Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nina_xx:
Kein Sommer ohne August von Lucy Astner
Ein Jahres-Highlight!
Das Buch handelt von Charlie Henderson, die aufgrund einer Erbschaft zurück in ihren Heimatort kommt. Dort trifft sie wieder auf August Green, ihr bester Freund aus der Kindheit. Die Kapitel begleiten die Leser dabei, die Geschichte von Charlie und August mitzuerleben. Dabei haben mir die Verbindungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart sehr gut gefallen.
Durch den leicht verständlichen Schreibstil und die beschrifteten Kapitelnamen, verliert man nicht den Überblick. Stattdessen bin ich in einen Lesefluss geraten und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.
Die Protas, aber auch die Nebencharaktere, werden lebendig beschrieben und wir lernen sie über das Buch hinweg immer besser kennen, sodass sie mir auch ans Herz gewachsen sind. Gäbe es die Aussicht auf einen zweiten Teil, würde ich mir diesen sofort besorgen. Ich bin in der Geschichte förmlich versunken, durch das Setting und Worldbuilding hat sie eine Comfort-Athmosphäre, die perfekt für den Sommer ist. Ich habe sämtliche Emotionen während des Lesens verspürt, doch keine einzige hat sich erzwungen angefühlt; Die Geschichte berührt das eigene Herz. Das Buch hat diesen natürlichen Charakter, der mir sehr gut gefallen hat.
Ich konnte die Motive und Handlungen der Protas gut nachvollziehen. Über die Kapitel hinweg, konnten wir die Entwicklung der beiden miterleben und das, was sie über sich und das Leben gelernt haben, kann man durchaus auch auf das eigene Leben beziehen. Ich hatte das Gefühl, dass sich Lucy Astner viele Gedanken darüber gemacht hat, wie sie diese Geschichte präsentieren möchte, und was sie mit ihr vermitteln möchte, daher kann ich sagen, dass sie mich letztlich voll und ganz überzeugt hat. Dass sie auch Drehbücher schreibt, wundert mich kein bisschen, da sich das Buch unglaublich lebendig angefühlt hat. Während dem Lesen, hatte ich stets Bilder im Kopf, was das beiseite Legen des Buches nur noch umso schwerer machte.
Die Geschichte, kombiniert mit dem farbenfrohen Cover und Farbschnitt ist definitiv ideal für den Sommer und ein must-read. Für mich war es ein 5-Sterne Erlebnis und auch ein Jahreshighlight, somit empfehle ich es auch an alle, die diese Rezension lesen. Es ist einfach ein Buch, das im Kopf bleibt.
Rezensionen von Nina_xx:
Mit dir bin ich echt von Mounia Jayawanth
Perfekt für den Sommer!
Das Buch "Mit dir bin ich echt" von Mounia Jayawanth handelt von Neyla, die ihre Sommerferien in einem marrokanischen Küstendorf verbringt. Seit ihre Mutter verstarb, war sie nicht mehr dort. An diesem Ort begegnet sie dann einem Freund aus ihrer Kindheit, von dem sie glaubte, dass er nur eine Einbildung war.
Mir hat das Lesen dieser Geschichte viel Freude bereitet. Ich fand die Charaktere verständlich und liebenswert. Es gab glückliche, romantische, lustige, aber auch traurige Passagen. Durch den Schreibstil der Autorin, welcher sich total flüssig lesen lässt, hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Das Buch ist von innen genauso schön, wie von außen. Die Orte wurden so beschrieben, dass man zwar eine ungefähre Vorstellung im Kopf hat, sich aber dennoch selber kreativ ausleben kann.
Auch die Handlung hat mich vollumfänglich überzeugt. Die Autorin spricht dabei wichtige Themen, wie Kultur, Identität und menschliche Beziehungen an. Im Buch haben sich die Charaktere weiterentwickelt und reflektiert, doch auch als Leser kann man viel daraus für sich selbst mitnehmen. Zugleich ist es einfach eine wunderschöne YA-Summer-Romance, die einen nicht mehr loslässt. Für mich hat sie sich weder unnötig in die Länge gezogen angefühlt, noch gehetzt. Ich empfand die Geschwindigkeit der Geschichte angenehm und gut zu folgen.
