Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Klassikfan:
Meeresdunkel von Till Raether
ein Buch das mich nicht ganz überzeugen konnte
Mir fällt es immer sehr schwer ein Buch zu kritisieren, weil ich denke, dass der Autor sicherlich viel Arbeit und Herzblut in sein Projekt gesteckt hat und Geschmäcker sind ja auch bekanntlich verschieden. Bei dem Buch „Meeresdunkel“ von Till Raether, erschienen im @rowohltverlag ,habe ich beim Lesen aber wenig Wohlfühlmomente gehabt, im Gegenteil, ich war oft genervt, weil ich vieles unlogisch und nicht nachvollziehbar fand, aber das ist eine rein subjektive Meinung.
Zwei Familien buchen aus einem Buchungsfehler heraus ein und dasselbe Haus auf Mallorca. Die Villa ist heruntergekommen, aber groß genug, dass beide Familien dort unterkommen können, da kein Ersatz geboten werden kann.
Der Roman erzählt nun aus Sicht dreier Personen.Henrike, die Mutter der einen Familie, Samuel, der Vater der zweiten Familie und sein Sohn Juri.
Die Geschichte ist einfach, aber flüssig erzählt.An spektakulären Dingen passiert für einen Spannungsthriller relativ wenig. Die Handlung bezieht sich eher auf die Personen der zwei Familien, ihre Beziehungen untereinander und um Geheimnisse, die ans Tageslicht kommen. Dabei sind mache Dinge und Handlungen aber so abstrus und unglaubwürdig,dass mein logischer Verstand gestreikt hat.Und wenn ich Dinge nicht logisch einordnen kann, nervt mich das, was nicht unbedingt meiner Entspannung zuträglich ist.
Wir haben in diesem Buch zwar von Anfang an eine subtile Spannung, die sich auch durch das Buch zieht, aber die unglaubwürdigen Dinge die hier geschehen, verwirren so sehr,dass der Thrillergenuss auf der Strecke bleibt. Ich würde dieses Buch auch nicht unbedingt als Thriller, sondern eher als Familiendrama bezeichnen.
Alles in allem ein Buch das mich nur teilweise überzeugen konnte.
Rezensionen von Klassikfan:
Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul
eine etwas andere Liebesgeschichte
Eigentlich sind Liebesgeschichten nicht so mein Ding, doch dieses Buch“Eine Liebe ohne Sommer“von Timothy Paul hat mir gefallen, vor allem weil sie zwar sehr emotional, aber nie kitschig war.
Ein Paar das sich kennenlernt und nicht weiß, dass ihm nicht viel Zeit vergönnt ist, deren Liebe aber nie aufhört, ein Paar, dass gar nicht die Möglichkeit hatte sich richtig kennen zu lernen und dann die Erkenntnis bei Rosa, Niklas erst richtig nach seinem Tod kennen zu lernen.
Für mich eine interessant gestaltete Geschichte.
Von Anfang an war eine melancholische Grundstimmung spürbar, die aber nicht runtergezogen hat, sondern neugierig gemacht hat, was wohlweiter passieren würde. Auch die Figuren waren meiner Meinung nach sehr gelungen dargestellt, genauso, wie der flüssige und emphatische Schreibstil ein Vergnügen war und meinen Lesegenuss gesteigert hat.
Rezensionen von Klassikfan:
Vega Varg – Das Schweigen der Insel von Åsa Hellberg
ein spannender Thriller
Vega Varg von ASA Hellberg ist ein spannender und wendungsreicher Thriller, der mir sehr gut gefallen hat.
Vega Varg ist eine sehr erfahrende Ermittlerin, deren Söhne auch bei der Polizei arbeiten.Als sie zu einem Mordfall gerufen wird, erkennt sie den Toten, den sie schon als Kind kannte.Auch erinnert sie der Fall an den Mord an ihrem Mann.
Als dann auch noch eine Zeugin verschwindet, kann nur noch ihr Freund Leopold Posse helfen, der Länder übergreifend arbeitet..
Die Spannung in diesem Buch steigert sich kontinuierlich, auch weil immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen.Der Schreibstil ist flüssig, die Protagonisten sehr gut beschrieben.
Es gibt verschiedene Zeit,- und Handlungsebenen, in denen die Hintergründe der Akteure dargestellt werden, was das Ganze sehr spannend und interessant macht.Bis zum Schluß rätselt man mit wer der Mörder ist.
