Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Hör mal (Soundbuch): DU und ICH und unser WIR von Daniela Kunkel
Liebevolles Soundbook
Die Mutter hat das Kind auf dem Arm und die beiden haben richtig viel Spaß miteinander, da kann auch das Wir im Hintergrund nur freundlich lächeln.
Winkend begrüßen uns die Drei in der Tür, dazu ist noch eine gestreifte Katze gekommen. Der Vierzeiler erzählt uns, dass alle in der Gartenstraße 4 wohnen.
Und dann gibt es noch die kleine Vertiefung mit dem Soundknopf, erst läutete es und dann werden wir mit einem „Hallo“ begrüßt. Auf der nächsten Seite geht es in den Garten, ein Schmetterling sitzt auf der Nase des Wirs. Vogelzwitschern und das Summen der Insekten hören wir neben einem fröhlichen Kinderjauchzen. Nach einem kleinen Fahrradunfall trösten des Wir und die Mama den Kleinen.
Aud diese Weise können sich schon ganz kleine Kinder mit dem Wir vertraut machen, dass sie dann durch den Kindergarten bis in die Schule in den unterschiedlichsten Büchern begleitet.
Was ich hier zum ersten Mal sehe, ist das Aufladen des Sounds durch einen USB-Anschluss, das erspart das lästige Batterien wechseln. Die Illustrationen sind klar und es gibt eine Menge zu entdecken, neben den kleinen Reimen können wir noch die winzigen Hörspiele anhören und gerade damit locken wir die Kinder zum Vorlesen.
Rezensionen von Daggy:
Faustschlag von rechts von Stefanie Kaluza
Manchmal merkt man nicht, wie die rechte Szene agiert
Der 15-jährige Jarik leidet darunter, dass sich seine Eltern getrennt haben und der Vater leider oft sein Versprechen ihn und seinen kleinen Bruder abzuholen nicht hält. Das Schimpfen der Mutter macht es dann nicht leichter für ihn. Jarik ist eine Freund großer Worte und oft ist auch dass ein Grund, weshalb es Missverständnisse gibt.
Meist ist er mit seiner Clique zusammen, die er schon aus der Kita kennt. Er spürt, dass ihm Mo, das einzige Mädchen, immer besser gefällt und auch das verunsichert ihn sehr. Am Nahmittag treffen sich die Vier an der Bushaltestelle, um dann gemeinsam zum Jugendtreff zu gehen. Hier wird geboxt und Jarik ist nicht ganz untalentiert. Falk, einer der großen Vorbilder, spricht ihn an und bietet ihm ein Training an. So entfernt sich Jarik immer mehr von seinen alten Freunden und er freut sich auf das Zeltlager, zu dem er in den nächsten Ferien darf. Die Warnungen, dass es bei den Organisatoren des Lagers um Nazis handelt, kann er nicht glauben. So gerät Jarik immer mehr in die Ideologie von nordischen Göttern und Männern, die Stärke zeigen. Sein Umgang mit seiner Mutter und seinem Bruder verändern sich und zu den Treffen mit den alten Freunden geht er nicht mehr.
Falk sucht sich nicht Jarik aus, weil er so gut boxen kann, er hat erkannt, dass der Jugendliche emotional verloren ist. Der Vater, der ihn nicht bei sich haben möchte, die unzufriedene Mutter und die unklaren Gefühle gegenüber Mo, machen ihn zum einfachen Opfer. Er genießt die Aufmerksamkeit, die Kameradschaft, das abendliche Lagerfeuer und die Reden dort gefallen ihm zum Teil. Da wird nicht gegendert, da wird Feminismus verhöhnt.
Das Buch liest sich leicht und die Gefühle von Jarik sind so gut beschrieben, dass ich sie förmlich selbst gespürt habe. Ja und das Thema, es ist wichtiger den je darüber mehr zu erfahren.
Rezensionen von ingrid78:
Komm spielen von Linwood Barclay
spannender Thriller
Annie ist eine gefeierte Kinderbuchautorin. Ein tragischer Todesfall, an dem sich Annie die Schuld gibt und der Tod ihres Mannes haben sie in ein tiefes Loch gestürzt, seitdem hat sie keine weitere Folge ihrer Kinderbuchreihe geschrieben. Um Annie auf andere Gedanken zu bringen mietet ihr Lektor Finnegan für Annie und ihren Sohn Charlie ein Ferienhaus weitab von New York in der Provinz Castle Creek.
