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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Irmgard Mandl-Mair:

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wunderbar beruehrend

Ein berührender Roman, mit wunderbaren Bildern, die die Welt von Anna beschreibt. Ausgehend von ihrer letzten Station im Pflegeheim wird ihr Leben, das von schweren Verlusten gezeichnet ist, aufgerollt. Das Vergessen und das Stadium der Verwirrtheit begleitet sie von Anbeginn, wichtige Lebensphasen - Zeitteile- werden in Fragmenten beschrieben, sie lassen den Leser erahnen, wie sich das Vergessen anfühlt.

Wie fühlt es sich an, wenn man sich selber immer mehr verliert, wenn die wichtigsten Dinge, Namen, Erinnerungen plötzlich nicht mehr da sind? Wenn auch die vielen Hinweiszettel nicht mehr helfen, wenn man zwischen Realität und Phantasie nicht mehr unterscheiden kann?
Ein aktuelles Thema, ein schwieriges Thema, ein emotionales Thema, nicht einfach zu lesen, ein Buch, das einen in den Bann zieht, auf das man sich einlassen muss, das noch lange nachwirkt, sehr zu empfehlen!

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Rezensionen von Lisa Kulle, Buchhandlung Heyn, Klagenfurt:

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Der alte König in seinem Exil von Arno Geiger

Traurig, tragisch und doch hoffnungsvoll!

A

rno Geiger erzählt auf eine so liebevolle und einfühlsame Weise von der Alzheimer - Erkrankung
seines Vater - von den Anfängen, wo sich eine Dusseligkeit erkennbar macht, bis hin zur weit fortgeschrittenen Vergesslichkeit, wo der Vater nicht einmal seinen eigenen Sohn erkennt. Ein wunderschöner Roman, der niemanden kalt lässt! Gänsehaut pur!!

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Der alte König in seinem Exil

Rezensionen von Tanja Zwiener Buchhandlung HEYN Klagenfurt:

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Der große Trip von Cheryl Strayed

Inspirierend

Beim Gehen und Wandern verändert sich nicht nur die einen umgebende Landschaft, sondern oftmals auch die eigene innere: Cheryl Strayed bricht auf als sie spürt, dass sie in ihrem Leben den Überblick und ihre Mitte gleichzeitig verloren hat. Das Buch beschreibt rückblickend ihre Lebensgeschichte und ihren 1000 Meilen langen Weg entlang der amerikanischen Westküste - sich selbst entgegen - wohltuend kitschfrei und ohne spirituelles Pathos, dafür aber fesselnd und berührend.

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Der große Trip

Rezensionen von ManuManu:

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Der große Trip von Cheryl Strayed

Das Reich der Tränen

Das junge Mädchen Mia und ihr Hund Goldiur leiden sehr unter den Launen der strengen Mutter. Des öfteren muss sie Schläge über sich ergehen lassen, wegen schlechter schulischer Leistungen oder nicht getaner Hausarbeit. Manchmal trifft der Wutausbruch ihrer Mutter auch Goldiur. Stets hofft sie auf Hilfe und Beistand ihres Vaters, doch vergebens.

Immer wenn ihre Wangen von Tränen überströmt werden, findet sie Zuflucht im "Reich der Tränen", einer Welt, wo ihr bester Freund Goldiur sie als Sternendrache begleitet. Bis er eines Tages von der bösen Königin Zenoide entführt wird. Bald erkennt Mia, dass jenes Reich sich gar nicht so sehr von ihrem Leben unterscheidet. Ihr Vater taucht als Schattenmann auf und führt sie mit listigen Hintergedanken zur Königin, unter dem Vorwand ihr zu helfen, Goldiur zu befreien. Mia's Lehrer und Meister Frowin erklärt ihr auf dem schwierigen Weg, den sie alleine zu beschreiten hat, dass sie nur durch das Finden des allmächtigen Schlüssels Zugang zum Tor der bösen Königin erlangen kann. Doch Mia kommt zu spät und das Ende kommt anders als erwartet...

