Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lilli33:
Die Queen von Mayfair von Alex Hay
Tolles Gaunerstück
Tolles Gaunerstück
Inhalt:
London, 1898. Quinn ist die amtierende Queen of Fives, die mit ihren Helfern im Château residiert, das seinem Namen leider nicht wirklich Ehre macht. Sie halten sich mit Betrügereien in großem Stil über Wasser. Als neues Opfer wurde der Herzog Lord Kendal auserkoren.
Ziel ist es, in nur fünf Tagen eine Hochzeit zwischen ihm und Quinn zu erreichen. Es sind fünf turbulente Tage, denn natürlich gibt es einerseits viel zu tun, andererseits läuft nicht alles wie geplant. Im Hintergrund spinnt jemand seine eigenen Intrigen …
Meine Meinung:
Eigentlich mag ich historische Romane überhaupt nicht, doch schon Alex Hays Debütroman „Mayfair House“ hat mich gereizt und schließlich auch überzeugt. Auch die Leseprobe von „Die Queen von Mayfair“ hat mir direkt Lust darauf gemacht, das ganze Buch zu lesen. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Ich wurde super unterhalten und habe den Roman in kürzester Zeit verschlungen.
Auch wenn mir nicht hundertprozentig klar wurde, was genau es mit dem Château und seinen Bewohnern ursprünglich auf sich hat, konnte ich mir dank der detailreichen Beschreibungen alles gut vorstellen. Mein Kopfkino spulte fortwährend den Film ab. Ich sah die eleganten Kleider der Adligen (und Quinn in Verkleidung), die wundgescheuerten Hände der Bediensteten, den Dreck auf den Straßen und die edlen Pferde der Kendals vor meinem inneren Auge. Ich ließ mich vom Autor im Zickzack durch die Handlung schicken. Quinns Betrug verläuft nämlich keineswegs geradlinig. Mal klappt etwas nicht so wie gewünscht, dann bekommt Quinn wieder Zweifel an dem, was sie tut, denn der Herzog ist anscheinend gar kein so schlechter Mensch wie gedacht. Schließlich wird Quinn von ihren eigenen Regeln eingeholt. Jemand spielt danach, doch hierbei ist Quinn das Opfer. Dies sorgt für ein schnelles Tempo und gute Spannung.
Der Schreibstil ist locker und leicht und wirkt trotz einiger altmodischer Begriffe nicht angestaubt, aber trotzdem der Zeit entsprechend. Die Protagonistin Quinn macht einen frischen und frechen Eindruck. Ich mochte sie sehr.
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Rezensionen von JennifersBooks:
24 Sekunden ab jetzt von Jason Reynolds
Coming-of-Age mit Stolpersteinen
Ein Buch über das erste Mal, die erste Beziehung und all die kleinen und großen Schritte ins Erwachsenwerden aus der Sicht eines Jungen – das hat mich bei „24 Sekunden ab jetzt“ sofort neugierig gemacht. Diese Perspektive bekommt man im Jugendbuchbereich noch immer viel zu selten, und genau deshalb fand ich den Ansatz zunächst erfrischend.
Neo erlebt all die typischen „ersten Male“: erste Beziehung, erster Kuss, erstes Rummachen, Schulabschluss, Unsicherheiten, Erwartungen, Überforderung. Vieles davon wirkt authentisch, gerade weil es aus einem männlichen Blickwinkel erzählt wird, der sonst oft nur am Rand vorkommt.
Trotzdem hatte ich Mühe, emotional wirklich anzudocken. Der Schreibstil ist sehr abgehackt, oft bestehen ganze Abschnitte aus einzelnen Wortgruppen, die durch Punkte getrennt sind. Gleich auf der ersten Seite steht: „Heute Abend. Geht es. Um uns. Aria und mich. Mich und Aria. Heute Abend. Geht es. Um die Gewinner des ultimativen Superlativs.“ Vielleicht soll das Nervosität ausdrücken oder die Gefühlswelt eines Jungen spiegeln, der sich zum ersten Mal so richtig verliebt hat. Für mich hat es jedoch eher Distanz geschaffen. Ich musste viele Sätze mehrfach lesen, um überhaupt in die Handlung hineinzufinden, und das hat meinen Lesefluss immer wieder gebremst.
Dabei gibt es durchaus schöne, glaubwürdige Szenen: das Chaos einer Familie in einem Mehrgenerationen-Haushalt, peinliche Aufklärungsgespräche mit den Eltern, die typischen Gruppendynamiken an einer Schule – Nerds, Sportler, Künstler, alles ist da. Aber vieles bleibt an der Oberfläche. Gedanken und Handlungen werden häufig wiederholt, sodass sich die 192 Seiten manchmal länger anfühlen, als sie sind. Mit weniger Wiederholungen oder einem emotional zugänglicheren Stil hätte die Geschichte für mich deutlich stärker gewirkt.
