Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Sommer ist mein Lieblingsort von Franziska Blum
Wunderbarer Sommerroman, mit dem wichtigen Thema Tierschutz
Das Cover kommt schon wunderbar sommerlich- leicht daher, und dieser Eindruck wird auch im Inhalt bestätigt! Wer einen leicht zu lesenden Roman für den Strandkorb sucht, der aber auch ernste Themen wie den Tierschutz vereint, der ist hier goldrichtig und wird genauso viel Freude beim lesen haben wie ich das getan habe!
Inhaltlich dreht sich die Geschichte um Cäcilia, ihre Pfoteninsel ist so viel mehr als nur ein Tierheim auf Sylt: Es ist ein Zufluchtsort für die vielen süßen Fellnasen.
Denn das Leben der niedlichen Vierbeiner zu verändern, ist Cäcilias größte Leidenschaft, weshalb sie bis zur totalen Erschöpfung arbeitet. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sie dringend Abstand und Urlaub braucht. Doch bevor Cäcilias Reise so richtig begonnen hat, trifft sie auf den attraktiven Camper Roman, dessen Charme sie sich nicht entziehen kann. Unverhofft findet sie schnell eine Verbindung zu dem großen Mann mit den smaragdgrünen Augen. Obwohl Cäcilia merkt, dass dieser etwas verbirgt, fällt es ihr immer schwerer, ihr Herz nicht an ihn zu verlieren. Aber wer ist Roman wirklich?
Ich bin sehr leicht in die Geschichte reingekommen, der der Schreibstil liest sich wunderbar locker und leicht und die Seiten fliegen nur so dahin! Das Buch wird aus Sicht von Cäcilia erzählt, sie ist eine so sympathische Person, der die Tiere immer am Herzen liegen und dies merkt man in jeder Seite des Buches! Ihre Gedanken und Gefühle sind immer sehr nachvollziehbar und realistisch beschrieben, ebenso wie auch die Erschöpfung in die Cäcilia am Anfang fällt sehr lebensnah ist. Aber auch die anderen Personen in dieser Geschichte sind so herzlich und einzigartig und am Ende ist es so, als würde man sich von lieb gewonnenen Freunden verabschieden müssen!
Das Buch vereint einerseits einen wunderbarer Urlaubsroman, der den Leser nach Italien und auf Sylt führt, aber auch das wichtige Thema Tierschutz. Obwohl ein Wohlfühlbuch, wird auch auf die düsteren Zustände aufmerksam gemacht und es wird "der Finger auf die Wunde gelegt" was ich sehr gut und richtig finde, da es so ein wichtiges Thema ist das immer wieder Aufmarksamkeit verdient.
Da mir die Geschichte, die Personen und die Drei- und Vierbeiner so gut gefallen haben, würde ich mich total über eine Fortsetzung freuen in der ich wieder in die Welt rund um die Pfoteninsel eintauchen kann! Von mir eine aboslute Leseempfehlung!
Rezensionen von DoraLupin:
Zwischen Abschied und Neubeginn von Regine Kölpin
Wunderbare Fortsetzung der Hebammen-Saga
Ich habe bereits der ersten Teil dieser Hebammen-Reihe gelesen und regelrecht verschlungen, weil er mir so gut gefallen hat, deshalb wollte ich natürlich unbedingt wissen wie es weitergeht, vorallem auch da ich mich für die Arbeit der Hebammen sehr interessiere!
Diesmal geht es in die Wesermarsch, 1981: Eine Friedensaktivistin, die den Vater ihres Kindes nicht kennt und daran zu zerbrechen droht.
Eine verängstigte Mutter, die um ihr Neugeborenes bangt. Ein Mann, der verzweifelt um sein uneheliches Kind kämpft. In Esthers und Luises Hebammenpraxis treffen bewegende Schicksale aufeinander, und Tag für Tag spenden die beiden Frauen Mut und Zuversicht. Doch plötzlich wird ihre eigene Existenz bedroht und alles steht auf dem Spiel. Esther muss eine Entscheidung treffen. Aber ist es die richtige?
