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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von annaja:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün vollStern grün voll

Alleinruhelage,1 Audio-CD, 1 MP3 von Eva Menasse

Plötzlich zu viel Ruhe

Ein schönes, beschauliches Cover.
Die Protagonistin erzählt hier vom einstigen Erwerb des Wochenendhauses für die Familie inmitten der Natur an einem See gelegen. Der einstige Erholungsort und Treffpunkt für Familie und Freunde, die aus der Stadt raus wollten. Jahrelang geht alles gut und nur manchmal nerven nachbarliche Datschenbesitzer mit kleinen Konflikten, doch es gibt auch Gemeinschaftssinn und Hilfsangebote.

Als dann allmählich im Laufe der Jahrzehnte die Familie auseinanderbricht und nur mehr sie allein übrig bleibt, die das Ferienhaus zu erhalten hat, nur gelegentlich Freunde zu Besuch kommen, wo Reparaturen aller Art anfallen, der Garten zu pflegen ist und den überbordenden Wühlmäusen der Kampf angesagt werden muss, kommen Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Besitzes. Es fällt schwer, sich zu trennen, hängen doch so viele Erinnerungen und Emotionen daran. Als auch ihr letzte Liebhaber das Weite sucht, werden fleißige Bauhelfer engagiert, die das Anwesen auf Vordermann bringen sollen.
Das Buch überzeugt mit klarer Sprache, klug und voll Wortwitz und es zeigt auf, wie schwer manche Entscheidungen fallen.

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Alleinruhelage,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von brauneye29:

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Honey von Imani Thompson

Ungewöhnlicher Roman

Zum Inhalt:
Zum ersten Mal will Yrsa nicht töten, aber als ihr der Professor gegenübersitzt, der ihrer Freundin die Forschungsergebnisse gestohlen hat, schnippt sie eine Biene in die Wasserflasche und kurz darauf ist er tot und die gelangweilte Yrsa fühlt sich endlich wieder lebendig.
Meine Meinung:
Was für ein schräger Roman, den ich so nicht erwartet hatte.

Yrsa, die Hauptprotagonistin ist dabei die Figur, die ungeheuer vielschichtig ist und einen trotz ihrer Handlungen immer wieder auch zum Schmunzeln bringt. Sie wirkt oft nicht sonderlich sympathisch, hat aber irgendwie Charisma und das macht sie interessant. Erstaunlicherweise werden auch Themen wie z. B. Rassismus aufgegriffen, was ich nicht unbedingt erwartet hatte. Die Story ist ein Mix aus Spannung, aber auch Sarkasmus und völlig anders als man es vielleicht erwartet hatte. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand.
Fazit:
Ungewöhnlicher Roman

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Honey

Rezensionen von Lydia_Te:

Stern grün vollStern grün vollStern grün vollStern mit grünen RahmenStern mit grünen Rahmen

Luft nach unten von Tamara Stajner

Toxisch

Die Beschreibung vom Roman "Luft nach unten" von Tamara Štajner auf Vorablesen, hat mir eine falsche Erwartung gegeben. Ich habe mir eine Familiengeschichte erwartet, mit einem abgrundtiefen Geheimnis das totgeschwiegen wird.
Als Familiengeschichte, würde ich persönlich den Roman nicht bezeichnen.

In erster Linie geht es um Iva, die eine etwas selbstsüchtige und egozentrische Person ist, die von anderen die reine Wahrheit erwartet, aber selbst lügt und betrügt.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Felix, versuchen sie ein Kind zu zeugen. Zuerst auf herkömmlichen Weg, dann aber mit ärztlicher Beratung und durch Insemination. Die beiden führen eine äußerst toxische Beziehung und im Laufe des Romans habe ich mir gewünscht, dass sich die beiden Trennen und dem Elend ein Ende setzten.
Zum Glück geht es im Roman aber auch um Ivas Großmutter Slava, ihre Großcousine (glaube ich, es ist zumindest Slavas Enkelin) Karmela, ihre Mutter und um ihr totes Kindermädchen Marija.
Um ein Familiengeheimnis wie es in der Beschreibung heißt, handelt es sich meiner Ansicht nach aber auch nicht. Slava hat Iva etwas widerwillig alles erzählt, ob das alles stimmt ist aber fraglich. Ivas Vater hat ihr eine andere Version erzählt.
Auf die weiblichen Protagonistinnen will ich jetzt nicht weiter eingehen. Alles in Allem pflegen sie alle einen toxischen Umgang miteinander, bis auf Karmela. Durch ihr zartes Alter von 10 Jahren ist sie noch nicht abgrundtief Verseucht.

