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In den Scherben das Licht von Carmen Korn

Starke Frauen in der Trümmerzeit

Carmen Korn beweist mit "In den Scherben das Licht" erneut ihr großes Talent, historische Epochen mit tief menschlichen Schicksalen zu verweben. Der zweite Band der "Töchter einer neuen Zeit"-Reihe entführt die Leserinnen und Leser zurück ins Hamburg der späten 1940er und 1950er Jahre und erzählt die packende Geschichte von vier Frauen und ihren Familien im Wiederaufbau nach dem Krieg.


​Der Roman knüpft unmittelbar an die Geschehnisse des ersten Bandes an, doch Korn schafft es meisterhaft, die Fäden so aufzunehmen, dass auch neue Leser schnell Zugang finden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin die vier Freundinnen – Henny, Käthe, Lina und Ida – die versuchen, ihr Leben in den Trümmern buchstäblich neu aufzubauen.
​Besonders hervorzuheben ist Korns Fähigkeit, die große Geschichte mit den kleinen, intimen Momenten zu verbinden. Wir erleben die Entbehrungen der Nachkriegszeit, die Währungsreform und den Beginn des Wirtschaftswunders hautnah mit. Es sind die authentischen Emotionen, die Sorgen um die Zukunft und die kleinen Siege im Alltag, die diese Figuren so lebendig und liebenswert machen. Die Freundschaft der vier Frauen ist dabei der emotionale Anker und die eigentliche Stärke des Buches.

​Korn zeichnet ein detailliertes und atmosphärisch dichtes Bild Hamburgs. Man spürt den Staub der Trümmer und den Geruch der Hoffnung, der mit jeder neuen Bauphase in die Stadt zieht. Die Autorin nimmt sich Zeit für die Entwicklung der Charaktere, was dem Roman eine angenehme Tiefe verleiht.

​Allerdings führt der umfassende Detailreichtum und die Vielzahl an Handlungssträngen (durch die Erweiterung auf die Kinder der Hauptfiguren) manchmal dazu, dass das Tempo des Romans etwas nachlässt. Nicht jede Nebenhandlung fesselt gleichermaßen, und gelegentlich wünscht man sich eine straffere Erzählweise, um schneller zu den zentralen Konflikten zurückzukehren. Dies ist der Hauptgrund für den Abzug eines Sterns.

​???? Fazit: Ein warmherziger, lesenswerter Zeitroman
​"In den Scherben das Licht" ist ein warmherziger, bewegender und informativer Zeitroman, der die Hoffnung und den unbeugsamen Lebenswillen in den Mittelpunkt stellt. Er ist eine Hommage an eine Generation von Frauen, die in einer der schwierigsten Phasen der deutschen Geschichte Großes geleistet haben.
​Wer Familiensagas und historische Romane mit starken Frauenfiguren liebt, wird auch diesen Band von Carmen Korn verschlingen. Es ist eine klare Leseempfehlung und macht neugierig auf den Abschluss der Trilogie.

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In den Scherben das Licht

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Alexander von Ferdinand von Schirach

Präzise, kühl und eindringlich erzählt

Alexander“ von Ferdinand von Schirach ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch, das sich weniger über große Handlung als über Atmosphäre, Beobachtung und moralische Zwischentöne definiert. Wie so oft bei von Schirach entsteht die Spannung nicht durch äußere Dramatik, sondern durch das, was unausgesprochen bleibt.

Im Zentrum steht Alexander, dessen Leben, Entscheidungen und innere Leere sich langsam entfalten. Das Buch kreist um Fragen von Identität, Anpassung, Schuld und dem Wunsch nach einem anderen Leben. Vieles bleibt offen, aber genau das lädt zum Nachdenken ein.

Der Text ist knapp, fast asketisch, und gerade diese Reduktion macht ihn so intensiv. Von Schirach schreibt mit einer Klarheit, die manchmal schmerzt. Jede Szene wirkt sorgfältig gesetzt, jeder Satz trägt Gewicht. Die Distanz, die der Autor zu seinen Figuren hält, ist typisch für ihn – und funktioniert hier besonders gut.

