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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LeserinLu :

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Alma von Federica Manzon

Komplex

Der Roman „Alma“ führt nach Triest, eine Stadt an der Schnittstelle zwischen Ost- und Westeuropa, die hier nicht nur Kulisse, sondern ein zentraler Raum für Identitäts- und Zugehörigkeitsfragen ist. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt Alma dorthin zurück, begegnet ihrer Jugendliebe Vili wieder und setzt sich zugleich mit ihrer Familiengeschichte auseinander, die sowohl durch die Habsburger Vergangenheit der Großeltern als auch durch die Arbeit des Vaters für den Diktator Tito geprägt war.

Besonders gefallen haben mir Sprache und Stimmung des Romans. Der Text ist ruhig, oft leicht melancholisch und nimmt sich Zeit für Orte, Erinnerungen und Gedanken. Dadurch entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre, die neugierig macht und zum Mitdenken anregt. Gerade zu Beginn musste ich mich etwas einlesen, weil vieles nur angedeutet wird – etwa die Frage, warum Almas Vater in Italien lebt und zugleich Verbindungen nach Jugoslawien und zu Tito hat. Diese historische Dimension fand ich zunächst sehr spannend. Im Verlauf wurde mir der geschichtliche Hintergrund allerdings stellenweise etwas zu anspruchsvoll. Ich habe einiges über die Balkankriege nachgelesen, um Zusammenhänge besser zu verstehen und hätte mir hier ein erklärendes Nachwort gewünscht. Gerade weil im Roman auch Fotografien eingebunden sind, die eng mit der Handlung verknüpft wirken, wäre es außerdem interessant gewesen zu erfahren, wie viel autobiografisch oder autofiktional angelegt ist.

Trotz dieser kleinen Hürden ist „Alma“ ein atmosphärisch dichter Roman, der vor allem durch seine Sprache und sein Nachdenken über die Bedeutung von Raum und Grenzen überzeugt. Wer sich für Familiengeschichten interessiert, die eng mit europäischer Zeitgeschichte verwoben sind, und bereit ist, sich auf Andeutungen einzulassen, wird hier eine spannende Lektüre finden.

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Alma

Rezensionen von Shilo:

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Das Glück kommt oft im Doppelpack von Karen Witemeyer

Eine bewegende Geschichte

Der Alltag einer jungen Frau in Toronto 1837 wird von Anfang an klar und glaubwürdig beschrieben. Die Arbeit als Wäscherin ist hart und verlangt viel Aufmerksamkeit. Eigene Gedanken haben wenig Platz, und wer nicht still arbeitet, gerät schnell in Schwierigkeiten. Die ständige Sorge um das Nötigste wird deutlich und macht das Leben der Figuren greifbar.

So wird klar, warum die Anstellung zwar Sicherheit gibt, aber auch ihren Preis hat. Die Mühen und kleinen Erfolge im Alltag treten gut hervor, man fühlt, wie anstrengend und gleichzeitig wichtig jede Aufgabe ist.
Mit Evie kommt Wärme in die Geschichte. Das Kind sucht Nähe, und die junge Frau gibt sie gern. Sie vertrauen sich und mögen sich, auch wenn das Leben schwer ist. Die ruhigen Augenblicke zwischen ihnen zeigen, wie wichtig Aufmerksamkeit und Zuwendung sein können. Probleme entstehen auf natürliche Weise, weil die Protagonisten versuchen, das Richtige zu tun, und man merkt, wie schwierig es ist, dabei auf sich selbst zu achten.
Evies Vater sorgt ernsthaft für seine Tochter. Seine Unsicherheit und die Verantwortung, die er trägt, machen ihn nahbar und menschlich. Als Evie krank wird, wird alles ernster, und die Entscheidungen der Figuren haben große Folgen. Dabei zeigt sich, wie eng die Schicksale der Menschen miteinander verbunden sind, auch wenn sie aus ganz unterschiedlichen Welten stammen.
Die Stadt ist unruhig, politische Konflikte machen das Leben unsicher. Die Figuren müssen vorsichtig sein, weil sich schon kleine Handlungen schnell auswirken können. Das Umfeld zeigt, wie leicht ein stabiles Leben ins Wanken geraten kann. Diese Spannung ist ruhig, aber deutlich fühlbar, und macht die Geschichte glaubwürdig.
Am Ende bleibt ein gutes Gefühl. Zusammenhalt, kleine Momente der Freude und Mut stehen im Vordergrund. Die Figuren bleiben lange im Gedächtnis. Die Geschichte berührt auf zurückhaltende Weise und vermittelt, dass selbst in schwierigen Zeiten Nähe und Vertrauen möglich sind.
5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle, die Geschichten über Mut, Zusammenhalt und leise Wärme mögen.

