Icon Kontrast wechseln
Logo Wagnersche Buchhandlung

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lilli33:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Kaltes Versprechen von Katharina Peters

Konnte mich leider nicht packen

Konnte mich leider nicht packen

Rebekka Just ist neu im LKA Hamburg. Als die von ihr verehrte Kriminalpsychologin Hannah Jakob zu Tode kommt, setzt Rebekka alles daran, den Mord aufzuklären. Die Ausgangslage ist verdammt schwierig, da es absolut keine Hinweise gibt. Daher lässt sie sich auf einen Deal mit dem dubiosen Krølle ein, einem Auftragskiller und Geheimdienstagenten.

Zusammen kommen sie einem fiesen Komplott auf die Spur.

Den Klappentext und auch die Leseprobe fand ich durchaus ansprechend, sodass ich gerne das ganze Buch lesen wollte. Doch schon bald ließ das Lesevergnügen nach, es wurde einfach anstrengend. Dabei ist die Handlung an sich klug durchdacht, interessant und spannend. Durch die Vielzahl der Personen und Rückschauen auf viele verschiedene Altfälle wird es aber etwas verwirrend.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht wirklich abholen. Ich fühlte mich eher wie eine Zuschauerin aus großer Distanz, so groß, dass ich das Geschehen zum Teil nur verschwommen wahrnehmen konnte. Es wird viel erzählt und gedacht, ohne dass tatsächlich etwas passiert. Dadurch wird alles unglaublich in die Länge gezogen. Die Charaktere bleiben blass und zuweilen austauschbar. Ihre Beweggründe für ihr Handeln wurden mir nicht immer klar. Das geht schon damit los, dass Rebekka Just sich auf eine illegale Zusammenarbeit mit dem zwielichtigen und für sie absolut fremden Krølle einlässt, nur weil eine entfernte Bekannte ihr das rät. Das klingt für mich absolut unrealistisch und hanebüchen.

„Kaltes Versprechen“ ist der Auftaktband der Reihe um die Kommissarin Rebekka Just und Krølle. Aktuell steht mir nicht der Sinn nach einer Fortsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Lilli33
Kaltes Versprechen

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

Hat mir sehr gut gefallen

Zum Inhalt:
Tilla kann es nicht fassen, ihre beste Freund Rena ist einfach verschwunden. Auf der Suche nach ihr muss sie allerdings schnell erkennen, dass nichts, was Rena ihr über sich erzählte, gestimmt hat. Während der verzweifelten Suche stellt sich aber auch immer mehr raus, wie die noch junge DDR immer mehr abrutscht, immer unzufriedener sind die Bürger bis hin zum Volksaufstand.

Meine Meinung:
Es gibt so Themen, die einem zwar irgendwie bewusst sind, aber nicht in der vollen Tragweite. Hier die historische Ereignisse um den Volksaufstand vom 17. Juni, eingepackt in eine romanhafte Erzählung. Ich fand die Erzählung sehr gelungen, denn es werden wirklich gekonnt Fakten und Fiktion verwoben, so dass eine richtig interessante Geschichte entstanden ist, die sich zudem auch noch sehr gut liest. Selbst wenn einen die historischen Fakten nicht so sehr interessieren, ist die Geschichte einfach gut erzählt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Falls jemand fragt, wer wir waren

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Querfeldein von Alex Capus

Hat mir gefallen

Zum Inhalt:
Im Gasthof von Arnold nahe der deutschen Grenze treffen sich allerlei unterschiedliche Menschen. Eines Tages taucht auch Betty dort auf, es kommt wie es kommen muss, Betty und Arnold heiraten und bekommen eine ganze Kinderschar. Die älteste Tochter Clara ist ein eher schräger Charakter und sie verliebt sich in den Schmuggler Hermann.

