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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gavroche:

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Das Mosaik der Frauen,1 Audio-CD, 1 MP3 von Rafik Schami

Geschichten in einer Geschichte

Dieses Hörbuch hat Wolfgang Berger gelesen und er gehört zu meinen Lieblingssprechern. Der Roman wird so ruhig, aber gleichzeitig auch lebendig vorgetragen, die Satzmelodie ist bei Wolfgang Berger tatsächlich eine Melodie und es ist einfach schön, der Stimme zu lauschen.
Und in Kombination mit einem Roman von Rafik Schami wird dieses Hörbuch zu etwas ganz Besonderem.

Said Mardini erzählt, wie er nach Deutschland gekommen ist, wie erstaunt er war, dass seine Bücher nicht konfisziert wurden und er dem Frieden erst nicht trauen konnte. Er erzählt, dass er Gedichte schreibt, aber keinen deutschen Verlag findet, andere Arbeiten findet, unter Anderem wird er gefragt, ob er sich die Geschichte von Nadim Suri anhören kann und so nimmt Mardini uns mit ins Krankenhaus, wo Suri seine Geschichte erzählt, anhand der Frauen, die ihn in seinem Leben begleitet haben.
Der Titel ist sehr passend, denn der Roman wirkt wie ein Mosaik und die Geschichte setzt sich nach und nach zusammen. Zu Beginn habe ich etwas den in der Regel so poetischen Schreibstil Schamis vermisst, aber als der Roman zur Lebensgeschichte von Suri übergeht, war auch dieser wieder da.

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Das Mosaik der Frauen,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von C. P.:

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Sommerfeldt Solo - Der Auftrag von Klaus-Peter Wolf

Neue schwarzhumorige Trilogie um den Arzt, den Frauen wollen

Nie hätte ich gedacht, dass die Sidestory um Dr. Sommerfeldt bereits in die dritte Trilogie-Runde gehen könnte. Wie gewohnt startet auch diese Side-Story zu Klaus-Peter Wolfs Ostfriesenkrimis deutlich schwarzhumoriger als die eigentliche Krimireihe.
In der Unterwelt wurden die Karten neu gemischt und der Brasilianer Luis Berreta hat als neues Oberhaupt so einiges vor im Norden.

Das hat Bernhard Sommerfeldt auch, doch niemand weiß, wo er wirklich steckt, sowohl Berretas Schergen als auch das BKA und deren Ninjas tappen im Dunkeln der Unwissenheit. Mit einer auf den ersten Blick raffinierten Falle soll Sommerfeldt den Behörden ins Netz gehen. Doch Sommerfeldt räumt das Feld von hinten auf, zur Not mit Ka-Wumms. Und mit Berreta hat er noch eine ganz besondere Rechnung offen, seitdem Frauke nicht mehr an seiner Seite ist.
Der Roman lebt auch diesmal wieder von K-P Wolfs Einblicken in die Psyche und Gedanken der Beteiligten, von Action, Humor, und Ruperts manchmal etwas zweifelhaften Loyalität. Die Handlung ist verständlich aufgebaut und bietet ein paar unerwartete Überraschungen. Inhaltlich schließt die Handlung an die Mörderisches-Paar-Trilogie an. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen.

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Sommerfeldt Solo - Der Auftrag

Rezensionen von PucKker:

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Die Zucker-Revolution von Dr. rer. nat. Johannes Coy; Judith Finlayson

Oberflächlich und unfokussiert

Leider konnte mich dieses Buch überhaupt nicht überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst durchaus spannend, gerade weil das Thema Zucker oft sehr einseitig dargestellt wird. Am Ende hatte ich aber eher das Gefühl, ein unfokussiertes Buch mit vielen Behauptungen als einen gut aufgebauten Ratgeber gelesen zu haben.

Der Autor stellt seine Entdeckung rund um das Molekül bzw. Gen TKTL1 wird sehr stark in den Mittelpunkt gestellt und deren Bedeutung wird meiner Meinung nach etwas zu sehr stilisiert. Für den eigentlichen Inhalt des Buches hätte es diese ständige Hervorhebung gar nicht gebraucht.

Man merkt außerdem deutlich, dass der Autor Biologe und weder Arzt noch Ernährungswissenschaftler ist. Es werden viele biologische Details erklärt, teilweise sehr ausführlich, dann aber an entscheidenden Stellen wieder so oberflächlich oder unverständlich, dass die eigentlichen Zusammenhänge für mich nicht klar wurden. Hinzu kommt ein Schreibstil mit unzähligen Klammern und Einschüben, der das Lesen unnötig anstrengend macht.

