Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Brigittte:
DENKRIESEN - KIBU JUMPER® - Kopenhagen - "Gefährliche Täuschung" | Band 5 von Leonie Jockusch; Maze Kahle
Zusammenhalt - Gefahr - und Köpfchen
Durch die Steckbriefe und die kurze Zusammenfassung am Anfang kommt man auch dann gut rein, wenn man die vorherigen Bände noch nicht kennt. Das war für uns als Neulinge ein gelungener Lesestart!
Besonders gefallen hat uns der Zusammenhalt der Gruppe. Die KIBU Jumper sind so unterschiedlich, und genau das macht sie so lebendig.
Jeder bringt etwas Eigenes mit, keiner ist perfekt aber alle halten zusammen und haben ein Ziel. Gerade dadurch fühlt sich das Ganze schön echt an. Auch die schwarz-weiß Illustrationen passen wunderbar dazu. Sie lockern das Lesen auf, geben den Szenen noch mehr Atmosphäre und haben uns geholfen, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil ist angenehm flott, kindgerecht und lebendig. Es wird nie trocken, obwohl ganz nebenbei richtig viele spannende Infos über Kopenhagen und Dänemark eingebaut sind. Das mochte ich sehr, weil Kinder hier nicht nur ein Abenteuer lesen, sondern fast nebenbei auch ein Gefühl für die Stadt bekommen. Genau so macht Wissen Spaß: nicht belehrend, sondern mitten in der Geschichte versteckt. Ein rundum gelungenes Abenteuer, das Spannung, Humor, Teamgeist und Wissen über Kopenhagen richtig schön verbindet.
Rezensionen von Petra:
Der Ozean so wild und weit von Malachy Tallack
Mein Zuhause das Meer
Jack lebt allein auf den Shetlandinseln im Grunde mitten im Meer, mit all seinen Gefahren und Schönheit. Seine Eltern haben schon vor ihm dieses Leben gelebt. Sonny sein Vater war Walfänger gewesen, das hat seine Persönlichkeit geprägt und vielleicht auch die seines Sohnes.
Wenn man das Buch anfängt, fällt mir als Erstes Vergleiche mit Hermann Melvilles Moby Dick ein.
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Die Grausamkeit des Walfangs und ihre Auswirkungen auf die Menschen werden zwar mit anderen Worten und Emotionen beschrieben aber ich glaube beide Autoren meinen das Gleiche.
Für mich war es ein ruhiges Buch mit einer ungeheuren Tiefe. Das die Vergangenheit soviel Einfluss auf die Gegenwart hat wird hier eindrucksvoll beschrieben. Ein Mann der in sich ruht, sein Handicap im sozialen Umgang ist ihm bewusst, er gibt sich Mühe. Eine Figur die mir gefällt.
Rezensionen von Brigittte:
Der Kompass des Seefahrers - Ein Abenteuer in Spanien von Benjamin Wallenborn
Vorfreude auf Spanien garantiert
Mit dem Wohnmobil B-OB (das es ja sogar in echt gibt!) reisen die Kinder Line und Benni durch Spanien. Von Santiago de Compostela über Sevilla bis nach Mallorca – wir haben so viel Neues über die Traditionen gelernt. Die Beschreibungen sind so toll, dass man am liebsten sofort selbst die Koffer packen und nach Spanien reisen möchte! Die Geschichte mit dem kaputten Kompass ist herrlich spannend und unterhaltsam.
Was mir als Oma aber ganz besonders am Herzen lag, ist die wunderbare Diskussionskultur im Buch. Als Dolores und ihre Enkelin Alma sich uneinig sind, hören sie einander einfach ruhig zu und respektieren die andere Meinung, ohne schlimm zu streiten. Ein Satz von B-OB hat mich da tief berührt: „Auch wenn man anderer Meinung ist, kann man einander zuhören.“ Das ist in der heutigen Zeit so eine wichtige Botschaft für unsere Kinder! Ein perfektes Buch für neugierige Kinder, das Lust auf die Welt macht.
Rezensionen von Petra:
How to Lose a Lord in 10 Days von Sophie Irwin
Streiche
Lydia hat von Lord Ashwood einen Heiratsantrag bekommen, gemäß der Konventionen kann sie ihn nicht ablehnen. Außerdem würde ihre Familie im Dreieck springen. Also beschließt sie sich in seiner Gegenwart unmöglich zu benehmen, schlecht gekleidet auftreten und auch sonst in jeder Hinsicht unangenehm auf zu fallen, damit er seinen Antrag zurück nimmt, denn Stolz und Arroganz sind seine ( nach Lydias Ansicht ) herausragende Eigenschaften.
Man kann sich nicht vorstellen, was sie alles unternimmt, manchmal ist es einfach nur zum Lachen, dann wieder Kopfschütteln oder fremdschämen, denn nachdem er hinter ihr Verhalten gekommen ist, verhält er sich nicht anders. Man muss sagen einige ihrer Streiche sind raffinierter, während er sich an seine Schuljungenstreiche erinnert.
