Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:
funny girl von McCarten Anthony
Humor kann lebensgefährlich sein...
?funny girl? von Anthony McCarten ist ein wichtiges Buch. Es gibt Einblick ins Leben einer jungen muslimischen Frau, die sich als Comedian versucht. Recht bald erkennt Azime, die Hauptdarstellerin, dass es für sie lebensgefährlich ist, dem traditionellen Rollenbild ihrer Herkunft nicht zu entsprechen.
Trotzdem macht sie weiter. Auch wenn das Buch für meinen Geschmack um ca. 100 Seiten zu lang ist, finde ich es spannend und witzig. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter, denn sogenannte humorvolle Bücher beurteile ich besonders kritisch.
Rezensionen von Irmgard Mandl-Mair:
funny girl von McCarten Anthony
Integration - das Lachen bleibt im Hals stecken
Als Tochter einer kurdischen Familie, geboren und aufgewachsen in London, muss Azime ihren Weg finden zwischen dem engen Korsett der kurdischen Tradition und den Möglichkeiten einer modernen Großstadt. Das ist nicht immer einfach und um ihre eigene Position im Leben zu finden muss sie sich nicht nur den zu erwartenden Konflikten stellen, sondern auch unliebsame Konsequenzen in Kauf nehmen.
Als erste muslimische Comedian tritt sie in der traditionellen Kleidung, einer Burka, auf. Sie erlebt damit die Möglichkeit, die Verhaltensweisen ihre Umwelt anonym genauer betrachten zu können, sie erlebt aber auch die Reaktionen der eigenen Glaubensgemeinschaft, die sich vor den Kopf gestoßen fühlt. Das Buch beschreibt sehr glaubhaft die Situation von Menschen, die bereits in zweiter Generation in der ?neuen? Heimat wohnen, mit welchen Vorurteilen sie konfrontiert werden und in welchem Spannungsfeld von Kultur und Tradition sie sich bewegen.
Ich bin leider kein Freund von Comedians und finde diese auch nicht witzig, daher ist der Lesegenuss etwas eingeschränkt
Rezensionen von Marlena:
funny girl von McCarten Anthony
Buon libro!!!
Schaut euch dies Buch mal an - lerne seit längerem damit und meine Schularbeitnnoten können sich echt sehen lassen! Habe mich um vieles verbessert!
Bereite öfters Hausübungen damit vor die meiner Lehrerin fast immer sehr gut gefallen!!
Rezensionen von Helu:
Miteinander ins Leben gehen von Helene Daxecker-Okon; Anna Hintner; Maria Rhomberg
Bewusst Taufpate/Taufpatin sein
Sehr handlich und übersichtlich ist der Leitfaden "Miteinander ins Leben gehen ? Taufpate/Taufpatin sein" gestaltet. Unter vier Gesichtspunkten versucht er Annäherungen an das Patenamt bei katholischen Taufen von Kindern (das Patenamt bei Erwachsenentaufen wird so gut wie nicht thematisiert):
1.
Was ist das, Pate sein? In knappen Ausführungen wird dargelegt, wer das Amt überhaupt übernehmen darf und was die Erwartungen an einen Paten/eine Patin sein können. Möglicherweise sind die Ausführungen hier schon zu knapp. Zumindest einen Verweis auf die Dokumente, wo die Regelungen nachzuschlagen sind, wäre hilfreich gewesen. Schließlich werden die Zugangskriterien immer häufiger erfragt und in manchen Fällen auch zum Gegenstand von Unverständnis.
2. Wie steht es mit meinem Glauben als Pate bzw. Patin? Unter dieser Frage werden Impulse für die Reflexion des eigenen Glaubens-Standpunkts vorgestellt. Der sehr gelungene Grundtenor lautet: Zweifel sind legitimer Bestandteil einer Glaubensbiographie und dürfen bzw. sollen sogar im Austausch mit dem Patenkind thematisiert werden.
