Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
A Fate of Wrath & Flame von K.A. Tucker
Tolle story mit einem gemeinen Cliffhanger
Schon Cover und Klappentext konnten mich sofort für sich einnehmen und deshalb bin ich sehr froh, dass ich diese Geschichte gelesen habe. Denn insgesamt hat sie mir richtig gut gefallen und bezaubert vorallem mit viel Fantasy und Magie
Die junge Romeria hat ihre Zeit als Straßenkind hinter sich gelassen und sich zur berüchtigtsten Diebin New Yorks hochgearbeitet.
Doch als sie unfreiwillig einen Pakt mit einer Magierin schließt, findet sie sich im Kampf zwischen zwei verfeindeten Elben-Königreichen wieder. Romeria schlüpft in den Körper der Elbenprinzessin und muss ihre Identität um jeden Preis verbergen. Sie ahnt nicht, dass die Prinzessin kurz zuvor in einem misslungenen Putschversuch das verfeindete Königspaar getötet hat. Ihr attraktiver Verlobter, der frisch gekrönte König Zander, verabscheut sie dafür zutiefst. Zum Glück für Romeria ist sie für ihn lebendig wertvoller als tot. Zander bietet ihr ihre Freiheit im Tausch für ihre Hilfe bei der Aufdeckung der wachsenden Verschwörung an seinem Hofe an. Deshalb spielt Romeria die Rolle der verliebten Prinzessin – und kommt Zander dabei näher, als gut für sie ist. Während sie tiefer in die uralte Fehde vordringt, entdeckt sie ungeheuerliche Wahrheiten, die nicht nur ihren eigenen Untergang bedeuten könnten.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und angenehm. Vorallem die fantasievolle Welt in der der Leser hineingezogen wird ist faszinierend und lässt einen richtig träumen. Ich hatte die Welt, die Magie und die Wesen und Charaktere immer gut vor Augen und konnte mich ganz in die Story hineinfallen lassen.
Die Charaktere sind gut getroffen und vorallem Romeria war mir schnell sympathisch und ist mir im Laufe der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen. Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen und habe deshalb auch gut mitfiebern können, bis zum Schluss,
Die Geschichte ist voller Fantasy und Magie, Liebe aber auch Spannung und Abenteuer. Alles in allem ein gelungener Mix, mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger am Ende. Deshalb möchte ich jetzt auch gerne wissen wie es weitergeht und kann den ersten Teil der Reihe jedem der Fantasy mag empfehlen.
Rezensionen von Katzenmicha:
Endstation Küste von Gaby Kaden
Tomke Evers ermittelt
Kommissarin Tomke Evers findet eines morgens vor ihrem Haus in Carolinsiel ihren ehemaligen Kollegen und ihre frühere Liebe Peter Schweigert.Er sitzt regunlos auf der Gartenbank,er und seine Familie werden bedroht,von einem Drogenboss.Tomke Evers ist wegen einer Krankheit in den Innendienst gewechselt,sie hat nun vor Cold-Case-Fälle zu lösen.
Nun braucht ihr ehemaliger Kollege und seine Familie ihre Hilfe.Es dauert nicht lange und Tomke findet eine Verbindung zu einem ihrer Fälle.Dabei gerät sie selbst ins Fadenkreuz…
Die Autorin Gaby Kaden hat einen fließenden und spannenden Schreibstil.Sie nimmt den Leser mit an die Küste ,in eine düstere Atmosphäre eines Netzwerkes, das immer bedrohlicher wird-sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Emmmbeee:
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Jeder sein eigenes Chaos
Die Familie Flynn: Bud, Catherine, die Töchter Abigail, Louise und Harper macht gerade eine Krise durch. Es geht so weit, dass der Vater im Auto schläft und die Töchter entwicklungsgemäße Phasen durchlaufen: die Liebe, gesehen werden wollen, Positionskämpfe etc. Die Mutter wiederum meint die Rettung in einer geöffneten Ehe zu finden.
Bud flüchtet sich zu einer Selbsthilfegruppe und halbreligiösen Gemeinschaft, die sich „Verlorene Schäfchen“ nennt und entdeckt dort eine neue Liebe.
Bei allen Hauptpersonen spukt irgendwo in ihrem Tagesablauf ein gewisser Paul Alabaster, Tech-Milliardär, herum, der erst allmählich Konturen annimmt. Und noch einer, nämlich Wes, der angeschwärmte Freund von Abigail, der ausgerechnet bei Alabaster arbeitet und Einblick in so manches hat. Alabaster erweist sich als eine Art Heilsbringer, der seine Finger in allen Machenschaften hat, aber unangreifbar und es mit allen gut zu meinen scheint.
