Kunden em pfehlungen
Rezensionen von dorli:
Die Bluthochzeit von Wolf Hector
Magdeburgs Untergang
In seinem historischen Roman „Die Bluthochzeit“ nimmt Wolf Hector den Leser mit in die 1630er Jahre nach Magdeburg und schildert mitreißend und vor allen Dingen äußerst wirklichkeitsnah, was sich in den Monaten vor und schließlich auch während dem wohl blutigsten Konflikt des Dreißigjährigen Krieges ereignet hat.
Der Autor beginnt die Geschichte mit einem spannenden Prolog, in dem er das unvermeidliche Ende vorwegnimmt: Gemeinsam mit dem Ersten Domprediger Reinhard Bake blickt man am 12. Mai 1631 aus einem Turmfenster des Magdeburger Doms über Trümmer und Ruinen, Rauchschwaden, Verwüstung und Tod. Und genau wie der ebenfalls anwesende Diakon Decenius fragt man sich: „… wie konnte es nur so weit kommen …?“ (S.27)
Gleichzeitig begegnet man der siebenjährigen Edita, ein greisenhaftes Kind mit hellseherischen Fähigkeiten. Der heilige Moritz spricht zu ihr, sagt ihr was geschehen wird und was zu tun ist. Doch wer hört schon auf ein kleines Mädchen …
Die eigentliche Handlung beginnt am 03. Juli 1630, ein knappes Jahr vor den schwärzesten Stunden, die die Stadt an der Elbe je erlebt hat. In mehreren Handlungssträngen lernt man nach und nach ganz unterschiedliche Menschen kennen - ihre Lebensumstände und ihren Alltag, ihre Pläne und Ziele, ihre Ängste und Sorgen. Sie alle treffen irgendwann aufeinander und haben auf die eine oder andere Weise Anteil an dem tragischen Verlauf der Ereignisse. Die Figurendarstellung habe ich als besonders gut geraten empfunden. Es ist Wolf Hector nicht nur ganz hervorragend gelungen, seinen Figuren Leben einzuhauchen und jedem einzelnen eine Stimme zu geben, auch das Zusammenspiel von historischen Persönlichkeiten und fiktiven Akteuren ist durchdacht und ausgeklügelt; Miteinander und Gegeneinander sind vielschichtig ausgearbeitet.
Historisch präzise und mit viel Liebe zum Detail zeichnet der Autor ein facettenreiches und sehr glaubwürdiges Bild von der Eroberung und Verwüstung Magdeburgs durch die kaiserlichen Truppen. Reale Ereignisse und Romanhandlung verschmelzen miteinander. Alles passt zusammen und wirkt durchweg authentisch. Außerordentliche Ratssitzungen, aufrüttelnde Gottesdienste, heimliche Wirtshaustreffen, familiäre Feiern - man ist als Leser immer mittendrin im Geschehen und meint das Brodeln in der Stadt vor und während der verhängnisvollen Ereignisse zu spüren und das Getuschel und Geraune der Leute zu hören, wenn neue Nachrichten über die Lage in Stadt und Land die Runde machen.
Gut gefallen hat mir auch, dass sich neben der großen und kleinen Politik und den drohenden Schrecken die Liebesgeschichte zwischen der Bierbrauerin Teresa und dem Bildhauer Ludo ohne aufgesetzt zu wirken in die dramatische Handlung einfügt. Man lebt und leidet mit den beiden und wünscht ihnen in dieser grausamen Zeit nur das Beste.
Eine Übersicht der handelnden Figuren, eine Zeittafel, ein interessantes Nachwort sowie ein Glossar runden das Buch perfekt ab.
„Die Bluthochzeit“ hat mir sehr gut gefallen - ein spannend erzählter historischer Roman, der mich intensiv an dem Schicksal einer ganzen Stadt teilhaben lassen hat.
