Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LesenIstLeben:
Wieso? Weshalb? Warum? - Meine große Tiere-Box von Susanne Gernhäuser
Tolle Entdecker - Tiere - Box
Die große Tiere – Box von Ravensburger aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? ist ein umfassendes, sehr interessantes Gesamtpaket an Wissen, Entdecken und Unterhaltung für kleine und große Tier – Fans.
Die Gestaltung der großen Tiere – Box überzeugt durch die sehr gelungenen Bilder und farblich passenden Texten und Highlights.
In der Box sind drei Bücher, ein Puzzle, ein Tier – Spuren – Memory und ein großes Ausmalposter.
Das große Buch „Wir entdecken Tiere“ mit seinen typischen kurzen, sehr interessanten und altersentsprechen Texten mit dazugehörigen Klappen, die das Buch spannend und abwechslungsreich machen, ist nur ein Teil der Box. Auch das Aktiv – Heft „Tiere der Welt“ zum Malen, Rätseln, Rätseln und Entdecken, gehört in dieses Paket. Besonders gut gefällt mir das kleine Buch „Naturentdecker – Insekten“. In diesem großartigen, kleinen Buch wird auf jeder Seite, die aus Hartpappe ist, ein Insekt in kurzen, sehr passenden und gut verständlichen Texten vorgestellt. Die typischen Klappen lassen uns spannende Details entdecken. Die wunderschönen, detaillierten und nicht zu dominanten Illustrationen runden die Entdeckerseiten perfekt ab. Dieses kleine Büchlein eignet sich super für einen Wald- oder Wiesenspaziergang, auch für erste Bestimmungen von Insekten.
Mit dem Tier – Spuren – Memory und dem Puzzeln kann das neue Wissen spielerisch entdeckt und gefestigt werden. Die Puzzleteile sind stabil und haben die richtige Größe auch für kleine Hände. Die farbliche Gestaltung und die verwendeten Illustrationen machen die Spiele zu einem echten Hingucker.
Das große Ausmalposter zeigt unterschiedliche Tiere in ihrem Lebensraum gemeinsam auf einem Bild. Die detaillierten Zeichnungen laden zum Malen, Staunen und Verweilen ein.
Die große Tiere – Box von Ravensburger aus der Reihe Wieso? Weshalb? Warum? Ist ein wunderschönes, sehr interessamten und abwechslungsreiches Paket und eine absolute Empfehlung für alle großen und kleinen Tier – Fans. Ich bin mir sicher, meine Schülerinnen und Schüler werden sich über diese Box sehr freuen ????
Rezensionen von DoraLupin:
Er lügt von Rebecca Taylor McKay
Spannungsroman an der Amalfiküste
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme weil sich dieser sehr spannend und interessant angehört hat! Ich wurde vom Buch auch nicht enttäuscht, auch wenn ich die Geschichte eher als Spannungsroman, denn als Thriller empfunden habe.
Inhaltlich geht es in diesem Buch in den Sommer 1961: Clara Carmichael ist glücklich.
Sicher lenkt ihr Mann Spencer das zitronengelbe Cabrio auf der berühmten Küstenstraße nach Positano. Nur eine niedrige Mauer trennt sie vom hunderte Meter tiefer liegenden türkisblauen Meer. Eine aufregende Kulisse für die Flitterwochen an der Amalfiküste. Spencer ist reich, charmant und sorgt sich rührend um seine zweiundzwanzigjährige Frau. Schon bald nach ihrer Ankunft im Palazzo Rosso mit dem spektakulären Blick bemerkt die zurückhaltende Clara jedoch, dass ihr Mann angespannt ist. Und warum spricht er Italienisch? Die Fragen werden zu ernsthaften Zweifeln, als ihr jemand einen Zettel zukommen lässt: «Er lügt». Aber nicht nur Spencer scheint hinter der perfekten Fassade etwas zu verbergen. Die beiden Eheleute lernen die selbstbewusste Vivian und den lebenslustigen Fred kennen, die ein Paar sind. Was verschweigen die neuen Freunde? Und was Clara?
