Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Internetmaus:
Nächstes Mal für immer von Lucien Marant
Paris - Mon Amour
Dieser Roman ist das erste Buch das Lucien Manant schrieb. Er wuchs in Süddeutschland auf und war durch die Nähe zu Frankreich oft in Paris.
Die Protagonistin Mona hat ein Semester in Paris studiert und kommt 2019 wieder in diese Stadt.
Die Handlung beginnt 1999 am Pariser Fernbahnhof Gare de I’Est.
Dort stieg sie in die falsche Metro. Sie ist zum ersten Mal in der Stadt. Mit der Irin Louise teilt sie sich ein Zimmer in einer WG. Zwanzig Jahre später kommt Mona wieder. Eine ältere Dame hatte ihr das bei einem letzten Kaffee nach ihrem Studiemaufenthalt prophezeit. Eine Ehe, in der sie zwei Kinder bekam und eine Scheidung liegt hinter ihr. Aus gesundheitlichen Gründen nahm sie sich eine Auszeit. In Paris schwelgt sie in Erinnerungen.
Wie schon damals, hat sich Mona eine Unterkunft in einer WG gesucht.
Das Cuver ist in zarten Farben gehalten und zeig den Blick von einer Dachterrasse über die Stadt. Es reflektiert Leichtigkeit. Die Story springt zwischen den beiden Zeitebenen hin und her. Obwohl ich Paris nicht kenne, sind mir viele Beschreibungen zu ausschweifend und störten meinen Lesefluss. Mona hat nur schöne Erinnerungen an die Stadt. Aber zwanzig Jahre sind eine lange Zeit und sie denkt, dass ihre Lebensuhr abläuft, da sie sehr krank ist.
Sie möchte Abschied nehmen und noch einmal in ihre Erinnerungen eintauchen. Natürlich trifft sie wieder auf Thibauld, der sich damals schnell aus dem Staub machte. Nun ist sie der Meinung, dass es zu spät ist. Eine leicht zu lesende emotionale Liebesgeschichte ohne viele Höhen und Tiefen. Für dieses durchschnittliche Buch vergebe ich drei Sterne.
Rezensionen von Ameland:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Ein Albtraum
Seit ihre Schwester Juli vor über einem Jahr verschwunden ist, ist Annas Welt zerbrochen. Ihr Vater wird verdächtigt und sitzt in Untersuchungshaft, die Mutter ist depressiv und ihr kleiner Bruder Leon hofft, dass Juli zur Tür hereinkommt. Anna versucht nicht nur die Familie zusammenzuhalten, sondern sucht auch nach Erklärungen und Schuldige für Julis Verschwinden.
Mich hat der Thriller recht früh gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich hatte sehr viel Mitgefühl für Anna und ihre Situation und trotzdem blieb ein Rest Zweifel, ob oder was sie mit dem Verschwinden der Schwester zu tun hat. Im zweiten Teil wendete sich das Blatt und andere Verdächtige rückten in den Fokus. Die Wendungen häuften sich und ich revidierte meine Meinung ein ums andere Mal, um am Ende doch überrascht zu werden.
Caroline Seibt schreibt abwechselnd aus der Sicht von Anna und der Ermittlerin Katharian Engels jeweils in der Ich-Form. Diesen Erzählstil mag ich, er bringt mich den Personen, ihrem Denken und ihren Gefühlen näher. Nahezu verrückt haben mich bei den Perspektivwechseln die kleinen Cliffhanger am Ende der Kapitel gemacht. An solchen Stellen kann man das Buch doch unmöglich aus der Hand legen!
Ein super spannender Thriller mit vielen Wendungen und einem unerwartetem Ende.
Rezensionen von FogandBooks:
Newport Bay Club 1: Matching Your Lies von Elle Ellis
Große High-Society-Vibes, aber zu wenig Prickeln und ein fetter Cliffhanger!