Es war nun mein erstes Buch von Mounia Jayawanth, welches ich gelesen habe und kann sagen, dass sie mich auf jeden Fall überzeugt hat und ich weitere ihrer Bücher lesen möchte. Somit kann ich "Mit dir bin ich echt" auch an alle sowieso schon Interessierten empfehlen, aber auch an alle, die Romance mögen oder einfach ein Buch für den Sommer suchen, das sie vom warmen Alltag abschalten lässt.
Rezensionen von Nina_xx:
Mit dir bin ich echt von Mounia Jayawanth
Perfekt für den Sommer!
Das Buch "Mit dir bin ich echt" von Mounia Jayawanth handelt von Neyla, die ihre Sommerferien in einem marrokanischen Küstendorf verbringt. Seit ihre Mutter verstarb, war sie nicht mehr dort. An diesem Ort begegnet sie dann einem Freund aus ihrer Kindheit, von dem sie glaubte, dass er nur eine Einbildung war.
Mir hat das Lesen dieser Geschichte viel Freude bereitet. Ich fand die Charaktere verständlich und liebenswert. Es gab glückliche, romantische, lustige, aber auch traurige Passagen. Durch den Schreibstil der Autorin, welcher sich total flüssig lesen lässt, hat das Buch mich in seinen Bann gezogen. Das Buch ist von innen genauso schön, wie von außen. Die Orte wurden so beschrieben, dass man zwar eine ungefähre Vorstellung im Kopf hat, sich aber dennoch selber kreativ ausleben kann.
Auch die Handlung hat mich vollumfänglich überzeugt. Die Autorin spricht dabei wichtige Themen, wie Kultur, Identität und menschliche Beziehungen an. Im Buch haben sich die Charaktere weiterentwickelt und reflektiert, doch auch als Leser kann man viel daraus für sich selbst mitnehmen. Zugleich ist es einfach eine wunderschöne YA-Summer-Romance, die einen nicht mehr loslässt. Für mich hat sie sich weder unnötig in die Länge gezogen angefühlt, noch gehetzt. Ich empfand die Geschwindigkeit der Geschichte angenehm und gut zu folgen.
Es war nun mein erstes Buch von Mounia Jayawanth, welches ich gelesen habe und kann sagen, dass sie mich auf jeden Fall überzeugt hat und ich weitere ihrer Bücher lesen möchte. Somit kann ich "Mit dir bin ich echt" auch an alle sowieso schon Interessierten empfehlen, aber auch an alle, die Romance mögen oder einfach ein Buch für den Sommer suchen, das sie vom warmen Alltag abschalten lässt.
Rezensionen von kaloy54:
Ochsenkopf von Manik Sarkar
Die Tragikomödie eines Metzgers
Manik Sarkar hat mit seinem Buch "Ochsenkopf" einen amüsanten und intellektuellen Gesellschaftsroman geschrieben, in der er die Gleichgültigkeit der Gesellschaft hervorhebt. Der Protagonist Rensing junior hat seinem Vater schon als kleiner Junge in der eigenen Metzgerei geholfen und möchte jetzt, als Erwachsener, alles besser und moderner für seine Kunden machen.
Das schlägt jedoch auf den Preis für seine Fleischwaren und die Kunden wandern ab zum nächsten Supermarkt. Rensing junior will aber nicht aufgeben und verliert sich in seinen Traumvorstellungen von dem perfekten Laden und dem perfekten Fleisch. Manik Sarkar schafft es perfekt seinen Protagonisten mit seiner Sturheit und Dickköpfigkeit darzustellen. Trotz aller Tragik seiner Hauptfigur ist der Roman unterhaltsam, klug und gesellschaftskritisch geschrieben.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Das große Buch vom Kaffee von Deutscher Kaffeeverband; Britta Mattern; Holger Preibisch
Lesenswert: Das große Buch vom Kaffee
„Der Tag beginnt nach dem ersten Kaffee“ ist mein Leitspruch. Davor sollte man mich nicht ansprechen *grins*. In Deutschland und Österreich konsumieren Menschen im Schnitt rund 2,75 Tassen Kaffee täglich. Hochgerechnet bedeutet das über 1000 Tassen pro Jahr und Person.
