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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

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Animal von Tibor Rode

Bezaubernd und bestürzend zugleich

Da ich schon Bücher von Autor Tibor Rode gelesen habe, war ich natürlich wieder gespannt auf das neue Werk. Ich hatte ein bisschen Anlaufschwierigkeiten, weil das Buch so ein Wälzer ist, aber dann wollte ich nur mal kurz reinlesen und schon war es passiert. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich wollte unbedingt weiterlesen und wissen, was passiert, was hinter den Anschlägen steckt, wie es ausgeht.

Habe dann mehr oder weniger in einem durch das gesamte Buch gelesen. Das sagt ja eigentlich schon alles.
Ich esse schon seit einiger Zeit kaum mehr Fleisch, vor allem, weil ich nicht möchte, dass meinetwegen Tiere leiden und sterben müssen. Und auch, weil ich es so unfassbar absurd finde, welche Unterschiede wir machen. Katzen und Hunde leben bei uns wie ein Familienmitglied, werden fürstlich bedient, haben ein eigenes Sofa und werden umsorgt, aber wenn es Fleisch im Sonderangebot gibt, fragt keiner mehr, woher das kommt und wie das Tier gelebt hat. Rosa zeigt es uns ganz deutlich.
Da meine Schwester und mein Schwager beide im Bereich der Lebensmittelüberwachung arbeiten, kenne ich die Bedingungen gut. Trotzdem war es hier nochmal sehr bedrückend, wenn man über die Gedanken und Gefühle des Tiers gelesen hat. Und ja, ich bin der festen Überzeugung, dass Tiere auch fühlen, denken und leiden.
Tibor Rode ist hier ein absolut starker, zugleich bezaubernder und bestürzender Roman gelungen. Sollte jeder lesen, finde ich!

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Animal

Rezensionen von peedee:

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Strictly Business von Carrie Elks

Sehr guter Reiheneinstieg

Salinger Brothers, Band 1: Ava Quinn ist mit Leib und Seele Cheflektorin in einem kleinen Kinderbuchverlag in Charleston. Als sie nach ihrem Urlaub zurück ins Büro kommt, wird sie von Neuigkeiten überrumpelt: Der langjährige Vertragsleiter wurde kurzerhand in den Vorruhestand geschickt. Sein Nachfolger ist Myles Salinger.

Ausgerechnet Myles! Ava hat mit dem New Yorker Cheflektor des Medienkonzerns, der ihren Verlag aufkaufen will, schon zu tun gehabt. Es waren keine angenehmen Begegnungen. Nun kommandiert er alle herum, insbesondere Ava. Sie hat im Urlaub ihre Lebensplanung überdacht und einen Entschluss gefasst, der jedoch durch die aktuellen Entwicklungen in Gefahr zu sein scheint…

Erster Eindruck: Das Cover hebt sich von anderen Büchern ab, was ich sehr gut finde, auch wenn es mir farbtechnisch nicht so entspricht. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.

Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie Ava sich im Urlaub entspannt und sich endlich zu einem Entscheid durchgerungen hat: Sie will ein Baby. Sie hat zwar keinen Vater dazu, aber eine Kinderwunschklinik kann da Abhilfe schaffen. Sie hat einen Termin vereinbart. Aber die Entwicklung im Büro bringt alles ins Wanken: Ist ihr Job in Gefahr? Was sollte sie tun, falls sie gefeuert würde? Alleinerziehend und ohne Job? Ihre Freundinnen Sophie und Lauren stehen ihr immer zur Seite. Es ist wunderbar, solche Freundinnen zu haben, die einen schon jahrelang begleiten.
Myles ist nicht begeistert, in Charleston vorübergehend die Leitung zu übernehmen. Er und Ava sind eigentlich gleichgestellt und trotzdem hat er nun das Sagen. Ava ist aber nicht jemand, der einfach so alles hinnimmt. Nein, sie kämpft für ihren Job und ihre Kolleg:innen. Die hitzigen Gespräche lassen seinen Blutdruck steigen, denn Ava gefällt ihm. Sogar sehr. Aber das darf nicht sein… Sagt wer?