Der Auftakt dieser Romantic-Suspense-Reihe entführt uns in den luxuriösen Newport Bay Club und verspricht eine packende Mischung aus Urlaubsflair, tiefen emotionalen Wunden und gefährlichen Undercover-Ermittlungen. Der Einstieg gelingt dabei absolut mühelos, denn durch den flüssigen, angenehmen Schreibstil fliegt man regelrecht durch die Seiten.
Das sommerliche High-Society-Setting versprüht sofort eine greifbare Atmosphäre aus Luxus und einer unterschwelligen Spannung, gepaart mit einer wunderbaren „Found-Family“-Stimmung unter den Angestellten des Clubs. Auch die Protagonisten überzeugen zu Beginn: Hazel ist mit ihrer Leidenschaft für Graphic Novels, mit denen sie ihre Vergangenheit und den Verlust ihres Ex-Freundes Nate verarbeitet, sofort sympathisch. Carter gibt den perfekten, geheimnisvollen Gegenpart ab. Dank des Perspektivenwechsels kann man die Chemie und die schlagfertigen Dialoge zwischen den beiden von der ersten Seite an wunderbar miterleben.
Im Verlauf der Geschichte nimmt das Buch emotional stark an Fahrt auf. Besonders die Gewissheit über den tragischen Tod von Hazels Mutter bricht einem das Herz; sie verleiht Hazel eine enorme Tiefe und macht ihren tiefen Hass auf Drogen absolut greifbar. Zwischenmenschliche Highlights wie die gemeinsame Rettung eines Kätzchens und die anschließenden, leisen Morgenmomente zeigen eine wunderschöne, verletzliche Seite der Charaktere. Leider gerät genau in diesem Mittelteil der Spannungsbogen etwas ins Stolpern. Für einen Romantic-Suspense-Roman plätschert die Handlung streckenweise zu „nett“ und vorhersehbar vor sich hin. Auch Carters Rolle als Ermittler verliert an Authentizität: Dass er Hazels Akte aus Eifersucht wegen Nate nicht zu Ende liest und wochenlang kaum etwas herausfindet, lässt seine Cop-Story unprofessionell wirken. Zudem fehlt trotz expliziter, heißer Szenen wie in der Dusche oder im Kühlhaus manchmal das echte, tiefe Bauchkribbeln auf der Romanzen-Ebene – die scharfen Schlagabtausche wirken in Momenten, in denen Hazel eigentlich nur Hilfe bräuchte, fast ein wenig unpassend.
Der letzte Abschnitt reißt das Ruder in Sachen Spannung noch einmal komplett herum und entpuppt sich als der stärkste Part. Die extreme Yacht-Party und ein bildhaft beschriebener, dramatischer Autounfall bringen endlich den lang ersehnten Nervenkitzel. Dass der vermeintlich tote Nate tief in den Drogengeschäften steckte, ergibt plötzlich Sinn – und gipfelt in einem absoluten „WTF-Cliffhanger“, der einen völlig fassungslos zurücklässt und die Frage aufwirft, ob sein Tod nur vorgetäuscht war oder ein Zwilling dahintersteckt. So packend der Krimi-Plot endet, so enttäuschend flach bleibt leider der emotionale Showdown. Carters Timing für einen Korb war mehr als fragwürdig, da er erst mit Hazel schläft, bevor er die Reißleine zieht. Auch der finalen Offenbarung seiner wahren Identität wird viel zu wenig Raum geschenkt – hier hätte die Story dringend mehr Dramatik, Wut und Tränen vertragen können, weshalb die Protagonisten zum Ende hin immer distanzierter wirken.