Besonders gestört hat mich der Aufbau. Immer wieder werden Fachbegriffe verwendet, die erst viele Kapitel später erklärt werden. Dadurch musste ich ständig überlegen, ob ich etwas überlesen habe. Insgesamt fehlte mir ein roter Faden. Inhaltlich konnte ich viele Schlussfolgerungen ebenfalls nicht nachvollziehen. Der Autor spricht sich klar für Zucker aus, warnt gleichzeitig aber sehr deutlich vor Samenölen wie Rapsöl und vor Blutzuckerspitzen. Dabei sind Blutzuckeranstiege nach dem Essen zunächst einmal normale physiologische Vorgänge.

Auch die wissenschaftliche Herangehensweise fand ich nicht immer gelungen. Studien werden häufig als endgültiger Beweis angeführt, ohne ihre Aussagekraft, Methodik oder die tatsächliche Größe der Effekte kritisch zu beleuchten. Dadurch wirkte vieles auf mich eher oberflächlich behauptet als wirklich fundiert erklärt.

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Die Zucker-Revolution

Rezensionen von C. P.:

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Cryptos - Die Graphic Novel von Ursula Poznanski; Christopher Tauber; Timo Grubing

Überzeugend gezeichnete Umsetzung einer packenden Story

Cryptos ist eines meiner Lieblingsbücher von Ursula Poznanski, welches ich als Hörbuch bereits rauf und runter gehört habe. Ich liebe die vielen virtuellen Welten, die sich zuspitzende Spannung, wer oder was Jana Pasco bedroht, und die Handlung nach dem großen Wendepunkt mit dem Ziel, erfolgreich für etwas Wichtiges zu kämpfen.

Entsprechend neugierig war ich natürlich auf die zugehörige Graphic Novel: Kann mich der Stil überzeugen? Wie nah am Original ist diese Version? Und wie sehen die vielen Welten und Wesen denn nun aus?
Zur in meinen Augen phänomenalen Story selbst muss ich nichts sagen, stattdessen stürze ich mich mal auf die Umsetzung als Graphic Novel. Timo Grubing als Illustrator ist mir bereits ein Begriff, seine Liebe zum Detail ist hier ein klarer Vorteil. Nicht zur hat er die Panels dynamisch und detailreich gestaltet, sondern auch jeder Welt einen eigenen Farbcode bzw. Stil verpasst. Was z. B. zur Folge hat, dass Jana in jeder Welt stilistisch verändert aussieht, jedoch noch immer als Jana erkennbar ist. Dadurch fühlt sich jeder Sprung durch die Welten gleich viel lebendiger an. Auch sind Emotionen und Stimmungen sehr gut erkennbar. Inhaltlich wurde das Original an einigen Stellen notwendigerweise gekürzt, um die Handlung straff und spannend zu halten. Hätte ich die herausgekürzten Sidestories oder zusätzlichen Ausschmückungen einiger Szenen nicht gekannt, ich hätte sie hier nicht vermisst.
Am Ende der Graphic Novel gibt es noch einen kurzen Einblick zur Entstehungsgeschichte basierend auf dem Roman, also ein wenig zu Skript und Skizzenentwürfen. Ein interessantes kleines Extra. Ich kann die Graphic Novel allen empfehlen, egal, ob die Story bereits bekannt ist oder nicht. Die graphische Umsetzung ist definitiv jede einzelne Seite wert!

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Cryptos - Die Graphic Novel

Rezensionen von Gute_Laune:

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National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin von Gabby Wild

Sechs Kontinente und wilde Tiere

Kinder lieben Tiere! Und ich erinnere mich, als wäre es gestern gewesen, als ich mein erstes Tierlexikon bekommen habe. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, darin zu blättern, immer wieder Neues zu entdecken, gezielt nach Tieren zu suchen. Dr. Gabby ist jung, sympathisch, modern und zeigt den Kids spannende Wildtiere aus der ganzen Welt.

Die Texte sind recht kurz und überfordern damit nicht. Die Fotos sind teilweise schön lustig, aber sie stellen die Tiere niemals als Kuscheltiere dar, sondern zeigen, dass es Wildtiere sind. Zu jeder Tierart gibt es eine kleine Vorstellung, Wilde Fakten, Check das Tier, Gabby erzählt, Lebensraum & Familie, Ernährung, Gefahren. Dazwischen gibt es eingeschobene Kapitel Wilde Geschichten, Mensch und Tier, Alltag einer Tierärztin, Geografie. Am Ende des herrlichen Buches gibt es noch Informationen dazu, wie man Tierarzt oder Tierärztin wird, was jeder für den Tierschutz tun kann, was man tut, wenn man ein Wildtier findet, zwei Glossare und ein Register.

