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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Shilo:

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Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es scheint

Eigentlich dachte ich zuerst, dass es bei der Suche nach Rena vor allem darum geht herauszufinden, wo sie geblieben ist. Mit jeder Seite wurde aber deutlicher, dass hinter ihrem Verschwinden viel mehr steckt. Manche Kleinigkeiten, die am Anfang kaum aufgefallen sind, bekamen später plötzlich eine ganz andere Bedeutung.

Tilla lässt der Gedanke an ihre verschwundene Freundin keine Ruhe. Sie sucht weiter, obwohl viele Hinweise im Nichts enden. Je länger sie nach Rena sucht, desto mehr merkt sie, dass vieles anders ist, als sie bisher geglaubt hat. Ab diesem Moment wollte ich einfach wissen, wie alles zusammenhängt.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, zusammen mit Tilla nach den fehlenden Antworten zu suchen. Nicht jede Spur führt sofort weiter und manches bleibt zunächst offen.
Während Tilla unterwegs ist, verändert sich auch der Blick auf Rena. Anfangs entsteht ein bestimmtes Bild von ihr, doch nach und nach kommen neue Seiten zum Vorschein. Einige Szenen bekommen dadurch später noch einmal eine andere Bedeutung.
Die junge DDR ist dabei immer präsent. Es sind nicht die großen Erklärungen, die diese Zeit zeigen, sondern viele kleine Situationen. Menschen überlegen genau, was sie sagen können und wem sie vertrauen. Dadurch entsteht ein Eindruck davon, wie vorsichtig viele im Alltag geworden waren.
Auch die ruhigeren Abschnitte gehören für mich dazu. Sie geben den Figuren Zeit und machen verständlich, warum Tilla nicht einfach aufgibt. Sie macht Fehler, zweifelt und sucht trotzdem weiter. Gerade das macht sie zu einer Figur, der man gerne folgt.
Es gab unterwegs immer wieder Momente, in denen ich dachte, jetzt ist die Lösung ganz nah. Wenige Seiten später sah vieles schon wieder anders aus. Einzelne Hinweise fügen sich erst nach und nach zusammen und halten die Aufmerksamkeit bis zum Schluss.
Einzelne Szenen sind mir noch lange im Kopf geblieben. Vor allem die Suche nach Rena, die vielen offenen Fragen und die Menschen in dieser besonderen Zeit haben die Geschichte für mich getragen.
Nach dem letzten Kapitel hatte ich nicht das Gefühl, einfach nur eine spannende Geschichte gelesen zu haben. Es waren eher die kleinen Begegnungen, die Entscheidungen und die Frage, wie gut man einen Menschen wirklich kennt, die geblieben sind.
5 Sterne

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Falls jemand fragt, wer wir waren

Rezensionen von Petra:

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night von Charlotte Buckley

Eine Hexe, viele Vampire

Finn ist eine der letzten Hexen und versteckt sich mehr oder weniger am Hof des Vampirkönigs. Als der ihre Identität aufdeckt, gerät sie nicht in Gefahr, im Gegenteil er wünscht sich ihre Hilfe. Eine neue Erfahrung denn bisher wurde sie wegen ihrer Fähigkeiten verfolgt und nicht bewundert.

Wir tauchen als Leser nicht in eine neue Welt ein, Vampire und Hexen sind hinreichend bekannt und das Umfeld ist eine düstere kleine Stadt mit einem Schloss und den entsprechenden verschiedenen Bewohnern. Nur geht zusätzlich in dieser Stadt ein Mädchenmörder um.
Finn muss lernen ihre Fähigkeiten nicht mehr zu verbergen, sondern sie auch gezielt abzurufen, dazu bekommt sie Unterricht vom Bruder des Königs.
In diesem ersten Band dreht sich alles um Finn, ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihr Umgang mit anderen Personen. Sie ist eine spannende Persönlichkeit der man gut folgen kann, ihre Entwicklung von einem Dienstmädchen das gestern noch Böden geschrubbt hat, zu einem Lehrmädchen eines Magiers wird sehr überzeugend dargestellt.
Die Intrigen am Hof und die Missgunst der anderen wirken eher stärkend als demoralisierend auf sie.
Eine Figur der man gerne bei ihrer Entwicklung zu sieht, dazu die Rätsel um die beiden Vampire und den Mörder. Alles zusammen ergibt eine spannende Geschichte auf deren Fortsetzung ich mich schon freue.