Lange habe ich nicht in den Roman hineingefunden. Zu viele Personen geben sich die fortlaufenden Kapitel in die Hand, und ich habe mich lange gefragt, was das Ganze eigentlich soll. Es kommen immer neue dunkle Machenschaften ans Licht, und der Leser weiß nicht recht, ob er nicht selber an der Nase herumgeführt wird, falls er nicht an Verschwörungen glauben will. Ich habe bis zum Schluss gelesen, weil ich annahm, dass sich am Ende doch noch ein Sinn daraus ergibt. Dass Mr. Alabaster die jungen Hauptpersonen nicht umlegen lässt, da ja seine Machenschaften von ihnen aufgedeckt wurden, finde ich unwahrscheinlich und unglaubhaft.
Mir war das alles ein zu großes Durcheinander, mehr als einmal habe ich mich gefragt, was das soll. Sicher, die unfreiwillige Komik und die schrägen Dialoge haben etwas für sich. Aber genossen habe ich dieses Chaos nicht und werde den Roman auch nicht weiterempfehlen. Tut mir leid.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Toller skandinavischer Krimi
Dies ist Band zwei der Leena Victro Krimis von Lisa Sarah Brandstäter und da mir schon der erste Band so mega gefallen hat, war ich natürlich dementsprechend neugierig auf dieses Buch :
Studentin Lina kommt bei einem Verkehrsunfall zu Tode und anhand der Spuren lässt sich klar ableiten, dass sie auf ihrem Fahrrad von einem SUV angefahren wurde.
Der Fall wird von Leena Victor von der Mordkommission und ihrem Kollegen bearbeitet. Viele komplexe Ermittlungen stehen den beiden bevor und als dann auch noch ein zweiter Toter aufgefunden wird, müssen Leena und ihr Kollege viele Mauern des Schweigens bei den Verdächtigen brechen.
Der Schreibstil der Autorin ist ruhig und unaufgeregt und doch wird gleich zu Beginn des Buches deutlich : so beschaulich, wie es in der schönen Kleinstadt Porvoo bei Helsinki ausschaut, ist es bei langem nicht – die Atmosphäre ist eher düster und so taucht man mit der Ermittlerin der Mordkommission und ihrem Kollegen Sebastian Nyberg ein.
Die Charaktere von Lisa Sarah Branstäter gefallen mir sehr gut, alle sind authentisch dargestellt, was vor allem bei Leena und Sebstian daran liegt, dass man auch einen schönen Einblick in ihr Privatleben bekommt – ich mag das sehr.
Der Fall selbst war komplex und spannend und hat mich sehr gefesselt – allerdings muss ich sagen, dass mir manchmal die Wendungen und Erzählstränge so viel Konzentration abverlangt haben, dass man da wirklich dran bleiben muss, um den Faden nicht zu verlieren.
Ein toller, skandinavischer Krimi für den ich gerne 4 Sterne vergebe.
Das Buch „Tod in heller Sommernacht“ von Lisa Sarah Brandstäter ist am 30. Juli 2026 beim Ullstein Taschenbuch Verlag erschienen.
Rezensionen von DoraLupin:
FIVE - Das Ticken der Zeit von Ilona Bannister
Nicht ganz so spannend wie erwartet, trotzdem eine gute Idee!
Die Leseprobe zu diesem Buch hat mich wirklich umgehauen und konnte mich so sehr in den Bann ziehen, dass ich dachte dieses Buch wird ein richtiges Highlight werden! Auch wenn die Geschichte den starken Anfang nicht halten konnte, habe ich das Buch dennoch gerne gelesen, weil es eben etwas ganz eigenes und neues hatte!
Die Geschichte dreht sich um fünf Menschen, die am Bahnhof stehen und auf die Ankunft des Zuges warten.
Einer dieser Menschen wird in fünf Minuten nicht mehr unter ihnen sein, aber wer und warum? Die Uhr tickt Sekunde um Sekunde die Zeit wartet nicht.
Der Anfang des Buches ist sehr spannend und mitreißend geschrieben, aber diese absolute Spannung konnte die Autorin dann letzlich nicht halten. Stattdessen wird das Leben der fünf Personen im Laufe der Geschichte näher beschrieben und wie sie mit dem im Zusammenhang stehen.