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Das Glück kommt oft im Doppelpack

Rezensionen von Ruth:

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Tage des Lichts von Megan Hunter

Nicht die Zielgruppe

Beim Rückblick auf das Leben ihrer Protagonistin greift die Autorin sechs Tage heraus, die immer um die Osterzeit herum spielen..
Die Geschichte nimmt ihren Ausgang am Ostersonntag 1938. Die neunzehnjährige Ivy verbringt den Tag mit ihrer Großfamilie auf deren Landsitz Cressingdon, „ dem unchristlichsten Haus in ganz England“.

Man feiert gemeinsam Ostern und erwartet den Besuch von Frances, der Verlobten von Joseph, dem Sohn des Hauses. Doch am Ende des Tages wird nichts mehr sein wie zuvor. Ein tragisches Unglück wird alles verändern.
Der Roman verfolgt nun das Leben von Ivy chronologisch über sechs Jahrzehnte, immer anhand einzelner Schlüsselmomente.
So erleben wir Ivy zunächst als eine junge Frau, die noch nicht weiß, wohin sie die Zukunft führen wird. Schon in ihrer Kindheit haben alle erwartet, dass sie so außergewöhnlich sei wie die anderen Familienmitglieder, allesamt erfolgreiche und berühmte Maler und Schriftsteller. Doch leider erweist Ivy sich als völlig talentlos. Auch steht sie immer im Schatten ihres zwei Jahre älteren Bruders John, dem „Goldjungen“.
Aber dessen Ertrinken nach einem gemeinsamen Bad im Fluss macht aus Ivy eine ewig Suchende. Jenes Licht, das ihr dabei erschien und das sie blind machte für Josephs Verschwinden, steht dafür sinnbildlich. Der Titel des Romans weist schon explizit darauf hin. Ebenso das vorangestellte Zitat aus dem Johannesevangelium: „ Es leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht auslöschen können.“
Obwohl Ivy auf einer spirituellen Suche ist, lässt sie sich erst einmal treiben. Sie heiratet Bear, einen 25 Jahre älteren Freund der Familie, bekommt zwei Töchter mit ihm. Als sie sechs Jahre später, im April 1944 Frances wieder trifft, beginnen die beiden Frauen eine Liebesbeziehung. Frances ist für Ivy die Antwort auf alle Fragen. Die glückliche Zeit endet, weil Frances sich für ihren Mann entscheidet. Auch dann noch, als sich die beiden Frauen Jahre später wieder begegnen, Ivy ist mittlerweile Witwe. Daraufhin sucht Ivy ihr Seelenheil im Kloster und es sollen weitere Jahre vergehen, bis die beiden Frauen zusammenfinden.
Das ist die äußere Handlung und das hört sich zunächst vielversprechend an. Doch leider hat mich der Roman bereits nach dem Auftaktkapitel verloren. Obwohl wir alles aus Ivys Perspektive sehen, blieb mir die Figur völlig fremd, ihr Denken und Handeln nicht nachvollziehbar. Es dreht sich alles um Ivys inneres Befinden, ihr Suchen nach dem Göttlichen. Dabei geht sie völlig egozentrisch durch die Welt. Mit gelebtem Christentum hat das wenig zu tun. Ihr Mann, ihre Kinder, Randfiguren in ihrem Universum. „ Eine Frau mit ihren Sprösslingen zu sein, war keine Kategorie, die für Ivy gemacht zu sein schien.“
Die historischen Umstände werden nur am Rande gestreift, die Zumutungen des Krieges, die gesellschaftlichen Veränderungen in den 1960er Jahren, alles nur Staffage, Kulisse. Dabei hätte gerade das mich interessiert, ein Frauenleben durch ein Jahrhundert hin zu begleiten. Aber dazu hätte ich ein anderes Buch lesen müssen.
Der Autorin geht es um spirituelle Erfahrungen, der Suche nach Transzendenz. Dazu bemüht sie eine Unmenge an Symbolen, wie das schon erwähnte Licht, das beständig beschworen wird, spielt mit dem Mythos von Ostern und manchem mehr.
Auch die sprachliche Umsetzung machte mir zu schaffen. So finden sich im Roman wunderschöne poetische Passagen, voller Atmosphäre und Gefühl. Dem gegenüber stehen völlig verunglückte Bilder und kryptische Aussagen.
Die Struktur des Romans ist wohldurchdacht, die Beschränkung auf einzelne Tage vielversprechend. Trotzdem müssen die Leerstellen dazwischen verständlich gefüllt, Brüche und unerwartete Wendungen plausibel werden. So wird z.B. der Lesende völlig überrascht von Ivys Entschluss ins Kloster zu gehen.
Wie die Autorin in ihrer Nachbemerkung schreibt, ließ sie sich von der legendären Bloomsbury Group um Virginia Woolf und ihre Schwester Vanessa Bell inspirieren. Die Gruppe war bekannt für ihre Ablehnung viktorianischer Moralbegriffe, ihre pazifistische Gesinnung und ihren offenen Umgang mit Sexualität. Diese Gruppe ist Vorbild für Ivys Großfamilie. Und Ivy selbst basiert lose auf Vanessa Bells Tochter Angelica, die einen wesentlich älteren Freund der Familie und ehemaligen Liebhaber ihres Vaters heiratete. Das aber nur am Rande.
Fazit: Für Leser, die sich im Esoterischen zuhause fühlen, mag die Lektüre von „Tage des Lichts“ ein Gewinn sein. Ich bin nicht die richtige Zielgruppe.

