Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht von Heather Fawcett
Zauberhafte Katzen
Agnes will alle Katzen in der Stadt Montreal retten. Gemeinsam mit ihrer Schwester betreibt sie eine Katzenzuflucht, das funktioniert mehr schlecht als recht durch Spenden und der Vermittlung von Katzen an neue Menschen. Der Gedanke mehr wie 70 Katzen zu versorgen mit Futter, Medikamenten und sauberen Käfigen stelle ich mir als Mammutaufgabe vor.
Wie gut das da der Vermeiter ihrer neuen Behausung ein Magier ist. Agnes hat es zwar nicht so mit Magiern aber in der Not frisst der Teufel Fliegen. Dieser Magier ist aber auch besonders, etwas zerstreut, ungewollt hilfsbereit und nicht so gefährlich wie angenommen.
Es ist eine magische Geschichte in der es nicht nur von Katzen wimmelt.
Die ordentliche Agnes und der chaotische Magier sind ein eigenartiges Team. Kein Wunder das zwischen ihnen kribbett.
Die Geschichte wird als Cozy Fantasy beschrieben, mir gefällt die Umschreibung weil sie gut passt. Mit Magiern auch wenn sie Unheil anrichten kann man gut leben, denn Zauberkünstler sind etwas 'Ähnliches. Eine Katzenliebhaberin ist auch nicht so ungewöhnlich. Die Streitgespräche oder wie man ihre Unterhaltungen sonst nennen will, sind spannend und zum schmunzeln. Im Ganzen ein spannendes Abenteuer im Winter.
Rezensionen von Daggy:
Kuki und das Flüstern der Muscheln von Efua Traoré
Das fassentenreiche Buch spielt in Afrika und ist voller Spannung
Kuki lebt in Nigeria, sie heißt eigentlich Kokumo, ein Name, der ihr ihr Vater gegeben hat. Diesen Vater hat sie nicht kennengelernt und ihre Mutter und sie leben inzwischen bei Dr. D.
und ihre Mutter ist wieder schwanger. Dr. D.s Schwester, die Kuki Tante nennt warnt Kuki immer wieder vor Geistern, den Aniku, die gerade für Kinder besonders gefährlich sind.
Da Kuki in der neuen Schule von einer Mitschülerinn böse gemobbt wird und ihre Eltern arbeiten, fühlt sich Kuki einsam. Sie wünscht sich eine Freundin, geht aber alleine los und findet ein altes verfallenes, ehemals hochherrschaftliches Haus. Hier trifft sie auf Enilo, ein eigenartiges Mädchen, von der sich Kuki eine Freundschaft erhoff.
Die Autorin kennt die Geistergeschichten von den Aniku aus Afrika und fügt diese Legenden und Märchen in ihre Geschichte ein. Obwohl sie in der Gegenwart spielt, kommt mir dieser Geisterglaube sehr alt vor und das ist er sicher auch. Kuki betont auch immer wieder, dass sie nicht daran glaubt. „Jeder Mensch trägt zumindest einen Hauch von Güte in sich, und deswegen gibt es immer die Chance, dass das Gure sich durchsetzt.“ Ist ein wundervoller und hoffnungsvoller Satz, den Enilo sagt und sie erklärt Kuki, weshalb sie sie für etwas ganz besonders hält. Mir gefiel es sehr gut auf diese Weise etwas über den afrikanische Geisterglauben zu erfahren und mit seiner spannende Handlung war die Geschichte sehr lesenswert. Aber es ging auch um Mobbing, um Freundschaft und Familie und ein Mädchen, dass sich trotz ihrer Ängste immer besser behaupten konnte. Eine hervorragende Mischung.
Rezensionen von Daggy:
Wilde Woche - Montags ist immer Safari von Johanna Prinz
Witzig und voller schöner Ideen
Pippa, das Erdferkel und ihre Freunde, Horst, der afrikanische Madenhacker, der eine Giraffe sucht, die drei Erdmännchen und Manolo, der eitle Löwe wohnen zusammen an einem Wasserloch. Irgendwann haben sie entdeckt, dass montags immer die Menschen dort auftauchen, und dann spielt die kleine Gruppe ihnen ein Theaterstück vor.
Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, Manolo, der sich mit Theater spielen auskennt, macht die Regie und manchmal wird das Stück für die Menschen so aufregend, dass sie sich übergeben müssen. Die Tiere freuen sich dann enorm über ihre gelungene Dressur. Als den Tieren ein Bauplan in die Hände fällt, der ihnen der im Gebüsch lebende Vogel Gisela vorliest, müssen sie erfahren, dass am Wasserloch gebaut werden soll. Wie schrecklich, diesen schönen Platz zum Leben verlieren zu müssen. Da kann nur das Orakel helfen, aber keiner weiß, wie es aussieht und was es ist. Also machen sich alle auf den Weg.
Im Laufe der Geschichte wächst die Tiergruppe immer enger zusammen, sie erfahren vieles übereinander und unterstützen sich freundschaftlich. Natürlich ist die Dressur der Menschen zunächst einmal sehr witzig und die Umkehrung macht ganz besonderen Spaß. Aber neben diesem Spaß geht es auch um ernsthafte Probleme, so leidet Horst darunter, dass er trotz Qualifikation keine Giraffe hat, mit der zusammenleben kann. Zum Glück taucht dann auch eine Giraffe auf, die einen Madenhacker vermisst. Zum Schluss geht es um Arterhaltung und um Gisela, die gar nicht so hochnäsig ist. Ein Vorlesebuch, dass nicht nur den Zuhörenden Spaß bereitet. Neben dem witzigen Texten sind es die vielen schönen bunten Illustrationen, die das Buch wunderbar ergänzen. Ich freu mich auf die Folgebände.
Rezensionen von Daggy:
Ostseehölle von Eva Almstädt
Spannende Ermittungen in und um Lübeck
Ich habe bisher alle Bücher dieser Reihe gelesen und warte jedes Frühjahr auf den nächsten Teil. Diesmal war ich in Lübeck als ich das Buch begonnen habe und da der Mord in der Marienkirche in Lübeck geschah, fand ich das ganz besonders spannend. Pia Korittke kommt zum Tatort und findet im Turm der Kirche eine tote Frau, die in einem Chor sang, dessen Leiter eine Führung in dieser Kirche machte.
Bei seiner Prüfung zum Führer vor einer Woche war die Tote Teilnehmerin und deshalb werden zunächst anderen Teilnehmenden der Führung befragt. Allerdings wohnte Sibylle noch nicht lange in einem Dorf bei Lübeck, obwohl sie als Kind hier gelebt hat. Was gibt es für Gemeinsamkeiten und welche Geheimnisse werden da verschwiegen? Privat steht Pia auch vor einer schwierigen Entscheidung, deren Antwort ihr nicht leichtfällt.
Wie meist gibt es eine Menge Ermittlungsarbeit, die die Spannung erhöht und am Ende wird es dann noch einmal richtig spannend. So hat mir auch der 21. Band wieder sehr gut gefallen. Das Buch habe ich wieder in einem Rutsch gelesen und ich freue mich schon auf 2027 und auf Band 22.
Rezensionen von brauneye29:
Die Lockvögel von Anna Nicholas
Hat mir gefallen
Zum Inhalt:
Isabel ist mal wieder gefragt. Zuerst verschwinden diverse Haustiere in der Nachbarschaft, wer macht so was? Dann ruft ihr früherer Kollege Tolo an und bittet sie um Hilfe bei der Ermittlung zur verschwundenen Floristin Paloma und dabei ist ihr Spürsinn gefragt, denn es stellt sich raus, dass die verschwundene Paloma nicht der einzige Vermisstenfall ist, die scheinbar zusammen hängen.
