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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nanu?!:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Nobody Told Me von Christina Enzmann; Susanne Liedtke; Anne-Katrin Weber

Gesund und lecker durch die Wechseljahre

Weltweit stecken gerade mehr als eine Milliarde Frauen mittendrin, in den Wechseljahren. Frau kann sich dann je nachdem, mit einer ganzen Menge neuer Probleme herumschlagen: Gewichtszunahme, Schlafstörungen, Gereiztheit oder/und Hitzewallungen zum Beispiel.
Die Autorinnen klären ernährungstechnisch auf, wie man bei einigen der Symptome sanft gegensteuern und die aus der Balance geratenen Hormone besänftigen kann.

Die ersten Seiten beschäftigen sich mit interessanten Fragen. Warum gerade das richtige Frühstück so wichtig ist. Wie das mit dem Blutzucker und Insulinspiegel ist. Warum es keine gute Idee ist, auf Kohlenhydrate zu verzichten. Welche Rolle der Darm bei der ganzen Chose spielt. Und vieles mehr.
Wer sich noch tiefer mit dem Thema beschäftigen möchte, für den gibt es im Buch noch weitere Buchtipps.

Aber genug jetzt mit der Theorie, nun wird endlich gekocht und los geht es mit dem umfangreichen Rezepteteil.
Sortiert sind die Gerichte nach ihren Eigenschaften. So findet man unter dem Kapitel "Knackig & Grün" Salate, Rohkost, Green Bowls und Kräuterpower. Im Kapitel "Wärmend & Wohltuend" dann Suppen, Currys, Eintöpfe und Dals.
Insgesamt gibt es fünf Kategorien.
Die Gerichte sind so aufgebaut, dass sie dich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen.
Sie sind alltagstauglich, bunt und schnell gezaubert. Vor allem sind sie gesund und trotzdem unheimlich lecker. Zumindest die Rezepte, die ich bisher ausprobiert habe, schmeckten nicht nach Verzicht oder Diät oder sowas. Und meiner Familie hat es auch geschmeckt.

Welche Rezepte kann man erwarten? Es gibt Rezepte, quer durch alle Möglichkeiten: Dips und Smoothies, Beilagen und Gebäck, von Vorspeisen, Hauptgerichte und Desserts ist von allem etwas dabei.
Hier ein paar Beispiele: Grünes Wokgemüse mit Erdnusssauce und Haferreis, Blumenkohl-"Butter-Chicken", Tom Kha mit Hühnchen, Fisch-Kokos-Curry oder Grüne-Gemüse-Frittata.
Bereits ausprobiert habe ich das Bananenbrot (mega saftig), das Wunderbröd (ein alternatives Brot aus Leinsamen, Sonnenblumenkernen, Haferflocken) und die Süsskartoffelsuppe mit Pekanuss-Sprinkle (tolle Kombi aus scharf, fruchtig und süß).

Zwischen den Rezepten gibt es ab und zu noch Wissenswertes über einzelne Lebensmittel und warum sie so gut für unseren Körper sind.
Die Texte finde ich allgemein sehr informativ und hilfreich, die Anleitungen zu den Rezepten klar und deutlich, Fragen bleiben keine offen.
Die meisten Zutaten sind überall leicht zu bekommen. Nur ganz selten ist etwas, jedenfalls für mich, unbekanntes dabei, wie zum Beispiel Lupinen.
Die Nährwerte werden immer angegeben, sowie die Zubereitungs- und Koch/Backzeiten.
Viele der Rezepte sind vegan, zumindest vegetarisch. Fisch und Fleisch kommen nicht so oft zum Einsatz.
Die Rezepte finde ich fast alle ziemlich toll und modern. Selbst wenn ich mich für das Thema Wechseljahre überhaupt nicht interessieren würde, wäre das Kochbuch dennoch wertvoll für mich.

