Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ulli Scholz:
Die Chroniken der Hausgötter von Sylvie Ardent
Humorvoll, selbstironisch und herzerwärmend
Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der Tiere hat und liebt. Die Autorin schildert den Alltag mit ihren 3 Vierbeinern auf eine leichte und sehr amüsante Art. Ich habe mich oft wiedererkannt....was mich wiederum beruhigt hat, da ich somit nicht die einzige bin, die alles (und damit meine ich wirklich alles) für ihre Tiere tut.
.... Das Buch eignet sich hervorragend auch als Mitbringsel für Tierfreunde. Ich habe es öfter verschenkt und immer sehr positive Rückmeldungen erhalten. Ich hoffe auf weitere Hausgötter-Geschichten.
Rezensionen von LeserinLu :
Mord ohne Vorwort von Freya Sampson
Schön cozy
Im Mittelpunkt des Romans steht ein eigenwilliger Buchclub, dessen Mitglieder unterschiedlicher kaum sein könnten. Von der Agatha-Christie-liebenden Rentnerin über den schüchternen Teenager bis hin zur neuen Buchclubleiterin bringt jede Figur ihre ganz eigene Persönlichkeit mit. Die Charaktere sind skurril, nur selten überzeichnet und wirken liebenswert und authentisch.
Besonders als Vielleserin hatte ich außerdem Spaß daran, die vielen Verweise auf bekannte Bücher und Krimis zu entdecken.
Auch der eigentliche Kriminalfall konnte mich gut unterhalten. Die Ermittlungen verlaufen in klassischer Cozy-Crime-Manier mit viel britischem Humor, sympathischen Hobbydetektiv:innen und ohne übertriebene Brutalität. Im Vordergrund stehen die Figuren und ihr Miteinander, also genau das, was ich mir von diesem Genre wünsche. Besonders positiv überrascht hat mich dabei das Ende. Es verzichtet auf unnötige Klischees und wählt stattdessen eine Auflösung, die für mich stimmig und erfrischend anders war. Das hat den Roman für mich noch einmal aufgewertet.
„Mord ohne Vorwort“ ist genau die Art von Wohlfühlkrimi, die ich gerne lese: charmant, humorvoll, voller Bücherliebe und mit Figuren, mit denen man am liebsten selbst im Buchclub sitzen würde.
Rezensionen von Tara:
Laura Clark ist dann mal weg von Helen Russell
Einfach mal weg!
„Laura Clark ist dann mal weg“ ist ein lebensnaher und humorvoller Roman der Journalistin und Autorin Helen Russell.
Die Handlung beginnt im Juni 2026. Die vierzigjährige Laura Clark erscheint nicht im Büro und wird von ihren Kollegen vermisst. Da sie ansonsten sehr zuverlässig und gut organisiert ist, sind sie ein wenig ratlos.
Ihr Abwesenheitsassistent sorgt für Irritation bei ihren Kollegen. Aber nicht nur bei diesen wird sie vermisst, auch ihre Tochter Sian, ihr Mann Mark, ihre Mutter und ihre Nachbarn vermissen Laura. Dabei wird sehr schnell deutlich, dass sie nicht Laura vermissen, sondern einfach nur feststellen, dass sie etwas in ihrem Leben vermissen, das Laura ansonsten erledigt hat.
Der Schreibstil von Helen Russell ist sehr lebendig, einfühlsam und humorvoll zugleich. Sie zeichnet anhand der Kollegen und der Familie von Laura ein Bild von ihrer Protagonistin, das den wenigsten von uns unbekannt ist. Laura ist ein Mensch, der immer für alle da ist, die Strippen im Hintergrund zieht, für Ordnung sorgt, vorausschauend denkt und selbst nur wenig Aufmerksamkeit erhält.
In kurzen Kapitel - 70 auf 416 Seiten - wird im Wechsel von den Personen berichtet, denen Laura nun zum Fehlen kommt. Dadurch liest sich das Buch locker und abwechslungsreich.
In dem Roman steckt so viel Wahres und ich kann ihn allen Frauen, die sich schon mal unsichtbar vorkamen nur ans Herz legen. Selten habe ich über so viel Wahrheit so gelacht und gleichzeitig so mitgefühlt und innerlich „Ja, genau so ist es!“ gedacht.
