Kunden em pfehlungen
Rezensionen von annamichalea:
Die Ballade von Ronan McCoy von Colin Morgan
Bewegende Geschichte, Cover und Titel finde ich irreführend
Der Titel und das Design des Covers sind wunderschön. Und zugleich hat mich beides enttäuscht. Wenn da steht Ballade, erwarte ich was ganz anderes und dazu noch ein schottisch klingender Name. Auch die positive Stimmung, die das Coverbild verbreitet bereitet nicht auf den ernsten Inhalt des Buches vor.
Da hätte man eher sich an die Vorgabe des originalen Covers halten sollen.
Brendan und Ronan sind Freunde. Nicht solche, die bei jeder Gelegenheit im Zuhause des jeweiligen anderen abhängen. Nein, sie treffen sich nur in der Schule und kennen die Familien nur aus Erzählungen. Das hat sich vermutlich so ergeben, da die Freundschaft nicht über Eltern die sich kennen entstanden ist.
Obwohl beide so gegensätzlich sind, sind sie sich sehr wichtig.
Brendan ist eher zurückgezogen und hat einen Job im Bestattungsunternehmen, was er natürlich keinem erzählen will. Ronan ist eher lebenslustig, sportlich und mit seiner Familie in den Ferien unterwegs.
Brendan wartet zu Schulbeginn vergebens auf Ronan, der für ihn die positive Seite seines Lebens bedeutet. Ronans Leben hat sich in den Ferien durch einen schweren Unfall total verändert. So weit, dass er nicht mehr kommunizieren kann, wie es ihm geht. Damit muss Brendan nun auch fertig werden. Und alleine weitermachen. Wie er das schafft, wie weit er sich auch verändert ist interessant, manchmal sehr schwer auch als Leser auszuhalten.
Mit dem Titel und dem Cover hat das meiner Meinung nach nichts zu tun.
Rezensionen von Ele:
Dirty Rome von Michael Sommer
Rom - die dreckige Wahrheit
Dirty Rome, Sachbuch von Michael Sommer. EBook CH. Beck – Verlag
Das alte Rom als eine Mischung aus Weltmetropole und stinkendem Müllhaufen
In diesem Buch zeigt der Bestseller-Autor Michael Sommer nicht wie Rom glänzte, sondern wie und warum es funktionierte. Er zeigt nicht nur die römische Elite, sondern führt uns auch mitten hinein ins laute, dreckige und gefährliche Leben der einfachen Leute im Römischen Reich.
Schon von Augustus heißt es er hat ein, aus Ziegeln gebautes Rom vorgefunden und eine strahlende Metropole aus glänzendem Marmor daraus gemacht. Doch Michael Sommer lässt uns hier einmal hinter die Kulissen blicken. Ein populärwissenschaftliches Sachbuch des Althistorikers und Bestseller-Autors.
Ganz am Anfang sieht man eine Karte die das ganze Römische Reich in seiner größten Ausdehnung darstellt. Die nächste Karte zeigt die Stadt Rom während der Kaiserzeit, gerade die erste Karte ist schon beeindruckend. Das Buch umfasst zehn umfangreiche Kapitel, mit lateinischen Bezeichnungen, die sich in kleinere Abschnitte aufteilen, die zusätzlich mit einer Überschrift versehen sind. Insgesamt sind viele lateinische Begriffe verwendet worden, Sommer nutzt konsequent die Originalbegriffe der antiken Quellen, nicht alle konnte ich frei übersetzen und verstehen, musste im Anhang nachschlagen. Zum Teil sind Erklärungen beigefügt, der gesamte Schreibstil ist wissenschaftlich, also eigentlich keine Lektüre zur leichten Unterhaltung. Dadurch wird sehr viel Wissen vermittelt, mehr als ich eigentlich vom Buch erwartet habe. Etwas unterhaltsamer hätte ich es mir schon gewünscht, dementsprechend habe ich lange daran gelesen.
Ich hätte mir mehr Einblicke über die Lebensumstände, Krankheiten, Alltags- und Arbeitswelt der einfacheren Bevölkerung gewünscht, d. h den Alltag der Unterschicht. In den Bereichen in denen es physisch schmutzig und ärmlich war, viel zu viel habe ich jedoch über die dreckigen Intrigen und schmutzigen Geschäfte der Elite erfahren. Sommer greift Themen wie Korruption, Vetternwirtschaft, Verbreitung von Fake News und Gerüchten im antiken Alltag auf. Durch die Zeitsprüngen in den dargestellten Geschehnissen, habe ich mich schlecht orientieren können.
