Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN Klagenfurt:
Wow!
Dieses Buch ist für mich selbst ein kleines Wunder: Es stellt einmalige Naturphänomene oder von Menschen gemachte Meisterwerke vor anhand atemberaubender Fotos! Komplexe geologische oder architektonische Zusammenhänge werden dabei erfahrbar durch übersichtliche und leicht verständliche Graphiken, dazu kommen Infokästen, Landkarten sowie Hinweise zur Anreise und zu lohnenden Reisezielen in der Nähe.
Das Ganze noch in einem handlichen Format - alles überzeugt an diesem anregenden, sehens-würdigen Buch!
Rezensionen von Eva Knezicek:
funny girl von McCarten Anthony
Anthony McCartens Roman "funny girl" ist leicht und gut lesbar. Die Figuren des Romanes gewinnen durchaus an Leben, bilden Bilder und lassen Geschichten wachsen. Aber etwas daran ist uneben, zu harmonisch und glatt lösen sich Handlungen auf. So manches Klischee spreizt sich. Manchmal lockern Feinheiten, Gedanken außerhalb normierter Muster, starre Raster auf.
Leider gelingt dem Autor jedoch kein wirklicher Durchbruch, kein Aufbruch, meine ich. Es bleibt ein bitterer Beigeschmack, ein fahler Rest etwas - vielleicht das allzu Glatte, die "gemachte Harmonie" - stört. Es ist ein Roman über das Anderssein, aber er ist es auf eine wohl aufbereitete, verdaulich gemachte Art und Weise.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Ewa Wiercinska :
funny girl von McCarten Anthony
Humor als Selbstkritik und Weg zu einem positiven Dialog zwischen und in verschiedenen Kulturen
Azime, junge kurdische Britin, spricht mit viel kritischen Humor über das Leben als Muslimin im heutigen Grossbritanien. Wir lachen mit! Sie, als muslimische Frau, kämpft auf der offenen Bühne für Umdenkprozess bei ihren eigenen Leuten und in der Londoner Gesellschaft. Ihr multikulturelles Experiment, ob die Burka sie sicherer in der modernen Welt macht oder erhöht sie die Gefahr, wird zum ihr Lebensunterhalt.
Sehr interessantes Buch!
Rezensionen von HEYN Leserunde Petra Gutsche:
funny girl von McCarten Anthony
Humorvoll und doch so tragisch zugleich!
Manchmal ärgere ich mich über meine Familie ? weil sie einfach NICHT meiner Meinung ist! Aber nachdem ich Funny Girl von Anthony McCarten gelesen habe, bin ich mit meiner Familie einfach NUR zufrieden. Glück und Leid liegen in dieser Geschichte so eng beieinander aber Azime, einfach nur Azime, meistert ihr doch sehr schwieriges Leben so gut es eben geht und das noch ganz nebenbei mit einer guten Portion Humor.
Multikulturelle Erzählung einer jungen Frau - mitten in London, 20. Jahrhundert.
Rezensionen von danzlmoidl:
funny girl von McCarten Anthony
Krimi mit geschichtlichem Hintergrund
Meine Meinung:
Anfangs war ich ja etwas skeptisch, was diesen Krimi betrifft. Das liegt auch daran, dass ein gewisser geschichtlicher Hintergrund behandelt wird. Der Beginn dieses Buches bestätigt auch genau dies, weshalb der Einstieg für mich etwas schwierig war. Doch mit der Zeit konnte ich mich mit dem Thema wirklich anfreunden.
Die handelnden Personen sind sehr realistisch dargestellt. Vor allem Kodi finde ich spitze. Er macht, was ihm gerade in den Kopf schießt, ohne sich mit seinen Kollegen abzusprechen. So kann es auch mal vorkommen, dass niemand so genau weiß, wo er sich gerade aufhält. Ob das immer so gut ist? Das sollte jeder selbst lesen, hier werde ich nicht mehr verraten.