Ich bin ein klein-wenig-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig und freue mich daher immer, wenn ich auf neue, gute Unterhaltung versprechende Reihen stosse. Das „Strickmuster“ bei solchen Reihen ist zwar bekannt, aber es ist stets interessant, zu sehen, wie sich die Beziehung entwickelt. Mir haben Ava und Myles sehr gut gefallen – ich finde es toll, dass die beiden nicht in ihren Zwanzigern sind, sondern Ende Dreissig/Anfang Vierzig. Die Familie von Myles hat mich begeistert und ich freue mich auf weitere Geschichten rund um die Salinger Brothers – 4 Sterne.

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Strictly Business

Rezensionen von JennifersBooks:

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Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe) von Elise Kova

Holpriger Start und starkes Finale

Die Sonderausgabe von "Dragon Cursed" ist ohne Frage wunderschön gestaltet. Die Drachenschuppenoptik, der Flammenfarbschnitt - das wirkt edel und macht richtig etwas her. Nur der Schuber hat mich gestört. Von außen sieht er zwar gut aus, aber für eine "Deluxe-Ausgabe" fühlt sich die dünne Pappe einfach nicht hochwertig an.

Ein Schutzumschlag im gleichen Design wäre mir ehrlich gesagt lieber gewesen und hätte das Gesamtbild runder gemacht.

Der Einstieg ins Buch war für mich ziemlich zäh. Man wird in die Welt von Vingard hineinkatapultiert, ohne wirklich Informationen zu haben. Das ganze System mit Drachen, Äther, Sigillen und Isolas Situation wird nur häppchenweise erklärt, sodass ich anfangs ständig das Gefühl hatte, planlos durch die Seiten zu stolpern. Ein Glossar hätte hier Wunder gewirkt, genauso wie eine klare Übersicht der Hierarchie in Vingard - Gnadenritter, Inquisitoren, Kuratoren, Gilden. So musste ich immer wieder überlegen, wer eigentlich welche Rolle spielt und wie das Machtgefüge aussieht. Auch die Karte hilft nur bedingt, weil man nur die Teile sieht, die auch direkte Handlungsorte im Buch sind. Vom Rest der Welt, wie den zerstörten Städten oder dem Wohnort der Aschegeborenen, bekommt man gar nichts mit. Die anderen Städte sind wohl untergegangen, weil die Drachen die Geißel über das Land gebracht haben - was diese Geißel genau ist, erfährt man aber erst viel später. Insgesamt hat dieser Mangel an Informationen dafür gesorgt, dass ich die ersten hundert Seiten eher durchgebissen habe. Wäre es kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich vermutlich vorher aufgegeben.

Mit dem Tribunal kam dann endlich Spannung auf. Die Teilnehmer, auch Supplikanten genannt, sind im Kloster eingeschlossen und müssen Prüfungen bestehen, um zu beweisen, dass sie nicht drachenverflucht sind. Anfangs sind die Aufgaben noch harmlos, später steigert sich das Ganze bis hin zu Folter, um die Supplikanten zu brechen. Parallel dazu erfährt man immer mehr über Isolas Hintergründe und die Strukturen in Vingard. Das letzte Drittel hat mich dann komplett überrascht: Wendungen, die ich absolut nicht vorhergesehen habe, ein plötzliches Tempo, das mich bis spät in die Nacht weiterlesen ließ, und ständig dachte ich mir nur "Was?" - im besten Sinne. Der Cliffhanger am Ende ist fies und effektiv, und ich bin neugierig, wie es in Band 2 weitergeht.

