Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Philiene :
Unter der Sonne Abbazias von Ava Paula
Raub in der Sommerfrische
Ein bißchen Sommerfrische, ein bißchen Krimi und ein bißchen historischer Roman. So kann man Unter der Sonne Abbazias mit wenigen Worten beschreiben.
Es geht um die junge Witwe Gräfin Elisa die mit ihrer Großmutter nach Abbazia fährt um hier die Sommermonate zu verbringen. Doch schon die Ankunft am Bahnhof gestaltet sich alles andere als friedlich, denn die Gräfinnen werden überfallen und ausgerechnet Elizas Handtasche in dem sich wichtige Notizen befinden wird gestohlen.
Aus diesem Vorfall entwickelt sich eine Geschichte in der es zwar auch um die Sommerfrische der Adeligen und im besonderen die von Elizas Familie, in der es einige interessante Charaktere gibt, geht . Zum Anderen aber auch um eine Einbruchserie die aufgeklärt werden will. Dazu ist sa auch noch Elisas Geschichte die mit einige aufwartet.
Ein sehr unterhaltsamer Sommerroman, der mir sehr gefallen hat.
Rezensionen von carola1475:
Seltsame Sally Diamond von Liz Nugent
Verstörender und eindrücklicher Psychothriller
Als ihr Adoptivvater stirbt, verbrennt Sally Diamond seinen Körper wie den Hausmüll, so wie er vorgeschlagen hatte. Dass das nur ein Scherz war, hatte sie nicht verstanden. Sally ist 42 und hat abgesehen von ihre Eltern ohne soziale Kontakte gelebt, sie weist autistische Züge auf, sie ist anders, aufmerksam, aber emotionslos, in Gesprächen ist sie unverblümt und geradeheraus.
Ihre Erinnerungen reichen nicht weiter zurück als bis zu ihrem siebten Lebensjahr.
Durch hinterlassene Briefe ihres Vaters erfährt Sally die Geschichte ihrer Kindheit und ab dem zweiten Teil des Buchs kommt mit Peters Perspektive eine weitere Erzählebene hinzu, die Jahrzehnte vorher einsetzt und ebenfalls Einzelheiten aus Sallys Vergangenheit offenbart.
Liz Nugent schreibt aus Sallys und Peters Ich-Perspektiven, ihr Schreibstil ist eindringlich und fesselnd, ihre Beschreibungen sind nüchtern und nicht wertend. Besonders der Handlungsstrang der Vergangenheit ist spannend, teilweise verstörend, emotional und bedrückend sind beide Perspektiven.
Sally erfährt Unterstützung und Hilfe nach dem Tod des Vaters, sie bemüht sich und beginnt, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu vertrauen. Sie wird in ihrer Entwicklung aber auch wieder zurückgeworfen, wenn ihre Vergangenheit sie einholt. Die Autorin beschreibt diesen Prozess glaubhaft und nachvollziehbar.
'Seltsame Sally Diamond' beschreibt eine tragische Geschichte und zeigt eindrücklich, wie Grausamkeit und Manipulation Traumata verursachen, die beschädigte Menschen schaffen und Leben zerstören. Der tiefgründige Thriller hat mich sehr bewegt und Sally Diamond lässt mich auch nach Beenden des Buchs noch nicht los.
Rezensionen von Schlafmurmel:
Lucia 2. Rächerin des Feuers von Sarah Fleury
Ein magisches Abenteuer voller Mut, Freundschaft und Feuer
Mit „Lucia – Rächerin des Feuers 2“ ist Sarah Fleury erneut eine wunderbare Fortsetzung gelungen. Mein Neffe konnte es kaum erwarten, gemeinsam mit mir wieder in die magische Welt von Flamaris einzutauchen – und wir wurden nicht enttäuscht.
Lucia und Tiu, der Sohn der Nebelkönigin Muria, begeben sich auf eine gefährliche Reise ins Nordgebirge, um das Feuer zu bezwingen.
Zuvor wird Lucia von Muria zur Nebelprinzessin ernannt und schlägt sich zum Schein auf die Seite des Nebels. Auf ihrem spannenden Abenteuer begegnet sie zahlreichen faszinierenden Feuerwesen und gewinnt neue treue Begleiter.
Die Geschichte vermittelt auf wunderschöne Weise, wie wichtig Freundschaft, Mut, Vertrauen und Zusammenhalt sind. Gleichzeitig zeigt sie, dass es sich lohnt, für das Gute einzustehen und sich dem Bösen entgegenzustellen. Die Handlung ist abwechslungsreich, spannend und voller fantasievoller Ideen.
