Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tara:
Ein Samstag im August von Birgit Bachmann
Einblicke in eine Familie aus unterschiedlichen Perspektiven
„Ein Samstag im August“ ist das Debüt der Autorin Birgit Bachmann.
In dem Buch geht es um die Frauen der Familie Wortmann:
Elvira, die gerade mit ihrem Ehemann Jobst auf der Heimreise aus ihrem Urlaub ist,
Sigrid, Elviras 85-jährige Mutter,
Mona, Elviras Schwester,
Kathi, Elviras Schwägerin.
Jedes Familienmitglied hat sein eigenes Leben und damit auch sein eigenes Päckchen zu tragen.
An dem titelgebenden Samstag im August wird durch die Hilfsbereitschaft von Elvira und Jobst an der Autobahnraststätte die Dynamik, auf die sich die Handlung stützt, ins Rollen gebracht.
Sie nehmen ein Paar mit, dessen Auto liegengeblieben ist. Dadurch geraten sie ungewollt in dessen Konflikte und beginnen ihre eigenen zu hinterfragen. Elvira wird dadurch emotional so durcheinander gerüttelt, dass sich ihre Stimmung zu Hause auf den Rest der Familie überträgt. In dieser aufgewühlten Stimmung lüftet Sigrid ein jahrzehntelang gehütetes, schwerwiegendes Familiengeheimnis.
Birgit Bachmann hat die Ereignisse aus sieben wechselnden Perspektiven beschrieben, sodass man zunächst lauter lose Fäden erhält, die erst nach und nach miteinander verknüpft werden.
Ihr Schreibstil ist ruhig und bildhaft. Die Emotionen der Charaktere werden nicht immer ausformuliert, sondern stehen oft zwischen den Zeilen.
Die Handlung ist in kurze Kapitel unterteilt und liest sich dadurch flüssig und mühelos.
Dabei wird schnell deutlich, dass Ereignisse bis in die Gegenwart hineinwirken und Auswirkungen auf die gesamte Familie haben.
Im Grunde schreibt die Autorin über eine ganz normale Familie, in der es in der Vergangenheit Belastungen, Geheimnisse, Träume, den Wunsch nach Anerkennung gab und in der - bis zu diesem Samstag im August - einfach zu wenig miteinander geredet wurde.
Dabei wird uns deutlich vor Augen geführt, wie wenig wir die uns am nächsten stehenden Menschen kennen.
Ich habe diesen ruhigen Sommerroman, bei dem es unter der Oberfläche zu brodeln beginnt, gerne gelesen. Mir gefiel die Atmosphäre des norddeutschen Spätsommers und wie die Autorin den Vergleich von Familie und Flickendecke bildhaft zum Leben erweckt. Wer Bücher mit leisen Tönen mag, liegt hier richtig.
Rezensionen von nessabo:
Fuckgirl von Bianca Jankovska
Ein schonungsloses feministisches Manifest
Ich kannte Bianca Jankovska bereits aus ihrem Essayband „Potenziell furchtbare Tage“ und fand ihre Gedanken sowie radikale Ausdrucksweise schon darin reizvoll. Der Klappentext ihres Debütromans klang großartig und hat glücklicherweise auch gehalten, was er versprochen hat!
Jankovskas Sprache ist schonungslos, ehrlich und manchmal vulgär.
Ich finde das toll, aber wer damit ein Problem hat, sollte dieses Buch vielleicht mit Vorsicht lesen. Besonders innovativ fand ich zudem die Umschiffung jeglicher Eigennamen. Fuckgirl ist mit Mann in einer Beziehung, hat Dates an Bekannter Platz und findet Männer auf Feministische Dating-App. Ich fand das witzig, ungewöhnlich und unterhaltsam.
Fuckgirl ist unapologetic, verarscht betrügende Männer und lässt sich auf Neues ein. Themen wie Kink und BDMS spielen ebenso eine Rolle wie die feministische Selbstreflexion darüber, was sie in Bezug auf Beziehungen eigentlich wirklich will. Ich fand Jankovskas Gedanken radikal, interessant und manchmal schlicht mind-blowing.
Strukturell ist der Roman etwas wilder, lose Schilderungen werden unterbrochen von Blogposts, Zitaten und popkulturellen Referenzen (etwa zum ekelhaften Beziehungsverhalten David Beckhams). Obwohl ich klare Strukturen bevorzuge, konnte ich mich dank der lebensnahen Sprache und vielen guten Gedanken recht problemlos in die Erzählung fallen lassen.
Was mir besonders positiv in Erinnerung bleibt, ist die feministische Solidarität der Hauptfigur. Als sie herausfindet, dass ihr Partner (namens Loser) auch noch eine andere Frau sieht, fühlt sie sich von ihr nicht bedroht, sondern solidarisiert sich mit Andere Frau.