Die Charakterentwicklung fand ich besonders gelungen. Isola wirkt zu Beginn naiv und verplant, voller Selbstzweifel. Später merkt man aber, dass das vor allem daran liegt, dass niemand in ihrer Umgebung ehrlich mit ihr ist. Vieles wurde ihr verheimlicht und so ihre Unsicherheit geschürt. Während des Tribunals wächst sie mental über sich hinaus und lässt sich nicht unterkriegen. Ihre beste Freundin Saipha, ihre Familie und auch Lucan bleiben dagegen etwas blass, was erneut an den fehlenden Informationen über den Alltag der Personen und der Welt liegt. Überraschend positiv fand ich, dass es keine typische Romantasy-Entwicklung gibt. Zwischen Isola und Lucan entsteht zwar etwas, aber eher ein vorsichtiges Herantasten als sofortige Leidenschaft. Das wirkt glaubwürdig, vor allem da Isola Lucan sechs Jahre lang als ihren Feind betrachtet hat und ihm nicht gleich vertraut. Vielleicht entwickelt sich in Band 2 mehr, wenn beide wirklich offen miteinander umgehen.

Fazit: Am Ende bleibt für mich ein gemischtes Fazit: Ein wunderschönes Buch, ein starkes letztes Drittel und eine überzeugende Protagonistin - aber auch viele Lücken in der magischen Welt, die mich zu oft ratlos zurückgelassen haben. Für mich sind das solide 3 Sterne. Band 2 werde ich trotzdem lesen, weil die letzten Kapitel genug Neugier geweckt haben.

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Dragon Cursed - Zeig keine Gnade (Deluxe-Ausgabe)

Rezensionen von kabo16:

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Hase Hibiskus und die Herbstsause von Andreas König

Macht Freude auf den Herbst

Dieses Buch steigert die Freude auf den Herbst, auch wenn wir uns gerade im Hochsommer befinden.
Diese Reihe um den lustigen Hasen Hibiskus kannte ich bis jetzt noch nicht, und ich bin begeistert.
So viele tolle Ideen, rund um meine liebste Jahreszeit, die man mit Kindern leicht umsetzen kann.

Anhand eines Herbstfestes helfen Hibiskus und seine Freunde, Tom Bär und Maxi Maus den anderen Waldtieren. Eigentlich wollten sie etwas für die Vorbereitungen zur Sause beitragen. Aber auf dem Weg dorthin, wird unterweg immer wieder ihre Hilfe dringend gebraucht.
Und so "Sausen sie durch Waldhausen! Für das beste aller Feste!"
Ruckizucki ist bei all der Hilfe schon der Beginn der Sause. Und nun?
Lest selber und lasst euch überraschen.
Nicht nur das Cover ist in warmen Herbsttönen gestaltet, auch der Inhalt ist damit in Szene gesetzt - von Günther Jacobs. Es gibt viel zu sehen und zu entdecken.
Der Text ist lehrreich und lässt sich gut vorlesen. Hilfsbereitschaft sowie Freundschaft spielen hier eine tragende Rolle.
Wir freuen uns nun mit Hase Hibiskus auf den bunten Herbst in der Natur.

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Hase Hibiskus und die Herbstsause

Rezensionen von Gute_Laune:

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Sächsisches Spezialitäten-Backbuch von Jürgen Helfricht

Kleines Büchlein, großer Genuss

In jeder Backbuchsammlung ist dieses kleine Büchlein ein großer Hit. Die Aufmachung ist mit ganz viel Liebe zur Region sehr gut gelungen. Kleine Geschichten rund um Sachsen und die Gebäcke setzen glänzende Highlights und machen das Büchlein noch schöner.

Einige der Rezepte kenne ich bereits ohne Bezug zu Sachsen.