Die emotionale Distanz kann gelegentlich kühl wirken. Manche Leserinnen und Leser könnten sich mehr Einblick in Alexanders Innenleben wünschen. Auch bleibt die Handlung bewusst minimalistisch – das ist stilistisch gewollt, aber nicht immer befriedigend.

Fazit:
„Alexander“ ist ein leises, kluges und stilistisch beeindruckendes Buch, das mehr andeutet als ausspricht. Wer von Schirachs nüchternen Stil schätzt, wird hier viel finden.

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Alexander

Rezensionen von Gute_Laune:

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Komm spielen von Linwood Barclay

Großartig, spannend, außergewöhnlich!

Annie will sich mit ihrem Sohn Charlie eine Weile im weit von NY entfernten Castle Creek von den Ereignissen des letzten Jahres erholen. Zunächst kommen beide langsam zur Ruhe, doch dann fallen Annie seltsame Unfälle auf, die sie nicht für Zufall halten kann. Da gerät Charlie in Gefahr und Annie bleibt keine andere Wahl, als zu handeln.

Man kann gar nicht anders, man wird schnell an Stephen Kings Werke erinnert, am deutlichsten wohl an Needful Things, also In einer kleinen Stadt. Dennoch hat man nicht das Gefühl, einer Nachahmung begegnet zu sein. Linwood Barclay erzählt seine ganz eigene Story und das so großartig, dass sich der Meister selbst daran eine Scheibe abschneiden kann!

Alles fängt ganz harmlos, fast schon langweilig und dröge, an. Doch urplötzlich ist man mitten in einem grausamen und beängstigenden Szenario gefangen und kommt nicht wieder raus. Aufhören zu lesen geht schon mal gar nicht, das Kopfkino spielt verrückt und ob man will oder nicht, kriecht die Angst den Rücken hoch. Dabei ist der Erzählstil im krassen Gegensatz dazu fast so, als würde man ein Märchen lesen. Dies hat den Effekt, dass die ganzen Emotionen noch verstärkt werden. Das ist große Erzählkunst!

Wie King schafft Barclay problemlos Figuren und Orte, die man mag, die man klar und deutlich vor Augen hat, die sympathisch und ein wenig skurril sind, aber auch ein paar wenige mittendrin, die man fürchtet. Auch hat er wie King die Eigenart, Kapitel mit einem Paukenschlag zu beenden, der Angst vor dem nächsten Kapitel macht. Ganz witzig auch die direkte Anspielung auf Stephen King und sein Werk Christine, fast noch schöner sind die subtilen Hinweise und Parallelen.

Die einzelnen Erzählstränge bilden Fäden, die sich wie von selbst zu einem dichten Teppich verweben und so gut passen, dass man kaum fassen kann, es hier mit einer erdachten Story zu tun zu haben. Trotz der übernatürlichen und schrecklichen Dinge, die immer wieder geschehen, wirkt (fast) alles extrem real, realistisch und möglich.

Die Wendungen kommen vielleicht nicht total überraschend, aber im richtigen Moment und sind bestens eingefädelt. Mir hat der Showdown extrem gut gefallen. Ich habe gleichzeitig den Atem angehalten und regelrecht gefeiert. Dass Linwood noch ein paar i-Tüpfelchen ganz zum Schluss hinzugefügt hat, lässt einzig und allein eine Wertung von den vollen fünf Sternen zu. Ich liebe dieses Buch!

Anne Düe ist eine großartige Sprecherin, die genau das richtige Tempo anschlägt. Mir persönlich hätte bei diesem Buch allerdings ein männlicher Sprecher besser gefallen. Die Story ist eine der wenigen, die gelesen und gehört absolut identisch genial ist. Für beide Versionen daher von mir die vollen fünf Sterne!

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Komm spielen

Rezensionen von Julia :

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Österreichische Küche. Vegetarisch von Martina Enthammer

nspirationen für die traditionelle Küche als Vegetarier (teilweise sogar für Veganer)

Das Buch hat mich angesprochen, weil es mir als Vegetarierin oft schwer fällt bei der “klassischen”, traditionellen Küche Rezepte zu finden, die fleischlos sind.

