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Rezensionen von Lesebegeisterte:

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You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Eine Ehe, die in einer Sackgasse steckt, kann hier eine Zeitmaschine helfen?

Adam und Jules sind schon ewig zusammen und nach fast 35 Jahren steckt ihre Ehe in einer Sackgasse. Anstrengende Jobs, Geldsorgen und Kindern, irgendwie ist die Beziehung auf der Strecke geblieben. Adam und Jules sind nur noch am Streiten, der Frust ist groß.

Doch wo ist sie hin die große Liebe? Waren die Beiden am Anfang doch so verliebt, haben sich immer wieder Mixtapes aufgenommen mit der Musik, die sie zu diesem Zeitpunkt am tollsten fanden.

Als Adam eines Tages eine Kiste findet, mit genau diesen Kassetten von damals, steckt er sie in einen Kassettenrekorder (das waren noch Zeiten, die 80 iger!!) und es passiert unglaubliches: Adam reist in die Vergangenheit, genau zu jedem Tag, wo die Kassette überreicht wurde. Zurück in die Vergangenheit, wo alles noch unbeschwert und leicht war. Er berichtet Jules von seiner verrückten Reise in die Vergangenheit, auch sie möchte diese Reise antreten und probiert es aus. Doch ist dies nicht die Chance, um gewisse Dinge in der Gegenwart zu verändern? Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind? Klar, dass jeder ein paar Dinge verändert, und dies schnell in einer Katastrophe endet. Werden sie es schaffen, ihre Ehe zu retten?

Ich war sofort von diesem Roman gefesselt. Abwechselnd wird aus der Sicht von Jules und Adam erzählt. Der Schreibstil ist witzig, abwechslungsreich und gefühlvoll. Ich habe You and Me an einem Wochenende verschlungen. Eine Geschichte über die große Liebe und vielen „was wäre, wenn-Momenten“. Beim Lesen dachte ich mir bei jeder Veränderung die in der Vergangenheit gemacht wurde, uiii… was passiert in der Gegenwart nun wieder. Ich würde dieses Buch mit wenigen Worten so beschreiben: herzerwärmend, romantisch, unterhaltsam, einfach ein gelungener Roman!

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You and Me - Die zweite erste Liebe

Rezensionen von cosmea:

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Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt von Mattias Edvardsson

Gunni Hilding ermittelt

In Mattias Edvardssons neuem Roman steht Polizeimeisterin Gunni Hilding im Mittelpunkt. Die Geschichte spielt im Jahr 1989 in Trelleborg im Süden Schwedens. Gunni arbeitet eigentlich bei der Schutzpolizei, aber der Chef des Dezernats für Gewaltverbrechen beruft sie in sein Team, als ein kleiner Junge vermisst gemeldet und späte ermordet aufgefunden wird.

Es gibt eine Reihe von Verdächtigen, sogar Kinder sind darunter. Fünf Jahre später verschwindet wieder ein Kind, und Gunni sieht die Parallelen, obwohl sie längst nicht mehr im Dezernat arbeitet. Mit ihrer Hilfe gelingt es, die Fälle aufzuklären.
In diesem Roman spielen nicht nur die aktuellen Verbrechen eine Rolle, sondern auch Gunnis traumatische Familiengeschichte. Sie gehörte genau wie ihre Angehörigen zu den Zeugen Jehovas, bis sie aufgrund der falschen Beschuldigungen ihres Ex-Freundes aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Seitdem lebt sie bei ihrer Tante und hat nur noch zu ihrer jüngeren Schwester Gerd Kontakt. Immer wieder geht es um die Zeugen Jehovas und Gunnis Vergangenheit. Dadurch wird der Spannungsbogen um die Kriminalfälle immer wieder unterbrochen. Durch die zahlreichen unerwarteten Handlungsumschwünge ist der Roman jedoch insgesamt spannend genug, und ich habe ihn schnell und mit großem Interesse gelesen. Gunni ist eine sehr sympathische Protagonistin, deren Gerechtigkeitssinn und Empathie beeindruckend sind. Ich werde auf jeden Fall weitere Romane von Edvardsson und speziell um die Ermittlerin Gunni Hilding lesen, zumal “Tatort Trelleborg“ mit einem Cliffhanger endet und zum Weiterlesen einlädt.