„Andere Frauen sind alles, was wir haben. Sie nehmen uns nicht den Mann weg - der ist schon lange vorher weggewesen. Andere Frauen sind vertrauenswürdiger als unsere Männer; andere Frauen wissen über alles Bescheid, was uns verheimlicht wird.“
Jankovska hat mit ihren radikalen feministischen Gedanken ein Stück weit meine eigene Gedankenwelt verändert und das passiert nicht so oft. Auch, wenn sie sprachlich manchmal bis an meine Schmerzensgrenze gegangen ist und die rohe Sprache auch zu emotionaler Distanz beiträgt, möchte ich den Roman allen ans Herz legen. Was ich hier lernen durfte darüber, was Frauen von Männern verdienen und wie wir miteinander umgehen sollten, war eine echte Bereicherung. Die Autorin hat ein von vorn bis hinten konsequentes Buch geschrieben und scheut sich nie, Menschen damit auch zu verschrecken.
Rezensionen von begine:
Die Möglichkeit von Liebe von Louise Pelt
Das Baumhaus
Die Möglichkeit von Liebe, ist ein Roman von Louise Pelt.
Er ist leicht und locker, der aber ein paar ernste Themen verarbeitet.
Linda muss ihre Scheidung verarbeiten und fährt in ein einsames herunter gekommenes Haus, das sie vor Jahren gekauft hatten.
Sie trieft da Martha, die sich im Baumhaus eingenistet hat.
Martha hat ein Geheimnis, es geht um den Tod von ihrer Freundin Sam.
Die Autorin hat die Charaktere gekonnt dargestellt. Man erlebt die Zerrissenheit der Personen.
Ich habe das Buch gerne gelesen.
Rezensionen von Natalie:
Die Villa von Markus Heitz
Kurzweiliges Horror-Lesevergnügen
Doreen und ihre 15-jährige Tochter scheinen endlich mal Glück im Leben zu haben: Doreen hat zum Schnäppchenpreis eine alte Villa ersteigert. Zuerst läuft alles soweit gut, doch schnell häufen sich unschöne Ereignisse, Menschen in ihrem Umfeld verschwinden oder sterben grausam. Immer begleitet werden die zwei vom Ticken der großen Standuhr in der Villa.
. und Doreen stellt bald fest, dass in dem Haus was Böses beiwohnt, das ganz eigene Pläne für die beiden hat…
Bücher mit Horrorelementen bzw. jene, die als Horror kategorisiert sind, können für mich wunderbar funktionieren oder auch nicht. „Die Villa“ hat mich gut unterhalten, die Horrorelemente sind soweit ganz gut gesetzt, ohne dass die Geschehnisse zu schräg werden. Doreen und Marina sind für mich leider etwas blass geblieben, hier hätte ich gerne etwas mehr Tiefe gehabt. Ansonsten hat mich der Horror-Roman aber gut unterhalten, ein kurzweiliges Lesevergnügen und somit auch eine Empfehlung von mir dafür.
Rezensionen von Natalie:
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Gelungene Fortsetzung
Der zweite Fall führt Kommissarin Leena Victor und ihren Kollegen nach Porvoo, wo eine junge Studentin brutal mit einem Auto überfahren und getötet wird. Leena sieht sich bald einem sehr verstrickten Fall gegenüber, in dem zu viele Zufälle und so einige Widersprüche gibt. Als ein weiterer Mord geschieht und zusätzlich eine Studentin vermisst wird, weiß Leena, dass ihnen schön langsam die Zeit davonläuft
Mir hat Band 2 aus dieser Reihe wieder sehr gut gefallen, ein spannender Fall, das Setting in Finnland toll und auch die Einblicke in das Privatleben der Hauptcharaktere wird aus meiner Sicht passend eingestreut - nicht zu viel, aber genug, damit die Protagonisten genug Tiefe bekommen und man so mehr mit ihnen mitfiebern kann.
Eine Krimi-Reihe ganz nach meinem Geschmack - Leseempfehlung dafür.
Rezensionen von Natalie:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Gelungener und düsterer Reihenauftakt
Kopenhagen wird von einem grausamen Mörder heimgesucht - die Opfer erinnern an Ritualmorde. Das Ermittler-Duo Sara Levin und Janus West stehen zunächst vor einem Rätsel, aber nach und nach ergibt sich ein düsteres Bild, welches der Mörder mit seinen Opfern zeichnet…
Mir hat dieser düstere und durch den ungewöhnlichen Fall auch sehr spannenden Thriller sehr gut gefallen.
Die Story hat mich nicht kalt gelassen und ich hab immer mitgefiebert, was wohl als nächstes passiert. Die Ermittlungsarbeit ist aus meiner Sicht logisch aufgebaut und auch die Vernetzungen bzw. Einblicke in Saras eigene Vergangenheit bringen zusätzlich Spannung und Wendungen in die Geschehnisse rein. So hat sich für mich gemeinsam mit dem Setting ein gelungener Thriller ergeben.
Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung und gebe eine Leseempfehlung dafür.