Rezensionen von vorlesepate:
Wildboden von Constantin Lieb
Schwieriges Zusammenleben
Der Roman Wildboden von Constantin Lieb erzählt von der Liebe und dem Zusammenleben des berühmten Malers Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebensgefährtin Erna Schilling ab dem Jahr 1936. Sie leben abgeschieden und alleine in dem Wildbodenhaus in Frauenkirch, einem Ort in den Schweizer Alpen. Das Zusammenleben der beiden ist geprägt von Einsamkeit und psychischen Belastungen, vor allem für Erna, die diese Belastungen oftmals kaum aushalten kann, da auch die Abhängigkeit Kirchners zu Morphium eine sehr große Rolle im Alltag spielt.
Außerdem machen die politischen Umstände des Nationalsozialismus ihr Leben zusätzlich schwer. Im Laufe der Erzählung spürt man immer mehr die Zerrissenheit beider Protagonisten, aber auch die Stärke Ernas. Das Cover fand ich im Vorfeld nicht so gut, bis ich das Buch zu Ende gelesen hatte. Nun finde ich es absolut stimmig, da es das Wildbodenhaus, die schöne Landschaft der Schweiz und auch den Sessel beinhaltet, der im Roman auch eine Rolle spielt. Der Schreibstil, der ruhig und flüssig gewählt wurde, lässt ein zügiges Durchlesen zu. Das Buch ist vor allem interessant für diejenigen, die sich für Ernst Ludwig Kirchner interessieren, da es eine mögliche Perspektive bietet zu dem was man bisher über den Maler an Informationen finden kann.
Rezensionen von begine:
Die Insel der Meeresfrauen von Lisa See
Freundinnen
Für den Roman „Die Insel der Meeresfrauen“ hat die Schriftstellerin Lisa See genau und auch in Korea recherchiert.
Dieser Roman spielt auf der koreanischen Insel Jeju.
Dort wurden die Frauen zu Meerestaucherinnen ausgebildet.
Die Protagonistinnen sind sind Young.Sook und ;i-ja, sie sind Freundinnen.
Es ist nicht nur das Tauchen, das interessant ist, sondern auch die schwierige Freundschaft.
Wir erleben dann auch noch die schwierige Zeit, als japanische Soldaten die Insel besetzten.
Aber auch danach war die Lage voller Grausamkeiten.
Lisa See ist eine wirklich begnadete Schriftstellerin, die mich immer wieder begeistert.
Sie schreibt mit großer Präsident .
Dieser Roman ist wieder sehr zu empfehlen.
Rezensionen von LeserinLu :
Das Projekt von Annie Lord
Moderne Romcom
In „Das Projekt“ fasst Daisy nach einem katastrophalen One-Night-Stand mit James einen Entschluss: James soll lernen, ein besserer Mann zu werden. Doch je erfolgreicher das Projekt wird, desto komplizierter werden Daisys eigene Gefühle. Klingt nach einem interessanten Plot und ich habe tatsächlich hier auch genau das bekommen, was ich von einer modernen Romcom erwarte - gerade, weil Männlichkeitsbilder und Beziehungen hinterfragt werden!
Besonders gefallen hat mir Daisy als Protagonistin.
Sie ist sympathisch, selbstironisch und herrlich unperfekt mit einem modernen Blick auf Feminismus, Dating und Rollenbilder. Auch James hat mich positiv überrascht. Anfangs wirkt er wie der Inbegriff einer red flag, um die man lieber einen großen Bogen machen würde. Gerade deshalb macht es Spaß, seine Entwicklung zu verfolgen. Die Dynamik zwischen ihm und Daisy ist glaubwürdig, sodass ich den beiden sehr gerne beim Annähern zugesehen habe.
Das London-Setting, das an Chicklit wie Bridget Jones oder die Shopaholic-Romane erinnert, trägt zusätzlich zum Charme des Romans bei. Die Geschichte liest sich leicht und flüssig, die Dialoge sind witzig und die Nebenfiguren sind, gerade weil sie teilweise klischeehaft sind, zusätzlich unterhaltsam. Für mich war das eine der originellsten Liebesgeschichten der letzten Zeit. Das war gute Unterhaltung!