Verwirrend fand ich außerdem die rückwärts erzählte Beziehung: vom Moment vor dem Spiegel zurück bis zum Kennenlernen zwei Jahre zuvor. Grundsätzlich mag ich ungewöhnliche Erzählstrukturen, aber hier hat es für mich nicht richtig funktioniert. Eine chronologische Entwicklung – der Moment vor dem Spiegel, dann ein Sprung zum Kennenlernen bis zurück zu diesem 24‑Sekunden‑Moment – hätte die Handlung runder gemacht und vermutlich auch einige Wiederholungen überflüssig werden lassen.
Fazit: "24 Sekunden ab jetzt" hat ein spannendes, wichtiges Thema und zeigt eine Perspektive, die im Jugendbuchbereich viel öfter vorkommen dürfte. Doch der abgehackte Stil und die fehlende emotionale Tiefe haben mich persönlich nicht so abgeholt, wie ich es mir gewünscht hätte. Eine gute Idee, die erzählerisch für mich nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Rezensionen von Claudia R.:
Zelten mit Juli von Petra Eimer
Lehrreich, humorvoll und spannend
Klappentext / Inhalt:
Der 7. Band der Erfolgsreihe um Paul und sein freches Pferd Juli - erzählt mit viel Herz und Humor
Anna, Max und ich (Paul) fahren nach den Sommerferien auf Klassenfahrt - zum Zelten. Eine Woche sind wir in einem Camp, das uns die Liebe zur Natur näherbringen soll. Selbstverständlich also, dass unsere Schultiere Juli, Juno und Watson mit dabei sind! Ein neues Abenteuer für die TIERISCHEN SECHS!
Schade nur, dass die Campleitung mit ihren Regeln jedes Abenteuer im Keim erstickt.
Und als dann auch noch der Badesee mit Plastikmüll verschmutzt wird, müssen wir natürlich erst einmal die Umweltsünder überführen, bevor der Spaß so richtig losgehen kann ...
Coole Gestaltung im Comic-Roman-Stil mit über 300 vierfarbigen Illustrationen der Autorin
Mit Hund und Pferd auf Klassenfahrt - hier ist tierischer Lesespaß garantiert
Der Titel ist bei Antolin gelistet
Cover:
Das Cover ist cool und lustig umgesetzt. Die Freunde mit Pferd Juli sind hier beim Zelten und besonders beim Zeltaufbau erkennbar und die Szene wirkt sehr lustig und es toll umgesetzt. Das Cover ist detailreich gezeichnet und auch der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist hier erkennbar.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den siebenten Band der Juli Reihe. Jeder Band birgt eine eigene Geschichte mit einem eigenen Abenteuer in sich, so dass die Bände auch gut unabhängig lesbar sind. Auch die Vorstellung der Charaktere zu Beginn und der Prolog tragen dazu bei, dass man gut in die Geschichte, auch ohne Vorkenntnisse, findet. Mir waren die vorherigen Bände bekannt, weswegen ich mich schon sehr auf ein Wiedertreffen mit Juli und den Freunden gefreut habe und sehr gespannt auf diese Klassenfahrt und das bevorstehende Abenteuer war.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut, locker und flüssig lesen. Auf dem Camp angekommen, erwarten einen die ersten Regeln. Umweltschutz und Mulltrennung wird hier groß geschrieben. Als dann jedoch der Badesee verschmutzt wird, stellt sich die Frage nach den Müllsündern. Spannung wird hier gut aufgebaut und neben bei lernt man einiges über Achtsamkeit, Umweltbewusstsein, Miteinander und Freundschaft.
Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Textabschnitte werden durch unterschiedlich hervorgehobene Wörter gut aufgelockert. Die verschiedenen Schriftarten und Hervorhebungen macht es beim Lesen interessant. Die Abschnitte sind angenehm. Die Anfänge sind gut herausgearbeitet und die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten.
Die vielen bunten Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder sind sehr detailreich und sehr schön umgesetzt. Diese geben sehr gut das Gelesene und auch die Stimmung und Atmosphäre der Situation sehr gut wieder. Die Illustrationen sind einfach klasse und runden die Geschichte perfekt ab.
Eine wundervolle, spannende, humorvolle und auch lehrreiche Geschichte. Die Mischung aus Unterhaltung, aber einigen nachdenklichen Ansätzen und der Thematik des Umweltschutzes ist hier sehr gut gelungen. Juli bringt wieder jede Menge Humor mit rein, aber auch die Atmosphäre und Stimmung kommt hier sehr gut herüber.