Unter der gleißend hellen Sonne der Urlaubsidylle brodeln dunkle Geheimnisse – so dunkel wie Tod. Clara ahnt: Dieser Sommer ist der Sommer der Wahrheit.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, da er leicht verständlich und schnörkellos ist und gut zur Geschichte gepasst hat. Vorallem auch die Amalfiküste und das Hotel mit der schönen Anlage und den kleinen Städchen an der Steilküste werden sehr bildhaft beschrieben und ich hatte dieses italienische Flair auch immer sehr gut vor Augen.
Gleich zu Beginn der Story erzeugt die Autorin eine gute Grundspannung und macht dem Leser Lust darauf was in diesem Sommer alles passiert ist und als dann noch vor der Türe der Zettel mit "Er lügt" auftaucht möchte man schon unbedingt wissen was denn nun verschwiegen wird und was die wahre Geschichte ist.
Auch der weitere Verlauf der Geschichte ist spannend zu verfolgen, der Umgang zwischen Clara und ihrem Mann Spencer fällt immer mehr auf und als sie dann auch noch das andere Paar Vivian und Fred kennen lernen, merkt man als Leser schnell, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Da die Geschichte aus Sicht von Clara geschrieben ist, ist man immer sehr nah an ihr dran und kann in ihre Gefühls- und Gedankenwelt eintauchen, das hat mir gut gefallen. Manchmal wirkt sie etwas naiv, aber als 22-jährige darf sie das ja auch sein, meiner Meinung nach.
Richtiger Thrill kommt erst gegen Ende des Buches auf, aber die Grundspannung ist von Beginn an da und das ungute Gefühl hat man als Leser auch die ganze Zeit über. Mich konnte die Geschichte gut unterhalten und ich kann sie auch weiterempfehlen, man sollte sich aber im klaren sein, dass es kein düsterer Thriller ist, sondern mehr ein psychologischer Spannungsroman mit etwas Urlaubsflair.
Rezensionen von DoraLupin:
Die falsche Tochter von Nora Roberts
Interessante Geschichte
Ich höre immer wieder gerne spannende und interessante Geschichten und bei diesem Hörbuch hat sich der Klappentext besonders interessant angehört, da ich Archäologie richtig toll finde! Auch wenn ich sagen muss, dass die Geschichte stellenweise etwas zäh und in die Länge gezogen war, habe ich sie gerne gehört und kann sie weiterempfehlen.
Als die Archäologin Callie Dunbrook an den Fundort eines fünftausend Jahre alten menschlichen Schädels gerufen wird, ahnt sie nicht, dass dieses Projekt auch ihre eigene Vergangenheit heraufbeschwören wird. Zuerst muss sie erfahren, dass sie ausgerechnet mit ihrem Ex-Mann Jake eng zusammenarbeiten soll, und dann sieht sie plötzlich ihre ganze Identität infrage gestellt. Denn eine fremde Frau, angeblich ihre leibliche Mutter, behauptet, dass Callies Eltern sie als Kind entführt haben. Heimlich stellt Callie Nachforschungen an — und fördert Erschreckendes zutage …
Der Schreibstil ist leicht und einfach und deshalb hatte ich keine Probleme in diesem Hörbuch mitzukommen und mich zu konzentrieren. Manchmal hätte die Autorin meiner Meinung nach das ein- oder andere kürzen dürfen, aber insgesamt war es eine schöne Geschichte zwischen Liebe, Spannung und tragischer Familiengeschichte.
In die Protagonisten konnte ich mich die meiste Zeit hineinversetzten und fand sie sympathisch. Die Geschichte war interessant zu hören und hat mir gut gefallen.
Die Sprecherin hat schön vorgelesen und hatte eine angenehme Stimme. Sie hat die Geschichte lebendig gemacht und ich wollte deshalb auch immer weiterhören.
Rezensionen von DoraLupin:
Im Bann des Erlkönigs von Mina Roth
Düster und märchenhaft
Ich lese sehr gerne Jugendbücher, die ein wenig märchenhaft angehaucht sind, und dieses Buch hat mir wirklich gut gefallen. Schon das Cover ist mir gleich ins Auge gefallen, es wirkt schon sehr besonders und magisch und teilweise fast ein wenig gruselig und passt deshalb auch sehr gut zum Inhalt des Buches.