Der Schreibstil war wieder sehr gut zu lesen, wie auch schon im ersten Teil, sehr leicht und flüssig fliegen die Seiten nur so dahin. Besonders schön fand ich, dass man sich die Zeit der 80er Jahre sehr gut vorstellen kann und man die Geschichte immer vor Augen hat, als würde man gerade einen Film sehen!
Esther und Luise sind beide sehr sympathische Menschen, die ich währed ihrer Arbeit und auch privat sehr gerne begleitet habe. Die Entwicklung der Personen war wirklich schön zu verfolgen!
Ich fand die Handlung zu jeder Zeit interessant und spannend, es ist immer etwas los und langweilig wird es einem als Leser sowieso nie! Besonders schön fand ich die berührenden Momente der Geschichte, die einem immer wieder das Herz gewärmt haben, trotz der manchmal auch traurigen Schicksale.
Fazit: Eine ganz tolle Forsetzung und eine Reihe, von der ich wohl noch 100 weitere Bücher lesen könnte!
Rezensionen von DoraLupin:
Das Bettelmädchen von Helene Winter
Mutige Frauen und absolute Vorbilder!
Ich hatte bisher noch nicht von Schwester Henny gehört, welche Schande, da ich selbt gebürtig aus der Nähe von Stuttgart komme und eine Ausbildung als Krankenschwester habe! das wollte ich nun aber schnell ändern und muss sagen, dass diese tolle Frau ein echtes Vorbild ist und die Frauen im Buch generell sehr mutig und stark sind und für ihre Träume einstehen!
Inhaltlich führt das Buch nach Stuttgart ums Jahr 1906: Verzweifelt setzt ein junges Mädchen, Sophie, das zur Bettelei gezwungen wird, all seine Hoffnung auf Schwester Henny.
Die energische Polizeiassistentin ist bekannt für ihre Sorge um die Schwächsten der Gesellschaft, kämpft jedoch mit der Gleichgültigkeit ihrer Vorgesetzten. Erst in der forschen Mitzi, die nur Hennys energisches Eingreifen davor bewahrt hat, als Prostituierte abgestempelt zu werden, findet sie eine Mitstreiterin. Als Mitzi eine Wohnung entdeckt, in der immer wieder verwahrlost aussehende Kinder auftauchen, vermutet Henny Kinderhandel und wagt einen gefährlichen Plan, die Drahtzieher zu überführen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil ist so locker und leicht, da sind die Seiten nur so dahin geflogen und ich konnte das Buch sowieso kaum zur Seite legen, da ich immer mehr über diese tollen, mutigen Frauen erfahren wollte! Von Anfang an ist man ganz in der vergangenen Zeit gefangen und erlebt mit Henny, Sophie und Mitzi am eigenen Leib förmlich mit, wie es ist eine Frau in dieser Zeit zu sein! Das Buch wird aus Sicht dieser genannten drei Frauen erzählt, alle sind ganz unterschiedlich vom Charakter und doch eint sie alle der Mut, an ihrer Situation etwas zum Besseren ändern zu wollen! Sophie möchte ihrem Peiniger entfliehen, Mitzi kämpft für bessere Bedingungen der Schankfrauen und Schwester Henny kämpft für all die Kinder und Frauen die ein schlechtes Leben haben und steht für die Schwächsten der Gesellschaft auf!
Ich fand das Buch einfach nur toll! So mitgezogen hat mich eine Geschichte lange nicht mehr wie diese. So spanend und interessant und zugleich emotional fiebert man mit jeder einzelnen Protagonistin mit und lernt ganz nebenbei noch unglaublich viel über die damalige Zeit kennen. Ich bin einfach nur begeistert und finde, diese Frauen kann man sich wirklich zum Vorbild nehmen, was Mut, der Glaube an Veränderung und die Empathie für schächere Menschen angeht! Ich freue mich schon sehr auf den nächten Teil und kann diesen kaum erwarten!
Fazit: Ein richtiges Highlight, das ich nur weiterempfehlen kann!