Das Kochbuch ist so aufgebaut, dass neben einem sehr großen Foto des Gerichts das Rezept und die Zubereitung angegeben ist. Es gibt nur ein Bild, kein Bild der einzelnen Zubereitungsschritte.

Ich habe direkt nach Veröffentlichung mit dem ausprobieren einiger Rezepte begonnen. Die Mengenangaben waren für uns immer passend. Wir haben ca. 10 Rezepte probiert und wir waren überrascht über deren Vielfalt. Geschmeckt hat das Essen meistens sehr gut, wobei ich bei den Hauptgerichten den Linsenbraten hervorheben möchte. Sowohl beim Kochen (nicht aufwendig) und vor allem beim Geschmack. Bei den Nachspeisen hat der Backofen Palatschinken überzeugt, da das Gericht so schnell geht und dabei sehr lecker ist. Den gab es jetzt schon mehrmals als schnellen Kuchenersatz am Nachmittag.

Was allerdings stört, wenn man die Gerichte zum ersten Mal kocht: es finden sich keinerlei Angaben über die Zubereitungszeit im Rezept. Daher haben wir schon mal sehr spät gegessen, da das Essen sehr lange gebraucht war, bis es fertig war. Das Feld “so wird es besonders gut” müsste auch nicht bei jedem Rezept rein. Manche Tipps waren hier sinnlos, manche aber obligatorisch, so dass sie auch direkt in den Zubereitungsschritten aufgeführt werden sollten.

Alles in allem eine gelungene Rezeptsammlung, die auch durch das dekorative Titelbild optisch was her macht und daher nicht im Regal versteckt werden muss. Zumal man das Kochbuch so auch öfter wieder in die Hand nimmt und die Gerichte nicht nur einmal kocht.

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Österreichische Küche. Vegetarisch

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REM von Annika Strauss

Spannender Thriller

„REM“ von Anika Strauß und Sebastian Fitzek ist ein spannender Thriller, der vor allem durch seine originelle Grundidee und die beklemmende Atmosphäre überzeugt. Die Geschichte rund um Träume, Bewusstsein und Realität zieht einen schnell in ihren Bann und sorgt für einige unerwartete Wendungen, wie man sie besonders von Fitzek kennt.

Der Schreibstil ist flüssig und zugänglich, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel der beiden Autor:innen, das frische Impulse in die Handlung bringt. Einige Passagen sind allerdings etwas vorhersehbar, und manche Figuren hätten noch mehr Tiefe vertragen können.

Trotz kleiner Schwächen ist „REM“ ein fesselnder Pageturner, der Fans von psychologischen Thrillern definitiv gut unterhalten wird. Insgesamt eine klare Empfehlung – 4 von 5 Sternen.

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REM

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Komm spielen von Linwood Barclay

Intensiver Thriller mit starker Atmosphäre, glaubwürdigen Figuren und stetig wachsender Spannung

Komm spielen hat mich von Anfang an begeistert. Linwood Barclay schafft es hier, eine Geschichte zu erzählen, die gleichzeitig rasant, clever konstruiert und emotional überraschend ist. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Art, wie er Spannung aufbaut: nicht mit lauten Schockmomenten, sondern mit einer stetigen, fast unmerklichen Steigerung, die sich irgendwann wie ein Knoten im Bauch anfühlt.

Man merkt, wie sorgfältig jedes Kapitel gesetzt ist, wie jede Szene ihren Platz hat und wie sich die Puzzleteile nach und nach zu einem größeren Bild fügen.

Die Figuren wirken außergewöhnlich authentisch. Sie sind nicht überzeichnet, sondern glaubwürdig, verletzlich und voller kleiner Details, die sie lebendig machen. Gerade diese Menschlichkeit sorgt dafür, dass man sofort mit ihnen mitfiebert. Barclay versteht es, ihre Ängste und Zweifel so greifbar zu machen, dass man sich selbst mitten in der Geschichte wiederfindet.