Als dieser in Gewahrsam genommen wird, löst das eine Welle der Empörung aus.
Meine Meinung:
Irgend wie war das ein sehr besonderes Buch, bei dem mir die Protagonisten extrem gut gefallen haben, allen voraus Clara und Hermann, aber auch Betty fand ich sehr interessant. Ich fand die Geschichte interessant, man fühlt sich schon in die Kriegs- und Schmugglerzeit zurückversetzt und es wirkt auch realistisch erzählt. Den Schreibstil und auch die Stimmung, die das Buch hat, hat mir irgendwie gut gefallen. Ich glaube, ich habe bisher erst ein Buch des Autoren gelesen, was mir nicht sonderlich gefallen hatte, dieses jedoch fand ich sehr gut.
Fazit:
Hat mir gefallen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Querfeldein

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Dem Meer entgegen von Lidija Hilje

Hat was

Zum Inhalt:
Als Ivona in ihre Heimatstadt Zadar zurückkehrt hadert sie mit ihrem Leben. Die Ehe ist zerbrochen, statt als Biologin arbeitet sie in einem Schreibwarenladen. Als sie ihrem Ex-Mann Vlaho begegnet, sind die alten Gefühle immer noch da, aber da gibt es auch dieses Angebot, dass einen neuen Anfang in Italien bedeuten würde.

Meine Meinung:
Irgendwie ist das schon ein sehr schwermütiges Buch, denn wir erleben in Rückblicken, wie sich das Leben von Hauptprotagonistin aufgrund der Umstände verändert, die Ehe zerbricht, obwohl die Liebe immer noch da ist. Dazu erleben wir auch wie das ehemalige Jugoslawien zerbricht. All das macht das Buch eher schwermütig, wobei man von Cover her wahrscheinlich eher etwas anderes vermuten würde. Den Schreibstil fand ich gut, dieser Wechsel zwischen Rückblicken und den aktuellen Ereignissen machte das Buch interessant. Für mich hätte etwas weniger Länge und Straffung dem Buch gut getan, denn teilweise wurde es schon etwas zäh.
Fazit:
Hat was

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Dem Meer entgegen

Rezensionen von yellowdog:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Querfeldein von Alex Capus

Im Gasthof zur Moskau

Alex Capus gestaltet seinen neuen großen Roman mit seiner gewohnt lässigen, manchmal lakonischen Art.
Es beginnt zur Jahrhundertwende und zeigt einen Schweizer Gastwirt und seine Frau sowie seine Kinder über einen langen Zeitraum. Dabei betrachtet Alex Capus auch die politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen der Zeit.

Es ist ein historischer Stoff und wirkt aufgrund der eigenwilligen Figuren wie ein Schelmenroman. Aus meiner Sicht sehr gelungen! Alex Capus ist ein zuverlässiger Autor, dessen Bücher immer ein gutes Niveau haben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von yellowdog
Querfeldein

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Die Auster von Yael Inokai

Hat mir gut gefallen

Zum Inhalt:
Dr. Bronstett ist tot, ermordet. Doch bevor die Polizei am Tatort auftaucht, ist die Wohnung blitzblank geputzt, so wie die langjährige Putzfee Leonora es gewohnt ist. Eine Hand des Toten wird in der Austernbar des Kaufhauses gefunden, wo Bronnstett Geschäftsführer war. Und irgendwie ist Leonora plötzlich mitten drin in den Ermittlungen ohne dass sie das eigentlich wollte.

Meine Meinung:
Es gibt so Bücher, bei denen man nichts besonderes erwartet und dann positiv überrascht wird. Genau dies ist mir bei diesem Buch passiert. Von der Beschreibung und auch vom Cover war ich nicht so sonderlich angetan, aber letztendlich von der Geschichte schon. Ich fand die Geschichte gut erzählt, Leonora hat mir als Typ ungeheuer gut gefallen, irgendwie eine besondere Frau, auch mit ihrem persönlichen Erlebnissen. Den Schreibstil fand ich auch sehr angenehm, so dass das Buch sehr schnell weggelesen war, ich möchte fast sagen leider, weil mir das Buch wirklich gut gefallen hat.
Fazit:
Hat mir gut gefallen