Der locker-leichte Schreibstil war sehr unterhaltsam. Aber er hatte auch leise Kritik an der Gesellschaftsnorm in petto. Der Anspruch an Toleranz und Mitgefühl wird groß geschrieben. Man könnte das manchmal auch in die heutige Zeit übertragen.
Dies ist meiner Meinung nach bisher das beste Buch von der Autorin das ich gelesen habe. Es darf gern mehr geben.
Rezensionen von Naschi:
UNDERCOVER COPS UNCOVERED von Juchin Smith
Spannend bis zum Schluss
Behandelt ein aktuelles Politikthema und spinnt darum eine sehr spannende und schnelle Geheimagenten Geschichte, die einen bis zum Schluss mitnimmt
im Shop ansehen weitere Rezensionen von NaschiRezensionen von Anjulia :
Cursed for Good - Eine Prinzessin. Ein Pirat. Und ein verfluchter Buchladen. von Amy Coombe
Die Buchladenprinzessin
Prinzessin Tanadelle de Courcy wird auf einer ihrer vielen repräsentativen Reisen verflucht. Eigentlich wollte die Prinzessin in der kleinen Buchhandlung nur ihren Lesevorrat aufstocken, doch dann kann sie diese nicht mehr verlassen, bis sie ihren Herzenswunsch findet. Tandy nutzt die Zeit, um den Laden neu zu ordnen, ihre Eltern setzen die gesamte Thronprinzenschar der benachbarten Königreiche in Bewegung und ein attraktiver, ebenfalls verfluchter Pirat sorgt bei Tandy für Herzklopfen.
Cursed for Good von Amy Coombe ist ein Cosy-Fantasy-Roman mit einer kleinen Liebesgeschichte, der mir sehr gut gefallen hat. Die Handlung spielt aufgrund des Fluchs hauptsächlich in dem zunächst ziemlich chaotisch anmutenden Buchladen. Prinzessin Tandy fand ich als Protagonistin sympathisch. Der Fluch, im Buchladen festzustecken, ist für sie fast eine willkommene Abwechslung zu ihren ungeliebten royalen Pflichten. Das war für mich ganz klar nachvollziehbar. Dabei findet sie zu mehr Selbstbewusstsein und letztendlich auch zu mehr Mut um für sich selbst einzustehen. Die Lovestory zwischen ihr und Bash war niedlich und hätte für mich auch einen größeren Umfang haben dürfen. Es gibt viele Momente und Dialoge im Buch, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Magische Elemente lassen die Geschichte märchenhaft wirken. Dass die Geschichte tatsächlich etwas vorhersehbar ist und große Spannungsmomente fehlen, hat mich insgesamt nicht gestört.
Fazit: Ein sehr angenehm leicht zu lesender Roman mit großem Wohlfühlfaktor.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Die üblichen Mauern von Gerhard Weinreich
Sehr unterhaltsam
Dies ist mein erstes Buch von Gerhard Weinrich und ich bin sehr neugierig mit dem Lesen gestartet :
Die Geschichte um Monsignore Ries, der in einem Fall ermittelt, der zuerst einmal nach natürlicher Todesursache aussieht und dann aber von der Glaubenskongregation in Rom darauf angesetzt wird, ist flüssig und angenehm von Gerhard Weinrich geschrieben.
Kaum waren die ersten Seiten gelesen, hat es mich direkt mitgenommen.
Die Charaktere des Buches gefallen mir sehr gut, der Autor hat seinen Figuren Authentizität eingehaucht und mit den gut aufgezeigten Dialogen wird die Geschichte lebendig. Eigentlich ist das Buch als Roman gekennzeichnet, ich würde die Geschichte aber auch gerne als Krimi beschreiben. Es waren unheimlich viele Wendungen eingebaut und der Spannungsbogen hielt sich auch aufrecht, von daher habe ich mich sehr gefreut, mit-ermitteln zu dürfen.
Besonders erwähnen möchte ich, dass man das Gefühl bekommt, der Autor hat unheimlich gut recherchiert und hält aber keineswegs einen Vortag – man erfährt so nebenbei vieles über die Kirche.
Humor war auch dabei, eine ordentliche Portion sogar – und das hat dem Buch eine Leichte mitgegeben, das fand ich wirklich toll.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und so gebe ich gerne eine Kauf- und Leseempfehlung dafür !
Rezensionen von Miro:
Wirf einen Schatten von Elena Fischer
Landleben
Joseph ist allein auf seinem Hof zurückgeblieben, nachdem seine Frau Lis mit ihrem gemeinsam Sohn ausgezogen war. Sie konnte das zurückgezogene Landleben in einer sprachlosen Ehe nicht mehr ertragen. Auch Joseph erträgt seine Einsamkeit nicht mehr. Er beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen. Ein letztes Mal die Tiere versorgen, Abschied nehmen vom Land und von den Vorausgegangenen und ein kurzer Brief auf dem Tisch.