Das Buch ist so schön und spannend gemacht, dass es gern immer wieder hervorgeholt wird. Es sensibilisiert die Kids für Tiere allgemein und Wildtiere speziell, aber auch für die Kontinente und ihre Bewohner. Nicht wundern, wenn das Kind dann einen „tierischen“ Beruf erlernen möchte! Tolles Buch, liebevoll und wertig gestaltet, informativ, lehrreich, spannend und fesselnd. Dafür gebe ich fünf Sterne!

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National Geographic Kids - Abenteuer einer Wildtierärztin

Rezensionen von Havers:

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Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg

Gut gemacht, Frau Hellberg!

„Das Schweigen der Insel“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe, in der Vega Varg die zentrale Rolle spielt.

Schon das Cover unterscheidet sich deutlich von dem, was man üblicherweise bei skandinavischen Krimis gezeigt bekommt. Kein farbenfrohes Häuschen am strahlenden blauen Wasser, sondern eine abgerockte Bretterbude in the Middle of nowhere.

Gelb-braun-schwarze Düsternis.

Und auch Vega Varg, die Polizeichefin von Koster (zwei dünnbesiedelte Inselchen zwischen Schweden und Norwegen), unterscheidet sich deutlich von den Ermittlern/Ermittlerinnen, mit denen man es üblicherweise in den skandinavischen Krimis zu tun hat. Keine durchtrainierte Superwoman, sondern eine 62jährige Frau mit scharfem Verstand, die wenig Wert auf Äußerlichkeiten legt und mich schon nach den ersten Seiten an Ann Cleeves „Vera“ erinnert hat, obwohl Vega wesentlich empathischer mit ihren Mitmenschen umgeht.

Eine Leiche wird gefunden. Es ist Fredde, ein Kindheitsfreund ihrer beiden Söhne (beide auch bei der Polizei), der als Kind regelmäßig bei ihnen am Tisch saß, wenn es in seinem Zuhause mal wieder dicke Luft war. Und dann verschwindet auch noch eine Person aus der Gruppe derjenigen, die den Toten gefunden haben, was zur Folge hat, dass Unterstützung aus Oslo anrückt. Lepold Posse, nicht nur Kollege sondern auch bester Freund...

Ja, es dauert etwas, Åsa Hellberg lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte, was aber bei einem Reihenauftakt nicht ungewöhnlich ist, muss der Leser/die Leserin doch sowohl die Personen als auch das Setting erstmal kennenlernen. Ihre Erzählweise ist völlig unaufgeregt, fast schon entspannt, und dass sie Routine hat, merkt man. Hat sie ja bereits erfolgreich bewiesen.

Gelungen sind die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht sind, was Zuordnungschaos vermeidet. Aber auch die Familienkonstellation Vegas ist interessant, denn wann hat man das schonmal, dass eine ganze Familie bei der Polizei beschäftigt ist und sich der Verbrechensaufklärung widmet?

Ich lese seit Jahrzehnten Krimis und freue mich immer wieder, wenn mich ein/e Autor/in mit Wendungen überrascht, die ich nicht vorhersehen konnte. Und auch die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht wurden, fand ich gelungen, weil damit das Zuordnungschaos vermieden wird.

Gut gemacht, Frau Hellberg, und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Vega Varg!

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Vega Varg - Das Schweigen der Insel

Rezensionen von Havers:

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Vega Varg - Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg

Gut gemacht, Frau Hellberg!

„Das Schweigen der Insel“ ist der Auftaktband einer neuen Reihe, in der Vega Varg die zentrale Rolle spielt.

Schon das Cover unterscheidet sich deutlich von dem, was man üblicherweise bei skandinavischen Krimis gezeigt bekommt. Kein farbenfrohes Häuschen am strahlenden blauen Wasser, sondern eine abgerockte Bretterbude in the Middle of nowhere.

Gelb-braun-schwarze Düsternis.

