Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Peter Burk:
Könige im Wilden Kaiser von Nicholas Mailänder; Peter Brandstätter
Hulala – 100 Jahre Edelweißgilde
Der Wilde Kaiser zählt zu den bekanntesten Klettergebieten der Alpen. Generationen von Bergsteigern haben seine Wände durchstiegen, neue Routen erschlossen und alpine Geschichte geschrieben. Mit kaum einer Gemeinschaft ist diese Geschichte so eng verbunden wie mit der Edelweißgilde Kitzbühel, die 1925 gegründet wurde und ihr 100-jähriges Bestehen feierte.
Das Buch „Könige im Wilden Kaiser“ zeichnet ihren Weg von den Anfängen bis in die Nachkriegszeit nach.
Im Mittelpunkt stehen die Menschen hinter den legendären Kaisertouren: Bergsteiger, Kletterpioniere und Charakterköpfe, die mit den damaligen Mitteln Leistungen vollbrachten, die noch heute Respekt einflößen. Gleichzeitig zeigen die Autoren, dass sich auch die Berge nicht von den gesellschaftlichen Entwicklungen ihrer Zeit abkoppeln konnten. Die politischen Spannungen der 1930er- und 1940er-Jahre fanden ihren Niederschlag ebenso im Vereinsleben der Gilde.
Das Buch würdigt die beeindruckenden alpinen Leistungen der Gildenmitglieder ebenso wie die problematischen Kapitel der Vereinsgeschichte. Dadurch entsteht ein differenziertes Bild einer Gemeinschaft, die von Kameradschaft, Leidenschaft für die Berge, aber auch von Konflikten und Zerwürfnissen geprägt war.
Wer sich für den Wilden Kaiser, die Geschichte des Alpinismus oder die Menschen hinter den Erstbesteigungen interessiert, findet hier weit mehr als eine klassische Jubiläumsschrift. Es ist ein Buch über Bergsteiger und ihre Zeit – und damit auch ein Stück Tiroler Geschichte. Die Fülle an historischen Details macht das Werk zu einer interessanten Quelle für geschichtlich und alpinistisch Interessierte, dürfte aber vor allem Liebhaber von Vereins- und Regionalchroniken ansprechen.
Rezensionen von Island :
The Iced Caramel Coffee Agreement (Lower Whilby 2) Lower Whilby von Kyra Groh
Unterschiede, die sich anziehen...
Nachdem mir der erste Roman von Kyra Groh, zu dem ich das Hörbuch gehört habe, sehr gut gefallen hat, mich der erste Teil der Lower Whilby-Reihe aber dann etwas enttäuscht hat, wollte ich dennoch wissen, was nun im zweiten Teil passiert. Das Cover ist wieder recht bunt, eher frühlingshaft und zu einer Liebesgeschichte passend, gestaltet, wobei ich die Fahrräder nun nicht so sehr mit den Hauptpersonen verbinde, dass sie mit auf das Cover gemusst hätten.
Im Mittelpunkt der Handlung steht diesmal Eleanore, die im ersten Teil schon eine Nebenrolle inne hatte. Sie hat jung ihre Mutter verloren, arbeitet im Büro des Bürgermeisters und gilt als zuverlässig und gute Freundin. Allerdings hatte sie noch nie Sex, obwohl sie bereits Mitte 20 ist und gerne eine Beziehung hätte. Heimlich verliebt ist sie seit Jahren in Dex, den Bruder des Cafébetreibers. Er ist als Musiker in einer Krise und ziemlich übel abgestürzt und quartiert sich bei seinem Bruder ein, weil er aus London weg musste. Eleanore und Dex vereinbaren schließlich, dass er ihr dabei hilft, öfter über ihren Schatten zu springen, während sie ihn unterstützt, wieder zu dem zu werden, der er sein möchte.
