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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen von Michael Lehofer

Viele tiefgründige Gedanken

Dr. Michael Lehofer interessiert sich schon seit langem intensiv für die Tiefen der menschlichen Seele. So hat er sowohl ein Psychologie- als auch ein Medizinstudium absolviert und arbeitet nun seit Jahrzehnten als Psychiater, Klinischer Psychologe und Psychotherapeut. Er hat schon einige Bücher veröffentlicht, in denen er seine Praxiserfahrungen und philosophischen Gedanken dazu mit einem breiten Publikum teilt.

In seinem neuesten Werk "Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen" geht es auch wieder um Betrachtungen der heutigen Gesellschaft, durch die Linse eines erfahrenen Praktikers, der Menschen bei ihren Lebensthemen unterstützt und dabei so einiges erlebt hat. Gegliedert nach Themen wie "Sehnsucht", "Lebenskunst", Selbstverwirklichung", "Dankbarkeit" oder auch "Das Göttliche" schreibt der Autor von seinen Gedanken und Erfahrungen dazu. Es sind interessante und erfrischende Perspektiven, so einiges interpretiert er neu, auf eine Art und Weise, wie sie mir bisher noch nicht begegnet ist und mich als Leserin ebenfalls zu neuen Betrachtungsweisen anregt.

Hier ein paar Beispiele:

"Spiritualität ist die Anerkennung des Zauberhaften im Leben. Die Theologie versucht aufgrund von heiligen Schriften und Überlieferungen, Antworten auf die numinose, die jenseitige Welt zu finden. Damit banalisiert sie weitestgehend die faszinierende spirituelle Sphäre. Denn was Gott und das Numinose (also das nicht in Realitätskonstrukte Einbaubare) sind, kann man nicht beantworten, sondern nur anfragen. Auch die sogenannten heiligen Schriften bieten keine Antworten, sondern sind Einladungen für eigene existenzielle Fragen. Ansonsten sind die heiligen Schriften nicht heilig. Das Heilige ist nämlich nur heilig, wenn es heilsam ist, nicht, wenn irgendeine Religionsbehörde es für heilig erklärt. Im Fragen nach dem Göttlichen liegt somit das Heilende." (S. 66 im E-Book)

"Trauer ist eine wunderbare Kompetenz. Sie erzeugt im Menschen die Fähigkeit zur ständigen Metamorphose, die notwendig ist, um in das eigentliche Selbst hineinzuwachsen." (S. 115 im E-Book)

"Kein Geschenk ist gratis. Geschenke kosten die Unverbindlichkeit und führen zu Verbindlichkeit." (S. 44 im E-Book)

Insgesamt kann man spüren, dass der Autor ein gläubiger, spiritueller und suchender Mensch ist, aber auch ein kritisch hinterfragender. Manchen Aussagen habe ich angemerkt, dass es sich um einen Menschen handelt, der fast 30 Jahre älter ist als ich, dieses Jahr 70 geworden ist und somit aus einer anderen Generation und gesellschaftlichen Prägung stammt als ich. So blickt er durchaus sehr skeptisch auf manche modernen gesellschaftlichen Entwicklungen, diese Ansichten mag man teilen oder auch nicht.

Doch geht es bei diesem vielfältigen und intelligenten Werk ja auch nicht darum, in allem mit dem Autor einer Meinung zu sein. Stattdessen leistet es das, was gute Bücher leisten sollen: den eigenen Geist, das eigene Gefühl und das kritische Denken und Nachspüren anzuregen, die Thesen des Autors auf sich wirken zu lassen, damit in Dialog zu gehen und die eigenen Perspektiven auf die Welt wieder ein Stück weit zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Es ist ein wertvolles Buch mit vielen tiefgründigen Gedanken, das man am besten nicht nur einmal liest, sondern stückchenweise und immer wieder mal konsultiert, für einen Dialog mit einem intelligenten Gegenüber, das sich viele interessante Gedanken gemacht hat. Ich kann es allen, die gerne nachdenken und sich für Psychologie, Philosophie und gesellschaftliche Fragen interessieren, sehr empfehlen. Auch als Geschenkbuch für Menschen mit diesen Interessen eignet es sich bestens.