Eine Grundspannung ist beim Leser schon deshalb vorhanden, da man sich natürlich schon am Anfang fragt we es treffen wird und es wird natürlich schon immer spannender zu erfahren, aber zu den einzelnen Charakteren konnte ich leider wenig Sympathie aufbauen und das fand ich etwas schade. Ich wäre ihnen gerne noch näher gekommen um dann vielleicht am Ende auch den ein- oder anderen unbedingt als Leser "retten" zu wollen aber das ist jetzt nicht passiert.
Fazit: Eine ganz neue und eigene Idee, die sehr spannend beginnt aber durch viele Rückblenden auch etwas langatmig wirkt. Dennoch ist die Grundspannung immer da, da man bis zum Schluss rätselt wer am Ende nicht mehr da sein wird.
Rezensionen von Katzenmicha:
Liebe zwischen Tüll und Träumen von Marianne Loibl
Schöne Lesestunden
Habe ich als Buch gelesen
Lena,hat ihren Traum von einem eigenen Geschäft verwirklicht -ein Brautmodeladen.Hier näht sie für die Wünsche ihrer Kundinnen aus Seide und Brokat für ihren schönsten Tag.Ihr Herzensprojekt allerdings gerät in Gefahr als die Miete für den Laden und die Wohnung radikal steigen.
Ihr Nachbar Ben bestellt heimlich bei Lena Wolle um ihr zu helfen und nicht nur Kater Rocky füllt sich zu Ben hingezogen.Als der charmante Manuel mit einem tollen Angebot auftaucht ist Lena verunsichert.Ihre Endscheidung zwischen Ben und Manuel und ihre Chance für die Zukunft machen es ihr schwer-wie wird sie sich endscheiden?
Die Autorin Marianne Loibl hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Ich habe Lena auf ihrem Weg begleitet,sie hat mich öfter mal zum schmunzeln gebracht-gerne 4 Sterne.
Rezensionen von carola1475:
Keine Angst, Darling von Vera Buck
Spannend, beklemmend und aktuell
Paula und Lea haben sich vor Jahren schon entfremdet und Paula steht Leas Selbstinszenierung als Tradwife äußerst skeptisch gegenüber, aber als sie bemerkt, dass Lea seit Wochen nichts mehr gepostet hat und sie ihre Schwester auch nicht erreichen kann, reist sie kurz entschlossen nach Florida, um nach Lea zu sehen.
Aber Lea ist nicht in der Gated Community 'Sancta Familia', sie sei in einem Retreat, behauptet ihr abweisender Mann. Paula begibt sich auf die Suche nach Lea.
Paula erzählt aus ihrer Ich-Perspektive, während Leas Geschichte aus personaler Sicht in Rückblenden, beginnend vor sechs Jahren und sich der Gegenwart annähernd, vor mir ausgerollt wird. Paulas Beschreibung ihres turbulenten Familienlebens ist so authentisch wie humorvoll, doch von Beginn an wird die Sorge um die jüngere Schwester deutlich. Lea macht einen labilen Eindruck und scheint in dem selbstsicheren starken Matt den passenden Partner gefunden zu haben, der ihr Sicherheit bietet. In der abgeschotteten Luxussiedlung entwickelt sie sich, zunächst aus Langeweile, zur Tradwife, einer Hausfrau, die das Jahrzehnte alte Rollenbild der sich dem Mann unterordnenden Ehefrau lebt und bald Millionen Follower ihrer perfekten Inszenierung in den Social Media hat. Eingeschobene Videos, Interviews und von Fans gepostete Kommentare lassen das Leben einer Tradwife lebendig werden und wecken in mir Unbehagen, genau wie die Schilderung des Alltags in der Sancta Familia.
Vera Buck schreibt bildhaft und intensiv, baut gekonnt auf beiden Erzählebenen eine bedrohliche Atmosphäre auf, schildert glaubhaft, wie Frauen sich zu Tradwives entwickeln und macht auch deutlich, wie sehr Männer von diesem Rollenbild profitieren.
Die Figurenzeichnung auch der Nebendarsteller ist gelungen und glaubhaft, wobei Leas Charakterisierung erst nach und nach vervollständigt wird, Lea entwickelt sich.
Die Autorin schafft es, mich auf falsche Fährten zu locken und untermauert meine Vermutungen scheinbar im weiteren Verlauf der spannenden Geschichte, bis ich bemerke, dass ich auf dem Holzweg bin.