Mir wird das Buch noch lange im Gedächtnis bleiben und ich kann es allen Laura Clarks der Welt nur ans Herz legen.
Rezensionen von Tara:
Mord ohne Vorwort von Freya Sampson
Charmant, spannend, unterhaltsam & humorvoll
„Mord ohne Vorwort: Ein Buchclub ermittelt“ ist ein unterhaltsamer Cosy-Crime der in London lebenden Autorin und Fernsehproduzentin Freya Sampson.
Die Handlung ist in einem fiktiven Küstendorf St Tredrock in Cornwall angesiedelt.
Nova Davis lebt erst seit fünf Monaten dort und ist die neue Leiterin des Buchclubs im Gemeindezentrum.
Dieser besteht aus ziemlich unterschiedlichen und äußerst eigenwilligen Charakteren: der über 70-jährigen Phyllis, dem hünenhaften Arthur, der auch schon über 80 Jahre alt ist und dem schlaksigen Teenager Ash. Da ihre Lesevorlieben äußerst unterschiedlich sind, ist es für Nova eine ziemliche Herausforderung, allen gerecht zu werden. Zusätzlich taucht als neues Mitglied Michael auf, der die Runde zunächst nur wortlos begleitet und sich erst beim zweiten Treffen - als es um „Der Gesang der Flusskrebse“ geht - unvermittelt das Wort ergreift. Ebenso unvermittelt springt er auf und verlässt die Runde. Danach kommt es zu einer Reihe von Ereignissen, die dafür sorgen, dass der Buchclub seine in den Büchern angelesenen Fähigkeiten anwenden kann.
Die Ereignisse werden in kurzen Kapiteln aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten geschildert. Dadurch lernt man diese schnell und gut kennen. Jeder der Charaktere ist einzigartig, nicht unbedingt auf Anhieb sympathisch, aber dennoch durchaus liebenswert.
Wie auch schon in den vorherigen Büchern der Autorin lebt die Geschichte von den Figuren, die nicht viel gemeinsam haben, aus unterschiedlichen Generationen stammen und ein gemeinsames Ziel verfolgen: Hier das Lösen des Kriminalfalls.
Ich habe dabei gerne mitgerätselt und fand das Vorgehen durchaus spannend und auch amüsant.
Mir gefielen die Anspielungen auf bekannte Werke aus der Literatur ebenso wie die Atmosphäre des kleinen Küstendorfes.
Es ist kein Buch, dessen Spannung dafür sorgt, dass man es nicht aus der Hand legen mag, sondern eines, das unterhält, nachdenklich macht und dabei auch so einige amüsante Momente bereithält.
Ich kann das Buch Lesern, die Cosy Crime mit eigenwilligen Charaktere mögen und gerne über die Ereignisse rätseln, durchaus empfehlen.
Rezensionen von xyz:
Die Weisheit der Esel von Andy Merrifield
Eselleid & Eselleidenschaft
Andy Merrifield ist es mit seinem Buch "Die Weisheit der Esel - Ruhe finden in einer chaotischen Welt" nicht nur gelungen, seine Leidenschaft für Esel und die Erdungskraft dieses Tieres zum Ausdruck zu bringen, sondern darüber hinaus eine kleine Kulturgeschichte des Eselleids zu verfassen.
Seine philosophisch-poetischen Beschreibungen sind eng verflochten mit Zitaten aus literarischen Werken unterschiedlichster Epochen, aus Filmen und der bildenden Kunst, in denen Esel eine tragende Rolle spielen.
Wer einen Reisebericht über das Wandern in der Auvergne erwartet, sollte das Buch nicht lesen, wer mehr über Esel wissen möchte und sich darüber hinaus für Achtsamkeit und die bedeutsame Verknüpfung von Gehen, Denken und Fühlen interessiert, schon.
Es ist eine Liebeserklärung an den Esel entstanden, ein Buch über Freundschaft und über die Beziehung von Mensch & Tier, über das Menschsein, über Freiheit und Selbstbestimmung, sowie über Demut, Duldsamkeit, Leid und Mitleid. Dieses Werk hat mich sehr berührt.