Mein Neffe konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil es von der ersten bis zur letzten Seite mitreißend erzählt ist. Die Seiten vergingen wie im Flug, und wir hätten am liebsten direkt weitergelesen.
Wir hoffen sehr, dass es noch einen dritten Band geben wird, denn wir würden Lucia nur zu gerne auf weiteren Abenteuern begleiten. Von uns gibt es eine klare Leseempfehlung für alle jungen Fantasy-Fans, die spannende Geschichten mit viel Herz und einer starken Botschaft lieben.
Rezensionen von Gute_Laune:
Winter-Hochbeet von Anja Klein
Auch im Winter Hochbeete nutzen!
Mir machen meine Hochbeete so viel Spaß, dass ich immer mehr davon aufstelle. Inzwischen sind es tatsächlich schon sieben! Und da ist klar, dass ich nach dem Sommer gern weiter damit werkeln möchte. Anja Klein hat für Hochbeete geniale Tipps, daher musste dieses Buch natürlich bei mir einziehen!
Dieses Buch hat die Hauptkapitel Grundwissen Winterhochbeet; Praxis: Jetzt wird es konkret!; Querbeet durch den Winter; Kohl-WG im Luxus-Penthouse; Salat ist mein Gemüse; Wir kuscheln im Quadrat; Aroma, das aus der Kälte kommt; Cool Flowers – zarte Blüten, hart im Nehmen.
Damit deckt Anja Klein das gesamte Spektrum ab und zeigt, was möglich ist. Man kann sich prima das heraussuchen, das einen interessiert und anspricht.
Man spürt bei jedem Wort, wie gern Anja Klein im Garten und mit den Hochbeeten werkelt. Sie erklärt alles sehr gut verständlich und steckt mit ihrer Freude geradezu an. An alles ist gedacht, für jeden gibt es etwas, und seien es nur Lauchzwiebeln. Schiefgehen kann ja nicht viel, die Hochbeete stehen eh im Garten, also ran ans Werk. Mit diesem Buch ist der Erfolg fast schon garantiert.
Ich freue mich jetzt darauf, die Hochbeete nach und nach für die Winterpflanzen vorzubereiten und so die Gartensaison nicht beenden zu müssen, sondern weiter Zeit in meinem heißgeliebten Hochbeetgarten zu verbringen. Fünf Sterne!
Rezensionen von Pusteblümchen:
Geteiltes Haus von Alice Horácková
Eine Familiengeschichte aus dem Riesengebirge
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da die meine Familie meines Vaters selbst aus dem Sudetenland stammt und ich noch einige mündlich überlieferte Erinnerungen aus dieser Zeit im Kopf hatte.
Die Autorin hat ihre Geschichte in Benetzko angesiedelt.
Im Mittelpunkt stehen Zdenka und Anežka – die eine Tschechin, die andere Deutsche.
Die beiden Frauen erleben Regimewechsel, zwei Weltkriege und das Leben in einem Dorf, in dem Nachbarn zu Feinden werden. Eines bleibt den Frauen aber über Jahrzehnte hinweg erhalten: ihre Freundschaft.
Anhand ihrer Charaktere beschreibt Alice Horáčková eine generationenübergreifende Chronik des Sudetenlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dabei werden die Gefühle von Heimatverlust, innerer Zerrissenheit und tiefem Überlebenswillen spürbar.
Man spürt in jeder Zeile, dass die Worte der Autorin auf wahren Begebenheiten und den Memoiren ihrer eigenen Vorfahren beruhen. Es ist nicht nur ein historischer Roman, sondern ein vielschichtiges Zeitdokument und gleichzeitig eine Liebeserklärung an die Menschen aus dieser Region.
Aufgrund meiner eigenen familiären Historie war es für mich ein echtes Highlight, das mich noch lange begleiten wird.
Rezensionen von Gavroche:
Cursed for Good – Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe
Märchenhaft
Bei diesem Buch war spätestens nach dem Lesen des Untertitels "Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen" meine Neugier vollends entflammt. Und dazu der Klappentext - perfekt, um sich sofort in das Buchabenteuer zu stürzen, ganz ohne Gefahr, vom Sofa aus. Am liebsten hätte ich es in einem Rutsch durchgelesen, aber irgendwie ist mir der Alltag immer wieder dazwischen gekommen.
