Kunden em pfehlungen
Rezensionen von ekiam:
Jonah Goes Off Script von Robyn Green
Gefühlvolle Enemies-to-Lovers-Geschichte im Theaterumfeld
Jonah ist ein gefeierter Star im Londoner West End und frisch mit einem Olivier Award ausgezeichnet. Beruflich könnte es kaum besser laufen; privat dagegen gerät sein Leben zunehmend aus dem Gleichgewicht. Als dann auch noch Dexter, charismatischer Publikumsliebling und ausgerechnet Jonahs größter Rivale, neu zum Ensemble stößt, sind Konflikte vorprogrammiert.
Die Geschichte wird ausschließlich aus Jonahs Perspektive erzählt, wodurch seine Gedanken, Unsicherheiten und Beweggründe greifbar und authentisch wirken. Dexter bleibt dagegen zunächst geheimnisvoll. Gemeinsam mit Jonah entdeckt man im Verlauf des Buches immer mehr seiner Facetten. Sein Verhalten überrascht, wirkt stellenweise widersprüchlich, ist am Ende jedoch stets nachvollziehbar. Dieses behutsame Enthüllen seiner Persönlichkeit sorgt für anhaltende Spannung.
Die Dynamik zwischen Jonah und Dexter ist von Beginn an spürbar. Ihre Rivalität basiert nicht auf oberflächlichen Missverständnissen, sondern auf glaubwürdigen Konflikten, die sich nicht abrupt auflösen, sondern sich nach und nach auflösen.
Neben der romantischen Handlung greift der Roman auch ernstere Themen auf: Verlust, Homophobie sowie toxische Beziehungen und problematische Arbeitsverhältnisse verleihen der Geschichte zusätzliche Schwere, ohne sie zu überladen. Die Nebenfiguren, insbesondere Jonahs Eltern und seine Freunde Bastien und Sherrie, bringen eigene Perspektiven und Handlungsstränge mit, die das Gesamtbild abrunden.
Robyn Greens Schreibstil ist locker und flüssig. Mitunter ist er etwas ausschweifend, was den Lesefluss jedoch nicht beeinträchtigt.
Insgesamt ist Jonah goes off script eine gefühlvolle, vielschichtige Enemies-to-Lovers-Geschichte vor der glamourösen und zugleich fordernden Welt des Theaters, die ich kaum aus der Hand legen konnte.
Rezensionen von Sheilo:
National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren von
Interessant und sehr informativ
Dieser Weltatlas bietet Kindern und auch Erwachsenen auf rund 200 Seiten eine Fülle von Informationen rund um unsere Welt.
Auf den ersten Seiten des Buches gibt es zu den verschiedensten Themen einen Einstieg, wie beispielsweise der Entstehung der verschiedenen Kontinente durch die Plattentektonik, das Klima mit den verschiedenen Klimazonen und der enormen Bedeutung der Meeresströmungen oder aber auch generelle Informationen zur Weltbevölkerung, Sprachen oder Wirtschaft, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Die großformatigen Doppelseiten laden dabei geradezu ein, dass jeweilige Thema mit den Kindern zu vertiefen.
Danach folgt die Entdeckung der einzelnen Kontinente, wobei es immer politische und physische Karten gibt, um einen Überblick zu erhalten. Untersetzt werden diese durch Informationen zu einzelnen Ländern, ergänzt von wunderschönen Fotos und Informationen, die aus Zahlen und Fakten sowie einem kurzen Text bestehen. Der Umfang ist dabei kindgerecht und auch die Beschreibungen sind auf das empfohlene Alter von 8 Jahren abgestimmt. Am Ende des Buches befindet sich ein Überblick über alle Länder der jeweiligen Kontinente, denen die Flagge und ein kurzer Faktenüberblick zugeordnet ist.
Meine Kinder sind von diesem Buch sehr begeistert und wollen es gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Vielfalt der Informationen im Atlas sind wirklich beeindruckend und die Gestaltung ist perfekt zum Entdecken durch die Kinder, aber auch Erwachsene, geeignet. Auch ich konnte einige neue Informationen mitnehmen und altes Wissen auffrischen. Von mir gibt es daher eine große Empfehlung des Weltatlas.