Prinzipiell sind die beiden nicht unsympathisch, so ganz hat sich mir die Anziehung zwischen ihnen aber nicht erschlossen, da sie doch sehr verschieden sind und für mich nicht vollständig deutlich wird, was genau sie so sehr am anderen fasziniert. Dass Eleanore mit Mitte 20 noch nicht einmal einen Mann geküsst hat, obwohl es heutzutage viel mehr Möglichkeiten gäbe, Dates zu haben und, dass sie in mancher Hinsicht sehr naiv auftritt, erschien mir zudem etwas unrealistisch. Ansonsten ist es eine gut lesbare Geschichte, die in einer netten britischen Kleinstadt spielt und Kyra Groh schreibt auch wieder recht humorvoll. Eine etwas größere Rolle hätte für mich die Musik spielen dürfen, da Dex ja schließlich Musiker ist und seine Eltern sogar sehr berühmt in diesem Bereich. Was mich leider auch diesmal wieder sehr gestört hat, sind die sehr expliziten Szenen, die zu viel Raum einnehmen. Insbesondere bei einem Hörbuch ist mir das wirklich unangenehm, wenn ich das auch beim Kochen oder Autofahren mit offenem Fenster höre. Ich hätte es bevorzugt, mehr der Phantasie zu überlassen. Abgesehen davon empfand ich die Sprecher:innen des Hörbuchs als passend gewählt, der Wechsel zwischen beiden sorgte zudem für Abwechslung und dafür, dass man sich gut orientieren konnte, aus wessen Perspektive gerade erzählt wird.
Rezensionen von Island :
Dunkelmann von Lars Findsen; Jacob Weinreich
Blick hinter die Kulissen des dänischen Geheimdienstes
Das Cover dieses dänischen Thrillers passt mit seinen überwiegend düsteren Farben sehr gut zu diesem Genre. Gebrochen wird das Ganze dann aber von den leuchtend gelben, auffälligen Buchstaben, die für den Titel gewählt wurden.
Der Thriller wurde vom Autoren-Duo Lars Findsen und Jacob Weinreich verfasst.
Ersterer war lange Chef des dänischen Geheimdienstes. Diese Erfahrungen spielen in Dunkelmann nun auch eine große Rolle.
Die Hauptpersonen des Thrillers sind Daniel Hartmann, der als Analyst für den dänischen Geheimdienst arbeitet und mit einer Journalistin verheiratet ist, was privat und beruflich zu Komplikationen führt, und Maja Birk, eine junge Agentin. Maja hat gerade erst knapp einen gefährlichen Einsatz in der Türkei überlebt, während ihr Freund und ihr Kind wenig davon erfahren durften, wo sie sich befand und was ihr Auftrag war. Nun wartet ein neuer Fall auf sie, denn Daniel Hartmann hat eine beunruhigende Entdeckung im Zusammenhang mit dem Besuch einer chinesischen Delegation gemacht.
Ich fand den Thriller sehr fesselnd, da er authentisch wirkende Einblicke in die Arbeit des dänischen Geheimdienstes gewährt. Die Gratwanderung zwischen der Arbeit, von der auch der eigene Partner oder die Partnerin so gut wie nichts erfahren darf, der Lebensgefahr, der man sich immer wieder aussetzt und dem Privatleben wird sehr gut nachvollziehbar. Gut gefallen hat mir auch, dass sehr aktuelle Hintergründe, wie die Situation im Iran und die Interessen verschiedenster Nationen an Grönland, eine Rolle spielen. Der Schreibstil war dabei gut nachvollziehbar und die recht häufigen Perspektivwechsel sorgten dafür, dass viel Spannung aufgebaut wurde.
Rezensionen von wolkenbücherwelt:
Weavingshaw von Heba Al-Wasity
Dunkle Versprechen und der Preis der Geheimnisse
..manche Geheimnisse sollten verborgen bleiben. Andere kosten uns alles, wenn sie ans Licht kommen..
Moore, Geister, dunkle Geheimnisse, ein verfluchtes Anwesen und ein morally grey Charakter? - ja, manchmal reicht wohl schon eine Handvoll Schlagworte, damit ein Buch genau meinen Nerv trifft. Und Weavingshaw hat genau das geschafft.
Besonders die Atmosphäre hat mich schnell für sich eingenommen. Die Autorin erschafft eine düstere, stellenweise fast melancholische Stimmung, die immer wieder an die Grenze des Beklemmenden reicht … und irgendwo unter der Oberfläche lauert noch etwas, etwas nicht ganz Greifbares…
Gerade das Anwesen Weavingshaw, die umliegenden Moore und die Schatten verleihen der Handlung dabei eine ganz eigene Präsenz, die perfekt zu dieser Gothic-Romantasy passt.