So ist hier bei uns der Dresdner Kaffeekranz als Frankfurter Kranz bekannt und war besonders in den 1970ern sehr beliebt. Einziger Unterschied ist, dass in Dresden Mandeln mit Zucker und Semmelbröseln zum Verzieren verwendet werden, in Frankfurt Krokant. Leider ist er irgendwie in Vergessenheit geraten. Vielleicht hilft dieses Büchlein dabei, ihn wieder öfter auf der Kuchentafel zu finden. Es finden sich aber auch viele Gebäcke, die ich bisher nicht kannte, die jedoch voll auf meiner Genuss-Welle liegen. Ganz vorne liegen da die Fürst-Pückler-Schnitte und der Dresdner Prasselkuchen. Und der Schlesische Mohnkuchen ist einer der Klassiker, die mir immer das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.

Das Büchlein startet mit einigen Kapiteln zu Sachsen als deutsches Kuchenmekka. Die nachfolgenden Rezepte sind dann unterteilt in die Kapitel Feine Torten und Sahnestücke; Feine Kuchen und Bäben mit Hefeteig; Echte Dresdner Stollen und Striezel; Windbeutel und Spritzkuchen; Konfekt und Pfefferkuchen; Feine Blätterteig- und Plunderstückchen; Feine Rührkuchen und Küchlein; Feines Kaffee- und Teegebäck; Spezialitäten mit Kartoffelteig. Abgeschlossen wird das Büchlein vor dem Inhaltsverzeichnis mit ein paar Kapiteln zu Sachsens Spezialitäten-Bäcker Dr. Quendt.

Die 51 Rezepte sind übersichtlich gestaltet. Sie füllen immer eine Doppelseite. Links findet sich die Zutatenliste, daneben werden die Arbeitsschritte im Fließtext erklärt, dann folgt ein verführerisches Bild und daneben häufig noch ein wenig Info rund um das Gebäckstück. Erfreulicher Weise verderben einem keine Nährwertangaben den Appetit. Es werden nur alltägliche Zutaten verwendet, die man oft sogar im Vorrat hat. Mir macht das Büchlein riesig Freude. Fünf Sterne!

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Sächsisches Spezialitäten-Backbuch

Rezensionen von manu63:

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Fuß Schmerzen selbst behandeln von Dr. med. Petra Bracht; Roland Liebscher-Bracht

Kann helfen

Das Buch Fuß Schmerzen selbst behandeln stammt von dem Autorenduo Dr. Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht. Das Duo möchte schmerzgeplagten einen Leitfaden an die Hand geben um diese zu lindern.

Das Buch beginnt mit einer Aufstellung verschiedener Methoden zur Linderung von Schmerzen und es werden auch verschiedenen Erkrankungen mit Diagnosen vorgestellt.

Man sollte das Buch aber nicht als Selbstdiagnosemittel nutzen. Die Schmerzen sollten erst mal von der Schulmedizin abgeklärt werden.

Danach gibt es Ernährungsempfehlungen mit Erläuterungen welche Nahrungsergänzungsmittel ggfs. geeignet wären. Dabei stellt das Duo auch gerne die eigenen Präparate in den Vordergrund.

Am besten fand ich die ausführlichen Erläuterungen zu den Übungen und wie man sich motivieren kann dieses regelmäßig anzuwenden. Auch hier werden die eigenen Hilfsmittel, die man im eigenen Shop erwerben kann, für die Übungen in den Vordergrund gestellt. Es gibt aber auch immer Alternativen die vorgestellt werden, ohne das man diese Hilfsmittel nutzt. Mit dem subtilen Hinweis das man damit aber nicht unbedingt zum richtigen Erfolg kommt. Das ist für mich ein Negativpunkt bei diesem Buch. Dem Lesenden wird vermittelt das es mit den Brachtchen Hilfsmitteln zum optimalen Erfolg kommt.

Die Übungen sind knapp bebildern, man kann sie aber dennoch gut nachvollziehen. Wer mag kann über einige QR Codes kostenlose Übungsvideos ansehen.