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Die Auster

Rezensionen von brauneye29:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Luft nach unten von Tamara Štajner

Familiengeschichte

Zum Inhalt:
Iva kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück, um bei der Beerdigung ihres Kindermädchens beizuwohnen. In dem Hotel der Familie hat sie mehr Zeit verbracht als mit ihrer eigenen Mutter und damit auch mit dem Kindermädchen. Als sie auf dem Grabstein einen zweiten Namen entdeckt, kommt sie einem Familiengeheimnis auf die Spur.

Meine Meinung:
Das Buch ist schon ganz schön tiefgründig, Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit, des eigenen unerfüllten Kinderwunsches, das schwierige Verhältnis zur eigenen Mutter. Nach und nach bekommt man immer Einblick in Ivas Gedankenwelt, die manchmal schon verworren ist, aber man versteht sie immer mehr. Auch das heimliche Verhältnis wird immer wieder betrachtet. Ein auf der einen Seite sehr ruhigen Roman, aber auch schon ein Stückweit aufwühlend und bewegend. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch liest sich sehr gut.
Fazit:
Familiengeschichte

im Shop ansehen weitere Rezensionen von brauneye29
Luft nach unten

Rezensionen von Havers:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Septembermord von Chris Chibnall

Das Geheimnis des Hirschkönigs

Chris Chibnalls „Broadchurch“ habe ich geliebt, die „Seven Dials“ hingegen konnten mich nicht überzeugen, weshalb ich einigermaßen skeptisch war, als ich die Verweise auf diese beiden Miniserien in den Verlagsangaben zu seinem Krimi-Debüt „Septembermord“ gesehen habe. Aber die Verortung der Handlung im westlichen Dorset an der englischen Südküste ist interessant, kenne ich doch die Gegend sehr gut, und auch die Angaben zum Inhalt kündigen eine spannende Story an.

Eine halbnackte, männliche Leiche, festgebunden auf einem Stuhl, mitten auf der Schnellstraße, auf dem Kopf ein Geweih. Mit Schnüren und Klebstoff befestigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Wirt des „White Hart“, einem Pub im Dörfchen Fleetcombe handelt.

Mit dem Fall wird die erst kürzlich mit Mann und Kind aus Liverpool zugezogene DS Nicola Bridge betraut, die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Unterstützt wird sie von DC Harry Ward aka Westlife, einem Neuling, der mangelnde Erfahrung durch Einsatzwillen ausgleicht, sowie temporär von DC Mel Hardiman, einem mürrischen Kollegen und As in Recherche und Datenanalyse. Eine Konstellation, die man in vielen, nicht nur englischen Kriminalromanen findet.

Und noch etwas ist in englischen Krimis nicht selten, nämlich die Beschreibung einer verschworenen Dorfgemeinschaft, ein Sammelsurium seltsamer Typen, wie z.B. Deakins, immer im Clinch mit seinen Nachbarn, aber auch mit den Touristen, die über seine Felder und Wiesen laufen, und von ihm mit einem Gewehr bedroht werden. Misstrauisch gegenüber allen, da er der Meinung ist, dass einem seiner Vorfahren vor hundert Jahren schreckliches Unrecht zugefügt wurde.

Und dann ist da noch das Kind, das sich tagtäglich auf dem Spielplatz versteckt. Shannon, das Mädchen, das unter dem Radar bleibt, sich aus Gründen nicht nach Hause traut, aus seinem Versteck alles beobachtet, was im Dorf geschieht, und unwissentlich die entscheidende Beobachtung macht.

Die Story ist, was zu erwarten war, gut geplottet. Ein bizarrer Mordfall, ein Team, das sich erst finden muss, Dorfbewohner mit Geheimnissen und natürlich jede Menge twists and turns. Man merkt den Profi, kann sich eine Verfilmung durchaus vorstellen, insbesondere da die Bilder, die Chibnallvon dieser ländlichen Gegend mit ihren Eigenheiten zeichnet, anschaulich, atmosphärisch und stimmig sind.