Rezensionen von DoraLupin:
The Paris Maid - Der stille Mut von Ella Carey
Im Widerstand
Paris, 1944. Louise Basset arbeitet als Hausmädchen im legendären Hotel Ritz. Dort, wo die Mächtigen der deutschen Besatzung logieren, wo Champagner fließt und Geheimnisse im Schatten der Kristallleuchter ausgetauscht werden. Niemand ahnt, dass Louise jedes Gespräch, jedes Flüstern belauscht, und alles an die Résistance weitergibt.
Als ein junger alliierter Pilot verletzt ins Hotel geschmuggelt wird, gerät Louises gefährliches Doppelleben ins Wanken. Zwischen Angst und Sehnsucht, zwischen Pflicht und Liebe steht sie vor einer Entscheidung, die ihr Leben – und das vieler anderer – für immer verändern wird ...
Jahrzehnte später. Ihre Enkelin Nicole steht vor der prachtvollen Fassade des Ritz und kann kaum atmen. Auf einem vergilbten Foto sieht sie ihre Großmutter – kahlgeschoren, als Verräterin gebrandmarkt. Alles, woran Nicole geglaubt hat, zerbricht. Doch dann stößt sie auf eine Spur, die Louise in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt. War sie wirklich eine Kollaborateurin? Oder war sie eine Heldin, die alles opferte, um die zu retten, die sie liebte?
Dieser Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht, denn ich habe schon sehr viel über die Zeit des zweiten Weltkriegs gelesen, aber über den Widerstand in Frankreich und die Zeit zwischen der Besetzung von Paris und der Befreiung hatte ich bisher noch nicht so viel gewusst. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und bin wirklich sehr angetan von dieser interessanten Geschichte!
Gleich zu Beginn schockiert der Prolog, denn er ist absolut schonungslos und krass beschrieben, wie es damals auch wirklich gewesen sein muss und man fragt sich die ganze Zeit wie es dazu kommt, dass das Zimmermädchen Louise am so endet.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart aus Sicht von Nicole und die Vergangenheit erlebt man einmal aus der Sicht von Louise und dann vom Piloten Kid. Ich fand es sehr hilfreich, dass alle Charaktere ihre unterschiedlichen Sprecher hatten, denn so konnte man immer gut merken wo man sich in der Geschichte gerade befindet.
Die Handlung ist wirklich gelungen, man dringt richtig in die Geschichte ein, es geht um Widerstand, Anschläge und die Ressistance. Man erlebt aber auch den Alltag eines Piloten und den Alltag im Hotel Ritz mit und merkt die Unterschiede der Bevölkerung und den Gästen des Hotels mehr als nur einmal.
Fazit: Eine sehr interessante Geschichte rund um die Ressistance und die letzten Tage des besetzten Frankreich. Gerade das Ende konnte mich nochmal richtig verblüffen mit einer unerwarteten Wendung. Gern empfehle ich die Geschichte weiter, gerade auch als Hörbuch.
Der Sprecher und die beiden Sprecherinnen hatten alle sympathische und angenehme Stimme, haben gut gesprochen und die Handlung lebendig vorgelesen.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Sehr gelungener Thriller, spannend bis zum Schluss
Helga Jónsdóttir ist für ihre erste Mordermittlung zuständig. Eine junge Frau wurde ermordet und vergewaltigt in einem Pferdestall aufgefunden. Ihr 10jähriger Sohn verschwunden. Sie macht sich auf die Suche nach ihm, Unterstützung bekommt sie von Bjarki, einem Polizisten.
Ein Island-Thriller von Hjorth & Thorsson.
Nachdem ich die Bücher von Hjorth & Rosenfeldt immer sehr gut fand, war ich gespannt und neugierig auf dieses Buch. Auch die Inhaltsbeschreibung klang sehr interessant. Und ich wurde nicht enttäuscht. Ein richtig guter Thriller. Ich fand es ab der ersten Seite an spannend und bin auch bis zum Schluss neugierig geblieben wie es wohl ausgehen wird. Es war flüssig geschrieben, für mich gab es keine langweiligen Passagen im Text. Die Story war gut durchdacht und umgesetzt. Mir hat auch gut gefallen, dass die einzelnen Kapitel immer recht kurz gehalten waren, außerdem waren sie immer mit Namen überschrieben, aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Die beiden Hauptermittler Helga und Bjarki kamen bei mir als Leser sehr sympathisch an und haben gut miteinander harmoniert. Ich freue mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.
