Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
REBECCA - Schatten über Buchan Manor von Astrid Korten
Düster und geheimnisvoll
Eigentlich wollten die Psychologin Fiona Ross, die ein traumatisches Erlebnis hatte und ihr Mann Callum, an Schottlands Küste im alten Schloss Buchan Manor ein neues Leben beginnen. Doch schon bald scheint es so, als ob etwas in dem alten Anwesen Fiona auserkoren hat tiefer in die Vergangenheit zu blicken und sie hört Dinge, die sonst keiner hört.
Da sie auch immer wieder Visionen hat beginnt sie nachzuforschen und entdeckt, dass vor langer Zeit ein gewisser Baron Angus Campbell seine erste Frau Rebecca auf tragische Weise verloren hatte. Je tiefer Fiona in die Vergangenheit eintaucht umso mehr ist sie davon überzeugt, dass in den alten Gemäuern Geheimnisse stecken, die zulange schon verborgen waren und furchtbare Dinge ans Licht bringen werden.
Die Autorin Astrid Korten schafft es wieder einmal mit ihrem neuen Psychothriller ,, Rebecca- Schatten über Buchan Manor“ eine düstere Stimmung zu erzeugen, wo man ein beklemmendes Gefühl verspürt. Die Geschichte wechselt auf zwei Zeitebenen, wo man im Jahr 1917 das Dienstmädchen Maisie kennen lernt die im Laufe der Zeit erkennen muss, dass der scheinbar nette Baron ein zweites Gesicht hat und ihn düstere Geheimnisse umgeben. Die Szenen zwischen den beiden werden sehr intensiv beschrieben und man spürt die drohende Gefahr, die immer näher rückt. Maisie ist dabei ein Opfer, das aus Liebe zu ihrer schwer kranken Schwester vieles erdulden und erleiden muss. Im Jahr 2022 trifft man dabei auf Fiona und ihrem Mann Callum, einen Nachfahren des Barons. So wie Maisie glaubt sie immer wieder, dass die Mauern ihr etwas zuflüstern und sie hört Geräusche und glaubt Schatten zu sehen. Diese Szenen kommen öfters vor, wo sie für mich schon etwas zu oft vorgekommen sind, da sie sich immer wieder auf die eine oder andere Art wiederholt haben.
Es ist eine unheimliche Geschichte wo die Autorin gut die Abhängigkeit und Hilflosigkeit von Maisie eingefangen hat. Man bekommt brutale Morde präsentiert, man spürt wie ,,verrückt“ Angus in seinem Wahn ist Maisie zu besitzen und wie gefährlich das Schweigen sein kann. Vieles wäre anders gekommen, aber der Mut die Wahrheit zu sagen hat dabei gefehlt und die Angst, dass man selbst als Leiche eines Tages aufgefunden wird, war dann doch stärker.
Stück für Stück kommt dabei Fiona einer Wahrheit näher die erschüttert und die Opfer, die in den Mauern nach Hilfe gerufen haben, sollen ihre Gerechtigkeit bekommen.
Für eine Neuauflage sollte noch einmal eine Korrektur statt finden, da es doch ein paar Fehler und Ungereimtheiten gegeben hat.
Wer eintauchen möchte in einer Geschichte, wo man bis zum Schluss mit fiebert und das Ende dann doch sehr überraschend ist, wird mit dem Roman sicher seine Freude haben. Geheimnisvoll, düster und perfekt von der Autorin inszeniert, wo man die Geschichte wie einen Film vor sich sieht.
Rezensionen von Nele33:
Die Tote im Götakanal: Ein Kommissar-Beck-Roman von Maj Sjöwall; Per Wahlöö
ungewohnt aber spannend
" Die Tote im Götakanal" ist der Auftaktband der Kriminalreihe der Autoren Maj Sjöwall und Per Wahlöö, die schon in den 60-iger Jahren erschienen sind.
Mir als Kriminalroman Liebhaberin war diese Reihe unbekannt und nun habe ich noch 9 Bände die ich lesen kann. Im Jahre 1964 wird die Leiche einer jungen Frau aus dem Borensee geborgen.