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The Flamebearer Trilogy 1: The Witch in the Dead of Night

Rezensionen von Shilo:

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Querfeldein von Alex Capus

Was ein kleiner Gasthof alles erzählen kann

Der Gasthof von Arnold ist schnell mehr als nur ein Ort zum Einkehren. Dort kommen die Menschen aus dem Dorf zusammen, dort werden Neuigkeiten weitererzählt und dort kreuzen sich die unterschiedlichsten Lebenswege. Mit jeder Seite wurde das Dorf ein Stück vertrauter.
Als Betty auf ihrem Pferd durch den Schnee ins Dorf kommt, verändert sich vieles.

Aus einer Begegnung entsteht eine Familie, deren Leben über viele Jahre begleitet wird. Später rückt mit Clara eine neue Generation in den Mittelpunkt. Ihre Liebe zu Hermann bringt Unruhe in ein Leben, das bisher von festen Regeln und Gewohnheiten geprägt war. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, den Menschen einfach ein Stück ihres Lebens zu folgen.
Besonders interessant fand ich, wie selbstverständlich die Grenze zum Alltag der Menschen gehört. Der Gasthof wird zum Treffpunkt für ganz unterschiedliche Personen. Schmuggler, Reisende und die Bewohner des Dorfes begegnen sich dort. Dabei zeigt sich, dass hinter jeder Begegnung eine eigene Geschichte steckt.
Nach und nach verändert sich die Stimmung. Die politischen Entwicklungen bleiben nicht irgendwo weit entfernt, sondern erreichen auch diesen kleinen Ort. Gerade dieser Gegensatz zwischen dem vertrauten Dorfleben und den schwierigen Zeiten, die auf die Menschen zukommen, macht die Geschichte besonders.
Der Schreibstil ist ruhig und unkompliziert. Die Seiten lassen sich leicht lesen und trotzdem bleibt genug Raum für die Figuren in der Geschichte. Beim Lesen bekommt man ein gutes Gefühl für die Menschen im Buch. Ihre Gedanken, ihre Entscheidungen und auch ihre Eigenheiten machen sie sehr nahbar.
Schön fand ich auch, dass nicht nur die historischen Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem die Menschen mit ihren Hoffnungen, Sorgen und Entscheidungen. Dadurch entsteht das Bild einer Familie und eines Dorfes, deren Wege eng miteinander verbunden sind.
Als die letzte Seite erreicht war, hatte es sich angefühlt, als würde man Leute zurücklassen, die einen eine ganze Weile begleitet haben. Die Verbindung aus Familiengeschichte, Dorfleben und geschichtlichem Hintergrund wirkt stimmig und glaubhaft.
Für mich sind das verdiente fünf Sterne.

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Querfeldein

Rezensionen von begine:

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Luft nach unten von Tamara Stajner

Ein hin und her



Die Musikerin und Schriftstellerin Tamara Štajner besticht in ihrem Roman „Luft nach unten“ mit ihrer mitreißenden Sprache.
Sie stammt aus Slovenien und wohnt jetzt in Wien, genau wie ihre Protagonistin Iva.
Es ist eine Geschichte über Mutter und Tochter und Ersatzmutter.
In Slowenien besaß ihr Großvater ein Hotel.