Für alle, die verstehen wollen, was die Kaffeebranche in Deutschland heute prägt und welche Entwicklungen sie morgen bestimmen werden, ist das Buch des Deutschen Kaffeeverbandes sehr zu empfehlen.
Der Deutsche Kaffeeverband ist seit 1969 das Netzwerk der Kaffeebranche. Heute vereint der Verband rund 380 große und kleine Kaffeeunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von Nachhaltigkeit über Handel und Röstung/Verarbeitung bis hin zu Technik, Logistik und Analytik.
Das Buch zeichnet die Reise des Kaffees nach: von seinen Ursprüngen und dem traditionellen Handwerk in Äthiopien bis hin zu seinem heutigen Status als alltäglicher Begleiter auf der ganzen Welt. Wie entsteht Qualität? Welche Prozesse durchläuft die Bohne? Was bedeutet Verantwortung in der Welt des Kaffees? All diese Fragen werden eingehend behandelt.
Fazit: Das Buch ist eine empfehlenswerte, fundierte Einführung für alle, die die Kaffeebranche in Deutschland und ihre zentralen Themen besser verstehen wollen. Eine Schwäche bleibt der Abschnitt zur europäischen Verbreitung: Hinweise auf Wien nach der Zweiten Türkenbelagerung 1683 und auf Triest als wichtigen Transporthafen für den Kaffeeimport nach Italien und Zentraleuropa würden die historische Einordnung deutlich abrunden.
Rezensionen von Rinoa:
Pina fällt aus von Vera Zischke
Voller Menschlichkeit und Wärme
Was für ein wunderbares Buch! Schon von der ersten Seite haben mich die Geschichte und der schnörkellose Schreibstil gefangen genommen.
Die Autorin schafft es, so viel Gefühl und Wärme hineinzulegen, ohne dabei auch nur annähernd ins Kitschige oder Triviale abzugleiten.
Jeder der wirklich sehr unterschiedlichen Charaktere ist so wunderbar gezeichnet, mit allen Schwächen, Zweifeln, Unzulänglichkeiten und inneren Kämpfen, aber auch mit (zum Teil neuentdeckten) Stärken und ganz viel Empathie.
Dass bei dem Versuch, sich um Leo zu kümmern, nicht alles glatt läuft und es auch Rückschläge gibt, macht es für mich nur umso realistischer und menschlicher.
Dies ist kein Heile-Welt- oder Alles-Wird-Gut-Roman. Es ist die Geschichte von Menschen, die über sich hinauswachsen, Dinge tun, die sie selbst nicht (mehr) für möglich gehalten haben und dafür umso mehr zurückbekommen.
Und auch, wenn das Haus und die Gemeinschaft in der Hansastraße nur Fiktion sind, geben sie doch Hoffnung und für mich die Botschaft, über den Tellerrand zu schauen, besser hinzuschauen, nicht nur nebeneinander her, sondern miteinander zu leben.
Ich bin immer noch ganz begeistert und muss meinerseits aufpassen, hier nicht kitschig zu werden. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, für mich ist es ein Juwel und die Autorin eine absolute Entdeckung.
Rezensionen von Nele33:
Akte Nordsee - Die letzte Predigt von Eva Almstädt
gewohnt spannend
Der 4. Band der Akte Nordsee Reihe um die Rechtsanwältin Fentje Jacobsen und den Journalisten Niklas John der Autorin Eva Almstädt hält einige Überraschungen bereit.
