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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Bakterien - die heimlichen Helden von Peter Wohlleben

Faszinierende Superwesen

Schon lange mag ich die faszinierendem Bücher und Dokumentationen von Peter Wohlleben sehr und umso gespannter war ich natürlich auf dieses neue Buch mit einem ganz anderen Thema. Bakterien bestimmen unser Leben und wir merken es meistens noch nicht mal. Für mich ein sehr guter Grund, mich mal richtig und in der Tiefe mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Ich interessiere mich sehr für Biologie und Medizin, ich mag solche fundierten Sachbücher.

Das Buch liest sich toll, ist gut verständlich und erklärt auch komplexere Sachverhalte so, dass auch Laien einen guten Einblick bekommen. Für mich die perfekte Lektüre, die nicht nur unterhält, sondern gleichzeitig auch viel Wissenswertes vermittelt. Ich fand die Infos rund um die kleinen Lebenwesen, die so nützlich, aber auch so schädlich sein können, extrem spannend und hätte immer weiter lesen können. Man würde sich wünschen, solche Bücher im Schulunterricht gehabt zu haben. Denn wie schon der Titel sagt, Bakterien sind die heimlichen Helden, faszinierende Superwesen, ohne die es uns und die Welt, die uns umgibt, so nicht gäbe. Krass, oder?

Von mir daher die Empfehlung, dieses Buch unbedingt zu lesen!

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Bakterien - die heimlichen Helden

Rezensionen von bücherliebe74:

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Alles ihre Schuld von Andrea Mara

"Schuld"

Der Albtraum jedes Elternteils trifft Marissa, als sie ihren kleinen Sohn Milo von einer Spiele-Verabredung abholen möchte. An der angegebenen Adresse öffnet ihr eine fremde Frau und von Milo fehlt jede Spur!

Die Story ist sehr gut aufgebaut, mit vielen überraschenden Plot - Twists wird die Leserschaft immer wieder in eine andere Richtung geleitet.

Der Spannungsbogen ist clever ausgearbeitet und die Charakter sind individuell und glaubhaft, Gefühle authentisch dargestellt.
Im letzten Drittel jagt ein Plot Twist den nächsten, was das Buch nicht wirklich gebraucht hätte, und stellenweise für Verwirrung gesorgt hat.
Die Auflösung war für mich nicht vorhersehbar und ergab für mich einen passenden Abschluss.

Allerdings mag ich Ausdrücke wie "Playdate" in einem Buch, das ich in deutscher Sprache lese, überhaupt nicht.

Das Cover gefällt mir gut, das Bild der Nachbarschaft passt gut zum Buch.

Gern lese ich weitere Bücher der Autorin. Der Schreibstil hat mir überwiegend gut gefallen und das Buch hat mich gefesselt und überrascht!
Für Thriller - LeserInnen, die es komplex mögen und die gern miträtseln bei der Auflösung, ist dieses Buch genau richtig!

4 von 5 Punkten!

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Alles ihre Schuld

Rezensionen von rewareni:

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Die Geisterseher von Algernon Blackwood

Geister und andere unheimliche Kreaturen

,, Die Geisterseher“ ist der Auftakt einer Anthologiereihe mit Geistergeschichten, die von Reinhard Klein-Arendt ausgesucht und aus dem englischen Sprachraum übersetzt worden sind. Die unheimlich, phantastischen Kurzgeschichten stammen etwa aus der Zeit zwischen 1895 bis 1940.
In einem interessanten Vorwort erhält man zu jeder Geschichte eine kleine Einleitung, die schon neugierig macht.