Alles in allem besticht das Buch durch seine Urlaubsatmosphäre und den großartigen Schreibstil. Während die Krimi-Handlung mit einem genialen Knall endet und die Neugier bezüglich Nates Rückkehr definitiv geweckt ist, bleibt die Liebesgeschichte wegen des fehlenden Prickelns und des überstürzten Showdowns ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ob Band 2 letztendlich gekauft, in der Bibliothek geliehen oder als Hörbuch gehört wird, bleibt abzuwarten – eine Chance hat die Fortsetzung nach diesem Ende aber verdient.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Statt aus dem Fenster zu schauen von Anna Katharina Scheidemantel
Von Mut, Sinnsuche und Selbstermächtigung
Manche Bücher mit einer Hauptperson, die Mitte 20 ist, sind auch fast nur für die gleiche Altersgruppe interessant zu lesen. Dieses gehört nicht dazu. Ich bin selbst schon Anfang 40, also klar nicht mehr Teil der Generation, die im Mittelpunkt dieses Buches steht, doch begeistert hat es mich ganz genauso mit seiner nachdenklichen, ruhigen Geschichte, die fundamentale Fragen zur Gestaltung des eigenen Lebens stellt, die nicht nur für diese Altersgruppe relevant sind.
Es passiert auf der Oberfläche gar nicht so viel in diesem Buch, doch gelingt es der Autorin dennoch, so zu schreiben, dass man sich keine Sekunde langweilt, emotional tief berührt und in die Geschichte hineingezogen wird und es auch danach nachhallt und zum Nachspüren und Nachdenken über das eigene Leben anregt.
Worum geht es? Sophie ist 25 Jahre alt, ist gemeinsam mit ihrem Bruder bei liebevollen, unterstützenden Eltern in Süddeutschland aufgewachsen, studiert und macht gerade ein unbezahltes Praktikum. Also alles gut, oder? Doch wirklich glücklich ist sie nicht, weder das Verfassen theoretischer Hausarbeiten im Studium noch Zahlen von einer Tabelle in die andere zu verschieben im Praktikum fühlen sich danach an, wirklich etwas Relevantes beizutragen oder zu erleben.
Und wozu soll das alles führen? Zu einem Job, in dem sie weiterhin theoretische und sich sinnlos anfühlende Arbeiten ausführt und sich immer mehr von ihrem Körper, der Natur und ihrem Inneren entfremdet?
So spürt Sophie in sich eine tiefe Sinnlosigkeit, fühlt sich entfremdet von realer Arbeit und von dem Kontakt mit ihrer Umgebung. Spürbar wird, wie die junge Frau dem gefolgt ist, was so vielen ihrer Generation geraten wurde: gut in der Schule sein, ein gutes Abi machen, studieren... und dieser Weg sie immer weiter von ihrem Inneren entfernt hat.
An Erspartem hat Sophie gerade ein bisschen über 3000 Euro, und so passiert es, dass sie aus einer Laune heraus im Internet danach sucht, ob es um dieses Geld Häuser zu kaufen geben könnte. Und tatsächlich, sie findet ein Angebot: in der Einöde im ehemaligen Ostdeutschland, 11 Kilometer vom nächsten kleinen Ort und mehrere Zugumstiege von Berlin entfernt, aber gar nicht so weit vom Meer, verkauft ein älterer Herr eine verfallene Bruchbude: anfangs funktionieren weder Wasseranschluss noch Elektrizität, über das Dach kommt Wasser hinein, Handyempfang gibt es kaum, Internet schon gar nicht, und auf der Hälfte des Hauses liegt ein umgestürzter Baum. Eine abbruchreife Bruchbude im Nirgendwo also, fernab jeglicher Zivilisation - doch erschwinglich für Sophie.
So kommt es, dass sie kurz entschlossen dieses Haus kauft und sich mit dem Zug und dann mit ihrem Rad, denn Auto hat sie auch keines, dorthin aufmacht. Als der ältere Herr die naiv und unerfahren wirkende junge Frau sieht, ist er erstmals skeptisch, doch er verkauft ihr das Haus, besiegelt mit einer auf einem Einkaufszettel handgeschriebenen Quittung für das in Raten empfangene Geld. Sophie bezieht das Haus und macht sich an die Renovierung, fährt mit dem Rad zum Baumarkt und kauft Farbe zum Ausmalen, Saatgut zum Anlegen eines Gemüsegartens und vieles mehr.