Rezensionen von brauneye29:
Liefern von Tomer Gardi
Keine leichte Lektüre
Zum Inhalt:
Filmom arbeitet ohne Arbeitserlaubnis unter falschem Namen in Tel Aviv als Lieferant. Geflüchtet aus Eritrea will er genug Geld verdienen, um seiner Frau und Tochter nach Berlin zu folgen. Seine Frau und Tochter lernen Deutsch bei Nina im Bildungszentrum. Nina reist nach Delhi zu einem Auslandssemester, wo sie sich in dem Argentinier Ramon verliebt.
Diese und weitere Episoden umfasst das Buch.
Meine Meinung:
Das Buch verlangt schon einiges von einem ab, denn es ist kein klassischer Roman, sondern ein zum Teil verwirrendes Werk, dass für den Leser extrem herausfordernd ist. Immer wieder hatte ich auch das Gefühl, etwas verpasst zu haben, weil mir plötzlich was fehlte, aber genau das führt auch dazu, dass man sich intensiv mit der Lektüre befassen muss. Thematisch ist es ein Buch, dass auch aufrüttelt, weil der Finger auf Wunden gelegt wird, über die man vorher nicht mal nachgedacht hat. Würde ich das Buch empfehlen? Schwierig, da bestimmt nicht massenkompatipel, aber nicht uninteressant.
Fazit:
Keine leichte Lektüre
Rezensionen von Allesleser:
Hedley Mill - Wohin der Weg dich führt von Sophie Oliver
Neuer Wind an der Nordseeküste
England, 1954:
Laura Hedley kehrt in das Heimatdorf ihres Vaters zurück. Craster an der rauen Nordseeküste, ein Ort in dem der Fischfang dominiert und an dem sie wie ein Fremdkörper wirkt.
Sie möchte die alte Weberei ihrer Vorfahren wieder zum Leben erwecken, Tweedstoffe herstellen und sich damit einen Namen machen.
Mir hat die Geschichte von der ersten bis zur letzten Seite gefallen!
Die Autorin schafft es, dass man mitfiebert und Laura nicht von der Seite weichen möchte.
Sie ist eine starke Frau, die ihren Weg geht und dem Dorf den Glanz der neuen Zeit näher bringt.
Viele interessante Charaktere, eine sich langsam anbahnende Liebesbeziehung, Intrigen und jede Menge interessante Einblicke in ihre Arbeit machen diese Geschichte zu einem echten Leseerlebnis!
Rezensionen von lesespitz:
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Wunderschönes Buch
Judith Hoersch’ Roman erzählt die berührende Geschichte von vier Frauen – Marie, Gabriele, Alma und Isabell –, deren Leben auf vielschichtige Weise miteinander verwoben sind. Ausgangspunkt ist Maries Versuch, sich in Berlin ein neues Leben aufzubauen. Ein unerwartetes Ereignis verändert nicht nur ihren Weg, sondern beeinflusst nachhaltig auch das Leben der anderen drei Frauen.
Nach und nach entfaltet sich in mehreren Zeitebenen, wie eng ihre Schicksale tatsächlich miteinander verbunden sind.
Der Roman greift große Themen auf: Familie, Mutterschaft, Sehnsucht, Fremdbestimmtheit, Schweigen und generationsübergreifende Traumata. Besonders eindrucksvoll ist, wie Hoersch diese Aspekte in die Handlung einbettet, ohne je belehrend zu wirken. Trotz der Schwere der Themen bleibt der Ton stellenweise leicht, was vor allem dem zugänglichen, atmosphärischen Schreibstil zu verdanken ist. Die Autorin lässt uns tief in die Gefühlswelt der Figuren eintauchen: Almas Schmerz über das diffuse Gefühl, in ihrer Familie nicht wirklich dazuzugehören; Isabells Zweifel, ob sie die Mutter sein kann, die sie sein möchte, und ihre Trauer um die durch einen Unfall verstorbene Mutter; Gabriele, die sich zunehmend von der Rolle als „Mama“ entfernt; und Marie, deren Fotos am Ende zum Schlüssel der Wahrheit werden.