3. Was ist die Taufe? Dieser Frage ist der größte Teil des Büchleins gewidmet. In einem ersten Punkt geht es um die Sakramentalität der Taufe und was das bedeutet. Hier wird versucht, in sehr einfachen Worten theologisch sachgemäß zu erklären, was Sakrament bedeutet. Dieses Bemühen gelingt sehr gut und setzt sich in einer Kurzerklärung der einzelnen Bestandteile des Glaubensbekenntnisses fort. Wertvoll ist auch, dass die Fragen, die in der liturgischen Feier an den Paten/die Patin gestellt werden, wortwörtlich übernommen wurden. Es folgt eine kurze Vorstellung der ausdeutenden Riten. Theologisch neu scheint die Deutung von Untertauchen in das Wasser und von Taufkleid als Zeichen dafür, dass der Täufling von allen Seiten von Jesus umgeben, gewärmt und geschützt wird (S. 31 + 33). Möglicherweise ist sie aber auch nur dem Bemühen der Verständlichkeit und Kommunizierbarkeit geschuldet. Etwas überrascht auch das Fehlen des Effata-Ritus.
4. Wie geht das, Pate sein? Zu guter Letzt wird die Zeit nach der Tauffeier angesprochen. Besonders hinsichtlich der Erwartungen appellieren die Verfasserinnen für eine neue "Geschenkskultur", die das Miteinander und die Beziehung von Pate/Patin und Täufling ins Zentrum rückt. Das Büchlein endet mit Mediationstexten, wie u.a. zwei Segensgebeten, einem vorgeschlagenen Ritual zum Namenstag und zwei Erzählungen.
Mit seiner leicht verständlichen Sprache und seiner überblicksartigen Darstellung von Bedeutung und Feier der Taufe kann das Büchlein ein wirklicher Leitfaden für solche sein, die zu Paten werden oder es schon sind, und diesem Amt neue Impulse geben möchten. Freilich ist es wohl besonders jenen eine Hilfe, die bisher keine oder nur geringe Erfahrungen mit dem Patenamt und der Taufe gemacht haben.
Rezensionen von Helu:
Miteinander durch dick und dünn von Helene Daxecker-Okon; Anna Hintner; Maria Rhomberg
Leitfaden für Paten und Patinnen
Zunächst wird thematisiert, was mit dem Patenamt gemeint ist. Welche Erwartungen und Voraussetzungen an einen gestellt werden, wird in aller Kürze vorgestellt. Eine kurze Geschichte und thematisch passende Zitate runden den Einstieg in das Büchlein ab.
Als zweiter Aspekt rückt die Glaubensbiographie des Paten/der Patin in den Blick.
Die Verfasserinnen rufen dazu auf, Fragen und auch Zweifel, die einen selbst in Glaubensfragen umtreiben, im Gespräch mit dem anvertrauten Firmling zu thematisieren. In sehr einfachen Worten wird erklärt, was Glaube meint und bedeuten kann.
Es folgt eine vergleichsweise ausführliche Erklärung der Bedeutung der Firmung, die Feier mit ihren Symbolen und die Rolle des Paten/der Patin darin. Nicht zur Sprache kommt, wo die biblischen und urchristlichen Ursprünge der Firmung liegen ? aber das ist wohl der Kürze des Bandes geschuldet. Erklärt werden u.a. der Heilige Geist, die Hand und die Salbung mit Chrisamöl (innovativ ist sicher die Deutung von Öl u.a. als Motoröl als Symbol dafür, "dass im Leben des Firmlings alles 'geschmiert' laufen soll" S. 29).
Schließlich geht es um die bleibende Verwirklichung des Patenamtes nach der Feier. Neben dem Vorschlag einer neuen "Geschenkskultur" sind v.a. die ?15 Wege, Firmlingen zu zeigen, wie sehr man sie mag" erwähnenswert. Hier scheint das Anliegen im Vordergrund zu stehen, dass Patinnen und Paten Firmlinge in ihren Entscheidungen und Anliegen als Erwachsene ernstnehmen und respektieren sollten. Nach Gebets- und Meditationstexten folgt eine Tabelle, in der man kenntlich machen kann, welche Eigenschaften eines Paten bzw. einer Patin einem wichtig sind. Diese dürfte in erster Linie für Firmlinge sehr hilfreich sein können, die vor der Entscheidung stehen, jemanden um die Übernahme dieses Amtes zu bitten.