In dem hat Iva ihre Kindheit mit ihrem Kindermädchen Maria gelebt.
Iva ist mir nicht so schismatisch. So wie sie mit ihrem Freund umgeht ist ja peinlich. Gut er ist nicht so einfach, aber sie auch nicht.
Mit ihrer Mutter ist sie auch genervt. Die Mutter hat vielleicht Fehler gemacht, aber sie ist auch nicht nett.
Da dachte ich oft, ob es gut wäre, wenn sie selber ein Kind bekommt.
Vielleicht ist sie da ja auch nicht viel anders , wie ihre Mutter.
Die Autorin schreibt locker , mit Ernst und Humor im Wechsel. Das macht die Gesuchte zu einem interessanten Leseerlebnis.
Ich könnte mir das gut als Film vorstellen.

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Luft nach unten

Rezensionen von 19cici95:

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The Rainshadow Orphans von Naomi Ishiguro

YA als Adult verkleidet

Das Cover dieses Buches ist einfach nur wunderschön und regt allein dadurch schon zum Lesen an. Mit 640 Seiten ist es auch eher ein längeres Buch, das mit dem Klappentext eine spannende Fantasystory mit drei Hauptcharakteren verspricht.

Der Beginn des Buches hat dabei einen guten Grundstein gelegt.

Man lernt Toshiko kennen, die mit ihren zwei Geschwistern in der futuristischen Welt von Rainshadow City lebt. Die anderen zwei Protagonisten sind jedoch nicht die Geschwister, sondern der Kaiserinnensohn Haru und der Flüchtige Theo. Anfangs folgt man diesen dreien auf ihren jeweils eigenen Wegen. Diese Wege und ihre eigenen Geschichten sind unterhaltsam erzählt und lassen auf eine spannende Wendung der Story hoffen, wenn sie sich endlich begegnen.
Doch gerade dann fängt die Geschichte für mich an abzuflachen. Toshiko gibt es quasi immer nur im Dreierpack mit ihren Geschwistern, die zwar eigene Charakteristika haben, aber dennoch nur Nebencharaktere sind, die in der Geschichte irgendwie mitgeschleift werden müssen. Haru, der dagegen als spannender Charakter angefangen hat, verliert seinen diesen völlig, als er seinen Palast verlässt und plötzlich nicht mehr der Sohn der Kaiserin ist. Und Theo, der scheinbar eine spannende Gabe hat, darf diese immer nur nutzen, wenn er für andere etwas tun soll und verzettelt sich in seiner Loyalität. Von der reingeflanschten Lovestory und seiner Hintergrundgeschichte mal ganz abgesehen.

Der Plot an sich ist irgendwie unpassend. Einerseits haben wir ein Kaiserreich, andererseits Roboter wie in iRobot und dazu noch eine Untergrundorganisation a la Six of Crows.
Ich hatte mich hier auf eine spaßige Geschichte gefreut, doch ab der Hälfte war das Tempo so raus, dass mich die Story leider nicht mehr interessiert hat. Dazu waren die Charaktere zu eindimensional und wenig greifbar, als dass mich der Untergang der Rainshadow City noch interessiert hätte. Für weitere Bände bin ich leider raus.

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The Rainshadow Orphans

Rezensionen von Anno:

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Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Solide, aber nicht herausragend

Die Gestaltung dieses Buchs hat uns sofort angesprochen. Dieser leichte Retrotouch beschränkt sich jedoch nicht nur auf Cover und Vorsatzpapier, sondern zieht sich durch die gesamte Handlung, in der mechanische Uhren eine große Rolle spielen- selbst im Aufbau der Welt. Auch der Schreibstil weckte rasch unser Interesse.

Man wird sozusagen ohne großes Vorgeplänkel ins Abenteuer geworfen und trifft auf Seltsamkeiten, die jedoch nach und nach mehr Sinn ergeben. Trotzdem hat mich diese Geschichte nicht in Gänze überzeugt. Mit fehlte etwas an ihr, eine Art letzter Kniff. Lange beschäftigt sich die Geschichte mit der Reise unserer Heldengruppe, warum aber die Dinge sind, wie sie sind und was sich dahinter verbirgt, wir spät klar. Dadurch hängt man etwas in der Luft und versteht die Vorgänge nicht so gut. Die Welt in der das alles spielt, ist aber originell und besonders die Zeitgeister haben uns sehr, sehr gut gefallen.