Aufgrund ihres Zustandes ist schnell klar, sie kann noch nicht lange da gelegen haben und sie wurde auf übelste misshandelt. Die örtliche Polizei kommt schnell an ihre Grenzen und so wird Martin Beck aus Stockholm zu dem Fall hinzugezogen. Erst einmal kann die Leiche nicht identifiziert werden und die Ermittlungen geraten ins Stocken. Nur durch die Verbissenheit von Beck wird weiter gesucht und nach Monaten steht fest, es handelt sich um eine junge Frau aus Amerika. Es kommt zur Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Kollegen, doch der Täter wird deshalb noch nicht gefasst. Beck versucht es mit einem Lockvogel, doch auch dies geht schief....
Anfangs habe ich mich etwas mit der Sprache schwergetan und empfand einige Aussagen doch als sehr sexistisch, im Verlauf des Buches habe ich mich damit arrangieren können. Sprache ändert sich und diese Beschreibungen waren eventuell in den 60-iger Jahren üblich.
Insgesamt konnte mich das Hörbuch allerdings komplett überzeugen und ich habe viele Dinge der Ermittlungsarbeit wieder erkannt, die damals neu und innovativ, heute manchmal schon veraltet sind.
Dieses Autoren-Duo hat die Schweden-Kriminalromane aus der Taufe gehoben und dies auf geniale Art und Weise.
Günther Harder als Sprecher war prima gewählt und hat die Atmosphäre durch seine Intonation an der richtigen Stelle herausgearbeitet.
Rezensionen von Mara:
Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend von Aurelia Streck
Hilfreiches Mitmachbuch für einen entspannteren Abend
Das Kinderbuch „Mein großes Magnetbuch - Das machen wir am Abend“ der Autorin Aurelia Streck bietet eine tolle Abendroutine für Kinder ab 2 Jahre. Mithilfe von 21 enthaltenen Magneten können Kinder die Routinen vor dem Schlafen abbilden.
Mitmachbücher findet mein Sohn mit 3 Jahren super, er hat direkt losgelegt die Magnete an die richtige Stelle zu setzen und wir haben unsere eigene Abendroutine nachgestellt.
Die Magnete haften sehr gut und sind schön gestaltet, einzig die Magnetbox ist nicht so leicht von Kinderhänden zu öffnen. Der Schreibstil ist einfach, kindgerecht und die länge des Textes ist kurz.
Das Schlafengehen ist bei uns auch oft nervenzerreißend und ich finde, dass dieses Buch etwas geholfen hat, die Abläufe zu verstehen und es bietet einen sehr schönen Abschluss des Tages für Kinder, für die Routinen sehr wichtig sind - klare Kaufempfehlung für Kinder ab 2 Jahren.
Rezensionen von ReiShimura:
Wie man in Japan Go-go-Girl wird von Reisedepeschen; Anna Sanner
Zwischen Klassenzimmer und Rotlicht
Anna Sanner berichtet zum zweiten Mal über ihr Leben in Japan. Ihr erstes Buch "Wie man in Japan Ninja" wird habe ich nicht gelesen, die Vorkenntnisse sind für dieses Buch aber auch nicht notwendig. Die Autorin gibt einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben und lässt die Leser:innen an ihrem Doppelleben zwischen ihrem Dasein als Lehrerin und Go Go Girl teilnehmen.
Das Buch ist kein literarisches Meisterwerk, aber durchaus eine interessante Lektüre.
Über den Inhalt des Buches werde ich nicht viele Worte verlieren. Vor allem werde ich mir nicht anmaßen die Handlung des Buches zu bewerten. Immerhin handelt es sich hierbei um ein autobiographisches Werk und meiner Meinung nach, steht es mir nicht zu darüber eine Wertung abzugeben.