Rezensionen von Natalie:
Der Prätorianer von Tobias Bukkehave
Gelungener und düsterer Reihenauftakt
Kopenhagen wird von einem grausamen Mörder heimgesucht - die Opfer erinnern an Ritualmorde. Das Ermittler-Duo Sara Levin und Janus West stehen zunächst vor einem Rätsel, aber nach und nach ergibt sich ein düsteres Bild, welches der Mörder mit seinen Opfern zeichnet…
Mir hat dieser düstere und durch den ungewöhnlichen Fall auch sehr spannenden Thriller sehr gut gefallen.
Die Story hat mich nicht kalt gelassen und ich hab immer mitgefiebert, was wohl als nächstes passiert. Die Ermittlungsarbeit ist aus meiner Sicht logisch aufgebaut und auch die Vernetzungen bzw. Einblicke in Saras eigene Vergangenheit bringen zusätzlich Spannung und Wendungen in die Geschehnisse rein. So hat sich für mich gemeinsam mit dem Setting ein gelungener Thriller ergeben.
Ich freue mich jedenfalls auf die Fortsetzung und gebe eine Leseempfehlung dafür.
Rezensionen von Natalie:
Tod in heller Sommernacht von Lisa Sarah Brandstäter
Gelungene Fortsetzung
Der zweite Fall führt Kommissarin Leena Victor und ihren Kollegen nach Porvoo, wo eine junge Studentin brutal mit einem Auto überfahren und getötet wird. Leena sieht sich bald einem sehr verstrickten Fall gegenüber, in dem zu viele Zufälle und so einige Widersprüche gibt. Als ein weiterer Mord geschieht und zusätzlich eine Studentin vermisst wird, weiß Leena, dass ihnen schön langsam die Zeit davonläuft
Mir hat Band 2 aus dieser Reihe wieder sehr gut gefallen, ein spannender Fall, das Setting in Finnland toll und auch die Einblicke in das Privatleben der Hauptcharaktere wird aus meiner Sicht passend eingestreut - nicht zu viel, aber genug, damit die Protagonisten genug Tiefe bekommen und man so mehr mit ihnen mitfiebern kann.
Eine Krimi-Reihe ganz nach meinem Geschmack - Leseempfehlung
Rezensionen von nessabo:
Zehn Bilder einer Liebe von Hannes Köhler
Tolles Porträt einer Beziehung mit ernsten Hürden
Hannes Köhler hat ein hochsensibles Porträt einer modernen Partnerschaft geschrieben, das ich sehr gern gelesen habe. Welche Themen er anschneidet und vor allem wie er sie behandelt, ist wirklich beeindruckend.
Nicht nur inhaltlich, sondern auch strukturell ist der Roman ein Genuss. Die einzelnen Kapitel verorten den Zeitpunkt ganz klar und geben zudem beiden Hauptfiguren Raum, um ihre Sicht auf den jeweiligen Moment ihrer Beziehung zu schildern.
Ich hatte nie Probleme, dem Text zu folgen und habe ein gutes Gefühl für das Innenleben von Luisa und David bekommen.
Der Autor verzichtet auf unnötiges Drama und fokussiert sich lieber auf die glaubhaften Sorgen seiner Protagonist*innen, die mal alltäglich und mal tiefergehend sind. So erhalten die Lesenden einen sensiblen Einblick in Themen wie Kinderwunsch und Fehlgeburt. Vor allem die liebevolle Behandlung von Kindern allgemein sowie Stiefvaterschaft hat mein Herz erwärmt.
Klare Empfehlung für diese Beziehung auf Augenhöhe mit sympathischen Figuren und vor allem einer Protagonistin, die im Leben steht und weiß, was sie will. Das Ende war mir im Kontrast zur lebensnahen Geschichte zu weichgespült, andererseits muss es ja aber auch nicht immer schwer enden.
Rezensionen von Natalie:
Die Villa von Markus Heitz
Kurzweiliges Horror-Lesevergnügen
Doreen und ihre 15-jährige Tochter scheinen endlich mal Glück im Leben zu haben: Doreen hat zum Schnäppchenpreis eine alte Villa ersteigert. Zuerst läuft alles soweit gut, doch schnell häufen sich unschöne Ereignisse, Menschen in ihrem Umfeld verschwinden oder sterben grausam. Immer begleitet werden die zwei vom Ticken der großen Standuhr in der Villa.
. und Doreen stellt bald fest, dass in dem Haus was Böses beiwohnt, das ganz eigene Pläne für die beiden hat…
Bücher mit Horrorelementen bzw. jene, die als Horror kategorisiert sind, können für mich wunderbar funktionieren oder auch nicht. „Die Villa“ hat mich gut unterhalten, die Horrorelemente sind soweit ganz gut gesetzt, ohne dass die Geschehnisse zu schräg werden. Doreen und Marina sind für mich leider etwas blass geblieben, hier hätte ich gerne etwas mehr Tiefe gehabt. Ansonsten hat mich der Horror-Roman aber gut unterhalten, ein kurzweiliges Lesevergnügen und somit auch eine Empfehlung von mir dafür.








