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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ecinev:

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Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul

War es die große Liebe?

Eine kurze Begegnung im Treppenhaus stellt das Leben von Rosa Müller komplett auf den Kopf. Bepackt mit vollen Einkaufstüten und einem defekten Aufzug nimmt sie den Weg in den 5. Stock auf sich und trifft den, wie von einer KI generierten, Sohn ihrer Nachbarin. Ein paar flapsige Kommentare später trägt er ihr die Tüten hoch und sie hat Schmetterlinge im Bauch.

Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft. Ist es die große Liebe? Oder doch nur eine gute Freundschaft. Schließlich kennt sie keinen seiner Freunde und außer der im gleichen Haus wohnenden Mutter, weiß sie nichts von seiner Vergangenheit.

Als er nach nur 3 Monaten bei einem Unglück plötzlich stirbt, ist sie fassungslos. Gerne überlässt sie seiner dominanten Mutter die Organisation der Trauerfeier. Aber auch dort ist außer dem für einen Tag aus London angereister Bruder nur ein ehemaliger Freund von Nikolas. Rosa ist jetzt fest entschlossen die große Liebe ein zweites Mal kennenzulernen.

Eine rührende Geschichte über Freundschaft über den Tod hinaus. Lediglich das irgendwie zu plötzlich kommende und leicht übertrieben wirkende Happy End, hat mich etwas gestört. Während man Rosa voller Selbstzweifeln über kennengelernt hat, ist sie am Ende wie ausgewechselt.

Der Schreibstil ist melancholisch ohne zu traurig zu sein. Die Personen werden gut beschrieben und das Buch auch für Leser die sonst keine Liebesromane mögen, gut geeignet.

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Eine Liebe ohne Sommer

Rezensionen von milky:

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Komm spielen von Linwood Barclay

spannend, aber nicht 100 % überzeugt

Der Thriller "Komm spielen" handelt von der New Yorker Schriftstellerin Annie, die nach einem schrecklichen Jahr mit ihrem Sohn eine Auszeit im Ort Castle Creek verbringt, um wieder zu sich zu finden und Abstand zu gewinnen. Das gelingt auch zunächst ganz gut, bis plötzlich seltsame und unerklärliche Dinge mit ihr und ihrem Sohn Charlie passieren.

Zeitgleich wird im Buch auch beschrieben, wie es zu den Morden im Ort Lucknow kam und wie das mit Annie und Charlie zusammenhängt.
Der Thriller ist in verschiedene Teile aufgeteilt, die abwechselnd das Geschehen um Annie und das um den Ort Lucknow erzählen. An sich ist der Text gut geschrieben, sodass ein stetiges Zuhören ohne abzuschweifen möglich ist, jedoch hätte ich - ausgehend vom Klappentext - erwartet, dass sich die Geschichte hauptsächlich um Annie dreht und die Vergangenheit von Lucknow nur nebenbei erklärt wird. Ich glaube, mir hätte das Buch besser gefallen, wenn das der Fall gewesen wäre. Vielleicht, weil ich diese Erwartung hatte, vielleicht auch weil ich mir gehofft hätte, mich dann noch besser in Annie hineinversetzen zu können und näher an der Geschichte gewesen wäre.

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Komm spielen

Rezensionen von Ecinev:

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Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Spannendes Island

Eine junge Frau wird nackt tot in einem Pferdestall gefunden. Dies ist der erste Fall für die Schwedin Helga die gerade erst beim Dezernat für Gewaltverbrechen auf Island angefangen hat. Durch ein aufgefundenes Auto wird die tote Frau identifiziert und Helga, ehemalige Jugendamtsmitarbeiterin, setzt alles in Bewegung den Sohn der Toten zu finden.

Gemeinsam mit einem Verkehrspolizisten und freiwilligen Retter und einem Spürhund finden sie den Jungen halbtot in einer Höhle. Schnell gerät der Vater in Verdacht der als gewaltbereit gilt. Doch so einfach ist die Lösung nicht und Helga hat alle Mühe sich gegen die eingeschworenen Isländer zu behaupten. Das Auffinden einer anderen Toten bringt wieder alles durcheinander.

Dieser erste Fall über das isländische Dezernat für Gewaltverbrechen ist überaus spannend erzählt. Es gibt kaum Längen, die Personen werden gut eingeführt und besonders die isländische Landschaft wird but beschrieben. Einzig stören die isländischen Namen etwas den Lesefluß. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Teile dieser Reihe.