Dieses Buch ist definitiv kein klassischer Reisebericht. Man merkt in jeder Zeile, dass Anna in diesem Land wirklich viel Zeit verbracht hat und dort wirklich gelebt und vielleicht zu einem gewissen Grad auch angekommen ist. Sie berichtet ehrlich und ungeschönt über ihre Erlebnisse im Rotlichtmilieu Japans. Diese Ehrlichkeit mag vielen Japan-Fans, die ihr Lieblingsland vergöttern und nur durch die rosarote Brille sehen, vielleicht sauer aufstoßen, dennoch bin ich der Meinung, dass Anna Sanner dabei immer mit dem gewissen Maß an Respekt und Achtung agiert. Für mich war das Buch auf jeden Fall eine spannende Erfahrung und ich habe einiges über Japan und seine Gepflogenheiten dazugelernt. Dinge die mir in einem klassischen Reiseführer oder -bericht sicher nicht untergekommen wären.
Den Schreibstil von Anna Sanner würde ich als eher einfach bezeichnen und wie bereits anfangs erwähnt, darf man sich hier kein literarisches Meisterwerk erwarten. Die Personen die Anna in ihrem Beruf als Go Go Tänzerin trifft sind teilweise derart skurril, dass man nur den Kopf schütteln kann. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Tiefgang oder Hintergrundinformationen erwartet, aber Anna schreibt einfach, wie ihr der Schnabel gewachsen ist würde ich sagen. Obwohl mir das Buch im Großen und Ganzen recht gut gefallen hat, hat mich das Buch nicht so sehr begeistert, als dass ich nachträglich auch noch Annas erstes Buch lesen möchte.
Ich möchte dem Buch wohlgemeinte 3 von 5 Sternen geben, da es für mich eine nette Erfahrung, aber eben auch nicht mehr war. Dieses Buch eignet sich meiner Meinung nach für all jene, die eine etwas andere Seite von Japan kennenlernen möchten.
Rezensionen von carola1475:
Die weiße Nacht von Anne Stern
Spannend und packend, zeitgeschichtlich authentischer Krimi im Hungerwinter 1946/47
Im Hungerwinter 1946/47 findet die arbeitslose Fotografin Lou Faber auf ihrem täglichen Streifzug durch die Trümmer Berlins die Leiche einer Frau im Schnee. Obwohl es Lou anfangs widerstrebt, helfen ihre Fotos und ihr genauer Blick Kommissar König bei seinen Ermittlungen.
Anne Stern beschreibt das in Trümmern liegende eiskalte Berlin bildhaft und sehr atmosphärisch, mir wird selber kalt bei ihrer anschaulichen Erzählung angesichts des allgemeinen Mangels auch an warmer Kleidung und Brennholz im schneereichen Winter anderthalb Jahre nach Kriegsende.
Neben Lous und Königs abwechselnde Perspektive wird auch aus der Sicht des Jugendlichen Justus erzählt, der auf dem blühenden Schwarzmarkt aktiv ist und aus der von Gregor, der Rachepläne schmiedet.
Anne Stern schreibt klar und nüchtern, dennoch eindringlich, gut gelungen ist auch die Figurenzeichnung: die Menschen sind unsicher und von ihren Erlebnissen und Verlusten im Krieg beschädigt, sie haben kein Vertrauen und bleiben für sich. Lou und König ist bewusst, dass viele Nazis unbehelligt geblieben sind und jetzt wieder Führungspositionen einnehmen. Die Vergangenheit der beiden wird zuerst nur angedeutet und durch Erinnerungen allmählich deutlicher, die Protagonisten werden dadurch greifbarer und berührender.
Die Autorin hat bereits erfolgreiche historische Romane geschrieben und hat auch diesmal gut recherchiert, 'Die weiße Nacht' ist ein zeitgeschichtlich authentischer und spannender Krimi mit glaubhaften Charakteren und schlüssiger Auflösung.
