Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Rinoa:
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Unterhaltsam, aber nicht mehr
Der Einstieg hat mir super gefallen und ich war gleich mittendrin in der Geschichte. Ich mochte den Schreibstil und das überspitzt und auch klischeehaft Gezeichnete. Die wirklich sehr verkopfte Marlene und der eher spirituelle Alex, selbst gerade auf der Suche nach dem Sinn, das versprach eine explosive Mischung.
Doch leider verpuffte diese ziemlich schnell und das Ganze wurde doch recht handzahm. Was an sich gar nicht so schlimm gewesen wäre, allerdings kratzte es für meinen Geschmack zu sehr nur an der Oberfläche. Da hätte ich schon mehr Tiefe erwartet und mir auch gewünscht, wie es der Thematik entsprochen hätte.
Vielleicht war das Buch dafür aber auch zu kurz, vielleicht war das nicht die Intention des Autors (für mich war es das erste Buch von ihm). Mir ging Marlenes Verwandlung jedenfalls ein wenig zu schnell und zu leicht vonstatten und auch die anderen Nebengeschichten werden recht flott abgehandelt.
Trotzdem war die Geschichte unterhaltsam und kurzweilig, ich mochte die Sprache und habe sie gern gelesen. Ob sie allerdings noch länger in mir nachhallen wird, kann ich mir eher nicht vorstellen.
Rezensionen von MariasBooks:
Lila Wolken im Kopf von Alicia Zett
Lila Wolken
Lila Wolken im Kopf
ZUM BUCH
"Lila Wolken im Kopf" ist ein neuaufgelegter Einzelband aus der Feder von Alicia Zett.
Die Autorin kennt man von Büchern wie zB "wie Wellen im Sturm" und "wer, wenn nicht wir"
Das Buch ist im BoD Verlag erschienen.
VIBE
Das Buch ist ein klassisches Coming of Age Jugendbuch und wir begleiten die Protagonistin Charlie durch ihre Augen bei u.
a. Outing, Schule und Liebe. Das Buch hat einen Jugendbuchtypischen eher lockeren Vibe, ist aber von starken jugendlichen Gefühlen, Zweifeln, Problemen aber auch teils heavy Themen durchzogen. Hier empfiehlt sich unbedingt das vorherige Prüfen der Trigger Warnings.
GESTALTUNG / AUFBAU
Ich habe das Buch als eBook gelesen.
Mir persönlich gefällt das Illustrierte Cover sehr gut, und es gibt den Inhalt und Stil des Buches passend wieder.
Die Geschaltung ist schlicht, aber es wurde dennoch Wert auf die formatierung gelegt, zB die Whatsapp Nachrichten wurden auch als solche im Buch formattiert, was nicht bei allen ebooks immer der Fall ist.
CHARACTERE
Die Protagonistin Charlie hat mir sehr gut gefallen. Ihre Ängste und Gefühle aus spiegeln auch sehr gut meine eigene wieder und fan sie deswegen besondern nachvollziehbar. Auch wenn manche Entscheidungen im ersten Blick übereilt wirken, so merkt man beim zweiten Blick, dass es doch genau diese jugendliche naivität und sprunghaftigkeit ist, die wir doch alle selbst durchlebt habe.
ich fand die Lovestory wirklich süß. ich hatte den Klappentext nicht mehr genau auf dem Schirm und habe mich einfach in die Story begeben und war deswegen anfangs etwas über den Verlauf überrascht, fand es aber sehr passend. ich mochte, wie sich das ganze zwischen den beiden langsam entwickelt hat und wie sie miteinander umgegangen sind.
womit ich ein bisschen mein Problem beim Buch hatte, war, dass es sich an gewissen Stellen etwas gezogen hat bzw manchmal etwas zu langatmig war.
FAZIT
Genrell ist das Buch ein 5 Sterne Buch für mich, da ich mich sehr gut mit Charlie identifiezieren konnte und mir auch die anderen Charactere sehr gut gefallen haben. Ich mochte die Mischung aus leichteren und ernsteren themen und wie realistisch es sich angefühlt hat. ein must read für Jugendliche und Erwachsene um selbst mit dem Thema Queerness mehr in Berührung zu kommen, sich besser in andere Personen hineinfühlen zu können oder auch einfach den eigenen Horizont zu erweitern und sich selbst etwas zu besser kennen zu lernen.