Der umfangreiche wissenschaftliche Anhang belegt die historischen Quellen, das zeugt von einer umfangreichen und gründlichen Recherche, ich war erstaunt, als ich am Ende angekommen bin, dass die Quellenangaben soviel Seiten im Buch umfassen.
Die Argumentation folgt einer klassischen geschichtswissenschaftlichen Struktur. Der Titel und das Cover versprechen ein leicht verdauliches True-Crime-Format aus der Antike. Tatsächlich erfordert das Buch jedoch Konzentration und Lesearbeit. Mir war das Buch zu trocken um es flüssig durchzulesen.
Inhaltlich hochspannend sprachlich jedoch harte Arbeit. Meine Empfehlung für Geschichtsbegeisterte, Studierende und Leser, die Wert auf echte wissenschaftliche Quellenarbeit legen.
3 Sterne
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Akikos kleines Café von Yoko Mure
Kater und Café
„Akikos kleines Café“ von Yoko Mure ist ein ungewöhnlich ruhiges Buch, bei dem ich zwiegespalten zurückbleibe. Die Handlung schreitet sehr langsam voran und einen klassischen Spannungsbogen gibt es kaum. Stattdessen verliert sich die Erzählung immer wieder in Beschreibungen von Alltäglichkeiten, während Akikos Gefühlswelt eher im Hintergrund bleibt.
Diese Mischung habe ich so bisher selten gelesen.
Trotz der Distanz zu Akiko habe ich sie gern begleitet. Besonders im Umgang mit ihrem Kater wirkt sie zugänglicher, wodurch sich ein interessanterer Blick auf ihre Persönlichkeit eröffnet.
Die ruhige, beinahe belanglose Erzählweise empfand ich insgesamt als angenehm unaufgeregt, auch wenn sie stellenweise etwas zu wenig greifbar blieb.
Etwas enttäuscht hat mich außerdem die Covergestaltung. Sie passt für mich nicht zum Geist von Akikos Café und wirkt durch die starke Verbindung zum Inhalt sogar etwas irreführend. Hier hätte ich mir mehr Kohärenz zwischen Gestaltung und Geschichte gewünscht.
Rezensionen von div:
To Die For von Jedrzej Golecki
kein gewöhnliches Pilzbuch
kein gewöhnliches Pilzbuch
To Die For“ ist definitiv kein gewöhnliches Pilzbuch. Ich fand gerade die Mischung aus Wissen, historischen Geschichten und teilweise ziemlich skurrilen Anekdoten interessant. Man erfährt nicht nur, welche Pilze giftig sind, sondern auch, welche Bedeutung sie früher hatten und welche Geschichten sich um sie ranken.
Besonders gut gefallen haben mir die unterschiedlichen Geschichten zu den einzelnen Pilzen. Dadurch liest sich das Buch viel abwechslungsreicher, als ich anfangs erwartet hatte. Auch optisch ist das Buch entsprechend gestaltet, gefällt mir - beginnend mit dem Cover.
Man muss sicher kein großer Pilzexperte sein, um Spaß daran zu haben. Ich selbst fand vor allem die Mischung aus informativ, kurios und ein bisschen morbide gelungen. Ein interessantes Sachbuch für alle, die gerne ungewöhnliche Themen entdecken.
Rezensionen von beigeandberries :
Monofuturis von Konstantin Schamber
Eins der besten Sachbücher
„Monofuturis“ ist eines der besten Sachbücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Der Autor Dr. Schamber setzt sich äußerst geschickt mit der Fragestellung auseinander, wie technische Systeme, z. B. KI, die Zukunft beeinflussen können und wie es dazu kommen kann.
Hierbei holt der Autor den Leser mit einem grundlegenden Einstieg in die Thematik ab, wodurch man kein Experte auf diesem Gebiet sein muss, um den Gedankengängen und Ausführungen folgen zu können.
Das Buch ist sehr logisch strukturiert und die einzelnen Kapitel bauen jeweils auf dem Kenntnisstand der vorherigen auf, wodurch man verständlich dem Autor folgen kann.
Der Autor liefert zudem oft sehr hilfreiche Grafiken oder Tabellen, um Fakten zu belegen oder seinen Standpunkt darzustellen. Der Schreibstil ist angenehm sachlich und lädt dazu ein, direkt das nächste Kapitel weiterlesen zu wollen.
Das Buch ist sehr hochwertig verarbeitet, bietet eine sehr ansprechend illustrierte Vorder- und Rückseite und trägt somit zum sehr positiven Gesamteindruck bei.
Das Buch ist für alle Personen geeignet, die sich mit der Thematik Zukunft und Technik auseinandersetzen wollen, und lädt sehr gut dazu ein, neue Bereiche besser zu verstehen.
