Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
A Kingdom of Shadows von Rina Vasquez
Solider Mittelteil
A kingdom of shadows Schwelender Zorn ist der zweite Band der Trilogie Solaris und Crello, geschrieben von der Autorin Rina Vasquez.
Nara und Darius müssen sich auf eine gefährliche Suche begeben und verschiedenen Aufgaben lösen. Dabei bekommen sie durch unterschiedliche Personen Hilfe und sehen sich ihrem Ziel näher kommen.
Die Charaktere von Darius und Nara werden hier besser gezeichnet als im ersten Band. Nara ist zwar immer noch voller Wut und handelt nicht immer mit Ruhe und Verstand, aber mittlerweile steht ihr Darius zur Seite, der sie immer wieder mäßigen kann.
Der Schreibstil ist gut lesbar, aber die Geschichte hätte straffer erzählt werden können. Die Dialoge fand ich in Teilen witzig, aber es wiederholte sich einiges. Auch die intimen Szenen zwischen Darius und Nara fand ich in ihrer Fülle zu viel und auch zu ausführlich, da wäre weniger mehr gewesen, zumal ich die Zeitpunkte nicht immer passend fand.
Bei den Aufgaben dagegen wurde das Szenario immer rasch abgehandelt, da hätte die Autorin mehr draus machen können.
Zum Schluss wird es noch mal heftig und der Cliffhanger am Ende des Bandes macht neugierig auf den letzten Band.
Rezensionen von Nicole (Abby1810):
Im Kreis laufen und trotzdem ankommen von Inka Hammond
Im Kreis laufen kann sehr heilsam sein
Es ist das erste Buch, welches ich von Inka Hammond gelesen habe, und ich muss ehrlich sagen, dass es mir sehr gut gefallen hat. Sachbücher neigen dazu Themen trocken und etwas zu detailliert zu verarbeiten. Dieses Buch ist zwar auch sehr informativ, aber durch den angenehmen Schreibstil der Autorin, sehr gut verständlich.
Letztendlich konfrontieren sich viele von uns immer wieder mit den gleichen Themen und Problemen. Das hat einen guten Grund. Gott hat sich genau dabei etwas gedacht. Wir Christen sollten nicht linear, analytisch und abstrakt, sondern zyklisch, erfahrungsbezogen und ganzheitlich denken. Denn genau dadurch, nämlich durch wiederkehrende Situationen, können wir lernen und reifen. Im-Kreis-Laufen bringt neue Erkenntnisse, Erfahrungen und macht uns weiser.
Wie Inka Hammond so gut schreibt:"Wir können den Gedanken nicht ertragen, dass wir versagen, dass wir am Ziel vorbeischießen könnten. Und so geben wir alles, um die Fassade aufrechtzuerhalten." Auch ich habe genau damit Erfahrung gemacht, und ich denke, so geht es vielen Menschen. Sei es beruflich oder privat. Dank dieses Buches habe ich erkannt, dass Im-Kreis-Laufen kein scheitern, sondern Gottes Art ist, mich näher an sich zu binden. Darüber freue ich mich.
Die Autorin schreibt sehr klar, strukturiert und hilft den Lesern Schritt für Schritt die Heilungswege zu erkennen. Dieses Buch ist eine toller Ratgeber und ich möchte es auf jeden Fall weiterempfehlen.
Rezensionen von Lerchie:
Der Tote auf dem Kniepsand von Anna Johannsen
Mord und Drogenschmuggel
Die Polizei geht bei dem Toten am Amrumer Kniepsand von einem Zusammenhang mit Drogenpakten, die an den Stränden der nordfriesischen Inseln angespült wurden, aus. Lena Lorenzen, ihres Zeichens Hauptkommissarin, kehrt auf Amrum zurück und findet mit Kollegin Naya Olsen heraus, dass Claasen Streit mit seinen Geschwistern wegen des Erbe seines Elternhauses hatte.