Meine Meinung:
Ich habe ein bisschen gebraucht um in die Geschichte reinzukommen, aber dann nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und wird richtig spannend,. Schön finde ich auch, dass man sich das Setting eben gut vorstellen kann, wenn man mal auf Mallorca war. Die besondere Beziehung zwischen Tolo und Isabel gefällt mir gut und hat Potenzial für noch mehr in weiteren Bänden.
Fazit:
Hat mir gefallen
Rezensionen von Lilli33:
Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Solider Reihenauftakt
Solider Reihenauftakt
Inhalt:
Helga Jónsdóttir ist recht neu im Dezernat für Gewaltverbrechen in Reykjavík. Dank Personalmangels muss sie trotzdem beim aktuellen Mordfall die Leitung übernehmen. Anfangs zwar noch unsicher, aber dann zunehmend entschlossener begibt sie sich auf die Spuren des Täters, der eine junge allein erziehende Mutter auf dem Gewissen hat.
Deren zehnjähriger Sohn ist vor dem Mörder geflohen und irrt in der Wildnis herum. Der Verkehrspolizist Bjarki ist hier der Mann der Stunde, denn keiner kennt sich in der Gegend so gut aus wie er. Gemeinsam suchen Helga und Bjarki den Jungen. Auch bei den weiteren Ermittlungen arbeiten die beiden zusammen. Bald schon wird klar, dass sie es mit einem intelligenten, planvoll vorgehenden Täter zu tun haben, der es nicht bei dem einen Opfer belässt …
Meine Meinung:
Von Michael Hjorth habe ich schon einiges mit Begeisterung gelesen; Bjarni Thorsson war bislang ein Unbekannter für mich. Die Gemeinschaftsarbeit der beiden Autoren hat mir insgesamt gut gefallen. Der Thriller, der im Mai 2026 im Rowohlt Verlag erschien, ist solide ausgearbeitet und bietet Zerstreuung und auch Spannung. Letztere kommt allerdings vor allem in der zweiten Hälfte des Buches zur Geltung. Und leider ist sie der Tatsache zuzuschreiben, dass sowohl Helga als auch Bjarki gravierende, dumme Leichtsinnsfehler machen. Ohne diese würde es nicht zu einer gefährlichen Situation kommen. Aber sei’s drum. Alles andere hat gepasst und ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
Vor allem die Protas haben mir gut gefallen. Beide sind mir ziemlich sympathisch, auch wenn viele Kollegen etwas an ihnen auszusetzen haben. Aber einfach dafür, dass sie ihr eigenes Ding durchziehen und sich nicht hinter Paragrafen verstecken, haben sie meinen Respekt.
Auch die Einblicke in Island, die wir in diesem Buch bekommen, fand ich sehr interessant. Landschaftsbeschreibungen, Atmosphäre, Land und Leute eben - da stimmt alles.
Nach einem kleinen Cliffhanger am Ende freue ich mich jetzt schon auf Band 2, der im November 2026 unter dem Titel „Stumme Fjorde“ veröffentlicht werden soll.
Rezensionen von Ele:
Im Jahr der Waldblüte von Bettina Seidl
In den Bergen ist die Freiheit
Im Jahr der Waldblüte, Familiensaga, EBook, dtv Verlag
Zwei ergreifende Frauenschicksale.
Babette und Burgi sind Freundinnen, sie wurden in den frühen 40er Jahren im Berchtesgadener Land geboren. Babette beugt sich dem willen ihrer Mutter und heiratet in eine angesehene Berchtesgadener Familie, Während Burgi dem ihr angedachten und von den Eltern ausgesuchten, um einige Jahre älteren Mann verschmäht und von daheim flüchtet.
Beide Frauen zahlen einen hohen Preis um ein eigenständiges Leben zu führen, doch entgegen aller Widerstände halten sie an ihrem selbstbestimmten Leben fest.