Auch stilistisch hat mich der Roman überzeugt. Die Sprache ist klar, direkt und dennoch atmosphärisch dicht. Es gibt keine unnötigen Ausschmückungen, aber auch keine Eile — alles wirkt präzise und bewusst gesetzt. Besonders stark fand ich, wie Barclay alltägliche Situationen nutzt, um ein Gefühl der Unsicherheit zu erzeugen. Man spürt förmlich, wie sich die Spannung im Hintergrund zusammenzieht, bis sie sich schließlich entfaltet.

Für mich ist Komm spielen einer dieser Thriller, die man nicht nur liest, sondern erlebt. Ein Buch, das man kaum weglegen kann und das noch lange nachhallt. Wer intelligente Spannung, glaubwürdige Figuren und eine perfekt dosierte Mischung aus Mystery und psychologischem Druck liebt, wird hier absolut auf seine Kosten kommen.

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Komm spielen

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl von Fabio Nola

Ein Krimi mit Herz, Atmosphäre und italienischer Seele

„Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl“ von Fabio Nola hat mich auf eine ganz besondere Weise berührt. Es ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern auch eine Geschichte voller Atmosphäre, Menschlichkeit und leiser Emotionen. Schon nach wenigen Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in Italien zu sein – zwischen engen Gassen, gutem Essen und einer Stimmung, die gleichzeitig warm und geheimnisvoll ist.

Commissario Gaetano ist eine Figur, die mir sofort ans Herz gewachsen ist. Er wirkt authentisch, nachdenklich und sehr menschlich. Gerade diese ruhigen, persönlichen Momente zwischen den Ermittlungen machen die Geschichte für mich so besonders. Man begleitet ihn nicht nur bei der Aufklärung eines Falls, sondern bekommt auch Einblicke in seine Gedanken, Zweifel und Gefühle.
Der Fall selbst ist spannend aufgebaut und hält bis zum Ende einige Überraschungen bereit. Dabei lebt das Buch nicht nur von der Handlung, sondern auch von den vielen kleinen Details: Begegnungen mit Menschen, Beschreibungen der Umgebung und die besondere Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Mischung aus Spannung und Gefühl. Der Roman nimmt sich Zeit für seine Figuren und schafft dadurch eine Tiefe, die man in vielen Krimis vermisst. Man fiebert mit, rätselt mit – und fühlt sich gleichzeitig wunderbar in diese Welt hineingezogen.
Für mich war dieses Buch eine sehr schöne Leseerfahrung, die noch eine Weile nachgewirkt hat. Wer Krimis liebt, die nicht nur spannend sind, sondern auch Herz und Atmosphäre haben, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.
Fazit: Ein stimmungsvoller, emotionaler und zugleich spannender Krimi mit einer wunderbaren Hauptfigur. Für mich ganz klar: 5 von 5 Sternen.

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Commissario Gaetano und das letzte Abendmahl

Rezensionen von Miro:

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To Cage a Wild Bird von Brooke Fast

Wo Menschlichkeit in Frage gestellt wird

Endlock ist das grausamste Gefängnis aller Zeiten. Ursprünglich erbaut, um die Kriminalität einzudämmen, hat es sich zu einem veritablen Geschäftszweig entwickelt. In Endlock dürfen die Menschen mit Geld auf Jagd gehen. Es ist geradezu ihre Bürgerpflicht, die Welt von Kriminellen zu befreien. Doch es gibt keinen Unterschied.

Für Mundraub landet man genauso in Endlock, wie für einen Mord.

Raven war noch sehr jung, als ihre Eltern in Endlock ums Leben kamen. Um sich und ihren kleinen Bruder versorgen zu können, begann sie als Kopfgeldjägerin zu arbeiten. Als ihr kleiner Bruder festgenommen wird, überlegt Raven nicht lange. Sie lässt sich ebenfalls verhaften, damit sie ihn in Endlock beschützen kann.