Zu einer silbernen Konfirmation begleitet Fentje ihre Großmutter ins Nachbardorf Estherwieck um dem Gottesdienst beizuwohnen. Nach dem Gottesdienst hat Fentje ein seltsames Gespräch mit dem Dorf Pastor über seine geänderte und doch verwirrende Predigt.
Am nächsten Tag wird der Pastor Tod im Watt gefunden, die ersten Gedanken der Dorfbewohner deuten auf Suizid hin, hat er denn frühen Tod wird eine seiner Frau doch nicht wirklich verwunden. Die Obduktion ergibt jedoch klar Fremdverschulden. Ein paar Tage später wird die Leiche einer der ehemaligen Konfirmanden aufgefunden. Da Niklas durch einen Zufall die Frau mit in seiner Wohnung hatte, gerät er ins Visier der Ermittlungen und gilt als Tatverdächtig.
Die Figuren waren wie bei Eva Almstädt gewohnt sehr gut charakterisiert und das Privatleben von Fentje und Niklas nimmt nicht zu viel Raum ein. Ihre Stärke liegt in der sehr guten Zusammenarbeit, bei allen Unterschieden in ihren Lebenshintergründen.
Der Fall war diesmal sehr verworren und hatte einige Nebenschauplätze, die sich aber gut ins Gesamtgeschehen integriert haben. Die Auflösung des Falls hat mich leider nicht so überraschen können, war aber gekonnt geplant.
Ein Krimi für entspannte Lesestunden.
Rezensionen von M:
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Geheimnisse
Tills und Rena sind zwei dicke Freundinnen, die alle Geheimnisse miteinander teilen, wie Tilla meint. Doch eines Tages ist Rena plötzlich spurlos verschwunden und alle Informationen, die Tilla meint über sie zu haben, stellen sich als falsch heraus. Die angebliche Mutter ist nicht ihre Mutter usw.
Auch um viele andere Geheimnissee geht es in dem Buch, um eine Leiche, die nicht Rena ist, um Tillas Vergangenheit und die ihres Vaters und und und „Falls jemand fragt, wer wir waren“ und um Zeitgeschichte. Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, die Zeit der DDR . Der Schreibstil ist gut zu lesen, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und viele interessante zeitgeschichtliche Dinge waren zu erfahren. Ich finde es besonders gut, wenn geschichtliche Zusammenhänge so interessant in einer Romanhandlung verpackt sind. Von mir eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Vobabooks:
Unshame von Louisa Dellert
Stark, informativ und berührend
„Unshame - Wie wir uns von Idealen befreien und den weiblichen Körper wertschätzen“ ist ein Buch von Louisa Dellert. In diesem Buch geht es um diverse Themen rund ums Körperbild - dem Druck gut auszusehen, gesellschaftlichen Entwicklungen und Erwartungen, Schönheitsideale, Pretty & White Privilege, Social Media, Body Shaming, Diäten und Beautyeingriffe, Scham, Body Positivity und vieles mehr.
Besonders gefallen haben mir auch die offenen und berührenden Schilderungen eigener Gedanken und Erlebnisse der Autorin. Zudem gibt es am Kapitelende einige Reflektionsfragen, die zum Nachdenken und Verändern anregen. Abgerundet wird das Buch durch eine lange Liste von Accounts und Quellen, die thematisch noch weiterführen. Flüssig und kompakt zu lesen mit passendem roten Faden.
Das war ein berührendes, informatives, starkes und nachklingendes Buch zu einem wichtigen Thema, welches ich sehr gerne gelesen habe und das ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Wirf einen Schatten von Elena Fischer
Herzerwärmend
"Wirf einen Schatten" ist das zweite Buch von Elena Fischer, Jahrgang 1987, nach ihrem Debüt "Paradise Garden", das es 2023 auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat. Als ich mit dem Lesen begonnen habe, habe ich sofort gemerkt: diese Autorin kann schreiben. Sofort hat mich die Figur des einsamen Joseph, der von seiner Frau verlassen wurde und sie und den kleinen Sohn vermisst, in den Bann gezogen, ich habe mich mit ihm verbunden gefühlt und seine Fassungslosigkeit und sein Alleinsein stark spüren können.
