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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von flyingmouse88:

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Der Sommer, der uns blieb von Greta Herrlicher

Sommer

„Der Sommer, der uns blieb“ von Greta Herrlicher ist für mich ein Roman, der viel leiser und nachdenklicher ist, als es Titel und Gestaltung zunächst vermuten lassen. Schon optisch macht das Buch einiges her – vom verträumten Cover über die liebevollen Details im Inneren bis hin zu den kleinen Zitaten vor jedem Kapitel.

Das sorgt direkt für eine besondere Atmosphäre beim Lesen.
Inhaltlich geht es um die drei ehemaligen Nachbarskinder Martin, Britta und Pia, die in ihrer Kindheit eng miteinander verbunden waren – allerdings nicht so unbeschwert, wie es auf den ersten Blick scheint. Jeder von ihnen bringt seine eigene Geschichte und familiäre Belastung mit, was der Freundschaft von Anfang an eine gewisse Tiefe gibt. Als Pia nach dem Abitur plötzlich verschwindet, bricht der Kontakt komplett ab. Erst viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege wieder.
Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Hauptfiguren, wobei die Kapitel angenehm kurz gehalten sind. Dadurch entsteht ein gutes Lesetempo, und man bleibt leicht am Ball, auch wenn zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin- und hergesprungen wird. Besonders spannend fand ich, wie sich nach und nach zeigt, dass die vermeintlich schöne Kindheit doch von vielen unausgesprochenen Dingen geprägt war.
Was ich allerdings etwas schade fand: Gerade bei Britta und Martin hätte ich mir stellenweise mehr Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewünscht. Manche Entwicklungen wirken dadurch ein wenig angerissen, ohne ganz ausgeschöpft zu werden.
Emotional hat mich das Buch trotzdem erreicht. Es ist keine klassische leichte Sommerlektüre, sondern behandelt durchaus ernstere Themen und kann auch nachdenklich oder traurig stimmen. Wer also eine tiefgründigere Geschichte über Freundschaft und Vergangenheit sucht, wird hier eher fündig als bei einem typischen Wohlfühlroman.

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Der Sommer, der uns blieb

Rezensionen von Herwig Oberlerchner:

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Amphibium von Tyler Wetherall

Zwei Teenager auf der Suche nach ihrer Identität


Sissy ist 12, hat eine psychisch kranke Mutter, die Eltern sind getrennt, andere Bezugspersonen gibt es nicht. Ihr Leben besteht aus Beziehungsabbrüchen, Sorge um die Mutter und diffusen Sehnsüchten, viel Einsamkeit und dem besorgten Beobachten der körperlichen Veränderungen. Sie lernt in der Schule die 13-jährige Tegan kennen, deren Bruder sich kürzlich suizidiert hat und deren Bezugspersonen ebenso blind für ihre Bedürfnisse sind wie selbstbezogen.

Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Tegan beschützt Sissy zwar vor schmerzhaftem Bullying, ist aber so manipulativ und egozentrisch, dass Sissy in seelische Not gerät und sich in ein Amphibium zu verwandeln meint.
Die zart keimende Weiblichkeit wird obendrein bedroht von einer geilen und rücksichtslosen Männerwelt.
Intensive Bilder, manches klischeehaft, ein tiefer Einblick in das Unbewusste keimender Weiblichkeit und in die Nöte vernachlässigter Heranwachsender.

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Amphibium

Rezensionen von nil_liest:

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Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Die toxische Sogkraft von Ultramarin

Manchmal beginnt ein Buch aus reiner Neugier – und endet damit, dass man es kaum noch aus der Hand legen kann. Genau so ging es mir mit dem Debüt Ultramarin von Ann-Christin Kumm. Was zunächst wie ein sommerlicher Roman über Freundschaft und Urlaub wirkt, entpuppt sich schnell als psychologisch aufgeladenes Kammerspiel über Macht, Abhängigkeit und die dunklen Seiten von Nähe.