Seit meiner Kindheit sehe ich düstere Wesen aus alten Sagen– Schatten, die sonst niemand wahrnimmt. Alle halten mich für verrückt. Bis eines Tages eine Fee erscheint und sagt: Ich bin die Einzige, die ihre Welt retten kann. Ein missglückter Zauber führt mich in eine andere Realität. Ich lande an der Umbra Academy, einer Schule voller magischer Fabelwesen und dunkler Mythologie und das gemeinsam mit Silas, einem chaotischen Fürsten der Magiewesen. Dort soll mich Kilian trainieren: sein kalter gefährlicher Leibgardist. Zwischen Machtspielen, Verrat und einer verbotenen Anziehung muss ich entscheiden, wem ich vertrauen kann – und wie viel ich für diese Welt und für mich selbst zu riskieren bereit bin.
Der Schreibstil ist jugendgerecht und leicht geschrieben, aber auch mir als Erwachsene hat er gut gefallen, da er immer mitreißend und spannend geschrieben ist. Da das Buch aus Sicht der Protagonistin geschrieben wurde, ist man ihr sehr nahe und kann ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Auch die Academy wird bildhaft beschrieben und ich konnte mir das düstere Setting gut vorstellen.
Die Handlung ist düster und märchenhaft, voller sehr fantasievoller Gestalten, die teilweise auch etwas unheimlich wirken. Dieses märchenhafte und geheimnisvolle an der Handlung hat mir sehr gut gefallen. Anfangs hat mir bei dieser Geschichte etwas der rote Faden gefehlt, ich wusste nicht so recht wo die Geschichte denn eigentlich hinwill und alles wirkte sehr geheimnisvoll. Aber das Buch konnte mich immer mehr in den Bann ziehen und fesseln, sodass ich die Geschichte in wenigen Tagen regelrecht verschlungen habe. Gut fand ich auch, dass die Liebesgeschichte im Buch keinen so großen Platz einnimmt, denn oft wird der Fokus bei ähnlichen Geschichten zu sehr auf die Liebe gelegt und die eigentliche Handlung kommt nicht vorran, das war hier nicht so!
Eine mitreißende und etwas düstere Geschichte, die ich vorallem Fans von düsteren Märchen und Sagen empfehlen kann. Sowohl für Jugendliche, als auch für Erwachsene geeignet.
Rezensionen von DoraLupin:
Die Schule des Meeres - Ruf aus der Tiefe von Robin Dix
Ein Meeresabenteuer, das meinem Sohn richtig Spaß gemacht hat!
Als ich das Buch meinem fast 10-jährigen Sohn gezeigt habe, war es gleich bei Cover und Klappentext Feuer und Flamme und wollte die Geschichte kennen lernen. Mein Sohn hat gerade Ferien und deshalb die Zeit genutzt, das Buch in einem Rutsch zu lesen und es hat ihm großen Spaß gemacht!
Inhaltlich hat der elfjährige Fynn nie erfahren, wer seine Eltern waren.
Alles, was ihm von ihnen geblieben ist, ist ein geheimnisvoller schwarzer Seestein. Als Fynn eines Tages von einem grummeligen Kapitän über Bord seines Schiffes geworfen wird, beginnt das größte Abenteuer seines Lebens. Fynn wurde nach Akademar berufen, eine verborgene Schule tief unten im Meer. Dort werden seit Jahrhunderten Meereshüter ausgebildet, die über die Ozeane wachen. Zwischen uralten Geheimnissen und neuen Freundschaften entdeckt Fynn eine magische Welt, von der er nie zu träumen gewagt hätte. Doch als er im frechen Oktopus Loki sein Seelentier findet, gerät er ins Zentrum rätselhafter Ereignisse. Warum scheint ausgerechnet ihre Verbindung etwas Besonderes zu sein? Und welche Rolle spielt der geheimnisvolle Seestein? Um die Wahrheit herauszufinden, muss Fynn über sich hinauswachsen. Denn schon bald wird klar: Das Schicksal von Akademar könnte in seinen Händen liegen.