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Nobody Told Me

Rezensionen von Ele:

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Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien

Bewegendes Debüt

Mit beiden Händen den Himmel stützen, Romandebüt von Lilli Tollkien, Ebokk, Aufbau-Digital
Eine Jugend im Ausnahmezustand
Lale wird mit einem Abstinenzsyndrom geboren, weil ihre Mutter ihr schon pränatal Drogen verpasst hat, sie wächst in den 80er Jahren in Berlin, in der Männer-WG ihres Vaters auf.

der Vater, sitzt bei ihrer Geburt im Knast. Um das Pflegegeld zu bekommen, wird sie in dieser Gruppe aufgenommen, inmitten von Drogen, Rausch und Vernachlässigung, Grenzen werden ihr hier keine gesetzt. Wenn sich nicht wechselnde Lebensabschnittsgefährtinnen ihres Vaters um sie kümmern, ist sie knapp an der Verwahrlosung, antiautoritär und auch sexuell bedrängt, wird sie erwachsen und sucht ihren eigenen Weg. Alleine.
Autobiographische Roman, das Debüt der Autorin hat mich unheimlich betroffen gemacht, hier wird schonungslos und ernüchternd geschrieben, wie die Protagonistin aufwächst. Von vor ihrer Geburt bis zur Geburt ihres Sohnes, Ein Coming of Age Roman der es in sich hat. Geschrieben im Ich-Stil aus der Sicht von Lale. Die Sprache ist sehr direkt, Eigennamen, Film- und Liedtitel, sowie Zitate sind kursiv hervorgehoben. Der atmosphärisch dichte Roman ist erschütternd, ein Wunder, dass es die Autorin geschafft hat, der schwere Start, die Vernachlässigung ohne Autorität, in der Kommune zwischen Sex Drogen und Missbrauch. Immer wieder habe ich es kaum mehr ertragen und überlegt ob ich das Buch zur Seite lege, dennoch habe ich es fast in einem Rutsch ausgelesen. Wäre es nicht auf der Longlist des Buchhandels erschienen wäre ich wohl kaum aufmerksam geworden. Wieviel Autofiktionalität das Buch beinhaltet bleibt dem Leser überlassen.
Die Figuren haben mich regelrecht runtergezogen, keiner der Männer wie auch Frauen, sind positiv beschrieben. Am meisten haben mich ihre Eltern aufgeregt. Wie konnte ihre Mutter ihr das antun, wieso hat ihr Vater weggesehen, anscheinend hat sie ihn am Ende sogar noch aufopfernd gepflegt. Eine Welt die nicht meine ist. Ein Buch das einen ganz tief geht, ich persönlich war froh, dass ich durch bin, ich werde noch ein wenig daran zu beißen haben. Ich habe mich geekelt, wurde zornig und habe auch Tränen verdrückt. Trotzdem sollte es gelesen werden, es hat mich auch stark an „Die Kinder vom Bahnhof Zoo“ erinnert. Hochachtung vor der Autorin, Tollkien ist eine starke und vor allem kluge Frau, die Schule und das Lernen hat ihr scheinbar kaum Mühe gemacht. Im Gegenteil, die Regeln dort haben ihr wohl eher Halt gegeben.
Mit Vorsicht zu genießen, weil verschiedene belastende Themen zur Sprache kommen. Von mir eine Leseempfehlung und vier Sterne.

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Mit beiden Händen den Himmel stützen

Rezensionen von ms.write:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Und mittendrin der Birnbaum von Ute Mank

Späte Jahre - alte Wunden

Im Zentrum des Romans steht die Frage einer leisen Schuld und deren Verdrängung.
Als Dora im Alter in ihr Heimatdorf zurückkehrt und erfährt, dass vor dem Haus ihrer jüdischen Kindheitsfreundin Stolpersteine verlegt wurden, wird ihr Verdrängungsmechanismus schmerzhaft verstärkt.

Doras Vergehen war kein monströses, sondern eine Schuld durch Unterlassen und Mitläufertum – die „Banalität des Bösen“.

Als junges Mädchen bekam die Bauerntochter durch das NS-Regime die einmalige Chance zum Bildungsaufstieg. Um diesen Traum zu verwirklichen, ignorierte sie das Schicksal ihrer ausgegrenzten und gefährdeten Freundin.
Diese leise Schuld stellt die Leserschaft vor die Herausforderung, sich zu fragen, wie man selbst gehandelt hätte. Ist diese egoistische Sehnsucht nach Selbstverwirklichung nicht verständlich? Anders als bei brutaler Gewalt kann man sich hier nicht einfach distanzieren und behaupten, man hätte niemals so gehandelt.
Meiner Meinung nach macht genau das Anregen dieses Denkprozesses sowie das schonungslose Voraugenführen der diversen Formen von Verdrängung die Qualität dieses Romans aus.

