Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Murksy:
Querfeldein von Alex Capus
Arnold und sein Traum
Arnold will an der schweizerischen Grenze seinen Traum verwirklichen: ein Gasthaus. Das kleine Dorf scheint dafür gut geeignet, wenn auch die teilweise eigenwilligen Bewohner ihre ganz persönliche Note in die Geschichte bringen. Das Projekt scheint gut zu funktionieren, Dinge wie die große Weltpolitik oder gar der drohende Krieg scheinen das Dorfleben nicht zu stören.
Doch die Ruhe vor dem Sturm wird nicht ewig halten und eine Reihe von Ereignissen schüttelt Arnold und seine Familie durch.
Mit viel Lokalkolorit und einem ganz speziellen Charme wird die Geschichte erzählt. Neben den kauzigen Bewohnern sorgt ein immer wieder aufblitzender Humor für beste Unterhaltung. Und dabei geht das Buch auch in die Tiefe, die persönlichen Schicksale und die damalige Zeit prägen die Erzählung. Die Menschen wollen einfach nur leben, doch angesichts der Weltlage wird dies zunehmend schwerer. Mit Bauernschläue und festem Willen gelingt es den Figuren den Wirren zu trotzen. Und als Essenz des Ganzen stellt sich wieder einmal heraus, das die Liebe in der Lage ist, größte Hindernisse zu überwinden. Eine wirklich durchgehen hervorragend erzählte Geschichte mit historischem Hintergrund und auch wunderbar in unsere fragilen Zeiten zu übertragen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von kabo16:
National Geographic Kids - Lexikon der Meere von Christina Wilsdon
Eintauchen in Meeresseiten
Der Kugelfisch auf dem Cover blinzelt dir zu und nimmt dich mit auf eine Reise in die Unterwasserwelt. So wirkt es auf den ersten Blick.
Hier wird der Leser wirklich eintauchen, nicht nur in die Seiten, sondern mit den beeindruckenden Fotos auch direkt in die Meere. Selten hat uns ein Lexikon so mitgenommen.
Die ganze Familie entdeckt hier immer wieder etwas Neues.
Man kann gar nicht alles aufzählen was es hier in diesem Lexikon der Meere alles gibt. National Geographic Kids ist immer ein Gewinn für Kinder, weil es so viele Themen miteinander aus Forschung, Abenteuer und neuem Wissen leicht verständlich erklärt. Durch die einzigartigen Fotos kommt es nie langweilig rüber.
Die Themen "Tiefseeforschung" und der "Mensch und das Meer" finde ich für ältere Kinder spannend. Man kann nur schützen - was man kennt und liebt. So wachsen alle in den Umweltschutz hinein.
Großes Staunen immer wieder, wenn Kinder hören, dass wir nur auf einem Viertel Land dieser Erde leben.
Zwar ist die Altersempfehlung erst ab 8 Jahren, aber meine Enkelinnen sind begeistert von den Tierbildern und total wissbegierig. Sie kennen jetzt schon sehr viele Meeres- und Strandbewohner mit Namen.
Mit diesem großartigem Werk besteht die Möglichkeit nun ein Stück mehr von dem Rest unserer Welt kennenzulernen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Popóm von Johanna Sebauer
Neugier löste sich in Rauch auf
der Roman erzählt von Hendrik Popom, der glaubt, seinem zukünftigen Ich begegnet zu sein.
Dank der klaren Sprache lässt sich der Roman leicht lesen, und die ungewöhnliche Idee des Doppelgängers machte mich anfangs neugierig. Zu Beginn konnte mich die Geschichte fesseln, doch im weiteren Verlauf verlor sie für mich deutlich an Spannung.
Auch die zahlreichen Vergleiche haben den Lesefluss für mich eher gebremst als bereichert.
Allerdings konnte mich die Handlung nicht durchgehend überzeugen. An manchen Stellen zieht sich die Geschichte etwas in die Länge, etwa durch wiederholte Szenen im Tabakladen oder beim Teetrinken in der Küche. Auch die Figuren bleiben eher oberflächlich. Besonders die Beziehung zwischen Hendrik und seinem geheimnisvollen Gegenüber blieb für mich schwer nachvollziehbar. Zudem werden viele Fragen rund um den geheimnisvollen Doppelgänger nicht beantwortet, wodurch die Geschichte für mich mit der Zeit an Spannung verlor und ich mich am Ende gelangweilt fühlte.
