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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Island :

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Chaos von Andréa Ager-Hanssen

In der Krise

Das Cover, der Titel, der Klappentext und auch der Schauplatz des Romans haben mich direkt angesprochen.

Hedda, die Protagonistin, hat eigentlich ein gutes Leben, sie steht kurz vor dem Abschluss ihrer Doktorarbeit und sie und ihr Freund erwarten ein Baby. Doch dann läuft alles plötzlich nicht mehr wie geplant und Heddas Leben gerät ziemlich aus dem Gleichgewicht.

Da hilft es auch wenig, dass ihr Vater plötzlich wieder in ihrem Leben auftaucht, der gerne große Pläne schmiedet, ohne, dass viel dahintersteckt.

Grundsätzlich hat mir diese Konstellation gut gefallen und auch den modernen Erzählstil, mit den oft recht verwirrenden Wechseln zwischen der Gegenwart und Heddas Kindheit fand ich interessant und das Chaos in Heddas Leben wiederspiegelnd. Es wird auch sehr gut deutlich, wie dysfunktional Heddas Familie ist und, wie sie das seit ihrer Kindheit geprägt hat. Das traumatische Ereignis, das Hedda so aus der Bahn wirft, wird authentisch und ohne zu beschönigen geschildert, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Ansonsten bleiben die verschiedenen Charaktere im Roman für meinen Geschmack aber zu blass, ich hätte gerne etwas mehr über sie erfahren, insbesondere den Vater, was er so genau getrieben hat, bevor und während er weg von seiner Familie war.

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Chaos

Rezensionen von Ruth:

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Die Liebeshungrigen von Karine Tuil

Unterhaltsamer und schonungsloser Gesellschaftsroman

Karine Tuil ist bekannt für ihre gesellschaftskritischen Gegenwartsromane, in denen sie schonungslos Missstände und Ungerechtigkeiten in der französischen Gesellschaft aufzeigt. Das ist nicht anders in ihrem elften Roman „Die Liebeshungrigen“.
Im Zentrum steht Dan Lehman, bis vor einem Jahr noch Präsident von Frankreich.