Im Zentrum steht Lou, der schon seit Jugendtagen eng mit den wohlhabenden Geschwistern Raf und Sophie verbunden ist. Besonders Raf übt eine fast magnetische Anziehung auf ihn aus – charismatisch, dominant, unberechenbar. Lou kreist um ihn wie ein Satellit um einen Planeten. Er wartet auf Aufmerksamkeit, erträgt Zurückweisung und kehrt doch immer wieder zurück. Als schließlich nicht Sophie, sondern ihre Freundin Nora mit an die dänische Küste reist, verschiebt sich das fragile Gleichgewicht. Was zunächst nach einem trägen Sommer voller Meer, Zigarettenrauch und improvisierter Mahlzeiten aussieht, wird nach und nach zu einem emotionalen Minenfeld.
Die Dynamik zwischen den Figuren ist dabei das eigentliche Zentrum des Romans. Raf zieht Menschen an und stößt sie gleichzeitig von sich – er verletzt, verspottet, demütigt, nur um im nächsten Moment wieder Nähe zu erzeugen. Gerade diese Wechsel aus Anziehung und Abweisung machen seine Beziehung zu Lou so verstörend. Lou wiederum wirkt lange wie jemand, der sich selbst klein macht, der immer wieder in dieselbe Beziehungsschleife gerät, obwohl er ihre zerstörerische Kraft längst erkannt haben müsste.
Die Figuren sind dabei weniger klassische Identifikationsfiguren als vielmehr Projektionsflächen komplexer emotionaler Abhängigkeiten. Gerade diese Unschärfe verstärkt das Gefühl einer latenten Bedrohung, die über allem schwebt.
Sprachlich wählt Ann-Christin Kumm einen eher ruhigen, fließenden Stil, der gut zu dieser unterschwelligen Spannung passt. Dialoge tauchen ohne typische Markierungen im Text auf, Gedanken und Wahrnehmungen gehen ineinander über. Besonders auffällig ist, wie viele Passagen von Fragen geprägt sind – Gedanken, die Lou durch den Kopf gehen, ohne dass er wirklich Antworten findet. Dadurch entsteht das Gefühl eines permanenten inneren Suchens.
„Das Wasser tief unter uns, ein dunkles Blau, ultramarin. Vielleicht war das schon zu viel gewesen für meine Nerven.“
Diese Bildsprache zieht sich durch den ganzen Roman – sinnlich, flirrend, manchmal beinahe hypnotisch. Die sommerliche Küstenlandschaft bildet dabei einen starken Kontrast zu den emotionalen Abgründen, die sich zwischen den Figuren auftun.
Auch strukturell arbeitet der Roman mit interessanten Mitteln. Rückblenden öffnen immer wieder Fenster in die Vergangenheit und werfen neues Licht auf die Beziehungen der Figuren.
Fazit: Ultramarin erzählt nicht von einfachen Auflösungen, sondern von der Komplexität toxischer Beziehungen, die sich selten klar ordnen lassen. Ultramarin ist damit ein Roman, der weniger durch spektakuläre Handlung als durch seine Atmosphäre wirkt.

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Ultramarin

Rezensionen von brauneye29:

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Der Gesang der See,1 Audio-CD, 1 MP3 von Trude Teige

Hat mir gut gefallen

Zum Inhalt:
Das Leben ist hart und entbehrungsreich auf der kleinen Fischerinsel an der norwegischen Westküste. Die junge Kristiane verspricht ihrem Vater, dass sie die Tradition der Familie aufrechterhalten wird und Lotsenposten in der Familie hält. Als jedoch ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, wird es schwer das Versprechen zu halten, denn als Frau darf sie keine Schiffe begleiten.

Auf der Suche nach einem Ausweg, gerät sie in einen Konflikt zwischen Pflicht und Leidenschaft.
Meine Meinung:
Ich mag die Bücher der Autorin, umso mehr habe ich mich gefreut, dass es jetzt ein weiteres Buch gibt. Erstaunlicherweise eins, dass vor den schon bekannten Bücher bereits erschienen ist. Diesmal geht es um eine sehr starke, emanzipierte Frau, die allerdings in einer Gesellschaft lebt, in der ihre modernen Ansichten nur schwer ankommen. Gerade auch in der sehr konservativen Fischergesellschaft hat sie nur wenig Chancen mit ihren Ideen. Zudem ist sie hin und her gerissen zwischen ihren Gefühlen und die Leidenschaft, die sie empfindet und dem Pflichtgefühl. Dazu kommt, dass das Leben auf der Insel sehr gut erzählt wird und auch die Landschaft war für mich sehr gut vorstellbar. Der Schreibstil ist sehr angenehm, man fliegt förmlich durch das Buch. Ich hatte auch Gelegenheit, das Hörbuch zu genießen und auch das war wirklich ein Genuss und sehr gut gelesen.
Fazit:
Hat mir gut gefallen

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Der Gesang der See,1 Audio-CD, 1 MP3

Rezensionen von brauneye29:

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Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Gefällt mir

Zum Inhalt:
Die Geschichte von Kaede und ihrem demenzkranken Großvater geht in die nächste Runde. Wieder lösen sie zusammen mit Hilfe von Kriminalliteratur größere und kleinere Rätsel und verstricken sich auch noch selbst in einen Fall. Es gibt wieder einige neue spannende Fälle, die auf ihre Art alle anders sind.