Auch die Idee, mit Geheimnissen zu handeln, fand ich unglaublich spannend. Worte haben Gewicht, Wahrheiten haben Konsequenzen - und genau das macht die ganze Idee hinter dieser Welt so spannend.
Leena mochte ich dabei auch sehr. Sie wirkt stark, ohne so unnahbar zu sein, mutig, entschlossen und nicht perfekt, was sie für mich greifbar macht. Vor allem aber versteht man schnell, warum sie tut, was sie tut… denn.. wie weit würde man selbst gehen, wenn es um die Menschen geht, die man liebt?
Und Saint Silas? Nun, ich bin für morally grey Charaktere ohnehin immer zu haben - sie sind wirklich meine Schwäche (wenn sie gut durchdacht sind!) und er ist bis jetzt nah dran, so eine Figur für mich zu sein. Mit seiner verschlossenen Art, seinen Geheimnissen und all den Dingen, die er offensichtlich nicht ausspricht, hat er mich jedenfalls sehr neugierig gemacht. Ich hoffe sehr, dass die Geschichte seine Grauzonen weiter auslotet und uns noch tiefer blicken lässt!
Dazu kommt der bildhafte Schreibstil, der die Welt für mich lebendig werden lässt - stimmungsvoll und genau richtig für diese Geschichte. Die Autorin nimmt sich Zeit für ihre Welt, für ihre Figuren und für all die Dinge, die zwischen den Zeilen verborgen liegen - und genau das hat dafür gesorgt, dass ich immer mehr wissen wollte. Für mich lebt Weavingshaw aber vor allem von seiner Atmosphäre, seinen Figuren, den vielen offenen Fragen und dem Gefühl, dass hinter allem noch mehr verborgen liegt.
Also für mich ein wirklich gelungener Auftakt mit viel Potenzial. Je mehr man über diese Welt erfährt, desto mehr neue Fragen tun sich auf. Und genau deshalb möchte ich wissen, welche Wahrheiten noch verborgen liegen - und welchen Preis am Ende wirklich dafür bezahlt werden muss. (Starke 4,5 Sterne)
Rezensionen von ib:
Conni-Bilderbücher: Conni und das Abenteuer mit Kranich Klaus von Liane Schneider
Ein neues Abenteuer mit Tieren
Ich habe das Buch „Conni und das Abenteuer mit Kranich Klaus“ als kleines Geschenk für die Tochter meiner Arbeitskollegin gekauft. Das Buch kam mehr als gut bei der kleinen Tochter an. Da sie die Conni-Bücher liebt, habe ich dieses Buch gezielt gekauft.
Es handelt sich um eine liebevoll erzählte Geschichte, die Kinder auf ein spannendes und zugleich herzerwärmendes Abenteuer mitnimmt.
Als ein verletzter Kranich in Connis Garten landet, möchte sie ihm unbedingt helfen. Dabei erlebt sie gemeinsam mit ihren Freunden einige Herausforderungen und lernt, wie wichtig Zusammenhalt und Geduld sind.
Die Handlung ist altersgerecht aufgebaut und in leicht verständlicher Sprache altersgerecht geschrieben. Besonders gefallen haben mir die sympathischen Figuren und die positive Botschaft über Hilfsbereitschaft und den respektvollen Umgang mit Tieren. Die farbenfrohen Illustrationen ergänzen die Geschichte wunderbar und sorgen dafür, dass junge Leserinnen und Leser noch tiefer in die Handlung eintauchen können.
Das Buch eignet sich hervorragend zum Vorlesen und ersten Selberlesen. Die Geschichte ist spannend genug, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu halten, ohne dabei zu aufregend zu werden. Ein rundum gelungenes Kinderbuch und Geschenk, das Spaß macht und gleichzeitig wichtige Werte vermittelt, wie eigentlich alle Conni-Bücher. Eine schöne Empfehlung für alle kleinen Conni-Fans.
Rezensionen von Krani:
Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon
Toll!
Im Universum von Asterix und Obelix ist eine Menge los. In Lutetia, das von den Römern besetzt ist, lebt eine Gruppe von Tieren, die hier für Gerechtigkeit sorgt. Es ist die Bande von Idefix. Die Charaktere sind sehr schräg und komisch, und auch der Wortwitz macht großen Spaß. Die Zeichnungen sehen genauso aus wie die „Originale“.