Prinzessin Tanadelle de Courcy gerät durch einen Fluch in eine missliche Lage, nun, eher für ihre Familie, denn sie genießt es, in ihrer Lieblingsbuchhandlung festzustecken und organisiert diese von Grund auf neu. Und sie muss in der Buchhandlung bleiben, bis ihr Herzenswunsch erfüllt ist. Während ihre Eltern alle Prinzen der umliegenden Reiche davon überzeugen, die Prinzessin zu retten. Doch die möchte das gar nicht, fühlt sich wohl in dem Buchladen und dann ist da auch noch ein attraktiver, bücherstehlender Pirat, der auch verflucht ist.
Märchenhaft, chaotisch, ein cosy Fantasyroman mit einer süßen Liebesgeschichte. Perfekt, wenn man einfach mal abschalten möchte.
Rezensionen von Krani:
Thornbird von Elle Kennedy
Sehr spannend
Von Serienkillern liest man ja öfter, seltener von ihren Angehörigen. Ryan ist die Tochter eines Mannes, der sieben Frauen getötet hat, darunter ihre Mutter. Während ihr Vater auf seine Hinrichtung wartet, muss Ryan ihr letztes Schuljahr beginnen. Genau dort, wo er getötet hat.
Ryan ist eine sympathische Heldin, die viel durchgemacht hat und nun versucht, ein ganz normales Leben zu führen, bei Onkel und Tante.
In der Schule ist sie die Neue und passt nicht so richtig dazu, freundet sich aber mit einem der begehrtesten Jungs an. Doch was als Geschichte einer Außenseiterin beginnt, wächst sich zu einem Thriller aus. Die Verbrechen liegen zwar schon Jahre zurück, aber immer noch sind Fragen offen. Und Ryan wird bedroht. Eine äußerst spannende Geschichte entspinnt sich, inmitten dieser nur scheinbar normalen, kleinstädtischen Gesellschaft.
Ein ungeheuer fesselndes Buch, das ich verschlungen habe!
Rezensionen von Streiflicht:
Mord à la Française. Amour, Affären und Antikes von Charlotte Fondraz
Spannendes Wiedersehen mit Marlene
Nachdem ich letztes Jahr den ersten Teil der Reihe Mord à la Franzcaise mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich natürlich gespannt, wie es weitergeht mit Marlene. Man kann die Romane durchaus auch einzeln lesen, aber ich würde empfehlen, zuerst "Rache, Rosen und Rosé" zu lesen. Dann kann man die Gesamtgeschichte und auch den Werdegang von Marlene besser nachvollziehen.
Eigentlich möchte Marlene nur Urlaub machen, aber schon stolpert sie wieder über Probleme. Sie wird um Hilfe gebeten und das Unheil nimmt seinen Lauf. Und dann? Ja, das verrate ich natürlich nicht. Nur soviel ... es macht Spaß, wieder gemeinsam mit der Chaotin zu ermitteln und herauszufinden, was hinter alle dem steckt.
Wer gerne im Sommer ein bisschen auf die Reise geht und nach Frankreich reisen möchte, ist hier genau richtig. Wunderbares Urlaubsflair macht gute Laune und der spannende Fall sorgt für Stimmung. Neugierig geworden? Dann mach es wie Marlene und geh auf Spurensuche!
Rezensionen von LeserinLu :
Honey von Imani Thompson
Nichts für schwache Nerven
„Honey“ ist definitiv kein Roman für schwache Nerven. Zwischen expliziter Gewalt, schwarzem Humor und akademischen Exkursen entsteht eine Mischung, die mich immer wieder überrascht und auf keiner Seite gelangweilt hat.
Im Mittelpunkt steht Yrsa, Doktorandin in Cambridge, die sich in einer Welt behaupten muss, die von Machtgefällen, Rassismus und Sexismus geprägt ist.
Als ein Professor die Forschungsergebnisse ihrer Freundin für sich beansprucht und schließlich durch einen scheinbar harmlosen Streich Yrsas stirbt, gerät eine Spirale aus Gewalt und Rache in Gang.
Was mir besonders gefallen hat, ist die ungewöhnliche Erzählweise. Einerseits ist der Roman stellenweise sehr derb und explizit, andererseits gibt es immer wieder überraschend akademische Passagen durch Einblicke in Yrsas Doktorarbeit, die dem Roman eine weitere Ebene geben. Diese Verbindung aus Campusroman, Thriller und Gesellschaftskritik habe ich so noch nicht gelesen. Yrsas Radikalität und ihre moralischen Grauzonen werfen immer wieder die Frage auf, wie Menschen mit struktureller Ungerechtigkeit umgehen und wann der Wunsch nach Gerechtigkeit in etwas anderes umschlägt.