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Tatort Trelleborg - Gunni Hilding ermittelt

Rezensionen von Lesebegeisterte:

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101 Schlawiner von Jürgen Seibold

Ein toter Tierarzt und ein Buchhändler der ermittelt

Eigentlich war das Cover ausschlaggebend, dass ich diesen Krimi lesen wollte. Ich kannte diese Serie vorher noch nicht. Es geht um einen Buchhändler namens Robert Mondrian, der vor ein paar Jahren eine Buchhandlung eröffnet hat. Über seine Vergangenheit weiß man nicht viel, klar ist, dass er ermittlungstechnisch Vorkenntnisse hat.

Es passieren immer wieder Mordfälle in der Nähe von Robert, er ermittelt auf seiner Art und Weise und löst damit die Fälle.

Alle Bewohner rund um die Buchhandlung werden beschrieben, fand ich schon mal nett, jeder hat so seine Eigenheiten, jeder seine eigene Sicht. Da sind ziemlich schräge Charaktere dabei. Als dann im gerade neu eröffneten Hundesalon für Dalmatiner ein Tierarzt erdrosselt wird, gerät die Besitzerin Ella Reitermann in Verdacht. Sie bezirzt Robert, dass er das Gegenteil herausfindet.

Spannender Schreibstil, total liebenswerte Protagonisten und viele Dalmatiner. Ein Krimi, der sich auch gut als Fernsehkrimi eignen würde. Beim Lesen wird einem nie langweilig, die Spannung hält sich das ganz Buch durch. Ideal für all jeden Leser:innen die einen unterhaltsamen, unblutigen, packenden Krimi suchen. Wem Glennkill, Miss Merkel oder dergleichen gefällt, ist hie genau richtig.

Ich fühlte mich gut unterhalten und werden mir die anderen Teile schnellstmöglich besorgen, da ich sehr gespannt bin, was in den vorigen Fällen schon alles passiert ist.

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101 Schlawiner

Rezensionen von Wolfgang Suschnig:

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Aanä von Jul Dillier

"Word zum Muisig machä"

Julian Dillier (1922 - 2001) war jahrelang als Verwaltungsbeamter in Obwalden, einem zentralschweizerischen Kanton tätig, bevor er nach Basel zog, um dort als sog. Programmredaktor für den Schweizer Rundfunk zu arbeiten. Bekannt wurde er allerdings als Mundartschriftsteller; nicht nur in Obwalden, sondern in der entspr.

Szene im gesamtdeutschen Raum. Daneben wirkte Julian Dillier als Mentor für junge Künstler:innen, Musiker:innen oder Dichter:innen.

Auch sein Neffe blieb von seinem Onkel nicht unbeeindruckt. Der mittlerweile in Wien lebende Klangkünstler, Pianist und Komponist Jul Dillier setzt sich seit etlichen Jahren mit den Gedichten seines Onkels auseinander, hat nun zu neun Gedichten Noten gesetzt und präsentiert diese Gedichte in Buchform mit den entsprechenden Codes und Links zur Musik, "Aanä". Glücklicherweise finden sich im ansprechend gestalteten Bändchen auch die deutschen und englischen Übertragungen aus dem Obwaldnertyytsch , sonst wären die Nichtschweizer:innen einigermaßen ratlos. "Täifi" ist beispielsweise nicht der Teufel, sondern die Tiefe.

Als Interpretation des Buch- bzw. Albumtitels, "Aanä", bieten sich drei Möglichkeiten an – ahnen, die Ahnen und akzeptieren. Die instrumentale Begleitung ist einerseits recht sparsam gestaltet, dann aber entwickeln die drei Musiker:innen ganz schnell eine überraschende Dynamik, wie in der fünften Nummer "Nid Alls". Spannend, wie man mit akustischen Instrumenten einen Sound wie seinerzeit das Esbjörn Svensson Trio entwickeln kann. Überraschend ist die Verwendung eines Hackbretts zur Fabrizierung einer ziemlich aggressiven Musik in "Bsitzstandwahrig", was auch an der Art und Weise der Bearbeitung des Instruments liegt. Nicht nur dass für Dillier praktisch jeder Alltagsgegenstand für eine Klangerzeugung Verwendung finden kann, bearbeitet er seine Instrumente, Klavier, Harmonium und Hackbrett fallweise auf unorthodoxe Weise. Auch der Autor der Texte selbst, Julian Dillier, kommt in zwei "Interludes" und einem "Postskriptum" als archivierte Stimme zu Wort.