Rezensionen von carola1475:
What about the bodies von Ken Jaworowski
Unterhaltsam, skurril und schräg, mit liebenswerten Figuren
In der Kleinstadt Locksburg, Pennsylvania, werden Carla, Reed und Liz unvermittelt aus ihrem Alltag gerissen und mit einem Problem konfrontiert. Je mehr jede der drei Hauptfiguren versucht, alles richtig zu machen, desto mehr geht schief.
Die drei Handlungsstränge, jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt, beginnen unabhängig voneinander, treffen jedoch irgendwann aufeinander, wie das auch im wirklichen Leben in einer Kleinstadt ist, in der jeder jeden kennt und man sich immer mal wieder über den Weg läuft.
Sehr gut gefallen hat mir auch, wie realistisch Locksburg beschrieben wird, das seit dem Ende des Bergbaus seine besten Zeiten hinter sich hat.
Abwechselnd begleite ich die Protagonist.innen bei ihrem Versuch, alles wieder in Ordnung zu bringen und die Kontrolle zurück zu gewinnen und erlebe jede Eskalation mit wachsendem Entsetzen. Alle drei Charaktere sind sympathisch und liebenswert, Carla ist Mitte 40, hat einen studierenden Sohn und ist mit dem Bau eines eigenen Restaurants beschäftigt, Liz ist 30, Singer-Songwriter, talentiert, aber erfolglos, und hat nun endlich die Chance, sich einer Produzentin in Nashville vorzustellen und Reed, Anfang 20, hat gerade seine Mutter verloren. Reed hat eine Störung im Autismus-Spektrum und ist mit seiner Empathie, Logik und vor allem seiner Herzensgüte meine Lieblingsfigur.
Ich teile Gedanken und Gefühle der Charaktere und auch durch Erinnerungen und Rückblicke werden die Protagonisten immer greifbarer. Ich habe die überraschende und auch spannende Entwicklung ihrer Geschichten zunehmend beunruhigt verfolgt. Auch Nebenfiguren erscheinen glaubhaft und authentisch.
Ken Jaworowskis Sprache ist den verschiedenen Charakteren angepasst, sein unaufgeregter Schreibstil ist angenehm zu lesen, schwarzer Humor, Sprachwitz und Situationskomik haben mich auch laut lachen lassen, oft musste ich schmunzeln. Gleichzeitig sind seine Protagonisten und ihre Geschichten berührend und am Ende habe ich sehr bedauert, die drei nicht weiter begleiten zu können.
Der Pendragon Verlag hat mit der Entscheidung, Ken Jaworowski erstmalig auf deutsch zu verlegen, ein gutes Gespür bewiesen und ich würde mich über weitere deutsche Veröffentlichungen des Autors freuen.
Rezensionen von Julia:
Tödliches Wien von Katja Wilhelm
Gelungener Auftakt mit Potenzial für mehr
Dieses Buch ist der erste Band einer Reihe und bietet einen soliden Einstieg in das Team der sogenannten Soko „Reha“. Die Einheit besteht aus drei Personen, die alle mehr oder weniger auf dem Abstellgleis gelandet sind, gleichzeitig aber so gut in ihrem Job sind, dass man auf ihre Fähigkeiten nicht verzichten möchte.
Die Charaktere sind teils etwas speziell und bringen alle ihre eigenen Ecken und Kanten mit. Gerade das macht sie jedoch interessant. Trotz ihrer Unterschiede ist der Zusammenhalt im Team stark ausgeprägt. Jeder kennt die Stärken der anderen, sodass die Zusammenarbeit wie ein gut eingespieltes Uhrwerk funktioniert. Besonders deutlich wird das, als Hilde unter Verdacht gerät und vom Dienst suspendiert wird. Erst dann merkt man, wie sehr ein einzelnes Zahnrad im Gefüge fehlt und welche Auswirkungen das auf das gesamte Team hat.
Die Geschichte ist spannend erzählt, und natürlich wollte ich unbedingt herausfinden, was hinter den Taten steckt. Nach und nach kristallisiert sich zwar heraus, wer möglicherweise dahinterstecken könnte, doch die Autorin setzt die einzelnen Puzzleteile mit viel Fingerspitzengefühl und Spannung zusammen. Dadurch bleibt die Neugier bis zum Schluss erhalten.