Das Ende hat mich emotional wieder berührt. Die späte Erkenntnis über das Schicksal der Frau des Doppelgängers verleiht der Geschichte zwar eine tragische Tiefe, dennoch hätte ich mir gewünscht, dass dieses Element bereits früher stärker angedeutet oder in die Handlung integriert worden wäre. So wirkte die Wendung auf mich etwas nachträglich und hinterließ vor allem Traurigkeit statt eines runden Abschlusses.
Insgesamt ist „Popóm“ ein origineller Roman mit einer interessanten Grundidee, der mich jedoch nach einem starken Einstieg nicht dauerhaft überzeugen konnte. Deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen
Rezensionen von xyz:
Magische Spiegel - Kinderspiel ab 5 Jahre von Kseniya Kuznetsova
Zwischen Kognition und Intuition
Kseniya Kuznetsova hat sich mit ihrem Spiel "Magische Spiegel" eine sehr schöne Wahrnehmungsübung ausgedacht, die sowohl kognitiv die Vorstellungskraft fordert, als auch intuitiv die Phantasie anregt und fördert.
Darüber hinaus regt das Spiel die Experimentierfreude an, trainiert die Ausdauer, aktiviert den Erkenntnisgeist durch Betätigung der Hand-Auge-Hirnachse.
Außerdem macht es ob der entstehenden Spieldynamik unglaublich viel Spaß, da bei jedem Finden eines vorgegebenen Symbols Dopamin ausgeschüttet wird.
Bei nachlassender Dynamik entscheiden die Spielenden selbst, wann eine neue Basiskarte gezogen werden darf.
Zudem ist das Spiel viel anspruchsvoller als es auf den ersten Blick aussieht. Denn viele zu suchende, meist kleine Bildsymbole sieht man bereits ohne den Spiegel aufzusetzen, während auf mehreren immer größer und komplexer werdenden Ebenen Bildsymbole auftauchen, die nur durch den Spiegel sichtbar werden. Diese wahrzunehmen trotz vieler Formüberschneidungen und irritierender Farben, ist die Kunst bzw. die Leistung des Gehirns. Das geforderte Ergebnis unterliegt dabei keiner Interpretation, sondern ergibt sich immer exakt anhand der Außenkontur. Überraschung und Verblüffung nicht ausgeschlossen.
Deshalb ist dieses Spiel aus meiner Sicht nicht nur spannend für Kinder, sondern auch unbedingt für Erwachsene zu empfehlen.
Rezensionen von Lerchie:
Dreimal Verliebt in der kleinen Pension Küstentraum von Rebecca Lehners
Drei schöne Liebesromane
Die kleine Pension Küstentraum: Julia und Clemens habe sich getrennt, und nun will Julias Ex auch noch ausbezahlt werden. Doch woher das Geld nehmen? Und ausgerechnet Sebastian, den Julia vor einigen Taen kennen gelernt hat ist der Anwalt von Clemens.
Winterzauber in der kleinen Pension Küstentraum: Sara, Juias Schwestr, wurde wegen Burnout Ruhe verordnet, die sie bei Julia in ihrer Pension zu finden hofft.
Doch unterwegs nach Appenkuhl begegnet sie Oe, mit dem sie eine gemeinsame Vergangenheit hat. Es herrscht eine frostige Stimmung und als Zimmernachbarn in der Penbsion laufen sie sich ständig über den Weg. Doch Saras Fassade bröckelt.
Sommerküsse in der kleinen Pension Küstentraum: Merle, die von ihrer Großtante ein Haus an der Ostsee geerbt hat. will es vor dem Verkauf renovieren. Sie quartiert sich in der Pension Küstentraum ein. Das huas ist sehr renovierungsbedürftig. Sie wird unterstützt von Kai, dem Reiterhofbesitzer. Die beiden kommen sich näher, doch Merles leben ist in Berlin und sie muss wieder zurück, oder doch nicht?
Meine Meinung
Alle drei Bücher ließen sich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten den Lesefluss. In die Geschichten bin ich gut hineingekommen und konnte mich auch in die Protagonisten gut hineinversetzen. Angefangen mit Julia, die von ihrem Freund getrennt lebt. Sie lernt Sebastian kennen, ihr Ex will sich plötzlich ausbezahlen lassen und sie weiß nicht, woher sie das Geld nehmen soll. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass Sebastian der Anwalt von Clemens ist. Kann das gutgehen? Zumal ihr immer noch das Geld fehlt.