Und irgendeinmal muss man entscheiden: Kommt "Aanä" ins Bücherregal oder zu den Musikalben?

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Aanä

Rezensionen von Meli:

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Woman Down von Colleen Hoover

Unsympathisch, wenig überraschend und einigermaßen spannend

Bestsellerautorin Petra steckt seit einem Shitstorm in einer Schreibflaute und braucht neue Motivation und Inspiration. Sie mietet sich wie schon oft zuvor eine Hütte am See, um in Ruhe zu arbeiten und lernt ihre Muse kennen: Detective Nathaniel Saint. Aber nicht alle Erfahrungen, von denen sie sich inspirieren lassen kann, sind schön und romantisch.

Petra macht sich sofort an den attraktiven Detective ran, obwohl sie an seinem Ehering erkennt, dass er verheiratet ist – aber das ist ja eigentlich auch genau das, was so gut zu ihrer Buchidee passt und warum sie ihn besonders anziehend findet. Sie ist einfach egoistisch und bemitleidet sich selbst, weil ihr Leben gerade nicht so perfekt ist, wie sie es gern hätte.

Ich fand die Geschichte teilweise schon spannend, aber da ich erwartet habe, dass es Plottwists geben wird, hatte ich beim Lesen einige Theorien und die tatsächliche Auflösung konnte mich dann gar nicht mehr überraschen. Das lag auch daran, dass ich die Charaktere alle so unsympathisch fand, dass ich ihnen auch alles Mögliche zugetraut hätte.

Durch unsympathische Charaktere allein wird ein Buch nicht unbedingt automatisch schlecht, aber sie taten mir dann nicht leid, wenn mal was passierte, und die Wendungen fand ich dann nicht mehr spannend, weil sie nicht so unerwartet waren. Was noch übrig blieb, war dann eher die Reaktion von Petra oder von anderen Charakteren auf die Ereignisse, aber die fand ich dann auch eher enttäuschend und oberflächlich. Da hätte auch mehr passieren können.

Am Ende hatte ich vielleicht zu hohe Erwartungen, jedenfalls konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen, aber immerhin kam ich schnell durch die Geschichte.

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Woman Down

Rezensionen von Linelovesreading :

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Rules of the Game, Band 1 - Offside von Avery Keelan

Highlight

Dieses Buch war ein absolutes Highlight für mich.
Die Handlung beschreibt sehr gut die Liebesgeschichte zwischen Bailey und Chase. Die ganze Geschichte ist sehr stimmig und die Probleme und Wendungen sind sehr realistisch. Dazu kommt dann noch das Thema Eishockey, was ich sehr gerne mag. Die Mischung zwischen Sport und romantischer Liebesgeschichte war für mich perfekt.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und auch humorvoll. Vor allem die Dialoge haben mir sehr gut gefallen, weil sie authentisch und zum Teil auch sehr lustig waren.
Der Wechsel der Perspektiven hat mir sehr gut gefallen, weil man dadurch Einblicke in die Gefühle von Bailey und Chase bekommen hat. Toll fand ich auch die Epiloge, durch die man die Geschichte von den beiden weiterverfolgen kann.
Ich mochte Bailey und Chase sehr gern. Die beiden sind sehr realistisch angelegt und ich konnte ihre Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen. Beide waren mir absolut sympathisch und die Dynamik zwischen den beiden war einfach nur perfekt. Auch die Jungs aus der WG und Shiv mochte ich sehr gerne. Auch die eher nicht so netten und toxischen Charaktere hat die Autorin sehr gut beschrieben und hat sie durch ihre Beschreibungen nur noch unsympathischer gemacht. Stellenweise hatte ich das Bedürfnis, Bailey zu helfen.
Insgesamt war das Buch ein absolutes Highlight für mich und ich freue mich schon auf die nächste Geschichte aus dem Hockeyteam.