Das Ende schließt zwar einen Teil der Handlung zufriedenstellend ab, lässt aber gleichzeitig noch viele Fragen offen und bereitet den Boden für weitere Bände der Reihe.
Ein kleiner Kritikpunkt betrifft für mich das Setting. Die Geschichte hätte theoretisch an vielen Orten spielen können. Gerade weil ich mich auf Wien als Schauplatz gefreut hatte, hätte ich mir gewünscht, dass die Stadt stärker in die Handlung eingebunden wird. Immer wieder musste ich mich selbst daran erinnern, dass die Geschichte tatsächlich dort spielt und nicht in einer beliebigen anderen Großstadt.
Insgesamt ist der Auftakt gelungen und bietet eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und einem funktionierenden Spannungsbogen. Zwar sehe ich insbesondere beim Setting noch etwas Luft nach oben, dennoch hat mich das Buch neugierig auf die Fortsetzung gemacht, und ich freue mich darauf, das Team der Soko „Reha“ in weiteren Fällen zu begleiten.
Rezensionen von 19cici95:
Freunde fürs Leben von Fredrik Backman
Gefühlsüberdosis
Du weißt, dass ein Buch gut ist, wenn du schon bei unter 100 Seiten mindestens einmal geheult hast.
Fredrik Backman schafft es mit jedem Buch aufs neue, meine Gefühlswelt völlig zu zerstören. Bereits der erste Absatz ist so treffend, dass mir da schon klar war: das wird ein Fünf-Sterne-Buch.
Die junge künstlerisch begabte Louisa ist seit ihrer schwierigen Kindheit geradezu besessen von einem Bild vom Meer.
Durch den größten Zufall, den ein Teenager erleben kann, kreuzt sich ihr Weg mit dem des Künstlers und Louisa macht sich auf eine Reise, die Geschichte des Bildes zu erfahren, die sie und alle mit denen sie in Kontakt kommt, vollständig verändern wird.
Dabei wird sie begleitet von einem netten mittelalten Herrn, der auf Louisa erstmal so gar keine Lust hat, doch nach und nach, entspinnt sich zwischen ihnen eine Freundschaft, die mehr ist, als es ein menschliches Herz ertragen kann. Wer auch das Erstaunliches Leben des A.J. Fikry von Gabreielle Zevin und Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte von T.J. Klune mochte, wird auch dieses Buch lieben. Dass daneben noch Donna Tartts Distelfink erwähnt wird, macht es nur noch besser.
Der Schreibstil von Backman ist so grandios wie immer. Mit einzelnen Sätzen reißt er dir das Herz heraus, noch bevor du bemerkst, dass jetzt gerade wieder ein ernster Ton angeschlagen wird. Denn trotz aller Kindheitstraumata ist es ein sehr lustiges Buch. An mehreren Stellen kann man nicht anders als zu lachen. Doch Freud und Leid liegen auch hier nah beieinander.
Es sind so viele Emotionen zwischen diesen zwei Buchdeckeln, dass es sich wie ein Stück eigener Geschichte anfühlt. Ich habe so viele Post-its in diesem Buch verwendet, an Stellen, die mich so tief getroffen haben und zu denen ich gerne wieder zurückkehren werde.
Wer von Anfang an ein Fünf-Sterne-Gefühl haben möchte, dem sei dieses Buch sehr ans Herz gelegt. Es wird es zerbrechen und wieder zusammenfügen.
Rezensionen von barbara.liest:
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
vier Leben in einem Bücherschrank
Die Autorin ist selbst Teil der Familie, um die es in diesem Buch geht.
Margarethe, Marianne, Monika und Miriam - vier Frauen, vier Generationen, vier Geschichten und ein Bücherschrank gefüllt mit alten Tagebüchern, welche aus dem Leben von jeder Einzelnen erzählen.
Die Urgroßmutter Margarethe wächst in einer großen Villa auf und genießt die Vorzüge des Lebens in einer wohlhabenden Familie bis der 1.
Weltkrieg alles verändert. Sie kann auch nicht den Mann heiraten, den sie liebt. Ihr Ehemann muss bald in den Krieg einrücken und so bleibt sie mit Tochter Marianne zurück.
Schließlich heiratet sie den Bruder ihres verstorbenen Mannes und die beiden versuchen für ihre Familie so gut es geht zu sorgen.