Gesamteindruck: ich habe mir etwas anderes erwartet. Es ist aber sehr gut geschrieben und die Beziehungen wirken auf mich greifbar. Aber Achtung: es ist teilweise sehr toxisch und verlogen, muss man wollen!

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Luft nach unten

Rezensionen von Julchentim:

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Halbwach von Sophia Como

Ehrlich, nahbar - mit einem kleinen Haken

Halbwach hat mich wirklich überrascht. Zoe ist keine Figur, die immer die richtigen Entscheidungen trifft oder sofort sympathisch wirkt. Doch genau das mochte ich. Ihre Gedanken, ihre Widersprüche und ihre Bindungsangst haben sich unglaublich echt angefühlt,.

Der Schreibstil liest sich leicht, obwohl die Themen doch ziemlich schwer sind.

Ich war schnell in der Geschichte drin und wollte wissen, wie Zoe ihren Weg weitergeht. Besonders das Ende hat mir richtig gut gefallen, weil ich es stimmig und hoffnungsvoll fand.

Ein paar Dinge haben für mich trotzdem verhindert, dass es 5 Sterne werden. Die Therapiesitzungen wirkten stellenweise etwas zu belehrend und haben sich für mich nicht ganz natürlich angefühlt. Außerdem wurden sehr viele Konflikte aufgemacht, die zum Schluss etwas zu schnell abgearbeitet wurden. Da hätte ich mir an manchen Stellen etwas mehr Zeit gewünscht.

Trotzdem ist das ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe und ohne Zögern weiterempfehlen würde, vor allem für alle, die Geschichten über Selbstfindung, Bindungsangst und das Erwachsenwerden mögen.

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Halbwach

Rezensionen von Shilo:

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Wirf einen Schatten von Elena Fischer

Zwischen Schweigen und Neuanfang

Joseph ist keiner, der viele Worte macht. Vieles trägt er mit sich herum, ohne darüber zu sprechen. Und das zieht sich durch die ganze Geschichte. Beim Lesen hatte das etwas Ruhiges, manchmal auch etwas Bedrückendes. Trotzdem wollte ich immer wissen, wie es mit ihm und den Menschen weitergeht, die plötzlich seinen gewohnten Alltag verändern.