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Tage des Lichts

Rezensionen von wolkenbücherwelt / Mythynk:

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Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night von Magdalena Gammel

Zwischen Traum, Schatten und der Wahrheit

„Ich hatte Heimweh, nach einem Ort, an den ich mich nicht erinnern konnte.“
… und den ich als Leserin gerade erst kennenlernen durfte.

Ich bin berauscht, fasziniert und verzaubert - nicht nur von dem Traumstaub, den man zwischen all den schönen Wörtern schweben spürt, sondern erst recht von dem Worldbuilding, den Charakteren, der Atmosphäre, der ganzen Geschichte!

Mich hat das Buch so überrascht.

Die Kurzbeschreibung hatte mein Interesse längst geweckt - denn so gut, wie es klang, erhoffte ich mir einiges, wünschte ich mir alles.. Doch ich wollte diese Hoffnung nicht zu groß werden lassen, nicht so laut, dass sie mir die Geschichte vorwegnehmen würde. Ich wollte unvoreingenommen lesen, ohne meine eigenen Vorstellungen über alles zu legen. Und dann, ja dann, wurde ich aber so positiv überrascht!
Bitte, Magdalena Gammel - was hast du hier für eine zauberschöne Geschichte für uns gewoben?! Ich war so gefangen in deinem „Erzähl-Mandala“, das du großzügig über uns ausgebreitet hast, dass ich mich als Teil der Gruppe fühlte. Mit Lio, Izan, Bria, Kasmar und Haze saß ich am Lagerfeuer, war ebenfalls zu „Pferd“ unterwegs, stellte mich dem Training und machte beim herzlichen Geplänkel mit, habe Anjul jedes Mal aufs Neue bewundert und wünsche mir nun, ja ehrlich, ebenfalls einen sarkastischen Nyxan an meiner Seite.

Auch bin ich hin- und hergerissen, welcher Weg der richtige ist und welche Seite gut oder böse sein soll - oder sind beide Wege vielleicht „einfach nur“ grau? Dunkelgrau, Hellgrau..? Einfach beide Wege mit so unterschiedlichen Farbabstufungen, immer mal heller, immer mal dunkler - aber jeder mit ihrer eigenen (selbsterklärten) Daseinsberechtigung?

An manchen Stellen war das Gefühl von „zu viel“ Beschreibung präsent, doch, wenn man sich aber fallen lässt und dem wirklich großartigen Schreibstil erliegt, wirkt alles einfach genau richtig. Der bildhafte Stil trägt die Geschichte mit der passenden Intensität an die richtigen Orte. Er passt, weil alles von Magie durchzogen ist - die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, funktioniert genau so und bringt all das glaubhaft rüber. Das gesamte Buch funktioniert genau so - von der Gestaltung, den Illustrationen, Karte, Farbschnitt und Glossar bis hin zu Wörtern, Orten, Kreaturen, Wesen und Charakteren - Alles hält für mich eine wunderschöne Balance - sodass dieses „zu viel“ sich am Ende genau richtig anfühlt.