Rezensionen von Tara:
Perfect Little Monsters von Cindy R. X. He
Unerwartete Abgründe
„Perfect Little Monsters“ ist das Debüt und ein spannender Jugend-Psycho-Thriller der Autorin Cindy R. X. He.
Dawn Foster ist neu an der Sierton Highschool und möchte zunächst nicht weiter auffallen. Aber sie möchte auch dazugehören und in das Team der Cheerleader. Tatsächlich gelingt ihr dies und sie findet Zugang zu der sogenannten sozialen Elite der Schule.
Zu dieser gehören u. A. die drei Cheerleaderinnen und Freundinnen Ella, Lucy und Naomi. Die drei halten sich für etwas Besseres und lassen das gerne alle anderen spüren. Bei einer von Ella organisierten Poolparty kommt Ella zu Tode und plötzlich stehen alle unter Verdacht. Jeder hätte einen Grund gehabt sie umzubringen. Um ihre Unschuld zu beweisen, beginnt Dawn nachzuforschen.
Der Schreibstil von Cindy R. X. He liest sich leicht und flüssig, so dass ich regelrecht durch die Seiten geflogen bin. Die Kapitel sind kurz und die Spannung extrem hoch, wodurch beim Lesen ein regelrechter Sog entsteht.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Dawn erzählt und hin und wieder aus der von Hannah. Dabei ist unklar, um wen es sich bei Hannah handelt. Man erfährt lediglich, dass diese in der Vergangenheit an der Sierton High von Ella und ihren Freundinnen gemobbt wurde.
Hier werden zahlreiche aktuelle und schwierige Themen wie z.B. Mobbing, Bodyshaming, Depression, Oberflächlichkeit, Essstörung, Unfall und Mord behandelt.
Ich habe durchgehend gerätselt, was hier passiert ist und wer für den Mord verantwortlich sein könnte. Letztendlich kam es zu Wendungen, die ich so nicht vorhergesehen habe und die mich die Luft anhalten ließen.
Auch wenn hier einige Klischees bedient wurden, ich fand diesen Thriller einfach nur genial und bin gespannt auf weitere Werke der Autorin.
Rezensionen von Katzenmicha:
Sturmland von Miriam Georg
Stürmiche Vergangenheit
Norderney 1860 die Reedertochter Cora Kröger entflieht den Zwängen ihrer Familie.Cora nimmt unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin auf Norderney an.Gleich nach ihrer Ankunft bringt sie sich und ihre Schülerin Emmi bei einer Bootstour in Lebensgefahr.Der Fischer Onnen der das Unglück beobachtet hat und bei der Rettung der Badegäste dabei war,wird als Schutz abgestellt.
Da er knapp bei Kasse ist nimmt er den Auftrag an.Cora und Onnen kommen sich näher,doch gibt es für ihre Liebe eine Chance?Den Onno hat wie Cora ein dunkles Geheimnis,was ihn immer wieder auf seine Heimatinsel Borkum führt….
Die Autorin Miriam Georg hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Spannend nimmt sie den Leser mit in eine längst vergangene Zeit.Das Cover hatte mich schon in seinen bann gezogen -aber auch die Geschichte von Cora und Onno fand ich sehr interrisannt ,sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Tara:
Tage am Fluss von Jochen Mariss
Ein atmosphärischer Sommerroman
„Tage am Fluss“ ist der Debütroman des Autors Jochen Mariss.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die naturverbundene Fährfrau Sara Harmsen. Ihr Leben ist ruhig und zurückgezogen. Als ein junger Mann – Leon – mit einer Kopfverletzung bei ihr auftaucht, verarztet sie seine Wunden, nichts ahnend, dass dieser gesucht wird.
Als Gegenleistung möchte sie, dass er ihr bei einigen Reparaturarbeiten hilft.
Sara und Leon sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Während Sara sehr heimatverbunden ist, hält es Leon nirgends. Aber sie haben auch eine wichtige Gemeinsamkeit: beide lieben die Natur und sorgen sich um unseren Planeten. Sie kommen sich langsam näher.