Sie schwimmt im kleinen Weiher, arbeitet fleißig im Haus und im Umfeld, eignet sich immer mehr Fähigkeiten an, hat dabei durchaus so einige Rückschläge, aber erwirbt vor allem Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit: für fast alles lässt sich am Ende eine Lösung finden und es tut ihr gut, mit den eigenen Händen zu arbeiten und die Ergebnisse der eigenen Arbeit zu sehen, aber auch nahe der Natur zu sein und dabei schrittweise bei sich selbst anzukommen.
Als ihr das Geld auszugehen droht, nimmt sie einen Teilzeitjob als Kellnerin in einer Kneipe in einem Ort in der Nähe an. Doch geht natürlich auch so einiges schief, den Eltern traut sich Sophie lange nicht von ihrem neuen Leben zu erzählen, auch vielen Freunden und Freundinnen nicht, und die Frage ist, wie es langfristig weitergehen soll und wie sich ihr neues Aussteigerleben mit einer langfristig tragfähigen Vision einer guten Zukunft vereinbaren lassen kann?
Das ganze Buch ist aus der Innenperspektive Sophies geschrieben und so ist naturgemäß auch sie die Figur, die wir sehr gut von innen erleben und kennen lernen. Weitere Figuren aus dem früheren und neuen Leben Sophies kommen aber auch vor, auch diese sind durchaus liebevoll und authentisch gezeichnet.
Sehr interessant habe ich gefunden, dass über weite Strecken scheinbar nicht sehr viel passiert: wir erleben einfach detailliert Sophies Erfahrungen mit dem Bezug und der Renovierung des Hauses mit, und doch ist mir bei der Lektüre keine Sekunde fad geworden, so interessant und persönlich ist es alles geschildert. Dabei wird das Landleben auch nicht verklärt und diverse Schwierigkeiten werden auch realistisch beschrieben, am Ende kommt das Buch auch zu einem gut passenden Abschluss.
Bei mir hat das Buch emotional und auch gedanklich stark nachgewirkt und viele Fragen dazu angeregt, was es mit uns macht, wenn wir in einer immer mehr intellektualisierten Gesellschaft leben und fast alle Kinder und Jugendlichen stark ermutigt bis gedrängt werden, die höchstmögliche Schulbildung zu absolvieren und wenn möglich zu studieren, während handwerkliche Tätigkeiten leider nach wie vor oft gesellschaftlich abgewertet werden.
Dieses Buch zeigt sehr gut auf, zu welcher Entfremdung und damit verbundenen Sinnlosigkeitsgefühlen das bei manchen jungen Menschen führen kann, die vielleicht auf einem anderen Berufsweg, bei dem sie mit den Händen arbeiten können, wesentlich besser aufgehoben gewesen wären.
Gleichzeitig mochte ich die Selbstermächtigung sehr, die Sophie für sich durch ihr entschlossenes Handeln Stück für Stück zurück erobert, weil dabei sichtbar wird, wie viel wir Menschen doch in der Hand haben und wie glücklich es machen kann, das eigene Leben selbst zu gestalten und mutig Veränderungen zu wagen. Überhaupt mochte ich die Figur dieser tapferen, entschlossenen jungen Frau Sophie sehr gerne.