Einst als Hoffnungsträger für soziale Gerechtigkeit angetreten, hat er seine Wählerschaft während seiner Regierungszeit enttäuscht. Die sehen in ihm einen Verräter der Arbeiterschaft und erteilen ihm nun bei seiner erneuten Kandidatur eine Abfuhr. Diese Niederlage stürzt Lehman in eine tiefe existenzielle Krise. Es fällt ihm schwer, sich mit seinem Machtverlust abzufinden und er kämpft dagegen an, in die Bedeutungslosigkeit abzurutschen.
Ein Versuch, als Schriftsteller wieder Aufmerksamkeit und Anerkennung zu bekommen, scheitert allerdings grandios.
Danach versinkt er in Selbstmitleid und sucht Zuflucht im Alkohol.
Darunter leidet auch seine Ehe mit der um zwanzig Jahre jüngeren Hilda, einer deutschen Schauspielerin. Für sie hatte er vor ein paar Jahren seine Frau Marianne, eine Schriftstellerin, verlassen, mit der er drei mittlerweile erwachsene Kinder hat.
Während seiner Amtszeit galten Hilda und er als „Power-Paar“, sie die erfolgreiche Schauspielerin, er der charismatische Politiker. Doch nun, wo die schöne Fassade gefallen ist, bröckelt auch das Bild vom glücklichen Paar. Einzig die Liebe zur taub geborenen Tochter Anna verbindet sie noch miteinander.
Auch Hilda fühlt sich ins Abseits gedrängt. Als Präsidentengattin blieben die Rollenangebote aus und nun ist sie mit Anfang Vierzig zu alt für das Filmgeschäft. Doch dann bietet ihr der anerkannte Regisseur Nizon die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Pikanterweise stammt die Buchvorlage von Marianne.
Damit wechselt der Fokus vom Politikbetrieb hin zum Filmgeschäft, wobei sich viele Gemeinsamkeiten zeigen. Beide Welten leben von der Inszenierung und davon, dass die Personen ihre Rollen überzeugend rüberbringen. Eitelkeit, Konkurrenzdenken und Machtmissbrauch sind weitere Parallelen. Und Politiker wie Filmschaffende stehen im Zentrum der öffentlichen Wahrnehmung, müssen mit den Begleiterscheinungen davon leben.
Auch die Medienlandschaft wird kritisch seziert. Der geht es nicht mehr um objektive sachliche Berichterstattung, vielmehr bedient sie den Voyerismus ihrer Gefolgschaft. Und wen sie heute noch euphorisch feiert, der wird morgen schon gnadenlos demontiert.
Das große Finale findet dann bei den Filmfestspielen in Cannes statt, wo alle Figuren des Romans aufeinandertreffen.
Eine unrühmliche Rolle dabei kommt dem Regisseur Nizon zu. Mit seinem Film über eine Arbeiterin, die sich gegen männliche Gewalt zur Wehr setzt, lässt er sich als überzeugter Feminist feiern. Dabei ist er der Prototyp eines Narzissten, der aufs Übelste Frauen manipuliert und demütigt.
Hier entlarvt die Autorin die Kulturbranche, die sich gerne als Vorreiter sieht für Freiheit und Selbstbestimmung und vorgibt, besonders gesellschaftskritisch zu sein, tatsächlich aber Teil des Systems ist, das sie an den Pranger stellt.
Karine Tuil hat ihren Roman mehrstimmig angelegt, wobei Dan Lehman gerade im Anfangsteil viel Platz eingeräumt wird. Von ihm erzählt sie nicht nur in personaler Form, sondern lässt ihn auch selbst zu Wort kommen. In einem Audio-Tagebuch spricht er über Politik und Privates, erzählt von seiner Kindheit und Jugend. Dazu kommen kursiv gesetzte Textstellen, in denen wir seine Alkoholexzesse mitverfolgen dürfen.
Kapitelweise wechselt Karine Tuil die Erzählperspektive und beleuchtet so näher die wichtigsten Protagonisten.
Dass ansonsten nur Marianne eine Ich-Perspektive zugestanden wird, ist klug gewählt, ist sie doch eine der wenigen positiv gezeichneten Figuren und die Einzige, die zur Identifikation einlädt. Und mit ihr, der Schriftstellerin, zeigt die Autorin, welche Rolle sie der Literatur zumisst: Als Gegenpol zur oberflächlichen, nur auf Schein bedachten Welt ist die Literatur zuständig für Wahrheit und Moral.
Überhaupt kommen die Frauenfiguren bei Karine Tuil besser weg als die Männer, die durchgängig Narzissten oder prinzipienlose Ehrgeizlinge sind.
Mit Marianne, Hilde und Léonie, Dans Tochter aus erster Ehe, porträtiert die Autorin drei Frauengenerationen, die unterschiedliche Haltungen einnehmen.
Marianne ist zwar gekränkt, weil ihr Mann sie wegen einer jüngeren Frau verlassen hat. Trotzdem wirkt sie gefestigt und findet in ihrer Arbeit Erfüllung.
Hilda ist ehrgeizig und lässt sich ausnutzen und erniedrigen um des Erfolges willen.
Léonie dagegen steht für eine junge Generation von Frauen, die vehement für ihre Rechte einsteht. Allerdings ist auch sie nicht ohne Widersprüche. So lässt sie sich anfangs noch von Nizons Charme blenden.
Überhaupt zeichnet Karine Tuil all ihre Figuren nicht eindimensional, sondern gibt ihnen Tiefe und Ambivalenz.
Karine Tuil hat sicher keinen Schlüsselroman geschrieben, auch wenn sich Parallelen zu lebenden Personen finden lassen. Ihr ging es darum, Strukturen aufzuzeigen, die sich nicht auf Frankreich beschränken.
Im Original lautet der Titel „La guerre par d’autres moyen“ - Krieg mit anderen Mitteln“, was mir passender erscheint, denn bekämpfen tun sich hier viele.
Karine Tuil hat mit „Die Liebeshungrigen“ einen so unterhaltsamen wie schonungslosen Gesellschaftsroman geschrieben, der viel Stoff zum Diskutieren bietet.