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Zu viel von Allem und zu wenig vom Richtigen

Rezensionen von Sheilo:

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The Monet Family - Shine Bright Like a Diamond von Weronika Anna Marczak

Das turbulente Finale der großartigen Buchreihe

Adrien hat Hailie das Herz gebrochen, doch Hailie denkt noch oft an ihn. Als er plötzlich vor ihrer Tür steht, muss sie ihre gesamten Gefühle unterdrücken, um ihm nicht um den Hals zu fallen. Ob es noch eine zweite Chance für die beiden gibt, trotz all dem, was vorgefallen ist?

"The Monet Family – Shine Bright Like a Diamond" ist ein Buch, auf welches ich mich riesig gefreut habe und das nun die Geschichte von Hailie abschließt.

Es wird sehr spannend und turbulent, denn auf Hailie warten neben einem großen Gefühlschaos noch so einige Zwischenfälle und man merkt, wie gefährlich ihr Leben ist. Ich selbst habe das Buch beim Lesen kaum aus der Hand legen können, so gefesselt hat mich dieses Finale.

Wenn man sich die Entwicklung von Hailie in Verlauf der kompletten Reihe ansieht, kann man einfach nur sagen, dass sie eine verantwortungsvolle und selbstbewusster Frau geworden ist, die für ihre Liebsten alles tut. Auch die Brüder hat sie wohl an der ein oder anderen Stelle geformt und Hailie bereichert das Leben ihrer Familie und ihrer Freunde sehr.

So einige interessante Informationen erhalten wir in diesem Band auch über Will und Vincent, wobei mich einige davon sehr überrascht haben. Ich selbst liebe die "Monet Family"-Reihe und kann sie allen sehr empfehlen, die Young Adult mit ein paar Mafia Vibes lieben. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch das Spin-Off der Autorin über Lissy, der Tochter von Vincent, übersetzt werden würde.

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The Monet Family - Shine Bright Like a Diamond

Rezensionen von Natalie:

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Eine zu viel von Samantha Hayes

Mehr Familiendrama statt Thriller

Das Testament von Ray birgt eine unangenehme Wahrheit in sich. Seine Frau Connie lädt deswegen ihre drei Töchter mit deren Familien ins schottische Hochland in ihre Familien-Lodge ein. Während Connie nach dem perfekten Moment sucht, um auf das Testament zu sprechen kommen, kommen auch ohne diesem immer mehr Spannungen hoch und die Situation scheint kurz vorm Eskalieren…

„Eine zu viel“ ist für mich persönlich weniger Thriller, als mehr ein Spannungsroman mit Fokus auf eine komplexe familiäre Geschichte mit so einigen Geheimnissen.

Sehr gut gefallen hat mir das Setting in der Lodge, das schlechte Wetter, die raue Natur des schottischen Hochlands. Auch die Erzählweise aus der abwechselnden Sicht der Protagonisten ist gut umgesetzt, man spürt ihre Emotionen. Dadurch kommt auch zusätzliche Spannung auf und man wartet immer gespannt darauf, was wohl als nächstes passiert. Die Wendungen wurden dabei geschickt platziert und gipfeln dann im Finale.

Alles in allem ein Buch, welches ich gern gelesen habe. Wer allerdings einen „klassischen“ Thriller sucht, wird hier wohl eher etwas enttäuscht sein, da es, wie schon erwähnt, doch eindeutig mehr ein komplexes Familiendrama ist.

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Eine zu viel

Rezensionen von Natalie:

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If Books Could Kill von Kate Eberle

So unterhaltsam

Roxie Mitchell verschlingt jeden Liebesroman von ihrer Lieblingsautorin. Ihr großer Wunsch: einmal die Hauptprotagonistin in einem ihrer Romane zu sein. Als ihr Wunsch unverhofft erfüllt wird, ist es mit den romantischen Träumen aber schnell vorbei und Roxie findet sich stattdessen mit Grant, einem Literaturdozenten, in einer Jagd auf Leben und Tod wieder… hätte sie sich das mal lieber nicht gewünscht…

Ein romantischer Thriller oder doch Romance mit Thriller-Komponenten? Das muss wohl jeder für sich beurteilen, aber Fakt ist, ich habe das Buch verschlungen.

Ich mochte so ziemlich alles daran - die grundlegende Idee des Buches, die Charaktere, den Witz und die Spannung. Das Buch hat sich unglaublich leicht gelesen, der Schreibstil lädt dazu ein, das Buch nicht aus der Hand legen zu wollen. Auch wenn das ein oder andere Klischee bedient wird und manches vorhersehbar war, hat es mir viel Spaß gemacht mit Roxie und Grant mitzufiebern, ob sie es bis zum Ende des Buches schaffen.