Es sind vielfältige Geschichten, die zumeist in England spielen, aber auch in britischen Kolonien. Besonders die unheimliche Atmosphäre in London mit seinem undurchdringlichen Nebel, lassen einem beim Lesen ein Gänsehautgefühl aufkommen.
Manche Spukgestalten und geisterhafte Erscheinungen werden bildhaft beschrieben, wo andere übersinnliche Phänomene nur angedeutet werden, aber gerade das macht den besonderen Reiz aus.
Egal ob man es mit Voodoo Anhängern zu tun hat oder ob ein geisterhaftes Wesen sein Unwesen treibt man wird als Leser gut unterhalten. Bei manchen Geschichten findet man gleich einen Zugang, bei anderen hat man kleine Fragezeichen im Kopf, aber das ist ja meistens so, bei diversen Kurzgeschichten.
Interessant war sogar eine humorvolle Geschichte über Skelette, wo vieles nur angedeutet wird und man zum Schluss gar nicht genau sagen kann was nun wirklich passiert ist. Aber so wie die Geschichte erzählt wurde und die witzigen Dialoge dazu, haben einen besonderen Reiz gehabt.
Man bekommt auch immer wieder einen guten Einblick darüber wie damals die ,,Beziehung“ zwischen der Dienerschaft und ihrem Herrn war, aber auch das Leben einer Frau war oft von einer Abhängigkeit gegenüber ihrem Mann geprägt, was speziell in einer Geschichte mit einem Tiger Amulett zu sehen war.
Wer sich also auf Wiedergänger und unheimliche Kreaturen einlassen möchte und sich nicht davor scheut, alte Geschichten von nicht bekannten Autoren zu lesen, der wird sicher eine gute Unterhaltung in der Anthologie ,, Die Geisterseher“ finden.

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Die Geisterseher

Rezensionen von Nele33:

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So kalt die Nacht von Marika Neitz

einfach super

"So kalt die Nacht" der Autorin Marika Neitz war für mich das erste Buch, welches ich als Hörbuch gehört habe. Eingelesen wurde es von Irina Salkow. Die Sprecherin war mir schon durch Hörbücher von Riley Sager bekannt und auch hier hat sie mich durch ihre perfekte Intonation wieder von der ersten Minute an in ihren Bann gezogen.

In Köln geschehen grausame Morde. Alte Menschen werden gefesselt und ihrem Tod durch Verdursten ausgesetzt. Anschließend werden ihre Leichen in Müllsäcken entsorgt. Eine grausame Art zu sterben, findet auch die leitende Ermittlerin Anna Melcher. Auf den ersten Blick gibt es keine Gemeinsamkeiten bei den Opfern, außer ihr Alter. Ein kniffliger Fall, den Anna auch noch mit einem Kollegen lösen soll, der doch etwas speziell ist.
Beide sind jedoch äußerst liebevoll und gleichzeitig eigensinnig charakterisiert. So bekommt der Krimi noch eine Leichtigkeit bei aller Schwere verliehen, die es schwer machte das Hörbuch zu unterbrechen.

Die Autorin versteht es ungemein gut überraschende Wendungen und Situationen einzubauen, sodass es während des Hörens eine große Spannung gibt, die bis zum mehr als überraschenden Ende ungewöhnlich hoch bleibt.

Für mich eins der spannendsten Hörbücher dieses Jahr und da gebe ich gerne eine Lese-Hör-Empfehlung und da es der Auftakt zu einer Reihe zu sein scheint, freue ich mich schon auf eine Fortsetzung.

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So kalt die Nacht

Rezensionen von yellowdog:

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Die Dichterin von Özge İnan

Schatten des Literaturbetriebs

Die Dichterin ist ein Roman, der einen Teil des Literaturbetriebs zeigt.
Der Clou des Buches wird bereits früh angedeutet. Für die Spannung des Buches hätte man das auch mehr im unbestimmten lassen können.
Die Dichterin Emma Rodenstock wird verdächtigt, ihre Texte von jemand anders kopiert zu haben.

Eine Journalistin deckt das auf.
Eine These ist, dass die Gedichte auch wegen der Persönlichkeit der Dichterin so ein Erfolg wurden. Dass die Dichterin so eine große Ausstrahlung hatte, wie behauptet, konnte ich beim Lesen nicht sehr spüren. Schlecht gemacht ist die Figur der Emma Rodenstock tatsächlich nicht. Sie hat mich mehr überzeugt als z.B. die Journalistin.
Während die Handlung in der ersten Hälfte mehr oder weniger vor sich hin plätschert, wird es später interessanter.
Özge İnan ist insgesamt eine vielversprechende Autorin, bei der man auf kommende Veröffentlichungen gespannt sein kann.