Als Birdie plötzlich vor seiner Tür steht, verändert sich nach und nach etwas. Anfangs wirkt sie selbst verloren und auf Hilfe angewiesen. Mit der Zeit bringt sie aber Bewegung in ein Leben, das lange festgefahren war. Auch Ada und Lis bleiben dabei wichtige Figuren. Jede von ihnen geht ihren eigenen Weg und zeigt auf ihre Art, wie schwer es sein kann, sich von Erwartungen zu lösen oder längst überfällige Entscheidungen zu treffen. Gerade diese verschiedenen Blickwinkel haben die Geschichte lebendig gemacht.
Die Figuren sind nicht perfekt. Sie machen Fehler, schweigen zu lange oder treffen Entscheidungen, die nicht immer leicht nachzuvollziehen sind. Dadurch wirken sie glaubwürdig. Vor allem Joseph verändert sich langsam. Das geschieht nicht plötzlich, sondern in kleinen Schritten, und genau das hat für mich gut zur Geschichte gepasst.
Die ländliche Umgebung der Sechzigerjahre ist dabei mehr als nur eine Kulisse. Man spürt, wie sehr Traditionen und das Denken der Menschen den Alltag bestimmen. Manche Möglichkeiten, die heute selbstverständlich erscheinen, waren damals alles andere als einfach. Ohne große Worte wird deutlich, wie eng manche Lebenswege vorgegeben waren und wie viel Mut es brauchte, einen anderen Weg einzuschlagen.
Der Schreibstil ließ sich angenehm und flüssig lesen. Es gibt ruhige Momente, aber auch Szenen, die die Spannung immer wieder anziehen. Dadurch blieb die Neugier erhalten, ohne dass die Geschichte laut werden musste. Manche Gespräche und kleine Gesten sagen hier mehr als lange Erklärungen.
Am Ende bleibt vor allem der Eindruck, dass es nie zu spät ist, sich mit dem eigenen Leben auseinanderzusetzen. Nicht alles löst sich einfach auf, und genau das hat die Geschichte für mich glaubwürdig gemacht. Die Figuren sind mir im Laufe des Lesens immer näher gekommen und ihre Entwicklung ließ sich gut nachvollziehen. Wer Geschichten über Menschen mag, die ihren eigenen Platz im Leben suchen und dabei alte Lasten hinter sich lassen möchten, wird hier viele ruhige und bewegende Momente finden. 5 Sterne.

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Wirf einen Schatten

Rezensionen von Arambol:

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Juli im Land der Zeitgeister von Wieland Freund

Ojemine!


„Klar, große Angst war großer Mist, aber es schien auch eine kleine Angst zu geben, die einfach dazugehörte, wenn etwas so richtig aufregend war.“

Plötzlich und völlig unvermittelt bleibt die Zeit stehen. Es ist 14:30 Uhr.

Mit „Juli im Land der Zeitgeister“ ist Wieland Freund ein fantasievoller Kinderroman gelungen, der mich mit seiner originellen Welt und den vielen kreativen Ideen rund um das Thema Zeit begeistern konnte.

Die Geschichte ist spannend erzählt und entwickelt schnell ein hohes Tempo, sodass man am liebsten sofort das nächste Kapitel lesen möchte, um zu erfahren, wie es weitergeht.

Die beinahe elfjährige Protagonistin Juli ist mutig und sympathisch. Zusammen mit ihren neuen Freunden erlebt sie gefährliche Abenteuer und beweist dabei großen Mut sowie viel Einfallsreichtum. Gemeinsam mit ihren ungewöhnlichen Begleitern wächst sie über sich hinaus. Alle Charaktere sind liebenswert gezeichnet und vermitteln auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig Vertrauen, Zusammenhalt und ein aufmerksamer Blick für die kleinen Dinge im Leben sind.

Das wunderschön gestaltete Cover sowie die detailreichen Illustrationen und die übersichtliche Landkarte im vorderen Buchdeckel erleichtern das Eintauchen in die Welt der Zeitgeister. Auch die liebevoll gestalteten Kapitelüberschriften machen immer wieder neugierig auf den nächsten Abschnitt.

Der flüssige Schreibstil und die kurzen Kapitel eignen sich hervorragend zum Vorlesen oder für Kinder, die bereits selbst lesen und zwischendurch gerne kleine Lesepausen einlegen.

Einzig an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Zeit für einzelne Figuren gewünscht – besonders der alte Uhrmacher hätte aus meiner Sicht noch etwas mehr Raum in der Geschichte verdient.

Fazit: „Juli im Land der Zeitgeister“ ist ein abwechslungsreiches und ideenreiches Abenteuer, das mit viel Fantasie, sympathischen Charakteren und einer spannenden Handlung überzeugt. Das Buch eignet sich besonders für Kinder ab etwa neun Jahren, die magische Welten und spannende Abenteuer lieben.

"Hopp, hopp, zack, zack!"