Der Schreibstil von Jochen Mariss ist ruhig, aber eindringlich und atmosphärisch. Er beschreibt seine Charaktere ebenso lebendig und authentisch wie die Umgebung. Ich hatte das Gefühl, alles direkt vor meinem inneren Auge zu haben und konnte die sommerliche Stimmung direkt spüren.
Obwohl sich das Buch schön liest und eine angenehme Sommerlektüre ist, macht es auch auf wichtige Themen aufmerksam, da es um den Klimawandel, Natur- und Klimaschutz geht. Es steckt eine Menge zwischen den Zeilen, was nachdenklich macht und dafür sorgt, dass mir dieses Debüt noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Rezensionen von Bisco:
Eisinsel von Hanno Rinke
Zwischen Wahnsinn in Gedanken und Handlung ist hier nur ein schmaler Grad, der leider nicht gut ausgearbeitet ist
Eisinsel war für mich vor allem eine Charakterstudie über einen Protagonisten, den ich die ganze Zeit beobachtet habe wie ein Insekt unter einem Glas. Victor ist unglaublich schwer zu greifen. Nach außen wirkt er ruhig, empathisch und hingebungsvoll, während seine Gedanken und sein Umgang mit anderen immer wieder etwas Unheimliches ausstrahlen.
Genau dieses ständige Hinterfragen, was in ihm eigentlich vorgeht, hat für mich den größten Reiz des Buches ausgemacht.
Gerade die Einblicke in seine Vergangenheit zeigen, wie sehr ihn seine Familie und seine Kindheit geprägt haben. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass sich einige Passagen zu sehr wiederholen. Die Gespräche mit den Patienten und Victors Blick auf die Welt haben sich für mich irgendwann gezogen, obwohl ich seine Gedankengänge grundsätzlich spannend fand.
Wenn die Handlung später anzieht, zieht sie allerdings richtig an. Einige Szenen gehören definitiv zu den verstörendsten, die ich bisher in einem Thriller gelesen habe. Wer empfindlich auf explizite Gewalt reagiert, sollte das im Hinterkopf behalten.
Zudem am Anfang des Buches ganz eindeutig eine Warnung auf Inhalte mit Triggergefahr verwiesen werden müsste, welche am Ende des Buches aufgelistet werden müssten.
Was mir am Ende leider gefehlt hat, war ein runderer Abschluss. Ich hätte gerne noch erfahren, wie es nach den Ereignissen für Victor weitergeht.
Der Schreibstil konnte mich leider auch nicht wirklich überzeugen. Im Wechsel zwischen heute und damals, im schnellen Wechsel von Gedankengang zu aktivem Gespräch, hat es mich oft verwirrt zurückgelassen.
Insgesamt ist Eisinsel für mich aber kein klassischer Thriller. Dafür nimmt die psychologische Entwicklung der Figur und die Auseinandersetzung mit Tod, Einsamkeit und menschlichen Abgründen zu viel Raum ein. Gerade diese Mischung macht das Buch interessant, auch wenn es für mich leider überhaupt nicht gestimmt hat.
Rezensionen von begine:
Dattelpalmen vor tiefblauem Himmel von Laila El Omari
Fiktiv mit viel Wahrem
Laila El Omari ist eine Schriftstellerin, deren Romane ich immer wieder gerne lese.
Der Roman „Dattelpalmen vor tiefblauem Himmel“ ist fiktiv, aber vieles ist in ihrer Familie so geschehen.
Ihre Protagonistin Amelie Saha ist Journalistin, sie will ihre arabischen Wurzeln nicht ausleben.Sogar ihre fünfzehnjährige Tochter bemerkt, das sie, wenn arabische Personen erwähnt werden, etwas brüsk reagiert.
Erst als sie von ihrem Arzt als Übersetzerin für eine Patientin dazu gebeten wird, ändert es sich langsam.
Als sie die Emigrantin zufällig wiedersieht, öffnet sie sich.
Sie spricht mit ihrer Mutter über den Vater und dessen Familie.
Die Autorin hat das alles perfekt dargestellt.
Ich war von dieser Familiengeschichte total gefangen.
Es ist absolut lesenswert.