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Die Dichterin

Rezensionen von Nele33:

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Komm spielen von Linwood Barclay

falsches Genre

Das Buch "Komm spielen" der Autorin Linwood Barclay wurde als Thriller beworben, darum hatte es einen Platz auf meiner Wunschliste bekommen. Leider stellte sich beim Lesen heraus, dass es sich nicht um einen Thriller, sondern um eine Horror Story in Richtung von Stephen King geht.

Annie, eine erfolgreiche Kinderbuchautorin hat sich zurückgezogen, nachdem sie sich die Schuld an einem unfassbaren Unglück gibt.

Als dann auch noch ihr geliebter Mann stirbt, will sie mit ihrem Sohn im beschaulichen Örtchen Castle Creek zur Ruhe kommen. Sie mietet ein Haus, doch schon nach kurzer Zeit geschehen dort und im Umfeld seltsame und beängstigende Dinge. Sie wendet sich an die dortige Polizei und bekommt Kontakt zu dem Polizisten Harry, der sie fortan unterstützt.

Die Charaktere sind gut gelungen und abwechslungsreich beschrieben. Bedauerlicherweise konnte mich die Story aufgrund des Genres nicht erreichen, wobei mir der Schreibstil ausgesprochen gut gefallen hat.

Für mich nicht das passende Buch, meine Erwartung war eine völlig andere, sodass ich das Buch nach der Hälfte abgebrochen habe.

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Komm spielen

Rezensionen von readpassion9:

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter

einfach genial

"Tödliches Verderben" ist der zweite Teil der North Falls Reihe. Deputy Emmy Clifton ist auf dem Rückweg von der Beerdigung ihrer Mutter, als sie Schüsse hört. Sie und ihre Schwester Jude Archer treffen direkt an dem Tatort ein, dem Haus ihrer Freundin Allison. Sie finden Allison ermordet, deren Tochter Mandy schwer verletzt.

Die Ermittlungen laufen an, zwei Männer geraten in den Fokus, doch die Beweise reichen nicht aus. Bei den weiteren Ermittlungen stoßen Emmy und Jude auf einen lange zurückliegenden Fall, der ein ganz neues Licht auf ein mögliches Motiv wirft.

Wow, was für ein spannender Fall. Vom ersten Teil war ich begeistert, der zweite steht dem in nichts nach. Wieder ein typischer Slaughter. Dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit, Twists und überraschende Entwicklungen machen die Story fesselnd sowie absolut spannend. Die Entwicklung zum Schluss habe ich nicht kommen sehen, was für ein Ende! Hier darf man auf die Fortsetzung gespannt sein.

Der Schreibstil ist locker, up to date, die Seiten fliegen nur so dahin. Durch den ersten Teil war ich mit den meisten Protagonisten vertraut und nach kurzer Zeit wieder in der Story drin. Emmy und Jude gewinnen an Tiefe, zwei Figuren mit denen ich mitfiebern konnte. Auch die Atmosphäre und Szenerie in dem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt, ist perfekt eingefangen.

Fazit: Gelungene Fortsetzung, ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt.

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Tödliches Verderben

Rezensionen von ToniLudwig:

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Alleinruhelage von Eva Menasse

Unbehausten Zufluchtsort abzugeben

Eva Menasse, die vielfach preisgekrönte österreichische Autorin, veröffentlicht ihren vierten Roman bei ihrem deutschen Hausverlag Kiepenheuer und Witsch mit dem Titel >> Alleinruhelage<<, welcher auf dem lasziv gestalteten Cover als ALLEIN RUHE LAGE<< zu lesen ist, eine in Österreich durchaus übliche Steigerungsform der gebräuchlichen >>Alleinlage<<.

Gemeint damit ist ein Haus, ihr Haus, Zufluchtsort vergangener Tage, Zeitzeuge von Liebe und Leben und Scheitern und vielem mehr.

Die Erzählerin spricht mit ihrem Haus wie mit einem guten Vertrauten.

Dabei ist dieses mittlerweile verwildert, verlassen und sanierungsbedürftig, ein Ehepaar mit der Unverzagtheit jener Überlebenskünstler und Zeitgenossen, die lieber anpacken und umsetzen, als unrealisierbare Theorien zu schmieden, nimmt die Instandsetzung fest in polnische Hände.
Die Sprache der beiden ist skurril, es ist ein bemerkenswerter Kontrast zum Ausdrucksvermögen von Eva Menasse, deren herausragende Wortgewandtheit ein pures Lesevergnügen generiert.