Leseempfehlung von mir.

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If Books Could Kill

Rezensionen von F.H.:

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Au revoir und tschüss von Gudrun Lochte

Netter Sommerroman

Das Buch von Gudrun Lochte ist ein netter Sommerroman, der sich gut lesen lässt. Caro macht den Traum einer Sprachreise wahr und reist ganz alleine in den Süden Frankreichs. Das Städtchen Uzès ist toll beschrieben und man fühlt sich dort, in der Sprachschule und vor allem in der Gruppe bald als Leser selbst heimisch.

Am Anfang brauchte ich ein bisschen, um in das Buch hinein zu kommen. Hier hätte ich mir manche Übergänge zwischen den Kapiteln flüssiger und zusammenhängender gewünscht. Man kann den Wandel, den Caro in den Wochen in Frankreich erlebt, sehr gut nachvollziehen. Nicht nur ihre Sprachkenntnisse entwickeln sich weiter. Sie reift selbst auch in dieser Zeit und das ist sehr schön dargestellt. Das Ende war teils überraschend, zum anderen Teil aber natürlich auch gut zu lesen. Der Epilog rundet das Buch gut ab. Ein netter Sommerroman.

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Au revoir und tschüss

Rezensionen von Lydia_Te:

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Ochsenkopf von Manik Sarkar

Ungeahnter Lebensweg

"Ochsenkopf" von Manik Sarkar trägt auf dem Cover passend: einen Ochsenkopf.
Und wer bei Ochsenkopf sofort an Sturkopf denkt, springt schon mit einer passenden Erwartungshaltung in den Roman. Denn hier geht es um Rensing Junior. Er wächst in einer Metzger-Familie auf und hat daher schon einen vorbestimmten Weg den er auch bereitwillig einschlägt.

Das tragikomische daran: er besitzt ein außergewöhnliches Talent das ihm die Fähigkeit gibt, schon zu sehen ob ein Tier zum schlachten taugt oder nicht. Leider zu seinem eigenen Leidwesen. Denn er lebt und arbeitet in einem Dorf in dem es an Feinschmeckern fehlt. Er kann noch so teure und hochwertige Tiere einkaufen und verarbeiten, seine Kunden danken es ihm nicht.

Der Roman hat mich positiv überrascht und ist tiefgründiger als man es am Anfang vermuten möchte. Besonders gut gefällt mir die Sprache, wenn zum Beispiel die Menschen "vertierlicht" werden und die Hände als Klauen bezeichnet werden. Zudem bietet der Roman den ein oder anderen Twist den man sich nicht zu wünschen vorgestellt hat.

Alles in Allem ein gelungener Roman der zum nachdenken anregt.

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Ochsenkopf

Rezensionen von Shilo:

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Der Stoff des Meeres von Anett Klose

Ein Sommer voller Veränderungen

Nach dem schweren Verlust ihres Zuhauses beginnt für die Hohenlindens auf Usedom ein neuer Lebensabschnitt. Die Geschichte setzt nicht auf große Dramatik, sondern begleitet die Figuren durch einen Sommer, in dem sich nach und nach vieles verändert. Neue Bekanntschaften entstehen, alte Themen tauchen wieder auf, und manches bekommt eine andere Bedeutung als noch zu Beginn.