Aber auch die anderen Personen haben ihren eigenen Kopf und lassen sich durch nichts und niemand aufhalten. Zu erwähnen sei hier auch noch Eva, die sich als Frau in diesem Beruf eine Stellung erarbeiten muss.
Der zweite Erzählstrang, der sich schon ziemlich am Anfang der Handlung bildet, ware für mich Anfangs ein bisschen verwirrend, allerdings fand ich die Zusammenführung am Schluss dann doch sehr interessant und auch gut gelungen.
Für mich war es dann zum Schluss wirklich interessant, auch etwas über Schweden, die Gebräuche dort und auch die geschichtlichen Hintergründe zu erfahren. Ich hätte anfangs wirklich nicht gedacht, dass es so interessant sein kann.
Auch ein paar skurile Fakten kommen mal vor, so dass man auch mal beim Lesen zum Schmunzeln kommt, oder auch einfach nur den Kopf schüttelt.
Alles in allem ein spannender Krimi, der nicht so verläuft, wie man es Anfangs vermutet. Die zwei Perspektiven werden perfekt zusammengeführt, wobei man hier aber wirklich bis zum Schluss nicht weiß, wie beide zusammenhängen. Sehr gut gemacht, muss man hier wirklich sagen. Auch der Spannungsbogen wurde gut aufgebaut und man wird nicht gelangweilt.
Fazit:
Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen, die einen Krimi mit geschichtlichem Hintergrund lesen möchten.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Maria Dörfler:
funny girl von McCarten Anthony
Und es ist doch ein Blick von aussen
Ein aktuelles, spannendes Thema, gut, sehr gut zu lesen. Trotz des Ernstes, der Tragik der Ereignisse, schafft es der Autor, eine unterhaltsame Lektüre zu bieten, ohne die Protagonisten der Lächerlichkeit preiszugeben.
Aber: nach etwa 200 Seiten beschlich mich das Gefühl, dass etwas nicht ganz stimmig ist - es ist doch ein Blick von aussen, der das Verhalten der Menschen (nur) beschreiben kann, vielleicht auch gar nicht mehr will.
Die Verhaltensänderung von Azimes Familie ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht bringt dieses Aufeinanderprallen so gegnsätzlicher Kulturen diese Brüche hervor.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
funny girl von McCarten Anthony
Großes Lesevergnügen
Außergewöhnlich witzig und tragisch erzählt McCarten, wie Azime im heutigen London mit Migrationsproblemen, Familientraditionen und ihrem Wunsch, die erste moslemische Stand-up-Comedian zu sein, kämpft. Diese Themen hat der Autor geschickt gewählt und sehr gut dargestellt. Oft musste ich wegen der sehr humorvollen Stellen laut auflachen um im nächsten Moment aufgrund der beängstigenden Aktualität zu verstummen.
Ein großes Lesevergnügen!
Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:
funny girl von McCarten Anthony
Die Wahrheit ist ein Witz
Grossartig, mit wieviel Achtsamkeit und Witz Anthony McCarten den Leser in die Welt der Comedians - eingebettet in die kulturellen Konflikte von Migranten Nordlondons - ein- und entführt. Ein berührendes, humorvolles und spannendes Buch. Sehr zu empfehlen!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred KohlRezensionen von Maria Domes:
Mit gläubigem Herzen und wachem Geist von Reinhold Stecher
Ein wacher Geist ist gefragt
R. Stecher, Rezension, Mit gläubigem Herzen und wachem Geist.
Dieses Buch ist so umfassend, dass es mit nur einem Lesedurchgang nicht aufzunehmen ist. Die menschlich-logisch gehaltenen Beiträge schließen das gesamte Dasein des Menschen in Bezug auf das Leben, den Glauben, das Kirchenwesen, die Arbeitswelt, das Sozialwesen, Christliche Traditionen, Bereiche der damaligen politischen Situation und des menschlichen Verhaltens während dieser Zeit, ein.