Der Schreibstil ist kindgerecht und perfekt für die Zielgruppe geeignet, mein Sohn hatte kein Problem in die Geschichte reinzufinden. Der Schreibstil ist klar und ohne große Schnörkel. Ausserdem konnte er sich die Schule, die ganze Welt unter Wasser und die ganzen Tiere darin sehr gut vorstellen. Das Buch eignet sich sowohl für Mädchen, aber auch sehr gut für Jungen, da der Protagonist Finn ein sehr sympathischer Charakter ist und mein Sohn sich gut mit ihm identifizieren konnte. Aber auch Fynns Seelentier Loki hat mein Sohn sehr schnell ins Herz geschlossen!
Die Geschichte ist spannend und mein Sohn wollte deshalb immer wissen wie es weitergeht. Er hat das Buch jeden Tag in die Hand genommen und so quasi in einem Rutsch gelesen. Die Geschichte ist einerseits abenteuerlich, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt spielen in der Handlung eine Rolle. Für meinen Sohn war die Geschichte ein perfekter Mix aus beidem und er hat jetzt schon richtig Lust auf den nächsten Band der Reihe bekommen! Er kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.
Rezensionen von Shilo:
Vita von Melania G. Mazzucco
Eine Familiengeschichte mit Licht und Schatten
Manche Geschichten brauchen etwas Zeit, bis sie ihren Weg finden. So ging es auch hier. Die ersten Kapitel haben sofort gezeigt, wie hart das Leben für Vita und Diamante beginnt. Gerade dieser Blick auf die Auswanderung nach Amerika hat neugierig gemacht. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto öfter wechselte sie in andere Zeiten.
Dabei ging für mich der Faden immer wieder ein Stück verloren und das hat den Lesefluss spürbar gebremst.
Trotzdem gab es immer wieder Szenen, die hängen geblieben sind. Vor allem das Ankommen auf Ellis Island und die ersten Schritte in Little Italy machten deutlich, wie viel Mut die beiden Kinder aufbringen mussten. Zwischen Hoffnung und Enttäuschung lagen oft nur wenige Augenblicke. Gerade diese Seiten wirkten glaubwürdig und haben die schwere Zeit der Einwanderer gut spürbar gemacht.
Besonders Vita ist mir mit ihrer eigenwilligen Art im Gedächtnis geblieben. Sie gibt nicht so leicht auf und versucht, ihren eigenen Weg zu finden, auch wenn das Leben ihr immer wieder neue Hindernisse in den Weg stellt. Auch Diamante ergänzt sie gut. Die beiden tragen die Geschichte über viele Seiten und sorgen dafür, dass man wissen möchte, wie es mit ihnen weitergeht.
Dennoch hatte das Buch für mich auch deutliche Schwächen. Einige Abschnitte zogen sich länger als nötig und durch die häufigen Wechsel zwischen den Zeitebenen fiel es nicht immer leicht, den Zusammenhang sofort zu erkennen. Mehr als einmal musste ich mich neu orientieren. Dadurch ging für mich ein Teil der Nähe zur eigentlichen Geschichte verloren.
Gleichzeitig war zu spüren, wie viel Herzblut in dieser Familiengeschichte steckt. Dass sie auf dem Schicksal des Großvaters der Autorin beruht, verleiht vielen Momenten eine besondere Glaubwürdigkeit. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, noch länger bei Vita und Diamante bleiben zu können, anstatt immer wieder aus ihrem Weg herausgerissen zu werden.
Am Ende bleibt eine Geschichte über Mut, Hoffnung und den Wunsch nach einem besseren Leben. Sie hat mich nicht durchgehend mitgenommen, aber einzelne Szenen und die beiden Hauptfiguren sind mir im Gedächtnis geblieben. Für mich war es insgesamt ein solides Buch mit guten Momenten, das durch seine Erzählweise jedoch einiges an Wirkung verloren hat.
3 Sterne
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Manolo Blahnik und der Traum vom Erfolg von Charlotte Jacobi
Eine herbe Enttäuschung
Ich habe schon mehrere Bücher von Charlotte Jacobi (Hinter diesem Namen verstecken sich Eva-Maria Bast und Jørn Precht) gelesen, unter anderem die Trilogie „Das Haus der Perlen“, die mir sehr gut gefallen hat. Da ich, wegen meiner Schuhgröße (35,5) kaum schöne und bequeme Schuhe finde, habe ich einen Schuhfimmel und deshalb zu vorliegender Romanbiografie von Manolo Blahnik gegriffen.