Alles in allem war es ein interessantes Leseerlebnis, keines aber das heraussticht.

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Juli im Land der Zeitgeister

Rezensionen von Lilli33:

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Komm spielen von Linwood Barclay

Fesselnder Mystery-Horror-Thriller

Fesselnder Mystery-Horror-Thriller

Nach einem schrecklichen Ereignis, an dem die Kinderbuchautorin Annie sich die Schuld gibt, und dem Unfalltod ihres Mannes, ist sie nervlich am Ende. Deshalb beschließt sie, zusammen mit ihrem kleinen Sohn Charlie das laute New York für eine Weile zu verlassen und in dem beschaulichen Örtchen Castle Creek wieder aufzutanken.

Doch schon bald wird klar, dass dort etwas nicht stimmt. Die Leute reden komisches Zeug und es geschehen unerklärliche Dinge …

Manche Geschichten lasse ich mir lieber vorlesen, weil sie dann umfassender bei mir ankommen. „Komm spielen“ ist so eine Geschichte. Das Hörbuch erschien im Mai 2026 im Aufbau Audio Verlag und läuft ungekürzt über 13 h 4 min. Gelesen wird es von Anne Düe, und sie macht ihre Sache ausgesprochen gut, verleiht jedem Charakter eine eigene Stimme und bringt die Atmosphäre, die Spannung, den Grusel so perfekt und eindringlich rüber, dass es mich von Anfang an gepackt hat. Ich konnte stundenlang zuhören, ohne mit den Gedanken abzuschweifen, wie das sonst gerne bei mir der Fall ist.

Linwood Barclays Schreibstil ist fesselnd und beklemmend. Die einzelnen Charaktere erscheinen authentisch und sind gut vorstellbar. Sie wirken sehr lebendig und man bekommt beim Lesen/Hören das Gefühl, direkt daneben zu stehen und am Geschehen teilzuhaben.

Die Handlung verläuft in zwei Zeitebenen, in der Gegenwart mit Annie und Charlie und etwa zwanzig Jahre in der Vergangenheit. Zunächst ist die Verbindung noch nicht zu merken, aber natürlich ist sie da. Und das damalige Grauen schwappt immer mehr in Annies und Charlies Leben über.

Über die Handlung kann man geteilter Meinung sein. Es ist kein klassischer Thriller, sondern beinhaltet auch Mystery-/Horrorelemente. Ja, eigentlich sind diese der Kern der Story. Es gibt auch einige sehr explizit grausame Szenen. Wenn einen das stört, sollte man die Finger von dem Buch lassen. Wer das aber mag oder zumindest toleriert, bekommt mit „Komm spielen“ einen spannenden und atmosphärischen Thriller.

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Komm spielen

Rezensionen von 19cici95:

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Yesteryear von Caro Claire Burke

Horrorbuch des Jahres

Die Prämisse des Buches ist so simpel wie genial. Die Tradwife-Influencerin Natalie wird aus ihrem voll organisierten Haushalt mit sechs Kindern, zwei Nannys, einer Produzentin und einem Haufen mexikanischer Ranch-Arbeiter in die Vergangenheit transportiert und muss fortan tatsächlich ihr Sauerteigbrot selbst backen und nicht nur ein Video darüber drehen.