Hier noch ein paar besonders prägnante Zitate aus dem Buch:
"Vielleicht ist das ganze Leben mehr DIY und Learning-by-doing, als ich dachte. Niemand von uns kommt schließlich auf die Welt mit dem Wissen, wie man eine Grundsteuererklärung macht. "Und überhaupt, ich will mich von nichts im Leben abhalten lassen, nur weil es die Steuererklärung komplizierter macht", füge ich etwas leiser hinzu." (S. 111 im E-Book)
"Dabei ist das, was eigentlich wichtig ist, die Milchstraße über uns, die Distanz zum Boden unter uns und der Gesang der Nacht um uns herum. Aber all diese Dinge kann man nur wirklich wahrnehmen, wenn man allein ist. Sobald ein anderer Mensch anwesend ist, übertönt seine Präsenz alles andere, auch ganz ohne Worte." (S. 140 im E-Book)
"Selbst wenn ich mein Geld zurückbekomme, den Vertrag zerreiße und den nächsten Zug zurück nach München buche - jede Sekunde hier habe ich gelebt. Jede Sekunde hier hat mich verändert, hat mein Leben verändert. Was davor war und danach, kann ich nicht einfach miteinander verbinden, ohne dass ein Knoten in der Mitte entsteht." (S. 160 im E-Book)
"Aber ganz ehrlich, warum wird ständig nach dem Danach gefragt? Es wirkt fast, als würde das Jetzt im Leben gar nichts bedeuten, solange es ein Danach gibt. Es muss immer ein Ziel geben, ein Vorwärts, ein Besser, ein Höher, Weiter, Schneller. Das Jetzt ist bedeutungslos in dieser Art von Gespräch, man misst sich an dem, was man werden lassen will." (S. 179 im E-Book)
"Aber wie soll man denn Neues schaffen und etwas aufbauen in einer Welt, in der es eigentlich schon zu viel von allem gibt?"
"Über mir erstreckt sich weiter der blaue Himmel. Absurd, dass beides gleichzeitig existieren kann, der Himmel über mir und der Abgrund unter mir, und alles, was dazwischen ist, bin ich." (S. 219 im E-Book)
"Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben." (S. 222 im E-Book)
Ja, es ist ein ganz besonderes Buch, das innerlich sicher noch lange in mir verweilen wird und das ich nicht nur Menschen in ihren 20ern, sondern auch jenen in späteren Lebensphasen und ganz besonders jenen, denen die heutigen jungen Menschen am Herzen liegen und die sich für ein Lebensgefühl und eine Sinnsuche interessieren, die sicherlich einige von ihnen mit der Figur Sophie teilen, absolut empfehlen kann!
Rezensionen von leopol:
Die vergessene Tochter von Soraya Lane
Starke Frauen, ein lang verborgenes Familiengeheimnis und Parallelen in verschiedenen Zeitebenen
Charlotte, erfolgreiche Köchin in London, bekommt von einer Anwaltskanzlei ein Kästchen für ihre Großmutter in Norwegen überreicht. Das geheimnisvolle Kästchen, mit dem Namen ihrer Großmutter am Deckel enthält einen Ring, ein Foto und ein norwegisches Wappen. Auf nichts davon kann sich Charlotte einen Reim machen.
Umso besser trifft es sich, dass sie ein Jobangebot für ein neues Hotel in Oslo bekommt. Somit reist sie nach Jahren wieder in ihre Heimat und trifft neben ihrer Großmutter und Urgroßmutter auch Harrison, den charmanten Architekten des Hotels. Charlotte wird mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert und kommt durch Gespräche mit Urgroßmutter Amalie auch einem Familiengeheimnis auf die Spur.
Ein würdiger siebenter Band der Reihe der verlorenen Töchter, der dem bisherigen Stil beibehält. Jedoch lässt er sich auch ohne Probleme selbstständig lesen.
Wie auch bei den Vorgängern, wird die Geschichte in zwei Zeitebenen erzählt – der aktuellen in der Gegenwart, in der in der Regel eine Enkelin ein Kästchen mit rätselhaften Hinweisen präsentiert bekommt. Die weitere Zeitebene in der Vergangenheit, begleitet eine Frau aus dem Familienstammbaum, die eben jenes Kästchen für ihre Tochter hinterlassen hat. So auch hier.