Doch leider bin hier herb enttäuscht worden! Vom Inhalt her habe ich nicht mehr erfahren als in Wikipedia zu finden ist. Noch dazu wird Blahniks kindliche Passion, einer Eidechse silberne Schuhe anzumessen, gefühlte 100 Mal wiederholt. Auch wenn das ein Schlüsselerlebnis ist, nach der dritten Wiederholung können wir Leser uns das merken.
Ich hätte mir mehr Beschreibung zur Materialauswahl erwartet. Wo findet Blahnik seine Rohstoffe wie Leder und Zubehör? Wie erstellt er den Leisten für seine Modelle? Alle diese technischen Details interessieren mich. Davon ist leider wenig bis gar nichts zu lesen. Da habe ich die Website des Designers zu Rate ziehen müssen. Okay, das Autoren-Duo erwähnt, dass Blahnik das Schusterhandwerk erlernt hat.
Zudem widerspricht sich der Designer selbst, wenn er davon spricht, einen bequemen Schuh, der nicht drückt, zu konstruieren. Für Herrenschuhe mag es zutreffen, Stil und Bequemlichkeit zu vereinen. Aber Damenschuhe? Ich habe einen Blick auf seinen Online-Shop gemacht. Wer behauptet, dass spitz zu laufende Stilettos mit einer Absatzhöhe von 15 cm bequem sind, der oder die sollte zur Strafe eine Marathondistanz (42,8 km) bei 30 Grad im Schatten auf Stilettos gehen müssen, zumal die schmalen Riemchen überhaupt keinen Halt geben. Die Modelle Zaera, Martebal, Mayesalepump und Vices scheinen noch am ehesten den Anspruch an „bequem“ zu erfüllen, auch wenn sie den Zehen wenig Platz bieten. Und was schön ist, liegt im Auge des Betrachters. Manolo Blahnik hat recht, wenn er wie beschrieben sagt, ein passender Schuh perfektioniert das Aussehen und den Auftritt.
Auch die Person Manolo Blahnik kommt für mich persönlich sehr eindimensional herüber. Keine Silbe über sein Privatleben. Es ist natürlich durchaus möglich, dass er seine private Seite geheim halten möchte. Aber, das hätte auch erwähnt werden können.
Fazit:
Leider hat mich diese Romanbiografie enttäuscht, daher gibt es nur 2 Sterne.
Rezensionen von S.:
Neue Zeiten auf der Kö – Die Designerin von Bettina Lausen
Mit zu Mode
Mut zur Mode
Londonerin Grace fährt 1954 zur Hochzeit ihrer Freundin nach Berlin. Gegen den Willen ihrer Eltern. Sie hat heimlich Deutsch gelernt, findet sich gut zurecht. Die Bekanntschaft mit Luciano, einem Schneider, verändert alles. Düsseldorf gefällt ihr gut und eine unerwartete Möglichkeit gibt ihr die Chance, zu bleiben.
Man erfährt viel über die Mode der 50er Jahre, die Modewelt überhaupt. Das ist interessant. Ob eine mit Mühen ausgerichtete Modenschau Erfolg bringt?
Bettina Lausen schildert eine Liebesgeschichte, die Liebe zu einem Mann, aber auch zu Mode und Design. Es gibt Höhen und Tiefen, nachvollziehbar, verständlich. Ihre Grace ist eine mutige und kreative Frau, sie wird glaubhaft beschrieben. Der in lockerem Stil gehaltene Roman liest sich angenehm, vermittelt ein Stück Zeitgeschichte, ist unterhaltsame Lektüre.
Rezensionen von nessabo:
I am cringe, but I am free von Verena Bogner
Selbstironisch, freundschaftszentriert und rundum liebevoll
Ich hatte echt einige Erwartungen an diesen Roman, weil ich eine so deutliche Empfehlung bekommen habe. Und Verena Bogner hat mit ihrem literarischen Debüt jede einzelne erfüllt, wenn nicht gar übertroffen! Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights.
Die Ich-Erzählerin bleibt namenlos und mir gefällt der Gedanke, dass die Autorin hier irgendwie selbst erzählt.
Es bleibt zwar ein fiktionales Werk, aber es wirkt auf jeden Fall sehr authentisch und echt.