Als Babette geboren wird blühte der Wald und immer wieder, wenn bedeutende Wendungen in ihrem Leben anstanden, hat der Wald geblüht. Bettina Seidl kann hervorragend erzählen, über das Leben im Einklang mit der Natur, über das harte und schwierige Leben in vergangener Zeit, auf einem Einödhof, hoch in den Bergen, gerade für Frauen. Bildhaft schildert sie über die traditionelle Arbeit im Berchtesgadener Land. Spanschachteln zu bemalen, über das Imkern, das Gärtnern und das Versorgen der Familie, die Stellung einer verheirateten Frau. Dazu im Gegensatz, das Leben von Burgi, in einer großen Stadt als junges Mädchen, ohne Angehörige, die als Krankenschwester großstädtisch und alleinstehend ihr Leben lebt.
Das Buch handelt von einer großen Liebe die niemals erfüllt wird, das war sehr emotional und traurig. Mich hat das Schicksal beider Frauen zutiefst berührt, ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen, weil ich keine Stelle gefunden habe, an der ich es aus der Hand legen wollte. Der Roman besteht aus 74 Kapiteln, in mehreren Zeitebenen, jedes Kapitel ist mit Zeitangabe versehen, damit der Leser den Überblick nicht verliert. Schwer getan habe ich mich mit den Frauen in Babettes Familie, immer wieder musste ich überlegen wer nun Mutter Oma oder Tochter ist, mit der Zeit konnte ich mich jedoch orientieren, und Babette erst als Mädchen, dann als Frau und später als Oma einordnen. Dazwischen immer wieder Kapitel mit der Überschrift „heute“. Den Übergang von damals in die Gegenwart, den hat die Autorin gefühlvoll und authentisch erzählt. Neuerungen, vom Kohleherd zum elektrischen Herd. Kleidung, Fahrzeuge, Fremdenverkehr, die Entwicklung um Berchtesgaden ist nachvollziehbar und interessant geschildert. Dazu passt auch, wie sich die bemalten Spanschachteln mit der Zeit verändert haben.
Die Figuren sind so echt geschildert, man meint sie persönlich zu kennen. Leni Babette und auch Rosa, die sind mir so lieb geworden, vor allem Babette wie sie konsequent ihr Leben gemeistert hat, hat mir viel Hochachtung abverlangt. Dagegen Irmingard, die die böse Schwiegermutter gibt, mit ihrer gesamten Familie, haben mich mitunter sehr zornig gemacht.
Ich habe schon die Dorflehrerin-Bücher von Seidl, die in der gleichen Gegend spielen, genossen. Diese beschriebene Region ist mir selber lieb und vertraut. Genauso wunderschön, wild und atmosphärisch hat die Autorin, die Landschaft ihre Heimat, bildhaft dargestellt. Das prägt auch den Charakter der Handelnden.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung
Rezensionen von Katja K.:
Dire Bound von Sable Sorensen
Absolute Sogwirkung
Ich hatte lange kein Buch mehr, bei dem ich einfach nicht mehr aufhören konnte zu lesen und ständig Angst vor dem Moment hatte, in dem ich das Ende erreichen würde. Für mich ist dieses Buch jetzt schon ein absolutes Highlight, so muss Fantasy sein!
Tatsächlich erinnert die Story sehr an Fourth Wing mit Panem-Vibes und ist damit nicht unbedingt neu, wird aber meiner Meinung nach erwachsener und extrem mitreißend erzählt.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und fesselnd, die Charaktere gut ausgearbeitet und für mich deutlich spürbar, auch wenn manche von ihnen mysteriös scheinen. Die Schattenwölfe liebe ich! Eigentlich passiert ständig etwas, ohne dass die Story gehetzt wirkt. Ich fand sie durchweg spannend und es gab auch unerwartete Wendungen.
Kleine Kritikpunkte beziehen sich auf die Spice-Szenen, die ich teilweise überflüssig und langatmig fand. Außerdem war ich etwas enttäuscht darüber, dass ich ein Ereignis schon sehr lange habe kommen sehen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.