Im zweiten Buch geht es um Sarah, Julias Schweter und um Ole, den Sohn der örtlichen Fleischermeisters. Ole, der seinen Vater sehr enttäuschte, weil er sich gegen die Übernahme der Metzgerei entschieden und in England studiert hat. Das Studium hat er abgeschlossen und sich von seiner englischen Freundin Kate getrennt. Bei einer Kieler Firma hat er sich beworben und wartet noch auf Antwort. Sarah ist umgekippt und die Diagnose lautet auf Burnout. Sie muss sich lange Zeit erholen und das geht am besten bei Ihrer Schwester Julie in Appenkuhl. Sie versucht Ole aus dem Weg zu gehen, denn sie glaubt, dass er etwas Falsches von ihr denkt. Doch tut er dies?
Im dritten Buch geht es um Merle. Sie ist Krimi- und Thriller Autorin und hat in Appenkuhl das Haus ihrer Tante geerbt. Dieses muss sie noch renovieren bevor sie es verkaufen kann, denn das ist ihre Absicht. Doch sie lernt auch Kai kennen. Allerdings gibt es Beziehungsprobleme und diverse Missverständnisse. Können die geklärt werden. Und gibt es ein Happy End?
Alle drei Bücher haben mir gut gefallen, sie waren spannend, haben mich auch gefesselt und gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne
Rezensionen von Krani:
The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro
Unterhaltsam
Rainshadow City ist prunkvolle Hauptstadt eines Inselreiches, das von einer Kaiserin beherrscht wird. Doch die wahren Herrscher sind die „Crows“, eine Art Mafia. Einwanderer, die aus ärmeren Gebieten des Reiches kommen, haben hier einen schweren Stand. Drei von ihnen sind Toshiko, Jun und Mei.
Ich fand es etwas schwierig, mich in die vielschichtige Gesellschaft dieser Fantasywelt einzulesen.
Glücklicherweise geht es recht langsam los und man hat viele Seiten, die wichtigsten Protagonisten kennen zu lernen. Denn davon gibt es mehrere, was alles etwas unübersichtlich macht.
Die Gesellschaft könnte beinahe eine der unsrigen sein. Auch die Geschichte einer versuchten Weltbeherrschung mit Technologien und bösen Absichten sowie der große Aufstand im Ghetto und der Zaubererwettstreit sind nicht neu. Es gibt eine magische Kraft, das so genannte Sola, das manche Menschen sehen und für sich nutzen können. Es gibt Drachen.
Leider hat mich das Ganze nicht so richtig gefesselt. Die Protagonisten haben keine Tiefe und außer ihrer Rolle in der Story kein besonderes Profil. Die Geschichte hat Längen; so sind nach der finalen Auseinandersetzung noch allzuviele Teilstücke zu Ende zu erzählen. Hier wird manches sogar etwas langweilig.
Insgesamt ist es recht unterhaltsam zu lesen, aber wegen der Komplexität und der vielen Hauptpersonen auch etwas anstrengend.
Rezensionen von Ruth:
Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann
Weltpolitik und private Geschichte
Christiane Hoffmann, studierte Slawistin und Osteuropa -Expertin, hat mit „ Die Träume, die wir hatten“ ihr zweites Buch vorgelegt. 2022, damals war sie noch stellvertretende Regierungssprecherin unter Bundeskanzler Scholz, landete sie einen Bestseller mit dem Buch „Alles, was wir nicht erinnern Zu Fuß auf dem Fluchtweg meines Vaters“.
Darin verbindet sie ihre eigene Familiengeschichte mit der allgemeinen Historie von Flucht und Vertreibung.
Auch in „Die Träume, die wir hatten“ verknüpft sie Persönliches und die große Weltpolitik.
Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. Das ist aber nicht die einzige Schreckensnachricht, die Christiane Hoffmann an diesem Tag ereilt. Sie erfährt gleichzeitig vom Suizid ihrer langjährigen Freundin. Sie kennen sich seit Studientagen, beide haben Slawistik studiert, beide lieben die russische Literatur, gemeinsam haben sie Russland bereist.
Und die zufällige Koinzidenz dieser beiden Ereignisse lösen bei Christiane Hoffmann dieselben Fragen aus:
Hätte sie den Tod ihrer Freundin verhindern können? Hätte sie rechtzeitig die Anzeichen der Depression bei ihrer Freundin sehen und sich vermehrt um sie kümmern müssen?
Hätten wir, der Westen, die Politik, sie als Journalistin viel früher die Warnzeichen erkennen müssen und hätten wir den Krieg verhindern können?
