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Rezensionen von Hirsch Barbara:

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'Ein ungeheuer ausgeklügeltes Buch!'

Schon der Titel kündigt den Inhalt an. Ungeheuer ist die Verworrenheit der Lebensgeschichten der Protagonisten, ungeheuer sind die Tragik und der Sprachwitz in diesem Buch.

Mit Leichtigkeit und Unaufdringlichkeit, beinahe spielerisch gelingt es der Autorin, eine Geschichte aufzubauen, die vollgestopft mit schwierigen Schicksalen, negativen Prägungen und biographischen Stolpersteinen ist.

Sie verknüpft schier unglaubliche Geschichten miteinander und webt daraus ein Ganzes, das die Leserin in einer Mischung aus Unglauben, Heiterkeit und Betroffenheit zurücklässt. Die Schicksale sind so grandios entwickelt, dass für die einzelnen Protagonisten, wenn nicht Sympathie, so doch wenigstens Verständnis entstehen kann. Die Charaktere verfestigen sich aus der Notwendigkeit des Überlebens heraus, Aufbegehren verläuft in Sprachlosigkeit und findet sich in Handlungen wieder, die lebensfeindlich bis tödlich enden.
Die Erzählperson in der benachteiligten Rolle, wird zum „Gutmensch“, bleibt in der beobachtenden Position und im Mittelmaß gefangen und hoffnungslos liebend.

Elsa, die in den Vordergrund geschobene Hauptperson, ist Symbol für Unschuld, Elend und Hoffnungslosigkeit. Ihr gelingt der Sprung in eine Form von Freiheit - jedoch ebenso hoffnungslos liebend, wie auch der Dritte im Bunde. Dieser scheitert auch am Versuch, Prägendes übereinander zu schieben - die Ewigkeit malerisch darzustellen - scheitert an der Unumkehrbarkeit falsch getroffener Entscheidungen.
Ein ungeheuer ausgeklügeltes Buch!

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :

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'Das zweite Buch „Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld erreicht keinesfalls das hohe Niveau ihres ersten Buches.'

Das zweite Buch „Elsa ungeheuer“ von Astrid Rosenfeld erreicht keinesfalls das hohe Niveau ihres ersten Buches.
Die Geschichte zweier Brüder, Karl, 8 und Lorenz, 10, die vor kurzem ihre Mutter verloren haben und Elsa, 11, die von der Mutter verlassen, zurückgewiesen wurde und der Einfluss ihrer Kindheit auf ihrem Lebensweg, überzeugt mich nicht.

Das Buch betrachtet oberflächlich und billig die sehr wichtigen Themen wie Kindheit ohne Liebe, sexualisierte Gewalt, Pädophilie. Viele zu bunte Figuren mit skurrilen Charakteren ohne Überzeugungskraft, ständig brechende Handlungen, schlecht recherchierte Emotionen, zwei Teile des Romans passen nicht vollends zusammen. Die Oberflächlichkeit der Geschichte sollte mit gezwungenermaßen eingebauten Sätzen mit tiefer Aussagekraft (sog. Weisheiten) ausgeglichen werden und zusätzlich das Buch lesenswert machen, leider wirkt das künstlich.
Schade, der Anfang war nicht schlecht.
PS. Bibliotherapie (Lesen ist gesund) für einen Fleischesser, Vegetarier oder Tierschützer (Seite 86-91).

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Lieselotte Fieber:

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'Meiner Meinung nach, ist dieses Buch von seiner sprachlichen Gewalt her ein Wucht und hat mich ganz schwer losgelassen.'

Astrid Rosenfeld ist es gelungen, mit der Geschichte von Elsa, Karl und Lorenz bei mir ein Wechselbad der Gefühle auszulösen, denn Tragik und Komik liegen sehr eng beieinander.
Der Roman erzählt die Geschichte einer Kindheit, die geprägt ist von narbenübersäten Kinderseelen, einer tiefen Freundschaft und Familiengeheimnissen.

Im ersten Teil erleben Karl und Lorenz einen oft sehr skurrilen, verrückten, aber auch traurigen Alltag, in den Elsa wie ein Wirbelwind einbricht. Die Charaktere werden sehr plastisch und messerscharf beschrieben. Besonders Elsa, mit ihrer entschlossenen Art, den widerspenstigen Haaren und den mit Krawatten umwickelten Beinen, beeindruckt Karl enorm.
Im zweiten Teil, in dem Elsa nur mehr wie ein Geist über der Geschichte schwebt, schildert Astrid Rosenfeld den Werdegang von Lorenz und Karl in der Kunstszene und man erlebt die Zerreißproben und das systematische Zerstören von Menschen.
Meiner Meinung nach, ist dieses Buch von seiner sprachlichen Gewalt her ein Wucht und hat mich ganz schwer losgelassen. Astrid Rosenfeld hat mich auf eine Achterbahn der Gefühle mitgenommen.