Fazit --> Buch basierend auf echten Begebenheiten, traurige Wahrheit über missbrauchte Kinder und wie missbrauchte Eltern ihr Schicksal an ihre Kinder weitergeben. Fantasie ist jedoch Hoffnung und diese überwindet schlussendlich alles!

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Der große Trip

Rezensionen von kadere:

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Zerbrechlich und kraftvoll von Peter Ebenbauer; Rainer Bucher; Bernhard Körner

Viele Anregungen

Der Sammelband ?Zerbrechlich und kraftvoll. Christliche Existenz 50 Jahre nach dem Zweiten Vatikanum? geht zurück auf die Grazer Vortragsreihe ?Religion am Donnerstag? vom Wintersemester 2012/2013, die die Katholisch-Theologische Fakultät Graz anlässlich des Konzilsjubiläums veranstaltet hat und enthält zehn Beiträge aus ganz unterschiedlichen Bereichen.

Beleuchtet werden einzelne Konzilsdokumente wie Lumen Gentium oder Gaudium et spes, aber auch Entwicklungen nach dem Konzil, wie z.B. die Liturgiereform oder die gesellschaftliche und soziale Dimensionen des Christ-Seins in der komplex gewordenen Welt von heute. Besonders spannend fand ich persönlich die Beiträge von Hildegard Wustmanns zum Verhältnis von Frauen und Konzil und von Elisabeth Pernkopf zu Madeleine Delbrêl. Insgesamt ein spannendes, informatives Buch, das viele Perspektiven und Anregungen für die Zukunft enthält und sich dabei auf das Zweite Vatikanum und seine Texte stützt.

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Zerbrechlich und kraftvoll

Rezensionen von eva-maria.auer@gmx.at:

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Mindfuck Stories von Christian Hardinghaus

Oft - oder in diesem Fall immer - kommt es anders als man denkt

Mindfuck Stories - "sich literarisch mal so richtig den Kopf verdrehen zu lassen" - was sich da wohl dahinter versteckt? Die Neugierde hat mich angetrieben und nachdem ich die Leseprobe sehr ansprechend fand, musste das Buch her.

Im Buch sind 15 verschiedene Kurzgeschichten zu finden, die alle unterschiedlich lang sind und sich in alle möglichen Richtungen bewegen - keine gleicht der anderen.

Zu Beginn drängte sich mir der Gedanke auf, wie mir ein Buch den Kopf verdrehen soll und skeptisch begann ich zu lesen. Nach den ersten Zeilen hatte ich schon eine ziemlich genaue Vorstellung, wie die Geschichte enden wird. Jedoch musste ich dieses Bild schon ein paar Wörter später wieder komplett über den Haufen werfen und mir ein neues konstruieren.

Am Buch selber fasziniert mich die Vielseitigkeit und diese völlige Irreführung, die eine gewisse Hilflosigkeit hervorruft - man ist dem Autor völlig ausgeliefert und muss sich auf seine Worte einlassen. Der Schreibstil ist sehr angenehm - nicht aufdringlich und doch liefert er genug Informationen für Spekulationen. Die Geschichten sind alle verschieden und man kann sich gut in jede einzelne hineinversetzen.

Ich würde dem Buch gerne 4,5 Sterne geben - es wurden schlussendlich aber doch "nur" 4, da ich eigentlich keine Kurzgeschichten mag und mir manche Sachen doch zu verdreht waren.

Ich freu mich auf die Fortsetzung.

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Mindfuck Stories

Rezensionen von eva-maria.auer@gmx.at:

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1Q84 (Buch 1, 2).Buch.1/2 von Haruki Murakami

"Wo es Hoffnung gibt, muss es auch Prüfungen geben."

Das Buch erzählt in wechselnden Sichtweisen die Geschichten von Aomame und Tengo sowie ihre gemeinsame Geschichte.
Haruki Murakami beginnt mit der Geschichte von Aomame, die einen Auftragsmord ausführen soll. Sie besitzt die Fähigkeit einen Menschen zu töten, in dem sie auf einen gewissen Punkt im Nacken mit einer Nadel einsticht.