Um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, geht die Autorin zurück in die späten 80er und frühen 90er Jahre.
In jener Zeit war Christiane Hoffmann als Studentin in Leningrad, später arbeitet sie als Praktikantin bei einer staatlichen Rundfunk- und Fernsehanstalt in Kiew. Hautnah erlebt sie den oft schwierigen Alltag der Sowjetbürger, trifft russische und ukrainische Freunde, spricht mit vielen unterschiedlichen Menschen im Land.
Dabei beobachtet Christiane Hoffmann das politische Geschehen und sieht im Rückblick jene Jahre als die entscheidenden. Hier nahm die Entwicklung ihren Lauf, an deren Ende der russisch-ukrainische Krieg steht. „Diese frühen neunziger Jahre entscheiden über das künftige Verhältnis zwischen Russland und dem Westen, und damit langfristig über die Sicherheit Europas. Was in diesen Jahren getan und versäumt wird, wirkt lange nach.“
Der Westen hat zu lange auf Jelzin gesetzt, erhoffte sich von ihm Stabilität und sah deshalb über vieles hinweg. Auch die russischen Oligarchen unterstützen Jelzin und so „stirbt die russische Demokratie still an einer Überdosis Kapitalismus.“ „In dieser Zeit vollzieht sich jene Synthese von politischer und wirtschaftlicher Macht, die Russland von nun an prägen wird.“
Entscheidend aber auch für das zunehmend schlechtere Verhältnis zwischen Russland und dem Westen ist sicherlich der Konflikt über die Nato-Osterweiterung. Eine umstrittene Erweiterung, man sah die Nachteile und die Gefahren, verstand aber auch die Staaten, die um die Aufnahme in die Nato betteln. Christiane Hoffmann kritisiert den Schlingerkurs des Westens. „Man umarmt die Russen mit dem einen Arm, während der andere den Ostmitteleuropäern die Tür zur Nato öffnet.“
Eindeutig beantworten lässt sich die Frage nach der Schuld oder Mitverantwortung des Westens an der jetzigen Situation nicht. Sicher ist: Die Aggression geht von Putin aus, und sein Vorgehen lässt sich durch nichts rechtfertigen. Das steht für die Autorin außer Frage. Sie sieht und zeigt jedoch die Versäumnisse des Westens, die verpassten Chancen, das ungenutzte Zeitfenster, den fehlenden Mut.
Dann aber fragt sie sich wieder, ob es nicht vermessen ist zu glauben, der Westen könne tatsächlich die Entwicklung Russlands beeinflussen.
„So wie es vielleicht größenwahnsinnig ist zu glauben, ich hätte meine Freundin davon abhalten können, sich das Leben zu nehmen.“
Immer wieder kehrt Christiane Hoffmann zu ihrer Freundin zurück, beschreibt deren privaten und beruflichen Werdegang, erzählt von gemeinsamen Erlebnissen und von ihrer Trauer über den Verlust. Das alles auf sehr einfühlsame und berührende Weise, wobei auch hier Selbstzweifel anklingen: „Wieso nehme ich mir das heraus, die Deutungshoheit über Dein Leben? Über Deinen Tod?“
Eine zentrale Position im Buch nimmt die russisch-ukrainische Dichterin Anna Achmatowa ein. Sie ist ein Verbindungsglied zwischen der Autorin und ihrer Freundin. Beide lieben ihre Gedichte; die Freundin hat sich sowohl in ihrer Magister- als auch in ihrer Doktorarbeit mit Achmatowa beschäftigt. Gleichzeitig verkörpert die russische Dichterin durch ihr langes Leben und mit ihrem Schaffen russische Historie und russische Kultur.
„Die Träume, die wir hatten“, das sind die Träume von einem Leben in Frieden und Freiheit in einem ungeteilten Europa, „von gemeinsamer Sicherheit und Demokratie in Russland und überall , von „Nie wieder Krieg“. Das waren und sind auch meine Träume und deshalb verstehe ich den Schmerz und die Trauer der Autorin über eine Wirklichkeit, die so weit entfernt ist von unseren Hoffnungen und Wünschen.
Dieses Buch ist einerseits ein zutiefst berührender Bericht über eine langjährige Freundschaft, über Verlust und Trauer und zugleich eine kluge und fundierte Analyse der russisch-ukrainischen Beziehung und der Stellung des Westens. Auf der Folie eigener Erfahrungen und mit dem scharfen Blick einer kompetenten Journalistin zeigt die Autorin Hintergründe auf und macht komplexe Zusammenhänge deutlich.