Königs Ermittlungen werden neben Obduktions-Erkenntnissen und Lous Fotos und Ideen lediglich durch Befragungen von Angehörigen, Nachbarn oder Kollegen vorangetrieben und auch der Zufall hilft. König ist ein guter Ermittler, der sich Überblick verschafft und seine Schlüsse zieht. Eine Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen ist schwierig und langwierig durch die Aufteilung Berlins in vier Sektoren, alles ist nur provisorisch organisiert und untergebracht, der Mangel wird verwaltet...
Erwähnen möchte ich das schwarzweiße Cover, das ich sehr gelungen finde mit dem Blick durch ein Objektiv auf ein historischen Foto von Henry Ries und der abgebildeten Perforation am linken Rand, wie bei einem Rollfilm.
Mir hat Anne Sterns fesselndes neues Buch sowohl auf zeitgeschichtlicher als auch auf Krimi-Ebene sehr gut gefallen und ich freue mich auf den zweiten Fall für Lou und König.
Rezensionen von Sina:
Perla und der Pirat (Perla der Superhund 2) von Isabel Allende
Der nette Pirat von nebenan
Im zweiten Band der Perla-Reihe „Perla und der Pirat“ geschrieben von Bestseller-Autorin Isabel Allende und illustriert von Sandy Rodriguez begleiten wir den kleinen Hund und seinen besten Freund Nico auf ein weiteres Abenteuer. Das Bilderbuch ist empfohlen für Kinder ab 4 Jahren und im deutschsprachigen Raum im Insel Verlag erschienen.
In die Nachbarschaft von Familie Rico zieht ein Pirat mit Gitarre und Rockband ein. Perla, Nico und dessen ältere Schwester Liz sind sofort von ihm angetan, während die Eltern Skepsis hegen. Allerdings finden Perla und Nico dennoch schnell einen Weg sich mit ihm anzufreunden.
Eines Tages beschließt Nico trotz Verbot nach der Schule allein nach Hause zu gehen, da seine Mutter sich verspätet. Schnell bricht Panik aus und es werden Suchtrupps gebildet, um den kleinen Nico zurück zu seinen Eltern zu bringen. Doch woran keiner denkt: Perlas Super-Spürnase! Die kleine Hündin versucht auf sich aufmerksam zu machen, doch alle sind zu sehr auf die Suche fokussiert, also beschließt sie, nach Hause zu Liz zu laufen, doch auch dieser Versuch scheitert. Nur gemeinsam mit dem Piraten gelingt es Perla letztendlich den vermissten Nico aufzuspüren. Am Ende sehen die Ricos ein, dass er doch ein guter Kerl ist und erlauben ihren Kindern den Umgang mit ihm.
Die Geschichte beginnt anfangs recht friedlich und nimmt dann schnell an Fahrt auf. Während ich die Handlung recht unterhaltsam finde, erschließt sich mir leider die Pointe nicht ganz. Ja, die Eltern hatten Vorurteile gegenüber dem neuen Jungen und haben diese letztendlich überworfen aber nicht aus boshaften Gründen, sondern weil sie ihre Kinder schützen wollten. Leider fehlt mir hier, wie auch schon im ersten Teil der Reihe das letzte Puzzleteil, das die Geschichte abrundet.
Die Illustrationen sind auch hier wieder sehr schön geworden und im gleichen Stil, wie im ersten Band fortgesetzt.
Die Texte sind teilweise etwas länger und daher vielleicht auch noch für etwas fortgeschrittene Leser:innen zum Selbstlesen geeignet.
Trotz kleinerer Kritikpunkte handelt es sich um ein unterhaltsames und niedliches Kinderbuch, das ich guten Gewissens empfehlen kann.
Rezensionen von Lealein1906:
Die Magnolientochter (Die Blumentöchter 4) von Tessa Collins
Wieder ein toller Band dieser Reihe
Ich kann von der Blumentöchter-Reihe einfach nicht genug kriegen. Kaum zu glauben, dass das schon Band 4 war und nur noch ein Teil auf uns wartet. Auch dieser Teil war wieder fantastisch zu lesen, vor der unfassbar schönen Kulisse von Neuseeland. Dazu kommt wieder ein spannendes Geheimnis, das aufgedeckt werden muss und natürlich ein bisschen Liebesgeschichte.