Rezensionen von gerlisch:
Meeresdunkel von Till Raether
Das Haus auf den Klippen
Zwei Familien reisen voller Vorfreude in die Ferien nach Mallorca, nur um festzustellen, dass ihr Feriendomizil doppelt vermietet wurde. Da das Haus genügend Platz bietet, beschließen sie, sich miteinander zu arrangieren und sich das Haus zu teilen, doch die Stimmung kippt schnell und als eine Leiche auftaucht, wird die Situation bedrohlich.
Die Klabachenvilla auf der Steilküste ist ein starker Schauplatz, abgeschieden, voller Schatten und Geheimnisse. Die Atmosphäre ist durchgehend düster, beklemmend und von Geheimnissen durchzogen.
Obwohl zu Beginn mehrere Figuren zu Wort kommen, entsteht erstaunlich schnell ein klares Bild der Dynamiken. Die Familienkonstellationen, unterschwelligen Spannungen und unausgesprochenen Konflikte greifen gut ineinander. Dadurch entwickelt sich schnell ein klares Bild der Situation und der Charaktere
Mir fehlt hier der durchgehende Spannungsbogen und das typische Thriller-Feeling, für mich ist die Geschichte eher ein Drama mit Krimielementen. Zum Ende hin, waren mir die Handlungen zu konfus, hier wollte der Autor wohl zu viel in die Story hineinpacken.
Die Grundidee des Plots hatte auf jeden Fall Potenzial, welches allerdings nicht so ganz genutzt wurde.
Rezensionen von Klassikfan:
Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra
ein Buch das sich ins Herz schleicht
BrombeerblauenTage von Simone Veenstra ist ein leiser Roman, der entschleunigt und berührt. Ein Buch über Versöhnung und Neuanfang, das sehr emphatisch und atmosphärisch geschrieben ist.
Erzählt wird von Elsa und ihrem Vater und ihrer Beziehung zueinander.Handlungsort ist die Insel Rügen, deren Beschreibung in mir den Wunsch aufkommen ließ, diese Insel unbedingt besuchen zu wollen.
Auch die wunderbaren Beschreibungen des Gartens der Protagonistin, der eine große Rolle spielt eingebunden in das Thema Natur, haben mir sehr gut gefallen, da ich selbst Gartenliebhaberin bin.
Doch ein Buch das zu Anfang bei mir den Eindruck erweckte leichte Unterhaltung zu sein, hat im Laufe des Lesens immer mehr Tiefe entwickelt, wurde teilweise sogar richtig dramatisch und vor allem berührend.
Beziehungen wurden authentisch beschrieben, die Atmosphäre des Romans ist intensiv, aber auch entschleunigend.
Ein Roman, der sich zu lesen lohnt.
Rezensionen von peedee:
Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte
Eine ruhige Auszeit
Der Alltag von Caro ist immer gleich. Aber ist das nicht auch normal? Sie fühlt sich von ihrem Mann Holger nicht mehr gesehen, nicht wertgeschätzt – er setzt einfach voraus, dass sie sich nach seinen Wünschen richtet. Wer sollte es ihm verübeln, wenn es jahrelang funktionierte? Wie konnte sie das zulassen? Aus ihrem beinahe vergessenen Traum, nach Frankreich in eine Sprachschule zu gehen, wird Realität: Sie bucht vier Wochen Südfrankreich.
Holger ist nicht einverstanden, doch darauf will sie keine Rücksicht nehmen – dieses Mal nicht. Angekommen in Uzès, einer pittoresken Kleinstadt, beginnt ihr Abenteuer: Sie will sich und ihre Bedürfnisse neu kennenlernen…
Erster Eindruck: Das Bild des Schutzumschlages gefällt mir gut (obwohl ich kein Fan von Schutzumschlägen bin) – noch schöner ist jedoch der Aufdruck des Bildes auf dem Hardcover selbst (in anderen Farben).
Ich habe mich sehr für Caro gefreut, als sie den Entscheid, den Sprachkurs in Frankreich zu machen, auch in die Tat umsetzt. Es war sehr gut spürbar, wie schwer ihr dies fiel, denn bis anhin standen stets die Bedürfnisse ihres Mannes und der beiden mittlerweile erwachsenen Kinder an erster Stelle. Die beiden Söhne fanden dies nebst „cool“ nicht weiter kommentierungswürdig. Aber Holger schmollte und befeuerte ihr schlechtes Gewissen. Holly, ihre beste Freundin, unterstützt sie jedoch bedingungslos.