'Keine Angst, Darling' hat mich mit seinen überraschenden Wendungen und der fesselnd erzählten, eskalierenden Handlung rund um ein aktuelles Thema bestens unterhalten. Sehr aufschlussreich und interessant ist für mich das Nachwort, hier geht Vera Buck ausführlich ein auf die Strukturen und Muster, die häusliche Gewalt und das Phänomen der Tradwives gemein haben.
Rezensionen von Peachybookdreams :
Kian und das Erbe des Lichts von Caryl Lewis
Ein warmes Licht für den eisigen Winter
Hauptprotagonist Kian wächst gut behütet bei seinen Eltern auf. Fast schon zu gut behütet, wenn es nach Kian geht. Sein Vater lässt ihn nichts Spannendes erleben, aus Sorge, dass ihm etwas zustoßen könnte. Doch die Sorgen seines Vaters sind nicht unbegründet. Es herrscht ein nicht endender Winter und das Überleben wird immer schwieriger.
Doch als Kian von einer Gestaltwandlerin erfährt, dass er die Rettung sein könnte, bekommt er endlich sein ersehntes Abenteuer.
Kian war ein liebenswerter Protagonist. Zuerst ist er mit seiner neuen Situation natürlich überfordert, doch im Laufe der Geschichte gewinnt er immer mehr an Mut und Selbstvertrauen. Besonders waren die Momente, in denen er lernt, dass Wut und Frustration ihn nicht weiterbringen und es einen anderen Ansatz braucht, um zu anderen durchzudringen.
Das Worldbuilding hat mir wirklich am besten gefallen, besonders die Darstellung des Kreislaufs des Lebens. Das Thema Tod und Verluste spielt im gesamten Buch eine große Rolle, wird aber sensibel und einfühlsam dargestellt. Kinder, die große Ängste vor diesem Thema haben, sollten vielleicht trotzdem eher vorsichtig an die Geschichte rangehen. Auch die Drachen und Solas, das geflügelte Pferd aus Wasser haben die Geschichte spannend gemacht.
Zum Schluss bleiben noch einige meiner Fragen offen und ich bin sicher, dass es einen zweiten Teil geben wird. Für meinen Geschmack waren mir die letzten Kapitel aber doch etwas zu schnell abgewickelt und ein paar kleine Logiklücken gab es auch.
Fazit: Ein aufregendes Kinderbuch mit einem richtig packenden Setting in der Unterwelt. Auch mit ein paar kleinen Kritikpunkten hat mir die Geschichte insgesamt trotzdem sehr gefallen. Durch das offene Ende bin ich schon sehr gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Die Klippe - Ort ohne Wiederkehr von S. K. Tremayne
Packender Psychothriller
Die Bücher von S.K. Tremayne haben alle eine so spezielle und düstere Atmosphäre, von der ich mich gerne mitreißen lasse – deshalb war ich auch sehr neugierig auf sein neues Buch „Die Klippe“.
Schon das Cover vermittelt eine düstere Stimmung und lässt erahnen, was den Leser / die Leserin erwartet :
Karenza hat ein schreckliches Schicksal hinter sich, sie hat ihre kleine Tochter verloren.
Seitdem hat sie sich an die einsame Küste Cornwalls zurückgezogen und versucht, mit dem Verlust zu leben. Ihr Ex-Mann, der als Staatsanwalt arbeitet, bitte sie in einem komplexen Fall um Hilfe und da es sich um Kinder handelt, die Hilfe benötigen, willigt sie ein. Schritt für Schritt wird Karenza in diesen mysteriösen Fall gezogen und weiß bald selbst nicht mehr, was die Wahrheit ist, oder ob es unfassbare und übernatürliche Dinge sind.
Schon von den ersten Seiten an, habe ich den Sog der Geschichte gespürt; Karenza ist einfach eine tolle Figur und ihr Schicksal, die eigene Tochter verloren zu haben, berührt sehr – so baut man ganz natürlich einen tollen Bezug zu ihr auf. Der Fall selbst ist sehr spannend konstruiert, viele Wendungen und falsche Fährten haben mich beim Lesen komplett die Spannung fühlen lassen, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Von mir gibt es dafür eine ganz klare Empfehlung – ein packender Psychothriller, der einen mitreißt und für große Spannung sorgt !
