Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg
Gelungener historischer Roman mit Tiefgang
Ich lese immer wieder gerne historische Romane, und Cover und Klappentext von diesem Buch haben mich schnell angesprochen. Die Geschichte hat mir auch gut gefallen, sodass ich sie an interessierte Leser weiterempfehlen kann.
Das Buch handelt davon, dass Rena spurlos verschwindet, deshalb macht sich ihre beste Freundin Tilla auf die Suche nach ihr.
Doch schnell merkt sie: Nichts von dem, was Rena über sich erzählt hat, ist wahr. Die Verkäuferin, die angeblich Renas Mutter ist, hat gar keine Kinder. Das Haus an der Adresse, die ihre Freundin ihr genannt hat? Eine ausgebombte Ruine. Je verzweifelter Tilla in ihrer Heimatstadt Halle nach Rena sucht, umso klarer treten die Abgründe der noch jungen DDR hervor. Als sich die brodelnde Unzufriedenheit in der Bevölkerung schließlich im Volksaufstand des 17. Juni entlädt, muss Tilla sich entscheiden, wie weit sie gehen will – für die Wahrheit, für ihre Freundin, und für die Frage, woran sie wirklich glaubt.
Der Schreibstil war einfach und leicht verständlich geschrieben und angenehm zu lesen. Dadurch hatte ich immer Lust die Geschichte weiterzulesen und zu erfahren wie das Buch endet. Ich fand es sehr gelungen wie die Autorin von den Gedanken und Gefühlen Tillas schreibt und war der Protagonistin deshalb auch schnell sehr nahe und konnte mit ihr mitfiebern und habe sie gerne begleitet.
Ich mochte es sehr das Tilla sich im Laufe der Geschichte immer mehr für ihre Wünsche und Bedürfnisse einsetzt, egal was die anderen sagen. Das zeugt von einer inneren Stärke, die schön war mitzuverfolgen.
Die Geschichte an sich ist die meiste Zeit interessant und mitreißend zu lesen, es gab aber auch hin- und wieder zähe Passagen, in denen man das Buch hätte kürzen dürfen, aber dies ist natürlich auch immer Geschmackssache. Der Volksaufstand vom 17. Juni wurde aber sehr eindrücklich und lebendig beschrieben und hat mich richtig in die Zeit zurückversetzt.
Insgesamt ein gelungener historischer Roman mit Tiefe und Lebendigkeit, den ich weiterempfehlen kann.
Rezensionen von Anndlich:
If Books Could Kill von Kate Eberle
Gefangen in der eigenen Geschichte!
Roxie Mitchell wünscht sich, dass sie die nächste Heldin im Roman ihrer Lieblingsautorin wird, denn sie liebt ihre Liebesromane. Doch Roxie hätte nie geglaubt, dass ihr Traum wahr werden könnte bis sie den charmanten Jack trifft und mit ihm ein echtes Traumdate hat. Doch Jack ist nicht ihr Loveinterest und Roxie ist nicht in einem Liebesroman, sondern in einem Thriller gelandet.
Roxie kämpft um ihr überleben und trifft dabei auf den schüchternen Literaturdozenten Grant, der nun auch in ihrer Geschichte gefangen ist. Können die beiden dem Killer entkommen oder sind sie doch ein Teil eines echten Liebesromans?
If Books Could Kill von Kate Eberle habe ich zu Beginn als Buch gelesen, musste aber feststellen, dass es mich nicht richtig abgeholt hat und ich immer wieder lieber zu einem anderen Buch gegriffen habe, anstatt weiterzulesen. Doch das lag weniger am Inhalt und mehr am Tempo, das mir zum Lesen einfach zu langsam war, weswegen ich das Buch als Hörbuch weitergehört habe. Gesprochen von Viola Müller konnte das Buch sich auch inhaltlich bei mir entfalten.
Der Thrill-Aspekt ist für wahre Thrillerfans definitiv zu schwach, aber er erzeugt innerhalb der Geschichte doch einige spannende Szenen und vor allem gefiel mir der Humor, der sich dadurch aufgebaut hat. Die Dialoge zwischen Grant und Roxie gefielen mir vor allem in solchen Szenen gut.
Die Auflösung auf Thrill-Ebene kommt nicht überraschend, hat aber doch ein paar Twists, die ganz interessant gelöst sind. Die Romance Auflösung gefiel mir sehr gut!