Die Ankunft in Uzès war für Caro wie ein Nachhausekommen. Hier wird sie nicht nur ihre Französischkenntnisse verbessern, sondern auch überlegen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll. Der zeitliche und räumliche Abstand tun ihr gut.
Bei der vorderen Umschlagklappe heisst es: „[…] manchmal muss man erst gehen, um anzukommen.“ Ja, das ist wohl wahr. Auch wenn das Weggehen häufig das Verlassen der eigenen Komfortzone bedeutet. Das Ende des Sprachaufenthaltes (bzw. Caros Heimkehr) wurde für mich zu abrupt abgehandelt; der Epilog zeigt kurz die Situation ein Jahr später auf. Ein leiser Roman über Freundschaft, Liebe, Selbstvertrauen, Abschied und Neuorientierung – und natürlich Frankreich! Von mir gibt es 3 Sterne.
Rezensionen von Odina:
Weil sie lügt von Caroline Seibt
Dunkle Geheimnisse
In Caroline Seibts Thriller „Weil sie lügt“ geht es um das rätselhafte Verschwinden von Juli, den Verdacht gegen ihren Vater und den verzweifelten Versuch ihrer Schwester Anna, die Familie trotz Angst, Misstrauen und immer neuer Bedrohungen zusammenzuhalten. Das auffällige Cover ist farbintensiv gestaltet und macht sofort neugierig auf den Inhalt.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, sodass man schnell in die Geschichte hineinfindet. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man nach und nach einen immer tieferen Einblick in die Gedanken und Gefühle der verschiedenen Protagonisten. Dabei bleibt die Spannung von Beginn an spürbar und steigert sich im Verlauf der Geschichte immer weiter. Die bedrohliche Atmosphäre zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass man beim Lesen ständig mitfiebert. Unerwartete Wendungen bringen immer wieder neue Fragen auf und machen die Handlung schwer vorhersehbar. Gerade die Verbindung aus packender Thrillerhandlung und emotionalem Familiendrama verleiht der Geschichte eine besondere Intensität. Anna ist eine Persönlichkeit, die sehr glaubhaft wirkt. Ihre Sorgen, Ängste und innere Stärke werden nachvollziehbar beschrieben. Insgesamt ist das Buch ein sehr guter Thriller, den ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von nessabo:
Fast ein Leben von Kiran Millwood Hargrave
Der schmerzhafte und zugleich liebevolle Epos einer Liebe
Was für ein unglaubliches Werk! „Fast ein Leben“ ist eine 570-seitige emotionale und vielschichtige Wucht, für die ich mir ordentlich Zeit genommen habe.
Wir begleiten Laure und Erica über 35 Jahre hinweg, ausgehend von einer Sommerliebschaft in Paris. Sie werden immer wieder aufeinandertreffen, sich mal näher und mal ferner sein, können einander aber weder halten noch loslassen.
Was hier vielleicht wie ein stereotypes Drama klingt, hat mich emotional wirklich auseinandergenommen. Denn am Ende ist die Liebe der beiden Frauen zwar das wiederkehrende Motiv, die Geschichte gibt aber weitaus mehr Themen und Figuren Raum. Der Roman ist politisch und scheut daher auch nicht den Ernst der 70er und 80er-Jahre, als queere Menschen einer besonders offenen Form von Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt waren. Zudem behandelt er Depressionen und Alkoholismus auf derart eindrückliche Weise, dass ich es gar nicht laut genug loben kann.
Außerdem dreht sich unglaublich viel um Freund*innenschaft, Fürsorge und bedingungslosen Zusammenhalt. Das hat mir mehr als einmal das Herz zerrissen, aber ich fand es einfach makellos abgebildet. Hargrave schreibt total nah an ihren Figuren und hat die beiden Protagonistinnen mit einem liebevollen Schreibstil begleitet. Laure und Erica werden älter und lernen auf glaubhafte Art dazu, ohne dabei je zu glatt zu wirken. Und obwohl Liebe eine so große Rolle spielt, ist diese Geschichte alles andere als romantisch. Sie ist ehrlich, ungeschönt und entsprechend schmerzhaft.