Und ja, der Krimi wurde bereits verfilmt. Die Dreharbeiten in Dorset sind abgeschlossen, aber ein Sendetermin (bei ITV) steht noch nicht fest.

Alles in allem very british, insbesondere die Schilderung des Dorflebens, die mich immer wieder an Beschreibungen erinnert hat, wie ich sie aus den Krimis von Agatha Christie kenne. Detailliert, aber nicht ganz so cosy wie bei der „Grande Dame“ des englischen Kriminalromans.

Eine spannende Ferienlektüre, vorzugsweise für den Urlaub im englischen Südwesten. Wie wäre es statt London mal mit Dorset?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers
Septembermord

Rezensionen von Havers:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Septembermord von Chris Chibnall

Das Gehimnis des Hirschkönigs

Chris Chibnalls „Broadchurch“ habe ich geliebt, die „Seven Dials“ hingegen konnten mich nicht überzeugen, weshalb ich einigermaßen skeptisch war, als ich die Verweise auf diese beiden Miniserien in den Verlagsangaben zu seinem Krimi-Debüt „Septembermord“ gesehen habe. Aber die Verortung der Handlung im westlichen Dorset an der englischen Südküste ist interessant, kenne ich doch die Gegend sehr gut, und auch die Angaben zum Inhalt kündigen eine spannende Story an.

Eine halbnackte, männliche Leiche, festgebunden auf einem Stuhl, mitten auf der Schnellstraße, auf dem Kopf ein Geweih. Mit Schnüren und Klebstoff befestigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Wirt des „White Hart“, einem Pub im Dörfchen Fleetcombe handelt.

Mit dem Fall wird die erst kürzlich mit Mann und Kind aus Liverpool zugezogene DS Nicola Bridge betraut, die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Unterstützt wird sie von DC Harry Ward aka Westlife, einem Neuling, der mangelnde Erfahrung durch Einsatzwillen ausgleicht, sowie temporär von DC Mel Hardiman, einem mürrischen Kollegen und As in Recherche und Datenanalyse. Eine Konstellation, die man in vielen, nicht nur englischen Kriminalromanen findet.

Und noch etwas ist in englischen Krimis nicht selten, nämlich die Beschreibung einer verschworenen Dorfgemeinschaft, ein Sammelsurium seltsamer Typen, wie z.B. Deakins, immer im Clinch mit seinen Nachbarn, aber auch mit den Touristen, die über seine Felder und Wiesen laufen, und von ihm mit einem Gewehr bedroht werden. Misstrauisch gegenüber allen, da er der Meinung ist, dass einem seiner Vorfahren vor hundert Jahren schreckliches Unrecht zugefügt wurde.

Und dann ist da noch das Kind, das sich tagtäglich auf dem Spielplatz versteckt. Shannon, das Mädchen, das unter dem Radar bleibt, sich aus Gründen nicht nach Hause traut, aus seinem Versteck alles beobachtet, was im Dorf geschieht, und unwissentlich die entscheidende Beobachtung macht.

Die Story ist, was zu erwarten war, gut geplottet. Ein bizarrer Mordfall, ein Team, das sich erst finden muss, Dorfbewohner mit Geheimnissen und natürlich jede Menge twists and turns. Man merkt den Profi, kann sich eine Verfilmung durchaus vorstellen, insbesondere da die Bilder, die Chibnallvon dieser ländlichen Gegend mit ihren Eigenheiten zeichnet, anschaulich, atmosphärisch und stimmig sind.

Und ja, der Krimi wurde bereits verfilmt. Die Dreharbeiten in Dorset sind abgeschlossen, aber ein Sendetermin (bei ITV) steht noch nicht fest.