Die Schreibweise ist super flüssig, ich war von Anfang bis Ende ganz nah bei der Protagonistin und habe einfach viel zu viel selbst fühlen können. Die spezielle Atmosphäre der 00er-Jahre wird gut in Szene gesetzt, auch wenn sie für mich sogar noch intensiver hätte sein können. Doch beim Lesen hatte ich an etlichen Stellen das benannte Magazin selbst in der Hand oder den erwähnten Song im Ohr.
Und auch das Kernthema, also der Cringe und die Scham rund um das eigene Selbst, hat mich im positivsten Sinne getroffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendjemensch nicht irgendwo von dieser Geschichte angesprochen fühlt. Ob es die Scham für die eigenen langweilig scheinenden Interessen, den Körper oder das eigene Wissen ist - ich habe heftigst mitgefühlt.
Am wundervollsten ist jedoch der Fokus dieser Geschichte. Der liegt ganz klar auf den platonischen Beziehungen unseres Lebens, wodurch der Roman ein Appell für die Priorisierung ebendieser Beziehungen ist. Ich liebe es, wie bedingungslos die Freund*innenschaften der Protagonistin sind und ich habe mich mehrfach dankbar dabei ertappt, dass ich mittlerweile auch so tolle Menschen in meinem Leben haben darf. Menschen, die mich mit allem nehmen, wie ich bin und die sich von meinen Ängsten nicht vertreiben lassen.
Dieses Werk ist eine unglaubliche Wohltat. Es ist so nahbar und glaubhaft geschrieben, dass ich mich an so vielen Stellen einfühlen konnte. Dabei setzt es auf einen tollen selbstironischen Ton, der die Lesefreude nur noch einmal gesteigert hat. Die Geschichte ist liebevoll, wertschätzend und eine der klarsten Empfehlungen von mir in diesem Jahr.
Rezensionen von Ryria:
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Unter der Oberfläche verborgen
Weavingshaw verbirgt so einiges: Illustrationen unter dem Cover (die Sonderedition von Thalia ist besonders schön!), unzählige Geheimnisse, Geister und die Seele der Autorin.
Genau wie Leena im Buch ist auch Heba Al-Wasity das Kind von Flüchtlingen und so wirken die Beschreibungen der verschiedenen Kulturen und der dazugehörigen Gefühle oft sehr persönlich.
Generell mochte ich diesen Aspekt der Buchwelt echt gerne, nur eine Karte hätte alles noch schön ergänzt, diese war leider nicht vorhanden.
Aber von Anfang: Leena hat die seltsame Gabe, Geister sehen zu können. Als ihr Bruder schwer erkrankt, geht sie einen Deal mit dem mysteriösen und bedrohlichen Saint Silas ein und arbeitet fortan für ihn. Ehrlich gesagt habe ich diesen Einstieg (Geschwister erkranken schwer) in letzter Zeit zu oft gelesen, aber zum Glück wurde nicht allzu viel Zeit darauf verwendet.
Das restliche Konzept hat mir dafür gut gefallen, beim Saint können die Menschen ihre Geheimnisse eintauschen, Leenas Fähigkeit ist hierbei natürlich besonders nützlich.
Nach und nach lernt man so mehr von der Welt kennen, enthüllt lange Verborgenes und blickt hinter die Fassade der Charaktere.
Die Atmosphäre wurde wundervoll eingefangen, sehr gothic wie versprochen, zwischendurch recht düster, der Geister-Aspekt toll eingewebt.
Die Handlung ist zwischendurch dafür recht langsam, statt auf schnelle Fortschritte wird auf stetigen Aufbau gesetzt. Besonders am Anfang konnte mich dies noch nicht so ganz packen, auch wenn ich durchaus neugierig war.
Zu der Entwicklung der Beziehung zwischen Leena und Silas hat dies aber gut gepasst, generell mochte ich beide Charaktere echt gerne, auch wenn es bei Silas natürlich etwas länger gedauert hat.
Auch Themen wie Rebellionen, die Kluft zwischen arm und reich und natürlich auch einige Fantasy-Elemente wurden spannend eingebaut.
Ein gelungener Auftaktband, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.