Das Buch war schnell ausgelesen und verdient sich damit fünf Sterne.
Magnolia ist für den Umweltschutz tätig und sehr engagiert, wurde auch schon mehrmals für Aktionen festgenommen. Nachdem sie ein altes Flugticket ihrer verstorbenen Großmutter nach Neuseeland - der Heimat ihrer Mutter - findet, will sie wissen, was es damit auf sich hat und macht sich kurzerhand auf den Weg zu ihren Wurzeln.
Auch dieses Buch hier hat wieder einen zweiten Strang in der Vergangenheit, deren Verbindung mit der Gegenwart lange unklar ist. Dort liest man über eine Maori-Frau, die auf einer Farm arbeitet und sich dort verliebt. Magnolia lernt derweil Neuseeland kennen, folgt Spuren, lernt ihre Großeltern kennen, erfährt interessante Dinge über die Umweltprobleme in Neuseeland.
Auch wenn Magnolia in manchen Dingen vielleicht etwas zu drastisch ist, ist sie ein toller Charakter, der weiß, wo sie im Leben hinwill. Auch wenn diese Reise einiges auf den Kopf stellt. Es hat super viel Spaß gemacht, Neuseeland mit ihr zusammen kennenzulernen, man will einfach nur in den nächsten Flieger steigen.
Der Schreibstil ist wie immer sehr schön zu lesen und die Seiten fliegen nur so dahin, auch durch den Wechsel zwischen den zwei Geschichten, weil man immer wissen will wie es weitergeht.
Ich freue mich schon auf das Finale der Reihe, wenn es mit Nara nach Afrika geht, auch wenn ich, wie gesagt, kaum glauben kann, dass es dann schon vorbei ist.
Rezensionen von Lealein1906:
Medea von Rosie Hewlett
Griechische Sage in neuem Gewand
Ich liebe griechische Sagen schon seit ich ein kleines Mädchen bin. Deswegen war klar, dass ich diese neue Erzählung über Medea unbedingt lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist das Porträt einer starken Frau, die trotzdem nicht alle Gefahren hat kommen sehen. Wir lernen sie auf eine ganz andere Weise kennen, als es die Sagen vermitteln und genau das finde ich das Spannende.
Ich gebe dafür gerne fünf Sterne.
Medea hat es aufgrund ihrer Kräfte von Anfang an nicht leicht, wird als Hexe bezeichnet, darf sich nur wenig mit ihren Geschwistern abgeben, viele haben Angst von ihr. Als Jason kommt, um das goldene Fließ zu holen, sieht sie ihre Chance zu Flucht aus ihrem alten Leben. Doch wird sie ihrem Schicksal je entkommen?
Ich habe diesen neuen Blick auf die alte Sage sehr genossen. Die Autorin hat sich auf eine sehr tiefe und emotionale Weise mit dem Charakter von Medea auseinandergesetzt und bringt das in dem Buch auch sehr gut herüber. Auch wenn Medea viele Dinge tut, die man nicht unbedingt gutheißen kann, die Autorin hat einen Weg gefunden, dass man sie trotzdem zu einem großen Teil verstehen kann, ihre Gefühle miterlebt, Ängste und Sorgen, Wut und Zorn durchlebt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das Buch war schnell ausgelesen.
Mir haben auch viele Nebencharaktere, zum Beispiel Atalante, gut gefallen. Sie haben die Geschichte auf jeden Fall bereichert.
Zusammenfassend kann man sagen, dass wir mit diesem Buch einen Blick in die Seele von Medea werfen können und so einiges der Sage in neuem Licht erscheint.
Ich freue mich auf weitere spannende Interpretationen von griechischen Sagen.
Rezensionen von ReiShimura:
Carlottas vegane Küche von Carlotta Perego
Vegane Vielfalt für Neulinge
Man muss nicht vegan leben, um vegan zu kochen. Klingt vielleicht im ersten Augenblick ein wenig seltsam, aber damit meine ich, dass wir kein veganer Haushalt sind, ich aber dennoch sehr gerne vegane Gerichte koche. Da ich gerne koche und Abwechslung liebe, bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Inspirationen, so bin ich auch über dieses Kochbuch gestolpert.