Immer abwechselnd durch Kapitel in der Influencer-Zeit und der Vergangenheits-Zeit lernen wir die Protagonistin zusehends besser kennen. Hier sei bereits ein kleiner Hinweis angebracht: Wer eine Protagonistin unbedingt mögen muss, um ein Buch gut zu finden, ist mit Yesteryear schlecht beraten. Ist Natalie am Anfang komisch und unsympathisch, wird sie am Ende zum absoluten Monster.
Außer einzelner Kinder sind alle (ja, wirklich alle!) Charaktere auf ihre eigene Art unsympathisch. Da haben wir den nichtsnutzigen Ehemann Caleb, den trumpschen Schwiegervater, die drogenabhängige Schwiegermutter, Fremdgeher, wütende Weiber und Anwälte.
Das Buch rechnet mit den aktuellsten Themen auf eine Weise ab, die uns unglaublich abgedreht erscheint, beim Blick über den Tellerrand (und ggfs. den Kontinent) hinaus, aber in Begriff sind, Realität zu werden. So werden im Homeschooling so unwichtige Themen wie Meere und Ozeane nicht angesprochen, Religion und deren Hass auf queere Personen verherrlicht und die perfekte Doppelmoral in der Politik gepusht.
Wir folgen Natalie von ihrer Zeit im College, über die frühe Heirat mit Caleb, bis hin zum Höhepunkt ihrer Karriere. Und dann steil in ihren eigenen Abgrund hinein.

Dieses Buch tut weh auf eine Weise, wie es nur ein absolutes Fünf-Sterne-Buch kann. Ungeschont werden die Lesenden mit Wahrheiten konfrontiert, sei es über die Influencer-Szene, über Frauen, Männer und Politik. Dieses Buch ist aktueller, wie kaum ein zweites und hat jeden Hype verdient, den es bekommt. Selbst wenn einem das Ende nicht gefällt (ich fand es großartig), kommt man nicht umhin, Caro Claire Burke eine Riesenportion Anerkennung und Respekt zu zollen. Was sie hier geschaffen hat, wird uns wahrscheinlich noch lange begleiten.

Für ein Debüt ist dieses Buch der absolute Wahnsinn. Sobald Caro Claire Burke etwas Neues ankündigt, wird auch dieses Buch sofort gelesen werden müssen. Wir sind hier eventuell auf Gold gestoßen.

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Yesteryear

Rezensionen von Ele:

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Die Auster von Yael Inokai

Eine seltsame Frau

Die Auster, Roman von Yael Inokai, EBook, Hanser-Verlag.
Leonora ist wie eine Auster, harte Schale ein weicher Kern und nach außen verschlossen.
Leonora Bloch macht schon 45 Jahre beim Geschäftsführer eines legendären Kaufhauses sauber. Sie kennt ihn wohl besser als sonst jemand. Eines Tages findet sie ihren Chef Dr.

Bronstett tot am Boden, in einer Blutlache und beide Hände fehlen. Was macht Leonora – erst einmal sauber.
Sie kennt alle seine Geheimnisse, aber sie verrät nicht alles was sie weiß.
In 30 Kapitel mit angenehmer Leselänge teilt sich das Buch. Bildhaft und flüssig geschrieben. Dementsprechend ist es schnell gelesen. Ein Kriminalroman der überhaupt nicht als solcher daherkommt, das fand ich schon etwas befremdlich. Viele Figuren die ich nicht richtig einordnen konnte, so vieles wird angedeutet, aber nicht direkt ausgesprochen, sodass einiges für mich nicht recht einzuordnen war. Ehrlich gestanden konnte ich auch die Auflösung des Falls nicht nachvollziehen. Warum hat die Polizei letztendlich den Täter gefunden, war es der Hinweis mit dem grauen Telefon? Überhaupt wurde die Polizeiarbeit komplett ausgeklammert.
Die Figuren sind durchweg seltsam, nicht nur die Protagonistin. Die Charaktere und ihr Handeln waren für mich nicht nachvollziehbar. Einzig Leonora konnte ich etwas näher kennenlernen, dabei blieb noch so vieles unausgesprochen. Viele Andeutungen habe ich einfach nicht verstanden. Inwieweit ihre Eindrücke echt oder eingebildet sind, war nicht immer genau zu differenzieren. Bei ihrer Bekanntschaft mit dem Kaufhausdetektiv habe ich nur einiges vermutet. in welchem Alter er wohl ist, habe ich nicht verstanden, auch Ilcsi konnte ich überhaupt nicht einordnen, auch nicht altersmäßig. Die einzige Person, bei der ich mir einigermaßen sicher war, was sie bewegt, war die Tochter des Opfers, wobei aber am Schluss auch einiges nicht deutlich aufgelöst wurde. Schade, denn ich denke, da wurde viel Potenzial verschenkt, die Idee zur Geschichte selbst war nämlich nicht schlecht.
Ich habe Probleme gehabt, den Plot nachzuvollziehen. Mit keiner der handelnden Charaktere bin ich warm geworden. Klare Ansagen, vor allem bei Kriminalromanen sind mir lieber. Mir fehlte die Spannung. War einfach nicht mein Buch.
Deshalb 3 Sterne.