Marianne wird schließlich auch schwanger und ist für ihre Tochter Monika selbst verantwortlich, da der Kindesvater im 2. Weltkrieg verstirbt. Mit Unterstützung der Familie zieht sie ihre Tochter auf, das Leben der kleinen Monika ist von unzähligen Umzügen geprägt und ein richtiges Zuhause gibt es kaum.
Und wie sollte es anders sein, auch Monika wird schwanger, von einem nigerianischen Austauschstudenten und sie entscheidet sich dafür, das Kind zur Welt zu bringen.
Dies führt dazu, dass ihre Tochter Miriam nun die Geschichte der 4 Frauen erzählen konnte.
Rezensionen von nessabo:
Es war nicht anders möglich von Svenja Liesau
Der absurde Trip einer instabilen Protagonistin
Es passiert mir selten, dass meine Erwartungen und das Buch so derart gewaltig auseinanderklaffen wie es hier der Fall war. Zwischendrin wollte ich nur noch abbrechen und wäre das Hörbuch nicht wirklich toll von der Autorin selbst gelesen worden, hätte ich das sehr sicher auch gemacht. Denn dieser Roman ist mehr eine Art wahnhafter Trip als zugewandte Heilungs- und Trauerbewältigungsgeschichte.
Ich kann leider nur wenig Gutes finden an diesem Werk. Die Autorinnenlesung war wirklich makellos, sie hat dieser für mich völlig wirren Handlung zumindest ein wenig Emotionalität einflößen können und außerdem die Berliner Schnauze großartig vertont. Den immer mal wieder aufkommenden Humor fand ich richtig gut. Martina bedient sich eines bissigen Zynismus, während sie über so einige gesellschaftliche Missstände wie etwa den Umgang mit Sozialhilfeempfänger*innen nachdenkt. Und auch der zärtliche Blick auf so manche Randfigur mit deren Schicksal konnte mich bewegen.
Aber leider sind diese wenigen guten Elemente eingebettet in etwas, das ich einfach überhaupt nicht mag. Alkohol- und Drogentrips, wahnhafte Zustände und die völlig unauflösbare Verschmelzung von Realität und Fantasie. Außerdem super viele Figuren, die ich fast nie emotional greifen konnte. Dass Martina hart zu kämpfen hat mit dem Tod ihres Vaters und ihrer Angststörung, kommt schon irgendwie raus. Und ihr Umgang damit mag verständlich erscheinen, aber ich kann so etwas einfach nicht lesen. Ich war teilweise ganze Kapitel lang völlig lost und am Ende wirklich froh, dass es geschafft war.
Ich wüsste nicht, wem ich dieses Debüt empfehlen sollte - am besten liest mensch sich die entsprechend positiven Rezensionen auch mit durch. Für mich war das Werk völlig haltlos, verwirrend, phasenweise eklig und im Endeffekt anstrengend mit einem unbefriedigenden Ende. Vielleicht lässt es sich am besten mit einem sehr experimentellen Theaterstück vergleichen - auch das hat seine Fans, ich gehöre nicht dazu.
1,5 Sterne
Rezensionen von HEYN Leserunde, Wolfgang Pfleger:
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Kaleidoskop der Menschlichkeit
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ erzählt von Menschen, die auf den ersten Blick wenig miteinander verbindet und deren Lebenswege sich dennoch auf überraschende Weise berühren. Aus vielen einzelnen Geschichten entsteht ein dichtes Geflecht aus Hoffnungen, Enttäuschungen, Eigenheiten und Sehnsüchten.
Die Figuren wirken dabei bewusst vertraut und manchmal sogar klischeehaft, ohne jemals in Sentimentalität oder Kitsch abzurutschen. Gerade diese Wiedererkennbarkeit macht es leicht, sich in den unterschiedlichen Charakteren wiederzufinden. Besonders gelungen ist, wie die Autorin die einzelnen Schicksale miteinander verknüpft und daraus ein stimmiges Gesamtbild entstehen lässt. Die Erzählung zeigt Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, ohne sie zu bewerten oder zu idealisieren. Dabei werden keine einfachen Antworten auf die Herausforderungen des Lebens gegeben. Nicht jede Geschichte findet einen versöhnlichen Abschluss, und manche Fragen bleiben offen. Das verleiht dem Roman eine glaubwürdige, manchmal auch nachdenkliche Note. Ein lesenswertes Buch für alle, die Geschichten über Menschen und ihre vielfältigen Lebenswirklichkeiten schätzen.