Die Ankündigung und Aufmachung des Buches waren sehr vielversprechend und da ich die italienische Küche liebe, habe ich den Versuch gewagt.
Ein wenig überrascht war ich über den Einleitungsteil des Buches. Dieser umfasst immerhin 60 Seiten und behandelt neben dem klassischen Vorwort und einigen einleitenden Worten zur veganen Küche auch Themen wie Organisation in der Küche, Decluttering, Meal Prep und wie man Gemüse kocht. Für mich persönlich hat diese lange Einleitung wenig Neues gezeigt, mir ist aber bewusst, dass dies für Neulinge in der Küche sicher einen Mehrwert hat.
Der Eindruck, dass sich dieses Buch vor allem an Küchenanfänger im allgemeinen und Neulinge in der veganen Küche richtet hat sich dann auch im Rezeptteil fortgesetzt. Denn unter den 80 Rezepten, die dieses Buch beinhaltet sind, auch sehr viel Grundlagenrezepte dabei, u.a. gibt es ein Rezept für Hummus, für den perfekten Toast, Müsliriegel und Energiebällchen.
Das Buch selbst ist hochwertig verarbeitet und die Aufmachung des Buches kommt sehr wertig daher. Die Fotos der Gerichte sind appetitanregend, ansprechend und machen Lust aufs Nachkochen. Hinweise zu den Nährwertangaben gibt es leider keine und wie so oft sind die Zubereitungszeit und Kochzeit sehr optimistisch. Vielleicht liegt aber letzteres auch an mir und ich habe in der Küche einfach ein schlechtes Zeitmanagement. Denn es gibt kaum ein Kochbuch, bei dem ich mit den angegebenen Zeiten hinkommen würde.
Die bis dato nachgekochten Rezepte, es waren einige, aber natürlich nicht alle, waren geschmacklich sehr gut. Leider habe ich aber feststellen müssen, dass die angegebenen Zutatenmengen nicht immer passend sind, obwohl ich mich beim Erstversuch immer wirklich akribisch ans Rezept halte.
Alles in allem ist dies wirklich ein schön gestaltetes Kochbuch, dass ich vor allem Anfängern weiterempfehlen würde. Personen, die bereits über sehr viel Kocherfahrung und eine große Sammlung an Kochbüchern zur veganen Küche verfügen, werden meiner Meinung nach nur wenig neues finden.
Rezensionen von Anilam:
Mindmates - Bergflüstern von Marie Wollatz
Ruhige Geschichte mit viel Gefühl
Mindmates – Bergflüstern ist für mich eine ruhige und sehr besondere Geschichte, die mich vor allem mit ihrer Stimmung und ihrer angenehmen und wohltuenden Atmosphäre überzeugt hat. Ich mochte das Setting in den Bergen sehr, ich konnte während des Lesens einfach gut abschalten und in die Berge abtauchen.
Die Geschichte nimmt sich Zeit für ihre Figuren, ihre Gedanken und Emotionen.
Frieda ist ein junges Mädchen, welches sensibel aber nicht schwach wirkt. Ihre Wahrnehmung der Welt und die Verbindung die sie zu anderen Figuren hat fühlt sich erstmal ungewöhnlich, aber dennoch total stimmig an. Das Thema Verbundenheit – auf eine andere, tiefere Art – zieht sich ruhig durch die ganze Handlung und regt zum Nachdenken an.
Der Schreibstil ist ruhig und angenehm zu lesen, eher gefühlvoll als actionreich. Wer eine laute oder schnelle Geschichte erwartet, könnte enttäuscht sein – wer sich aber auf Atmosphäre, leise Spannung und emotionale Nähe einlässt, wird hier ein schönes Leseerlebnis finden. Für mich ein angenehmes und schönes Buch.