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Die Liebeshungrigen

Rezensionen von Cellissima:

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Die Meerglas-Schwestern von Eleanor Buchanan

Tolle Familiensaga

"Die Meerglas-Schwestern" ist der Auftakt einer vier Bände umfassenden Familiensaga (Die Töchter von Skara).
Erzählt wird auf zwei Zeitebenen, Vergangenheit und Gegenwart.
In der Gegenwart reist die Australierin Roz nach England. Dort entdeckt sie ein Gemälde, das vier Felsen auf einer schottischen Landzunge zeigt.

Roz kann dem Drang, nach Skara, der Heimat der Malerin, zu reisen, nicht widerstehen.
Zusammen mit Drow, einem Schotten, der dort lebt, will sie herausfinden, was mit den vier Schwestern geschah.
Und bald merkt Roz auch, dass sie über ihren Opalring, den sie kürzlich geerbt hat, mit der Geschichte der Schwestern verbunden ist ...
Im Mittelpunkt des Vergangenheitsstrangs steht in diesem ersten Band die erste Schwester Iris, die von Schottland nach Ceylon reiste, um ihren Onkel zu finden. Eigentlich wollte sie kurz darauf wieder zu ihren Schwestern nach Skara zurückkehren, doch dann kam alles ganz anders ...
******
Eleanor Buchanans Schreibstil gefiel mir auf Anhieb sehr - er lässt sich stets flüssig und angenehm lesen und ist herrlich atmosphärisch und bildhaft.
Auch die Figureben haben mir gefallen, wenngleich einzelne für mich zu oberflächlich gehalten waren.
Der Vergangenheitsstrang hat mir noch besser gefallen als der Gegenwartsstrang - doch das soll nicht ins Gewicht fallen, da dies bei mir generell so ist und somit nicht objektiv, sondern rein subjektiv ist.
Obwohl ich offen für solche Elemente bin, hätte es hier den Ring und die Felsen und ihre Rolle gar nicht unbedingt gebraucht. Stellenweise war es mir auch einfach too much und unglaubwürdig, vor allem im letzten Abschnitt. Das hat den ansonsten absolut positiven Gesamteindruck leider etwas getrübt. Ich bin gespannt, wie das in den Folgebänden sein wird, da die Schmuckstücke und die Felsen ja vermutlich erneut eine große Rolle spielen werden ...
Die Geschichte spielt vor allem in Schottland, Ceylon und Australien.
Schottland gefiel mir am Besten, doch auch das ist subjektiv.
Ansonsten ist es eine typische Familiensaga - es gibt alte Gegenstände, Familiengeheimnisse, exotische und atemberaubende Schauplätze, Familie, Freundschaft, Liebe, Abenteuer und Gefahr ...
Ich hatte keine großen Erwartungen, da ich Familiensagas zwar liebe, die letzten aber nie so gut waren, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Hier wurde ich positiv überrascht - ich würde sagen, dass dies die beste Familiensaga sein könnte, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Band 1 hat mir jedenfalls gut gefallen; ich freue mich auf die übrigen Bände und darauf, mehr über die anderen Schwestern zu erfahren.
Empfehlung für alle Liebhaber dieses Genres! Wer Familiensagas liebt, dem wird "Die Meerglas-Schwestern" sicher gefallen!

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Die Meerglas-Schwestern

Rezensionen von Pusteblümchen:

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Löwe von Sonya Walger

Intensive Erinnerungen

Die Autorin ist niemand anders als Penny Widmore aus der Serie „Lost“. Diese Rolle hat aber nichts mit ihrem Buch zu tun. Hier berichtet sie rückblickend über ihren Vater.

Inzwischen ist sie selbst Mutter und ihr Vater gestorben. In ihren Erinnerungen schildert sie die Ereignisse so, wie sie diese als Kind wahrgenommen hat.

Ihr Vater war für sie wie, schon der Titel des Buches sagt, ein Löwe: stark, kämpferisch, unberechenbar, voller Energie und Kraft.
Dieser Blick eines Kindes auf seinen Vater ist nicht ungewöhnlich, aber ihr Vater ist ungewöhnlich.
Er führt kein geregeltes Leben, kommt mit dem Gesetz in Konflikt, die Familie wechselt mehrfach ihren Wohnort und das über die Kontinente hinweg.

Die Kapitel sind kurz und zeitlich nicht chronologisch angeordnet. Die zeitliche Einordnung erfolgt durch die Altersangabe der Autorin. Es bestehen auch keine direkten Zusammenhänge zwischen den Kapiteln. Es sind lauter kurze Schnappschüsse, aus denen erst im Nachhinein ein rundes Bild eines turbulenten Lebens entsteht.