Alle hätten einen akuten Finanzbedarf. War er an dem Schmuggel beteiligt? Die Ermittler sind alarmiert als in sein Haus eingebrochen wird. Ist das eine Spur?
Meine Meinung
Das Buch konnte ich leicht und flüssig lesen, denn keine Unklarheiten im Text störten meinen Lesefluss. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen, konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Lena und auch in Naya, die nach Amrum geschickt werden und dort nicht nur den Mordfall vorfinden, sondern auch die Drogendelikte. Die Vermutung liegt nahe, dass Bootsbesitzer, deren Booe dort vor Anker liegen, in den Drogen Schmuggel verstrickt sind. Doch haben sie auch mit dem Mord an Claasen zu tun? Lena will es aufklären. Das Buch ist spannend geschrieben, hat mir gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Deshalb von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne.
Rezensionen von Gundi57:
Melken von Sanna Samuelsson
Alte Heimat
Ellen zieht es zurück aufs Land in ihre alte Heimat die sie einst verlassen musste.
Sie hat nicht vergessen wie es damals war.
Der Geruch von Kühe , Mist und Dung.
Als sie ankommt liegt noch immer der Schlüssel unter dem Blumentopf vor der Haustüre.
Der Hof gehört ihr aber nicht mehr und die neuen Besitzer sind angeblich im Urlaub.
Es soll nur für einige Tage sein wo sie dort bleiben will.
Sie hat mit sechzehn Jahren den Hof verlassen und nun taucht auf einmal wieder der ehemalige Sohn vom Nachbarn auf.
Sie ist jetzt dreißig Jahre alt und kann sich nicht mehr so genau an alles erinnern.
Damals wurde ihr Vater krank und das war eigentlich das Ende des Lebens auf dem Hof.
Ellen muss sich nun wieder auf die Flucht begeben als die neuen Besitzer ganz plötzlich wieder nach Hause kommen.
Der Autorin geht es in diesem Buch auf den Verfall der Landwirtschaft .
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Chasing Hearts von Grace Newman
Absolut genial!
Wow!! Was für eine mitreißende Sports-Romance! Ich bin wirklich restlos begeistert!!
Zwar hatte ich in letzter Zeit immer häufiger Formel-1-Settings in Romance-Romanen entdeckt, dachte insgeheim aber letztlich: 'Ok, unterm Strich fahren da eben einfach Autos im Kreis.' Tja, nach "Chasing Hearts" sehe ich das komplett (!) anders.
Mehr noch: Nach dem Lesen habe ich tatsächlich angefangen, mich intensiv mit Motorsport und der Formel 1 auseinanderzusetzen - und allein DAS muss ein Buch erst einmal schaffen. Wirklich ein riesengroßes Kompliment an Grace Newman für dieses unfassbar authentische, atmosphärische und detailreiche Setting!
Man spürt auf jeder Seite, wie viel Leidenschaft und Know-how in dieser Geschichte steckt. Die Rennwochenenden, die Abläufe hinter den Kulissen, die Dynamik innerhalb der Teams … alles wirkt unglaublich lebendig. Besonders beeindruckt hat mich der Blick auf Frauen in einer männerdominierten Branche. Georgia kämpft so hart für ihren Traum, als erste Frau Formel-1-Weltmeisterin Geschichte zu schreiben, und ich habe jede einzelne Sekunde mit ihr mitgefiebert.
Überhaupt sind die Figuren hier einfach fantastisch ausgearbeitet worden. Georgia und Luca könnten (trotz ihrer gemeinsamen Liebe fürs Racing) auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein: SIE musste sich alles selbst erarbeiten, ohne Vitamin B (immer im liebevollen Wettstreit mit ihrem Bruder Henri), während ER als charismatischer Goldjunge und Sohn eines ehemaligen Weltmeisters scheinbar mit allen Vorteilen dieser Welt geboren wurde. IHRE Pressekonferenzen sind ein Marketing-Debakel, die Presse verhöhnt sie mit frauenfeindlichen Fragen, provoziert sie in einer Tour und kritisiert sie anschließend genüsslich, sobald "Sassy Dubois" irgendwann (berechtigterweise) der Geduldsfaden reißt. SEINE Presseauftritte hingegen laufen dank seines Charmes und seiner Selbstsicherheit wie am Schnürchen.