Währenddessen gibt es im privaten Umfeld sonderbare Ereignisse und ein alter Widersacher taucht auf.
Meine Meinung:
Ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut und wurde auch nicht enttäuscht. Es geht wieder sehr interessant weiter. Was mir aber neben den zu lösenden Fällen aber besonders gut gefällt, ist nach wie vor, dass das Thema Demenz aufgegriffen wird. Ob das alles so realistisch ist, mag dahin gestellt sein, aber es ist wichtig es zu thematisieren und das in einem spannenden Buch zu tun, ist eine Art, die mir besonders gut gefällt. Diese Momente, wo es um die Beziehung von Kaede und ihrem Großvater geht und auch alte Erinnerungen dann geschildert werden, machen bewusst, dass der Zustand des dementen Mannes weniger werden und das hat mich sehr berührt.
Fazit:
Gefällt mir

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Die Rätsel meines Großvaters

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Der Glückskind-Effekt von Johannes Storch; Maja Storch

Wirkt auf mich unfertig

Ich bin eigentlich ein großer Fan der Bücher von Maja und Johannes Storch, weil ich die Fähigkeit der Autoren, komplexe psychologische Konzepte anhand liebenswerter Maskottchen-Figuren allgemeinverständlich und humorvoll zu vermitteln, sehr schätze. So ist mir auch das Zürcher Ressourcenmodell, das auch in diesem Buch wieder vorkommt, schon bekannt.

Auch die Motto-Ziele kommen wieder vor, es geht also um die altbekannten Konzepte dieser Autoren, ergänzt um Betrachtungen zu Systemtheorie etc.

Erhofft habe ich mir ein weiteres liebevoll gestaltetes und leicht verständliches Werk, das ich als Psychologin meinen Klientinnen und Klienten empfehlen kann, um sich besser zu verstehen. Als solches wird auch dieses Buch wieder vermarktet und so habe ich mich sehr auf die Lektüre gefreut.

Doch leider wirkt auf mich das Buch unfertig, wie wenn man sich den letzten Überarbeitungs-, Straffungs- und Konkretisierungsschritt gespart hätte. Ja, es gibt wieder ein liebenswertes Maskottchen, diesmal ist es das Orx, das denkt, das ihm nichts gelingt und es immer nur Pech hat. Dabei gehen die Autoren darauf ein, dass es ihnen wichtig war, dem im esoterischen Bereich so populären "Wünsch dir was vom Universum"-Konzept etwas wissenschaftlich Fundiertes zum Thema innere Haltung und Mindset entgegenzustellen.

Das gelingt auch erst einmal durchaus gut: das Orx stellt sich vor, es gibt wieder ansprechende Zeichnungen und wissenschaftliche Theorien, die zuerst allgemein erklärt und dann für das Orx noch einmal verständlicher gemacht werden. Doch insgesamt wirkt das Buch auf mich nicht rund und ich habe den Eindruck, dass hier versucht wurde, zu viele zu komplexe Theorien miteinander zu integrieren, auf eine Art und Weise, bei der ich befürchten muss, dass die meisten meiner Klientinnen und Klienten - ohne Vorwissen zu Systemtheorien usw. - davon nicht abgeholt werden, es nicht verstehen werden und somit keine klare Botschaft zum Mitnehmen bleibt.

Wer sich, wie ich, mit den psychologischen und philosophischen Konzepten hinter diesem Buch schon tiefgründiger beschäftigt hat, wird natürlich verstehen, was gemeint ist - aber dafür braucht man dann wiederum nicht so ein Buch, das versucht, diese Theorien für Laien gut verständlich und praktisch anwendbar runterzubrechen.

Ich empfehle jenen, für die das Werk dieser Autoren neu ist, erst einmal zu einem anderen ihrer Bücher zu greifen, um einen guten Eindruck davon zu bekommen, was verständliche Wissenschaftsvermittlung leisten kann.

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Der Glückskind-Effekt

Rezensionen von brauneye29:

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Mit beiden Händen den Himmel stützen von Lilli Tollkien

Beeindruckendes Debut

Zum Inhalt:
Lale wächst unter ungewöhnlich Umständen auf. In einer Männerkommune, die Partys feiern und Revolutionen planen. Sie selbst darf im Grunde alles, was ein Kind sich wünscht, ewig wach bleiben und fernsehen und Süßiskeiten in Unmengen essen. Doch sie seht sich nach Geborgenheit und Verlässlichkeit.

