Kunden em pfehlungen
Rezensionen von nishi93:
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Cosy Fantasy
The house witch ist endlich mal wieder ein Fantasy Buch, das etwas anders daher kommt. Ein männlicher Protagonist, der zwar so seine schwierige Vergangenheit und Familie hat, aber eine durchgehende Green flag ist.
Viele der nebencharaktere sind gut herausgearbeitet und bekommen ihre ganz eigene Zeit und Charakterentwicklung.
Manchmal ergeben sich sogar sehr herzliche Momente der Charaktere.
Auch die Katze Kraken hat sich ihren Platz auf dem Cover verdient, bekommt jedoch nicht ganz so viel Screentime.
Die erste Hälfte des Buchs hat mir wirklich extrem gut gefallen, danach drängte der romantische Aspekt etwas mehr nach vorne und es war mir ehrlicherweise manchmal zu langatmig / ich mag es nicht, wenn sich hier aufgrund fehlender Kommunikation so ein Tanz ergibt.
Trotzdem ist mein Fazit insgesamt sehr positiv und ich freue mich auf eine Fortsetzung!
Rezensionen von M:
Mirabellentage von Martina Bogdahn
Anna und das Leben
Anna, die Haushälterin und rechte Hand des Dorfpfarrers wird plötzlich aus ihrer jahrelangen Routine gerissen, als ihr Pfarrer überraschend stirbt, sie mit ihrer Trauer fertig werden muss, ihren langjährigen Arbeitgeber und auch anfreunden verloren zu haben und mit dessen letzten Wunsch an sie, seine Asche ins Meer zu bringen.
Außerdem schickt ihr der Vatikan einen neuen, ganz jungen Pfarrer . Sie weiß nicht wie es weitergehen soll, ob sie weiterhin gebraucht wird. In Annas Erzählungen erfährt man viel über sie, ihre Vergangenheit, die des yPfarrers, den sie von kleinauf kennt und über das Dorf und seine Bewohner, in dem sie schon ihr ganzes Leben lebt. Das Buch ist wunderbar geschrieben, ich konnte mir direkt alle Personen bildlich vorstellen und mir gefällt der feine Humor, mit dem die Autorin über das Dorf und Begebenheiten im Dorf berichtet.
Rezensionen von Tara:
Du musst mich vergessen von Rosie Walsh
Emotional, spannend & intensiv
„Du musst mich vergessen“ ist eine höchst spannende Liebesgeschichte von der britischen Autorin Rosie Walsh.
Die Handlung beginnt im September 2010 in Thailand mit der Hochzeit von Carrie und Johann. Für Carrie vollkommen überraschend kommen bewaffnete Männer herbei gestürmt, die Johann packen und mitnehmen.
Carrie bleibt vollkommen verstört zurück.
Im Anschluß wechselt die Handlung in das Jahr 2022. Inzwischen hat Carrie erneut geheiratet und lebt zufrieden und glücklich mit ihrem Mann Robin und den sechsjährigen Zwillingen in Devon.
Sie will wieder als Chirurgin arbeiten und muss dafür vier Tage nach Schweden fliegen. Bei der Suche nach einer Unterkunft stößt sie im Internet auf ein Foto von Johann.
Der Schreibstil von Rosie Walsh ist unglaublich mitreißend. Sie versteht es Emotionen zu vermitteln und Spannung aufzubauen, so dass ich direkt gefesselt war.
Die Handlung wird aus der Perspektive von Carrie geschildert. Sie war mir auf Anhieb sympathisch und ich konnte ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen.
Über knapp 500 Seiten wird hier in 39 kurzen Kapitel Spannung aufgebaut. Es gibt immer wieder unvorhersehbare Wendungen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Außerdem ist die Kombination aus Spannung und Emotionen so einzigartig, dass mir beim Lesen fast die Luft weggeblieben ist.