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Schlafende Vulkane

Rezensionen von Ecinev:

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Summer Heat von Solveig-Marie Kastner

Summer Thrill

Eine luxuriöse Ferienanlage an der Algarve, da kommen Urlaubsgefühle auf. Nicht jedoch für Mia die dort als Yogalehrerin und Showtänzerin eine Saison arbeiten will. Ebensowenig für Yanis, der sich als Barkeeper dort die Nächte um die Ohren schlagen muss. Die strengen Trennungen zwischen Angesgellten und Urlaubern wird sehr deutlich.

Insgesamt wird hier der Urlaubsalltag gut beschrieben. Mia hat ein Geheimnis das schon sehr früh angedeutet wird, sich jedoch erst am Ende gänzlich offenbart. So muss man manche Längen überwinden bis man am Ende etwas mehr erfährt.

Mia wird allgemein eher als schwach, extrem schreckhaft beschrieben was sie am Ende allerdings gar nicht ist. Eigentlich möchte man sie vor allem beschützen anstatt sie in den stressigen Alltag in dem Resort zu schicken. Der Schreibstil ist locker, leicht, als Ferienlektüre geeignet. Die Spannung kommt erst am Ende auf und ist dann viel zu schnell wieder vorbei um sich am Ende zu fragen, wie jetzt, das war es jetzt? Trotz allem ist man gefangen von dem Buch.

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Summer Heat

Rezensionen von Katrin:

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A Business Proposal 1 von Haehwa

Blind Date mit Folgen

Ich finde das Cover sehr ansprechend, wenn auch einfach gestaltet.
Generell mag ich die Bücher des Bramble-Verlages sehr gerne, da ich sie immer als sehr hochwertig empfinde.

Story:
Was kann schon schiefgehen, wenn man die beste Freundin zu einem für sich selbst arrangierten Blind-Date schickt? Stimmt, so ziemlich alles.

Aber erst mal alles auf Anfang.

Hari und Yeongseo könnten als Freundinnen nicht unterschiedlicher sein. Hari hat Schulden und sorgt sich nun auch um das Geschäft ihrer Eltern. Sie arbeitet in einer Finanzabteilung und ist eher eine zurückhaltende "graue Maus". Yeongseo kommt aus gutem Hause und ist eine Partymaus. Einziges Manko, ihre Eltern wollen, dass sie endlich heiratet und arrangieren daher unzählige Blind Dates für sie, welche sie zwar halbherzig wahrnimmt aber sich auf keinen Fall ernsthaft binden möchte.
Als sie wieder auf eines dieser Dates gehen sollte, hat sie andere Pläne. Da Hari aktuell Geld braucht, bezahlt sie ihre Freundin um an ihrer Stelle zu gehen.
Sie stimmt mit einem mulmigen Bauchgefühl zu und lässt auch die Verkleidungsaktion ihrer Freundin über sich ergehen.
Am Date angekommen, gab sie alles zum Besten was ihrer Meinung nach bestimmt zur Ablehnung führt. Doch dann erkannte sie, wer da vor ihr saß - es ist ihr Chef!
Was sie allerdings nicht wusste war, auch er hasste diese arrangierten Blind Dates und beschloss daher, diese Frau die heute erscheint, egal wer und wie sie ist zu heiraten, damit er endlich Ruhe von seiner Familie hat, also bat er sie am nächsten Tag via Telefon um ihre Hand.

Ob die List auffliegt, Hari ihren Job verliert oder gar die Liebe ihres Lebens findet, lest selbst...

Fazit:
Als ich das Buch bekam und ein Sticker darauf klebte mit "Die Buchvorlage zum K-Drama", musste ich erstmal Google befragen und war etwas erstaunt, dass die Serie bereits aus dem Jahre 2022 ist, allerdings nachdem was ich in diesem Buch gelesen habe, ist sie nun auf meiner Watchlist gelandet.
Der Roman selbst ist sehr humorvoll und extrem kurzweilig zu lesen. Ich mochte diese eher auf der Hand liegenden verzwickt wirkenden Wendungen sehr, auch das aufkeimen von Gefühlen empfand ich als sehr echt. Mir hat das Buch sehr oft ein Grinsen aufgezogen und ich bin wirklich gespannt auf Band 2. Klare Leseempfehlung!

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A Business Proposal 1

Rezensionen von Ecinev:

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Du musst mich vergessen von Rosie Walsh

Wem kannst du trauen

Carrie Cole, angehende Chirurgin lebt heute mit ihrem Mann und den Zwillingen im ländlichen Devon. Nach Jahren des Mutterseins möchte sie neu durchstarten und versucht an ihre alte Karriere anzuknüpfen. Bei einem Praktikum in Schweden erfährt sie, dass Johan, der Mann mit dem sie nur einen Tag verheiratet war, aus dem Gefängnis frei gekommen ist.