Auch hier gibt es viele Details, die ein wiederholtes Anschauen der Bilder und ein Nachlesen lohnen. Die Texte sind witzig und anspielungsreich. Zentrale Themen sind Freundschaft und Gerechtigkeit. Und der Widerstand gegen die Römer!
Dies ist bereits der neunte Band der Idefix-Reihe. Das Buch ist nur etwa halb so groß wie die bekannten Asterix-Comics, und es enthält drei Geschichten, die unabhängig von einander sind. Besonders gefiel mir die Geschichte um einen Straßenmaler. Wie er tauchen einige Figuren aus den Asterix-Bänden hier auf.
Idefix hat alles, was die Asterix-Bände auch haben. Für Fans und jene, die es bald sein werden.
Rezensionen von manu63:
The Things Gods Break – Schattenverführt von Abigail Owen
Es wird kompliziert
Der zweite Band der Schattenverführt Reihe trägt den Titel The things gods break und die Reihe wurde von der Autorin Abigal Owen geschrieben.
Im Mittelteil der Trilogie muss sich Lyra etlichen Aufgaben im Tartaros stellen und gewinnt neue Erkenntnisse über die Titanen. Diese Aufgaben sind noch komplizierter als die im Crucible und auch härter.
Die Grundidee der Geschichte finde ich eigentlich gut, was mir weniger gefiel, waren die Aufgaben und die gefühlten ewigen Wiederholungen und auch die Zeitsprünge waren mir einfach zu viele. Durch das hin und her konnte man schnell den Überblick verlieren über die Zeitabfolge. Wer sich nicht bei den griechischen Gottheiten und Titanen auskennt verliert auch bei den Charakteren den roten Faden. Es tauchen immer wieder neue Gottheiten auf, die nicht großartig vorgestellt werden.
Die Momente zwischen Hades und Lyra und ihre Dialoge glichen sich oftmals und das erhöhte die Spannung auch nicht sonderlich. Es fühle sich für mich wie ein im Kreis drehen an und eine straffere Erzählweise wäre an etlichen Stellen besser gewesen. Denn es passiert zwar viel, aber das bringt die Geschichte nicht voran.
Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt und ich befürchte anhand des Cliffhangers das der dritte Band ähnlich aufgebaut ist.
Rezensionen von Camilla :
Red Star Rebels von Amie Kaufman
page turner
Also ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, es war ein richtig spannender Liebesroman ;) Also ein totaler Page-Turner!
Ich bin total begeistert!
Beide Charaktere sind super sympathisch - und was mir total wichtig ist: rational und sie handeln logisch und es gibt keine Unstimmigkeiten im Plot.
Das Setting auf dem Mars ist futuristisch aber realistisch und echt gut recherchiert. Es ist sehr plausibel und eben es liest sich einfach wunderbar. Und ist super unterhaltsam. Ich habe total mitgefiebert, auch wenn ich defintiv ein Ticken älter bin als die eigentliche Lesezielgruppe ;) die wahrscheinlich Teenager oder junge Erwachsene sind.
Alles in allem ein super gelungenes Buch. Hat mich ein bisschen an die Hazelwood Liebesromane erinnert weil die auch so ein bisschen wissenschaftliches Setting haben und man hat das Gefühl nicht nur total stupide Lektüre zu lesen ;
Rezensionen von ingrid78:
Insel der Ratten von Jo Nesbø
Kampf um die Ressourcen
Die Welt hat sich geändert, nachdem eine Pandemie gewütet hat. Armut und Hunger herrschen vor, Banden machen die Stadt unsicher. Auf dem Dach eines Hochhauses stehen zwei (ehemalige) Freunde. Colin Lowe ist kurz davor, seine Familie in Sicherheit zu bringen, sie warten auf einen Hubschrauber, der sie auf ein Schiff bringen soll.
Will Adams hat jahrelang für Colin gearbeitet. Nachdem Colins Sohn Wills Tochter getötet hat ist von der Freundschaft nicht mehr viel übrig.