Diese leise, bewegende Geschichte hat einen absolut würdigen Rahmen bekommen: Das Buch ist wunderschön und hochwertig gestaltet – vom griffigen Papier über das Lesebändchen bis zur ästhetischen Farbabstimmung.

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Und mittendrin der Birnbaum

Rezensionen von Lerchie:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Entdeckung der Wahrheit von Ellin Carsta

Ein brutaler Mord

Hamburg/Wien Die Familie Hansen wird durch einen brutalen Mord erschüttert. Es gibt auch gleich einen klaren Verdächtigen, aber die Mühlen der Polizei sind zu langsam und der Mangel an Beweisen sorgt dafür, dass der Täter freigesprochen wird. Eduard, sowieso schon in illegale Geschäfte verwickelt, will für Gerechtigkeit sorgen.

Amala entdeckt indessen in Hamburg das illegale Kokain- und Opiumgeschäft ihres Cousins Eduard. Sie ist entsetzt, weil sie und Auguste Als Miteigentümerinnen so in kriminelle Machenschaften verwickelt werden. Die Enthüllung droht alles zu zerreißen Geschäftspartnerschaft und die ganze Familie.


Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder seht gut lesen, keine Unklarheiten im Text sorgten für einen Stau im Lesefluss. In der Geschichte war ich schnell drinnen, hatte ich doch den Vorgängerband, erst vor Kurzen gelesen. Auch konnte ich mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. Was ich nie verstanden habe ist, dass Eduard sich so sehr in diese Geschäfte verwickeln ließ. Schließlich war dies von Anfang an Illegal. Aber mein Entsetzen, als er ohne Widerstreben zusammen mit Gerd Nolte den Mann im Vorgängerband erschoss, war groß. Deshalb ist mir Eduard auch nicht sympathisch. In diesem Buch sollte sich jedoch von Vorteil erweisen, dass er so eingestellt ist. Warum, das wird der Leser selbst lesen müssen. Es geht in diesem Buch um Therese, die viel zu gutgläubig ist. Und viel zu viel Mitleid, mit dem Obdachlosen hat. Wie das zustande kam, auch das muss der Leser selbst lesen und auch wie es dazu kam, dass ihr die Augen aufgingen. Doch hat das etwas genutzt? Auch das muss der Leser selbst lesen. Auf jeden Fall kann ich Eduard, ja tatsächlich den, den ich nicht mag, gut verstehen, auch wenn es nicht legal ist, was er unternimmt und ich es eigentlich verdammen müsste. Und wem er damit hilft, verrate ich hier natürlich auch nicht. Das Buch war sehr spannend, hat mich gefesselt und ich habe mit der Familie gelitten ob des brutalen Mordes in der Familie. Ich war richtig geschockt, habe heimlich mit der Autorin geschimpft, weil sie dies geschehen ließ, und mich gefragt, ob es nicht auch anders gegangen wäre. Aber nun ist es eben so, und ich freue mich auf den Abschlussband über die Kinder der Hansens. Von mir eine Weiterempfehlung und fünf Sterne.

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Entdeckung der Wahrheit

Rezensionen von Havers:

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Wir jagen Schatten von Richard Osman

Lesevergnügen à la Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Wir jagen Schatten

Rezensionen von Havers:

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Wir jagen Schatten von Richard Osman

Lesevergnügen à la Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Wir jagen Schatten

Rezensionen von Havers:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Wir jagen Schatten von Richard Osman

Lesevergnügen à la Osman

Richard Osmans Krimis lese ich nicht, weil ich superspannende Fälle erwarte, sondern weil ich mich in erster Linie auf seine humorvollen Beschreibungen der Protagonisten und ihre zwischenmenschlichen Beziehungen freue. Ganz gleich, ob das nun die Ermittlungen der scharfsinnigen Hobbydetektive des „Donnerstagsmordclubs“ aus Coppers Chase oder die des Trios der „Wir finden Mörder-Detektei“ sind, beide bieten in erster Linie einen hohen Unterhaltungswert, den Spannungsfaktor würde ich deshalb aus den genannten Gründen in der Tat weiter hinten einreihen.