Die Figuren wirken durchweg authentisch, ihre Handlungen und inneren Konflikte sind nachvollziehbar. Positiv fällt auf, dass der Roman zwar nach Ursachen für Verletzungen fragt, aber weitgehend auf einfache Schuldzuweisungen verzichtet. Die Entwicklung der Charaktere über mehrere Jahrzehnte ist stimmig und berührend. Zwar lässt die Spannung zwischendurch etwas nach, doch zum Ende hin gewinnt die Geschichte deutlich an Fahrt und führt zu einer Auflösung, die man zwar erahnen kann, die aber emotional überzeugt.
Abgerundet wird das Buch durch ein stimmiges Cover, passende Musikanspielungen und interessante Nebenfiguren. Ein eindringlicher Roman über Mütter und Töchter, der tief unter die Oberfläche geht und lange nachhallt.
Rezensionen von annaja:
Zugwind von Iryna Fingerova
Im fremden Land zuhause
Das Cover wirkt unaufgeregt und schlicht.
Die junge Protagonistin Mira ist mit ihrem Ehemann und der kleinen Tochter aus der Ukraine in eine deutsche Stadt gezogen, um dort als Ärztin zu praktizieren und das bereits vor Beginn des Ukraine-Krieges.
Nach Kriegsbeginn begegnen ihr nun vermehrt in der Hausarztpraxis viele Geflüchtete, die sie medizinisch behandelt, aber auch als Trostspenderin und Hilfsanlaufstelle fungiert.
Die Situationen in der Arztpraxis werden realitätsnah beschrieben, man kann gut nachvollziehen, in welchen Konflikten sich Mira befindet. Es ist schwer, ohne Schuldgefühle, die Menschen aus der Heimat in deren kaputten Situationen zu unterstützen. Die Patientengeschichten zermürben sie und machen sie auch wütend.
Gleichzeitig aber muss sie für sich selbst Frieden finden, eine Normalität spüren und den Zustand akzeptieren, wie er eben gerade ist. Sie hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie Freunde in der Ukraine besucht, wenn sie mit der Familie Urlaub macht, wenn sie mit Kollegen und Freunden lacht und ausgelassen feiert und flirtet.
Das Buch wurde aufrichtig und gefühlvoll, manchmal mit einem witzigen Unterton geschrieben, die Autorin verfügt über genug Selbstironie und das erleichtert das Lesen sehr.
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Weitere Rezensionen
Rezensionen von Annaja:
Zugwind von Iryna Fingerova
Im fremden Land zuhause
Das Cover wirkt unaufgeregt und schlicht.
Die junge Protagonistin Mira ist mit ihrem Ehemann und der kleinen Tochter aus der Ukraine in eine deutsche Stadt gezogen, um dort als Ärztin zu praktizieren und das bereits vor Beginn des Ukraine-Krieges.
Nach Kriegsbeginn begegnen ihr nun vermehrt in der Hausarztpraxis viele Geflüchtete, die sie medizinisch behandelt, aber auch als Trostspenderin und Hilfsanlaufstelle fungiert.
Die Situationen in der Arztpraxis werden realitätsnah beschrieben, man kann gut nachvollziehen, in welchen Konflikten sich Mira befindet. Es ist schwer, ohne Schuldgefühle, die Menschen aus der Heimat in deren kaputten Situationen zu unterstützen. Die Patientengeschichten zermürben sie und machen sie auch wütend.
Gleichzeitig aber muss sie für sich selbst Frieden finden, eine Normalität spüren und den Zustand akzeptieren, wie er eben gerade ist. Sie hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie Freunde in der Ukraine besucht, wenn sie mit der Familie Urlaub macht, wenn sie mit Kollegen und Freunden lacht und ausgelassen feiert und flirtet.
Das Buch wurde aufrichtig und gefühlvoll, manchmal mit einem witzigen Unterton geschrieben, die Autorin verfügt über genug Selbstironie und das erleichtert das Lesen sehr.
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Rezensionen von lesespitz:
Spielverderberin von Marie Menke
3er Konstellation mit Narben
Marie Menkes „Spielverderberin“ hat mich auf mehreren Ebenen überzeugt. Das unkonventionelle, leicht bedrückende Cover und der Titel mit dem Kindheitswort „Spielverderberin“ passen perfekt zur Geschichte einer Dreierfreundschaft, in der immer eine zu viel ist. Einzig die sehr fette Schriftart empfand ich als etwas plump.