Noch heute muss sie an die traumatischen Ereignisse in Thailand denken, nach der Trauung am Strand wird ihr gerade angetrauter Ehemann von einem bewaffneten Einsatzkommando verhaftet und in ein Gefängnis gebracht. Obwohl ihre Mutter gute Kontakte hat, gelingt es ihr nicht viel über die Umstände zu erfahren und Johan kann keine Aussagen machen. Und jetzt soll es Johan gelungen sein, aus der thailändischen Haft zurück nach Schweden gekommen zu sein ohne sich bei ihr zu melden?

Die Rückblicke in die Vergangenheit bringen immer mehr Licht ins Dunkle und in den anderen Kapiteln erfährt man mehr über ihr heutiges Leben in England. Doch diese eine Nacht kann sie nicht vergessen. Es ist eine sehr berührende Geschichte die sich in einem fulminanten Schlußakt da offenbahrt. Mit dieser Entwicklung hätte ich nicht gerechnet. Der Schreibstil ist einfühlsam und lebendig. Anfangs gibt es ein paar Längen wenn immer wieder das gleiche Thema angesprochen wird, zum Ende hin wird dieser ruhige Roman jedoch recht spannend.

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Du musst mich vergessen

Rezensionen von milky:

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Nächstes Mal für immer von Lucien Marant

zu oberflächlich

Der Roman "Nächstes Mal für immer" handelt von der Hamburgerin Mona, die 1999 ein Auslandssemester in Paris verbringt. Dort wohnt sie mit ihrer irischen Mitbewohnerin Lou in einem kleinen Apartment, findet Freunde und lernt auch Thibauld kennen. Nach 20 Jahren kehrt Mona nach Paris zurück und trifft zufällig wieder auf Thibauld, den sie nie ganz vergessen konnte.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut, genauso wie die Verarbeitung und die hervorstehenden Buchstaben des Titels. Es verkörpert das Gefühl, das man sich vom Leben in Paris vorstellt.
Was mir auch gut gefällt ist der Aufbau des Buches: die Geschichte wird abwechselnd im Jahr 1999 und 2019 erzählt. Dadurch wird etwas Spannung aufgebaut und ich war als Leser daran interessiert, wie es in der jeweiligen Zeit weitergeht.
Zu den Figuren selbst konnte ich leider keine Verbindung herstellen und mich in sie hineinversetzen. Es war, als ob ich alles durch eine dicke Glaswand beobachte und die Gefühle einfach nicht bei mir ankommen. Ein gutes Buch macht für mich aus, dass ich mit den Hauptfiguren mit­fie­bern, -weinen und -lachen kann und ihre Emotionen verstehen kann. Hier war das leider nicht der Fall, sondern eher neutral und aus der Vogelperspektive erzählt. Das war sehr schade, da das Setting und der Paris-Flair gut beschrieben war und auch die Geschichte Potential hätte, die Leser zu berühren.

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Nächstes Mal für immer

Rezensionen von nessabo:

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Couple Goals und der Alltag dazwischen von Debbie Tung

Witzig, liebevoll und authentisch

Ich mag den Comic-haften Zeichenstil von Debbie Tung gern und finde, dass er hervorragend zu diesem sehr persönlichen Werk passt. Er fokussiert sich auf das Wesentliche und vermeidet entsprechend Farben, um die Situationen ungehindert wirken zu lassen.

Das Werk umfasst kurze Einblicke in das Beziehungsleben von Debbie und ihrem Mann, den sie als ihren besten Freund bezeichnet - und das ist spürbar.

Die Autorin zeigt glaubhaft, wie nah sich die beiden sind und wie vollumfänglich sie sich einander zeigen können. Ich habe an einigen Stellen laut gelacht, weil ich sie aus meiner eigenen Beziehung kenne. Viele Situationen habe ich mit neutraler Stimmung gelesen, andere wiederum haben mein Herz erwärmt.

Es gibt nicht so richtig ein Ziel oder überhaupt eine stringente Handlung in dieser Graphic Novel, aber das finde ich total okay. Es ist einfach eine Aneinanderreihung privater und ungeschönter Momente, die ihren Platz haben und die ich gerne begleitet habe, auch wenn das Werk jetzt keine große Botschaft mit sich bringt - außer vielleicht, wie schön es sein kann, eine respektvolle Partnerschaft auf Augenhöhe zu führen. Ich hätte manchmal gern noch ein wenig mehr Zeit in einer Situation verbracht, um richtig ins Fühlen zu kommen. Die Wechsel zwischen den Momenten sind oft ziemlich abrupt. Wer sich daran nicht stört und einfach eine nette Lesezeit haben möchte, sollte sich dieses äußerst authentische Werk wirklich einmal ansehen.