If Books Could Kill ist definitiv ein ganz besonderes Buch, dass eine unfassbar gute Grundidee hat und mich als Hörbuch wirklich von sich überzeugen konnte. Gelesen fehlte es mir leider etwas an Tempo.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Richtig. Jetzt. von Clara Stern
Ein schönes Buch
Dies ist mein erstes Buch der Autorin und ich bin sehr neugierig in die Geschichte gestartet :
Der Schreibstil von Clara Stern ist angenehm leicht und flüssig und so hat man gar keine Probleme damit, in die Geschichte rein zu kommen.
Die Hauptfigur Clara ist von der Autorin sympathisch dargestellt und muss sich mit vielen Widrigkeiten des Alltags auseinandersetzen – zudem geschehen eine Menge Schicksalsschläge.
Die junge Frau versucht sich immer wieder in einen normalen Alltag zu kämpfen und findet Kraft in der Malerei.
Diese Geschichte hat mich sehr berührt – auch wenn ich viele der Situationen selbst kenne; oder vielleicht gerade deswegen ?
Der Mut, einen anderen Weg zu gehen, oder sich selbst mit seiner eigenen Kraft zu überraschen, wird hier im Buch von Clara Stern sehr gut beschrieben. Manchmal sind sich Glück und Traurigkeit wirklich sehr nah und man kann hier sehr gut miterleben, wie die junge Carla sich trotzdem immer wieder für sich und auch für ihre Kinder einsteht und ihre Grenzen hinaus geht.
Ein schönes Buch, dessen Geschichte mich berührt und mitgenommen hat. Dafür gibt es von mir eine Kauf- und Leseempfehlung !
Das Buch von Clara Stern – Richtig. Jetzt. ist am 11. Juni 2026 im Verlagshaus Schlosser erschienen.
Rezensionen von annaja:
Alleinruhelage,1 Audio-CD, 1 MP3 von Eva Menasse
Plötzlich zu viel Ruhe
Ein schönes, beschauliches Cover.
Die Protagonistin erzählt hier vom einstigen Erwerb des Wochenendhauses für die Familie inmitten der Natur an einem See gelegen. Der einstige Erholungsort und Treffpunkt für Familie und Freunde, die aus der Stadt raus wollten. Jahrelang geht alles gut und nur manchmal nerven nachbarliche Datschenbesitzer mit kleinen Konflikten, doch es gibt auch Gemeinschaftssinn und Hilfsangebote.
Als dann allmählich im Laufe der Jahrzehnte die Familie auseinanderbricht und nur mehr sie allein übrig bleibt, die das Ferienhaus zu erhalten hat, nur gelegentlich Freunde zu Besuch kommen, wo Reparaturen aller Art anfallen, der Garten zu pflegen ist und den überbordenden Wühlmäusen der Kampf angesagt werden muss, kommen Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Besitzes. Es fällt schwer, sich zu trennen, hängen doch so viele Erinnerungen und Emotionen daran. Als auch ihr letzte Liebhaber das Weite sucht, werden fleißige Bauhelfer engagiert, die das Anwesen auf Vordermann bringen sollen.
Das Buch überzeugt mit klarer Sprache, klug und voll Wortwitz und es zeigt auf, wie schwer manche Entscheidungen fallen.
Rezensionen von brauneye29:
Honey von Imani Thompson
Ungewöhnlicher Roman
Zum Inhalt:
Zum ersten Mal will Yrsa nicht töten, aber als ihr der Professor gegenübersitzt, der ihrer Freundin die Forschungsergebnisse gestohlen hat, schnippt sie eine Biene in die Wasserflasche und kurz darauf ist er tot und die gelangweilte Yrsa fühlt sich endlich wieder lebendig.
Meine Meinung:
Was für ein schräger Roman, den ich so nicht erwartet hatte.
Yrsa, die Hauptprotagonistin ist dabei die Figur, die ungeheuer vielschichtig ist und einen trotz ihrer Handlungen immer wieder auch zum Schmunzeln bringt. Sie wirkt oft nicht sonderlich sympathisch, hat aber irgendwie Charisma und das macht sie interessant. Erstaunlicherweise werden auch Themen wie z. B. Rassismus aufgegriffen, was ich nicht unbedingt erwartet hatte. Die Story ist ein Mix aus Spannung, aber auch Sarkasmus und völlig anders als man es vielleicht erwartet hatte. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand.
Fazit:
Ungewöhnlicher Roman
Rezensionen von Lydia_Te:
Luft nach unten von Tamara Stajner
Toxisch
Die Beschreibung vom Roman "Luft nach unten" von Tamara Štajner auf Vorablesen, hat mir eine falsche Erwartung gegeben. Ich habe mir eine Familiengeschichte erwartet, mit einem abgrundtiefen Geheimnis das totgeschwiegen wird.