„Honey“ ist sicher kein Buch für jede:n. Wer eine klassische Thrillerhandlung oder einen geradlinigen Campusroman erwartet, könnte überrascht werden. Wer sich aber auf diese ungewöhnliche Mischung einlässt, bekommt einen provokanten und stellenweise verstörenden Roman, der definitiv nicht langweilig ist.
Rezensionen von gabiliest:
Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer
Verlöschendes Leben
Die bekannte, vielfach preisgekrönte amerikanische Autorin Ann Packer hat mit ihrem Roman “Ein unerhörter Wunsch” ein bewegendes Buch über die Endlichkeit des Lebens und die Zumutung der Sterblichkeit geschrieben. Das stimmungsvolle Hardcover täuscht, hier wird keine idyllische Strandszene abgebildet, sondern der letzte Wunsch einer Sterbenden, das Meer noch einmal zu sehen.
Claire hat Krebs im Endstadium, sie ist austherapiert. Schon Jahre lang kümmert sich ihr Mann Eliot liebevoll um sie, begleitet sie durch unsagbare Schmerzen und durch einen Alltag, der unbeeindruckt von einzelnen Schicksalen unerbittlich weiterläuft. “Drei bis sechs Monate” hat die Frau vom Hospiz gesagt, aber wer weiß das schon? Eliot würde gerne die ihnen noch verbleibende Zeit abschätzen können, wissen, wie lange das Leiden noch dauert und wie lange er noch in der Pflegesituation durchhalten muss. Doch Claire hat einen unerhörten Wunsch: Sie will ihre letzten Tage nicht mit Eliot, sondern mit ihren Freundinnen Holly und Michelle verbringen.
Ann Packer beschreibt die Situation der Protagonisten feinfühlig und empathisch, aber immer unspektakulär. Die Autorin beobachtet, doch die Lesenden werden trotzdem in dieses furchtbare Geschehen verstrickt. Claire, die immer schwächer und schwächer wird; Eliot, der sich in seinem eigenen Haus nicht mehr willkommen fühlt, der daran zweifelt, ob seine Pflege bisher gut war oder doch nur zufriedenstellend; dessen Umgebung Claires Wunsch nicht verstehen kann und der selbst nur ein Ziel hat: die Zeit, die noch bleibt, mit Claire zu verbringen und sie zu beschützen. Doch Eliot sei ein gutmütiger Klops, sagen Claires Freundinnen. Claire flieht vor seiner Fürsorge, denn damit erlaubt er ihr aus Furcht nicht mehr die letzten kleinen Freuden, die sie noch genießen könnte. Claire wünscht sich eine weibliche, fürsorgliche Sterbebegleitung, die auch ein Lachen ermöglicht. Wie soll Eliot mit dieser Einstellung umgehen?
“Ein unerhörter Wunsch” ist ein Roman, bei dem man weinen darf, vielleicht über das Schicksal Claires, vielleicht darüber, dass man selbst einen geliebten Menschen verloren hat, und über die Unausweichlichkeit des Todes. Der unaufhaltsame Verfall der todkranken Claire bestürzt, ihre unerträglichen Schmerzen machen tief betroffen. Während des Lesens hätte ich mir für Claire gewünscht, dass das unausweichliche Ende schneller gekommen wäre, dass sie nicht alle Stadien des Verfalls hätte durchmachen müssen. Doch ist oft Claire die Starke, die versucht, über ihr Leben zu bestimmen und Eliot trotz seiner unverbrüchlichen Liebe zu schonen. Viele Gedanken drängen sich auf: Soll Eliot noch einmal heiraten? Claire, die das zur Sprache bringt, ist unsicher. Was wird Eliot ohne Claire machen, wie wird er sein Leben ausfüllen, wie einen neuen Sinn finden?
Ann Packer hat mit “Ein unerhörter Wunsch” einen großartigen Roman geschrieben, der beim Lesen schmerzt, der berührt und mit seiner klaren Sprache tief beeindruckt. Der Übersetzung aus dem Englischen durch Patricia Klobusiczky ist es gelungen, Empathie und Leid auf eine Weise in die deutsche Sprache zu übertragen, dass die bedrückende Atmosphäre, die Hilf- und Hoffnungslosigkeit, die gelebte Trauer und die große Liebe der Eheleute zueinander spürbar und erlebbar werden. Das Buch steuert von Anfang an auf ein bitteres Ende zu, das die Lesenden als Zuschauer auch mit dem Herzen begleiten. Dieser Roman, der so eindrücklich das Verlöschen des Lebens thematisiert, verdient eine besondere Leseempfehlung und eine Bewertung mit fünf Sternen.