Das Cover des Buches finde ich sehr ansprechend und schön gestaltet.
Fazit: Sehr empfehlenswerter spannender Island-Thriller.
Rezensionen von Dragon:
Yesteryear von Caro Claire Burke
Hinter dem perfekten Schein
Als ich die ersten Seiten von Yesteryear umblätterte, fühlte ich mich wie vor einer glänzenden Glasvitrine. Alles wirkt perfekt: die Farm mit Tieren, der Mann an ihrer Seite, die lachenden Kinder, das makellose Performen vor der Kamera, wenn Natalie Heller Mills ein neues Rezept aufnimmt. Und doch spürt man von Anfang an, dass hier mehr ist als ein Instagram-Feed, der in Echtzeit erzählt.
Es ist eine Geschichte, die hinter dem Vorhang lauert.
Die Autorin Caro Claire Burke führt uns behutsam durch drei Handlungsebenen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. In der Vergangenheit zeichnet sich ein Muster ab, das viele kennen. Der Traum von einem stabilen, anerkannten Leben, der Druck, Erwartungen zu erfüllen, die sich wie eine zweite Haut anfühlen. Natalie versucht, alles zu managen, Familie, Karriere, Ansehen und doch schimmert darunter eine Ungeduld, eine stille Überforderung, die selten laut wird, aber ständig arbeitet. Diese Rückblenden sind kein nostalgischer Rückblick, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme der Erschöpfung, die sich hinter dem perfekten Bild verbirgt.
Mit wachsender Followerzahl steht Natalie mitten im Blickfeld der Öffentlichkeit. Die Farm, die Social-Media-Perfektion, die scheinbar mühelose Organisation des Haushalts; all das wird zu einem Spiegel, dessen Glas längst Risse zeigt. Die Autorin scheut sich nicht davor, die inneren Monologe zu platzieren, die oft unausgesprochen bleiben: Zweifel an der eigenen Rolle als Mutter, Angst vor dem Verlust von Individualität im Druck des Familien-Images, das ständige Pendeln zwischen Selbstwertgefühl und dem Gefühl, doch nur eine Darstellerin zu sein.
Die Zukunftsperspektive zeigt, wohin das dauerhafte Spiel mit Identität führen könnte, wenn man sich zu sehr an das Bild bindet, das andere von einem haben wollen. Was Yesteryear meiner Meinung nach besonders stark macht, ist die Schonungslosigkeit, mit der die Autorin innere Konflikte, Ängste und Spannungen schildert, ohne in Klischees zu verfallen. Es gibt keine simplen Lösungen, nur ehrliche, manchmal schmerzliche Schritte in Richtung Selbstakzeptanz und echter Kommunikation.
Yesteryear ist kein schillernder Enthüllungsskandal, sondern eine ehrliche, manchmal schonungslos offene Auseinandersetzung mit dem Druck, als Frau, Ehefrau und Mutter in der digitalen Ära Perfektion zu spielen. Wer bereit ist, sich auf eine vielschichtige Erzählung einzulassen, wird berührt von der Menschlichkeit, die hinter dem Social-Media-Lichtschein liegt. Eine eindringliche Lektüre, die lange nachhallt und mich wirklich mitreißen konnte.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Homesick von Silvia Saunders
Über die Depression eines jungen Mannes und was sie mit einer Beziehung macht
Mara ist Mitte 20 und seit mehreren Jahren in einer Beziehung mit Tom. Sie verdient ein bescheidenes Einkommen in einer Bibliothek, während er viel Stress als Referendar hat. Altersmäßig befinden sich die beiden in einer Zeit, in der langsam der Druck größer wird, die Unverbindlichkeit zu beenden und herauszufinden, ob es genug Tragfähiges für eine längerfristige gemeinsame Zukunft gibt.