Gerade dieser Gegensatz macht ihre Dynamik aber SO spannend, denn hinter Lucas Womanizer-Fassade steckt so viel mehr, als Georgia zunächst wahrhaben möchte. Ich habe es geliebt, wie sich die beiden Schritt für Schritt annähern - nicht übertrieben dramatisch oder künstlich, sondern absolut nachvollziehbar und emotional greifbar. Volle Punktzahl für die herrliche Chemistry zwischen Georgia und Luca! (Ebenfalls für die Dynamik innerhalb Lucas Familie.)
Schreibstil: Ein Träumchen! - Grandiose Dialoge, perfekt dosierter Spice - und der Humor? On point! Mit Fake Dating und Rivals to Lovers durfte ich mich gleich über zwei meiner liebsten Tropes freuen, und die Autorin hat sie wirklich hervorragend umgesetzt. Ich konnte das Buch (so gerne ich diese abgedroschene Phrase vermeiden würde) nicht aus der Hand legen und habe jede Szene förmlich inhaliert.
Fazit:
Genial!! I need more, please! Eine rundum gelungene, spannende, emotionale und mega atmosphärische Sports-Romance, die nicht nur mit einer mitreißenden Liebesgeschichte punktet, sondern gleichzeitig echte Begeisterung für die Welt der Formel 1 weckt. Ich freue mich jetzt schon riesig auf den Folgeband "Racing Love", der im Dezember 2026 erscheint, wohooo!
Rezensionen von peedee:
Die Bücherfreundinnen - Ein neues Kapitel von Marie Bernstein
Leider nur 2 Sterne, schade
Die Bücherfreundinnen, Band 1: Aurora Bernardi ist durch und durch ein Bücherfan. Sie liebt es, in der kleinen Buchhandlung im ostschweizerischen Herzried andere Lesefreudige zu beraten. Wie die Chefin ihr eröffnet, ist die finanzielle Situation jedoch prekär und eine Entlassung ist nicht auszuschliessen.
Aurora und ihre beiden Freundinnen schmieden einen Plan: Ein grosses Bücherfestival soll die Buchhandlung retten! Die amtliche Bewilligung zu erhalten, ist schwierig. Der Sohn des Zuständigen will ihr helfen und fordert als Gegenleistung die Begleitung als sein Fake-Date zu einer Hochzeit…
Erster Eindruck: Ein buntes, auffälliges Cover – gestalterisch nicht ganz mein Geschmack. Es erstaunt mich, dass der Reihentitel grösser als der Buchtitel geschrieben ist.