Auftragsflaute beim Team. Die Personenschützerin Amy langweilt sich, ihr Schwiegervater und Ex-Cop Steve hat zumindest seine Pub Quiz Clique. Nur Rosie, die erfolgreichste Thriller-Autorin der Welt (wenn man Freida McFadden außen vor lässt) hat die Flaute genutzt und ihren neuen Reißer „Da senkt der Teufel den Blick“ beendet. Und natürlich lässt sie sich die Chance nicht entgehen, bei ihrer Buchpräsentation in London darauf hinzuweisen, dass ihre Detektei Kapazitäten frei hat, zumal ihr Buch nicht die erwarteten Erlöse generiert.

Glücklicherweise schaut Vern zu, ein zwielichtiger Halbkrimineller, der mit wirkungslosen Supplements ein Vermögen gemacht hat und um sein Leben fürchtet, nachdem einer seiner Leibwächter gekillt wurde. Also beauftragt er Amy, Steve und Rosie damit, den Mörder zu finden und unschädlich zu machen Die Zeit drängt, die Hatz beginnt, denn offensichtlich ist nicht nur Vern jemandem in die Quere gekommen…

Auch wenn immer wieder Zwischenkapitel aus wechselnden Perspektiven und Lokalitäten eingeschoben sind, konzentriert sich Osman doch im Wesentlichen auf seine drei Protagonisten, deren Dialoge und die Suche nach dem Bösewicht. Das ist anfangs zwar wortwitzig, abwechslungs- und temporeich, verliert aber durch die zunehmenden Wiederholungen leider dann doch etwas an Schwung. Und die Auflösung war dann auch mangels der eingeschränkten Anzahl der Verdächtigen und der "unerwarteten" Zufälle eher so la la.

Dennoch hat „Wir jagen Schatten“ über weite Strecken meine Erwartung erfüllt. Eine überschaubare Story ohne blutige Details, mit viel englischem Humor und sympathischen Protagonisten – ein Wohlfühl-Krimi eben.
(3,5* von 5, aufgerundet)

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Wir jagen Schatten

Rezensionen von Bibibabby:

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Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1) von Emma Carroll

Schöne Geschichte für junge Vampir-Fans

Dies ist eine wirklich schöne Vampirgeschichte für junge Leser ab etwa 10 Jahren.
Die Geschichte ist interessant und spannend. Sie spielt in einer kleinen Stadt, die vor 20 Jahren von einer Vampirepidemie heimgesucht wurde. Als Mina feststellt, dass gerade ein neuer Ausbruch begonnen hat und ihr Freund Varney gebissen wurde, muss sie mit ihrem gerade erst kennengelernten Cousine zusammenarbeiten, um ihren Freund zu retten und die Epidemie aufzuhalten.

Die Handlung passt gut zur Zielgruppe und enthält viele Überraschungen und Wendungen. Der Schreibstil ist sehr actionorientiert, sodass keine Langeweile aufkommt. Dabei ist die Geschichte weder blutig noch besonders gewalttätig. Ich lese normalerweise nicht viele Vampirgeschichten, deshalb fand ich die Idee, dass die Vampire entstehen, weil sie unter schwierigen Umständen gestorben, ziemlich originell.
Beim Lesen des Klappentextes fand ich es zunächst amüsant, dass die drei Hauptfiguren Mina, Buffy und Bella Namen tragen, die offensichtlich auf Figuren aus bekannten Vampirgeschichten anspielen. Allerdings sind praktisch alle Figuren in diesem Buch solche Anspielungen: Mr. Helsing, Mr. Stoker, Varney und so weiter. Irgendwann wird das etwas ablenkend und ich habe das Gefühl, dass dadurch ein wenig die Originalität der Geschichte verloren geht.
Insgesamt aber eine tolle Geschichte für junge Leser.

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Dracula & Töchter (Dracula & Töchter 1)

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Rettung aus dem Eis von Frank Hucke

Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Wenn heute Bergsteiger (und solche die sich dafür halten) mittels Hubschrauber der alpinen Flugrettung aus ihrer misslichen Lage, die oft selbst verschuldet ist, gerettet werden, so ist dies einer Pionierleistung zweier Piloten der Schweizer Armee zu verdanken.

Aber nun zum Buch:

Die Schweiz blieb, als eines der wenigen Länder Europas, von Kriegshandlungen oder gar einer Besetzung verschont, stand aber am Kriegsende als willige Unterstützer von Nazideutschland da.