Rezensionen von Emmmbeee:
Tschikago von Alexandra Stahl
Alles ganz normal
Was Alexandra Stahl in zwei Teilen beschreibt, sind lauter alltägliche Dinge: das Leben ihrer Großeltern und damit ihre eigene Kindheit bei ihnen, und die Begegnung mit Senioren im Heim, deren Biografie Gruppe sie leitet. Liebevoll lenkt sie unseren Blick auf verschiedene charakteristische Episoden, und in beiden Teilen bestätigt sich: „Was sich neckt, das liebt sich“, zumindest im Geheimen.
Und doch ist jede kleine Geschichte für sich einzigartig, so wie jeder Mensch seinen ganz persönlichen Hintergrund hat, seinen eigenen Charakter. Es ist halt so, Dinge passieren, wie es schon als Motto vorangestellt wird.
Die Autorin erzählt nicht nur, wie sie es gesehen und erlebt hat, sondern auch noch mit einem Schreibstil voller Leben, Zuneigung, Spannung. Durchwegs findet der Leser seine eigene Umgebung, Familienmitglieder, ja sich selbst in den geschilderten Figuren. Und genau das ist mir so nahegegangen.
Es hat mich jedoch etwas Mühe gekostet, die Mundarteinschübe (fränkisch und berlinerisch) zu verstehen, die waren eine Lesebremse. Doch wie Farbkleckse tauchen immer wieder humorvolle Stellen auf.
Altern ist als Lesestoff-Thema eigentlich nicht so beliebt, genauso wenig wie der Tod. Jeder will alt WERDEN, aber niemand alt SEIN. Dennoch gehört beides zum Leben, und es hat keinen Sinn, davor die Augen zu verschließen. Alexandra Stahl greift Alter und Sterben beherzt auf und behandelt sie unsentimental, aber keineswegs nüchtern.
Ich bin zuallererst aufgrund des Covers auf das Buch aufmerksam geworden. Im Lauf eines Leserlebens kann man von der Umschlaggestaltung darauf schließen, ob einem der Lesestoff gefallen wird oder nicht. Und dieser orange Hintergrund mit dem Schwarzweißbild zweier Senioren hat sein Versprechen (zumindest bei mir) gehalten.
Ich empfehle das Buch allen, die pragmatisch den letzten Teil ihres Lebens angehen.
Rezensionen von Rinoa:
Summer Heat von Solveig-Marie Kastner
Überraschend anders
Ich kam erst einmal nicht so gut rein in die Geschichte, obwohl der Schreibstil gut zu lesen war. Irgendetwas hat mir allerdings gefehlt.
Doch das hat sich mit der Zeit fast unmerklich verändert, es kommen weitere Perspektiven dazu und erweitern den Blick auf die Geschehnisse. Überhaupt fand ich den Aufbau wirklich sehr gut gelungen und die Autorin konnte mich mit einigen Wendungen wirklich überraschen, wenn auch manche Entwicklungen etwas konstruiert wirkten.
Ich hatte aber nie das Gefühl, dass ich ganz bewusst und offensichtlich auf eine falsche Spur geschickt werde, das hat mir wirklich gefallen.
Es hat mich nicht in atemlose Spannung versetzt, aber doch gefesselt auf eine eher ruhige, durchaus intensive Weise. Alles baut sich recht langsam auf und ich bin den Ereignissen gespannt gefolgt, vor allem im Hinblick auf das was noch kommt.
So richtig sympathisch war mir keine der Figuren (was aber natürlich auch nicht sein muss), trotzdem habe ich am Ende insbesondere mit Mia mitgefiebert und mir ein gutes Ende für sie gewünscht.
Mir hat "Summer Heat" gut gefallen, es war anders als gedacht und konnte mich sowohl unterhalten als auch überraschen.
Rezensionen von Normanfips:
Curseborn von Celine Leonora
Ein gelungener Abschluss
Nach den erschütternden Vorkommnissen rund um den Hollows Lake und die Wyndhouse Academy, muss sich Eden erst wieder zurechtfinden. An ihrer Seite Ace Holmesworth, der wortkarge Bruder von Wolf. Beide schließen einen Deal miteinander, um an ihre Ziele zu gelangen. Für Eden bricht eine schwierige Zeit an, denn wem kann sie eigentlich noch vertrauen und vor allem kann sie sich selbst und ihren scheinbar unkontrollierbaren Kräften vertrauen? Der Schreibstil von Celine Leonora gefällt mir nach wie vor gut.