Denn die Autorin agiert mit Wortwitz, lakonischer Situationskomik und jener Distanz, die ihr ungeachtet der gleichen Muttersprache als Ausländerin in Deutschland noch immer geholfen hat, Rückschläge zu überwinden, ohne das Land wohl je ganz verstehen zu können.

Und es ist ein Text, dessen kluge Reflexionen über die Menschen in den tiefen Wäldern des brandenburgischen Ostens glücklicherweise niemals von einer KI er- und verfasst werden kann.

In einer seltenen Klarheit wird in komprimierter Form der latent noch immer schwelende Konflikt zwischen Ost und West beispielhaft an Hand der Umwidmung der Waldsiedlung, also jener Gegend um den Wandlitzsee, erklärt und dem Leser, gleich welchen sozialen Hintergrund er selbst mit sich trägt, werden die Augen geöffnet über die Schieflage der Wiedervereinigung in den 1990er Jahren.

Eine Art Lehrstück, >>exerziert an Menschen, die sich den Kapitalismus gewünscht hatten wie Durstige ein paar Schluck Wasser und stattdessen eine Sturzflut bekamen.<<

Nein, dies ist keine politische Abrechnung in irgendeine Richtung, dafür schreibt Eva Menasse viel zu klug.

Vielmehr geht es der Autorin um das Zusammenleben der Menschen in einer nahezu migrationsfreien und folglich freilich migrationsfeindlichen Gegend.

Und ja - die Autorin hält den Datschenbesitzern unnachgiebig einen Spiegel vor, ohne jemals belehrend zu klingen, all jenen, die vom früheren Zusammenhalt und der Hilfsbereitschaft des Ostens schwärmen, für den Niedergang des Handwerks von Bäckern und Metzgern den Staat ( besonderes Feinbild : die Grünen !! ) verantwortlich machen, aber zugleich im nahegelegenen Polen eine Tankladung, ein paar Stangen Zigaretten und Discounter-Billigfleisch erwerben.

Und die ihre eigenen Regeln für das Zusammenleben aufstellen und -wenn nötig- auch rabiat durchsetzen, sei es mit Geschrei, falschen Anschuldigungen oder mittels beißenden Hunden, Anklänge an frühere Stasi-Mitgliedschaften inbegriffen.

Die Erzählerin, die mit alledem klarkommen muss, nennt sie trorzdem und trotzig zugleich >>die Sch’tis Vorpommerns<< und bleibt dennoch immer eine Andere, eine beratungsresistente Zugereiste aus dem Süden, der es immerhin gelingt, zu ihren Mitmenschen niemals Arschloch zu sagen, obzwar sie es viele Male dachte und der nie so ganz klar werden wird, ob die stockende Kommunikation der Leute aus dieser Gegend noch auf Diktatur-Vorsicht oder auf generationenalter bäuerlicher Bockigkeit beruht.

Es gibt in diesem kleinen Roman so viele kluge Gedanken und Reflexionen über das Leben, über unterschiedliche Perspektiven, über halbblinde Großzügigkeit und Verzeihungsbereitschaft, die den Leser immer wieder innehalten lässt und zur Selbsthinterfragung einlädt.
Anders als vor Ort, wo Geschichte zurechtgebogen wird, wo die eigene Meinung bis zur Grundstücksgrenze reicht und der Schutz zu anderen Meinungen durch meterhohe Zäune realisiert wird.

Die klare Haltung von Eva Menasse, deren Erzählerin das Glück hatte, nie in einer Diktatur leben zu müssen, bildet atmosphärisch auch die Keime der Reichsbürgerszene, das Entstehen von AfD-Mehrheiten in so vielen ostdeutschen Wahlkreisen und deren allmächtige Remigrationsphantasien ab, einer der Nährböden für gegenwärtige faschistische Tendenzen in Deutschland.

Eingebettet ist die Erzählerin in ein Familienkonstrukt, die Mühen des Alltags mit den Kindern, die familiäre Reibungsenergie drohen mehrfach über ihr zusammenzubrechen.