Raven hat früh gelernt, niemandem zu vertrauen, sich auf niemanden zu verlassen. Dass sie genau das in Endlock wieder lernen wird, kann sie selbst kaum glauben. Doch sie findet Freundschaft, Zusammenhalt und sogar Liebe an diesem gottverlassenen Ort, wo die Grausamkeit keine Grenzen kennt.

Das Buch ist streckenweise wirklich heftig zu lesen und doch wissen wir aus der Geschichte, wie grausam Menschen sein können, wenn der Rohheit kein Einhalt geboten wird. Die Autorin verwebt hier geschickt die Brutalität des Alltags mit dem Funken Hoffnung, den die kleine Gemeinschaft in Endlock sich aufbauen kann.

Ob ihnen die Flucht gelingt, wird hier natürlich nicht verraten.

Mich konnte das Buch von Anfang an fesseln und ich empfehle es allen, die "Die Tribute von Panem" mochten. Daran erinnert es ein bisschen.

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To Cage a Wild Bird

Rezensionen von Odina:

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Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra

Gefühlvoller Roman

Mit "Brombeerblaue Tage" hat Simone Veenstra eine gefühlvolle Geschichte geschrieben, die einen berührt. Schon das Cover hat mich sehr angesprochen, denn es ist wunderschön gestaltet und strahlt eine wohltuende Ruhe aus, die perfekt zur Atmosphäre passt. Im Mittelpunkt steht Elisa, eine gestresste Landschaftsarchitektin, die widerwillig das Gutshaus ihres Vaters auf Rügen hütet.

Dort erwartet sie ein verfallenes Haus, ein verwilderter Garten und kaum Komfort. Doch während sie das Grundstück wiederbelebt, entdeckt sie alte Geheimnisse und ihre Liebe zu den Pflanzen neu. Am Ende muss Elisa entscheiden, ob sie ihr altes Leben hinter sich lässt und auf Rügen neu beginnt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr bildhaft, sodass man sich die Landschaft, den Garten und die besondere Stimmung auf Rügen wunderbar vorstellen kann. Besonders die Beschreibungen der Natur und der Pflanzen sind sehr liebevoll gelungen. Die Protagonisten sind klar und übersichtlich dargestellt. Elisa war mir sehr sympathisch und ich konnte gut mit ihr mitfühlen. Ihre Erschöpfung, ihre Zweifel, aber auch ihre langsame Veränderung wirkten auf mich glaubwürdig. Den Hund Aurel hatte ich sofort ins Herz geschlossen und auch Henk ist mit seiner Art auf seine Weise liebenswert. Insgesamt ist das Buch ein sehr schöner Roman für gemütliche Lesestunden.

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Brombeerblaue Tage

Rezensionen von Harakiri:

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Freunde fürs Leben von Fredrik Backman

"... und ich vertraue dir"

„…und ich vertraue dir“
Was kann es Schöneres geben als Liebe und Vertrauen? Und genau das finden 3 Jungen und 1 Mädchen in ihrem Heimatort. Sie machen alles zusammen und für 2 Jahre sind sie unzertrennlich. Bis ihre Welt langsam zu bröckeln beginnt.
25 Jahre später erfüllt sich Louisa einen Traum: sie will ihr Lieblingsgemälde live bei einer Ausstellung sehen.

Und was dann passiert…

… ist absolut lesens- und liebenswert.
Denn was Backman hier bringt, ist ganz großes Kino. Rührende Geschichten, mitreißende Dialoge und alles mit einer guten Prise Humor gewürzt. Seine sympathischen Charaktere tragen dazu bei, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Zudem ist es so erzählt, dass die Story immer nur häppchenweise freigegeben wird, was die Neugier immens steigert.
Was (leider) auch nicht fehlt ist eine gewisse Dramatik und Trauer. Aber alles zusammengenommen ist der perfekte Mix für viele schöne Lesestunden.
Backmans Schreibweise ist sehr flüssig und anschaulich und man fliegt nur so durch die Seiten.
Fazit: wieder ein sehr schönes, sehr gelungenes Werk.

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Freunde fürs Leben