Helene, Johanna und Dorothea stehen dabei vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Helene findet auf der Insel neue Anregungen für ihre Arbeit und stößt auf Dinge, die lange verborgen geblieben sind. Johanna wird mit Gefühlen und Entscheidungen konfrontiert, die ihr Leben in verschiedene Richtungen lenken könnten. Dorothea versucht, nach den Verlusten der vergangenen Jahre wieder etwas Zuversicht zu finden. Gerade die Unterschiede zwischen den drei Frauen machen viele Abschnitte interessant.
Gut gefallen hat mir auch, dass die Insel nicht nur als Schauplatz dient. Das Leben am Meer ist immer wieder spürbar, ohne dass die Beschreibungen zu viel Raum einnehmen. Einige Begegnungen bleiben länger im Gedächtnis, andere sorgen dafür, dass sich neue Entwicklungen ergeben. Dadurch entsteht ein stimmiges Bild dieses Sommers, in dem vieles noch offen ist und nicht jede Frage sofort beantwortet wird.
Einen großen Teil der Geschichte nehmen die Beziehungen der Figuren untereinander ein. Vor allem die Spannungen innerhalb der Familie ziehen sich durch den Roman. Nicht jede Wunde ist verheilt, und manche Konflikte reichen weit zurück. Das verleiht vielen Gesprächen zusätzliches Gewicht. Gleichzeitig zeigt die Handlung, dass Veränderungen möglich sind, auch wenn sie nicht von heute auf morgen geschehen.
An manchen Stellen geht die Geschichte eher langsam voran. Wer ein hohes Tempo erwartet, braucht etwas Geduld. Für diesen Roman hat die ruhigere Erzählweise jedoch gut funktioniert, weil sie den Figuren genügend Raum lässt und ihre Entwicklung nachvollziehbar macht.
Der fünfte Band der Reihe verbindet Neuanfänge, alte Belastungen und neue Hoffnungen. Im Gedächtnis bleiben vor allem die Menschen und die Fragen, die sie mit sich tragen. Wer die bisherigen Bände mochte und gern historische Familiengeschichten liest, wird auch diesen Teil gerne begleiten. 4 Sterne.

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Der Stoff des Meeres

Rezensionen von Emmmbeee:

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Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer

Schwerer letzter Lebensabschnitt

Eine Frau, todkrank, will ihre allerletzten Tage nicht mit dem Mann verbringen, der sie während ihres gemeinsamen Lebens immer geliebt und umsorgt hat, sondern mit ihren besten Freundinnen. Das stößt ihn natürlich vor den Kopf und enttäuscht ihn sehr. Er beginnt sich selbst unbarmherzig zu hinterfragen und muss schmerzhafte Selbsterkenntnisse aushalten.

Es geht um Treue im engsten Sinn, um Liebe, Frauenfreundschaft, Solidarität und Hilflosigkeit, besonders auf Seiten des Ehemannes. Dramatik und Traurigkeit sind von Anfang an dabei.
Vieles aus der Vergangenheit wird wieder aufgewühlt, erlangt neue Dimensionen, erschwert das Zusammenleben und das Bedürfnis, für die todgeweihte Ehefrau da zu sein.
Die Lektüre hat mich tief aufgewühlt. Weil ich Ähnliches aus meinem Bekanntenkreis kenne, kann ich vieles nachvollziehen, aber nicht alles. Die Spannung ist sehr hoch gehalten, und das, was so schwierig zu fassen ist, hat mich selbst tief bedrückt. Ich denke, den meisten Lesern, die sich ernsthaft auf den Roman einlassen, wird es mehr oder weniger so ergehen.
Die Autorin versteht es, sensibel ein äußerst diffiziles Thema anzupacken und dennoch wahrhaftig zu bleiben. Die Figuren von Claire und Eliot sind besonders nahegehend gezeichnet, auch, was ihre Ehe ausgemacht hat, ist verständlich und einfühlsam beschrieben.

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Ein unerhörter Wunsch

Rezensionen von 19cici95:

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Nimm den Zwängen die Macht von Ulrich Voderholzer; Rebecca Schennach; Stefan Koch

Internet-Tipps zusammengefasst

Normalerweise mag ich die Bücher der Stiftung Warentest, doch dieses hier hat mir eher weniger gefallen.
Das Thema an sich interessiert mich sehr und einen Einblick in die Hintergründe von Personen mit Zwängen zu erhalten war durchaus aufschlussreich. Es wurde viele Zwänge angesprochen, von denen man noch nicht inbedingt etwas gehört hat.

Auch der Leidensdruck, der für die Betroffenen damit einhergeht, wurde gut dargestellt. Doch schlussendlich kam das Buch nicht über eine mittelmäßige Handlungsanweisung heraus, die man so ähnlich auch einfach im Internet recherchieren könnte.
Der größte Tipp des Buches, natürlich neben: Suchen Sie bitte eine Ärztin oder Arzt auf, war die Expositionstherapie, die man gerne auch schon ohne ärztliche Begelictung ausprobieren soll. In sehr vielen Wiederholungen werden detaillierte Anweisungen gegeben, wie man sich damit selbst therapieren kann. Das mag einigen Leuten mit Sicherheit helfen, doch glaube ich, dass es auch Betroffene gibt, die damit ggfs. tiefer in ihre Zwänge fallen. Immerhin wurde auch auf den Fall aufmerksam gemacht, dass sich der befürchtete schlechte Ausgang durchaus einmal einstellen kann und wie man dann damit umgeht.