Die Erzählstruktur auf zwei klar markierten Zeitebenen („heute“ und „vier Jahre früher“) erzeugt einen starken Sog: Kapitelweise fügen sich die Ereignisse wie ein Puzzle zusammen, ohne je konstruiert zu wirken. Aus Sophies Ich-Perspektive entsteht ein präzises Bild ihres jungen Erwachsenenlebens, während Lotte und Romy bewusst etwas vage bleiben – genau diese Unschärfe macht den Reiz der Dynamik aus. Die fragile Freundschaft, stille Rivalitäten, Neid und unausgesprochene Wahrheiten sind fein herausgearbeitet.
Besonders gelungen ist, wie Menke große Themen – Freundschaft, Verlust, Klassenunterschiede, Stadt-Land-Gegensatz, psychische Krisen – miteinander verwebt. Köln und das Dorf sind mehr als Kulisse: Sie spiegeln Herkunft, Erwartungen und innere Konflikte der Figuren. Trotz der vielen schmerzhaften Erfahrungen wirkt der Roman nie hoffnungslos; die klare, ruhige Sprache trägt die dunklen Töne, ohne sie erdrückend werden zu lassen.
Auch wenn mir die drei Frauen nicht unbedingt sympathisch waren, fand ich sie literarisch äußerst spannend. Für mich gehört „Spielverderberin“ zu den stärksten Coming-of-Age-Romanen der letzten Zeit, und ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Rezensionen von Claudia H.:
So etwas wie Leben von Carolin Schairer
Witzige und spannende Lovestory mit Tiefgang
Worum es geht:
Nachdem die Pharmareferentin Julie gegenüber der neuen Flamme ihres Ex-Freundes ein paar Sicherungen durchgebrannt sind, wurde sie von ihrer Firma nach Bayern strafversetzt. Dort trifft sie auf die Belinda, die Leiterin der Herzambulanz, eine eiskalte Ärztin, die unfreundlich und schroff zu ihr ist.
Belinda lässt sie täglich bei sich antanzen. Was Julie nicht weiß, Belinda versteht einfach nicht, wie man sich anderen gegenüber normal verhält. Und genau das will sie jetzt Julie gegenüber üben. Mehr als nur einmal hat Julie das Gefühl im falschen Film zu sein.
Mein Fazit:
Die Story wird abwechselnd aus der Sicht von Belinda und Julie erzählt. Belindas Verhalten ist mehr als nur merkwürdig und teilweise echt unverschämt. Dabei ist sie allerdings echt witzig. Ich habe anfangs viel gelacht. Später erfährt man so nach und nach, warum Belinda sich derartig benimmt. Vor allem, welches Päckchen sie mit sich herumtragen muss. Dadurch wird die Story sehr interessant und auch spannend. Da Belinda einige Probleme mit ihren Mitmenschen hat, kann sie deren Verhalten nicht immer richtig einordnen. Belinda zieht oft falsche Schüsse, wobei man so richtig mit ihr leidet. Auf jeden Fall ist dies keine 08/15 Lovestory, sondern eine Story mit Tiefgang. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Odina:
Spielverderberin von Marie Menke
Zwischen Nähe und Distanz
Der Roman „Spielverderberin" wurde von Marie Menke verfasst und erschien am 12. Februar 2026 im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover lässt wenig Bezug zum Titel erkennen und wirkt insgesamt eher nichtssagend. In der Geschichte geht es um Sophie und Lotte, die seit ihrer Kindheit im Süthland befreundet sind.
Mit Romy, die in der Oberstufe dazustößt, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Sie bringt neue Impulse, aber auch Unsicherheit. Als die drei nach Köln ziehen, verschwindet Romy plötzlich, und eine verdrängte Nacht aus der Vergangenheit rückt wieder ins Bewusstsein. Der Stil der Autorin ist angenehm flüssig, leicht und bildhaft; ihre Beschreibungen lassen die Atmosphäre des Romans lebendig werden. Die Spannung ist solide, ohne große Höhepunkte zu setzen. Die Figuren sind übersichtlich und nachvollziehbar gezeichnet, bleiben jedoch in ihrer Tiefe zurück, sodass es schwerfällt, sich ganz auf sie einzulassen oder mit ihnen mitzufühlen. Insgesamt ist das Buch ein mittelmäßiger Roman, mit dem ich persönlich nicht richtig warm werden konnte.