Und auch Vega Varg, die Polizeichefin von Koster (zwei dünnbesiedelte Inselchen zwischen Schweden und Norwegen), unterscheidet sich deutlich von den Ermittlern/Ermittlerinnen, mit denen man es üblicherweise in den skandinavischen Krimis zu tun hat. Keine durchtrainierte Superwoman, sondern eine 62jährige Frau mit scharfem Verstand, die wenig Wert auf Äußerlichkeiten legt und mich schon nach den ersten Seiten an Ann Cleeves „Vera“ erinnert hat, obwohl Vega wesentlich empathischer mit ihren Mitmenschen umgeht.

Eine Leiche wird gefunden. Es ist Fredde, ein Kindheitsfreund ihrer beiden Söhne (beide auch bei der Polizei), der als Kind regelmäßig bei ihnen am Tisch saß, wenn es in seinem Zuhause mal wieder dicke Luft war. Und dann verschwindet auch noch eine Person aus der Gruppe derjenigen, die den Toten gefunden haben, was zur Folge hat, dass Unterstützung aus Oslo anrückt. Lepold Posse, nicht nur Kollege sondern auch bester Freund...

Ja, es dauert etwas, Åsa Hellberg lässt sich Zeit mit ihrer Geschichte, was aber bei einem Reihenauftakt nicht ungewöhnlich ist, muss der Leser/die Leserin doch sowohl die Personen als auch das Setting erstmal kennenlernen. Ihre Erzählweise ist völlig unaufgeregt, fast schon entspannt, und dass sie Routine hat, merkt man. Hat sie ja bereits erfolgreich bewiesen.

Gelungen sind die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht sind, was Zuordnungschaos vermeidet. Aber auch die Familienkonstellation Vegas ist interessant, denn wann hat man das schonmal, dass eine ganze Familie bei der Polizei beschäftigt ist und sich der Verbrechensaufklärung widmet?

Ich lese seit Jahrzehnten Krimis und freue mich immer wieder, wenn mich ein/e Autor/in mit Wendungen überrascht, die ich nicht vorhersehen konnte. Und auch die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten, die zur besseren Unterscheidung mit dem jeweiligen Namen kenntlich gemacht wurden, fand ich gelungen, weil damit das Zuordnungschaos vermieden wird.

Gut gemacht, Frau Hellberg, und ich freue mich schon auf weitere Fälle mit Vega Varg!

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Vega Varg - Das Schweigen der Insel

Rezensionen von hohleborn8:

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Der Einsiedlersommer von Anne Sverdrup-Thygeson

Fünf vor zwölf

Die Naturschutzbiologin Anne Sverdrup-Thygeson schreibt einen Roman über eine Frau, die an einem Tiefpunkt ihres Lebens, eine Auszeit von ihrem bisherigen Leben in Oslo nimmt, um in der entlegensten Ecke ihres Landes den als ausgestorben geltenden Eremitenkäfer zu suchen und nebenbei eine Kartierung der Flächen vorzunehmen.

Ein Buch über das Thema unserer Zeit, den Naturschutz, so denkt man.
Aber dieses Buch ist so viel mehr. Die Autorin handelt in ihrem knapp 500 Seiten umfassenden Roman viele wichtigen Themen unserer Zeit ab.
Die 33 Jahre alte Biologin Eva lernt an ihrem neuen Wirkungsort ihre Nachbarin Olga kennen, eine eigenwillige 76 Jahre alte Frau, die ihr ganzes Leben auf dem Hof ihrer Familie verbrachte und nun seit 12 Jahren alleine dort lebt. Die beiden Frauen, die zunächst keinen Draht zueinander finden, verbindet so viel in ihrem Leben. Sie leben beiden nicht nur mit und für die Natur, sie haben auch beide ihr neugeborenes Kind verloren. Ein Trauma, das ein Leben prägt und grundlegend verändert.
Bald stellt sich heraus, dass die einzigartigen uralten Eichenwälder von Olgas Heimat demnächst einem Tagebau zum Opfer fallen sollen.
Bei ihren Gesprächen über den Verlust ihres Kindes freunden Eva und Olga sich an und erkennen, dass sie einander helfen können. Nicht nur in der Bewältigung ihrer Trauer, sondern auch beim Schutz der von beiden so geliebten Natur, aber auch bei der Bewältigung von 68 Jahre alten Familiengeheimnissen.
In einer stillen Geschichte über die Gefahr für unsere Natur packt Anne Sverdrup-Thygeson eine zu Herzen gehende Geschichte über die Freundschaft zweier Frauen, die gemeinsam den Verlust ihrer Kinder überwinden und wieder zu sich selbst finden. Das Schicksal von Olga ist tragisch. Mit der späten Freundschaft findet sie nicht nur aus ihrer Isolation sondern auch zu einer Versöhnung mit ihrem Vater in letzter Minute.
Der Autorin gelingt es exzellent in der Geschichte zweier Frauen und ihrer persönlichen Traumata ihr Fachgebiet, den Naturschutz, dem Leser näher zu bringen.
Ein Buch für jung und alt, packend bis zum Schluss. Es lädt dazu ein, der faszinierenden Natur Skadinaviens mal wieder einen Besuch abzustatten.