Christiane Hofmann ist hier ein ganz wunderbares Buch gelungen, das ich jedem empfehlen kann. Auch damit dieser unsägliche Krieg, der bereits über vier Jahre andauert, und unendlich viel Leid gebracht hat, bei uns nicht in Vergessenheit gerät.
Rezensionen von lu_rkz:
Curseborn von Celine Leonora
Spannende Fortstzung
Mit Curseborn knüpft Celine Leonora nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an und entwickelt die Geschichte konsequent weiter. Wer den Auftakt mochte, wird sich schnell wieder in der düsteren Atmosphäre und den spannenden Konflikten zurechtfinden. Die Figuren wachsen an ihren Herausforderungen und wirken dabei glaubwürdig, während neue Enthüllungen zusätzliche Spannung schaffen.
Besonders gelungen ist, dass offene Fragen aus dem ersten Band aufgegriffen werden, ohne dass die Handlung vorhersehbar wird. Gleichzeitig entstehen neue Rätsel, die neugierig auf die Fortsetzung machen. Der flüssige Schreibstil und das ausgewogene Verhältnis aus Emotionen, Geheimnissen und actionreichen Momenten sorgen dafür, dass die Seiten nur so verfliegen. Eine gelungene Fortsetzung, die die Stärken des ersten Bandes ausbaut und Lust auf mehr macht.
Rezensionen von trebor:
Die Weisheit der Esel von Andy Merrifield
Der Esel als Spiegel
Andy Merrifield beschreibt in seinem Werk "Die Weisheit der Esel - Ruhe finden in einer chaotischen Welt" seine Wanderung mit dem Esel Gribouille durch Frankreichs Auvergne und wie er ganz nebenbei zu sich selbst findet.
Es ist eine sehr berührende Geschichte voller Tiefgang und Melancholie entstanden.
Der Autor räumt mit den lange tradierten und unaufhörlich zitierten Vorurteilen von Dummheit und Störrigkeit auf, die Eseln gegenüber immer wieder aufgewärmt werden. Er legt die Klugheit und Voraussicht dieses sensiblen und gutmütigen Tieres anhand der Erlebnisse auf seiner Wanderung anschaulich dar und schafft ein vielschichtiges Bild seiner Wesenheit.
Weit darüber hinaus zeichnet er ein entlarvendes Bild der Menschheit, die sich im ausbeuterischen Verhalten gegenüber Eseln offenbart. Dies stellt sich insbesondere durch das Einflechten literarischer und filmischer Auseinandersetzungen mit der Eselfigur in unterschiedlichsten Epochen dar.
Rezensionen von clematis:
Schattengast von Malin Stehn
Mord zum Geburtstag
Sandra wird vierzig und lädt zu einem großen Fest mit vielfältigem Buffet und teurem Champagner, am nächsten Tag liegt sie tot im eigenen Blut. Gab es Nachbarschaftszwistigkeiten, Familienprobleme oder hängt der Mord zum Geburtstag gar mit den kriminellen Banden in Malmö zusammen?
Kurze Kapitel, immer wieder einmal mit offenem Ende, sorgen für Tempo in dieser Geschichte, die wechselnden Blickwinkel streifen stets unterschiedliche Einschätzungen von ein und derselben Situation.
Zusätzlich beginnt die Handlung mit einem polizeilichen Vernehmungsprotokoll und der Party, um anschließend frühere Ereignisse in chronologischer Abfolge zu schildern, wiederum durchbrochen von Ermittlungsfragen. So entsteht ein interessanter, spannender Aufbau, einzelne, geschickt formulierte Informationen können von Leser vielseitig interpretiert werden und verleiten zum Miträtseln, was denn tatsächlich geschehen sein könnte. Detailreiche Personenportraits rund um die Nachbarschaft in der kleinen Siedlung, Missverständnisse und private Probleme sorgen für allerlei Abwechslung, das Ende wird schlüssig gelöst, wobei da aber dann doch der „große Knall“ ausbleibt.
Der dritte Kriminalroman aus der Feder Malin Stehns, der durch viele Irrwege und Sackgassen überzeugt, unterschiedlichste Gedankengänge ermöglicht und trotz der Vielfalt an Figuren jede einzelne perfekt trifft. Erst eine Silvesternacht (Happy New Year), dann eine Hochzeit (Nur eine Lüge), diesmal eine Geburtstagsparty – Malin Stehn versteht es, packende Geschichten ohne Brutalität zu schreiben.