Alles in allem handelt es sich um einen sehr netten kleinen Beitrag zur Bedeutung des Patenamts bei Firmungen. Vor allem Personen, die mit dem Amt und der Firmung an sich weniger vertraut sind, können hier fündig werden und Impulse für die Ausübung erhalten.
Rezensionen von Manfred:
Leben nach dem Tod von Raymond A. Moody
Standardwerk dieses Themenbereiches
Dr. Moody stellte systematisch alle Erfahrungen der Menschen mit dem Leben nach dem Leben in seinem Buch sehr übersichtlich nach Themenbereichen zusammen, sodaß der Leser alle wichtigen Informationen schnell und ausreichend verstehen kann, ohne sich noch durch viele andere Bücher schmökern zu müssen.
Ein Standardwerk, dass man gelesen haben sollte.
Noch eine gute Übersicht: http://gw.zierl.info
Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
funny girl von McCarten Anthony
gekonnt verschleiert
" Lachen ist die beste Medizin" oder " Viel Lachen tötet das Herz".
Unterschiedliche Kulturauffassungen über das, was Menschen weltweit verbinden sollte.
Anthony McCarten gelingt es, sich der Problematik eines jahrhundertealten Weltbildes als Schlüsselproblem für die Integration in eine demokratische Gesellschaft zu nähern.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Renate Pfeiffer:
funny girl von McCarten Anthony
Stand-up-comedy unter der Burka
Eine ungemein fesselnde Geschichte, außergewöhnlich schon von Beginn an:
Azime steht auf der Bühne und erzählt Witze, dabei trägt sie eine Burka. Die junge Muslimin möchte Comedian werden und ihre kurdische Familie darf nicht wissen, was die Tochter macht. Azime soll natürlich im Familiengeschäft arbeiten und einen Mann heiraten, den die Familie ausgesucht hat- streng nach den Traditionen, die in London genau so gelten sollen wie früher in der Türkei.
Faszinierend ist der Einblick in diese türkische oder kurdische Parallelwelt, die nach ihren eigenen Gesetzen lebt. Wer sich einfügen kann, dem bietet die Gemeinschaft Schutz und Sicherheit, wer ausbrechen will, hat es schwer, manche werden hart bestraft, andere zerbrechen an dem Konflikt. Und manchmal hilft der Humor, einen neuen Weg zu finden.
Ein Roman voller Überraschungen und unerwarteter Wendungen, man erlebt Einsichten, wo man sie nicht erwartet hätte, manches Vorurteil wird aber auch bestätigt. Und es geht natürlich auch um Liebe, Emanzipation und Erfolg. Anthony McCarten zeichnet mit leichter Hand das Bild einer vielschichtigen Gesellschaft , die gar nicht so stur und festgefahren ist, wie es einem manchmal vorkommt. Veränderungen sind möglich, man darf an Fortschritte glauben, ohne gleich ein kitschiges Happy-end zu erwarten. Und wünschen wir uns nicht auch manchmal eine Burka oder eine Maske, um dahinter mutig die Meinung sagen zu können?
Die Geschichte hat für mich nur einen ganz kleinen Fehler: Stand-up-comedy finde ich eigentlich überhaupt nicht witzig.
Rezensionen von HEYN Leserunde Dagmar Pfleger:
funny girl von McCarten Anthony
Terminus "Zwischen den Kulturen" als nicht leicht dahin zitierte Phrase
Karriere als muslimische Frau auf der Bühne machen wollen ... und sich doch den in der Familie praktizierten konservativen Werten verpflichtet fühlen. Auf die prekäre Situation der Frau in dieser konservativen muslimischen Welt aufmerksam machen ... und doch jungfräulich in die Ehe gehen wollen.
Als Eltern die Werte, nach denen man selbst in der "alten Heimat" erzogen wurde und man immer schon gelebt hatte, hochhalten ... und doch letztendlich spüren, dass in der aktuellen Lebenswelt andere Werte die schon vorhandenen ergänzen können. McCarten gelingt inhaltlich eine gute, manchmal auch witzige Darstellung, wie es sich zwischen den Kulturen anfühlen muss/kann. Allerdings hat das Buch zwischendurch auch seine Längen und für mich ein etwas abruptes Ende. Die unkomplizierte Sprache macht es zu einer Einsicht gebenden und leicht lesbaren Lektüre.