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Rezensionen von Eva Knezicek:

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'Ein wunderbares Buch einer großartigen Schriftstellerin.'

Bereits der erste Roman der Schriftstellerin Astrid Rosenfeld - "Adams Erbe" - bestach durch seine einfühlsame, bilderreiche Sprache. Nun erschien "Elsa ungeheuer", die Geschichte von Karl, Lorenz und Elsa. Es ist einfach fulminant, wie Astrid Rosenfeld es schafft, so virtuos zu erzählen. Konstruktion und Arbeit verschwinden im Hintergrund, was bleibt ist eine großartige Erzählung, voll Bilderreichtum.

In der ersten Hälfte des Buches wird das Leben der Brüder Lorenz und Karl Brauer, ihre Bekanntschaft und Liebe mit dem verrückten, überaus sympathischen Mädchen Elsa in jungen Jahren beschrieben. Aus der Sicht des jungen, molligen Karl werden unterschiedliche Menschen dargestellt, mit einer sensiblen, ausdrucksstarken Sprache, all diese erwachen mächtig zum Leben. Irgendwann verschwimmen Fiktion und Wirklichkeit beim Lesen und ich traf auf die pittoreske Gestalt des Murmeltieres, auf die nörglerische Frau Kratzler, auf den verlorenen Randolph Brauer und viele andere Wesen. Ich vermisste mit Randolph Brauer seine verstorbene Frau Hanna, spürte den Unmut der alten Kratzlerin und erstarrte mit Karl, angesichts der unbarmherzigen Brachialgewalt, unter welcher Elsa zu leiden hatte. Die Geschichten der drei Kinder gehen auseinander, viele Figuren verschwinden, Abschied muss genommen werden. Nichts entwickelt sich so, wie man es hätte annehmen können. Vieles läuft schief, so oft verlaufen sich die Charaktere des Romanes. Genau diese Schrägheit, dieses beinahe nicht Erreichte, lässt die Geschichte oszillieren, die Atmosphäre dieser Erzählung vibrieren. Ein wunderbares Buch einer großartigen Schriftstellerin.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

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'Das Ende verleiht dem Roman schließlich eine berührende Qualität, die sich die längste Zeit der Lektüre hindurch, trotz vieler witzig erzählter Passagen und aus dem Leben gegriffener ‚Identifikationsangebote’, nicht recht einstellen will.'

Laut Klappentext handelt der Roman vom glamourös-verlogenen Kunstbetrieb. Aber erst unter dieser Handlungsoberfläche zeichnen sich die Muster ab, die dem Handeln der Figuren zugrunde liegen und die es langsam zu entdecken gilt: Verlassen und verlassen werden, Liebe und Lieblosigkeit vererben sich gleichsam von einer Generation zur anderen, und der Umgang mit Liebe in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen wird zum Prüfstein für jedes geschilderte Leben.

Daran ändert sich auch durch die sog. sexuelle Befreiung nichts – vielmehr trägt die junge Generation schwer an einer Freiheit, die keine Sinnangebote macht.
Der Titelfigur Elsa gelingt es als einziger, die Muster der Lieblosigkeit zu durchbrechen. Sie hält auch als Erwachsene ihr in kindlichem Zorn gegebenes Wort, ihr eigenes Kind niemals zu verlassen. Dafür bezahlt sie einen hohen Preis und ist in der Härte gegen sich selbst nun tatsächlich „ungeheuer“ – viel mehr als durch ihr einzig auf Autonomie bedachtes, rotzfreches Verhalten in Kinder- und Jugendtagen. Denn Liebe und Autonomie kann auch sie letztlich nur teilweise vereinbaren: Im Erwachsenen- (und Mutter-)Werden zieht sie die Konsequenz der Selbstbescheidung.
Dieses Ende verleiht dem Roman schließlich eine berührende Qualität, die sich die längste Zeit der Lektüre hindurch, trotz vieler witzig erzählter Passagen und aus dem Leben gegriffener ‚Identifikationsangebote’, nicht recht einstellen will.

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Rezensionen von Renate Geissler:

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'Astrid Rosenfeld kann schreiben!'

Astrid Rosenfeld kann schreiben! Das beweist sie, nach "Adams Erbe" in ihrem 2. Buch "Elsa ungeheuer" auf unterhaltsame, sehr eindringliche und teilweise auch beklemmende Art und Weise. Mir persönlich hat der 1.Teil des Buches uneingeschränkt sehr gut gefallen, der 2.Teil ist für mich etwas zu sehr bemüht konstruiert.

Ich freue mich schon auf das nächste Buch dieser tollen Autorin und kann nur empfehlen "Elsa ungeheuer" unbedingt zu lesen!