Insgesamt kann ich für dieses Buch nur eine große Empfehlung an alle Fantasy-Fans aussprechen, die kein Problem mit Brutalität haben. Macht euch darauf gefasst, dass ihr das Buch nicht so schnell aus der Hand legen könnt!
Rezensionen von gabiliest:
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Der Kampf um die Drachenperle
Die bekannte britische Autorin Naomi Ishiguro hat mit ihrem epischen Fantasyroman “The Rainshadow Orphans” den ersten Band einer Trilogie von vorgelegt. Dystopische Szenarien treffen auf den Kampf um Gerechtigkeit und das Gute im Menschen. Der farbenfrohe und phantasievoll entworfene Buchumschlag sowie der exklusive dreiseitige Motivfarbschnitt zeigen den Bezug zu japanischer Mythologie.
Das Buch ist hochwertig ausgestattet, zum besseren Verständnis trägt eine Karte von Rainshadow Island am Buchanfang bei.
Rainshadow Island ist eine zweigeteilte Insel. Im wohlhabenden Abschnitt ist der Palast von Kaiserin Asayo Soramoto, die zusammen mit der Verbrecherorganisation der Lucky Crows über die Insel herrscht. Im durch einen elektrisch geladenen Stacheldrahtzaum von der Stadt abgetrennten Teil wohnen die Kinder des Hüters, eines Kindgottes, bettelarm und ausgebeutet. Dort lebten auch die drei Wahlgeschwister Mei, Toshiko und Jun Kawakami. Als Waisenkinder wurden sie von Tante Reiko aufgenommen. Der Anführer der Lucky Crows, Ken Saito, hat Tante Reiko ermordet. Seitdem leben die Geschwister im Verborgenen in der Stadt, um sich an Saito und den Crows zu rächen.
Bei einem Fest stiehlt Toshiko Ken eine Drachenperle, die übernatürliche Kräfte hat. Auch der kleine Haru, Sohn der Kaiserin, scheint diese Fähigkeiten zu haben, denn er kann Sonnengeister sehen und ist fest entschlossen, die Perle den Drachen, denen sie gestohlen wurde, zurückzugeben. Doch die Sensei, die Anführerin der Crows und selbst magisch begabt, scheut keine Brutalität, um die Perle zu erhalten. Denn sie und die Kaiserin planen, menschenähnliche Bots zu erschaffen. Dazu brauchen sie den Halbmond des Hüters, den armen Teil der Stadt. Nur Haru und die mutigen Bewohner scheinen das Blatt wenden zu können, es gibt fürchterliche Kämpfe. Doch dann taucht plötzlich ein Drache aus dem Meer auf..…
Naomi Ishiguro hat einen beeindruckenden Roman geschrieben, der nicht nur alternative Welten schafft, sondern auch Bezug zur Realität hat. So wird die Ausbeutung des armen Teils der Bevölkerung, ihre Angst und Not überzeugend dargestellt. Die absolute Herrscherin nützt ihre Untergebenen aus, die kaiserliche Garde und die Kriminellen bedrohen immer wieder das Leben der Menschen. Die Verflechtung mit einer Verbrecherorganisation, die enormen Einfluss gewonnen hat, ist nicht nur spekulative Fiktion sondern zeigt, welche gesellschaftlichen Entwicklungen absolute Herrschaft hervorbringen kann. Besonders hervorzuheben ist die stimmige Zeichnung der Charaktere der drei Geschwister. Mei ist ein Computergenie, als Hackerin gelingt es ihr immer wieder, die Kommunikationswege der Crows zu stören. Toshiko ist eine furchtlose Kämpferin, die nie aufgibt. Jun ist ein Heiler. Alle drei übernatürlichen Gaben sind unverzichtbar, um die Herrschaft der Kaiserin und das Elend der Hüterskinder zu beenden. Auch der kindliche Kaiser Haru, der Sonnenwesen liebt und bereit ist, ein gerechter Herrscher zu werden, ist einfühlsam dargestellt. Doch ist auch die Sensei besiegt? Wie eng liegen Loyalität und Verrat beisammen?