4,5 Sterne

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Couple Goals und der Alltag dazwischen

Rezensionen von tinten_fischchen:

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Alleinruhelage von Eva Menasse

(K)Ein Haus fürs Leben

“Alleinruhelage” ist ein Buch, das mich ein wenig ambivalent zurückgelassen hat. Dabei hätte das Cover mir schon eine Warnung sein sollen. Stellt das Bild nun ein Paradies dar? Oder einen Alptraum? Oder beides?

Hier kurz und knackig die Fakten: Eva Menasse kann schreiben. Der Einstieg, ach was das ganze erste Kapitel ist ein Traum.

Jedes Wort sitzt, Sätze für die Ewigkeit. Leider neigt die Ich-Erzählerin zum Lästern und ist mir daher zuwider und ganz und gar unsympathisch. Neben dem Lästern schafft sie es auch nicht, auf andere Menschen zuzugehen, abgesehen von ihren Freunden, die sie mit den köstlichen Anekdoten der Leute aus dem Osten unterhält. Quasi die Städterin, die auf die ungehobelte Landbevölkerung herab schaut und auch stark auf Abgrenzung Wert legt. Leider ist alles ziemlich schwarz-weiß, die Welt in “Alleinruhelage”. Aber vielleicht ist das Leben in Vogelsang ja so simpel, was weiß den ich. Aber als Leser sind mir die komischen Nachbarn oft sogar sympathischer als die Freunde der Ich-Erzählerin.

Dadurch, dass ich mich mit der ich-Erzählerin schwer tat, kam ich nur langsam voran. Erst das letzte Drittel, als sie endlich Verantwortung für das Haus übernimmt und die ganze Arbeit nicht mehr nur auslagert, konnte ich mich wieder ein wenig mit dem Buch versöhnen.

Der Stil, das szenische, anekdotische, sprunghafte und poetische, ist natürlich nicht jedermanns Sache. Teils erinnert es an Tagebucheinträge, teils an Anekdoten, die man sich bei einem Glas Wein erzählt. Ich lese solche Texte aber ganz gerne, wenn sie gut gemacht sind. Und handwerklich gibt es an Eva Menasses Text nichts auszusetzen, sie beherrscht das nichtlineare, eher fließende Schreiben wunderbar. Ein paar Szenen und Metaphern sind mir auch in Erinnerung geblieben und werden mich sicherlich noch länger begleiten.

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Alleinruhelage

Rezensionen von LeserinLu :

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Wir waren Wunder von Stefan Cordes

Authentisch

Mit „Wir waren Wunder“ gelingt es Stefan Cordes nach „Billie“ erneut, eine fast vergessene historische Persönlichkeit so lebendig werden zu lassen, dass sie sich anfühlt wie eine Frau aus der Gegenwart. Der Roman erzählt von der außergewöhnlich begabten Musikerin Mariann Mozart, deren Talent von ihrem eigenen Vater zunächst gefeiert und schließlich systematisch unterdrückt wird.

Leopold Mozart erscheint dabei als ein Mann, dessen Ehrgeiz und Geltungsdrang das Leben seiner Kinder bestimmen. Besonders die Vater-Tochter-Beziehung hat mich beim Lesen immer wieder wütend gemacht. Ich habe mit Mariann mitgelitten, ihren Schmerz und ihre Enttäuschung gespürt und ihrem Vater mehr als einmal die Stirn bieten wollen. Gleichzeitig tat mir auch Wolfgang leid, der ebenfalls unter den Erwartungen seines Vaters zu leiden hatte, wenn auch auf ganz andere Weise.

Was mir besonders gefallen hat, ist die Art, wie Cordes erzählt. Trotz des historischen Settings wirkt die Sprache leicht, modern und nahbar. Nie hatte ich das Gefühl, einen klassischen historischen Roman zu lesen. Stattdessen war ich ganz in Marianns Gedanken und Gefühlen und habe jede ihrer Entscheidungen mitverfolgt. Toll fand ich außerdem, dass der Roman das tragische Schicksal seiner Protagonistin nie ausschlachtet. Die Geschichte ist bewegend, ohne kitschig oder überdramatisch erzählt zu werden.

Für mich ist „Wir waren Wunder“ ein Roman, der einen ganz neuen Blick auf die Familie Mozart wirft. Es ist ein Buch über weibliches Talent, das unsichtbar gemacht wird, und über familiäre Machtverhältnisse. Christian Cordes hat mich auch mit diesem Roman wieder überzeugt. Ich werde auch sein nächstes Buch ganz sicher lesen.

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Wir waren Wunder