Die Charaktere sind klasse und liebenswert und schnell ist man hier im Geschehen und findet sich auch in die Charaktere hinein. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam umgesetzt und es macht wieder viel Freude dies zu lesen.
Am Ende gibt es noch ein tolles Naturquiz und auch über die echte Juli erfährt man hier wieder ein bisschen anhand von Fotos.
Fazit:
Eine wundervolle, spannende, humorvolle und auch lehrreiche Geschichte. Die Mischung aus Unterhaltung, aber einigen nachdenklichen Ansätzen und der Thematik des Umweltschutzes ist hier sehr gut gelungen.
Rezensionen von beavielleser :
Madame Lazare von Tadhg Mac Dhonnagáin
Ich hatte mir mehr erwartet
Levana wächst bei Ihrer Großmutter auf, die sie sehr liebt. Als diese an Demenz erkrankt und sich immer mehr in der Vergangenheit verliert, merkt Levana, dass ihre Großmutter, nicht die ist, für die sie sie gehalten hat.
Levana fängt an nachzuforschen.
Erzählt wird von einem irischen Mädchen, das sich gezwungen sieht ihre Identität aufzugeben und zu Madame Lazar wird, die ihre wahre Herkunft lebenslang verleugnete.
Ich war mit dem Buch nicht richtig zufrieden. Die Geschichte des jungen Mädchens in Irland ist gut geschrieben. Doch die beiden anderen Erzählstränge sind nicht so gut erzählt, es bleiben Fragen offen und sie sind teilweise langatmig.
Rezensionen von Claudia R.:
Paris Bloodline von Silvia Wolf
mitreißende Geschichte
Klappentext / Inhalt:
Eine junge Magierin, ein geheimnisvoller Vampir und ein Kampf, den sie nur gemeinsam meistern können.
Nur Magier stehen zwischen normalen Menschen und der Herrschaft der Vampire. Zu dumm, dass die meisten Magier das Kämpfen verlernt haben und eine skrupellose Vampirfraktion die Macht an sich reißen will.
Der Vampir Victor braucht die unerfahrene Lebensmagierin Julia, um den aufziehenden Krieg zu verhindern.
Julia wird in eine Welt hineingezogen, die sie kaum versteht. Ihre Gefühle spielen verrückt und jeder scheint es auf sie abgesehen zu haben.
Einige versehentliche Explosionen, ein Todesurteil und eine Reihe verschwundener Magier später muss Julia sich entscheiden, auf welcher Seite sie steht – und ob sie das Zeug hat, in dieser neuen, gefährlichen Welt zu überleben.
Cover:
Das Cover finde ich sehr schön, passend und ansprechend umgesetzt. Man erkennt den Eiffelturm, welcher die Verbindung zu Paris herstellt. Ansonsten ist im Hintergrund zart eine Skyline angedeutet und funkelnde Elemente geben dem Ganzen einen sehr schönen Charme und Atmosphäre. Die dunklen blauen Farbtöne verbreiten eine nächtliche Stimmung und das ganze Cover ist toll in Szene gesetzt.
Meinung:
Julia wird in eine Welt hineingezogen, in der ihre Gefühle verrückt spielen und sie sich entscheiden muss auf welcher Seite sie steht und dies ist nicht wirklich leicht.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und gibt sich selbst Zeit und Raum für Entwicklungen und Entstehungen. Es ist eine gelungene Mischung auf düsterer Atmosphäre, Spannung und einer Prise Humor, welcher mit einer leicht sarkastischen Note gewürzt wurde. Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Entwicklungen und Entstehungen, ohne zu viel Dramatik aufzubauen und wirkt so authentischer. Die Charaktere sind vielschichtig angelegt und man merkt, dass diese sehr gut durchdacht wurden. Auch den Nebencharakteren wirkt genügend Platz eingeräumt. Die Dynamik zwischen den Charakteren entwickelt sich fortlaufend und man kommt in Bindungen und Entwicklungen mehr und mehr hinein.
Die Kapitel haben eine angenehme und gute Länge. Die Anfänge sind gut herausgearbeitet und erkennbar. Die Kapitel sind einfach durchnummeriert. Gliederung und Gestaltung haben mir gut gefallen.