In ihrem Buch beschreibt die Autorin einen sehr komplexen Menschen, an dessen Seite das Leben sicherlich nicht einfach war. Es sind intensive und emotionale Einblicke in eine ganz besondere Vater-Tochter-Beziehung und es ist ein facettenreiches Porträt eines unberechenbaren Vaters.

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Löwe

Rezensionen von Brombeere:

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In aller Unschuld von Tami Hoag

Neuauflage, zweiter Band

Worum geht es?
Eine Frau und ihre zwei Töchter werden ermordend und schnell scheint der Täter klar zu sein. Doch die Richterin versucht für Unvoreingenommenheit zu sorgen und gerät plötzlich selbst ins Fadenkreuz.

Worum geht es wirklich?
Besitz, Lügen und Stärke

Lesenswert?
Ja, auch wenn ich einige Kritikpunkte habe.

Zuerst einmal informativ: Es handelt sich hierbei um die Neuauflage einer älteren Reihe und bei diesem konkreten Buch um Band 2 - man kam jedoch auch ohne Band 1 gut in die Geschichte rein.
Die CHARAKTERE sind zwar ganz gut gestaltet, wirken jedoch im Versuch der Andersartigkeit dann doch wieder klischeehaft. Da gibt es als starke Frauenfiguren, die aber natürlich eigentlich eine Schulter um anlehnen brauchen und denen die Stärke viel zu viel wird. Somit ist dann das Klischee doch wieder erfüllt.
In die ATMOSPHÄRE bin ich gut reingekommen, man konnte sich das ganze gut vorstellen.
Der SCHREIBSTIL (Übersetzung Gabriele Werbeck und Andrea Stumpf) war zwar prinzipiell okay und gut, die Wortwahl jedoch teilweise fragwürdig und diskriminierend. An diesen Szenen hat man dem Buch sein Alter eher angemerkt. Manche ständigen Wiederholungen erscheinen unnötig.
Die HANDLUNG ging nicht so sehr auf das eigentliche Verbrechen ein, sondern eher auf das was danach kommt. Dies ist mir positiv aufgefallen. Das Ende jedoch fand ich nicht überraschend und eher enttäuschend, denn die Vorahnung bekommt man schon im Laufe des Buches. Auch hier eher klischeehaft.
Hinsichtlich SPANNUNG kann ich mich nicht beschweren, ich bin gut in das Buch reingekommen und wollte unbedingt weiter lesen, sodass ich es in kürzester Zeit ausgelesen habe.
Die LOGIK im Buch stimmt zwar, die Anhäufung an Zufällen und speziellen Konstellationen wirkt jedoch zu viel und wiederum klischeehaft.
Alles in allem war der LESESPASS in Ordnung. Das Buch hat mich unterhalten und ich würde erneut zu einem Werk der Autorin greifen.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 5,71 Bewertungspunkten gute 3 Sterne für dieses Buch.

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In aller Unschuld

Rezensionen von gerlisch:

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REM von Annika Strauss

Du darst nicht schlafen

Hier geht es um Alysee, die seit einem traumatischen Erlebnis in ihrer Kindheit nicht mehr schlafen kann, ohne in brutale Albträume abzurutschen. Dieser Plot rund um Schlafverweigerung und die Angst vor dem Einschlafen hat für mich neugierig gemacht.
Die Traumsequenzen sind verstörend, utopisch und gruselig.

Blutnebel, ein roter Dämon, konfuse Traumlogik, all das erzeugt eine bedrückende Stimmung. Die Horror-Szenen sind teilweise explizit beschrieben und wirken dadurch bildhaft.
Das Hotel de Ville ist ein absolut gruseliges Setting: dunkel, unheimlich, voller Geheimnisse. Durch die Perspektivwechsel entsteht ein stetiger Spannungsaufbau, der mich immer wieder neugierig gemacht hat, auf das was noch kommt.
Der Storyaufbau hat mir gut gefallen, der Schreibstil ist fesselnd, atmosphärisch und treibt die Handlung gut voran.
Trotz starkem Anfang und intensiver Atmosphäre blieb bei mir am Ende das Gefühl, dass die Geschichte als Ganzes nicht die Wirkung entfaltet hat, die sie hätte haben können. Vielleicht, weil die Handlungen mir irgendwann zu skurril wurden. Vielleicht aber auch, weil mir die Emotionen der Figuren nicht ganz so tief gingen, wie ich es mir gewünscht hätte.