Alles in allem very british, insbesondere die Schilderung des Dorflebens, die mich immer wieder an Beschreibungen erinnert hat, wie ich sie aus den Krimis von Agatha Christie kenne. Detailliert, aber nicht ganz so cosy wie bei der „Grande Dame“ des englischen Kriminalromans.

Eine spannende Ferienlektüre, vorzugsweise für den Urlaub im englischen Südwesten. Wie wäre es statt London mal mit Dorset?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers
Septembermord

Rezensionen von Havers:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen Rahmen

Septembermord von Chris Chibnall

Das Geheimnis des Hirschkönigs

Chris Chibnalls „Broadchurch“ habe ich geliebt, die „Seven Dials“ hingegen konnten mich nicht überzeugen, weshalb ich einigermaßen skeptisch war, als ich die Verweise auf diese beiden Miniserien in den Verlagsangaben zu seinem Krimi-Debüt „Septembermord“ gesehen habe. Aber die Verortung der Handlung im westlichen Dorset an der englischen Südküste ist interessant, kenne ich doch die Gegend sehr gut, und auch die Angaben zum Inhalt kündigen eine spannende Story an.

Eine halbnackte, männliche Leiche, festgebunden auf einem Stuhl, mitten auf der Schnellstraße, auf dem Kopf ein Geweih. Mit Schnüren und Klebstoff befestigt. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Wirt des „White Hart“, einem Pub im Dörfchen Fleetcombe handelt.

Mit dem Fall wird die erst kürzlich mit Mann und Kind aus Liverpool zugezogene DS Nicola Bridge betraut, die in dieser Gegend aufgewachsen ist. Unterstützt wird sie von DC Harry Ward aka Westlife, einem Neuling, der mangelnde Erfahrung durch Einsatzwillen ausgleicht, sowie temporär von DC Mel Hardiman, einem mürrischen Kollegen und As in Recherche und Datenanalyse. Eine Konstellation, die man in vielen, nicht nur englischen Kriminalromanen findet.

Und noch etwas ist in englischen Krimis nicht selten, nämlich die Beschreibung einer verschworenen Dorfgemeinschaft, ein Sammelsurium seltsamer Typen, wie z.B. Deakins, immer im Clinch mit seinen Nachbarn, aber auch mit den Touristen, die über seine Felder und Wiesen laufen, und von ihm mit einem Gewehr bedroht werden. Misstrauisch gegenüber allen, da er der Meinung ist, dass einem seiner Vorfahren vor hundert Jahren schreckliches Unrecht zugefügt wurde.

Und dann ist da noch das Kind, das sich tagtäglich auf dem Spielplatz versteckt. Shannon, das Mädchen, das unter dem Radar bleibt, sich aus Gründen nicht nach Hause traut, aus seinem Versteck alles beobachtet, was im Dorf geschieht, und unwissentlich die entscheidende Beobachtung macht.

Die Story ist, was zu erwarten war, gut geplottet. Ein bizarrer Mordfall, ein Team, das sich erst finden muss, Dorfbewohner mit Geheimnissen und natürlich jede Menge twists and turns. Man merkt den Profi, kann sich eine Verfilmung durchaus vorstellen, insbesondere da die Bilder, die Chibnallvon dieser ländlichen Gegend mit ihren Eigenheiten zeichnet, anschaulich, atmosphärisch und stimmig sind.

Und ja, der Krimi wurde bereits verfilmt. Die Dreharbeiten in Dorset sind abgeschlossen, aber ein Sendetermin (bei ITV) steht noch nicht fest.

Alles in allem very british, insbesondere die Schilderung des Dorflebens, die mich immer wieder an Beschreibungen erinnert hat, wie ich sie aus den Krimis von Agatha Christie kenne. Detailliert, aber nicht ganz so cosy wie bei der „Grande Dame“ des englischen Kriminalromans.

Eine spannende Ferienlektüre, vorzugsweise für den Urlaub im englischen Südwesten. Wie wäre es statt London mal mit Dorset?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Havers
Septembermord