Zudem fiel auf, dass sich der Schreibstil im Verlauf des Buches merklich ändert und das nicht unbedingt zum Besseren. Gerade in mittleren Teil liest es sich fast umgangssprachlich., was im restlichen Buch nicht der Fall war. Gerade bei mehreren Autor:innen wäre es mir wichtig einen einheitlichen Schreibstil zu haben.
Was mir zudem sehr negativ aufgefallen ist, war das Beispiel einer Person mit Waschzwang, die Angst vor der Ansteckung mit HIV hat und dadurch im Supermarkt Berührungen mit Einkaufswägen etc. vermeidet. Hier wäre unbedingt ein Hinweis darauf nötig gewesen, dass sich HIV nicht über die bloße Berührung über Oberflächen verbreitet. Dieser fehlt leider völlig.

Gut gefallen haben mir dagegen die vielen Kontaktmöglichkeiten zu Hilfestellen, die sowohl im Verlauf des Buch, als auch am Ende nochmal angegeben waren. Auch das Kapitel für Angehörige der Betroffenen fand ich exemplarisch gut erklärt. Der erste Impuls als angehörige Person, die Zwänge niederschwellig zu vermeiden, stellt sich dabei als überhaupt nicht hilfreich dar.
Hilfreich sind bestimmt auch die vielen Grafiken, in denen Körperfunktionen verständlich erklärt werden und Seiten zum Selbstausfüllen.

Schlussendlich wäre mein Tipp die 20,00 € lieber in Therapie zu investieren und ansonsten einmal die Online-Suchmaschine zu benutzen.

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Nimm den Zwängen die Macht

Rezensionen von 19cici95:

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Wenn Liebe tötet von Nalini Singh

Traumhaftes Setting, aber Albtraum-Ehe?

Die eher unbekannte fidschianische Autorin Nalini Singh schreibt in einem eher selten gesehenen Setting (Fidschi und Neuseeland) über bekannte Themen.

Die Flitterwochen des frisch verheiratete Paar Diya und Tavish nehmen ein jähes Ende, als Diya und ihre Familie in einen schrecklichen Hausbrand geraten.

Diyas Eltern sterben, der Verbleib ihres Bruders ist unbekannt. Nur Diya und ihre Schwägerin überleben und Tavish gerät ins Visier der Ermittlungen.
In zwei Zeitsträngen, die sich allmählich einander annähern wird erzählt, wie Tavish selbst die Ermittlungen aufnimmt und gleichzeitig dessen Vergangenheit aufgearbeitet. Denn Tavish hat bisher nicht nur eine, sondern gleich drei Frauen auf dem Gewissen. Ist Diya die vierte?

Das grundlegende Thema des Buches wird leider erst im letzten Drittel so richtig klar. Die Übergriffigkeit, die eine Familie darstellen kann, Ehr- und Schuldgefühl eben jener Familie gegenüber, sowie die Frage, ob man zu seinen Fehlern steht oder eben stattdessen eine ganze Familie auslöscht.
Dabei bleibt Charakterisierung aller Charaktere aber leider eher flach. Man kommt mit den vergangenen Beziehungen von Tavish durcheinander, weil man die einzelnen Personen so schlecht unterscheiden kann. Vielleicht hätten zwei statt drei Ex-Freundinnen auf diese Länge des Buches ausgereicht. Diyas Familie lernt man nur durch Rückblenden kennen und auch dann nur oberflächlich. Man erfährt zwar viel über die Kultur der Familie und warum sie den Mann ihrer Tochter erst nur als deren Verlobten der Öffentlichkeit vorstellen oder die Tochter selbst als erwachsene Frau noch ihren Eltern Rechenschaft über ihren Verbleib ablegen muss, doch ganz nachvollziehen kann man deren Beziehungsstruktur eher nicht.

Das Setting dagegen hat Spaß gemacht, auch wenn ich einige Handlungen von Tavish nicht so ganz nachvollziehen konnte. Mit einem von Papa finanzierten Anwalt und einer reichen aber emotional abwesenden Mutter kann man dann auch viele Probleme einfach mit Geld lösen.

Wer einen durchaus unterhaltsamen Thriller in einem außergewöhnlichen Setting sucht, der dazu noch wichtige Themen anschneidet, ist mit Wenn Liebe tötet gut beraten.

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Wenn Liebe tötet