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Rules of the Game, Band 1 - Offside

Rezensionen von Linelovesreading :

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OTTO fährt los – Eine Reise nach England von Madlen Ottenschläger

Absolut genial

Dieses Bilderbuch erzählt mal wieder eine tolle Reise mit Otto dem Bus.
Die Geschichte erzählt viele Dinge, die in England sehr wichtig sind und gibt einen guten Einblick in die britische Kultur. Auch Personen und Geschichten, die für England eine große Rolle spielen, werden erwähnt.

Die Texte sind relativ lang, aber gut verständlich. Durch die Aufgaben, die zum Mitmachen und nachdenken anregen, wird die Geschichte aufgelockert.
Die Gestaltung ist wunderschön. Direkt innen im einband erwartet eine Karte die Kinder. Diese zeigt grob, welche Orte in der Geschichte vorkommen.
Die Zeichnungen sind sehr bunt und kindgerecht. Es gibt auf jeder Seite viel zu entdecken, was das Buch immer wieder aufs Neue spannend macht.
Ich persönlich fand es auch gut, dass die Familie, die die Reise unternimmt, nicht der typischen Konstellation entspricht, die oft in Büchern noch gezeigt wird und nicht der Realität vieler Kinder entspricht. Durch die getrennten Eltern in der Geschichte können sich Kinder, die ebenfalls getrennte Eltern haben, sich besser damit identifizieren.
Ich mochte es, dass in dieser Geschichte eine Tante und ihr Hund auftauchen. Tiere in Büchern sind immer ansprechend für Kinder.
Auch das Lied, das in der Geschichte verändert wird, ist gut gewählt. Viele Eltern kennen das Original und können es ihren Kindern vorsingen. Das Original kann man auch gemeinsam anhören, wodurch erneut eine Verknüpfung zu England entsteht.
Für mich eine sehr tolle Geschichte, nicht nur, wenn der nächste Urlaub nach England gehen soll.

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OTTO fährt los – Eine Reise nach England

Rezensionen von Linelovesreading :

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Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter von Tracy Wolff

Ziemlich wirr

Diese Geschichte konnte mich leider gar nicht überzeugen.
Die Geschichte klang sehr interessant, aber leider wurde ich enttäuscht.
Die Handlung begann zunächst gut, aber ab der Brücke war alles nur noch wirr. Ich musste erst mal nachschauen, ob das Buch nicht eine Reihenfortsetzung ist.

Die Handlung war irgendwie durcheinander und nichts wurde so richtig erklärt. Nach 150 Seiten wusste ich ungefähr so viel wie nach 10 Seiten. Die Szenen wurden nur aneinandergereiht und es blieb alles sehr undurchsichtig und wirr. Teilweise hatte ich das Gefühl, es würden Teile der Geschichte fehlen.
Auch die Charaktere waren sehr blass und ich konnte nicht wirklich mit ihnen mitfiebern. Penelope war mir einfach nur unsympathisch und ich konnte ihre Verhaltensweise nicht nachvollziehen. Paris war auch nicht sonderlich sympathisch.
Insgesamt war dieses Buch absolut nichts für mich, auch wenn ich bisher die Bücher von Tracy Wolff immer geliebt habe. Das ist definitiv eine Reihe, die ich nicht weiterlesen werde.

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Aftermyth – Penelope und die Prüfung der Götter

Rezensionen von Tara:

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Mirabellentage von Martina Bogdahn

Veränderungen und Neuanfänge in ländlicher Idylle

„Mirabellentage“ ist nach „Mühlensommer“ der zweite Roman der in München lebenden Autorin Martina Bogdahn. Auch dieser spielt in dem fiktiven kleinen bayrischen Ort Blumfeld ist aber unabhängig von dem vorherigen Roman.

Die 54-jährige Anna Nass ist die Haushälterin des Dorfpfarrers Josef.