Sie tötet sauber, geräuschlos und ohne Spuren zu hinterlassenen. Soziale Kontakte meidet sie - ihre Familienmitglieder sind überzeugte Zeugen Jehovas und sie verließ die Sekte in frühen Jahren, Freunde hatte sie nie. Einzig an Tengo hat sie positive Erinnerungen - obwohl die beiden nie wirklich miteinander gesprochen geschweige denn zu tun hatte.
Tengo ist der zweite Protagonist in dieser Geschichte. Er wuchs bei seinem Vater auf, der anscheinend nicht sein leiblicher Vater ist. An seine Mutter hat er außer einer "Vision" keinerlei Erinnerung. Seine berufliche Laufbahn bestreitet er als Mathematiker, der junge Menschen für die universitäre Aufnahmeprüfung vorbereitet und nebenbei Romane schreibt. Er soll ein Erstlingswerk einer 17-jährigen bearbeiten und umschreiben. Das Skriptum zieht ihn in einem unglaublichen Bann und daher lässt er sich auch darauf ein als Ghostwriter zu fungieren. Auch er hat keinen konkreten Freundeskreis, allerdings lässt auch ihn die Erinnerung an Aomame nicht los.
Beide empfinden viel füreinander obwohl sie sich 20 Jahre nicht gesehen haben und auch davor keinen ernsthaften Kontakt zu einander pflegen.


Ob die zwei sich finden werden? Und dann wäre ja noch die "kleine" Sache mit der Parallelwelt und die zwei Monde, die auf einmal am Himmel stehen..
Der Schreibstil zog mich von der ersten Seite an in ihren Bann. Die abwechselnden Sichtweisen formten sich mit jedem weiteren Satz zu einem vollständigen Bild und man fiebert mit beiden Protagonisten gleichermaßen mit. Ich konnte nicht aufhören - das Ende war nicht sehr befriedigend für mich - und hab gleich danach mit Buch 3 angefangen.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, da es mich einfach nicht losgelassen hat, es mich in eine andere Welt eingeladen hat und mir erlaubt hat, den Alltag zu vergessen.

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1Q84  (Buch 1, 2).Buch.1/2

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1Q84 (Buch 3).Buch.3 von Haruki Murakami

1Q84 - Buch 3: Hält leider nicht das, was die ersten zwei Bücher versprechen

Buch 3 wird aus drei Sichtweisen erzählt - zu Tengo und Aomame gesellt sich nun noch Ushikawa hinzu. Ushikawa ist ein Detektiv, der von den Vorreitern dazu abgestellt worden ist Aomame zu finden. Aomame hat den Leader der Sekte "einvernehmlich" getötet und hat somit das Sprachrohr der Little People vernichtet.

Versteckt versucht Aomame endlich Tengo zu finden und auch dieser denkt immer öfters an ihn.
In Buch 3 der Trilogie "1Q84" von Haruki Murakami steht die Beziehung zwischen Tengo und Aomame im Vordergrund. Man erfährt leider nichts mehr über die Sekte und auch der Abschluss wirkt irgendwie unabgeschlossen und spontan. Die Rückkehr aus der Parallelwelt in die Wirklichkeit war für meinen Geschmack zu einfach konzipiert und zu abrupt. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen...

Ich hab das Buch trotzdem zu Ende gelesen, da das erste Buch (bzw. die ersten zwei Bücher) einfach Lust auf mehr gemacht haben. Von mir gibt's 3 Sterne, da es eigentlich ganz solide war.. nur das Ende hat alles verdorben.

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1Q84  (Buch 3).Buch.3

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1Q84 (Buch 3).Buch.3 von Haruki Murakami

Würdevoll altern - ein unmögliches Vorhaben?

?Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau? erzählt die Geschichte von Désiré, der eigentlich nur in Würde altern möchte. Mit seiner Frau an seiner Seite gelingt es ihm nicht und der bevorstehende Verkauf ihres Hauses betrübt ihn zusätzlich. Das Haus trägt zwar gänzlich die Handschrift seiner Frau - der Garten und der Keller sind sein Reich.