Da bekommt Mara durch ein frühzeitiges Erbe die Möglichkeit, eine Wohnung in London zu kaufen. Schon von Anfang an zeigt sich Tom, der nie ein großer Fan dieser Stadt war und seine Heimatstadt Birmingham, mehrere Zugstunden entfernt, vermisst, nicht sehr begeistert davon. Schließlich macht zieht er aber dann doch halbherzig mit, bis zu seinem psychischen Zusammenbruch, seiner darauffolgenden Krankschreibung und der Rückkehr zu seiner Herkunftsfamilie nach Birmingham. Es stellt sich heraus, dass er an schweren Depressionen leidet. Die Liebe zwischen Mara und Tom ist aber groß und sie versuchen, nach der allerschlimmsten Phase mit regelmäßigen gegenseitigen Besuchen an einer Fernbeziehung festzuhalten... doch kann das irgendeine Zukunft haben?
Das Buch ist leichtgängig und humorvoll geschrieben, doch thematisch sehr tiefgründig. Es besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die sich leicht und schnell lesen, damit ist es deutlich schneller gelesen als die meisten anderen Bücher dieses Umfangs.
Was aus dem Klappentext nicht hervorgeht, ist, wie stark das Thema männliche Depression ein Schwerpunkt des Buches ist. Überhaupt finde ich den Klappentext nicht sehr gut getroffen und er weckt eher einen falschen Eindruck von diesem Buch: es geht auch nicht darum, ob Mara sich zu sehr an ein Leben ohne Tom gewöhnt. Auch der Sticker "Comedy Women in Print Award" führt bei der Einschätzung des Buches eher in die Irre, es ist zwar durchaus zynisch-sarkastisch geschrieben, aber das Hintergrundthema ist doch zu düster und ernst für wirkliche Comedy.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man gemeinsam mit Toms schwerer Depression und allem, was daraus resultiert, zurechtkommen kann, ob die Beziehung damit noch eine Zukunft haben kann und wie diese aussehen könnte. Denn eine dauerhafte Fernbeziehung, noch dazu unter der Belastung einer psychischen Erkrankung eines Partners, ist keine tragfähige Basis für eine, die sich Verbindlichkeit, Heiraten und Kinder wünscht.
Ich empfehle also, den Klappentext zu ignorieren und bei der Entscheidung für dieses Buch zu überlegen, ob man gerade die psychischen Kapazitäten hat, sich mit dem sehr ernsten Thema Depression in einer Beziehung auseinanderzusetzen. Wenn man das hat, dann ist es durchaus ein lohnenswertes Buch für alle, die gerade selbst in ihren 20ern sind, aber auch durchaus noch für ältere Leserinnen und Leser, die auf diese Lebensphase zurückblicken. Denn es thematisiert tiefgründig reale Entscheidungen und Herausforderungen, vor denen die meisten Menschen in diesem Alter stehen, wenn sich immer mehr die Frage stellt, welche Beziehung langfristig die eigenen Zukunftswünsche tragen kann.
Rezensionen von yellowdog:
Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang
Routiniert
Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang ist ein Thriller aus Südkorea, der von der Machart im wesentlichen aber westlichen Romanen dieser Art ähnelt. Er zeigt eine Frau, die aus Verzweiflung viel tut, um einer gewalttätigen Beziehung und Verfolgung zu entgehen.
Jae-Young nimmt eine fremde Identität an.
Das bietet ihr kurzfristig Schutz.
Mit den Schilderungen der Gefühlswelt der Frau fährt die Autorin erstaunlich eindimensional. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. So bleiben mir die Figuren ein Stück weit gleichgültig.
Das Buch lebt von überraschenden Wendungen und ist so filmisch gestaltet, als wenn die Autoron schon beim Schreiben an eine Verfilmung gedacht hat.
Fazit: Ein routinierter Thriller.
Rezensionen von Marie aus E.:
Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher
Klingt leider nicht nach
Das Buch ist so wunderschön gestaltet - hier hat der Verlag einfach großartige Arbeit geleistet. Ein stimmiges Cover, das sich auch unter dem Schutzumschlag fortsetzt, die Farbwahl so gelungen samt passendem Lesebändchen und dann auch noch der Buchschnitt und im Inneren ein Page Overlay. Nicht zu vergessen das Format, das breiter ist als gewohnt.