Amalie erlebt im Sommer 1950 in einem norwegischen Hotel eine stürmische Liebe während ihrer Arbeit dort. Doch die verläuft nicht ohne Hindernisse. Parallel dazu erlebt Charlotte in der Gegenwart ihre eigene Liebesgeschichte.
Durch den Wechsel der Perspektive bleibt das Buch spannend und kurzweilig. Man rätselt konstant mit wie sich die Dinge entwickelt haben müssen, dass man von der präsentierten Gegenwart zur präsentierten Zukunft kommt. Der Schreibstil ist leichtfüßig, die Beschreibung der Gefühle angemessen, um sich in die Situationen gut einfühlen zu können.
Jeder Band für sich ist lesenswert, zeigt er doch die Lebensrealitäten verschiedener Frauen in verschiedenen Ländern im zwanzigsten Jahrhundert. Jede Geschichte anders, jeder Ausgang anders und doch mit vielen Parallelen.
Ich freue mich nun schon aber auch sehr auf den Abschlussband der Reihe, der die Geheimnisse um das Refugium für die Frauen enthüllt.
Rezensionen von Frechdachs:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Alles im Fluss?!
Das Romandebüt "Tage am Fluss" von Jochen Mariss hatte mich beim Lesen ziemlich schnell eingefangen gehabt.
Die große Stärke liegt aus meiner Sicht darin, dass die Geschichte vielleicht auf den ersten Blick eher unspektakulär daher zu kommen scheint, aber wenn man sie richtig an sich ranlässt, mit sehr vielen verschiedenen aktuellen gesellschaftlichen Themen konfrontiert wird.
Einem Fluss gleich, mänandert der Autor dabei sehr stilsicher und wenig effektheischend zwischen den Themen hin und her. Er lässt dabei bewusst Leerstellen und Rätsel, um die Geheimnisse der einzelnen Protagonisten nicht vorschnell aufzudecken.
Die durchweg kurzen Kapitel tragen dann dazu bei, einfach nur so durch die Geschichte zu fliegen. Also auch für kurz nur ein Kapitel zwischendurch, beispielsweise in der U-Bahn auf dem Weg zur Arbeit, ist diese Story hervorragend geeignet.
Die unterschiedlichen Charakteren haben mir dabei besonders gut gefallen. Mit ihren Ecken und Kanten sind sie gut greif- und auch nachvollziehbar. Ihre speziellen Geheimnisse bringen dann noch die richtige Würze und Spannung in die sehr kurzweilige Storyline.
Alles in allem war ich gerne zu Besuch bei der Einsiedlerin Sara auf dem Grünen Mond. Miteinander haben wir eine Zeit erlebt, die man so schnell nicht mehr vergessen wird.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Glatz. Rübezahl von Tomasz Duszyński
Toller, atmosphärischer Krimi
Dies ist mein erstes Buch von Tomasz Duszynski und ich war von Cover und Klappentext schon total angetan und bin sehr neugierig in das Buch gestartet.
Dies ist Band 3 der Reihe und die vorherigen Bände kenne ich ( leider ) nicht. Trotzdem bin ich sehr gut in die Geschichte gestartet, die sich um Oberwachtmeister Franz Koschella dreht, der in einem Fall ermittelt, der im Schlesien der 20er Jahre spielt.
Ein auf grausame Weise verstümmelter Tourist, die Leiche eines Gelehrten – es ist ganz schön was los. Bald darauf trifft er auf einen alten Bekannten; Hauptmann Klein und Koschella ist davon überzeugt, dass er der Weg zur Ergreifung des Täter ist.
Erst einmal möchte ich sagen, dass mich der Schreibstil des Autors direkt mitgenommen hat, flüssig und so authentisch erzählt er diesen historischen Krimi, dass man sich beim Lesen direkt in der Geschichte wieder findet.