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Juli im Land der Zeitgeister

Rezensionen von begine:

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Was wir von ihr wissen von Rebecca Fallon

Wie war die Mutter



Rebecca Fallons Debütroman „Was wir von ihr wissen“ ist ein gelungenes Werk. Ihr Ton ist einfühlsam , ruhig und stark.
Die Beerdigungsszene fand ich allerdings etwas seltsam.Das die siebenjährigen Zwillinge das mit ansehen mussten war etwas krass.
Die Mutter Susanne war Schauspielerin und in den Jahren nicht viel zu Hause.

Erst als sie an Krebs erkrankt, pflegt ihr Mann sie ein Jahr lang.
Die Kinder Viola und Sebastian wollen später mehr über das Leben der Mutter wissen. Sie wollen sie nicht nur aus den Serien kennen, sondern auch, wie sie dazwischen lebte.
Das hat die Autorin sehr bildreich und interessant beschrieben.
So wurde das Buch doch noch zu einem Genuss.

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Was wir von ihr wissen

Rezensionen von Mabla59 :

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Alles ihre Schuld von Andrea Mara

Wenn deine Welt plötzlich in Trümmern liegt

Meine Bewertung bezieht sich auf das Hörbuch "Alles ihre Schuld" von Andrea Mara, erschienen im Hörverlag, hervorragend gelesen von Nora Schulte. Sie hat allen Personen, insbesondere der Kinder, eine hervorragende Stimme gegeben
Der Alptraum einer jeden Mutter beginnt für Marissa, als sie ihren kleinen Sohn Milo von einer Verabredung zur Spielen an der verabredeten Adresse abholen will und die Frau an der Tür weder Milo kennt noch ein Kind hat, das mit Milo spielen könnte.

Schnell stellt sich heraus, dass Milo entführt wurde und es beginnt die fieberhafte Suche nach dem Kind.
Das Tempo der Handlung ist schnell und wird aus den unterschiedlichsten Perspektiven der handelnden Personen geschildert. Immer neue Wendungen und Lügen lassen einen nur so durch das Buch fliegen.
Mich hat das Hörbuch sehr gut unterhalten, obwohl mir letztendlich die Auflösung ziemlich konstruiert scheint. Zudem wird der Unterschied zwischen der englischen Sprache und der deutschen Übersetzung, zumindest bei einem, wie ich finde, wichtigen Wort bei der Auflösung deutlich

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Alles ihre Schuld

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Die siebte Stadt von Helmut Vorndran

Temporeich und ein wenig schräg

Der in Russland spielende Prolog scheint zunächst einmal so gar nichts mit unserer wackeren Ermittlertruppe rund um den Bamberger KHK Franz Haderlein & Ermittlerschwein Presssack zu tun zu haben. Wie schnell sich das ändert, zeigen die folgenden Seiten ...

Was ist passiert?

Der allseits verhasste, weil unausstehliche, Gerichtsmediziner Dr.

Thomas Siebenstädter besucht ein Wrestling-Spektakel in Forchheim und gerät ohne sein Zutun (wenn man von seiner ungezügelten Klappe absieht) in einen Spionagefall, der sowohl in Franken als auch in Russland zahlreiche Tote hinterlässt und, wie man am Ende sehen wird, in dem so manche eigenartige Allianz geschmiedet wird. Alles einem höheren Ziel untergeordnet? Oder doch nicht?

Meine Meinung:

Diesen ziemlich schrägen und auf die aktuelle Weltlage Bezug nehmenden 16. Krimi aus der Feder (Tastatur) von Helmut Vorndran habe ich sehr gerne gelesen. Er verbindet die Bodenständigkeit und den manchmal seltsamen Humor der Franken mit der Paranoia des einen oder anderen Regierungschefs.

Autor Helmut Vorndran lässt uns in zwei großen Hauptsträngen zum einen rund um Bamberg ermitteln und jagt uns zum anderen durch die schneereichen Weiten Russlands bis nach Rovaniemi in Finnland, das ja bekanntlich der Sitz des Weihnachtsmanns ist.