Auch die Sprache Elena Fischers ist besonders und sie findet viele eindringliche Metaphern für das Geschehen:
"Aus dem Sehen wurde ein Schauen, aus dem Schauen ein Starren. Und dann - nichts." (S. 7)
Joseph ist ein sensibler Mensch. Er fühlt auch mit den Tieren, die er schlachten muss:
"Mittlerweile musste Joseph sich nicht mehr übergeben. Doch das Gefühl von Schuld war geblieben. Einmal hatte er versucht, mit dem Vater darüber zu sprechen. Doch der Vater, der nicht an den Schmerz der Hühner glaubte, hatte bloß gesagt: "Aus dir wird in diesem Leben kein richtiger Bauer mehr." (S. 35)
Schwer lastet es auf ihm, alleine den Bauernhof führen zu müssen, denn alle aus seiner Familie sind schon gestorben: Bruder Johann ist als Kind ertrunken, kurz darauf hat sich die Mutter das Leben genommen. Der Vater starb, als Joseph ein junger Erwachsener war, auch die Oma bald danach. Gehofft hatte Joseph, mit der tüchtigen Krankenschwester Lis an seiner Seite den Hof bewirtschaften zu können, doch nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Samuel haben sie sich auseinandergelebt, Lis hat sich allein gelassen und unverstanden gefühlt, hat realisiert, dass das Landleben doch nicht ihres ist und hat ihren Sohn verlassen und ist mit ihm in die Stadt gezogen.
Nun sitzt also Joseph am Weihnachtsabend alleine und verlassen in seinem Bauernhof, das Gewehr in der Hand. Welchen Sinn macht sein Leben noch? Was kann er noch davon erwarten?
Da klopft auf einmal unerwartet die fremde Birdie an seiner Tür, minderjährig, geschwächt und krank, und er kümmert sich um sie, holt eine Hebamme zur Versorgung zu Hilfe und pflegt sie gesund. Und auch Ada, seine Schwägerin, mit der ihn etwas Geheimnisvolles verbindet, eine Intellektuelle, versucht, ihn mit guter Literatur zu inspirieren.
So entsteht insgesamt eine sprachlich sehr schön geschriebene, spannend erzählte und äußerst herzerwärmende Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe. Es ist ein Buch, das ein besonderer Lesegenuss ist und bei dem man nur so durch die Seiten fliegen kann, das bewegt und berührt, sprachlich wie inhaltlich, mit sehr liebenswürdigen Figuren, und einer Botschaft der Hoffnung. Als solches ist es auch ein ganz wunderbares Werk.
Dafür, dass es in den 1950er und 1960er Jahren spielen soll, war für mich aber etwas viel Zeitgeist aus der heutigen Zeit dabei: natürlich geht es nicht ohne eine Figur, die bisexuell oder lesbisch ist und ohne einen Bauern, der sehr sensibel ist und mit den Tieren fühlt. Auch wird das Thema der individuellen Selbstverwirklichung auf eine Art und Weise behandelt, die ich deutlich mehr in der heutigen Zeit und Denkweise der Menschen verorten würde als damals.
Das sind nur ein paar Punkte, die mir aufgefallen sind, die für mich das Buch nicht ganz stimmig in der Zeit verorten, in der es angeblich spielt und von der mir etwas ganz anderes vermittelt wird, als zumindest ich aus Erzählungen älterer Verwandter aus dem ländlichen Bereich kenne.
Insgesamt ist es also ein gut geschriebenes, herzerwärmendes und sprachlich besonderes Buch, dem ich gerne gute 4 Sterne gebe und das ich allen empfehle, die sich gerne von einem solchen Buch berühren lassen, ohne zu hohe Ansprüche an die Authentizität des Lebens in der dargestellten Zeit zu stellen.