Seine Figuren hat Tomasz Duszynski sehr realistisch und bildhaft beschrieben und ich bin wirklich durch das Buch geflogen : Dialoge und vielfältige Charaktere lassen das Buch total authentisch wirken. Die düstere Atmosphäre Schlesiens dient als perfekte Kulisse dafür.
Mich hat das Buch komplett überzeugt, die komplexen Handlungsstränge, die sich nach und nach zu einem gesamten Bild fügen haben mich sehr gut unterhalten und mit-rätseln lassen.
Von mir gibt es für diesen tollen, atmosphärischen Krimi eine ganz klare Empfehlung !
Das Buch Glatz Rübezahl ist am von Tomasz Duszynski ist am 15. Juni 2026 beim Polente Verlag erschienen.
Rezensionen von KersG:
The New Love Times, Band 1 - Written into my Heart von Saskia Louis
Humorvoll von Anfang an
Von kersting
Das Cover hat direkt meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ein richtiger Eye-Catcher. Mir gefällt das Zeitungsartikel-Design.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und war sofort begeistert. Die angenehmen Stimmen der Sprecher passen perfekt zu den Charakteren der Protagonisten. Ich konnte dem Ganzen gut folgen.
Mit ordentlich Witz und Humor, aber auch einer ordentlichen Prise Sarkasmus, ist es eine sehr gelungene Mischung. Aber auch die tiefgründigen Themen dahinter kommen nicht zu kurz.
Stella war mir sofort sympathisch. Eine junge Frau, die nach der Trennung von ihrem Freund nicht mehr weiß, wer sie wirklich ist.
Ihre Wortgefechte mit Rowan sind auch einfach der Knaller. Er bringt sie immer wieder auf die Palme und sie ziehen sich gegenseitig auf. Bei ihm traut sie sich, sie selbst zu sein. Das wird ihr selbst im Laufe der Geschichte auch immer bewusster. Doch auch Rowan hat seine Vergangenheit und tut sich schwer damit, anderen zu vertrauen.
Auch das Setting hat mir richtig gut gefallen. Eine Kleinstadt in der jeder jeden kennt und sich Neuigkeiten wie ein Lauffeuer verbreiten.
Ein echtes Highlight!
Rezensionen von PMelittaM:
Die Iden von Rom von Michael Peinkofer
Eine interessante Was-wäre-wenn-Geschichte
Was wäre, wenn Iulius Cäsar das Attentat an den Iden des März, am 15. März 44 v. Chr. überlebt hätte? Wie hätte sich das Römische Imperium und mit ihm die von ihm beeinflusste Welt verändert? Dieser Frage geht Michael Peinkofer in diesem Roman nach.
Die Vorstellung alternativer oder paralleler Welten fasziniert mich schon lange, die Frage, was wäre, wenn man sich an der einen oder anderen Stelle anders entschieden hätte.
Eine veränderte Entscheidung liegt auch dem Gedankenspiel Michael Peinkofers zu Grunde, eine, die man durchaus auch nachvollziehen kann. Um sie zu erklären und wohl auch, um den Leser:innen die Vorgeschichte noch einmal, für manche vielleicht auch erstmalig, nahe zu bringen, setzt der Roman nicht beim Attentat an, sondern bereits ein Jahr vorher. So kann man auch nachvollziehen, warum überhaupt ein Attentat auf Caesar geplant wurde. Hier lernt man auch schon die meisten der Charaktere, die in diesem Roman eine Rolle spielen, kennen. Zu Beginn gibt es übrigens ein sehr nützliches Personenverzeichnis.