Die Charaktere sind gewohnt subtil angelegt. Diesmal darf der Pathologe Siebenstädter eine Hauptrolle spielen und bekommt sprichwörtlich eine aufs Maul und aufs Dach. Die kurzfristige Wesensänderung des verhassten Gerichtsmediziner irritiert die Bamberger Kripo. Lustig zu lesen ist, wie sich die Ermittler den „alten“ Siebenstädter herbei wünschen, denn den kennt man ja.

Die Leichtigkeit mit der die humorvollen Dialoge, sonst durch die Krimis schweben, ist diesmal nicht gegeben. Da es um Kollegen aus dem Team geht, werden alle Möglichkeiten (auch die eine oder andere ungewöhnliche) ausgeschöpft, um die verlorenen Kollegen wieder zu beschaffen. Sogar Robert „Fifibus“ Suckfüll wird seiner Rolle als Dienststellenleiter gerecht und verballhornt kaum Sprichwörter.

Das Tempo ist ungewohnt hoch, gibt dem Krimi aber einen extra Drive.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem temporeichen 16. Fall für Franz Haderlein & Co 5 Sterne.

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Die siebte Stadt

Rezensionen von Bellis-Perennis:

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Das Geheimnis der Strandvilla von Corinna Kastner

Eine Leseempfehlung

Zwei Personen, Roman Marendorff und Viktoria Brand, die einander noch nie begegnet sind, erben nach dem plötzlichen Tod des Rechtsanwaltes Martin Niemann, eine Strandvilla in Wüstrow an der Ostsee. Allerdings ist noch eine Bedingung an das Erbe geknüpft: Die beiden müssen mindestens zwei Monate gemeinsam in der Villa leben.

Anschließend könnten sie die Villa verkaufen, wenn beide dies wünschen.

Damit beginnt ein Abenteuer, das sowohl Roman und Viktoria sowie die Leserschaft auf Trab hält. Zunächst sind die beiden mehr als zurückhaltend und ein wenig unschlüssig, wo genau sie mit ihrer Recherche beginnen sollen. Viktoria hat Erfahrung mit Recherchen, ist sie doch Autorin und kann zum Beispiel alte Dokumente, die in Sütterlin geschrieben sind entziffern. Ein unschätzbarer Vorteil, bei der Durchsicht von alten Kirchen- oder Grundbüchern. Mit jedem Puzzleteilchen, das Roman oder Viktoria entdecken und an die richtige Stelle der Geheimnisses der Villa fällt, wird der Ehrgeiz das Rätsel zu lösen größer.

Wird es ihnen gelingen, das Rätsel der Villa, das sie bis an den Beginn des 20. Jahrhunderts zurückführt, lösen können?

Meine Meinung:

Dieser Roman ist bereits 2009 unter dem Titel „Die geheime Kammer“ erschienen und nun im Emons-Verlag neu aufgelegt worden.

Ich kenne den einen oder anderen Fischland-Krimi von Corinna Kastner, die mich nicht ganz zu 100 Prozent überzeugt haben. Dieser Roman, der durch alte Aufzeichnungen, verborgene Hinweise sowie längst vergessen geglaubte Konflikte recht lange die Spannung einer Familiengeschichte aufrecht erhält, hat mir sehr gut gefallen. Die Rückblenden in die Vergangenheit haben eine, vor allem für Frauen, bedrohliche Atmosphäre wieder auferstehen lassen. Wer nicht in das Raster passt, wird entweder passend gemacht (wie auch immer) oder weg gesperrt, sei es in eine Anstalt oder in einer Kammer auf den Dachboden.

Der Roman ist sehr gut gegliedert und erzählt die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven. Dazu benützt die Autorin auch den Kniff, Tagebücher oder Briefe abzudrucken. Manche Tagebucheintragungen sind vielleicht einen Hauch z lange abgefasst, aber das ist Geschmacksache.

Lasst euch nicht von den 592 Seiten abschrecken. Die Seiten fliegen nur so dahin.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Ausflug in eine Familiengeschichte, die keiner der beiden Erben gekannt hat, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Das Geheimnis der Strandvilla