Die Amnesie von Lio, die uns Stück für Stück durch die Geschichte führt, ihre glaubwürdige Entwicklung, die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren, das Machtspiel der unterschiedlichen Parteien, der sich stetig steigernde Spannungsbogen, die Intrigen, das Geheimnisvolle - und Izan, der mehr ist und mehr handeln muss, auch wenn es vielleicht nicht das vermeintlich Richtige ist, sondern das Richtige in diesem Moment. Das Richtige für die Sache. Das Richtige für Alle und Alles..?

Für mich ist die Welt, die Magdalena Gammel geschaffen hat, nicht nur ein Lesehighlight, sondern ein echtes Fantasy-Erlebnis: ein frisches Setting, ein starkes Magiesystem, überzeugende Charaktere, und Wesen, die man fürchten sollte. Und sie lässt mich nicht nur mit großer Vorfreude auf Band 2 zurück, sondern auch mit der Frage:
Stecken wir vielleicht in einer Traumsequenz fest; und wenn ja - wem gehört sie?

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Tale of Sun and Night 1: Tale of Sun and Night

Rezensionen von Katrin:

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Starfish von Lisa Fipps

Eine starke Geschichte zum Nachdenken

Cover und Titel passen zusammen wie "die Faust aufs Auge". Das Buch kommt in Hardcoverausführung, was ich persönlich immer als sehr hochwertig empfinde. Die nur halb befüllten Seiten waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber sie unterstreichen die doch eher kurzen Sätze und sehr schnelle Geschichte sehr gut.

Story:
Ellie ist ein, wie sie sagt dickes Mädchen. Sie wird gemobbt und seit der frühen Kindheit nurmehr mit "Platschi" angesprochen, da sie sehr gerne Zeit im Wasser verbringt. Sie lebt nach ihren eigenen "Dicke-Mädchen-Regeln".

Das Mobbing hört nur leider nicht in der Schule auf, denn ihr größter "Feind" ist die eigene Mutter und ihre Geschwister.
Sie fühlt sich nicht geliebt. Ihre Mutter schleift sie von einem Arzt zum anderen. Doch gefühlt bringt alles nichts. Nur immer mehr Selbsthass.
Eine Therapeutin schafft es, ihr etwas mehr Mut und ein bisschen Selbstbewusstsein beizubringen und Ellie wehrt sich endlich.

Fazit:
Ich fand das Buch sehr sehr emotional. Da ich selbst auch immer mollig und von Mobbing betroffen war, konnte ich viele Seiten quasi spüren.
Für mich ist dieses Buch eine absolute Leseempfehlung, für jung und alt.
Es sollte jeder einmal gelesen haben, denn es regt definitiv zum Nachdenken an.

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Starfish

Rezensionen von Gute_Laune:

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Wir Freitagsmänner von Hans-Gerd Raeth

Herrlich schräg und doch so realitätsnah!

Henris Ehe ist Geschichte, die Affäre vorbei, das Daten klappt nicht mal semi-gut. Und dann hat er auch noch Löcher im Bart. Und einen besten Freund, der zu viel Geld und Zeit, aber zu wenig Rücksichtnahme hat. Dann begegnet er unverhofft seiner Traumfrau. Und natürlich ist sie vergeben. Doch mit wem sie zusammen ist, das erstaunt Henri dann doch.

Und schon startet eine irre Geschichte, die einem so niemand glauben würde.

Wenn eine Woche die Dauer des ganzen Lebens darstellt, dann ist Henri aktuell am Freitag angelangt. Mal lässt ihn ein Kollege das spüren, mal die Frauenwelt, mal hadert er damit, mal kokettiert er fast schon damit. Seine Erlebnisse sind einfach urkomisch. Aber gar nicht so unrealistisch, wie man meinen könnte. Und wenn man alles im Gesamten ansieht, dann ergibt sich ein herrliches Bild, das nahezu perfekt ist. Obwohl ich immer wieder breit grinsen und gelegentlich auch laut lachen musste, ist das nicht, weil ich Henri lächerlich finde. Im Gegenteil, er ist mein neuer Held.