Doch dann steht Birdie vor seiner Tür. Halb erfroren sucht sie Zuflucht, denn sie ist auf der Flucht vor ihrem Vater. Joseph kann nicht anders als ihr zu helfen und gemeinsam mit seiner Schwägerin Ada, päppeln sie Birdie auf und helfen ihr auf ihrem Weg in die Zukunft. Doch Birdie hilft auch Joseph aus seiner Erstarrung und er beginnt sich mit seinen Themen aus der Vergangenheit auseinanderzusetzen, damit sein Leben endlich einen Schatten werfen kann.
In regelmäßigen Rückblenden erfahren wir von den familiären Prägungen, der Schuld und der Verluste, die schlußendlich zu Joseph's Sprachlosigkeit führten. Aber der Roman beleuchtet auch den Mut zur Veränderung, die Möglichkeit von Liebe und Hoffnung auf einen Neuanfang.
Elena Fischer zeichnet ihre Figuren in einfacher, fast poetischer Sprache. Sie gibt ihnen klare Konturen und geht sehr behutsam mit ihnen um. Emotionen finden sich eher zwischen den Zeilen, was dem Text etwas Nüchternheit verleiht. Trotz der emotionalem Thematik findet sich kein Kitsch in diesem Roman, denn das würde nicht zum rauen Landleben passen. Die Sprache fügt sich gut in Ort und Zeit ein.
Mich konnte die Autorin begeistern mit dieser Lebens-, Leidens- und Liebesgeschichte, die so viele Umwege braucht, bis sich Hoffnung einstellt.
Rezensionen von Annaja:
Alleinruhelage von Eva Menasse
Plötzlich zu viel Ruhe
Ein schönes, beschauliches Cover.
Die Protagonistin erzählt hier vom einstigen Erwerb des Wochenendhauses für die Familie inmitten der Natur an einem See gelegen. Der einstige Erholungsort und Treffpunkt für Familie und Freunde, die aus der Stadt raus wollten. Jahrelang geht alles gut und nur manchmal nerven nachbarliche Datschenbesitzer mit kleinen Konflikten, doch es gibt auch Gemeinschaftssinn und Hilfsangebote.
Als dann allmählich im Laufe der Jahrzehnte die Familie auseinanderbricht und nur mehr sie allein übrig bleibt, die das Ferienhaus zu erhalten hat, nur gelegentlich Freunde zu Besuch kommen, wo Reparaturen aller Art anfallen, der Garten zu pflegen ist und den überbordenden Wühlmäusen der Kampf angesagt werden muss, kommen Zweifel über die Sinnhaftigkeit des Besitzes. Es fällt schwer, sich zu trennen, hängen doch so viele Erinnerungen und Emotionen daran. Als auch ihr letzte Liebhaber das Weite sucht, werden fleißige Bauhelfer engagiert, die das Anwesen auf Vordermann bringen sollen.
Das Buch überzeugt mit klarer Sprache, klug und voll Wortwitz und es zeigt auf, wie schwer manche Entscheidungen fallen.
Rezensionen von Shilo:
Das Haus Lorimer - Der Aufstieg von Anne Melville
Der Beginn einer bewegten Familiengeschichte
Margaret wächst in einer Familie auf, in der es an nichts fehlt. Trotzdem wirkt ihr Leben oft enger als erwartet. Früh entsteht der Eindruck, dass sie sich mit der Rolle nicht abfindet, die für sie vorgesehen ist.
Eine junge Frau mit eigenem Kopf steht im Mittelpunkt. Sie ordnet sich nicht einfach unter.
Manche Entscheidungen lassen sich schnell verstehen, andere wirken eher sprunghaft, passen aber zu ihrem Drang nach mehr Freiheit. Besonders die Verbindung zu Charles und die familiären Spannungen bringen Bewegung in die Geschichte.
Die Figuren bekommen viel Raum. Es passiert nicht ständig etwas Großes. Oft sind es Gespräche, kleine Entscheidungen oder Reaktionen, die den Verlauf bestimmen. Dadurch entsteht ein recht klares Bild der Familie Lorimer und der Menschen drumherum.
Die Zeit wirkt nicht aufgesetzt, sondern läuft einfach mit. Erwartungen an Frauen ziehen sich durch viele Szenen. Margaret stößt dabei immer wieder an Grenzen, die für sie schwer zu akzeptieren sind. Ihr Wunsch nach einem eigenen Leben wirkt dadurch sehr greifbar.
Das Tempo schwankt. Manche Abschnitte nehmen sich Zeit für Hintergründe und Familiengeschichten. An anderen Stellen hätte etwas mehr Zug gutgetan. Gleichzeitig hilft genau diese Ruhe, die Figuren besser einzuordnen.
Im Mittelpunkt stehen weniger große Ereignisse, eher das Verhalten der Figuren untereinander. Wer viel Spannung von Anfang an erwartet, wird nicht durchgehend abgeholt. Trotzdem bleibt das Ganze stimmig und in sich geschlossen.
Am Ende bleibt der Eindruck eines Auftakts, der vieles anstößt, aber noch nicht alles auflöst. Die Geschichte der Lorimers ist damit nicht abgeschlossen. Margaret bleibt besonders im Kopf, weil sie sich nicht einfach einfügt, sondern versucht, ihren eigenen Weg zu gehen.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.