Das Buch *Die Klippe* von S.K. Tremayne ist am 03. August 2026 beim DroemerKnaur Verlag erschienen.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Fremde von Belle Burden
Mutiges und bewegendes Buch
In ihrem Debüt "Fremde" erzählt die amerikanische Autorin Belle Burden die Geschichte ihrer Ehe. Das Buch ist im Januar 2026 in den USA erschienen und stand dort monatelang auf der Bestsellerliste der "New York Times".
Die Ich-Erzählerin Belle und ihr Ehemann James beschließen im März 2020, wegen der Pandemie vorübergehend von ihrem Wohnsitz in New York in ihr Ferienhaus auf Martha's Vineyard zu ziehen.
Von dort aus werden sie im Homeoffice arbeiten, Belle als Anwältin, James als Hedgefondsmanager. Die beiden gemeinsamen Töchter Carrie und Evie begleiten sie, ihr Sohn Finn bleibt mit seinem Freund und dessen Eltern auf Long Island. Die Familie verbringt harmonische Tage, es wird gemeinsam gegessen, man geht spazieren, nachmittags brennt ein Feuer im Kamin. Wenige Tage nach ihrer Ankunft erhält Belle einen Anruf von einem Fremden, der ihr mitteilt, dass ihr Mann eine Affäre mit seiner Frau habe. Damit konfrontiert, beteuert James, dass er Belle liebe und die Affäre vorbei sei. Am nächsten Morgen eröffnet er seiner Frau, dass er beschlossen habe, sich scheiden zu lassen. Wenig später verlässt er das Haus. Für Belle bricht eine Welt zusammen ...
Belle Burden verarbeitet in ihrem Buch das Ende ihrer Ehe, die 1999 geschlossen wurde, für die Ewigkeit, so schien es damals. Sie passten perfekt zusammen, die drei Wunschkinder werden geboren, und Belle gibt ihren Beruf auf, um sich der Familie zu widmen. Sie ist glücklich als Vollzeitmutter, engagiert sich ehrenamtlich gegen häusliche Gewalt und vertritt jugendliche Einwanderer. James macht Karriere, bald steht für ihn die Arbeit an erster Stelle. Er hat immer weniger Zeit für seine Familie und kommt erst am späten Abend nach Hause.
Offen und ehrlich beschreibt die Autorin nicht nur die Jahre mit James, sie lässt neben ihrer eigenen Vergangenheit auch die ihrer Eltern in das Buch einfließen. Sie stammt aus einer wohlhabenden New Yorker Familie, ist die Tochter eines Politikers und einer Stadtplanerin. Kurz vor ihrem 50. Geburtstag steht sie vor den Trümmern ihrer Ehe. Ein schmerzhafter Prozess der Loslösung von dem Mann, den sie zu kennen glaubte, beginnt. Während James' Familie sich von Belle lossagt und den Kontakt zu ihr abbricht, stehen ihre Freundinnen, ihre Mutter und die Stiefmutter fest an ihrer Seite. Anfangs am Boden zerstört, sich ständig nach dem Warum fragend und ohne jegliches Selbstwertgefühl, gelingt es der schüchternen Belle nach und nach, sich mutig der neuen Situation zu stellen. Sie kämpft für ihre Rechte und gewinnt ihre Identität und ihr Leben zurück.
Ich habe das fesselnde Buch sehr gern gelesen, es ging mir unter die Haut und hat mich zutiefst berührt. Belles Verzweiflung, ihren Schmerz und ihre Trauer konnte ich gut nachempfinden. Ich habe ihr gewünscht, dass sie es bald schafft, sich innerlich von dem Menschen zu lösen, der sie nach 20 scheinbar glücklichen Ehejahren völlig emotionslos verlassen hat.
Es hat mich erschüttert, dass James auf das Sorgerecht für die Kinder verzichtete und den Kontakt zu ihnen auf ein Minimum reduzierte. Ein Treffen pro Woche reichte ihm. Nie durften sie bei ihm übernachten, nie machte er Urlaub mit ihnen.
Verwundert hat mich Belles Naivität im Zusammenhang mit dem auf James' Wunsch hin geänderten Ehevertrag. Sie übersah erste Warnsignale und überließ ihrem Mann sämtliche finanziellen Angelegenheiten.
Gut gefallen hat mir, dass die Autorin ihre Geschichte mit viel Empathie, dabei aber auch vollkommen sachlich und ohne Schuldzuweisung erzählt.
Absolute Leseempfehlung für dieses großartige und mutige Buch, das in Kürze mit Gwyneth Paltrow als Produzentin und Hauptdarstellerin verfilmt wird.