Als dieser überraschend stirbt steht sie direkt vor mehreren Herausforderungen. Das Dorf ist ihre Heimat, die sie noch nie wirklich verlassen hat, deswegen ist es für sie schwierig dem letzten Wunsch des Pfarrers nachzukommen. Auch sein junger Nachfolger Fridjof, stellt ein Problem da, weil er von einer Hallig kommt und nur plattdeutsch spricht.

Der Schreibstil von Martina Bogdahn liest sich leicht und ist sehr lebendig. Sie hat es innerhalb kürzester Zeit geschafft, mich in den beschaulichen Ort Blumfeld mitzunehmen. Ihre Beschreibungen sind authentisch und durch die Landschaftsbeschreibungen hatte ich alles direkt vor Augen.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Anna berichtet. Anna ist eine sympathische Protagonistin, die ihre eigenen Bedürfnisse immer wieder hinten anstellt, sich einsetzt und die für die Dorfgemeinschaft da ist. Ihr fällt es schwer mit den neuen Veränderungen zurechtzukommen und ihre Gedanken schweifen häufig in die Vergangenheit, wodurch es zahlreiche Episoden aus der Vergangenheit gibt. Ich habe diese durchaus gerne gelesen, hätte aber auch gerne mehr aus der Gegenwart erfahren, dieser Handlungsstrang kam mir ein wenig zu kurz. Das Ende kam ein wenig plötzlich, war aber für mich rund und stimmig.

Es ist ein ruhiges Buch mit einem atmosphärischen Setting, authentischen Charakteren, Momenten die berühren aber auch vielen humorvollen Augenblicken. Ich mag die Idylle von Blumfeld und hoffe, dass Martina Bogdahn dieses Setting in weiteren Romanen verwendet.

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Mirabellentage

Rezensionen von verhei:

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Little Hollywood von Inga Hanka

der längste Sommer des Lebens

Es ist Mai 1999 und Leonie, Leo, ist gerade in den letzten Zügen ihrer Schulkarriere – nämlich den Abschlussprüfungen. Vor ihr steht eine Zeit der Chancen, der Unbeschwertheit. Doch leider ist nicht alles einfach und leicht: Herzschmerz, trifft auf familiäre Sorgen und die Angst vor dem Ungewissen.

Denn Leo hat es nicht leicht, sind ihre Eltern doch getrennt und ihre Mutter verfällt immer wieder in depressive und zerstörerische Phasen, speziell wenn es Probleme mit Leos Vater gibt. Jener droht nun da er zu Unterhaltszahlungen verpflichtet wurde. Leo versucht gleichzeitig Ben, ihren jüngeren Bruder zu unterstützen und Bezugsperson zu sein. Doch eben auch die Liebe hat ihre Tücken, hat Olli ein Freund seit Kindertagen sie doch geküsst und geht nun auf Distanz. Doch zum Glück gibt es Filme und die Videothek „Little Hollywood“ in die sich Leo flüchten kann und mit der Zeit lernt sie auch die Gesellschaft von Jo, Mitschüler und Angestellten, schätzen.

Ein Roman, der es schafft, dass man sich an die Zeit erinnert, in der man die vertraute Umgebung Schule verlässt, um in die weite Welt der Erwachsenen aufzubrechen. Alles scheint möglich, alles leicht, aber doch sind da die Zweifel. Ich war wirklich fasziniert, wie gut dies der Autorin gelang, und fühlte mich an meinen eigenen längsten Sommer zurückerinnert. Der atmosphärische Schreibstil lässt einem dabei auch einfach keine Wahl.

Leos Sinnkrise und Zweifel sind nachvollziehbar und realistisch und man merkt zwischen all den Gefühlen und Problemen, dass sie ein Stück erwachsener wird. Man kann die familiären Probleme ausreichend erahnen, auch wenn die Autorin dies nur andeutet und man so zwischen den Zeilen auch erkennt, dass der Roman tiefere Probleme wie häusliche Gewalt und psychische Belastungen anprangert.

Gut gelungen fand ich die eingestreuten Filmzitate, eben auch um dem Buchtitel gerecht zu werden. Doch man würdigt damit auch einfach die großen Filme der Zeit.

Ein Roman der lange nachhallt und den ich auch immer wieder lesen würde um mich an die Zeit der Unbeschwertheit zu erinnern.

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Little Hollywood