Ich habe die Übungen nun seit einigen Wochen regelmäßig gemacht, ohne die angepriesenen Hilfsmittel und Nahrungsergänzungen , und kann einige kleine Erfolge fest stellen. Ich bin nicht schmerzfrei, aber der Schmerz ist erträglicher geworden.

Deshalb mein Fazit, das Buch kann helfen, aber es kann dauern.

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Fuß Schmerzen selbst behandeln

Rezensionen von JennifersBooks:

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Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers von Sophie Oldenstein

Akademie voller Geheimnisse

Bevor ich überhaupt angefangen habe zu lesen, hat mich das Cover neugierig gemacht. Die Akademie vor dem Vollmond, die magischen Wirbel, die bedrohlichen Wasserspeier und dazu diese auffällige pinke Farbe. Das wirkt ungewöhnlich und hat sofort dafür gesorgt, dass ich wissen wollte, was hinter dieser Kulisse steckt.

Das Coverdesign ist für mich eindeutig ein Highlight und hat mich direkt dazu gebracht, das Buch aufzuschlagen.

Im Mittelpunkt steht Nicky, die überraschend ein Stipendium für die Ashfield Academy erhält. Sie kommt aus einem einfachen Elternhaus. Ihre Eltern betreiben einen Fish und Chips Imbiss und obwohl sie eine gute Schülerin ist, fragt sie sich ständig, warum ausgerechnet sie für diese elitäre Schule ausgewählt wurde. Diese Unsicherheit zieht sich durch die ersten Kapitel und macht sie sehr greifbar. Man versteht sofort, warum sie sich fehl am Platz fühlt und warum sie auf das freundliche Verhalten von Ben, Reggy und Sunita hereinfällt. Die drei scheinen sie aufzunehmen, doch schnell wird klar, dass ihre Motive nicht unbedingt selbstlos sind.

Die merkwürdigen Ereignisse, die Nicky erlebt, sorgen früh für Spannung. Das Klingeln, die fremden Stimmen, der Mitschüler, der sich scheinbar in Luft auflöst, und die Dorfbewohner, die der Akademie misstrauisch gegenüberstehen, schaffen eine Atmosphäre, die zwischen Neugier und Unbehagen pendelt. Gleichzeitig lernt Nicky nach und nach andere Schüler kennen, die der Geschichte Farbe geben. Agatha, die immer schwarz gekleidet ist und selten ein freundliches Wort übrig hat. Pauly, die mit ihrem Rollstuhl, dem roten Blitz unterwegs ist und kein Blatt vor den Mund nimmt. Schuten, der schüchtern ist und trotzdem wichtig für die Gruppe wird. Dazu kommen der jüngere Schüler Pip, der große Hund Padraig und Norville, der Ladenbesitzer, dessen Geschäft immer genau das bereithält, was man gerade braucht. Norville war für mich die interessanteste Figur, weil man nicht sofort erfassen kann, was er genau weiß und die Enthüllungen über ihn am Ende sehr spannend waren. Ich hoffe sehr, dass er im zweiten Band noch eine größere Rolle bekommt.

Die Welt rund um die Akademie ist interessant aufgebaut. Es gibt eine magische Quelle, von der die meisten Schüler nichts wissen. Nur einige von ihnen besitzen magische Fähigkeiten, die allerdings verschwinden, sobald sie erwachsen werden. Die Erwachsenen sind deshalb völlig ahnungslos, was die Vorgänge an der Schule betrifft. Carla York bildet die Ausnahme, da sie über die Quelle Bescheid weiß und als Mentorin für die Stipendiaten dient. Nicky und ihre Freunde müssen also das normale Internatsleben meistern und gleichzeitig im Geheimen herausfinden, was es mit der Magie und den Wasserspeiern auf sich hat. Diese werden bei Regen lebendig und sorgen für die richtige Portion Spannung. Einige Szenen sind gruselig, was genau richtig ist für Leser ab elf Jahren. Das offene Ende passt gut zur Dilogie und macht neugierig auf den zweiten Band, denn es gibt einige Enthüllungen, die man so nicht erwartet.