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Rezensionen von HEYN Leserunde Erika Liebminger:

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'Astrid Rosenfeld hat ein besonderes Talent, ihre zum Teil exzentrischen Figuren wunderbar zu zeichnen.'

Karl ist neun, als sich seine Mutter umbringt. Er lebt mit seinem Bruder Lorenz eine ungewöhnliche Kindheit auf dem Lande in einem Haus, in dem die Haushälterin Frau Kratzler, der Dauergast Herr Murmelstein und ein Esel wohnen. Die Liebe zum wilden Mädchen Elsa verbindet die beiden Brüder. Beide verschlägt es in die Untiefen der Kunstwelt, wo sich Lorenz verliert und Karl nach einem Besuch bei Elsa sein Gleichgewicht wiederfindet.

Astrid Rosenfeld hat ein besonderes Talent, ihre zum Teil exzentrischen Figuren wunderbar zu zeichnen.

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Rezensionen von Cornelia Schulze:

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'Es ist ein weiteres faszinierendes Buch von Astrid Rosenfeld. Es ist allerdings nicht die Geschichte, sondern die Art, wie Astrid Rosenfeld sie erzählt.'

Es ist ein weiteres faszinierendes Buch von Astrid Rosenfeld. Es ist allerdings nicht die Geschichte, sondern die Art, wie Astrid Rosenfeld sie erzählt.
Elsa ungeheuer – die Geschichte ist ungeheuerlich und mutet manchmal etwas konstruiert an. Der jüngste zweier Protagonisten ist in ein ungewöhnliches Mädchen unglücklich verliebt.

Sein älterer Bruder streitet sich ständig mit diesem Ausnahmemädchen und macht irgendwann mit ihr die erste Liebeserfahrung – was erst zum Ende des Buches deutlich wird. Auch der jüngere Bruder tappt, wie wir Leser, im Dunkeln und ist ahnungslos. Elsa, das junge, wilde, unkonventionelle Mädchen wird zu Hause missbraucht, hat eine Mutter, die sich nicht um sie kümmert, ist mutig und mysteriös, immer auf der Suche ... bis sie als Jugendliche aus dem gemeinsamen Leben ausbricht. Verbunden werden die drei als Kinder durch die Figur von Murmeltier, ein gescheiterter Reisender, der in dem Haus, in dem die beiden Brüder aufgewachsen sind, als Dauergast landet.
Durch Zufallsbegegnungen entwickelt sich der Weg von Elsa und den beiden Brüdern räumlich und auch inhaltlich in andere Richtungen. Der einzige Bezug zu Elsa bleibt die Verehrung des jüngsten Bruders, Fetti genannt, der Elsa nie vergessen wird. Das Leben der Jungen als Erwachsene entwickelt sich schräg. Drogen, Liebe, Eifersucht und Missgunst sind die zerbrechlichen Säulen ihres Lebens – ohne Elsa.
Mich begeistert wie Astrid Rosenfeld erzählt. Gerade ihre Detailbeschreibungen sind komisch, tief und anschaulich. Sie entwickelt die Figuren so vielfältig und konsequent. Obwohl die Geschichte an sich düster ist, gibt es ausreichende Momente, in denen man schmunzeln muss.
Ich empfehle, das Buch zu lesen und gebe ihm sieben von zehn möglichen Gernlesepunkten.

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Rezensionen von Laszlo Zoltan:

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So mancher Überraschungsmoment und die bestechende Erzählkunst von Astrid Rosenfeld lässt kaum eine Lesepause aufkommen.'

Astrid Rosenfeld entführt den Leser desillusioniert und vortrefflich vorerst in die Kinderwelt von zwei Brüdern und der ungeheuren Elsa, wodurch man bezüglich der Gedankenwelt und Erlebnisse der Kinder so manches Déjàvu erfährt. Als Kontrast betritt man später mit den inzwischen erwachsenen Protagonisten die oft bizarre Welt der vermeintlichen Kunstliebhaber, um zu erkennen, dass vieles im Leben seinen Ursprung in der Kindheit hat.

So mancher Überraschungsmoment und die bestechende Erzählkunst von Astrid Rosenfeld lässt kaum eine Lesepause aufkommen.

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Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:

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'Es ist spannend, fesselnd und humorvoll zugleich und ich hab dieses Buch voll Freude verschlungen.'

Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Ich verspreche Ihnen, das nächste verregnete Wochenende kommt bestimmt. Und dann sollten Sie gerüstet sein. Nämlich mit "Elsa ungeheuer".
Ein Buch, welches ich an einem verregneten Wochenende mit großem Vergnügen in einem Zug fertig gelesen habe. Es ist spannend, fesselnd und humorvoll zugleich und ich hab dieses Buch voll Freude verschlungen.

Ein sensationelles Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

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