Mein Fazit:
Der Roman steht für phantastische Welten, bevölkert von magischen Wesen. Bittere Armut und Entrechtung stehen Menschen, die ihre Macht und Herrschaft missbrauchen, gegenüber. Nur mit Mut und Zusammenhalt gelingt es, dieses Joch und den Einfluss krimineller Organisationen abzuschütteln und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Verlustreiche Kämpfe bringen den Tod, aber auch Freiheit und den Glauben an eine bessere Zukunft. Dennoch ist das Böse noch nicht besiegt.
“The Rainshadow Orphans” ist ein bis zur letzten Seite spannender, ideenreicher und in bildhafter Sprache geschriebener Fantasyroman, auf dessen Fortsetzungen ich mich freue. Dieser erste Teil der Trilogie hat mir sehr gut gefallen und ich bewerte ihn mit fünf Sternen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Zelten mit Juli von Petra Eimer
Liebevoll und sehr hochwertig gestaltetes Kinderbuch
"Zelten mit Juli" ist bereits der siebte Band der erfolgreichen Kinderbuchreihe um Paul und sein Pferd Juli, den die Autorin und Illustratorin Petra Eimer veröffentlicht hat. Im Mittelpunkt der Abenteuergeschichte stehen die Tierischen Sechs, die aus dem Ich-Erzähler Paul, seinem besten Freund Max und seiner Freundin Anna von nebenan bestehen sowie der Stute Juli, ihrem Fohlen Juno und dem Hund Watson.
Die Tiere arbeiten seit dem Sommer an der Schule der Kinder als Therapietiere.
Um seinen Schülerinnen und Schülern die Natur näherzubringen, fährt Schuldirektor Seibel mit ihnen nach Bayern zum Zelten. Mit dabei sein werden Frau Grimscheid, die Klassenlehrerin der Kinder, und natürlich die drei Schultiere, für deren Transport und Betreuung Herr Hoppe zuständig ist, Julis ehemaliger Besitzer. Für eine Woche werden sie Gäste in einem Camp sein, das sich für den Schutz der Umwelt einsetzt. Im Camp der guten Hoffnung werden sie von Annika begrüßt, die mit ihrem Mann Thomas das Camp leitet. Die Kinder sind von den strengen Campregeln wenig begeistert. Außerdem ist das Baden im See verboten, weil dort viel Plastikmüll herumliegt. Die Tierischen Sechs beginnen mit ihren Ermittlungen, um herauszufinden, wer für die Verschmutzung verantwortlich ist ...
Die lehrreiche Geschichte mit dem wichtigen Thema Umweltschutz ist fesselnd und mit ganz viel Herz und Humor erzählt. Sie kann problemlos ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden, zumal alle Beteiligten auf den ersten Seiten ausführlich vorgestellt werden. Es gibt an einigen Stelle Verweise auf frühere Bände der Reihe, die die Kinder sicherlich neugierig auf die anderen Geschichten machen werden.
Das wunderschön gestaltete Kinderbuch umfasst 182 Seiten und richtet sich an Kinder ab etwa 8 Jahren zum Selberlesen, eignet sich aber auch hervorragend zum Vorlesen für jüngere Kinder. Die Schrift ist schön groß, die Sprache altersgerecht und gut verständlich. Der abenteuerliche Comic-Roman ist reich bebildert, auf jeder Seite befinden sich detailreiche und farbige Illustrationen. Sie sind ganz zauberhaft und laden die kleinen Leserinnen und Leser zum ausgiebigen Betrachten ein. Gut gefallen hat mir auch, dass die Autorin besonders zu betonende Wörter durch farbige Großschreibung und Unterstreichungen optisch hervorgehoben hat.
Absolute Lese- und Vorleseempfehlung für dieses wunderbares Kinderbuch, das Mädchen und Jungen gleichermaßen begeistern wird!