Ich bin ein kleines-bisschen-fast-gar-nicht-spürbar reihenanfällig. Daher habe ich gleich zu diesem Buch gegriffen und mich sehr auf die Lektüre gefreut. Leider folgte meiner Euphorie bald die Ernüchterung:
Die Autorin ist gemäss Bio aus der Schweiz und die Geschichte spielt in der Schweiz. Es ist komisch, dass sie dann von „Bürgermeister“ spricht, obwohl das oberste politische Amt in der Schweiz ein Gemeinde- oder Stadtpräsident ist (mit Varianten je nach Kanton). Hat sie dies gemacht, um die Zielgruppe, die wohl hauptsächlich in Deutschland lebt, besser anzusprechen? Es wurden zig schweizerische Begriffe benutzt, die zum Teil nicht erklärt wurden (z.B. Twint oder Mundartwörter). Weshalb wurde kein Glossar erstellt? Nebst diesen Dingen fand ich störend, über zig Zeilen das gewählte Outfit erörtert zu erhalten, was überhaupt keinen Mehrwert für die Geschichte bot. Aurora stampft kurz ein Festival aus dem Boden, um die Buchhandlung zu retten, obwohl die Chefin gar nicht dafür war und dies erst noch ohne Geld, um in Vorleistung zu gehen. Das fand ich naiv. Aurora kam mir zuweilen wie ein Teenager vor, und nicht wie eine 27-jährige Frau. Wenn ihr Angebeteter sich nicht umgehend meldete, war das schon Ghosting – kann sie nicht selbst Kontakt aufnehmen? Seufz…
Was mir jedoch gut gefallen hat, ist einerseits die Freundschaft der drei Frauen – es ist schön, solche Menschen an seiner Seite zu wissen – und andererseits die Liebe zu den Büchern. Diese Punkte konnten es jedoch nicht mehr rausreissen, so dass ich leider nur 2 Sterne vergeben kann, schade.
Rezensionen von saskia13120:
Sie flogen einen Sommer lang von Penelope Farmer
Ein Klassiker in wunderschöner neuer Auflage
"Sie flogen einen Sommer lang" ist ein erfrischend einfaches und schlichtes Kinderbuch, welches uns genau wegen dieser Eigenschaften sehr gut gefallen hat.
"The Summer Birds", wie der englische Originaltitel lautet, der 1966 erschienen ist, wurde von Claudia Feldmann ins deutsche übersetzt und vom Insel-Verlag neu aufgelegt.
Dabei wurde die Sprache der 60er Jahre beibehalten und die Geschichte wirkt so auch in seiner Neuauflage wie ein echter Klassiker.
Auch die Illustrationen sind einfach gehalten und lassen Interpretationsspielraum, wirken mit ihrem Stil aber trotzdem ansprechend und einfach passend.
"Sie flogen einen Sommer lang" versucht gar nicht erst modern zu wirken und das würde der Geschichte auch gar nicht stehen.
"Der Junge" bleibt während der ganzen Geschichte ein interessanter und geheimnisvoller Charakter, aber seine "Stimmungsschwankungen" waren teilweise etwas zu viel.
Charlotte ist ein sehr liebenswürdiges Mädchen, welches von ihren Mitschülern oft missverstanden wird aber eigentlich die große Schwester oder loyale Freundin ist, die sich jeder wünscht. Ihre Schwester Emma ist im Vergleich dazu ein kleiner Wirbelwind die für jeden Spaß zu haben ist. Jeder Schüler hat seine eigenen Eigenschaften und trägt so zu der gelungenen Geschichte bei.
Besonders berührend fanden wir dem Wehmut und die Reaktion der Lehrerin auf die Enthüllung der Kinder und den Zusammenhalt, den ein gemeinsames Geheimnis in die Gruppe gebracht hat.
Das Buch wird ab 9 Jahren empfohlen, ich denke aber dass es aufgrund der Sprache dann noch recht anspruchsvoll ist und eher etwas für geübte Leser. Ich würde es daher eher ab 10-12 Jahren einordnen.
Als Vorlesegeschichte kann ich mir das Buch allerdings auch gut für jüngere Kinder, gerade zum Einschlafen vorstellen, weil es einfach so viel Raum für Fantasie und Platz zum Träumen lässt.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Inselklänge von Anja Eichbaum
Mord auf Norderney
Ich mag die Bücher von Anja Eichbaum sehr – alle zeichnen sich durch den lockeren und flüssigen Schreibstil der Autorin aus. Nun ist hier das neue Buch „Inselklänge“ erschienen und ich bin ganz gespannt in das Buch gestartet:
Ein Sängerfestival auf Norderney – zum ersten Mal sollen tolle Stimmen und schöne Musik die Touristen und auch die Einheimischen begeistern.