Ein echtes Schmuckstück, ich hoffe sehr, dass es noch weitere so schön gestaltet Bücher gibt.
Zum Inhalt: es geht um drei Freunde, Britta, Pia und Martin, die zusammen ihre Jugend in einer Kleinstadt verbringen. Eine Dreier-Konstellation wird meistens irgendwann schwierig, so auch hier und es kommt zum Bruch. Pia verschwindet und die drei haben keinen Kontakt mehr.
Dann wechselt das Buch ins Jahr 2020 - zwei Jahrzehnte später - und die Handlung spielt zu Beginn der Corona Pandemie. Wobei das nur angerissen wird und nicht wirklich Bedeutung hat (was ich seltsam fand, denn die Stimmungs- und Faktenlage damals findet kaum Eingang in die Geschichte, dabei hat es doch das damalige Leben so dominiert). Hier treffen die damaligen Freunde wieder aufeinander, genau in der Kleinstadt, in der sie alle schon lange nicht mehr leben.
Ganz langsam wird der damalige Sommer, der zum Bruch führte, geschildert.
Dazu gibt es noch die persönlichen Handlungsstränge des Freunde-Gespanns, die an Nebenschauplatzdramen nicht sparen.
Und trotzdem hat mich das Buch emotional nicht abgeholt, es war mir zu flach.
Was mich auch wirklich genervt hat, das waren die Überschriften über jedem Kapitel, die in Kalenderspruchqualität dort standen.
Andererseits hat sich das Buch aber richtig schön lesen lassen, ich habe mich trotz Vorhersehbarkeit überhaupt nicht gelangweilt.
Mein Fazit: Der Inhalt kann mit der wunderschönen Optik nicht ganz mithalten, ist aber eine unaufgeregte Sommerlektüre. Und das ist ja überhaupt nicht verkehrt.
Rezensionen von Ryria:
The Poet Empress von Shen Tao
Beeindruckende Mischung aus Fantasy und historischem Drama
The Poet Empress ist eines dieser besonderen Bücher, die einen von der ersten Seite an packen und nicht wieder loslassen, weit über die letzte Seite hinaus.
Gleichzeitig ist auch von Anfang an schnell klar, dass dies keine leichte Geschichte sein wird, sondern stattdessen von Leid und Grausamkeiten gezeichnet ist.
Yin Wei wächst als Tochter eines Reisbauern in Armut und Hunger auf, sieht aber einen Ausweg, als Konkubinen für den Thronfolger des Kaisers gesucht werden.
Leider nur ist das Leben im Palast voller Gefahren und erinnert immer wieder an historische Erzählungen über Intrigen im chinesischen Kaiserpalast.
Hier gelingt der Autorin eine tolle Mischung: Das wohlbekannte Setting wird mit Fantasy-Elementen nicht nur ergänzt, sondern wunderbar bereichert.
Die Magie wirkt nicht fehl am Platze, sondern fügt sich ganz natürlich in die Welt ein, das System dahinter ist leicht verständlich und doch außergewöhnlich.
Generell hat mich die Atmosphäre durchgängig in ihren Bann gezogen, man ist in jeder Szene mitten drin, kann sich die Kulisse gut vorstellen und fühlt mit den Charakteren mit.
Diese waren auch schön ausgearbeitet - Wei war mir schnell sympathisch, aber auch die Nebencharaktere konnten überzeugen und selbst Prinz Terren lernt man im Laufe der Geschichte besser kennen.
Vereinzelt hätte ich mir noch eine Charakterübersicht gewünscht, aber auch ohne konnte ich mir die wichtigsten Namen recht gut merken.
Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen, wenn auch nicht super außergewöhnlich oder poetisch (wie es der Titel vielleicht vermuten lässt), dies hat mich aber gar nicht gestört.
Insgesamt ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen wollte und das mich auf die beste Art an Werke wie "A Song to Drown Rivers" erinnert hat.