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REM

Rezensionen von Brombeere:

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Wenn Katzen reden könnten von Piergiorgio Pulixi

will mehr als es liefert

Worum geht es?
Buchhändler Marzio Montecristo kann sich kaum über Wasser halten. Nur seine zwei schwarzen Katzen locken noch Menschen in das Geschäft. Dann begeben sich die drei auf eine Schiffsfahrt um einen berühmten Autor zu begleiten - der bald darauf tot aufgefunden wird.

Worum geht es wirklich?
Lügen, Gemeinschaft und Geld.

Lesenswert?
Ja, auch wenn es nur eine gute Unterhaltung für zwischendurch war. Das Buch ist mir wegen seines schönen ansprechenden Covers aufgefallen und klang super für einen Sommerkrimi.
Die CHARAKTERE habe ich leider als eher klischeehaft empfunden, dabei auch einseitig ohne Ecken und Kanten und generell waren es mir einfach zu viele Männer in Hauptrollen in diesem Buch.
Hinsichtlich ATMOSPHÄRE war die Lektüre jedoch wirklich gut. Es war vorstellbar beschrieben und man konnte sich gut an die Orte denken.
Beim SCHREIBSTIL (Übersetzung Katharina Schmidt, Barbara Engelmann und Barbara Neeb) bin ich zwiegespalten. Es werden viele Begriffe nicht übersetzt und lassen das Italienisch nebenbei mit einfließen, was für einen Urlaubsroman natürlich super ist. Andererseits wirkt es dadurch teilweise gekünstelt. (Ich meine, dass es auch eine Stelle gab, bei der von „zwei Espressos“ die Rede war, was wiederum im Gegensatz zur sonstigen Verwendung der Originalsprache steht.)
Die HANDLUNG ist in Ordnung, das Ende jedoch war eher mittelmäßig und zwischendrin zieht sich die Geschichte unnötig in die Länge.
Darunter hat auch die SPANNUNG gelitten, denn ich wollte zwar wissen wie es weiter geht und was die Auflösung sein wird, der Weg dahin war jedoch stellenweise eher langweilig.
Auch die LOGIK war zu künstlich gewollt, zu unrealistisch und konstruiert.
Somit war mein LESESPASS leider nicht so hoch wie ich gehofft habe. Ich würde kein weiteres Buch von dem Autor lesen, liebe die Kampa-Cover aber einfach sehr!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei durchschnittlich 4,8 Bewertungspunkten knappe 3 Sterne für dieses Buch.

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Wenn Katzen reden könnten

Rezensionen von Brombeere:

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The Tainted Cup von Robert Jackson Bennett

fantastisch und spannend

Worum geht es?
Ein Offizier wird tot aufgefunden - aus seinem Oberkörper sprießt ein Baum. Ermittlerin Ana und ihr Gehilfe Dinios ermitteln.

Worum geht es wirklich?
Rache, Macht und Verschwiegenheit.

Lesenswert?
Ja, sehr. Man bekommt hier ein Ermittlerduo, welches einen Fall aufdecken muss und das ganze spielt in einer durch und durch fantastischen Welt.