Raeth bringt sehr schön auf den Punkt, wie das Leben so spielen kann und dass das mit dem Älterwerden nicht besser wird. Man muss es eben hinnehmen und das Beste daraus machen. Mit Humor geht das am einfachsten und so ist die Story auch ein klein wenig Trost für alle in Henris Alter. Vor allem kommt herrlich rüber, dass das eine oder andere Klischee gern mal stimmt, Alter aber immer eine Frage der Einstellung ist und man nie zu alt ist, etwas Neues zu wagen. Und das gilt, so nebenbei vorsichtshalber erwähnt, auch für Frauen. Die kommen in der Story nämlich, in allen Altersklassen, ebenfalls vor.

Mir persönlich gefällt das Cover absolut nicht. Gut, dass ich kein Cover-Käufer bin und mich von den Kurzbeschreibungen leiten lasse. Sonst wäre mir dieser Spaß tatsächlich entgangen.

Man könnte echt meinen, Hans-Gerd Raeth hat dieses Buch extra geschrieben, um es von Christoph Maria Herbst einlesen zu lassen. So genial! Herbst spricht es so wunderbar lakonisch ein, wie auch die Erdmännchen. Volltreffer! Ich wurde von Anfang bis Ende köstlich unterhalten. So muss das sein! Fünf Sterne.

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Wir Freitagsmänner

Rezensionen von ekiam:

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Paddington feiert Ostern von Michael Bond; Karen Jankel

Oster-Abenteuer mit Paddington

Paddington soll für das Osterfest die Ostereier für die Nachbarn besorgen. Doch im Supermarkt sind bereits alle ausverkauft, im Schokoladengeschäft sind sie viel zu teuer, da kommt ihm ein günstiges Angebot auf dem Markt gerade recht. Leider ist er dort jedoch einem Ganoven aufgesessen, und die vermeintlichen Schnäppchen entpuppen sich als zerbrochene Eier.

Dank seines Hinweises kann der Dieb zwar gefasst werden, doch Paddington steht immer noch ohne Ostereier da. Erst ein Kommentar seines Freundes Mr. Gruber bringt ihn schließlich auf eine rettende Idee.

Für uns war es das erste Buch mit dem beliebten kleinen Bären. Dadurch standen wir zunächst vor der Herausforderung, dass uns die Figuren noch unbekannt waren und sie in der Geschichte nicht näher eingeführt werden.
Dennoch hat uns das Buch sehr gut gefallen. Paddington passieren herrlich komische Missgeschicke, die auch Kindern nur allzu vertraut sind. Mit viel Witz, Kreativität und (ganz Paddington-typisch) einer Portion Marmelade löst er schließlich das Ostereier-Problem. Dabei vermittelt die Geschichte eine schöne Botschaft: Manchmal braucht es Durchhaltevermögen, Einfallsreichtum, ungewöhnliche Ideen und gute Freunde, um eine Lösung zu finden.
Die detailreichen und liebevollen Illustrationen ergänzen den Text wunderbar und fangen besonders Paddingtons jeweilige Stimmung sehr passend ein.

Eine rundum gelungene Geschichte zur Einstimmung auf Ostern!

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Paddington feiert Ostern

Rezensionen von Stern567:

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Mord & Breakfast von Anne Gordon

Tolles Setting!

Der Kriminalroman Mord & Breakfast von Anne Gordon überrascht schon auf den ersten Blick – und genau das macht für mich einen großen Reiz aus. Das Cover vermittelt im ersten Moment eine idyllische, fast schon harmlose Stimmung. Man denkt eher an einen entspannten Urlaub oder eine leichte Wohlfühlgeschichte als an einen Krimi.

Diese friedliche Atmosphäre hat mich sofort angesprochen, weil ich hinter dieser scheinbaren Ruhe etwas ganz anderes vermutet habe. Gerade dieser Kontrast macht neugierig: Wenn alles so gemütlich aussieht, muss sich doch irgendwo ein dunkles Geheimnis verbergen.