Da wird eine junge Sängerin ermordet – diese war schon zuvor durch ihre Pöbeleien aufgefallen. Hat der Mord etwas damit zu tun ? Inselpolizist Martin startet mit seinen Ermittlungen, wird aber kurz darauf durch eine brutale Attacke außer Gefecht gesetzt, so dass an seiner Stelle nun Ruth und Gerd ermitteln.
Wer alle vorherigen Bücher gelesen hat, kennt die Protagonisten und ihre Hintergründe – dies ist aber nicht notwendig, die Bücher sind in sich geschlossen und lassen sich auch einzeln lesen.
Zum neunten Mal nimmt Anja Eichbaum uns mit in eine Welt, die von außen idyllisch erscheint, aber trügerisch ist. Die Kulisse von Norderney ist ganz besonders passend und die Autorin versteht es, dem Leser / der Leserin ein ganz tolles Bild der Insel zu vermitteln; ich habe beim Lesen der Bücher immer ein ganz klares Bild von den jeweiligen Szenen vor Augen.
Die Charaktere sind so authentisch dargestellt, dass man von Beginn total super in das Buch rein kommt, der spannende Fall passt hervorragend dazu.
Krimi Vibes auf Norderney und schöne Lesestunden – das ist ein Garant von Anja Eichbaum an ihre Leser*innen. Eine absolute Empfehlung für diesen tollen Norderney-Krimi !
Das Buch Inselklänge von Anja Eichbaum ist am 13. Mai 2026 im Gmeiner Verlag erschienen.
Rezensionen von Liselottchen:
Herzklopfen im Eiscafé am Meer von Doris R. Thomas
Neuanfang an der Ostsee
Melissa startet einen Neuanfang, zieht von Bayern nach Warnemünde. Sie ersteht ein Eiscafé, das sie renovieren und eröffnen möchte. Doch Nick, der Handwerker, den sie angeheuert hat, die Renovierung zu übernehmen, gleicht unheimlich ihrem Jugendfreund Moritz. Der ist nach einer gemeinsamen Nacht einfach verschwunden und Melissa hat diesen Schmerz bis heute nicht überwunden.
Doch Nick kennt sie nicht. Und er war auch nie in Bayern. Sagt er. Obwohl sie daran Zweifel hat, findet sie sich schließlich damit ab, kann jedoch nicht verhindern, dass sie sich zu Nick hingezogen fühlt. Er benimmt sich seltsam, bekommt Telefonanrufe, nach denen er überstürzt aufbricht und scheint übertrieben ängstlich.
Mit dieser Story ist der Autorin eine wunderschöne Romanze gelungen. Die Figuren sind authentisch gezeichnet: Melissa muss man einfach gernhaben, sie ist nicht zimperlich, tatkräftig, fröhlich und geschickt. Nick ist geheimnisvoll, jedoch hilfsbereit und freundlich. Ein Highlight sind die Freundinnen Ricarda und Flora, die immer für Melissa da sind. Wer hätte nicht gern solche Freundinnen? Doris R. Thomas hat einen bildhaften Schreibstil, der mich sofort in die Geschichte hineinzog. Das traumhafte Ambiente von Warnemünde tut sein übrigens. Ich war mal auf Urlaub dort und fühlte mich sofort zurückversetzt. Ein paar der Dinge sind ein wenig märchenhaft, so der Zusammenhalt der »Warnemünder Unternehmerinnen« – aber das passt für einen Liebesroman. Der Spannungsbogen hielt seitenweise an und die Auflösung am Schluss war überzeugend.
Eine empfehlenswerte Wohlfühllektüre, die ich sehr genossen habe.
Rezensionen von Anndlich:
Starminster - Stadt in den Wolken von Megan Hopkins
Zu viel!