Rezensionen von Sheilo:
Koch- und Backabenteuer mit Spekulatius von Tobias Goldfarb
Eine kulinarische Reise durch das Jahr mit unserem Lieblingsdrachen
Meine Kinder lieben die Geschichten von Spekulatius, dem Weihnachtsdrachen. Deshalb waren wir auch ganz gespannt auf dieses Koch- und Backbuch.
Im Buch begegnet Spekulatius Lukas, der es selbst liebt, neue Rezepte zu kreieren und bekommt dabei nun tatkräftige Hilfe von unserem Lieblingsdrachen. Die Rezepte sind dabei nach den vier Jahreszeiten sortiert und für jede Jahreszeit gibt es jeweils eine kurze Geschichte, in denen auch immer wieder kleine Verweise auf andere Bücher von Spekulatius auftauchen, die meinen Kindern sofort aufgefallen sind.
Die Rezepte sind ein bunter Mix zwischen Hauptspeisen, Snacks und Desserts, welche sehr abwechslungsreich sind. Die Fotos der Speisen machen direkt Appetit und die Anleitungen sind so gestaltet, dass man sie wunderbar zusammen mit den Kindern abarbeiten kann. Dabei sind die Zutaten nicht ausgefallen und einfach zu besorgen bzw. bereits in der Küche vorhanden.
Wir haben nun schon einige Gerichte getestet und wenn gemeinsam mit Spekulatius gekocht wird, dann konnten sich meine Kinder auch für das Gemüse erwärmen. Ich und auch meine Kinder mögen dieses Koch- und Backbuch sehr und ich denke, es ist eine tolle Geschenkidee für alle Fans von Spekulatius.
Rezensionen von annamichalea:
Ich erklär das jetzt mal psychologisch von Stefanie Stahl
sinnvoll für jeden
Das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert. Viele Bücher der Autorin sind ähnlich designed. Und Stefanie Stahl hat viel veröffentlicht.
An diesem Buch gefällt mir, dass es kein Ratgeber oder Selbsthilfebuch ist. Grundlegend geht das Buch auf die Frage ein, warum gerade immer mehr die Psyche thematisiert wird.
Auch erklärt Frau Stahl dass die Beschäftigung mit Psychologie nicht nur für einzelne betroffene, erkrankte oder sinnsuchende Personen sinnvoll ist, dass es für jeden als Teil der Gesellschaft wichtig ist, mehr darüber zu wissen.
Schon im Inhaltsverzeichnis wird das klar. Unter den 45 Essays findet sicher jeder Leser etwas, das ihn sofort anspricht.
Ein Beispiel: Wer kennt das nicht? " Die besten Ant worten fallen uns immer zu spät ein " . Das ging sicher jedem schon so. In diesem Kapitel wird erklärt, warum das so ist, wie typischerweise Menschen darauf reagieren und dass es bei allen Unzufriedenheit hinterlässt. Stefanie Stahl stellt gezielte Antwortstrategeien vor, die jeder nutzen kann und die die Situation entschärfen. Dieses Kapitel bringt also Nutzen für jeden einzelnen und damit für die Gesellschaft.
Manche Themen zielen darauf ab , manche Teile der Gesellschaft zu verstehen. Unter dem Kapitel Wider besseres Wissen: Vom Reiz der Verschwörungserzählungen wird zum Beipiel in knapp vier Seiten und auch mit einem Beispiel erklärt, wie man da in den Sog hineingeraten kann und warum es so schwer ist, wieder herauszufinden. Auch wenn viele dazu schon mal durch TV oder Presse Erklärungen bekommen haben, finde ich die Zusammenfassung schlüssig und einprägend.
Das Buch ist für jeden zu empfehlen, der einfach mehr verstehen will wie Menschen, sich selbst einbezogen , so ticken. Sehr breit gefächerte Themen, für jeden ohne Vorkenntnisse der Thematik zu verstehen und die Länge der Kapitel lässt zu, auch in einer kurzen Lesepause ein Kapitel richtig aufnehmen zu können.
Das Buch hilft hoffentlich nicht nur zu verstehen, sondern bestenfalls auch zu verändern.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Konditorei Zauner - Die Blütezeit des Zuckerbäckers von Clara Lenz
Ein süßer Ausflug in die Zeit von Kaiserin Sissi
In der Zuckerbäckerei Zauner beginnt die junge Marie Ende des 19. Jahrhunderts in der Stadt Ischl zu arbeiten – und das nicht wie damals üblich als Verkäuferin, sondern als Buchhalterin. Für diese Zeit ist das schon etwas ganz Besonderes.
Beim Lesen hatte ich sofort das Gefühl, in eine andere Zeit einzutauchen.