Rezensionen von Lesestern:
Unless you trust von Maya Knodel
Wenn die Sehnsucht nach Meer zu einer Sehnsucht nach mehr wird....
Wenn die Sehnsucht nach Meer zu einer Sehnsucht nach mehr wird...
Mit " Unless you trust " geht die Malaga- Dilogie von Maya Knodel in die zweite Runde. Nahtlos anschließend an den ersten Band " Unless you try " ist nun das Finale im Frühjahr 2026 bei Francke erschienen.
Nachdem Miri ihre geplante Volleyball- Karriere aufgegeben und sich für Malaga als Heimat entschieden hat, läuft plötzlich alles aus dem Ruder.
..
Und plötzlich ist das Misstrauen wieder da, alte Wunden reißen wieder auf und die neu gefundene Beziehung zum Glauben steht genauso auf der Kippe wie ihre Beziehung zu Max, die entscheidend war für ihren Umzug von Köln nach Malaga.
Mein Leseeindruck:
Maya Knodel nimmt mich mit an die schönsten Plätze Malagas und erweckt die Sehnsucht nach Urlaub, Sonne und Meer.
Der atmosphärische und unterhaltsame Schreibstil macht Spaß, schenkt Lesefreude und spannende Momente.
Gleichzeitig wartet dieser FNA Roman mit tiefgründigen Themen auf, die den christlichen Glauben im Spannungsfeld von Vertrauen und Zweifel ehrlich und realitätsnah präsentieren.
Die Hauptprotagonisten Miri und Max sind authentisch und ihre Probleme, Herausforderungen, Träume und Wünsche sind lebensnah dargestellt. Die persönlichen Entwicklungen und die Suche nach Identität überzeugt und fesselt.
Der leidenschaftliche Einsatz und das Engagement fürs Compagnion, die Organisation, die Flüchtlingen eine neue Heimat ermöglicht, spielt dabei eine zentrale Rolle und bestimmt die Lebenswege von Miri und Max.
Mein Fazit:
Eine tolle Geschichte, die über Leichtigkeit und Lebensgefühl eines Sommer- Romans weit hinausreicht...
Themen wie Selbstannahme, Realisierung von christlichen Werten und dabei immer wieder Herausforderungen und Zweifel im Glauben sorgen für ein lebensnahes und authentisches Leseerlebnis, das zu einer begleitenden und wertvollen Lektüre, gerade für junge Erwachsene werden kann.
Rezensionen von clematis:
Der Blutmensch zu Köln von Eva-Maria Silber; Kirsten Wilczek
Brandstätte
Köln, 1847/48: Zu einer Brandstätte hat sich der bislang ertragreiche Gutshof verwandelt, unter den Ruinen findet man neun Leichen. Schnell ist klar, die entlassene Dienstmagd ist aus Rache zur Mörderin geworden und wird in einem beispiellosen Indizienprozess schuldig gesprochen. Allein Anwalt Venedey und sein Referendar Bas samt Journalistin Mathilde sehen die Sachlange anders und beginnen einen Wettlauf mit der Zeit um die Wahrheit.
Eine meisterhafte Sprachkomposition und eine bestens gelungene Verquickung von historisch verbürgten Fakten mit glaubwürdiger Fiktion bilden das Wesen dieses hervorragenden Historischen Kriminalromans. Reale Figuren werden als Vorbilder herangezogen, ein tatsächlicher Mord dem Geschehen im Buch zugrunde gelegt. So ist es nicht verwunderlich, dass die Handlung höchst lebendig daherkommt und aufgrund der akribischen Recherche das damalige Justizsystem auch für Laien bestens vorstellbar wird. Ein Rechtsanwaltsanwärter und eine willensstarke Redakteurin stechen durch ihre Zielstrebigkeit hervor, aber auch die Angeklagte Ida beeindruckt mit ihrer naiven Unbedarftheit. Fesselnde Szenen führen kurzweilig durch den Gerichtsprozess und das Bestreben, nicht nur Recht zu sprechen, sondern die Wahrheit zu ergründen. Ob das in der knappen Zeit gelingen kann?
Obgleich einige Sätze im Kölner Dialekt schwer verständlich sind, so ist dieser Krimi aufgrund seiner authentischen Atmosphäre unbedingt zu empfehlen.