Annie genießt das ruhige Landleben, doch Charlie ist langweilig. Bis er im Schuppen eine Eisenbahn entdeckt. Merkwürdige Dinge geschehen und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Durch Rückblicke ins Jahr 2001 erfahren wir mehr über die Hintergründe der Modelleisenbahn, die Handlung läuft in zwei Zeitebenen ab. Beide Stränge sind fesselnd, wobei die Handlung um Annie spannender ist. Die Story erinnert mich an frühe King Bücher, sie vermittelt Retro-Vibes und hat genau den richtigen mysteriösen Touch. Auch wenn man recht schnell eine Ahnung hat, was es mit den Eisenbahnen auf sich hat, bleibt es bis zum Ende fesselnd. Eigentlich ein 5* Buch, einen Stern Abzug gebe ich für die Längen im Mittelteil. Der Strang in der Vergangenheit war mir zu ausführlich, hier hätte man straffen können um mehr Spannung aufzubauen. Insgesamt ein starker Thriller mit mysteriösem Touch und Retro-Feeling.
Rezensionen von Petra:
Vollmond für Anfänger (Red und der Wolf 1) von Deborah Wilde
Wilder Mischmasch
Nach dem Klappentext hatte ich eine wild-schöne Romanze mit intelligenten Wortgefechten erwartet. Bekommen habe ich ein wildes Durcheinander Quer durch den Garten. Alles angefangen nichts zu Ende gebracht. Raisa ist Wissenschaftlerin und besitzt Magie. Das bringt sie zusammen um ein Heilmittel für schwerste Verbrennungen zu entwickeln.
Gideon ist Polizist und ermittelt gegen das Labor in dem sie arbeitet. Aus Versehen verwandelt sie ihn in einen Werwolf bei dem Versuch sein Leben zu retten. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem Verursacher von all dem Unheil.
Damit fängt der Mischmasch an, Flashbacks, Wissenschaft, Magie, Religion, Verrat, Macht, Missbrauch, Familie, andere Welten, Popkultur, usw. aber keinen richtig erkennbaren roten Faden. Klar wie werde ich den Werwolf wieder los, aber außer viel Gejammer ist da nichts.
Im Ganzen wird viel gejammert, bereut und betrauert. Das wirkt übertrieben und am Ende auch nicht mehr glaubwürdig.
Vor allem weil das Buch mitten im Satz endet. Cliffhanger gut und schön, aber es wird sonst ein Teil zu Ende geführt oder eine glaubwürdige Vorausschau in irgendeiner Form dargestellt. Sie sind auch oft fies aber hier reizt es mich gar nicht die Fortsetzung zu lesen, vor allem weil es laut Beschreibung um die Geschichte des zweiten Paares überwiegend gehen soll und das passt schon gar nicht weil sie angeblich in einem vorherigen Band bereits erzählt wurde.
Rezensionen von JennifersBooks:
Die Reise ans Ende der Geschichte von Kristof Magnusson
Charmanter Agentenklamauk mit Luft nach oben
Ich vergebe 3 Sterne für "Die Reise ans Ende der Geschichte", weil das Buch für mich irgendwo zwischen charmantem Agentenklamauk und eher gemächlicher Erzählung hängen bleibt. Die Mischung aus Agentengeschichte und komischen Momenten hat mich zwar immer wieder zum Schmunzeln gebracht, aber eben nur bis zu einem gewissen Punkt.
Es ist nett, unterhaltsam, manchmal sogar charmant absurd – aber nicht so besonders, dass ich das Gefühl hätte, etwas verpasst zu haben, wenn ich es nicht gelesen hätte.
Im Mittelpunkt steht der Doppelagent Dieter Germeshausen, der am Ende seiner Karriere unbedingt noch ein großes Ding drehen will und dafür den Dichter Jakob Dreiser anheuert. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, und genau das hat für mich den größten Reiz ausgemacht. Germeshausen ist mürrisch, pflichtbewusst und fast schon verbohrt, während Dreiser mit seinem Charme, seiner Unbedarftheit und mit einer sehr flexiblen Auslegung von Befehlen eher durch die Handlung stolpert. Ihre Schlagabtausche gehören für mich zu den Momenten, in denen das Buch wirklich auflebt – da sprühen immer wieder kleine, herrlich komödiantische Funken. Dazwischen agiert die Sprachlehrerin Francesca Aquatone, die ebenfalls Spionin ist und die beiden im Auge behalten soll. Überhaupt scheint in diesem Roman jede Figur entweder Spion zu sein, einer zu werden oder zumindest einen zu kennen – völlig absurd, aber irgendwie auch mit dem nostalgischen Charme alter Agentenfilme.
