstraße, ein kleines Mädchen im Schlafanzug und Gummistiefeln kommt jede Nacht hier her. Niemand weiß, warum. Doch auch sie hat Geheimnisse. Außerdem wird Joran von Marvin unter Druck gesetzt.
Thomas Knüwer hat einen Krimi geschrieben ohne Ermittler, nur drei Personen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen! Er lässt seine Hauptcharaktere die kurzen Kapitel selbst erzählen. War richtig spannend zu lesen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von froschman
Giftiger Grund