Ich habe mich verloren in diesem Roman mit seinen liebenswerten, kantigen und interessanten Figuren sowie der wundervollen Sprache, welche die Atmosphäre so gut einzufangen vermag. Besonders die Abschnitte in Paris bzw. der Normandie haben mich nostalgisch gestimmt, aber auch Ericas Lebensrealität in Norfolk war beim Lesen zum Greifen nah. Ebenso hat mich die Struktur des Romans begeistert. Die wechselnden Perspektiven vertiefen die Emotionalität der Geschichte und getrennte Kapitel verdeutlichen die räumliche Distanz zwischen Laure und Erica, während sie sich die Kapitel teilen, sobald sie am gleichen Ort sind.
In diesem Werk steckt unglaublich viel Arbeit und ich habe jede einzelne Seite genossen. Die Lektüre hat sich so intensiv und umfassend angefühlt wie ein Film, während sie dank der figurennahen Sprache doch gleichzeitig so kurzweilig war. Ganz klare Empfehlung für alle mit Lust auf französisches Flair und ganz viel Potenzial zum tiefen Mitfühlen.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Mord und Matjesbrötchen von Jule Hansen
Mord mit Huhn
Wer hier auf meinem Account unterwegs ist, der weiß : Küstenkrimis sind genau mein Ding – also war ich natürlich total gespannt auf Mord und Matjesbrötchen von Jule Hansen.
Tinka möchte einfach nur eine kleine Auszeit, den sie im wunderschönen und beschaulichen Örtchen Hüggeby an der Ostseeküste bei ihrer Tante Dörte verbringt.
Tante Dörtes Teelstube ist gemütlich und überschaubar und Tinka hilft gerne aus. Allerdings macht ein Hühnerdieb, der Nachts Huhn Lissi entführt und dann auch noch eine Leiche im Hafen der Auszeit von Tinka einen Strich durch die Rechnung.
Der Schreibstil von Jule Hansen ist einnehmend – ich war direkt ab der ersten Seite dabei und mochte nicht nur die Charaktere, das Setting und den spannenden Fall, sondern hatte auch eine ganz große Lisbeth-Liebe. Wie toll ist dieses eigensinnige Huhn, bitte !!!
Ein cozy Crime, der einnimmt, weil er den Spannungsbogen komplett durch das ganze Buch aufrecht hält und auch immer wieder durch witzige Situationen so locker und leicht gelesen werden kann, dass die Seiten nur so dahin fliegen.
Die Charaktere hat Jule Hanse richtig schön dargestellt : authentisch und leicht, so dass man einen guten Bezug zu ihnen im Laufe des Buches bekommt. Tinka, als Hauptfigur, war mir sehr sympathisch und ich mochte ihre Gedankengänge.
Das Setting ist natürlich traumhaft – Hüggeby hat die Autorin als einen wunderschönen Ort an der Ostseeküste Schleswig Holsteins gezeichnet, den sie so bildhaft beschreibt, dass ich ganz tolle Bilder vor Augen hatte.
Tja und Lissi….was soll ich sagen ? Ein wunderbares, bezauberndes Huhn, dass auf jeden Fall in diese Geschichte gehört, die diese Geschichte ausmacht – und von der ich auch sehr gerne noch weitere Geschichten lesen möchte.
Eine ganz klare Empfehlung für diesen tollen Küstenkrimi !!!
Rezensionen von Philiene :
Bruder Enno und das Herz des Störtebeker von Maike Salhofen
Spannend und historisch
Spannender historischer Schmöker in dem es nicht nur um den bekannten Klaus Störtebeker geht, sondern auch tief in die friesischen Geschichte geblickt wird.. Der Roman spielt um das Jahr 1400 und gibt spannende und interessante Einblicke in das Leben zu dieser Zeit. Es geht um Aberglauben und Machtansprüche, um die Menschen die zu der Zeit lebten und um die friesische Geschichte.
Ja und mitten drin Klaus Störtebeker der sein Herz aufs Spiel setzt.
Der Roman ist zum einen ein spannender Krimi und zum Anderen ein großartiger historischer Roman. Der Autorin merkt man die gute Recherche und die Liebe zu ihren Figuren an. Mir hat es zum Beispiel gut gefallen, daß sie Klaus Störtebeker ein kleines bisschen Menschlichkeit gegeben hat. Auch Bruder Enno ist ein sehr interessanter Charakter, der die Geschichte lesenswert gemacht hat.
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und fazieniert. Tolle Charaktere in einer spannenden historischen Kulisse.