Die Handlung spielt in Rom und Russland kurz nach dem Kalten Krieg, einer Zeit voller Umbrüche. Magnusson beschreibt diese Phase solide, aber ich hatte das Gefühl, dass noch mehr möglich gewesen wäre. Die Euphorie nach dem Mauerfall und der Zusammenbruch der Sowjetunion werden zwar erwähnt, aber ich habe diese Stimmung beim Lesen nicht wirklich gespürt. Die Geschichte selbst plätschert eher dahin – nicht langweilig, aber auch nicht packend. Trotzdem wollte ich wissen, wie alles ausgeht.
Und dann kommt dieses offene Ende, das mich ziemlich frustriert zurückgelassen hat. Ich habe grundsätzlich nichts gegen offene Enden, aber hier wirkte es für mich eher wie ein abruptes Abbrechen. Zu viele Fragen bleiben offen, zu viele Fäden hängen lose herum. Ich hätte mir einfach einen runderen Abschluss gewünscht, der das Ganze etwas stimmiger zusammenführt.
Fazit: Ein unterhaltsamer, stellenweise charmant‑skurriler Agentenroman, der mich gut begleitet hat, aber erzählerisch nicht ganz das ausschöpft, was möglich gewesen wäre. Humor ja, Atmosphäre teilweise, aber am Ende bleibt ein Gefühl von „schade, da wäre mehr drin gewesen“.
Rezensionen von Annaja:
Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens von Daisy Garrison
Die ersten zarten Gefühle
Das Cover ist mit den warmen Farben sehr romantisch und gefühlvoll gestaltet worden.
Die Autorin Daisy Garrison hat hier einen wunderbaren Roman für junge Menschen geschrieben, in dem es um erwachsende Liebe, Freundschaft, aber auch um Irritation, sich Finden und um Hoffnung geht.
Es wurde aus der Perspektive der Hauptfiguren Mina und Caplan geschrieben.
Die Probleme der Teenager, ihr Optimismus und die Fröhlichkeit, die Freundschaft junger Menschen zueinander, aber auch deren Ernsthaftigkeit werden durch die authentisch wirkenden Figuren gut dargestellt.
Mina und Caplan merken, dass sich zwischen ihnen im Laufe der Zeit schrittweise etwas verändert, sie müssen aber noch herausfinden, was sie von der ursprünglichen Beziehung zueinander bewahren können und was sie davon für ihre Zukunft mitnehmen. Eine neue Episode in ihrem Leben beginnt, man wird erwachsen und hofft auf große Momente, auf ein schönes Leben.
Eine wunderbare, sehr berührende Geschichte, die für den Sommer passt und für die meisten, die da das Leben noch vor sich haben, eine Parallel zum eigenen Leben bieten wird.
Lesenswert!
Rezensionen von Marie aus E.:
Blütenpracht und Ernteglück - Dein Weg zum Traumgarten von Svenja Breuer
Inspirationsquelle
Ich bin noch Neuling im Gartenglück und habe deshalb schon einige Gartenbücher.
Das von Svenja Breuer ist aber tatsächlich wie der Untertitel verspricht mein Weg zu einem Traumgarten.
Das Konzept ist ein blühender Gemüsegarten und das ist für mich Neuland - ich habe das bislang getrennt. Hier Gemüse und dort dann der Ziergarten mit Blumen.
Die Autorin kombiniert aber und das sieht nicht nur sehr schön aus, auch ihre Begründung überzeugt mich.
Dann gibt es ganz viele praktischen Infos, beginnend über Basics für die Anzucht, Gartengeräte, richtige Standorte und dann ein großes Kapitel die monatlichen Aussaaten im Jahreslauf.
Richtig gut gefallen mir ihre Pflanzpläne. Es gibt Vorschläge für Hochbeete bzw. Gartenbeete je nach Bedarf. Ob Wunsch nach Salat, besonders pflegeleicht, Naschgarten für Kinder, Suppenliebe oder alles für die Vase - hier wird jeder und jede glücklich.
Super auch das gründliche Eingehen auf die unterschiedlichen Standorte. Ob pralle Sonne, Halbschatten oder Schatten, für jeden Ort gibt es gut geeignete Pflanzen.
Dazu ganz viele schöne Fotos und ein ordentliches Layout, so dass das Lesen und Anschauen auch eine Freude ist.