Die CHARAKTERE haben mir beide gut gefallen. Ana ist Sherlock Holmes sehr ähnlich und eher speziell. Beide sind unterhaltsam (gerade auch in ihrem Miteinander) und ihre eigenen Geschichten interessant. Die Art der Konstellation ist nichts neues, aber ich finde sie gut umgesetzt und schön zu lesen.
In die ATMOSPHÄRE wird man direkt reingeworfen und findet sich schnell in der Welt zurecht. Alles ist sehr fantastisch und besonders, aber der Start fiel mir relativ leicht. Am liebsten möchte man noch viel mehr über diese Welt und ihre Eigenschaften erfahren.
Den SCHREIBSTIL (Übersetzung Karla Schmidt und Jakob Schmidt) gefiel mir ebenfalls. Einige Stellen sind recht derb und Ana nimmt kein Blatt vor den Mund. Dies passte aber zu ihr. Etwas verwirrt bin ich durch die Begriffe Kind/Mädchen/Junge, die regelmäßig auftauchen und mir für die entsprechende Person immer recht unpassend vorkommen, da es sich doch um Erwachsene handelt.
Die HANDLUNG wird stark von den Ermittlungen geprägt, da die Auflösung des Falls im Mittelpunkt steht und sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Ana gibt nicht auf, bis alles auseinander gedröselt wird. Hierbei kommt es zu mehreren Wendungen.
Zu Beginn ist die SPANNUNG noch nicht gegeben, nach und nach baut sie sich jedoch auf und wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann will man auch unbedingt wissen wie es weiter geht.
Auch die LOGIK scheint durchdacht zu sein, auch wenn mehrere Aspekte vermutlich von anderen Autor*innen inspiriert sind - was ich jedoch nicht negativ empfinde. Man kann nicht ständig völlig neue und noch nie dagewesene Dinge lesen.
Generell hat mir die Lektüre wirklich viel SPASS bereitet und ich kann sowohl das Buch (als auch das Hörbuch) sehr empfehlen und habe großes Interesse an weiteren Bändern.
Dran bleiben lohnt sich und der Mix aus Fantasy und Krimi ist ebenfalls ziemlich gut!
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt bei 7,29 Bewertungspunkten dann 4 Sterne für dieses Buch.

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The Tainted Cup

Rezensionen von askyfullofpages:

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Leuchtfeuer von Dani Shapiro

Alles ist und bleibt verbunden

Dieses Buch transportiert so viel Gefühl. Dani Shapiro erzählt von falschen Entscheidungen, Familie, Liebe, Verlust, Tod, Sterben, Schuld, Geheimnissen, Alkoholabhängigkeit und den unsichtbaren Verbindungen, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verknüpfen. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie sie Zeit, Erinnerung, Verbundenheit und Vergänglichkeit betrachtet.

Nicht als etwas, das einfach vergeht, sondern als etwas, das fortbesteht.

Die Geschichte hat eine unglaubliche emotionale Tiefe, die sich langsam entwickelt. Nach und nach fügen sich die einzelnen Lebenswege zu einem Gesamtbild zusammen. Vor allem die Frage, ob Menschen und ihre Geschichten nach dem Tod verschwinden, hat in mir viel Resonanz ausgelöst.

Da meine eigene Mama erst vor Kurzem verstorben ist, beschäftige ich mich momentan viel mit der Frage, was nach dem Tod kommt, ob man einfach ganz verschwindet und ob die Verbindungen zu den Menschen, die wir lieben, wirklich gekappt werden.

Ein berührendes, kluges und einfühlsames Buch. Mich hat dieser Roman tief bewegt und er wird mich wahrscheinlich noch lange beschäftigen.

Triggerwarnung: Das Buch behandelt unter anderem die Themen Tod, Sterben, Demenz, Alkoholabhängigkeit, Verlust und Trauer.

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Leuchtfeuer

Rezensionen von Annaja:

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Du musst mich vergessen von Rosie Walsh

Spannende Liebesgeschichte

Von annaja

Der Roman von Rosie Walsh ist eine bittersüße Liebesgeschichte.
Carrie hat nach einer missglückten, sehr kurzen Beziehung endlich ihr Glück und einen sicheren Hafen gefunden und ein zuverlässiger Ehemann und muntere 6jährige Zwillinge machen ihr Leben vollkommen. Den Job als erfolgreiche Chirurgin hatte sie davor auf Eis gelegt und nun nach langer Pause möchte sie das ruhige Leben aufgeben und wieder neu durchstarten.

Doch gerade hier beginnt für sie eine Wendung im Leben. Sie kommt nach und nach Geheimnissen auf die Spur, die sie und auch die Leser niemals vermutet hätten.
Der Roman wurde mit viel Emotionen verfasst und immer wieder gibt es neue, teils recht skurrile Überraschungen.
Eine sehr unterhaltsame, wenngleich auch manchmal etwas zu ausschweifende Geschichte in einem angenehmen Schreibstil, wird der beliebten Autorin mehr als gerecht.

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Du musst mich vergessen