Als Familiengeschichte, würde ich persönlich den Roman nicht bezeichnen.
In erster Linie geht es um Iva, die eine etwas selbstsüchtige und egozentrische Person ist, die von anderen die reine Wahrheit erwartet, aber selbst lügt und betrügt.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix, versuchen sie ein Kind zu zeugen. Zuerst auf herkömmlichen Weg, dann aber mit ärztlicher Beratung und durch Insemination. Die beiden führen eine äußerst toxische Beziehung und im Laufe des Romans habe ich mir gewünscht, dass sich die beiden Trennen und dem Elend ein Ende setzten.
Zum Glück geht es im Roman aber auch um Ivas Großmutter Slava, ihre Großcousine (glaube ich, es ist zumindest Slavas Enkelin) Karmela, ihre Mutter und um ihr totes Kindermädchen Marija.
Um ein Familiengeheimnis wie es in der Beschreibung heißt, handelt es sich meiner Ansicht nach aber auch nicht. Slava hat Iva etwas widerwillig alles erzählt, ob das alles stimmt ist aber fraglich. Ivas Vater hat ihr eine andere Version erzählt.
Auf die weiblichen Protagonistinnen will ich jetzt nicht weiter eingehen. Alles in Allem pflegen sie alle einen toxischen Umgang miteinander, bis auf Karmela. Durch ihr zartes Alter von 10 Jahren ist sie noch nicht abgrundtief Verseucht.
Gesamteindruck: ich habe mir etwas anderes erwartet. Es ist aber sehr gut geschrieben und die Beziehungen wirken auf mich greifbar. Aber Achtung: es ist teilweise sehr toxisch und verlogen, muss man wollen!
Rezensionen von Julchentim:
Halbwach von Sophia Como
Ehrlich, nahbar - mit einem kleinen Haken
Halbwach hat mich wirklich überrascht. Zoe ist keine Figur, die immer die richtigen Entscheidungen trifft oder sofort sympathisch wirkt. Doch genau das mochte ich. Ihre Gedanken, ihre Widersprüche und ihre Bindungsangst haben sich unglaublich echt angefühlt,.
Der Schreibstil liest sich leicht, obwohl die Themen doch ziemlich schwer sind.
Ich war schnell in der Geschichte drin und wollte wissen, wie Zoe ihren Weg weitergeht. Besonders das Ende hat mir richtig gut gefallen, weil ich es stimmig und hoffnungsvoll fand.
Ein paar Dinge haben für mich trotzdem verhindert, dass es 5 Sterne werden. Die Therapiesitzungen wirkten stellenweise etwas zu belehrend und haben sich für mich nicht ganz natürlich angefühlt. Außerdem wurden sehr viele Konflikte aufgemacht, die zum Schluss etwas zu schnell abgearbeitet wurden. Da hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Zeit gewünscht.
Trotzdem ist das ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und ohne Zögern weiterempfehlen würde, vor allem für alle, die Geschichten über Selbstfindung, Bindungsangst und das Erwachsenwerden mögen.
Rezensionen von Shilo:
Wirf einen Schatten von Elena Fischer
Zwischen Schweigen und Neuanfang
Joseph ist keiner, der viele Worte macht. Vieles trägt er mit sich herum, ohne darüber zu sprechen. Und das zieht sich durch die ganze Geschichte. Beim Lesen hatte das etwas Ruhiges, manchmal auch etwas Bedrückendes. Trotzdem wollte ich immer wissen, wie es mit ihm und den Menschen weitergeht, die plötzlich seinen gewohnten Alltag verändern.
Als Birdie plötzlich vor seiner Tür steht, verändert sich nach und nach etwas. Anfangs wirkt sie selbst verloren und auf Hilfe angewiesen. Mit der Zeit bringt sie aber Bewegung in ein Leben, das lange festgefahren war. Auch Ada und Lis bleiben dabei wichtige Figuren. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg und zeigt auf ihre Art, wie schwer es sein kann, sich von Erwartungen zu lösen oder längst überfällige Entscheidungen zu treffen. Gerade diese verschiedenen Blickwinkel haben die Geschichte lebendig gemacht.
Die Figuren sind nicht perfekt. Sie machen Fehler, schweigen zu lange oder treffen Entscheidungen, die nicht immer leicht nachzuvollziehen sind. Dadurch wirken sie glaubwürdig. Vor allem Joseph verändert sich langsam. Das geschieht nicht plötzlich, sondern in kleinen Schritten, und genau das hat für mich gut zur Geschichte gepasst.