Cäsars Gemütsverfassung nach dem überlebten Attentat, denn stattfinden wird es auch hier, finde ich sehr nachvollziehbar, auch vieles, was danach geschieht, kann man sich vorstellen, der Autor hat nicht ins Blaue hineinfabuliert, sondern blieb auf dem Boden der Möglichkeiten, wenn ich auch manchen Charakter in meinen Augen zu negativ dargestellt fand. Was mich persönlich gestört hat, ist, dass der Roman bereits ein gutes Jahr nach dem Attentat wieder endet. Es gibt zwar noch einen Ausblick in eine spätere Zukunft, ich hatte aber gehofft, dass wir viel länger bei der alternativen Geschichte bleiben. Nachdem ich den Roman gelesen hatte, war meine Enttäuschung zwar nicht mehr so groß, aber ein kleiner Wermutstropfen blieb.
Gut gefallen hat mir übrigens, dass immer wieder die geworfenen, aber noch nicht gefallenen Würfel thematisiert werden, „Alea iacta est“ ist schließlich einer der bekanntesten Sätze, die Cäsar zugeschrieben werden. Leider gibt es keine Fußnoten, die die öfter vorkommenden lateinischen Begriffe erklären beziehungsweise übersetzen, was ein gladius ist, wissen wahrscheinlich viele, aber was clementia, subigitatrix oder pomerium ist, vielleicht nicht. Manches kann dem Kontext entnommen werden, anderes nicht. Auch eine Bibliographie hätte ich mir gewünscht.
Wie ich gesehen habe, wird es von Michael Peinkofer weitere Romane nach diesem Muster geben, darauf bin ich schon sehr gespannt, Möglichkeiten für alternative Historie gibt es schließlich genug.
Michael Peinkofer hat das Was wäre wenn Cäsar das Attentat an den Iden des März überlebt hätte, interessant fortgesponnen, unsere Welt sähe heute womöglich ganz anders aus. Ich persönlich wäre zwar gerne länger an Cäsars Seite geblieben, habe den Roman am Ende aber trotzdem zufrieden zugeklappt, und bin nun auf weitere Gedankenspiele des Autors gespannt.
Rezensionen von Sassy:
Love, Peace & wir von Carsten Müller
Vorlesezeit
Das Konzept des Buches war für uns ganz neu. Man liest das Buch als Paar zusammen, in dem man sich gegenseitig vorliest. Man soll mit dem Buch arbeiten. Sich am Rand Notizen machen, sich wichtigste unterstreichen. Und dann soll man das Buch in 10 Jahren nochmal zusammen lesen.
Das ist eine sehr schöne Idee.
Wir haben es genau so gemacht. Ob wir es dann in 10 Jahren nochmal lesen, werde ich berichten. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Egal ob man sich in den Geschichten aus der Praxis von Paar- und Sexualtherapeut Carsten Müller wiederfindet oder nicht, man kommt durch das Lesen ins Gespräch und findet manchmal Dinge über den Partner heraus, die man trotz jahrelanger Beziehung, noch nicht wusste.
Am besten fanden wir die Gesprächsimpulse und Aufgaben, die man bearbeiten soll.
Humorvoll und ehrlich geschrieben ist das Buch mindestens ein amüsanter Zeitvertreib und allemal spannender als ein weiterer gemeinsamer Abend vor der nächsten Netflix Serie.
Eine wirklich angeschlagenen Beziehung kann das Buch natürlich nicht kitten. Das sagt der Autor aber auch bereits zu Beginn. Da muss man dann natürlich eine richtige Paartherapie machen.
Mein Fazit aus diesem Buch, das A und O in einer Beziehung ist natürlich die offene Kommunikation. Dann klappt es auch mit Love, Peace & Wir.
Tatsächlich haben wir uns durch dieses Buch vorgenommen, uns wieder häufiger vorzulesen. Das habe wir früher oft gemacht und dann einfach damit aufgehört, obwohl vorlesen und vorgelesen bekommen so schön ist. Allein dafür hat sich das Buch schon gelohnt.
Eine absolute Leseempfehlung für Paare, die einfach mal wieder etwas anderes machen wollen, als zusammen Fernsehen schauen.