Ich fand schon die vorherigen Bücher der Autorin großartig, aber mit diesem hat sie sich selbst übertroffen. Es ist so intensiv, atmosphärisch und fesselnd, dass ich bis zur letzten Seite mitgerissen wurde und es dann zufrieden, berührt und mit Tränen in den Augen zugeklappt habe.
Rezensionen von Odina:
Tödliche Freundinnen von Tess Sharpe
Durchwachsen
Der Thriller "Tödliche Freundinnen" wurde von Tess Sharpe verfasst und erschien am 11. März 2026 im Suhrkamp Verlag. Das Buch umfasst 364 Seiten und das Cover wirkt bereits bedrohlich. In der Geschichte geht es um Mel und Chloe, die sich als Jugendliche sehr nahestanden. Jahre später soll Mel ihre verschwundene ehemalige Freundin finden und nach Hause bringen.
Doch bei der Suche in der kanadischen Wildnis stoßen nicht nur alte Gefühle, sondern auch lange verdrängte Geheimnisse und die Geschichte um Toby Dunne wieder an die Oberfläche. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen, wird jedoch durch verwirrende Zeitsprünge und Perspektivwechsel stellenweise unruhig. Zwar gelingt es ihr zu Beginn eine gute Spannung aufzubauen, doch im weiteren Verlauf verliert diese etwas an Kraft und wirkt insgesamt eher wechselhaft. Die Figuren sind klar und übersichtlich gezeichnet, bleiben emotional jedoch recht oberflächlich und gewinnen nur wenig an Tiefe. Insgesamt ist das Buch ein solider, aber eher durchschnittlicher Thriller, der mich letztlich leider nicht überzeugen konnte.
Rezensionen von C. P.:
Deadly Ever After - Blut und Schnee von T. S. Orgel
Düsteres was-wäre-wenn Szenario nach dem HappyEnd
Was wäre, wenn all die märchenhaften HappyEnds erst der Anfang einer viel schlimmeren Erzählung sind? Wenn Schneewittchen die Welt ins Chaos stürzt, während Rotkäppchen den Wolf jagt, der vielleicht gar nicht so böse ist, wie viele denken?
In ihrem neuen Roman werfen die Autoren-Gebrüder T.
S. Orgel sämtliche Schöne-Welt-Vorstellungen der Märchen komplett über den Haufen. Lassen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen und bekannte Märchenfiguren Kämpfe ausfechten, von denen sie vorher nie zu träumen wagten.
Es sind keine Helden mehr übrig. (Zitat S. 361)
Der Roman entpuppt sich schnell als Wilder Ritt durch die Märchenwelt, in der Krieg und Unterdrückung herrschen. Verschiedene Märchenfiguren und -elemente sind geschickt in die Handlung eingebaut, seien es Frau Holle, der Froschkönig, Spinnräder und Spiegel, Rumpelstilzchen oder weniger bekannte Charaktere.
Ich hab da noch ein Aas im Ärmel. - Du meinst Ass? - Ich sagte, was ich meine. (Zitat S. 239)
Humor und Action kommen neben der Spannung ebenfalls nicht zu kurz und lockern die anfänglich düstere Grundstimmung angenehm auf. Die Hauptcharaktere schlagen verschiedene Wege ein, welche sich später wieder kreuzen. Dadurch bleibt die Handlung angenehm abwechslungsreich. Zum Inhalt selbst möchte ich gar nichts weiter verraten, da der gesamte Roman aus lauter Überraschungen besteht, die ich nicht spoilern möchte. An Einfallsreichtum hat es den Autoren hier definitiv nicht gemangelt. Von mir gibt es 5 von 5 roten Äpfeln für das Lesevergnügen.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Die Namen von Florence Knapp
tauche ein in „die Namen“
Und mal ehrlich – wie schön ist bitte dieses Cover?
Das Design wirkt sehr modern und symbolisch – die verschiedenen Farbflächen und der Schatten könnten für unterschiedliche Identitäten, Wege oder Perspektiven stehen.