Die ländliche Umgebung der Sechzigerjahre ist dabei mehr als nur eine Kulisse. Man spürt, wie sehr Traditionen und das Denken der Menschen den Alltag bestimmen. Manche Möglichkeiten, die heute selbstverständlich erscheinen, waren damals alles andere als einfach. Ohne große Worte wird deutlich, wie eng manche Lebenswege vorgegeben waren und wie viel Mut es brauchte, einen anderen Weg einzuschlagen.
Der Schreibstil ließ sich angenehm und flüssig lesen. Es gibt ruhige Momente, aber auch Szenen, die die Spannung immer wieder anziehen. Dadurch blieb die Neugier erhalten, ohne dass die Geschichte laut werden musste. Manche Gespräche und kleine Gesten sagen hier mehr als lange Erklärungen.
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck, dass es nie zu spät ist, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen. Nicht alles löst sich einfach auf, und genau das hat die Geschichte für mich glaubwürdig gemacht. Die Figuren sind mir im Laufe des Lesens immer näher gekommen und ihre Entwicklung ließ sich gut nachvollziehen. Wer Geschichten über Menschen mag, die ihren eigenen Platz im Leben suchen und dabei alte Lasten hinter sich lassen möchten, wird hier viele ruhige und bewegende Momente finden. 5 Sterne.
Rezensionen von Arambol:
Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund
Ojemine!
„Klar, große Angst war großer Mist, aber es schien auch eine kleine Angst zu geben, die einfach dazugehörte, wenn etwas so richtig aufregend war.“
Plötzlich und völlig unvermittelt bleibt die Zeit stehen. Es ist 14:30 Uhr.
Mit „Juli im Land der Zeitgeister“ ist Wieland Freund ein fantasievoller Kinderroman gelungen, der mich mit seiner originellen Welt und den vielen kreativen Ideen rund um das Thema Zeit begeistern konnte.
Die Geschichte ist spannend erzählt und entwickelt schnell ein hohes Tempo, sodass man am liebsten sofort das nächste Kapitel lesen möchte, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Die beinahe elfjährige Protagonistin Juli ist mutig und sympathisch. Zusammen mit ihren neuen Freunden erlebt sie gefährliche Abenteuer und beweist dabei großen Mut sowie viel Einfallsreichtum. Gemeinsam mit ihren ungewöhnlichen Begleitern wächst sie über sich hinaus. Alle Charaktere sind liebenswert gezeichnet und vermitteln auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig Vertrauen, Zusammenhalt und ein aufmerksamer Blick für die kleinen Dinge im Leben sind.
Das wunderschön gestaltete Cover sowie die detailreichen Illustrationen und die übersichtliche Landkarte im vorderen Buchdeckel erleichtern das Eintauchen in die Welt der Zeitgeister. Auch die liebevoll gestalteten Kapitelüberschriften machen immer wieder neugierig auf den nächsten Abschnitt.
Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel eignen sich hervorragend zum Vorlesen oder für Kinder, die bereits selbst lesen und zwischendurch gerne kleine Lesepausen einlegen.
Einzig an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Zeit für einzelne Figuren gewünscht – besonders der alte Uhrmacher hätte aus meiner Sicht noch etwas mehr Raum in der Geschichte verdient.
Fazit: „Juli im Land der Zeitgeister“ ist ein abwechslungsreiches und ideenreiches Abenteuer, das mit viel Fantasie, sympathischen Charakteren und einer spannenden Handlung überzeugt. Das Buch eignet sich besonders für Kinder ab etwa neun Jahren, die magische Welten und spannende Abenteuer lieben.
"Hopp, hopp, zack, zack!"
Rezensionen von begine:
Was wir von ihr wissen von Rebecca Fallon
Wie war die Mutter
Rebecca Fallons Debütroman „Was wir von ihr wissen“ ist ein gelungenes Werk. Ihr Ton ist einfühlsam , ruhig und stark.
Die Beerdigungsszene fand ich allerdings etwas seltsam.Das die siebenjährigen Zwillinge das mit ansehen mussten war etwas krass.
Die Mutter Susanne war Schauspielerin und in den Jahren nicht viel zu Hause.
Erst als sie an Krebs erkrankt, pflegt ihr Mann sie ein Jahr lang.
Die Kinder Viola und Sebastian wollen später mehr über das Leben der Mutter wissen. Sie wollen sie nicht nur aus den Serien kennen, sondern auch, wie sie dazwischen lebte.
Das hat die Autorin sehr bildreich und interessant beschrieben.
So wurde das Buch doch noch zu einem Genuss.