Die Schweiz war nach dem Sieg der Alliierten außenpolitisch fast völlig isoliert, weshalb auch der Luftraum über dem Land für ausländische Flugzeuge geschlossen ist.

Deshalb nimmt die DC-53 von der US-Airbase Tulln-Langenlebarn bei Wien die Route über München und Marseille, um am 18. November 1946 nach Pisa zu fliegen. Nach mehrmaligen witterungsbedingten Kurskorrekturen gerät das Flugzeug in den Schweizer Luftraum und strandet auf dem Gauligletscher. Das Flugzeug ist nur leicht beschädigt, ein paar Insassen verletzt und das Funkgerät funktioniert.

Allerdings kann zunächst niemand die Position der Maschine eindeutig orten. Peilversuche via Marseille geben kaum Anhaltspunkte. Es dauert beinahe ewig, bis klar ist, dass man trotz Flugverbots in der Schweiz suchen muss. Nachdem die Maschine aus der Luft geortet werden kann, werden sofort die ersten Bergsteiger in Marsch gesetzt, die rund 13 Stunden auf den Gauligletscher brauchen. Doch erst die beiden Schweizer Piloten, die es wagen, den Verunglückten mit ihren umgebauten Fieseler Störchen zu Hilfe zu kommen, lassen den Flugunfall glimpflich ausgehen. Insgesamt dauert die Rettungsaktion sechs Tage.

Meine Meinung:

Ich habe die Tatsachen rund um diesen Flugunfall am Gauligletscher bereits aus dem Buch „Die alpine Flugrettung“ gekannt. Denn diese Pionierleistung der beiden Schweizer Militärpiloten mündet in die Gründung nationaler Flugrettungsdienste.

Rund um dieses Ereignis generiert Frank Hucke einen fesselnden historischen Roman, der aus mehreren Blickwinkeln erzählt wird. Da ist zum einen (eh klar) die Sicht der Insassen der DC-53, die Sicht jener, die über Funk, der glücklicherweise noch funktioniert, versuchen das Flugzeug orten und die ersten Rettungsmaßnahmen durch Bergsteiger in die Wege zu leiten, sowie die Gespräche der beiden Schweizer Piloten, die mit ihren umgebauten Fieseler Störchen letztlich dafür sorgen, dass die Verunglückten gerettet werden können.

Geschickt mischt der Autor Fakten und Fiktion. Interessant sind die Passagiere der DC-53 angelegt.

In einer Nebenhandlung, in der eine Journalistin ein Rolle spielt, gibt es noch Einblicke in den Journalismus rund um die gerade stattfindenden Kriegsverbrecherprozesse von Nürnberg.

Fazit:

Diesem spannenden Roman der auf Basis eines realen Ereignisses und einer bemerkenswerten Pionierleistung, die wenig später in die Gründung der Luftrettung mündet, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Rettung aus dem Eis

Rezensionen von Katrin:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille von Anne Lück

Geheimnisse der Musik

Das Cover und der Farbschnitt sind wahre Hingucker. Ich finde beides extrem gut gelungen und wunderschön.

Story:

Alize arbeitet in einem Musiklaben. Sie soll zu einem Junior werden, einziges Manko, sie hat nach 2 Jahren harter Arbeit "erst" einen Künstler unter Vertrag. Dieser Umstand ist einer mysteriösen Band geschuldet, welche Alize unbedingt in das Label holen möchte, nur leider verkauft diese Band keine Tickets, sondern man muss sich online dafür registrieren und wird mit etwas Glück eingeladen.

Silentbound ist etwas ganz besonderes, die Musik, der Gesang, einfach alles hat Alize in ihren Bann gezogen, denn auch sie ist ganz besonders.

Was sie so besonders macht und ob sie die Band trifft oder sogar unter Vertrag nehmen kann? Lest selbst...

Fazit:

Ich konnte dieses Buch kaum mehr aus der Hand legen. Der Schreibstil, die Hauptprotagonisten, es ist alles einfach so unfassbar stimmig und es hat mich quasi wie Alize total in den Bann gezogen. Es war ein absolutes Lesehighlight und ich freue mich auf Band 2. Klare Leseempfehlung!

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Songs of the Void, Band 1 - Echo der Stille