Zwischen Freiheit und Vernachlässigung versucht sie ihren Weg zu gehen.
Meine Meinung:
Was für ein Buch! Schon direkt am Anfang werden wir mit der abhängigen Mutter bekannt gemacht, da ist Lale noch in ihrem Bau, kann sich nicht um das Kind angemessen kümmern, so dass sie zu einem Pflegevater in der Kommune kommt. Nicht nur dass sie ihre eigenen Grenze überschritten werden, sie kann sich auch niemanden anvertrauen. Sie muss erwachsen werden, eh sie sich mit dem Erlebten auseinandersetzten kann. Das Buch ist wirklich eine Berg- und Talfahrt, in der man alle Gefühle durchmacht. Man kann kaum glauben, wie Lale aufwachsen musste, wie sie selbst ein auf und ab erlebt. Man möchte sie aus der Situation rausholen und sie einfach umarmen. Es ist ein Buch, dass einem eine wahre Gefühlsachterbahn bietet und das nicht nur der Protagonistin Lale, sondern auch dem Leser.
Fazit:
Beeindruckendes Debut

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Mit beiden Händen den Himmel stützen

Rezensionen von Eternal-Hope:

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Das gelbe Haus von Mieko Kawakami

Bedrückend

Ich bin auf dieses Buch gestoßen, weil mir "Brüste und Eier" von derselben Autorin sehr gut gefallen hat. In jenem ging es um japanische Frauen rund um das Thema Fruchtbarkeit und Kinder-Kriegen. Auch dort waren die Beziehungen zwischen den Figuren schon eher distanziert, wie es vielleicht auch für diesen Kulturkreis typisch ist.

Hier geht es nun um sozial benachteiligte junge Menschen in einem schwierigen Milieu. Wirklich warm geworden bin ich mit den Figuren nicht und auch die Handlung hat sich immer wieder hingezogen.

Andererseits gibt es insgesamt auch durchaus interessante Einblicke in die Lebenssituation von Menschen, die keine Ausbildung haben, sich im kriminellen Milieu durchschlagen müssen und von anderen Menschen manipuliert werden.

Es ist jedenfalls ein trostloses Milieu, auf das man sich gerade einlassen können muss, und insgesamt ein ungewöhnliches Buch, das man in dieser Weise nicht oft zu lesen bekommt.

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Das gelbe Haus

Rezensionen von Shilo:

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Die Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger

Eine Reise in die Vergangenheit, die berührt

Mitten auf dem Meer beginnt diese Geschichte. Eine Frau treibt allein im Wasser und hält sich an einem Stück Holz fest. Während sie ums Überleben kämpft, kehren ihre Gedanken immer wieder nach Dänemark zurück.
Schon nach wenigen Seiten entsteht ein klares Bild von Henriette Wulff. Ihr Leben in Kopenhagen, ihre vielen Kontakte und vor allem die enge Verbindung zu Hans Christian Andersen werden ruhig und verständlich gezeigt.

Es braucht keine großen Worte, um zu spüren, was sie bewegt.
Im weiteren Verlauf wechseln sich die Gedanken auf dem Meer mit Erinnerungen an ihr früheres Leben ab. So entsteht nach und nach ein stilles Bild von Henriette und dem, was sie erlebt hat. Besonders die Briefe zeigen, was sie denkt und fühlt, auch wenn vieles unausgesprochen bleibt.
Die Verbindung zu Hans Christian Andersen ist wichtig für die Geschichte. Sie entwickelt sich nach und nach und bleibt ruhig.
Der Schreibstil ist klar und einfach. Die Geschichte braucht etwas Zeit, entfaltet aber eine eigene Wirkung. Vor allem die leisen Töne bleiben im Gedächtnis.
Historische und erfundene Ereignisse greifen dabei gut ineinander, sodass ein glaubwürdiges Gesamtbild entsteht. Die Übergänge wirken ruhig und passend.
Manche Stellen sind länger erzählt oder wiederholen sich leicht, wodurch der Lesefluss zwischendurch langsamer wird. Trotzdem fügt sich am Ende alles gut zusammen.
Es ist eine Geschichte, die lange nachklingt. Wer historische Geschichten mag und sehen möchte, wie Gedanken, Erinnerungen und Gefühle Menschen über Zeit und Entfernung verbinden, sollte dieses Buch lesen. 4 Sterne.

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Die Liste der Lebenden

Rezensionen von v_im_wunderland:

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Ultramarin von Ann-Christin Kumm

Sehr gelungen

In diesem Buch geht es um eine komplizierte Beziehung zwischen 2 jungen Menschen.
Dabei ist die eine Person, der Hauptprotagonist des Buches, Lou in einer komplizierte Beziehung mit den Geschwistern Raf und Sophie verstrickt. Doch die Fixierung von Louis bezieht sich eher auf Raf. Raf weiß genau, was er mit Lou machen kann und wie weit er gehen kann denn dieser ist ihm ausgeliefert durch seine Gefühle zu ihm.

Dieses Machtgefälle wird in dem Buch ganz deutlich beschrieben und ist ein großer Teil der Geschichte. Man kann sich sehr gut in die einzelnen Personen hineinfühlen und leidet teilweise mit Lou mit. Und sieht wie er von Raf manipuliert wird. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, da es in einer sehr angenehmen Sprache geschrieben ist. Und mich auf eine interessante Reise mitgenommen hat. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

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Ultramarin