Trotz vieler gelungener Elemente vergebe ich vier Sterne. Die Akademie selbst bleibt für meinen Geschmack zu oberflächlich beschrieben. Ich hätte mir mehr Details gewünscht, um mich wirklich in Ashfield zurechtzufinden. Auch die Erwachsenen in der Akademie bleiben weitgehend blass, abgesehen vom Koch, der ständig exklusive Gerichte wie Hummercremesuppe und Trüffelrisotto für die reichen Schüler serviert. Der Ort rund um die Akademie wirkt ebenfalls sehr reduziert. Abseits von Norvilles Laden bekommt man kaum ein Gefühl dafür, wie das Dorf aussieht oder wer dort lebt. Es entsteht der Eindruck, als würden dort nur wenige Menschen wohnen, was der Geschichte etwas Atmosphäre nimmt.

Fazit: Das Buch bietet eine spannende Mischung aus Magie, Geheimnissen und glaubwürdigen Figuren, hat aber in der Ausgestaltung der Umgebung noch Potenzial. Die Lust auf Band zwei ist trotzdem da, denn die offenen Fragen und die letzten Enthüllungen machen neugierig auf das, was noch kommt.

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Ashfield Academy - Der Ruf des Wasserspeiers

Rezensionen von Lesender:

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Salute - Das letzte Foto von Friedrich Kalpenstein

Ein Foto kann viel erzählen


Der Mord am Fotografen Domenico Spina sorgt für mächtig Wirbel in Bordolino. Nicht nur die Frage nach dem Täter beschäftigt Lanza und seine Kollegen, auch die Frage nach dem Motiv steht im Raum.

Natürlich steht ihm Zeitler wieder hilfreich zur Seite. Einmal Polizist, immer Polizist. Die beiden nähern sich langsam an, und wer weiß vielleicht werden sie ja noch Freunde.

Die Ermittlungen führen in verschiedene Richtungen, Spuren und verdächtige werfen Fragen auf und ganz nebenbei erfährt man einiges über Spinas Leidenschaft und Vergangenheit.

Dank wiederkehrender Charaktere fühlt man sich mit jedem Teil ein bisschen mehr zuhause in dem kleinen Ort am Gardasee. Nachbarn und Freunde halten zusammen und bringen auch etwas Gemütlichkeit mit sich. Das italienische Feeling verbreitet eine sommerliche Urlaubsstimmung beim Lesen.

Der vierte Fall hat mich wieder sehr gut unterhalten. Es war interessant, informativ, spannend und auch humorvoll. Auf zum fünften Fall!

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Salute - Das letzte Foto

Rezensionen von Igela:

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Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson

Guter Auftakt!

In einem Reitstall in Hafnarfjördur wird eine tote Frau gefunden. Die Tote liegt in einer leeren Pferdebox und ist splitterfasernackt. Die sofort aufgenommenen Ermittlungen ergeben, dass die alleinerziehende Mutter ermordet wurde und von ihrem Sohn jede Spur fehlt. Der 10-jährige Kristofer ist aus der Wohnung, die er mit seiner Mutter bewohnt hatte, verschwunden.

Helga Jonsdottir vom Dezernat für Gewaltverbrechen, die ihren ersten Fall leitet, bittet Bjarki Gudmundsson, der sich in Island bestens auskennt, um Hilfe.

Noch während die Suche nach dem Jungen in vollem Gang ist, wird eine weitere Frau getötet.


Mit "Schlafende Vulkane" startet eine neue Thriller - Reihe, die in Island handelt. Eine Reihe, die gleich temporeich und mit vielen Opfern gespickt, beginnt. Das Autorenduo beschreibt die Morde schonungslos und es geht recht brutal zur Sache.