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Der Einsiedlersommer

Rezensionen von C. P.:

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Feine Risse von Elisa Hoven

Eine Art Episodenroman über mehrere Fälle einer Strafverteidigerin

Eva Herbergen ist eine Strafverteidigerin des älteren Semesters. Einige kennen sie bereits aus Elisa Hovens Roman Dunkle Momente, ich durfte sie mit diesem Buch neu kennenlernen. Das funktionierte auch ohne Vorkenntnis der ersten Bandes recht gut.
Obwohl Eva in ihrer Karriere bereits viel gesehen und erlebt hat, dem Einfallsreichtum der Straftäter/innen sind keine Grenzen gesetzt.

Gegliedert ist der Roman in mehrere Einzelfälle, welche Eva Herbergen betreut, der Aufbau erinnert hierbei an einen Episodenroman. Der Stil der Autorin ist angenehm fokussiert, ohne sich in Fachvokabular oder endlosen Gerichtsszenen zu verlieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt weniger darauf, den Lesenden ein Mitermitteln zu ermöglichen wie bei einem Krimi. Vielmehr darf man die Fälle aus Evas Perspektive erleben, also mitsamt ihren Gedanken, Emotionen und Zweifeln. Dabei hat sie Eva als Ich-Erzählerin so gut platziert, dass ich mich wiederholt daran erinnern musste, dass nicht Eva die Autorin ist, sondern nur ein fiktiver Charakter. Begleitend durch das ganze Buch gibt es eine Gegebenheit in Evas Privatleben, welche ebenfalls eine gewisse kriminalistische sowie ethische Relevanz hat.
Die genannten Fälle erinnern an TrueCrime-Fälle in abgeänderter Form und mögen dadurch versierten TrueCrime-Fans bekannt vorkommen, was der ethischen Sichtweise keinen Abbruch tut. Bei einigen Fällen war ich von der Arroganz und Abgebrühtheit, mit welcher die Täter davonzukommen glaubten oder gar tatsächlich davon kamen, regelrecht schockiert, während andere Fälle sich in moralische Grauzonen verschieben, über die sich gut in Lesegruppen diskutieren ließe.
Für mich ist Feine Risse eine gelungene Entdeckung einer interessanten Autorin, deren Schweibweise angenehm strukturiert ist, ohne die Menschen an sich aus den Augen zu verlieren oder sich auf Effekthascherei zu stürzen. Ein Buch, dass es zu lesen lohnt!

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Feine Risse

Rezensionen von Streiflicht:

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Nebelbeute von Benjamin Cors

Unbedingt lesen!

Nachdem ich bereits die ersten beiden Bände voller Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich auch auf dieses neue Werk von Autor Benjamin Cors sehr gespannt. Empfindlichere Seelen und Gemüter sollten es sich vielleicht überlegen, diese Reihe zu lesen, denn zum Teil ist es schon ziemlich krass und geht auch tief in die Abgründe der menschlichen Natur.

Immer könnte ich sowas auch nicht lesen, aber ich muss gestehen, dass die Reihe einen gewissen Sog auf mich ausübt.
Dieses Buch ist tatsächlich auch nicht so brutal, aber psychologisch schon sehr mitreißend. Hier wird es ziemlich persönlich für die Ermittler und zwischendrin muss mal schon mal die Augen zumachen und tief durchatmen, bevor man weiterlesen kann. Wer aber die ersten beiden Bücher der Reihe mochte, wird auch hier bei "Nebelbeute" wieder voll auf seine Kosten kommen. Ich bin nun sehr gespannt, wie es weitergeht wird. Oder war das schon der finale Band um die legendäre Gruppe 4? Was mit Mila passiert ist und ob der Fall gut für sie endet? Verrate ich nicht ... Unbedingt selbst lesen, aber bitte in der richtigen Reihenfolge, die die Bücher bauen sehr aufeinander auf!

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Nebelbeute