Wie soll das in einer Wohnung funktionieren?



Désiré beschließt aus seinem Leben zu fliehen und beginnt eine Demenz vorzutäuschen. Er spielt diese so überzeugend, er kann sogar eine Ärztin überzeugen. Sie entmündigt ihn und er kommt in ein Pflegeheim. Im Pflegeheim verfällt immer mehr - seine Frau, sein Sohn und seine Tochter besuchen immer seltener. Seine Freunde, seine ehemaligen Kollegen und Nachbarn sowie sein eigener Bruder halten sich von ihm fern. Seine Bemühungen jeglichen Kontakt abzubrechen, tragen Früchte.

Eine der Szenen, die mir einen kalten Schauer über den Rücken jagt, ist der Besuch seiner Tochter Charlotte und schon zu Beginn weiß Désiré, dass dies ihr letzter Besuch werden wird um ihr Gewissen zu beruhigen. Wie verzweifelt muss ein Mann sein, wenn er es schafft in so einer Situation eine perfekte Demenz zu imitieren?

Mit klaren Formulieren, kurzen Sätzen und ohne überflüssige Verzierungen ist der Schreibstil von Dimitri Verhulst einzigartig. Dem Leser wird eine deutliche und klare Botschaft übermittelt, die sich teilweise auch zwischen den Zeilen rausdrängt.

Von mir gibt es 5 Sterne, da mich das Buch einfach berührt hat. Es wirkt noch immer nach und es lässt mich einfach nicht los.

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1Q84  (Buch 3).Buch.3

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1Q84 (Buch 3).Buch.3 von Haruki Murakami

Eine verhängnisvolle Begegnung, die die Leben von zwei Personen entscheidend verändern wird

Das Buch "Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden" von Dimitri Verhulst beruht auf einer wahren Begebenheit - Vorbild für das Buch war der Radrennstar Frank Vandenbroucke.

In dem Buch verarbeitet Seynabou, eine junge Senegalesin, den Tod des Sportlers - nicht seinetwillen oder aufgrund einer besonderen Bewunderung, sondern weil er sie ins Gefängnis gebracht hat.

Die junge Frau schlägt sich als Hure - bzw. als Gazelle, wie sie selbst bezeichnet - durchs Leben. Da sie nicht bürokratisch als Prostituierte abstempeln lassen möchte, besitzt sie keinen Gesundheitspass und darf somit nicht mit ihm mit in sein Hotel gehen und schlägt eine andere Unterkunft für ihre Dienste vor.

Als die Beiden sich in einem Club treffen, schöpft Seynabou Hoffnung - Hoffnung auf ein besseres Leben, Hoffnung auf ein Entkommen, Hoffnung auf ein Leben ohne Prostitution. Auf dem Weg in die Unterkunft verwandelt sich "ihr" Mann auf einmal - die Versprechungen seinerseits sind verschwunden, seine Art ändert sich von liebevoll in aggressiv und im Zimmer verfällt er auch körperlich. Die junge Frau will ihm helfen, doch er lässt sie nicht. Sie versteht die Welt nicht mehr und verlässt das Hotel - ein böser Fehler wie sich herausstellt.

Das Buch "Monolog einer Frau, die in die Gewohnheit verfiel, mit sich selbst zu reden" hat den gleichen brillanten Schreibstil wie "Der Bibliothekar, der lieber dement war als zu Hause bei seiner Frau". Jedes Wort ist passend, keine unnötigen Verzierungen und doch wird dem Leser auf den knapp 100 Seiten mehr vermittelt als in so manchem Buch mit der fünf- bis zehnfachen Seitenanzahl.

Für den Radsport an sich hege ich keinerlei Interesse - die Geschichte des Radrennstars rückt in den Hintergrund, da sie aus der Sicht der jungen Frau erzählt wird und welche Folgen ihre Begegnung für sie hatte.

Von mir gibt es 4 Sterne - der Bibliothekar gefiel mir einfach noch ne Spur besser - und eine klare Leseempfehlung.

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1Q84  (Buch 3).Buch.3