Die Protagonistin Helga Jonsdottir ist jung und relativ neu in dem Beruf. Sie ist in einem Team gelandet, in das sie sich erst einfinden muss. Da sie ausserdem Mutter und getrennt ist, muss sie oft den Spagat zwischen Kind und Beruf meistern. Einen Spagat, der sehr oft zugunsten des anspruchsvollen Falles geht. Etwas, woran ihr Exmann sie immer wieder erinnert.

Sie kniet sich ordentlich in den Fall hinein. Bis sie persönlich und mehr als ihr lieb ist in den Fall involviert wird. Mit Bjarki, der unter Freunden Grettir genannt wird, hat sie einen erfahrenen Ermittler zur Seite. Seine Funktion und Rolle in dem Ermittlerteam habe ich nicht so richtig verstanden.

Die Autoren haben viel Spannung ins Spiel gebracht. Ich fand es jedoch etwas schade, dass schon kurz nach der Hälfte des Buches die Ermittler die Identität des Serientäters kannten. Zuerst nahm dadurch die Spannung rapide ab ... bis Hjorth & Thorsson eine neue Komponente ins Spiel brachten. Denn plötzlich hat der Täter es auf die Ermittlerin abgesehen. Sein Motiv ist nicht neu, muss es auch nicht. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass dieses Motiv nicht so rasch völlig offen gelegt wird.

Medizinische Details, vor allem die während der Untersuchung der Toten, zeigen hervorragende Recherchen. Mit Kriminaltechnikerin Yvette agiert eine weitere starke Figur im Ermittlerteam.

Gruselig empfand ich die kursiv geschriebenen Kapitel, die die Sicht des Täters in den Mittelpunkt stellen. Hier liest man, was in seinem (kranken und irren) Kopf vor sich geht.

Ich freue mich auf weitere Bände der Ermittler vom Dezernat für Gewaltverbrechen der Polizei Reykjavik.

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Schlafende Vulkane

Rezensionen von Rinoa:

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Strandopfer von Frank Goldammer

Verzwickter deutsch-polnischer Fall

Als passioniertem Krimi-Leser ist mir Frank Goldammer natürlich ein Begriff, auch wenn ich noch kein Buch von ihm gelesen habe. Nun war es aber durchaus mal an der Zeit, warum also nicht sein neuester Krimi.

Und der hat mir gleich einiges abverlangt, denn ich habe mich am Anfang unheimlich schwergetan mit dem Schreibstil, den ich als sehr abgehackt, teilweise fast schon roh, empfunden habe.

Erst mit der Zeit habe ich verstanden, oder es zumindest so interpretiert, dass er genauso schnodderig ist wie die dazugehörige Ermittlerin Lena Schuldt, es hat aber wirklich eine ganze Weile gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Dann fand ich ihn aber durchaus stimmig und sehr passend.

Und dann wirkten auch noch die Ermittlungen, die Lena mit ihrem polnischen Kollegen Adam Krawczyk durchführt, teilweise wahnsinnig stümperhaft und fast schon kopflos, was eventuell aber auch an der Sprachbarriere und der belasteten und hier sehr gut beschriebenen deutsch-polnischen Geschichte liegt.

Außerdem schleppt auch Lena ihre ganz eigene schlimme Geschichte mit sich herum und wirkt dabei sehr nahbar und authentisch, im Gegensatz zum eher verstockten Adam. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Mich hat das Buch - nach den geschilderten Anlaufschwierigkeiten - richtig gepackt und ich hatte bis kurz vor dem Ende absolut keine Ahnung, wie es sich auflösen könnte bzw. mehrere Theorien, die alle hätten stimmen können.
Und auch die Dynamik zwischen Lena und Adam fand ich interessant, genauso wie das deutsch-polnische Thema, was ja auch irgendwo miteinander verknüpft ist.
Sollte es einen Folgeband geben, werde ich diesen sehr gerne lesen.

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Strandopfer