Die Atmosphäre rund um Bad Ischl, die Zeit von Kaiserin Sissi und natürlich die traditionsreiche Konditorei Zauner wurden so wunderbar und bildhaft beschrieben, dass ich mir die Räumlichkeiten richtig vorstellen konnte. Ich habe Marie auf ihrem Weg begleitet und hatte manchmal tatsächlich das Gefühl, selbst dort zu sein.
Marie verliebt sich in einen Schüler von Johann Strauss, doch ihre Liebe gestaltet sich alles andere als einfach, denn ihr Künstler ist mehr unterwegs als zu Hause. Auch der Juniorchef der Konditorei Zauner verliebt sich – allerdings in Mimi, die mit der Konditorei so gar nichts anfangen kann. Dadurch entstehen immer wieder neue Verwicklungen.
Die Geschichte zeigt das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen. Man leidet und fiebert mit Marie mit, aber auch die Zauners sind mir mit ihren Sorgen und Schicksalsschlägen ans Herz gegangen.
Für mich ist es eine berührende historische Geschichte mit viel Atmosphäre, Liebe, kleinen und großen Sorgen – und natürlich jeder Menge leckerer Kipferl und süßem Naschwerk. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen und empfehle sie gerne weiter
Rezensionen von Stern567:
A Married Little Christmas von Abby Jimenez
Voller Weihnachtsstimmung!
Mit „A Married Little Christmas“ entführt Abby Jimenez ihre Leser in die schönste Zeit des Jahres – die Weihnachtszeit, die mit ihrem ganz besonderen Zauber für Wärme, Romantik und jede Menge Herzensmomente sorgt. Inmitten von Lichterglanz, Weihnachtspullovern und festlicher Stimmung warten gleich drei Liebesgeschichten darauf, entdeckt zu werden.
Besonders großartig: Statt nur einem Paar zu folgen, bekommt man gleich dreimal die Chance, mitzufiebern, zu lachen und sich zu verlieben. Die Geschichten sind wunderbar miteinander verbunden und bieten neben romantischen Momenten auch jede Menge Humor und Feel-Good-Atmosphäre. Dazu kommen liebevolle Illustrationen und weihnachtliche Rezepte, die das Buch zu einem echten Wohlfühlpaket machen. Auch das wunderschöne, liebevoll gestaltete Cover versprüht sofort Weihnachtsstimmung und lädt dazu ein, sich mit einer Tasse Tee gemütlich einzukuscheln. Für alle, die Weihnachten und romantische Geschichten lieben, ist dieses Buch ein zauberhafter Lesegenuss!
Rezensionen von annamichalea:
Chimaira: Malin & Maira von Sabine Giebken
Interessantes Konzept mit inhaltlicher Tiefe
Als ich von der Idee zum Wendebuch las, dachte ich, heutzutage muss ein Autor sich etwas einfallen lassen um überhaupt Kinder und Jugendliche noch zum Lesen zu bringen. Erst die Geschichten, wo man sich den Ausgang aussuchen kann. Dann zum Beispiel ein Buch aus der Sicht eines einer Romanfiguren, wie Carsten Henn, der passend zum Buchspazierer das Buch Schascha und der Buchspazierer schrieb.
Alles natürlich sehr interessant und hält Leser bei der Stange.
So weckt auch das Doppelbuch Chimara das Interesse. Bei dem Titel kommt sofort, vermutlich eher bei den älteren Lesern, die Assoziation Chimäre. Denn wie ein Mischwesen sieht schon das Mädchen auf dem Cover aus.
Hält man das Buch in den Händen spürt man die Wertigkeit. Auch die Zeichnungen verlangen Geschick, sehr gut gelöst, die magische Seite mit den "Blitzen" zu versehen.
Schnell stellt sich heraus, das Buch ist nicht leicht zu lesen. Schon die Entscheidung, wo fange ich an, eher, mit wem fange ich an, ist nicht leicht zu treffen. Im Hinterkopf habe ich schon die Idee, die Leser:innen unserer ehrenamtlich geführten Bibliothek danach zu fragen.
Ich habe das Buch natürlich mit Jahrzehnten Abstand zur eigentlichen Zielgruppe gelesen. Aus Sicht der Erwachsenen ist die Story gut konzipiert und auch auf emotionaler Ebene gut erzählt. Sich mit Malin oder Maira zu identifizieren oder gar für eine Seite zu entscheiden ist gar nicht nötig. Bei beiden Mädchen finden sich Gedanken, Ideen und Gefühle, die Mädchen in der Teenagerzeit durcheinanderbringen und das Miterleben, wie Malin und Maira dem Sog von Magie und Wünschen entkommen ist ein Weg Probleme zu verarbeiten, die man vorher gar nicht benennen muss.