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Die Auster

Rezensionen von 19cici95:

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Düster von Ivar Leon Menger

Was passiert, wenn man einfach nur mal Urlaub machen will

Ivar Leon Menger ist seit seinem ersten Buch ein absoluter auto-buy Autor für mich geworden. Mir hat jedes Buch von ihm grandios gut gefallen. Der erste Teil von Düster ist dabei mein Lieblingsbuch bisher. Deshalb war ich umso glücklicher, als ein zweiter Teil um Kommissar Stahl und seine Geli angekündigt wurde.

Noch dazu in einem Hotel-Setting auf einer Insel. Das ist für mich ein Garant für großartige Unterhaltung. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Wie schon in Finster ist die Struktur des Buches sehr ungewöhnlich aufgebaut. Man folgt nicht nur dem Protagonisten und Ermittler Stahl, sondern auch so ziemlich allen anderen Bewohnern und Gästen der Insel. Dabei kann es sein, dass einzelne Perspektiven auch rein gar nichts mit dem Fall zu tun haben und nur eine falsche Fährte legen wollen. Durch diese Erzählstruktur sind die Kapitel kurz und man kann gar nicht aufhören weiterzulesen, weil immer etwas Neues passiert. Und das ganz ohne billige Cliffhanger am Ende eines Kapitels (iykyk). Ich habe bislang für keinen Menger länger als einen Tag zum Lesen gebraucht.
In kleinen Ausschnitten aus den jeweiligen Leben der Charaktere, sowie zwei unterschiedliche Zeitlinien, folgen wir einem Vermisstenfall auf der Insel. Der Aufbau dafür erschien mir leider etwas konstruiert, aber tut dem Fall an sich keinen Abbruch.
Menger schafft es meisterhaft falsche Fährten zu legen. Wenn man tief drin ist, im Krimi- und Thriller-Genre, kann man schon davon ausgehen, dass man gerade aufs Glatteis geführt wird, doch die Auflösung ist jedes Mal wieder eine Überraschung. Manchmal größer, manchmal kleiner, doch immer gut für eine Wendung, die nicht zu weit her geholt und immer noch nachvollziehbar ist.
Im Großen und Ganzen hat Düster auch wieder super viel Spaß gemacht, kann aber mit Plot und Twist nicht ganz an seinen Vorgänger heranreichen. Zugegebenermaßen hat dieser die Latte aber auch ganz schön hoch, wenn nicht unerreichbar gesetzt.

Mit Kommissar Stahl und seiner Geli haben wir auch zur Abwechslung mal ein älteres Ermittlerpärchen, die einfach nur mal Urlaub machen wollen. Die Beziehung zwischen den beiden ist dabei aber genauso süß geschrieben, als wären sie junge Erwachsene. Das lässt einen doch fürs Alter hoffen.
Und da Stahl jetzt seine Abneigung gegen Urlaub abgelegt hat, freuen wir uns alle schon auf eine Fortsetzung an der Cote d'Azur.

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Düster