Durch die Ich-Perspektive findet man sich schnell und gut in Julia hinein und kann ihre Emotionen nachvollziehen und ihren Gedanken folgen. Man ist nah im Geschehen und auch die Spannung wird schnell aufgebaut und die düstere Atmosphäre ist gut und nah spürbar. Eine wundervolle und mitreißende Geschichte. Ich wurde hier sehr gut unterhalten und wurde von den Ereignissen mitgenommen. Die Beschreibungen sind bildlich und auch die einzelnen Szenen und Situationen werden gut erklärt, so dass man sich schnell in Welt , Magie, Vampire und die verschiedenen Charaktere hineinfindet. Ich fand es toll umgesetzt und hatte schöne Lesemomente.
Fazit:
Eine wundervolle und mitreißende Geschichte, die einige Wendungen hervorbringt.
Rezensionen von beavielleser :
Die Dinner Party von Viola Van de Sandt
Raffinierter Roman
Franca und Andrew kennen sich seit ca. 4 Jahren. Um einen Geschäftsabschluss zu feiern, lädt Andrew seine Geschäftspartner zu einer Dinnerparty ein. Franca ist darüber nicht begeistert, lässt sich dann aber doch überreden die Party vorzubereiten. Doch dann geht irgendwie alles schief. Inklusive eines Überraschungsgastes.
Franca lebt an der Seite von Andrew ein Leben, das nicht ihres ist. Ihr fehlendes Selbstvertrauen und ihre unterschwellige Unzufriedenheit führen zu einer inneren Anspannung und einem Druck, der immer mehr wächst. Die Dinnerparty wird zum Ventil.
Ein raffinierter, kluger und gut inszenierter Roman, dessen Ende sehr gut gelungen ist.
Rezensionen von Rolf Fox:
Die Briefträgerin von Francesca Giannone
Mutige Frau
Die Briefträgerin ist eine junge Frau die in Italien lebt und mit ihrem Mann dessen Heimat zieht. Einem kleinen Dorf indem jeder jeden kennt. Dort fühlt sie sich sehr einsam und beschließt eines Tages, als der Posten des Briefträgern durch den Tod des alten Briefträgers frei geworden ist, sich dafür zu bewerben.
Trotz des Gegenwindes ihres Mannes und der Familie, setzt sie sich durch und bekommt auch den Posten. Sie liebt diese Arbeit und im Dorf erkennt man sie auch schnell an. Aber hier geht es auch um die Schicksale der ganzen Familie ihres Mannes die doch einige Geheimnisse haben die so nach und nach ans Licht kommen.
Fazit.
Gut geschriebener und authentischer Roman, der aber wenig auf die damaligen Geschehnisse in der Welt wie dem Zweiten Weltkrieg eingeht. Man lernt das Temperament der Italiener kennen und lieben. Für mich hätte es hier etwas mehr Spannung geben können.
Rezensionen von liesmal:
Mit anderen Augen von Jane Tara
Meine Fantasie reicht nicht aus
Sicher geht es vielen Menschen so, dass sie sich in bestimmten Situationen fühlen, als wären sie unsichtbar. Was aber, wenn die Unsichtbarkeit zur Krankheit wird, wenn man nicht nur kein Selbstwertgefühl besitzt, sondern sogar der Körper davon betroffen wird, weil nach und nach einzelne Körperteile nicht mehr sichtbar sind?
In ihrem Roman erzählt Jane Tara solch eine Geschichte, die damit beginnt, dass Tilda plötzlich feststellt, dass ihr kleiner Finger verschwunden oder – besser gesagt – unsichtbar ist.
Als sie die Diagnose Morbus invasibilis = Unsichtbarkeit bekommt, ist sie natürlich am Boden zerstört. Doch dann erwacht ihr Kampfgeist und sie will alles dafür tun, die Krankheit nicht nur zu stoppen, sondern wieder ganz gesund zu werden.
Mir gefällt der lockere, humorvolle Schreibstil. Allerdings bin ich wohl zu realitätsnah, wenn es darum geht mir vorzustellen, dass ganze Körperteile sichtbar verschwinden können und im schlimmsten Fall selbst die Kleidung unsichtbar wird.
Trotzdem habe ich Tilda gern begleitet auf ihrem Weg, den sie mit Hilfe einer Therapeutin, einer Selbsthilfegruppe, ihren beiden besten Freundinnen, aber in erster Linie mit ihrem eigenen festen Willen gegangen ist. Dabei hat sie ihr gesamtes Leben umgekrempelt und hinterfragt.