Und noch viel mehr. In diesem Buch beleuchtet er viele Themen aus verschiedenen Perspektiven.
Er behandelt obige Punkte mit Durchblick und Tiefe, wie man es so bei Menschen nur selten antrifft. Bestimmt, aber ohne Groll.
In diesem Buch – das meiner Meinung nach in einer Schul-Oberstufe gelesen werden soll – will er zeigen, dass eine Menge an Unstimmigkeiten zwischen Menschen/Kulturen nicht ausufern muss. Nur Nachdenken fordert er. Einfaches Drüberlesen gibt nicht alles preis.
Er schreibt nicht belehrend, aber zeigt Wege. Er spricht manche kirchliche Gepflogenheit/Tradition aus seiner klaren Sicht kritisch an. Zitat auf Seite 108: "Die Frömmigkeit darf den Hausverstand nie ins Ausgedinge schicken."
Ich wünsche viel Freude und Neugierde beim Lesen.
Rezensionen von mithrandir:
Mit gläubigem Herzen und wachem Geist von Reinhold Stecher
Was für´s Herz
Nele und Heike sind Schwestern, grundverschieden und waren früher ein Herz und eine Seele. Sie haben sogar gemeinsam Frauenromane geschrieben und waren damit sehr erfolgreich. Doch irgendwann haben die beiden sich nur noch gezankt, so dass sie jetzt bloß noch das Aushängeschild für ihre Bücher sind und die eigentliche Arbeit von einem Ghostwriter erledigt wird.
Während einer Talkshow eskaliert es dann plötzlich zwischen den beiden und es fliegen öffentlich die Fetzen. Auf dem gemeinsamen Nachhauseweg geraten sie durch den fortgeführten Streit in einen Unfall, bei dem Heike schwer verletzt wird. Voller Schuldgefühle und mit dem Bedürfnis, dem Grund ihrer schlechten Beziehung zu ihrer Schwester auf die Spur zu kommen, quartiert sich Nele bei deren Familie ein und versucht zu helfen. Dabei fördert sie interessante Dinge zu Tage.
Meine Meinung:
Dies war nicht mein erster Anne Hertz-Roman und wird auch bestimmt nicht mein letzter sein. Die aus Neles Sicht geschriebene Geschichte war durchweg unterhaltsam. Manche Stellen haben mich nachdenklich gestimmt, bei anderen musste ich laut heraus lachen. Als Leser wird man in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, die das Autorenduo ausgewogen dosiert hat.
Dabei fühlt man sehr schnell mit Nele mit, auch, wenn ich nicht immer alle ihrer Aktionen nachvollziehen kann, ist sie mir sympathisch geworden und ich war sehr an ihrem Wohlergehen interessiert und habe mit ihr mitgefiebert. Gemeinsam haben wir nach den Gründen ihres Zerwürfnisses mit ihrer Schwester gesucht. Sehr hilfreich und interessant waren hier auch die immer wieder eingestreuten, alten Tagebucheinträge der beiden Schwestern.
Dabei lernt Nele auch viel über sich selbst. Längst verdrängte Ereignisse kommen zum Vorschein und helfen ihr, vieles in einem neuen Licht zu sehen. Der Einblick in das Leben ihrer Schwester bringt sie ihr seit langem wieder nahe und weckt auch Verständnis für die Hürden, die Heike tagtäglich nehmen muss. Ganz nebenbei verschieben sich auch Neles Prioritäten und es hat Spaß gemacht, bei ihrer diesbezüglichen Entwicklung mit dabei zu sein.
Fazit:
"Die Sache mit meiner Schwester" ist ein gefühlvoller Frauenroman, der trotz der Ereignisse eine gewisse Leichtigkeit verströmt. Ich fühlte mich die ganze Zeit gut unterhalten, während ich begeistert der spannenden Geschichte folgte, die wie immer auch eine gehörige Portion Witz hat und, die ich nur ungern wieder aus der Hand legen wollte.