Ich habe viel gelernt und das Buch wird mich definitiv weiter durch das Gartenjahr begleiten. Gerade für Anfänger*innen (aber nicht nur) eine richtige gute Inspirationsquelle plus praktischem Gartenwissen. Damit kann ich echt mal was anfangen, ich bin sehr begeistert.
Rezensionen von Daggy:
Klugscheißerchen und Vehlerteufelchen von Marc-Uwe Kling; Astrid Henn
Witziges Treffen mit den Teufelchen, das Fehler so liebt
Es schneit und Hund Klaus-Kathrin bellt den ganzen Tag den Schnee an, ansonsten ist alles wie immer, die Familie sitzt am Frühstückstisch und bei ihnen sitzt das Klugscheißerchen. Doch diesmal passiert doch etwas Ungewöhnliches, die Kinder verbessern das Klugscheißerchen und das ist am Boden zerstört.
Um vielleicht doch noch etwas zu lernen, geht es dann am nächsten Tag mit zur Schule. Zunächst nimmer er am Unterricht von Tina teil, die auch gleich einen Text schreiben muss. Da ist es praktisch, dass das kleine türkise Ding, dass anders nicht sehen können, ihr ein wenig hilft. Aber dann krabbelt aus der Schublade des Lehrerinnenschreibtisch ein anders Wesen heraus. Wie sich herausstellt handelt es sich da um das Vehlerteufelchen. Ein rotes Wesen mit hörnern, dass nur einen Gummistiefel am falschen Fuß trägt. Sie flüstert den Kindern falsche Sachen zu und hat einen Riesenspaß an deren Fehlern.
Auch dieser zweite Band ist sehr witzig und die neue Figur des Vehlerteufelchens hat durchaus ihren Charme, auf den unser Klugscheißerchen dann ja auch voll abfährt. Aber weshalb die Familie Theufel im Gegensatz zu den anderen Menschen es sehen kann, erschließt sich mir nicht. Denn eine ähnliche Logik, Klugscheißer sehen das Klugscheißerchen, gibt es hier nicht. Trotzdem hat es mir viel Spaß gemacht zu sehen, wie der kleine türkise Kerl schockverliebt in ein kleines rotes Teufelchen ist.
Der Text ist diesmal sehr schwierig zu lesen, da das Vehlerteufelchen die Worte verdreht (liebe Grüße von der alten RTL-Sendung „Samstag Nacht“). Die Illustrationen wieder voller Humor.
Rezensionen von brauneye29:
Nicht von Dror Mishani
Tolles Buch
Zum Inhalt:
Ein Mann in den Fünfzigern, der seine Frau verloren hat, die Kinder aus dem Haus und einen Beruf als Übersetzer, der vermutlich demnächst von KI übernommen wird. Er ist sicher, dass die Liebe ihm nicht mehr begegnen wird, doch dann lernt er eine Frau kennen und alles ist so schön bis ein Unfall alles wieder zu zerstören droht.
Meine Meinung:
Was für ein ungewöhnliches Buch. Schon die Art, wie es geschrieben war, hat mir ungeheuer gut gefallen. Eli und Lia haben mir im Zusammenspiel und wie sie beschrieben werden, gut gefallen. Man fragt sich auch zwischendurch, wie man selbst in der Situation gehandelt hätte, aber wie Eli sich immer mehr in Lügen verstrickt, zeigt wirklich deutlich, dass es so hart auch ist, besser bei der Wahrheit zu bleiben. Eli hat damit beinahe wieder alles aufs Spiel gesetzt. Lias Reaktion auf das Ereignis fand ich teilweise schon etwas sehr dramatisch, aber wenn man selbst nicht in so einer Situation steckt oder mal gesteckt hat, ist das natürlich leicht zu sagen. Besonders gut hat mir der außergewöhnlich Schreibstil gefallen.
Fazit:
Tolles Buch
Rezensionen von Herwig Oberlerchner:
Jesus von Texas von DBC Pierre
Rotzig frech - schleimig triefend.
Fund bei einem Bücherflohmarkt. Aufgehoben, hinausgezögert, angefangen und nach der zehnten Seite fasziniert durchgezogen. Ein rotzig frecher, provokanter Stil, ein Pubertierender „reift“ in einer faszinierend empathielosen Welt heran, wird als suspekter Außenseiter des Mitwirkens an einem Schulmassaker bezichtigt und Zentrum einer sensationsgeilen, gierigen und rücksichtslosen Medienlandschaft.
Ein von Körperflüssigkeiten triefender, abgründiger Einblick in die kranken Untiefen der amerikanischen Gesellschaft. Eine verstörend-spannende Dystopie.