Astrid hat noch nicht viel gesehen von der Welt, lediglich die Videos, die ihre Mutter ihr zeigt. Ansonsten verbringt sie den ganzen Tag im Schuppen und träumt davon, den Sternenhimmel zu sehen. Eines Tages taucht eine Frau mit Flügeln auf und zeigt Astrid nicht nur mehr von der Welt, sondern auch, dass sie eine Librae ist und verspricht ihr, dass auch ihr irgendwann Flügel wachsen werden.
Starminster von Megan Hopkins wird Kindern ab 11 Jahren empfohlen, lässt sich für mich jedoch eher schwierig in ein Alter einordnen. Angesprochene Themen richten sich auf jeden Fall eher an ältere Kinder, aber Astrid hat sich für mein Lesekind (11J.) jünger angefühlt, weswegen die Protagonistin und damit auch die Geschichte für sie eher uninteressant war.
Ich möchte mit dem positiven anfangen, das ist für mich eindeutig die Welt und die Besonderheit der Librae. Die grundsätzliche Idee gefällt mir ausgesprochen gut. Der Klappentext lässt auch erahnen, dass manche Themen schwierig sein können, darauf war ich daher vorbereitet, aber am Ende hatte ich nicht das Gefühl, dass ich eine magische Geschichte gelesen habe, sondern eine Sammlung aus Alltagsproblemen, die in die Welt der Librae übertragen und stumpf übermittelt wurden.
Kinderbücher sollten definitiv gesellschaftskritische Themen beinhalten und Botschaften übermitteln, aber das eher feinfühlig, über die Geschichte und die Protagonist:innen. Starminster wählt jedoch die Brechstange, spricht alles sehr direkt an und verliert dadurch sich selbst. So werden u.a. Tierversuche, Umweltschutz/-verschmutzung, Diskriminierung, Unterdrückung und die Klassengesellschaft thematisiert und das meiste davon ganz unverblümt, ohne sich wirklich in der Geschichte um Astrid zu entfalten.
Dann kommt noch das Thema hinzu, welches sich im Klappentext andeutet. Astrid wird von ihrer Mutter gefangen gehalten, von Mrs. Wairi befreit und doch entführt, denn Astrid möchte nicht gehen und gleichzeitig verschwinden andere Kinder, auch hier geht es um Entführung und potenzielle Misshandlung. Das hätte gut ausgearbeitet werden können und bleibt für mich leider an viel zu vielen Stellen nicht richtig auserzählt und daher problematisch. Klar ist, dass die Entführungen der Kinder als schlecht dargestellt werden, aber mir fehlte die Verdeutlichung, dass es bösartige Taten sind und dahinter auch noch viel Schlimmeres steckte. Hinzukommt, dass Mrs. Wairi mit Astrid ähnliches getan hat und auch das eher nicht reflektiert wird, zumal Astrid mitgeht und dieses Thema sicherlich keines ist, das Elternteile, die ihren Kindern predigen nicht mit Fremden mitzugehen, gerne lesen.
Allein die Themen des Klappentextes hätten gereicht, um ein Buch mit knapp 250 Seiten zu füllen und die Leser:innen in die Welt von Starminster zu bringen, wenn man es reflektiert und die Figuren mit der Geschichte arbeiten. Hopkins hat sich leider dazu entschlossen, noch viele weitere Themen einzubringen und damit den Zauber der Welt verpuffen zu lassen. Auch hier, jedes einzelne Thema kann sich gut über die Geschichte erzählen lassen, aber aufgrund der geringen Seitenanzahl haben die Themen nicht genug Raum bekommen. Am besten gelang die Umsetzung noch beim Thema Klassengesellschaft, das sich über Arm und Reich, Flügge und Nicht-Flügge, sowie unterschiedliche Flügelarten präsentiert hat und in der Ausarbeitung gute Ansätze gezeigt hat, aber Wörter wie Steuern sind unerklärt noch viel zu groß für Kinder.
So bleibt am Ende eine tolle Idee, die sich leider komplett verloren hat. Eine Reihe, die vermutlich nicht weiterverfolgt wird.