Auch wenn meine Fantasie nicht ausreicht, mir ein Bild zu machen, das mich ganz hineinfallen lässt in die Geschichte, habe ich doch einiges für mich selbst mitgenommen, das mich zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von tinten_fischchen:
Sie flogen einen Sommer lang von Penelope Farmer
Bei uns eher unbekannter Klassiker im neuen Gewand
“Sie flogen einen Sommer lang", sticht sofort ins Auge. Der poetische Titel, das wunderschöne Cover, alles wirkt sehr hochwertig. Die wunderschönen Illustrationen von Barbara Yelin tun ihr Übriges. Die Geschichte selbst hat schon über 60 Jahre auf dem Buckel, und das merkt man. Die Erzählweise und Figurenzeichnung wirkt teils etwas angestaubt, vor allem im Hinblick der Haushälterin.
Mein ältester Sohn fand die Erzählung etwas langweilig, kamen doch keine richtigen Abenteuer darin vor. Meiner Nichte hingegen, die schon etwas älter ist, hat die Geschichte gut gefallen.
Die Probleme und das Lebensgefühl der Kinder wurden gut eingefangen. Auch heutige Kinder können sich noch damit identifizieren. Die kleinen Gemeinheiten, die Banden, die Rivalitäten und Freundschaften sind zeitlose Themen.
Die Geschichte spielt rein aus Sicht der Kinder und da bleiben die Erwachsenen meist blass. Wobei Penelope Farmer auch andeutet, dass Erwachsenwerden auch mit Verlusten verbunden ist. Mir persönlich hat das Ende sehr gut gefallen und ich denke, dass es ein Buch ist, das einen durch die Adolescence begleiten kann.
Auch wenn streckenweise etwas angestaubt, schafft es die Geschichte zeitlos zu bleiben. Durch ihren Realismus und den Fokus auf Psychologie und weniger Action ist sie eher für ältere Leser geeignet.
Rezensionen von Claudia R.:
Echoes of Ashes and Rain - Die Perfekten von Caroline Brinkmann
spannende Dystopie
Klappentext / Inhalt:
Die 17-jährige Rain ist ein Ghost: Sie ist nirgendwo registriert und lebt außerhalb des Systems. Seit ihrer Geburt sind sie und ihre Mutter auf der Flucht vor den Gesegneten, einer perfekten Weiterentwicklung der Menschen, die das Land Hope mit eiserner Hand regieren. Ihre einzige Überlebenschance besteht darin, stets unsichtbar zu bleiben.
Doch als Rain auf den geheimnisvollen Lark trifft, will sie sich nicht länger verstecken und begeht einen fatalen Fehler. Sie bricht die wichtigste Regel der Ghosts und kommt ihm zu nahe. Denn Lark verfolgt eigene Ziele, und um die zu erreichen, müsste er Rain verraten. Beide werden vor eine unmögliche Wahl gestellt: Wen wollen sie retten - ihre Familien oder einander?
Band 1 der mitreißenden Dystopie endlich in der Neuauflage
Dieses Buch gibt es in zwei Versionen: mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnitt-Ausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
Cover:
Das Cover finde ich gut gemacht und setzt das Ganze sehr schön um. Im Hintergrund erkennt man die aschigen und mit Rauch beschmutzten Umrisse der Stadt, wobei sich auch einige Goldflitter dazwischen mengen. Es ist auch am Rand sehr stilvoll und mit einigen goldenen Ornamenten umgesetzt. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend.
Meinung:
Rain wächst im Verborgenen auf, da sie zu den Ghost gehört, diese sind nicht genehmigt und nicht registriert und daher von der Bevölkerung Hope gefürchtet. Doch dann begeht sie einen fatalen Fehler.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Schnell findet man in die Geschichte und Geschehnisse hinein. Die Geschichte ist spannend und mitreißend umgesetzt. Die Charaktere sind facettenreich und gut durchdacht. Die Idee dahinter ist gut umgesetzt und es wird schnell Spannung aufgebaut.
Die einzelnen Kapitel sind recht kurz und bringen so zusätzlich Spannung und Tempo hinein. Die Kapitel selbst sind einfach durchnummeriert. Gliederung und Gestaltung sind gut gemacht.
Die Geschichte steckt voller Wendungen und einiger Überraschungen, auch die Gedanken und Emotionen der Charaktere sind sehr gut nachvollziehbar. Den Geschehnissen kann man sehr gut folgen und wird von diesen mitgenommen.
Eine spannende Dystopie mit Themen, die zum Nachdenken anregen und eine Geschichte die durchaus auch düstere Seiten aufweist. Alles in allem fand ich es sehr gelungen und wurde hier sehr gut unterhalten.
Klasse fand ich auch den wunderschönen Farbschnitt.
Fazit:
Eine spannende Dystopie mit Themen, die zum Nachdenken anregen und eine Geschichte die durchaus auch düstere Seiten aufweist.