Und genau so ist es. Die Geschichte entfaltet sich nach und nach und zeigt, dass hinter der beschaulichen Fassade mehr steckt, als man zunächst annimmt. Besonders gelungen finde ich die Darstellung des ländlichen Schottlands. Die Autorin beschreibt die raue, zugleich wunderschöne Landschaft so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst durch kleine Dörfer zu schlendern, den Wind zu spüren und die Weite der Natur vor Augen zu haben. Diese Kulisse bildet einen starken Gegensatz zu den kriminellen Ereignissen und verstärkt die Spannung zusätzlich.

Die Figuren wirken authentisch und fügen sich stimmig in das Setting ein. Durch die Mischung aus idyllischer Umgebung und düsteren Entwicklungen entsteht eine besondere Atmosphäre, die den Roman von vielen anderen Krimis abhebt. Für mich liegt der besondere Reiz des Buches gerade darin, dass ich anfangs niemals einen klassischen Krimi erwartet hätte – und genau das hat meine Neugier geweckt und mich bis zum Ende weiterlesen lassen.

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Mord & Breakfast

Rezensionen von Shilo:

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Mit dem ersten Licht von Florian Knöppler

Zwischen Alltag und innerer Leere

Arne lebt ein geordnetes Leben. Er hat Familie, Freunde und einen festen Platz im Alltag. Trotzdem fühlt er sich oft allein. Dieses Gefühl ist von Anfang an spürbar und prägt die Stimmung der Geschichte.
Die Begegnung mit Laura verändert Arnes Alltag langsam. Nähe entsteht vorsichtig, ohne viele Worte.

Kleine Gesten und Gedanken sagen mehr als alles andere. Florian Knöppler erzählt ruhig und zurückhaltend und gibt seinen Figuren Zeit. Vieles bleibt unausgesprochen, was die Geschichte glaubwürdig macht.
Arne als Erzähler öffnet den Blick in sein Inneres. Seine Unsicherheit und die Sehnsucht nach Verbindung wirken ehrlich. Auch Laura bleibt nicht nur im Hintergrund. Ihre eigenen Schwierigkeiten werden nach und nach sichtbar, ohne erklärt zu werden. Das Zusammensein der beiden entwickelt sich langsam.
Der Roman lebt von seiner Stimmung. Einsamkeit, Hoffnung und der Wunsch nach Nähe stehen im Mittelpunkt. Nicht jede Szene ist gleich stark. Stellenweise hätte die Geschichte etwas straffer sein können. Die ruhige Erzählweise überzeugt jedoch, weil sie konsequent bleibt und nichts erzwingen will.
Am Ende bleibt ein ruhiger Roman über Menschen, die ihren Platz suchen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Mit dem ersten Licht

Rezensionen von BR:

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Hazel sagt Nein von Gross Jessica Berger

heftig

Die Familie Blum war gerade aus Brooklyn in eine Kleinstadt gezogen weil der Vater eine bessere Anstellung fand, die Lebenskosten deutlich günstiger waren und man für beide Kinder eine gute Schulbildung im Auge hatte. Hazel sollte dort ihr letztes Schuljahr absolvieren und eine Grundlage schaffen um danach auf eine gute Hochschule zu wechseln.

Die titelgebende Szene im Schulleiterzimmer wurde schon im Klappentext beschrieben. Das Verhalten des Direktors hat direkt beim Lesen Beklemmung hervorgerufen und man war fassungslos dass es sowas gibt. Und auch dass er dies schon einige Jahre so gehandhabt hat. Hazel sagt Nein und ab da ist nichts mehr wie vorher.

Sonderbarerweise gibt es weder einen kollektiven Aufschrei der anderen Eltern noch werden Konsequenzen und Aufklärung gefordert sondern auf allen Ebenen gibts Anfeindungen und Hass gegenüber der Familie Blum. Sogar noch Solidaritätsbekundungen für diesen netten Schulleiter, der der Schule so viel gutes getan hatte. Man hört z.B. nichts von Schülerinnen, die sowas in den Vorjahren erlebt hatten. Erst als das Ereignis im weiteren Umfeld öffentlich wird flammt eine passende Empörung auf.

Die Familie ist in der Situation gefangen, sie würden am liebsten ihre Umsiedlung rückgängig machen. Aber die Anstellung des Vaters und die Finanzierung des Hauses können nicht einfach zurück abgewickelt werden.

Vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen, trotz des harten Themas gab es auch humorvolle Szenen. Die Wendung die sich circa nach der Hälfte des Buches entwickelt hat, hätte ich so nicht gebraucht.

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Hazel sagt Nein