Sie schafft es, eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen. Zudem vermittelt sie auch die Gefühle von Eden sehr gut. Die Geschichte hält immer wieder neue Wendungen bereit. Ich habe sie gerne gelesen, allerdings konnte mich der Roman nicht ganz so fesseln wie Band 1. Obwohl wirklich viel passiert, hat es sich manchmal ein bisschen gezogen. Dennoch ist es für mich insgesamt eine klare Leseempfehlung. Das tolle Cover und der schöne Buchschnitt müssen selbstverständlich noch positiv erwähnt werden.
Rezensionen von begine:
Ins tiefe Blau von Sarah Diehl
Tauchen
Ins tiefe Blau, ist ein Buch der Sarah Diehl. Sie ist vom Tauchen begeistert und Wasser ist ihr Element.
Darüber schreibt sie perfekt, der Ton ist richtig gut.
Nur ich habe mich mit dem Buch vergriffen. Ich bin Wasserscheu.
Ich weiß gar nicht wie mir das passieren konnte, ich lese eigentlich nur Romane.
Trotzdem ist das Buch gut gestaltet.
Rezensionen von brauneye29:
Sonnenberg von Brigitte Glaser
Schöne Geschichte
Zum Inhalt:
Johanna darf als erste ihrer Familie studieren. Gemeinsam mit Freundin Luzie bezieht sie eine WG und sie genießt die Freiheit. Als der Vater jedoch stirbt, muss sie zurück nach Hause und den Winzerbetrieb der Familie übernehmen. Gemeinsam mit Mutter und Großmutter bewirtschaftet sie den Winzerbetrieb und eigentlich ist die Welt noch nicht bereit für einen von Frauen geführten Betrieb.
Und dann bekommt sie auch noch Kind und erzieht es allein.
Meine Meinung:
Es ist immer wieder interessant zu lesen, wie schwer es Frauen doch in früheren Zeiten hatten. Nicht nur, dass sie als quasi minderwertig angesehen wurden, sie wurden auch nicht ernst genommen. Aber dann gibt es eben auch die Frauen wie Johanna, die nach und nach die Anerkennung gewinnen. Hier spätestens als sie sich gemeinsam mit anderen gegen das geplante Kernkraftwerk einsetzt. Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Es wurden geschickt historische Fakten in eine interessante Geschichte verpackt. Johanna hat mir als Figur sehr gut gefallen. Eine sehr mutige Frau, die sich durchzusetzen vermag.
Fazit:
Schöne Geschichte
Rezensionen von brauneye29:
Ein unglücklicher Tod von Peter Grainger
Nicht so ganz meins
Zum Inhalt:
DC Smith ist das, was man einen überaus akribischer, aber auch menschlichen Polizisten bezeichnet, aber er eckt auch gerne bei Vorgesetzten an. Aus dem Grund bekommt er bei Rückkehr in den Dienst einen scheinbar klaren Fall, einen Unfalltod eines Siebzehnjährigen. Aber so klar ist der Fall dann eben doch nicht.
Meine Meinung:
Ich nie so richtig in das Buch reingekommen. Ich fand zwar Den Protagonisten Smith nicht uninteressant und auch dass es jemanden gibt, der nicht nachlässt, wirklich herauszufinden, was passiert ist, aber mich hat die Story irgendwie nicht abgeholt. Vielleicht war meine Vorstellung von der Geschichte auch falsch und konnte mich deshalb nicht abholen. Ich hatte den Eindruck, dass es eher zu langsam voran ging, mir fehlte insgesamt eine wenig die Spannung, die ich irgendwie doch erwartet hatte. Der Schreibstil ist gut lesbar.
Fazit:
War nicht so ganz meins