Leider wird über das Scheitern der Beziehung mit ihrem Partner nur wenig berichtet, die Enttäuschung über eine problemreiche affärenhafte Liebesbeziehung zu Habibi ist hier dominanter.
Aber wir erfahren auch skizzenhaft etwas über ihren jüdischen Vater, der die traumatischen Erlebnisse des Holocaust durch eine ihn eigene Lebensphilosophie der ambitionslosen Ruhe, Eleganz und Freundlichkeit und der Abwesenheit von Zorn bewältigt.

Am Ende wird das sanierte Haus verkauft werden, die Erzählerin wird den Versuch wagen, aufzubrechen, sie reist mit leichterem Gepäck.

Ein klares, ein ein starkes Buch, fein mit einem Lesebändchen versehen, dem ich viele Leser wünsche, die reich belohnt werden, versprochen !

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Alleinruhelage

Rezensionen von peppi:

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Tschikago von Alexandra Stahl

über das Älterwerden

"Tschikago" ist ein autofiktionaler Roman, in dem die Autorin Alexandra Stahl über ihre Kindheit bei den Großeltern in Unterfranken und später über ihre Arbeit in einem Berliner Seniorenheim erzählt.
Der erste Teil hat mir noch sehr gut gefallen. Hier stehen die Großeltern im Mittelpunkt.

Eine Wohnung in einem Haus, indem der Gesangsverein probt, die Katzenliebe der Großmutter, die Vorliebe des Großvaters für Stecker und Kabel, Ritualsprüche, Streit und Zärtlichkeit. All das wird von der Autorin sehr liebe-und humorvoll erzählt. Ihre Beobachtungen sind sehr genau.
Im zweiten Teil begleitet die Erzählerin als Freiwillige hochbetagte Menschen eines Berliner Seniorenheims. Dieser Heim-Teil ist mir zur fragmentarisch. Es sind nur Momentaufnahmen der alten Menschen. Sie werden nicht zu greifbaren Figuren. Diese Erzählweise hat mir nicht gefallen.
Insgesamt ein gutes Buch, über Alter und Vergänglichkeit, das leider im zweiten Teil an Kraft verliert.

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Tschikago

Rezensionen von Tara:

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Das Projekt von Annie Lord

Wie viel Feminismus darf sein?

„Das Projekt“ ist ein Roman der Autorin Annie Lord, der direkt ins Herz geht.

Daisy ist gerade wieder einmal unfassbar enttäuscht von der Männerwelt. Aus diesem Umstand heraus ruft sie gemeinsam mit ihrer Freundin Maya „Das Projekt“ ins Leben. Ziel dieses Projekts ist es, aus einem Mann den idealen Partner zu machen und ihn entsprechend umzumodeln.

Der Schreibstil von Annie Lord liest sich angenehm. Sie schreibt offen und ehrlich über die Vorstellungen ihrer Protagonistinnen, die meiner Meinung nach etwas zu viel von der Männerwelt erwarten. Genau diese Erwartungshaltung macht die Handlung authentisch und lässt die Figuren nahbar und sympathisch wirken.
Es geht hier nicht allein um das Finden des perfekten Partners, sondern auch um Wünsche, Unsicherheiten, Erwartungen und die Defizite, die es sowohl bei Männern als auch bei Frauen gibt.

Obwohl die Handlung humorvoll geschrieben ist, gibt es viele Momente, die nachdenklich machen.
Kann oder darf man versuchen, seinen Partner so umzuerziehen?
Was bleibt von ihm nach diesem Versuch übrig?
Wie viel Feminismus darf sein?
Mir war es an einigen Stellen ehrlich gesagt ein wenig zu viel, obwohl ich ansonsten der Meinung bin, dass eine feministische Sichtweise vollkommen in Ordnung geht. Aber hier hatte ich schon fast Mitleid mit den Männern.


Dennoch ist das Buch eine gelungene Mischung aus unterhaltsamer RomCom und dem ernsthaften Erforschen von Beziehungen, das mich gut unterhalten und mir Stoff zum Nachdenken gegeben hat.

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Das Projekt