Der Titel „Die Namen“ vermitteln mir, dass es um Identität, vielleicht auch um Rollen, Beziehungen oder Selbstfindung geht.
Im Roman kommen Fragen auf wie:
• Wer sind wir – und wer wären wir unter anderen Umständen?
• Welche Bedeutung haben Namen, Zuschreibungen und Erwartungen?
• Wie sehr prägen uns Entscheidungen und Zufälle?
Du musst es lesen
• Wenn du gerne tiefgründige, eher nachdenkliche Geschichten liest
• Weniger Action, mehr Gefühl und Gedanken
• Perfekt, wenn du Bücher magst, die einen noch länger beschäftigen
Kein Buch für zwischendurch, sondern eines, das bleibt… noch lange nachdem man die letzte Seite geschlossen hat ✨
Wenn du magst: fang an es zu lesen-Kaufempfehlung !
Rezensionen von Bineira:
Nimm den Zwängen die Macht von Ulrich Voderholzer; Rebecca Schennach; Stefan Koch
Informativ und gut verständlich
Der Ratgeber "Nimm den Zwängen die Macht" will von Zwangsstörungen betroffenen Menschen dabei helfen, ihre Krankheit zu verstehen und ihnen Mut machen, gegen sie anzugehen. Die Autoren erklären, wie sich harmlose Marotten von einem krankhaften Zwang unterscheiden, wann eine Behandlung nötig wird und wie diese aussehen kann.
Ferner werden die Entstehung von Zwängen, ihre verschiedenen Formen und ihre Funktion beleuchtet. Dadurch werden die Betroffenen, die sicher Schuldgefühle wegen ihrer oft als peinlich empfundenen Störung haben, entlastet. Und dadurch wird auch klar, warum es so schwer ist, damit aufzuhören.
Als eine der erfolgreichsten Methoden zur Überwindung einer Zwangsstörung wird die Expositionsbehandlung im Rahmen einer Verhaltenstherapie angesehen. Dieses Verfahren wird hier ausführlich beschrieben. Außerdem werden Möglichkeiten aufgezeigt, Familienmitglieder und Freunde in den Prozess einzubinden. Verweise auf relevante Internetseiten und Literatur runden das Ganze ab.
Das Buch informiert kenntnisreich und in für medizinische Laien gut verständlicher Sprache über diese belastende Erkrankung und bietet Hilfestellung zu ihrer Bewältigung an. Besonders wichtig finde ich, dass die Hintergründe für das Zwangsverhalten anschaulich beschrieben werden. Zu Verstehen, warum ich etwas tue, ist der erste Schritt, um es zu ändern. Doch werden schwer Betroffene die vorgestellte Behandlung nicht ohne professionelle Hilfe durchführen können. Darauf weisen die Autoren auch mehrfach hin.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Silvia Grutze:
Im Leben nebenan von Anne Sauer
Ein Buch, das unter die Haut geht
Dieser Roman trifft einen wunden Punkt – leise, aber mit voller Wucht. Im Leben nebenan erzählt von zwei möglichen Lebensrealitäten einer Frau und stellt dabei die Frage: Was wäre, wenn man sich anders entschieden hätte? Doch was zunächst wie ein gedankliches Spiel wirkt, entwickelt sich schnell zu einer emotionalen Auseinandersetzung mit unerfüllten Lebensentwürfen – insbesondere dem unerfüllten Kinderwunsch.
Für Leserinnen und Leser, die selbst ungewollt kinderlos sind, entfaltet das Buch eine ganz besondere Intensität. Es ist kaum möglich, die Geschichte rein „von außen“ zu betrachten – eigene Erinnerungen, Hoffnungen und Enttäuschungen schwingen unweigerlich mit. Das Wissen, alles versucht zu haben, die quälenden Fragen von außen („Warum habt ihr keine Kinder?“), und dieser Schmerz, der auch nach Jahrzehnten nicht ganz vergeht – all das findet hier einen ehrlichen, schonungslosen Widerhall.