Von Jo Nesbo habe ich einige Bücher gelesen und war auf dieses besonders gespannt. Die Idee dazu ist gut, allerdings war mir die Story zu düster, sie zieht dich beim lesen runter. Die Gewaltszenen tragen auch dazu bei. Die ca. 200 Seiten reichen nicht aus, um die Protagonisten gut zu skizzieren. Will ist greifbar, die anderen nicht wirklich. Der Schreibstil ist Nesbo-typisch flüssig zu lesen, Spannung hätte es etwas mehr sein dürfen. Gute Story, doch Insgesamt habe ich etwas mehr erwartet.
Rezensionen von gabiliest:
Eine Tür für den Pomps von Judith Spörl
Pompsi braucht eine Geschichte
Was passiert in der fantastischen Kinderbuchwerkstatt? Neben Schreiblingen und Farbklecksis tummeln sich hier Figuren, die aus Kinderbüchern ausgebüxt sind. So auch Marie, die an einem Plakat malt, als plötzlich ein kleiner grüner Kerl aus dem Bild herauspurzelt- richtig, der Pomps oder Pompsi, wie Marie ihn nennt.
In dieser magischen Buchwerkstatt erzählt Schreiblingin Judith Spörl fantasievoll darüber, dass Pompsi eine eigene Geschichte braucht, um unvergänglich zu werden, sonst würde er verblassen und letztlich verschwinden. Unvergänglich- das sind Kinderbuchfiguren ja wohl! Doch niemand will etwas schreiben, auch Marie nicht, sosehr Pompsi auch darum bittet. Warum kann Marie das nicht? Das hängt mit ihrem Geheimnis zusammen, doch da kann Pompsi helfen. Und als Marie sich endlich traut, bekommt auch Pompsi eine großartige Geschichte, in der er ein Held sein darf.
Autorin Judith Spörl und Farbklecksin- also Illustratorin- Arabell Watzlawik haben ein tolles Kinderbuch geschaffen, das die kleinen Lesenden dazu ermutigen soll, sich etwas zu trauen, ihre Träume zu verwirklichen und so zum Helden oder zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden. Das Buch überzeugt mit Warmherzigkeit, Fröhlichkeit und besonderen Ideen. Freundschaft und gegenseitige Hilfe werden groß geschrieben, die Figuren finden einen geschützten Raum vor, in dem sie sich kreativ entwickeln und wachsen können. Kinder werden ermutigt, eigene Ideen umzusetzen, dann letztlich brauchen alle eine eigene Geschichte, in der sie eine wichtige Rolle spielen.
“Eine Tür für den Pomps” überzeugt durch kurze Kapitel, eine besonders klare Schrift und eine Erzählung, die Spannung bietet. Die Kinder werden Pompsi und Marie sowie die anderen sehr liebevoll ausgeführten Figuren des Buches sofort in ihr Herz schließen und sie gerne nicht nur in die Kinderbuchwerkstatt, sondern auch in den Kompostwald begleiten, wo sich alle Ideen finden, die nicht verwirklicht wurden, um dort zu wachsen und Blüten zu treiben. Diese schönen Sprachbilder werden durch detailreiche, künstlerische Illustrationen begleitet, für die die Farbe grün gewählt wurde, ein sehr guter Kompromiss zwischen schwarz- weiß Zeichnungen und bunten Bildern. Hier kommt das Auge zur Ruhe, die Kinder können gedanklich innehalten, denn oft ist uns Erwachsenen gar nicht bewusst, wie schwierig es für Anfänger ist, lesen und schreiben zu lernen. Das Buch gibt dafür eine behütende Atmosphäre vor, in der Benotungen und Kritik keinen Platz haben, genau so, wie man es sich in der Realität für die Kinder wünschen würde. Das Buch wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen, durch sein praktisches Taschenbuchformat passt es gut in jeden Rucksack und auch in den Urlaubskoffer. Es eignet sich sehr gut dazu, im Schulunterricht eingesetzt zu werden, um die Kinder dazu anzuregen, ihre eigene Heldengeschichte zu schreiben.
“Eine Tür für den Pomps” ist ein kluges, außergewöhnliches und genau für das Lesealter der Zielgruppe gestaltetes Buch, das ich gerne weiterempfehle und mit fünf Sternen bewerte.