Anne Sauer schreibt dabei weder kitschig noch belehrend, sondern mit feinem Gespür für Zwischentöne. Gerade diese Zurückhaltung macht den Roman so eindringlich. Er zeigt, dass es kein „richtig“ oder „falsch“ gibt – nur unterschiedliche Wege, mit Sehnsucht, Verlust und der eigenen Lebensrealität umzugehen.
Ein Buch, das unter die Haut geht. Kein leichtes Lesen, aber ein wichtiges. Und eines, in dem sich viele auf schmerzhafte Weise wiederfinden werden.
Rezensionen von Bineira:
Hör mal (Soundbuch): Wimmelbuch: Wir machen Urlaub von Enni Bollin
Suchbilder mit Klang
Das Wimmelbuch "Wir machen Urlaub" aus dem Carlsen Verlag regt Kinder ab zwei Jahren mit Fragen und Klängen zum Mitmachen an. Aufs sechs Doppelseiten werden unterschiedliche Urlaubsorte vorgestellt, dazu gibt es jeweils einen kurzen Text und ein paar Geräusche. Einzelne Motive werden am Rand nochmal extra aufgeführt.
Ob in den Bergen, am Meer, auf dem Campingplatz oder zuhause, alle Szenen sind liebevoll und detailliert gezeichnet.
Ein besonderes Plus ist, dass die enthaltenen Batterien über USB-C aufladbar sind.
Die Klangstücke sind klar hörbar, es sind sogar kleine Gespräche dabei. Sie laufen etwas zu schnell hintereinander ab und können nicht gestoppt werden, so dass ein Kind es nicht schafft, eine Geräuschquelle zu finden, bevor die nächste kommt. Man muss das Band deshalb mehrmals abspielen.
Auch sind die zu suchenden Motive zum Teil nicht gut dargestellt. Die Qualle zum Beispiel ist nur schwer zu erkennen. Insgesamt finde ich die Bilder im Verhältnis zum Detailreichtum zu klein. Trotz dieser Kritikpunkte ist es ein schönes Mitmachbuch für die Kleinen.
Rezensionen von stomic:
Die Stimmen der Nacht von Tochi Eze
Wenn die Vergangenheit keine Ruhe lässt
Wenn die Vergangenheit keine Ruhe lässt
Lagos in den 1960ern: Nigeria hat gerade seine Unabhängigkeit errungen, und die Luft ist geschwängert von Aufbruch und neuen Möglichkeiten. In diese elektrisierende Atmosphäre hinein erzählt Tochi Eze die Geschichte von Margaret und Benjamin – zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und sich trotzdem finden.
Oder vielleicht gerade deswegen.
Was diesen Roman so besonders macht, ist seine Vielschichtigkeit. Eze erzählt nicht einfach eine Liebesgeschichte, sondern webt daraus etwas viel Komplexeres: eine Familiengeschichte über Schuld, Glaube und die Last von Geheimnissen, die sich über Generationen schleppen.
Margaret ist eine starke, faszinierende Figur – und gerade deshalb trifft es umso mehr, wenn man beobachtet, wie sie zunehmend ins Straucheln gerät.
Die Zeitsprünge verlangen durchaus Aufmerksamkeit. Man muss sich wirklich einlassen und konzentriert lesen – aber Eze macht es einem zum Glück leicht, denn jedes Kapitel gibt einem direkt zu Beginn den zeitlichen Anker.
Sobald man den Rhythmus des Buches verinnerlicht hat, fügt sich alles wie ein Puzzle zusammen, und genau das ist eines der großen Vergnügen dieses Romans.
Wer bereit ist, sich auf dieses erzählerische Muster einzulassen, wird mit einer Geschichte belohnt, die noch lange nachhallt. Ein beeindruckendes Debüt.











